Das Beste sind die Augen

Das Beste sind die Augen

Hardback
3.91523

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Description

+++ Wunderschön gestaltete Schmuckausgabe mit Farbschnitt – nur, solange der Vorrat reicht +++

Feministischer Horror trifft auf gesellschaftskritischen Nervenkitzel

Monika Kims Sunday Times-Bestseller ist ein fesselnder feministischer Horrorroman über Wut, Obsession und die Grenzen der Moral.

Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben ins Chaos – und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Jiwons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten?

Good for her? – Eine schockierende weibliche Rachegeschichte Female Rage & Horror – Die blutige Geburt einer Serienmörderin


Ein Debüt , das Grenzen sprengt: Monika Kim verbindet gesellschaftliche Themen mit Gänsehaut-Horror !

Book Information

Main Genre
Horror
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
352
Price
23.70 €

Author Description

Monika Kim ist eine koreanische Amerikanerin der zweiten Generation, die in Los Angeles’ Koreatown lebt. »Das Beste sind die Augen« war ihr gefeierter Debütroman.

Characteristics

30 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
35%
17%
55%
3%
74%
7%
69%
47%
27%
12%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
29%
48%
56%
62%

Pace

Fast27%
Slow10%
Moderate63%
Variable0%

Writing Style

Simple83%
Complex0%
Moderate17%
Bildhaft (74%)Minimalistisch (19%)Poetisch (7%)Außergewöhnlich (37%)

Posts

371
All
4

Female Rage trifft auf Horror

Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Ji-Wons Leben ins Chaos und der neue, selbstgefällige weiße Freund ihrer Mutter macht alles nur schlimmer, indem er sie und ihre Schwester fetischisiert und ihre Kultur verhöhnt. Ji-Wons Gedanken werden immer radikaler. Wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu retten? Nach allem, was ich im Voraus über dieses Buch gehört und gelesen habe, muss ich sagen, dass es gar nicht so schlimm war. Natürlich war es immer noch sehr eklig, keine Frage. 😅 Trotz allem ein gutes Buch!

Female Rage trifft auf Horror
4

Morbide, Creepy, eklig & irgendwie gut👁🫣

Ich habe das Buch 'das Beste sind die Augen' innerhalb von 2 Tagen gehört, weil ich absolut gefesselt war von der düsteren Atmosphäre. Es ist wirklich nichts für schwache Nerven und ich bin wirklich das ein oder andere Mal an eine Ekel-Grenze gekommen🤢. Trotzdem ist die Thematik super spannend, gesellschaftskritisch und die Autorin schafft es, einen komplett in die jeweiligen Situationen eintauchen zu lassen. Auch die Sprecherin ist sehr gut. Dieser feministische Horrorroman hat es wirklich in sich und geht einem unter die Haut. Von Kapitel zu Kapitel wird alles skurriler, düsterer, abgedrehter und morbider... Die Abgründe der menschlichen Psyche werden wieder einmal erschreckend sichtbar und die Bedeutung hinter dieser im Buch beschriebenen Manie und dieser Wut ist sowas von deep. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter🫣🙊👁.

Morbide, Creepy, eklig & irgendwie gut👁🫣
3

Entstehung einer Serienmörderin

Der Roman wurde mir in den sozialen Medien immer wieder angezeigt und ich wollte Mal wissen was an dem Hype dran ist. Als ich ihn dann zufällig als Mängelexemplar im Laden entdeckt habe, habe ich das Buch mitgenommen. Leider muss ich sagen, dass ich den Hype nicht ganz nachvollziehen kann. Der Roman lebt vor allem von den morbiden Fantasien und den teils wirklich ekligen Taten der Protagonistin. Als Lesende ist man dabei, wenn eine Serienmörderin entsteht. Vielleicht ist irgendwann eine Fortsetzung geplant. Obwohl das Buch nicht besonders dick ist, hat sich die Handlung für mich stellenweise gezogen. Es handelt sich auch eher um leichten Horror. Ich hatte mir insgesamt mehr erwartet und war zwischendurch sogar etwas gelangweilt. Die Kapitel sind sehr kurz, manchmal fast zu kurz, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Die Hauptfigur ist alles andere als sympathisch. Sie lügt, manipuliert und stiehlt. Zwar sind die Männerfiguren in Leben von Jinwo durchweg unsympathisch und man verspürt durchaus den Wunsch nach Bestrafung, doch ihre Methode ist letztlich sehr endgültig und zudem scheint sie bei der Wahl ihrer Opfer nicht besonders wählerisch zu sein. Gut gefallen hat mir hingegen, dass Jinwo sich im Laufe der Handlung aus ihrer anfänglichen Passivität befreit und beginnt, selbst aktiv zu handeln, um ihre Mutter und ihre Schwester zu beschützen. Insgesamt fand ich den Roman interessant, aber die Geschichte blieb doch hinter meinen Erwartungen zurück.

