Blick ins Buch

Romane

Die Vegetarierin

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Über das Buch

Nobelpreis für Literatur 2024

»Die Vegetarierin ist ein Meisterwerk.« Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die sich gegen ihren Mann auflehnt, indem sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und von einem Leben als Pflanze träumt.

Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

»Han Kangs Roman ist von großer Schönheit und Kraft.« WDR 5

»Han Kangs Roman ist in jeder Hinsicht bigger than life.« Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

»Poetisch doch ganz sachlich, schnörkellos und mit traumwandlerischer Sicherheit.« Deutschlandradio Kultur

»Han Kangs verstörendes Buch hat eine leise, revolutionäre Kraft.« Volker Weidermann, LITERATUR SPIEGEL

Editionen (8)

ISBN9783351036539
VerlagAufbau
Erscheinungsdatum15.08.16
Seitenzahl190

Rezensionen & Bewertungen

3593 Bewertungen

615 Rezensionen

3,5

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  • janinalesefieber
    janinalesefieber

    579 Follower

    5,0

    Nicht ohne Grund der Literaturnobelpreis 2024

    Man erlebt innerhalb des Buches so einige Überraschendes, besondere Sprache und lebendige Figuren, die den Leser in ihrem Verhalten erstaunen. Mein erster Roman von Han Kang und ich verstehe, wieso sie den Literaturnobelpreis gewonnen hat. Unglaublich .Ein außergewöhnliches Buch! Eine klare Empfehlung!

    Nicht ohne Grund der Literaturnobelpreis 2024

    29. Juni 2025

  • lesenlesenlesen
    lesenlesenlesen

    294 Follower

    2,5

    Skurril - unverständlich und dennoch eigenartig

    Ich habe mich gefragt, was die Kriterien für einen Nobelpreis in Literatur sind und war erstaunt, weil ich für mich tatsächlich keine Übereinstimmung gefunden habe. Wobei sich in dem Buch natürlich wichtige Themen verstecken. Die waren für mich Gewalt in der Familie, Vergewaltigung, Selbstbestimmung, Magersucht, Unterdrückung, Suizid und nicht gesehen werden, Hilflosigkeit. Jedoch verstecken diese sich gut und sind nicht konkret herausgearbeitet. Ich denke, dass durch die Übersetzung einiges verloren geht und es für das Verständnis des Buches ein Hintergrundwissen der Kultur und der Stellung der Frau dort bedarf. Das habe ich leider nicht und deswegen bin ich erstaunt über die schroffen, direkten Worte, die sehr unsympathischen Protagonisten und wo der Sinn des vegetarisch werdens steckt. Auf alle Fälle ein Wagnis dieses Buch zu lesen und viele Fragezeichen ❓ zu behalten, obwohl die Story bereits beendet ist.

    4. Okt. 2025

  • violetsbookworld
    violetsbookworld

    207 Follower

    2,5

    Bitte nur lesen, wenn du dich stabil fühlst. Triggerwarnung: Explizite Beschreibung von Folter und Tötung eines Tieres, Magersucht, Esssucht, psychische Erkrankung, sexuelle Gewalt und Ausbeutung, elterliche Gewalt, psychische und physische Gewalt, Vergewaltigung

    „Ich hatte Angst weiterzulesen.“ – Dieses Gefühl beschreibt 'Die Vegetarierin' wohl am treffendsten. Das Buch wird in drei Perspektiven erzählt – jedoch nicht aus der Sicht der Protagonistin Yeong-hye, was ich als grossen Mangel empfand. Zwar kommen in kursiver Schrift ab und zu ihre Gedanken vor, doch ihre Stimme bleibt weitgehend ausgelassen – und das, obwohl sie die zentrale Figur ist. Was folgt, ist ein verstörendes, bizarr anmutendes Leseerlebnis. Han Kang beschreibt patriarchale Strukturen und den Ausbruch einer Frau aus diesen auf sehr drastische Weise. Ob dies wirklich nötig war oder ob man dieselben Themen weniger brutal hätte umsetzen können, frage ich mich bis heute. Vielleicht fehlt mir aber auch der tiefere kulturelle Kontext – koreanische Gebräuche und Normen kenne ich zu wenig. Der Schreibstil – wie bei Han Kang gewohnt – ist fliessend, bildhaft und sehr eindringlich. Gerade das machte es schwer, das Buch wegzulegen, selbst wenn man sich unwohl fühlte. Der erste Teil war besonders intensiv und brutal. Manche Szenen waren schwer zu ertragen – sprachlich jedoch stets stark umgesetzt. Ich persönlich kann 'Die Vegetarierin' nicht weiterempfehlen – ebenso wie 'Unmöglicher Abschied' von derselben Autorin. Zu belastend und für mich in der Aussage zu unklar. Mich wird das Buch noch länger beschäftigen, nicht aber auf einer positiven Art. Idee: 2/5 Schreibstil: 5/5 Cover: 2/5 Spannung: 2/5

    6. Mai 2025

3 von 615 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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bea777
bea77715. Feb. 2025

Mir geht es auch so. Frage mich, ob ich nicht klug genug bin, um zu verstehen, was ich da lese bzw. den tieferen Sinn zu erkennen

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Autorin / Autor

Über Han Kang

Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für »Die Vegetarierin« erhielt sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize, »Menschenwerk« erhielt den renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Im Aufbau Verlag sind »Die Vegetarierin«, »Menschenwerk«, »Deine kalten Hände«, »Weiß«, »Griechischstunden« und »Unmöglicher Abschied« lieferbar. Mehr zur Autorin unter han-kang.net.

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