Die Vegetarierin

Die Vegetarierin

Softcover
3.53393
KafkaThe VegetarianRobert SeethalterRoman Vegetarierin

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Description

Nobelpreis für Literatur 2024

Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die sich gegen ihren Mann auflehnt, indem sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und von einem Leben als Pflanze träumt.

Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
190
Price
12.40 €

Author Description

Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für »Die Vegetarierin« wurde sie dafür gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet, für »Menschenwerk« mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Zuletzt erschienen im Aufbau Verlag ihr Roman »Unmöglicher Abschied« und in Die Andere Bibliothek ihr Kinderbuch »Donnerfee und Blitzfee«.Alle lieferbaren Titel der Autorin sehen Sie unter aufbau-verlage.de.Mehr zur Autorin unter han-kang.net.

Characteristics

46 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
60%
6%
37%
34%
50%
6%
82%
81%
35%
22%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
31%
57%
59%
58%

Pace

Fast28%
Slow13%
Moderate33%
Variable26%

Writing Style

Simple30%
Complex35%
Moderate35%
Bildhaft (67%)Minimalistisch (21%)Poetisch (38%)Außergewöhnlich (64%)

Posts

591
All
3.5

Der stille Zerfall eines Menschen

"Die Vegetarierin" ist kein Buch, das laut werden muss, um zu erschüttern. Die Geschichte beginnt beinahe unscheinbar mit der Entscheidung einer Frau, kein Fleisch mehr zu essen — und entwickelt sich daraus Stück für Stück zu etwas zutiefst Verstörendem, Beklemmendem und gleichzeitig faszinierend Schönem. Was mich besonders beeindruckt hat, war diese kalte, beinahe distanzierte Erzählweise, die dennoch eine enorme emotionale Wucht entwickelt. Die Figuren wirken oft gefangen — in gesellschaftlichen Erwartungen, in Beziehungen, im eigenen Körper und in Gedanken, die sich immer weiter von der Realität entfernen. Gerade dadurch entsteht eine Atmosphäre, die sich beim Lesen immer enger um einen legt. Han Kang schreibt dabei unglaublich bildhaft. Manche Szenen wirken fast wie Gemälde: schön, ruhig und gleichzeitig zutiefst verstörend. Besonders die Verbindung zwischen Körper, Gewalt, Kontrolle und dem Wunsch nach Freiheit zieht sich wie ein stiller Albtraum durch das gesamte Buch. Es ist kein angenehmes Buch und sicherlich keines, das man „nebenbei“ liest. Aber genau darin liegt seine Stärke. Es zwingt einen hinzusehen, selbst wenn man es eigentlich nicht möchte. "Die Vegetarierin" hinterlässt kein lautes Ende, sondern ein stilles Unbehagen — eines, das noch lange bleibt, nachdem die letzte Seite gelesen wurde.

Der stille Zerfall eines Menschen
5

Absolut verstörend, aber wahnsinnig gut Die Nobelpreisträgerin 2024 - Han Kang - verpackt auf gerade Mal 189 Seiten eine sehr intensive, aufwühlende, zugleich groteske Geschichte, die mich so schnell nicht mehr loslassen wird.

5

Nicht ohne Grund der Literaturnobelpreis 2024

Man erlebt innerhalb des Buches so einige Überraschendes, besondere Sprache und lebendige Figuren, die den Leser in ihrem Verhalten erstaunen. Mein erster Roman von Han Kang und ich verstehe, wieso sie den Literaturnobelpreis gewonnen hat. Unglaublich .Ein außergewöhnliches Buch! Eine klare Empfehlung!

Nicht ohne Grund der Literaturnobelpreis 2024
4.5

"Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie in jeder Hinsicht für völlig unscheinbar. Um ehrlich zu sein, fand ich sie bei unserer ersten Begegnung nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen." "So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten." "Woher kommt es? Alles erscheint mir so fremd. Ich fühle mich wie die andere Seite ein und derselben Sache. Hinter einer Tür ohne Klinke. Oder wird mir erst jetzt bewusst, dass ich dort schon immer war?" "Der lange Sonntag würde bald zu Ende sein und der Montag kommen. Dann würde meine Schwägerin übernehmen, und ich würde nicht länger den Anblick meiner Frau ertragen müssen." Zum Inhalt dieses Werkes muss ich wahrscheinlich nichts mehr sagen, gefühlt bin ich die Letzte, die es gelesen hat. Han Kang schreibt in einer unheimlich bildhaften Sprache, die mich begeistert hat. Dieses Buch löste bei mir eine Lawine an Emotionen aus... Mitgefühl, Entsetzen, Wut, Ekel, Schmerz und Fassungslosigkeit. Die kursiv geschriebenen Traum-Passagen sind extrem brutal und blutig, teilweise abstoßend und dabei trotzdem auch schön durch diese pointierte Sprache. Ein sehr tiefgründiges Buch, das zum Nachdenken anregt und bei mir noch eine ganze Weile nachhallen wird. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung würde ich trotzdem nicht aussprechen, denn das Buch beinhaltet sehr viele Themen und Passagen die triggern können.

4.5

Der verstörende Roman von Han Kang wird noch eine ganze Weile in mir nachhallen und nachdenklich stimmen.

3

"Ist es denn verboten zu sterben?"

Man muss sich bei den Werken von Han Kang ja auf Einiges gefasst machen, das wusste ich. Alles, was ich bisher von ihr gelesen oder gehört habe, zeigte eine schonungslose Beschreibung von aussergewöhnlichen, dramatischen und traumatisierenden Schicksalsschlägen. Dies ist hier, bei dem wohl berühmtesten Werk Han Kangs nicht anders, setzt dem aber noch eine Schippe drauf. Die Geschichte beginnt eigentlich recht simple mit der Beschreibung einer eher durchschnittlichen und von ihrem Ehemann als schlicht, unbedeutend und nicht einmal besonders anziehend betitelten Frau. Diese Frau entschliesst sich, da sie unter sehr blutrünstigen Alpträumen leidet, Vegetarierin zu werden. Dies führt zu einer starken Irritation ihres Umfeldes, des Ehemannes und der gesamten Familie. Han Kang nutzt die Situation zu einer Analyse der koreanischen Gesellschaft, einer Kultur so gänzlich anders, als wir es hier in Europa gewohnt sind. Han Kang wendet ihr Talent zum sehr analytisch nüchternen, eher emotionsarmen Beschreiben sehr drastischer Entwicklungen an, Situationen, die oft mit einem Trauma einhergehen oder ein weiteres auslösen. Dies muss die Leser*innen mindestens herausfordern, wahrscheinlich eher überfordern. Was einem hier geboten wird, muss man erst einmal verarbeiten können. In der Mitte des Buches verspürte ich ein derartiges Unverständnis der Autorin gegenüber, dass ich mir vornahm, jetzt endlich durch zu sein mit dieser extremen Schriftstellerin. Wie kann sie die Protagonistin, offenbar aus einem schweren Entwicklungstrauma kommend, in ein Abhängigkeitsverhältnis führen, welches von Übergriff und Manipulation geprägt ist und dies minuziös und detailverliebt, aber immer nüchtern ganz nah dran beschreiben? Eine Faszination besteht wohl darin, dass, obwohl Han Kang so wenig Emotionen direkt benennt oder anwendet, doch eine Fülle davon bei den Leser*innen auszulösen kann. Zwischen den Zeilen kann man so viele Gefühle herauslösen, jedoch weitestgehend nicht die angenehmsten. Ich empfand Unverständnis, Ekel, starkes Unbehagen und sogar Hass. Angenehme Gefühle verspürte ich zu keiner Zeit während der Lektüre. Ein Buch, welches handwerklich sicher sehr gekonnt verfasst wurde, von der Thematik her aber für mich too much. Ich bin kein Freund von Triggerwarnungen in der Literatur, hier wäre aber so manche angebracht und ich kenne wenig Menschen, denen ich dieses Buch mit gutem Gewissen empfehlen würde