4

Dieses Buch ist die Definition von Weird Fiction

Auch wenn ich kein so großes Interesse an diesem Buch hatte, war ich doch neugierig. Es als Hörbuch hören zu können, war also echt perfekt! So ganz genau wusste ich nicht, was mich erwarten würde – mir war nur klar, dass es ziemlich weird sein wird. Und was soll ich sagen, damit lag ich sehr richtig. »Die Augen sind das Beste« ist ein feministischer Horrorroman. Das Verhalten der Männer, die in der Geschichte eine Rolle spielen, war auf vielen Ebenen extrem unangenehm. Es war für mich ein interessanter Einblick, welche Rolle ihre koreanischen Wurzeln hierbei spielten und wie diese ihr Denken und Handeln prägten. Auch wenn Ji-won nicht gut Grenzen setzen und für sich einstehen konnte, hatte sie es trotzdem faustdick hinter den Ohren und man sollte sie keinesfalls unterschätzen. Oftmals hatte ich das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, denn es war teilweise sehr verwirrend und manchmal gab es echt komische Sprünge. Teilweise wusste ich gar nicht, was real war und was nicht. Doch ich habe mich einfach darauf eingelassen und hatte – neben dem Ekel – viel Spaß mit dem Hörbuch! Die Sprecherin fand ich echt gut und ich habe ihr gerne zugehört. Irgendwann hatte ich eine Theorie, was da bei Ji-won abgeht. Die Auflösung hat mich überrascht und war anders als erwartet. Ehrlich gesagt hat sie für mich aber nicht so viel Sinn ergeben, also lag ich vielleicht mit meiner Theorie doch nicht ganz falsch. Fazit: »Die Augen sind das Beste« ist ein weirder, spannender und unterhaltsamer Horrorroman, der sich für mich von der Masse abhebt. Wer sich schnell ekelt, sollte sich auf einiges gefasst machen.

3.5

Das war absolut verstörend.

Bei der Beschreibung wie die Protagonistin ein Auge genießt hat sich mir nicht nur einmal der Magen umgedreht 😋

1.5

Eklig und langweilig. 😶‍🌫️Aber der Epilog war top - leider das einzig Gute an dem Buch.🫠

4

Die Welt von Ji-won und ihrer Schwester gerät aus den Fugen als ihr Vater die Familie verlässt. Ihre Mutter steht mehr neben sich und hofft , dass er zurück kommt. Was aber nicht passiert. Nicht lang darauf kommt sie mit einem neuen Mann nach Hause - George.... und das leise Grauen beginnt. Irgendwie war mir kein Charakter so richtig sympathisch. Der Vater, der von jetzt auf gleich keinen Kontakt mehr zu seinen Töchtern sucht , die Mutter, die erst in Trauer und dann mit der rosaroten Brille lebt. George ist einfach nur unangenehm und da verstehe ich es nicht warum Ji-won ' s Mutter dies nicht bemerkt. Ji-hyun ist ein ganz blasser Charakter und Ji-won wird mir vom Charakter her in der Story eigentlich immer unsympathischer. Wie sie mit ihren Freundinnen umgegangen ist war äußerst fragwürdig. Andererseits kann man in der Storyentwicklung eigentlich sehen unter was für einen Druck Ji-won steht. Alles prasselt auf sie nieder und dann ihr innerlicher Drang sich mit Augen zu beschäftigen. Hier kann man auch nicht viel sagen ohne zu spoilern . Lesefluss war super und die Kapitellängen genau richtig. Auch wenn ich keinen Charakter richtig mochte hat mir das Buch gefallen. Familiendrama, sozialkritisch , feministischer Horrortrip und Rassismus. Monika Kim ' s Debüt ist gelungen.

