Blick ins Buch

Romane

Die Vegetarierin

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Über das Buch

"Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten." Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. "Ich hatte einen Traum", so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Editionen (8)

ISBN4251234320655
VerlagFinch&Zebra
Erscheinungsdatum09.12.16

Rezensionen & Bewertungen

3593 Bewertungen

615 Rezensionen

3,5

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  • janinalesefieber
    janinalesefieber

    579 Follower

    5,0

    Nicht ohne Grund der Literaturnobelpreis 2024

    Man erlebt innerhalb des Buches so einige Überraschendes, besondere Sprache und lebendige Figuren, die den Leser in ihrem Verhalten erstaunen. Mein erster Roman von Han Kang und ich verstehe, wieso sie den Literaturnobelpreis gewonnen hat. Unglaublich .Ein außergewöhnliches Buch! Eine klare Empfehlung!

    Nicht ohne Grund der Literaturnobelpreis 2024

    29. Juni 2025

  • lesenlesenlesen
    lesenlesenlesen

    294 Follower

    2,5

    Skurril - unverständlich und dennoch eigenartig

    Ich habe mich gefragt, was die Kriterien für einen Nobelpreis in Literatur sind und war erstaunt, weil ich für mich tatsächlich keine Übereinstimmung gefunden habe. Wobei sich in dem Buch natürlich wichtige Themen verstecken. Die waren für mich Gewalt in der Familie, Vergewaltigung, Selbstbestimmung, Magersucht, Unterdrückung, Suizid und nicht gesehen werden, Hilflosigkeit. Jedoch verstecken diese sich gut und sind nicht konkret herausgearbeitet. Ich denke, dass durch die Übersetzung einiges verloren geht und es für das Verständnis des Buches ein Hintergrundwissen der Kultur und der Stellung der Frau dort bedarf. Das habe ich leider nicht und deswegen bin ich erstaunt über die schroffen, direkten Worte, die sehr unsympathischen Protagonisten und wo der Sinn des vegetarisch werdens steckt. Auf alle Fälle ein Wagnis dieses Buch zu lesen und viele Fragezeichen ❓ zu behalten, obwohl die Story bereits beendet ist.

    4. Okt. 2025

  • violetsbookworld
    violetsbookworld

    206 Follower

    2,5

    Bitte nur lesen, wenn du dich stabil fühlst. Triggerwarnung: Explizite Beschreibung von Folter und Tötung eines Tieres, Magersucht, Esssucht, psychische Erkrankung, sexuelle Gewalt und Ausbeutung, elterliche Gewalt, psychische und physische Gewalt, Vergewaltigung

    „Ich hatte Angst weiterzulesen.“ – Dieses Gefühl beschreibt 'Die Vegetarierin' wohl am treffendsten. Das Buch wird in drei Perspektiven erzählt – jedoch nicht aus der Sicht der Protagonistin Yeong-hye, was ich als grossen Mangel empfand. Zwar kommen in kursiver Schrift ab und zu ihre Gedanken vor, doch ihre Stimme bleibt weitgehend ausgelassen – und das, obwohl sie die zentrale Figur ist. Was folgt, ist ein verstörendes, bizarr anmutendes Leseerlebnis. Han Kang beschreibt patriarchale Strukturen und den Ausbruch einer Frau aus diesen auf sehr drastische Weise. Ob dies wirklich nötig war oder ob man dieselben Themen weniger brutal hätte umsetzen können, frage ich mich bis heute. Vielleicht fehlt mir aber auch der tiefere kulturelle Kontext – koreanische Gebräuche und Normen kenne ich zu wenig. Der Schreibstil – wie bei Han Kang gewohnt – ist fliessend, bildhaft und sehr eindringlich. Gerade das machte es schwer, das Buch wegzulegen, selbst wenn man sich unwohl fühlte. Der erste Teil war besonders intensiv und brutal. Manche Szenen waren schwer zu ertragen – sprachlich jedoch stets stark umgesetzt. Ich persönlich kann 'Die Vegetarierin' nicht weiterempfehlen – ebenso wie 'Unmöglicher Abschied' von derselben Autorin. Zu belastend und für mich in der Aussage zu unklar. Mich wird das Buch noch länger beschäftigen, nicht aber auf einer positiven Art. Idee: 2/5 Schreibstil: 5/5 Cover: 2/5 Spannung: 2/5

    6. Mai 2025

3 von 615 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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bea777
bea77715. Feb. 2025

Mir geht es auch so. Frage mich, ob ich nicht klug genug bin, um zu verstehen, was ich da lese bzw. den tieferen Sinn zu erkennen

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