5

Eine Geschichte, die einen sprachlos, etwas verwirrt und mit einem "Wow-Effekt" zurücklässt. Han Kang schreibt sehr klar erklärend, tlw. poetisch und vorstellbar, einfach für mich wunderschön. Sie zeigt tlw. brutal & sehr eindeutig die Probleme der Frauen in der südkoreanischen Gesellschaft, im Patriarchat als Ehefrau und Tochter.

4.5

🌳 | Erschütternde Realität

⠀ Dieses Buch ist ganz und gar keine leichte Kost und bezieht sich auf eine erschreckende Realität, die die Gesellschaft immer noch ignoriert. In »Die Vegetarierin« von Han Kang geht es um mehr als nur der Wandel zum Vegetarismus. Dieses Buch thematisiert psychische Krankheiten und wie Angehörige die Augen davor verschließen. Die Geschichte wurde in drei Parts aufgeteilt und dreht sich im Gesamten um eine Person, jedoch aus drei verschiedenen Perspektiven. Ich fand es teilweise schwer dieses Buch zu lesen, da es mehr um den Beginn einer Magersucht ging als um das vegatarische Dasein. In diesem Buch leidet nicht nur die Hauptprotagonistin sondern auch die anderen Personen die wir verfolgen. Han Kang zeigt auf wie schwerwiegend psychische Krankheiten sein können und wie schnell es doch passiert, stille Warnsignale der Person zu ignorieren. Han Kang hat einen sehr detaillierten aber einfachen Schreibstil. Teilweise hatte er auch etwas Künstlerisches. Ich konnte mich gut in der Geschichte verlieren und fand es einfach die Handlungen zu verfolgen. Ingesamt fand ich die Geschichte sehr gut aufgebaut. Eine Frau, die keine Unterstützung in ihrem Leben bekommt sei es von ihrer Familie oder ihren Ehemann, fand ich schwer zu verfolgen. Ebenso zeigt die Geschichte die Schattenseiten der Gesellschaft in Südkorea und gibt Einblicke in die Familiendynamik. Große Empfehlung. ⠀

🌳 |  Erschütternde Realität
4

Das… äh… ich… ach, ich weiß auch nicht. 🫣

Äh, ja. Da will ich mal intellektuell wirken und keinen Fairy Smut lesen und denke, ich wage mich mal an ein Nobelpreis-Gewinner-Buch. I mean, der Klappentext klingt lustig? Zumindest war nicht so, wie der Rest des Buches. Das war… anders. Aber okay, vielleicht war ich einfach doch nicht intellektuell genug. Ich habe mir schon einige Gehirnzellen wegfrittiert, als ich meine Haare blondiert habe. Und jetzt sitze ich hier, doof, verstört und mit einem Ende, das mir jetzt so quasi gar nichts sagt. Ha. 🥲 Apropos, verstört: Ich bin grad wirklich verstört. Also wirklich. Aber wer braucht schon Triggerwarnungen, wenn man einen Nobelpreis hat? Aber die Story war gut zu lesen, daher 4 Sterne. Aber what the actual f⭐️?

Das… äh… ich… ach, ich weiß auch nicht. 🫣
5

Ein Buch das viele Fragen aufwirft die noch lange nachhallen. Ist die Hauptfigur eine willensstarke Frau oder leidet sie an einer psychischen Erkrankung? Wie soll man ihr Verhalten beurteilen? Han Kang zeigt wie es ist, wenn das Umfeld nicht mit Änderungen im Verhalten umgehen kann. Und was ruft diese Verhalten bei dem sozialen Umfeld hervor? Zurecht sind die Romane von Han Kang so gefeiert.

4

Dieses Zitat blieb mir besonders in Erinnerung: „ Noch einmal betrachtete sie die Dinge, die um sie herum standen. Sie gehörten ihr nicht. Ebenso wenig wie das Leben, das sie führte. „ So fühlt sich das ganze Buch für mich an. Als wäre Yong-Hye in einem Leben gefangen, dass sie freiwillig nie gewählt hätte. Und um sich dagegen aufzulehnen, wird sie von einen Tag auf den Nächsten, nach einem verstörenden Traum, zur Vegetarierin. Aber damit endet ihre Wandlung nicht und wird mit der Zeit immer seltsamer. Manchmal habe ich mir gedacht „WTF, habe ich denn da gerade gelesen“. Aber irgendwie hat mich die Sprache und die Bildhaftigkeit auch gefesselt. Es war kein leichtes Buch, aber eines über das ich noch lange nachdenken musste.

4

Leise und doch laut, verstörend und fesselnd

Es fällt mir sehr schwer, für dieses Buch eine Rezension zu verfassen. Trotz der überschaubaren Seitenanzahl war es eine spezielle und intensive Lektüre, die einen auch nach Ende der Geschichte nicht so richtig loslassen mag. Die Autorin stammt aus Südkorea (ebenfalls Handlungsort der Geschichte) und hat erst in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur erhalten. Ich verstehe, warum. In „Die Vegetarierin“ geht es um eine Frau, die von heute auf morgen beschließt, kein Fleisch mehr zu essen, und was dies für Auswirkungen auf sie und auf ihr Umfeld hat. Man merkt, dass in der asiatischen Kultur der gesellschaftliche Status und das Ansehen sehr wichtige Aspekte sind, denn der plötzliche Wandel der Frau hat negative Konsequenzen. Erzählt wird die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven - es wird allerdings nie aus Sicht der Vegetarierin erzählt, sondern es erzählen immer andere über sie. Es gibt zwei männliche Perspektiven (Mann und Schwager) und eine weibliche (die Schwester). Im Laufe der Geschichte wird es immer wilder und grotesker und insbesondere die letzte Perspektive der Schwester war sehr verwirrend. Ich verstehe aber, dass dies ein Stilmittel ist, um Themen wie Verfall, Selbstverzehr, Verzweiflung und den geistigen Zustand der Vegetarierin zu unterstreichen. Das Buch beleuchtet darüber hinaus Themen wie Gewalt, Unterdrückung, Begierde, Scham, Schuld, Selbstaufgabe und bricht gesellschaftliche Normvorstellungen sowie patriarchale Strukturen auf. Ich fand es sehr lesenswert, auch wenn es an einigen Stellen kafkaesk anmutete und mich an „Die Verwandlung“ erinnerte. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und liefert gleichzeitig eindrückliche und schonungslose Bilder, die nachhallen.

5

Es ist ein Aufstand gegen Normen und gegen Gewalt. Für Emanzipation und Selbstbestimmtheit. Aber kein Plädoyer für Vegetarismus, wie ich zunächst vermutete. Grandios und tiefgründig!

Es ist ein Aufstand gegen Normen und gegen Gewalt. Für Emanzipation und Selbstbestimmtheit. Aber kein Plädoyer für Vegetarismus, wie ich zunächst vermutete. Grandios und tiefgründig!
4

🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬 Alleine schon, das Buch einer Literaturnobelpreisträgerin zu lesen, hat mich neugierig gemacht. Auch aufgrund des wunderschönen Covers habe ich mich für "Die Vegetarierin" entschieden. Es ist durchaus speziell und lässt Interpretationsspielraum, es ist aber auch sehr intensiv und geradezu verstörend. Großartig! 🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬

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Alleine schon, das Buch einer Literaturnobelpreisträgerin zu lesen, hat mich neugierig gemacht. Auch aufgrund des wunderschönen Covers habe ich mich für "Die Vegetarierin" entschieden. Es ist durchaus speziell und lässt Interpretationsspielraum, es ist aber auch sehr intensiv und geradezu verstörend. Großartig!

🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬🥬
4

Rebellion durch Metamorphose

Fleisch ist in Südkorea eine ziemlich große Sache. Es steht für den sozialen Status und auf Fleischkonsum zu verzichten, ist eine Herabstufung des eigenen Prestiges. Das knüpft direkt an die extrem patriachalen Strukturen des doch sehr modern anmutenden Landes an. Yong-hye rebelliert gegen diese Dominanz, indem sie sich nach sehr blutigen Träumen dazu entscheidet alle tierischen Produkte aus ihrem Haushalt zu verbannen. Sie ist also eigentlich nicht die Vegetarierin, sondern die Veganerin, dafür gibt es aber im koreanischen kein Wort. Das ruft nicht nur Unverständnis bei ihrem Mann hervor, sondern auch ihre Familie, insbesondere ihr Vater, reagiert mit Entsetzen und gewalttätigen Übergriffen. Doch die, wie eine Psychose anmutende Metamorphose von Yong-hye ist unaufhaltsam, und so strebt sie mit befremdlichen Reaktionen immer mehr ihrem Wunsch entgegen, sich nach und nach in eine Pflanze zu verwandeln. Dabei bleibt die unscheinbare Frau stumm, lediglich ihre Träume bekommen wir erzählt. Ansonsten sprechen drei Personen über sie. Ihr Ehemann und ihr Schwager, aus der ICH-Perspektive sowie ihre Schwester aus der auktorialen Sicht. Gerade die ersten beiden Erzählstimmen haben mir besonders gut gefallen, da sie Obsessionen eröffnen und uns sehr nah an die Abgründe männlichen Denkens treten lassen. Auffällig ist hier das Machtausübung in jeglicher Form als Selbstverständlichkeit wahrgenommen wird. Die eigenen Sinnkrisen werden nicht reflektiert, sondern auf Yong-hye projiziert. Dabei entbehrt die Aktion des Schwagers nicht einer gewissen Ästhetik. Die Perspektive der Schwester hat mir nicht ganz so gut gefallen, nimmt aber eine wichtige Position ein, denn sie wandelt für mich die Geschichte von einer Suche nach Ursachen zu einer Analyse der eigenen Rollen, sei es als Frau oder als Familienmitglied. Ich wollte gar nicht mehr wissen, warum Yong-hye sich dermaßen verweigerte, sondern nahm den Raum zur feministischen Interpretation wahr. Für mich hat die Protagonistin einen Weg der Selbstermächtigung gewählt, der die Machtausübung der Männer ins Leere laufen lässt und für den sie dennoch einen hohen Preis zahlt. Das empfinden aber nur wir Leser*innen so. Für sie selbst ist es die Erfüllung. Was mich bei Han Kang wieder extrem gut abgeholt hat, ist ihr sprachlicher Ausdruck. Sie schreibt pointiert und bildhaft ohne viele Worte. Man fällt in die Geschichte rein und möchte wissen, wie es weitergeht, obwohl wir viel Metaphorik begegnen und uns ständig fragen, welche Bedeutung Handlungen und Gedanken transportieren. Mir erschließt sich deutlich, warum sie den Nobelpreis erhält und ich möchte mehr von ihr entdecken. Ich empfehle dieses Buch einfach Allen, die es lieben nach dem Ende einer Geschichte, das Gelesene mit eigenen Gedanken zu verknüpfen.

3.5

Schwer zu verstehen

Verstörend. Die Vegetarierin von Han Kang hat mich ratlos und nachdenklich zurückgelassen. Die Geschichte ist beklemmend, surreal und voller unausgesprochener Emotionen, die sich schwer greifen lassen. Ich hatte oft das Gefühl, etwas nicht ganz zu verstehen, und genau das macht den Reiz des Buches aus. Der Schreibstil ist kühl und dennoch eindringlich, fast schon hypnotisch. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine, die lange nachwirkt. Ob sie wirklich im Gedächtnis bleibt, bin ich mir aber nicht sicher.

Schwer zu verstehen
3.5

Irritierend, verstörend, düster und bedrückend.

Yong-Hye beschließt sich nach einem verstörend wiederkehrenden Traum ihre Ernährungsweise umzustellen. Von einem Tag auf den anderen verzichtet sie auf Fleisch und entsorgt die Fleischvorräte angewidert im Müll. Zudem zieht sie sich immer mehr zurück, wird immer unscheinbarer obwohl sie sich sowieso schon durch eine absolute Durchschnittlichkeit auszeichnete. Ihr Ehemann, aus dessen Blick wir Yong-Hye im ersten der drei Abschnitte kennen lernen, findet ihr Verhalten Empörung und rücksichtslos. Schließlich muss er sich bei der Verfolgung seiner Karriere darauf verlassen, dass seine treusorgende Ehefrau ihm zu Hause den Rücken frei hält. Eine weitere Perspektive auf Yong-Hye ist die des Schwagers, der sie sexualisiert und ihre psychische Verfasstheit ausnutzt und seine sexuellen Phantasien unter einem Vorwand künstlerischen Schaffens ausleben. Spätestens hier wird deutlich, dass Yong-Hye an einem ernsthaften psychischen Leiden erkrankt ist. Die dritte und letzte Sichtweise ist die der betrogenen Schwester, die sie in eine psychiatrische Klinik einweist. Die Bewertung des Buches fällt mir schwer. Zu viele Botschaften zwischen den Zeilen, die ich nur bedingt erkannt habe. Am besten man macht sich selbst ein Bild.

4

Die radikale Selbstbefreiung einer Frau, die sich zunehmend von der physischen und sozialen Welt der Menschen abwendet.

Die Vegetarierin ist eine völlig neue Art von Buch, das ich so noch nicht gelesen habe. Die Geschichte wirft tiefgründige Fragen über Freiheit und gesellschaftliche Normen auf – und das in einer extremen, oft verstörenden Form. Dieses Buch hat definitiv etwas in mir ausgelöst, das ich noch einordnen muss. Gerade diese Nachwirkung finde ich beeindruckend, denn nur selten bleibt ein Buch so nachdrücklich haften. Das offene, etwas abrupte Ende passt sehr gut zum Erzählstil, der viel Raum für Interpretation lässt. Allerdings hätte ich mir mehr Einblick in die innere Welt der Hauptfigur Yeong-hye gewünscht, da ihre Entwicklung schwer zu fassen ist. Vielleicht ist dieser Mangel an Einblick aber auch beabsichtigt und spiegelt wider, wie das Patriarchat sie unterdrückt und ihr ihre Stimme wegnimmt (?) Auch wenn mich das Buch etwas verwirrt zurücklässt, ist dieses Buch absolut lesenswert, und ich verstehe, warum es den Nobelpreis gewonnen hat. Ich werde sicher weitere Bücher von Han Kang lesen – also: große Empfehlung! Den einen Stern Abzug gebe ich nur aus persönlichen Lesegeschmack-Gründen, weil ich mit offenen Fragen am Ende eines Buches (wenn es ein Stand Alone ist) nicht ganz klar komme😅😂

4.5

Erschreckend gut und packend

Eine Frau hört plötzlich auf, Fleisch zu essen. Das Leben von ihr und ihren Mitmenschen gerät aus den Fugen. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich konnte es kaum weglegen. Die Geschichte ist verstörend, erschreckend und faszinierend. Dabei muss auf jeden Fall eine Trigger-Warnung ausgesprochen werden, denn es ist definitiv keine leichte Kost! Machtverhältnisse und Traumata werden herausgearbeitet und wie sie Einfluss auf den mentalen Zustand haben. Dabei geht es gefühlt gar nicht um die vegetarische Ernährung selbst. Diese steht viel eher für den viel größeren gesellschaftlichen Konflikt.

4

Anders als erwartet - aber sehr fesselnd!

Sehr brutal geschrieben, sehr schockierend, sehr gestört! Aus 3 Perspektiven erzählt und zu verschiedenen Zeitpunkten, daher sehr interessant. Meine Leseempfehlung wenn ihr so was mögt, aber definitiv nicht für jeden was!

4.5

What the fuck did I just read?!

3.5

Was hab ich da gerade gelesen? 🤯

Ziemlich verstörendes Buch. Ich kann ehrlich gesagt nicht mal sagen, ob ich das Buch wirklich gut oder schlecht fand, es hat jedenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich entsetzt. Hier fehlen definitiv Triggerwarnungen...

5

Mein Januar Highlight

Vor ab ..Das Buch enthielt soviele Triggerthemen, dem muss man sich im Vorfeld bewusst sein..Magersucht ,Schizophrenie, HäuslicheGewalt etc Fand es aber einfach nur genial geschrieben. Teils habe ich Passagen nochmal als Hörbuch wiederholt ,um die Atmosphäre richtig einzufangen. Es bestand aus 3 Teilen. Aus der Sicht der 1. Vegetarierin u. Ehemann 2.ihrem Schwager 3. Ihrer Schwester. Jeder Teil war anders ...1. Verstörend, teils unangenehm bis wütend machend / 2. Poetisch-erotisierend-skuril bis verstörend / 3. war sehr bewegend und stimmte einen Nachdenklich auf Gesellschaft und Kulturen . Er klärte auf, zeigte neue Sichtweisen zur Person und Familie sowie sehr traurige Schicksale. Man muss sich mit dem Text viel beschäftigen und kann es nicht einfach nur lesen um es wirklich zu verstehen. Fand es faszinierend und abstossend zugleich.

4

Was für ein Buch ..😳🤔📚Wollte es zwischendurch auch mal abbrechen weil es so krass geschrieben ist ..😳🤔📚Ich wüsste nicht ob ich es noch ein zweites Mal lesen würde..😳📚

4.5

Die Protagonistin Yong-Hye verweigert sich gesellschaftlichen Normen, indem sie von heute auf morgen aufhört, Fleisch und tierische Produkte zu essen. Ihr Ehemann und ihre ganze Familie sind empört. Nun scheint sie für alle anderen Figuren nur noch in Bezug auf ihren Körper wichtig zu sein. Wie wird dieser Körper ernährt? Wie sieht dieser Körper nackt aus? Wie ist der Sex mit diesem Körper? Wie kann man diesen Körper am Leben erhalten? Wie es der Seele der Frau geht, scheint nachrangig zu sein. Ihre Träume und die Gründe für ihre Veränderung wollen die anderen Figuren nicht hören, nicht nachvollziehen, nicht akzeptieren. Sie wehren die Auseinandersetzung damit ab, indem sie die Frau einfach zwingen wollen, wieder "normal" zu sein. Als dies nicht funktioniert, wird sie als "nicht richtig im Kopf" abgestempelt und von ihrer Familie in die Psychiatrie eingewiesen. Dadurch hat dieser Roman durchgängig etwas Gewaltsames, das das Aushalten der verschiedenen Situationen für mich teilweise schwierig machte. Gleichzeitig hat der Roman aber eine solche Sogwirkung für mich entwickelt, dass ich so schnell wie möglich weiterlesen wollte. Han Kangs Wahl, drei verschiedene Figuren als Erzähler*innen einzusetzen, hat mich absolut überzeugt. Dadurch wird für mich alles noch eindringlicher, weil man das Verhalten gegenüber Yong-Hye nicht auf eine Figur "schieben" und deren Charakter zurechnen kann. Der dritte Teil hält dann noch überraschende Wendungen parat und hat mich einerseits versöhnt und andererseits noch trauriger und ratloser gemacht. Dies ist definitiv ein Werk, das unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt!

2.5

Skurril - unverständlich und dennoch eigenartig

Ich habe mich gefragt, was die Kriterien für einen Nobelpreis in Literatur sind und war erstaunt, weil ich für mich tatsächlich keine Übereinstimmung gefunden habe. Wobei sich in dem Buch natürlich wichtige Themen verstecken. Die waren für mich Gewalt in der Familie, Vergewaltigung, Selbstbestimmung, Magersucht, Unterdrückung, Suizid und nicht gesehen werden, Hilflosigkeit. Jedoch verstecken diese sich gut und sind nicht konkret herausgearbeitet. Ich denke, dass durch die Übersetzung einiges verloren geht und es für das Verständnis des Buches ein Hintergrundwissen der Kultur und der Stellung der Frau dort bedarf. Das habe ich leider nicht und deswegen bin ich erstaunt über die schroffen, direkten Worte, die sehr unsympathischen Protagonisten und wo der Sinn des vegetarisch werdens steckt. Auf alle Fälle ein Wagnis dieses Buch zu lesen und viele Fragezeichen ❓ zu behalten, obwohl die Story bereits beendet ist.

3

Ein faszinierendes und zutiefst erschreckendes Buch

Es ist verstörend, erschütternd und traurig. Es hinterlässt bleibenden Eindruck und ein Werk zum nachdenken. Der Roman ist nicht wirklich eine Geschichte über Vegetarismus, sondern vielmehr eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Druck, Geschlechterrollen, Gewalt und dem Streben nach Freiheit.

Ein faszinierendes und zutiefst erschreckendes Buch
2.5

Bitte nur lesen, wenn du dich stabil fühlst. Triggerwarnung: Explizite Beschreibung von Folter und Tötung eines Tieres, Magersucht, Esssucht, psychische Erkrankung, sexuelle Gewalt und Ausbeutung, elterliche Gewalt, psychische und physische Gewalt, Vergewaltigung

„Ich hatte Angst weiterzulesen.“ – Dieses Gefühl beschreibt 'Die Vegetarierin' wohl am treffendsten. Das Buch wird in drei Perspektiven erzählt – jedoch nicht aus der Sicht der Protagonistin Yeong-hye, was ich als grossen Mangel empfand. Zwar kommen in kursiver Schrift ab und zu ihre Gedanken vor, doch ihre Stimme bleibt weitgehend ausgelassen – und das, obwohl sie die zentrale Figur ist. Was folgt, ist ein verstörendes, bizarr anmutendes Leseerlebnis. Han Kang beschreibt patriarchale Strukturen und den Ausbruch einer Frau aus diesen auf sehr drastische Weise. Ob dies wirklich nötig war oder ob man dieselben Themen weniger brutal hätte umsetzen können, frage ich mich bis heute. Vielleicht fehlt mir aber auch der tiefere kulturelle Kontext – koreanische Gebräuche und Normen kenne ich zu wenig. Der Schreibstil – wie bei Han Kang gewohnt – ist fliessend, bildhaft und sehr eindringlich. Gerade das machte es schwer, das Buch wegzulegen, selbst wenn man sich unwohl fühlte. Der erste Teil war besonders intensiv und brutal. Manche Szenen waren schwer zu ertragen – sprachlich jedoch stets stark umgesetzt. Ich persönlich kann 'Die Vegetarierin' nicht weiterempfehlen – ebenso wie 'Unmöglicher Abschied' von derselben Autorin. Zu belastend und für mich in der Aussage zu unklar. Mich wird das Buch noch länger beschäftigen, nicht aber auf einer positiven Art. Idee: 2/5 Schreibstil: 5/5 Cover: 2/5 Spannung: 2/5

3

Hmmm...

Schwierig für mich eine Rezension über dieses Buch zu schreiben. Es las sich gut. Irgendwie war es mir fast zu kurz. Über die Geschichten von drei Familienmitgliedern erfährt man zwar über die Hauptperson etwas. Aber worum es wirklich geht, was Yong-Hyes wirkliche Geschichte ist, gibt es nur Andeutungen in den Gedanken der drei Menschen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die ganze Weite dessen, was die Autorin vermitteln wollte, verstanden habe.

4

Verstörend trifft es ganz gut

Ich muss gestehen, dass ich mir aufgrund der gängigen Zusammenfassung des Buches etwas ganz anderes erwartet hatte. "Eine Frau beschließt eines Tages Vegetarierin zu werden", das trifft es so überhaupt nicht. Es geht hier um sehr tiefe psychologische Ebenen und verschiedene Blickwinkel. Die Ereignisse sind teilweise verstörend und brutal. Vielleicht aber auch, weil man nicht darauf vorbereitet wird. Die Sprache ist klar und kunstvoll. Mein Fazit: es ist kein leicht zu verdauendes Buch. Eine Trigger Warnung wäre angebracht.

4

Zutiefst verstörend, aber dennoch so ein kraftvoll geschriebenes Buch😞 Vom Titel hätte ich etwas völlig anderes erwartet, stattdessen befindet man sich bereits Eingangs, im für Frauen benachteiligten Südkorea. Was der Hauptperson, die leider in diesem Roman keine eigene Stimme hat, angetan wird, löst eine tiefe Hilflosigkeit in mir aus. Mehr als einmal dachte ich, dass kannst du jetzt nicht einfach so runter lesen, quasi als mache man sich daran mitschuldig allein durch das Lesen... Es ist ein wichtiges Thema, und es verdient gehört/gelesen zu werden, dennoch ist es nicht leicht zu ertragen.

4

Achtung Trigger! Verstörende Inhalte

Auf der Suche nach einem neuen Lese-Genre bin ich über dieses Werk gestolpert. Pah, was soll ich nur dazu sagen oder wie soll ich es bewerten? Eines kann ich vorweg sagen: Hier fehlen auf jeden Fall die Triggerwarnungen und ich kann nur aus dem Buch zitieren: „Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch….“ und „Allen Bemühungen zum Trotz war es ihr nicht gelungen, ihre Bedeutung zu erfassen“ - das trifft nach dem Beenden dieses Buches für mich zu 💯 %! 🤷‍♀️ Dieses Werk hat mich unfassbar verstört und mit mehr Fragen NACH dem Lesen als währenddessen zurückgelassen 🤯 Für mich persönlich ist es sehr schwer zu bewerten, weil die Autorin einerseits einen sehr guten präzisen, knackigen Schreibstil hat (Ich war über die ganze Länge des Buches ständig zwischen „Bäh ist das verstörend/ekelerregend, ich kann das nicht, leg ich weg“und „mir ist übel, aber ich muss das wissen und weiterlesen“ … 🫢 Andererseits ist der Erzählstil der Autorin sehr nüchtern und ohne Umschweife und Scham, manchmal schon grausam im Umgang mit Tabuthemen bzw einem Sammelsurium an Wahnvorstellungen, Psychosen und psychischen Erkrankungen. By the way: Das Buch erhielt den Nobelreis für Literatur 2024…. Das lass ich jetzt mal so im Raum stehen 🤓

3.5

Eine feministische Horrorgeschichte

Yeong-hye ist eine gewöhnliche, schweigsame, scheinbar schwache und persönlichkeitslose Frau, die scheinbar einem völlig gewöhnlichen, sogar leicht unangenehmen Ehemann unterwürfig ist, der sie gerade deshalb zur Frau gewählt hat, weil er sich ihr überlegen fühlt. Eines Tages jedoch erwacht die junge Frau aus einem Traum und beschließt, Vegetarierin zu werden. Der erste Teil des Romans, der seine ursprüngliche Struktur aus drei voneinander abhängigen Geschichten beibehält, wird aus der Sicht des Ehemanns erzählt. Der zweite Teil basiert auf der Sicht des Schwagers. Der dritte und letzte Teil wird aus der Sicht der Schwester erzählt. Hier liegt der Schlüssel zur Erzählung, wenn die Schwester über ihre Kindheit nachdenkt, über den Missbrauch, den sie durch ihre Familie erlitten hat, und über ihre jeweiligen Reaktionen darauf, und erkennt, dass die Machtverhältnisse nie so waren, wie sie dachte, und dass der Kampf um die eigenen Träume zwangsläufig über den Körper gehen muss.

4

Als Ersatz für tierisches Fleisch hätte Yong-Hye die Männer ihrer Familie essen sollen.

Die Vegetarierin ist ein Roman bestehend aus drei zusammenhängend Novellen. Lesenswert, aber gewöhnungsbedürftig. Sicherlich nicht für jedermann, aber mir hat‘s gut gefallen! Hat mich ein bisschen zum Nachdenken angeregt wie anstoßend Vegetarismus und das tragen keines BH dargestellt wird und wie ähnlich meine Erfahrungen damit sind.

4

Ein Buch über welches ich noch eine Weile nachdenken werde. Nur der Körper ist für alle interessant, der Mensch darin verschwindet deshalb nach und nach und will lieber Teil der Flora werden. Interessantes Spiel mit der Sprache. Die Namen werden je nach Erzählperspektive entweder sehr häufig genannt oder nur mit „die Frau“ oder „der alte Mann“ verallgemeinert.

4.5

Alles beginnt mit einem Traum.

Ich würde behaupten, jeder kennt es: Man erwacht aus einem Traum und spürt es. Etwas ist anders – man kann diesen Traum, dieses Gefühl nicht ignorieren. Man deutet und schließt, und es lässt einen nicht los. Als leibliche Anrufung wirft der Traum uns ein teilweise undeutbares Seil unserer tiefen Vorstellungen, Wünsche oder Erinnerungen zu. So beginnt auch die Geschichte von Yong-Hye, woraufhin sie Vegetarierin wird. In drei Akten nähert man sich ihrer Geschichte an – aus der Perspektive ihres Mannes, ihres Schwagers und ihrer Schwester. Die radikal geschriebenen Charaktere decken eine Gesellschaftskritik auf, die Normierung und Entfremdung als Status quo entwirft und einfriert. Das Auseinanderdriften von gespürtem Leib – dem Leid, der Kreativität – und dem normierten, disziplinierten Körper, der immer wieder Aushandlung sozialer Interaktionen wird: mal direkt in Ansprachen, aber oft auch latent im Handeln verwoben. Insgesamt wird hier zwischen Vorstellung, Fantasie, Wahn und Anpassung mit gesicherten Routinen und Abläufen eine Positionierung von den Charakteren abverlangt. Selten hat ein Roman mich so hin- und hergerissen. Ob es wirklich nötig war, eine so radikale Perspektive einzunehmen? Einerseits werden latente Muster offensichtlich entlarvt und die Leserschaft emotional gepackt. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass Dialoge sich so auch verhärten können und die Zielgruppe sehr eng bleibt – und letztlich die Personen erreicht, die die Welt ohnehin bereits dahingehend befragen.

5

Es ist verstörend, gesellschaftskritisch, schockierend, hypnotisierend, tragisch...

Dieses Buch auf seinen 190 Seiten hat eine Wucht, eine Tragik, so eine Verrücktheit ich weiß es gar nicht in Worte zu fassen. Es steht so viel zwischen den Zeilen, das ich nicht annähernd alles verstanden habe und genau deswegen macht es zu etwas ganz Besonderem. In diesem Buch geht es meiner Meinung nach um Selbstfindung, Scheitern, Begierde, Macht und Obsession, die Rolle der Frau in der Gesellschaft, um Schwesternschaft und auch Kontrollverlust. Es wird mich definitiv noch eine Weile beschäftigen und ich werde es wieder lesen.

Es ist verstörend, gesellschaftskritisch, schockierend, hypnotisierend, tragisch...
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Anders ..

Okay, also Die Vegetarierin von Han Kang… puh, das Buch hat mich echt ein bisschen fertig gemacht. Es ist super verstörend, und ich finde, da fehlen definitiv Triggerwarnungen! Die Story ist eigentlich spannend – es geht um eine Frau, die plötzlich Vegetarierin wird, und wie das alles in ihrem Leben eskaliert. Aber ehrlich gesagt, ich konnte den Hype nicht so richtig nachvollziehen. Was ich aber echt interessant fand, waren die verschiedenen Perspektiven, aus denen erzählt wird. Man kriegt ein super vielschichtiges Bild, auch wenn die Hauptfigur selbst fast gar nicht zu Wort kommt. Insgesamt ein krasses Buch, aber nichts, was ich unbedingt noch mal lesen müsste.

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Vorab: dieses Buch ist fantastisch! Können aber wir bitte erstmal über dieses geniale Cover sprechen, welches unter Verwendung eines Fotos von Tom Darracott gestaltet wurde. Erst auf den zweiten Blick habe ich die Zunge entdeckt und auf den dritten Blick das Stück Fleisch. Besser hätte man die Wahl für dieses Buch nicht treffen können 👌 Yong-Hye hat einen Traum, danach ist nichts mehr wie es einmal war. Sie kann einfach kein Fleisch mehr essen, ernährt sich ausschließlich vegan. "Es war in dieser Nacht. Da habe ich das erste Mal die Blutlache auf dem Boden der Scheue gesehen und mein Spiegelbild darin." Diese Veränderung missfällt ihrem, mit Minderwertigkeitskomplexen behaftetem, Mann sehr. Was er an Defiziten mitbringt, will er durch patriarchalisches Gebaren ausgleichen. Er will vorschreiben, was sie zu essen hat, wie sie sich schminken soll und das sie gefälligst eine BH tragen muss. Die Story an sich ist den meisten hier wahrscheinlich bekannt. Gegliedert in 3 Teile die eigentlich als drei Novellen geplant waren und einer angedachten vierten aus Sicht des Neffen. So sind es die Blickwinkel von Ehemmann, Schwager und Schwester, mit Traumsequenzen von Hong-Hye. Und diese sind es, die mich besonders begeistern. Unglaublich poetisch und ergreifend! Dieser Schmerz, den es für sie bedeutet, wenn sie an Fleisch denkt und was es mit ihr macht, wenn sie es essen würde. "All die Seelen sind dort eingeklemmt, da bin ich sicher. Blut und Fleisch werden verdaut, die Nährstoffe überall im Körper verteilt. Der Rest wird ausgeschieden. Aber die Seelen klammern sich hartnäckig in meinem Magen fest." Es sind furchtbare Dinge, die Yong-Hye angetan wurden. Schon von Kindheit an sind die nahestehenden Männer übergriffig in körperlicher Gewalt und später auch im sexueller. Sie sprechen von ihr, "als handle es sich um einen kaputten Wecker...". Dieses Buch entwickelt einen unglaublichen Sog und eine Wucht, wie ich es selten gelesen habe. Große Leseempfehlung!

4.5

Yong-Hye beschließt aufgrund eines Traumes von heute auf morgen plötzlich, vegan zu leben und sämtliche tierischen Produkte aus ihrem Haushalt zu verbannen. In Südkorea gilt dies schon fast als subversiv und wird von Familie und Gesellschaft argwöhnisch beäugt. Als sie sich aber mehr und mehr zu Pflanzen hingezogen fühlt, droht sie gänzlich zu zerbrechen. "Die Vegetarierin" der aktuellen Nobelpreisträgerin Han Kang beginnt amüsant-skurril, schlägt aber schnell ernstere und düstere Töne an. In drei Kapiteln und aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven wird sich mit Zwängen, Freiheit und Obsessionen beschäftigt, die keinen der Figuren ein friedliches Leben führen lassen. Das schmale Büchlein entfaltet eine starke Sogwirkung, die einen anzieht und gleichzeitig abstößt. Nach "Griechischstunden" ist dies nun mein zweites Werk von Han Kang in kurzer Zeit. Beide Romane sind ganz unterschiedlich, aber gleichermaßen faszinierend, eine tolle Autorin, wie ich finde.

1

Noch nie fühlte sich ein Buch so leer an. Verwirrend, mutig, aber schwer zugänglich.

*Ärztlicher Bericht – Fall Yeong-Hye* Patientin: Yeong-Hye, weiblich, ehemals Hausfrau, 30er. Diagnose: Akuter psychischer Zerfall infolge einer ungewöhnlichen Ernährungsentscheidung und unerklärlicher Träume. Anamnese: Die Patientin gab an, keinen Fleischkonsum mehr zu tolerieren. Begründung: „Ich hatte einen Traum.“ Dieser Entschluss löste tiefgreifende Konflikte innerhalb ihres sozialen Umfelds aus. Ihr Verhalten eskalierte: Entblößungen, Ablehnung von Nahrung und der Wunsch, sich in eine Pflanze zu verwandeln. Befund: Das Werk, bestehend aus drei Erzählperspektiven, beschreibt den Zerfall der Patientin durch die Augen anderer, während ihre eigene Stimme verstummt. Leider bleiben die Hintergründe ihrer Träume und ihres Verhaltens unklar und der Kern der Aussage leer. So viel inhaltliche Leere kam mir noch nie vor. Behandlung: Keine klaren Ansätze möglich, da weder Sinn noch Ziel der Handlung eindeutig erkennbar sind. Vielleicht hätte eine tiefere Kenntnis der Kultur einen mögliche Behandlung erleichtert. Prognose: Für manche mag der Fall faszinierend sein. Im aktuellen Status bleibt es mir persönlich jedoch fremd und verwirrend. Empfehlung: Ratlosigkeit. "Ist das Kunst, oder kann das weg?"

5

5/5 Sterne Highlight Ich habe so viele Gedanken zu diesem Buch, dass ich das vermutlich nicht so richtig in Worte fassen kann. 🫠 Ich war mal gar nicht vorbereitet auf das, was ich hier gelesen habe. Es war eine intensive Geschichte, in der ich viel Wut und Schmerz gefühlt habe. Und der verzweifelte Wunsch nach...ja was eigentlich? Nach so vielem... Yong-Hye beschließt Vegetarierin zu werden. Dieser Fakt ist aber eigentlich nur das kleinste Rädchen in dieser Story und spielt an und für sich überhaupt keine wirkliche Rolle. Was haben mich ein paar Personen wütend gemacht. Der Ehemann beschreibt in einem Satz, er empfinde nur noch Abscheu, wenn er seine Frau ansieht. Die gleiche Abscheu wurde bei mir mit jeder Seite größer. Aber nicht ihr gegenüber, das kann ich euch sagen. 😬 Der erste und dritte Abschnitt waren für mich am schwersten zu lesen und der zweite war am verwirrendsten, auch was meine Emotionen gegenüber der Situation anging. Yong-Hye ist in dieser Geschichte die Hauptfigur, die ganz plötzlich zu einem Problem wird, die krank wird, jemand mit der etwas nicht stimmt. Aber eigentlich ist sie es nicht...nicht sie ist es, mit der etwas nicht stimmt und sie ist traurigerweise nicht mal die Hauptfigur in ihrer eigenen Geschichte. Ein völlig bedrückendes Highlight für mich.

3

Das Buch ist in drei Teilgeschichten aufgeteilt, die aber alle auf einander aufbauen und die Geschichte einer Familie betreffen. Yong-Hye ("die Vegetarierin") spielt in allen Geschichten die zentrale Rolle. Die erste Geschichte ist aus Sicht ihres Mannes geschrieben und beschreibt ihre plötzliche, radikale Abkehr von allen tierischen Produkten. In dieser Geschichte kommen sehr gut die starren patriarchalen Strukturen in Südkorea zum Vorschein, die in ihrem Ehemann gleich das Opfer ausmachen, der unter dieser Laune seiner Ehefrau zu leiden hat. Die zweite Geschichte ist aus Sicht ihres Schwagers erzählt, der auch auf Yong-Hye fixiert hat und auch letztendlich nur seinen eigenen Vorteil im Blick hat. Zuletzt ist es die Geschichte aus Sicht ihrer Schwester, die einiges aus der Vergangenheit erklärt und deutlich macht, welche Dinge in der Vergangenheit erlitten worden sind und nun, da nicht verarbeitet, in der Gegenwart zum Ausbruch kommen. Es ist definitiv ein starkes Buch das Gewalt und Trauma beinhaltet. Es zieht den Leser in seinen Sog, doch ich muss gestehen, dass es mich, als die Geschichte immer wirrer wurde, auch irgendwann verloren hat.

5

Die zarte Blume der Menschlichkeit

Ein faszinierendes Werk und ein tiefer Einblick in die Seele der Charaktere. Die wohlbekannten Skurilitäten sind natürlich auch dabei, die Themen sind wieder keine leichte Kost aber doch bin ich froh es gehört zu haben.

5

Ich bin sehr verwirrt. Das Buch war auf eine Art verstörend, die ich bei noch keinem Buch empfunden habe. Das ganze Buch über versucht man zu verstehen was da eigentlich abgeht und es gelingt nur selten. Trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen und ich habe es gerne gelesen. Die Autorin hat eine außergewöhnliche Erzählweise. Man braucht starke Nerven da die Inhalte zum Teil sehr verstörend, brutal und detailreich sind.

3.5

Skurril 〰️ Verstörend 〰️ Provokant

Sollte wohl eher „Die Veganerin“ heißen 🤔 „Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist.“ Ein verrücktes und gesellschaftskritisches Buch mit viel Interpretationsfreiheit, Leseempfehlung !? Ich muss es erstmal sacken lassen … 🌺

2.5

Ich fand es schon interessant zu lesen, aber ich finde der Klappentext lässt einen etwas ganz anderes erwarten. Der zweite Buchteil ist sehr sexuell aufgeladen, was mich dann, weil nicht erwartet, überfordert hat, und der dritte Teil ist nur noch traurig. Im großen und ganzen hab ich das Buch glaube ich nicht verstanden.

4.5

Das Ende war sehr gewöhnungsbedürftig. Die ersten beiden Abschnitte waren jedoch großartig!

Han Kang kommt aus Südkorea und kritisiert in diesem Buch die gesellschaftlichen Verhältnisse hinsichtlich des Umgangs mit Frauen. Wer von dem 4B-Movement gehört hat ist für dieses Buch bestens vorbereitet, die Geschichte selbst geht jedoch noch einen Schritt weiter, denn sie handelt nicht nur von Unterdrückung, sondern auch der Entmündigung der Frau aus gleich mehreren verschiedenen Motiven, aufgeteilt in 3 Kapitel. Ein starkes Werk, teils verstörend, sehr emotional und durchgehend faszinierend beschrieben. Und können wir auch bitte das Cover würdigen? Mir ist erst nach einiger Zeit aufgefallen, dass da nicht nur Blumen zu sehen sind. Noch nie habe ich bewusst zu einem Buch gegriffen, dessen Autor*in mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Ich dachte immer, dass es so hochintellektuell wäre, dass ich da ohnehin aussteigen würde. Aber das stimmte nicht. Ich kann euch nur empfehlen mal einen Ausflug in diese Bücher zu wagen. Gern auch dieses. Es war spannender und leichter zu lesen als gedacht!

Das Ende war sehr gewöhnungsbedürftig. Die ersten beiden Abschnitte waren jedoch großartig!
5

Sternebewertung fiktiv

Ich denke seit gestern über dieses Buch intensiv nach. Es bleibt in Erinnerung keine Frage, aber fand ich es auch gut? Ich bewege mich zwischen angehender Leseflaute durch dieses Buch ausgelöst und dem Thema dieses Romans. Ist es wichtig? Ja! Es zeigt einen Ausschnitt der koreanischen Kultur und Gesellschaft. Es beschäftigt sich thematisch intensiv und bildlich detailliert damit. Dafür den Preis erhalten? Ich persönlich hätte mir einen anderen Gewinner gewünscht, wenn ich es nun vergleiche. Vielleicht bin ich falsch in die Hang Kang Bubble gestiegen. Erst im Dezember ihren aktuellen Roman „unmöglicher Abschied“ gefeiert, emotional und tiefgründig. Hat mich sehr berührt und dann dieses Werk anschließend. Das hat mich aus der Bahn geworfen, dahin mein Dezember Lesemodus. Brauche eine Pause ehe ich „Menschwerk“ lesen werde… Ich weiß ganz viele mochten dieses Werk sehr. Mich würde interessieren was genau? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir das mitteilt. Was hat euch so sehr an diesem Buch begeistert?

4

Sehr ausdrucksstarke Autorin 🌸

Der Buchtitel lässt erahnen, welcher Themenschwerpunkt diese Buch beinhaltet. Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, fand ich die Story sehr vielversprechend, jedoch hätte ich nicht gedacht welches Ausmaß dieses Buch eigentlich einnimmt . Hier empfehle ich vorweg die Triggerwarnungen zu lesen, da sehr viele Szenen in diesem Buch als „verstörend“ empfunden werden können. Yong-Hye führt mit ihrem Ehemann ein durchschnittliches, eintöniges Leben. Dieses ändert sich jedoch, als Yong-Hye beschließt kein Fleisch mehr zu essen. Ihre Begründung „Ich hatte einen Traum“. Man begleitet Yong-Hye von Anfang an und nimmt im Laufe der Story immer mehr Veränderungen an ihr wahr, die letztendlich sehr entscheidend für die versteckten Botschaften in diesem Buch sind. Vegetarismus wird in diesem Buch sehr kritisiert, welches durch Ablehnung der Gesellschaft (in diesem Fall Yong-Hyes Familie und ihren Ehemann) wiedergespiegelt wird. Yong-Hye distanziert sich durch diese Ablehnung immer mehr von der „realen Welt“ und fantasiert sich ihre eigene Welt. Ich fand es sehr bewundernswert wie Han Kang durch ihren „ruhigen“ Schreibstil so eine große Wirkung auf den Leser einnimmt, sodass man hinterher noch sehr lang über die ganzen Themen nachdenken muss. Ich hätte das Buch vor einigen Jahren nicht weitergelesen, da ich viele Szenen im Buch doch schon sehr als verstörend empfinde. Jedoch wollte ich bei dem Lesefluss unbedingt wissen wie es mit der Protagonistin weitergeht und welches Ende sich Han Kang für sie vorgestellt hat. Es ist kein Buch für jedermann, da man für viele Themen „offen“ sein muss.

Sehr ausdrucksstarke Autorin 🌸
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