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4.5

Abgedrehter, widerlicher Body Horror

Dieses Buch hat mich ehrlich schockiert. Aber auf eine gute Weise. Das war mal wieder ein richtig starkes Horror Buch. Mich freut es sehr, dass dieses Buch eine weibliche Perspektive einnimmt und von einer Frau geschrieben wurde. Ich habe das Gefühl, dass Frauen im Horror Genre noch immer unterrepräsentiert sind. Monika Kim hat hiermit aber ein richtig starkes Werk geschaffen. Dieses Buch vereint viele Geschichten in einem. Es geht um die Objektivierung um Frauen, die Fetischisierung der asiatischen Kultur und deren Frauen aber auch um Armut, das Leben als Migrant und um Verlust. Was mich am meisten angesprochen hat, war das Szenario, dass die Mutter nach der Trennung mit einem widerlichen Mann zusammenkommt. Die Angst, dass die Eltern mit Partnern zusammenkommen, die man nicht mag, kann glaube ich jedes Scheidungskind verstehen. Als sich diese für Ji-Won bewahrheitet hat, konnte ich viele Gedanken nachvollziehen. Generell finde ich es spannend, dass einem kein Charakter so richtig sympathisch ist, gegen viele hat man sogar eine Abneigung, das Buch einen aber trotzdem fesselt. Man muss sich nicht mit einer Person identifizieren um die Geschichte spannend zu finden. Und das war sie. Zudem war sie auch sehr kurzweilig, aber auch stellenweise extrem widerlich. Ich würde behaupten, dass ich keinen schwachen Magen habe, aber bei der Geschichte hat er sich selbst bei mir des Öfteren umgedreht. Es gibt auf jeden Fall einige Lebensmittel, die ich nun nicht mehr verzehren kann. Wer Lust hat auf ein brutales, aber auch stellenweise absurd komisches Buch, mit einem befriedigenden Ende, dem sei „Das Beste sind die Augen“ sehr ans Herz gelegt. PS: Für alle Coveropfer (wie mich) ist dieses Buch eine große Empfehlung. Diese blauen Augen haben mich förmlich angezogen.

4

„Umma sagt, die Augen sind das Beste.“

Jiwon steckt mitten in einer turbulenten Lebensphase: Ihre Eltern trennen sich, das Zuhause fühlt sich nicht mehr sicher an, und ihre Mutter bringt plötzlich einen neuen Freund mit – George. Auf den ersten Blick wirkt er charmant, doch seine unterschwellige Fixierung auf Jiwon und ihre Schwester sorgt für Unbehagen. An der Uni begegnet Jiwon außerdem Geoffrey, einen Kommilitonen, der bald eine größere Rolle in ihrem Leben spielt, als ihr lieb ist. Zwischen familiären Spannungen, seltsamen Blicken und immer drängender werdenden Grenzüberschreitungen fühlt sich Jiwon zunehmend eingekesselt. Was zunächst wie alltägliche Konflikte aussieht, verwandelt sich in eine düstere, fast körperlich spürbare Bedrohung. Wut, Ekel und ein Drang zur Selbstermächtigung treiben sie an – und die titelgebenden „Augen“ bekommen eine Bedeutung, die man so schnell nicht mehr vergisst. Das Beste sind die Augen beginnt gemächlich, aber wenn es losgeht, dann richtig. Jiwon ist eine coole, bissige Protagonistin, die zwischen Familienchaos, grenzüberschreitendem Stiefvater und Body-Horror ihren eigenen Weg findet. Verstörend, gesellschaftskritisch und lange nachhallend – nichts für schwache Nerven, aber genau das macht’s stark.

4

Body Horror und Female Rage.. was für eine Mischung . Eine Mörderin mit einer besonderen Vorliebe. Die Charaktere waren schon alle sehr drüber und George war das Ekel schlechthin, aber die Geschichte war gut und eklig und ja mal was anderes. Den Plottwist hab ich nicht kommen sehen. Ich konnte ihre Wut sehr nachvollziehen. 😅

4

Ja, es ist weird. Richtig weird…👀🍽️

Ein ziemlich ungewöhnliches Buch – auf eine seltsame, aber irgendwie faszinierende Weise. Es ist definitiv nichts Alltägliches, bleibt dafür aber umso stärker im Gedächtnis. Und genau das macht für mich ein gutes Buch aus: Es hinterlässt einen Eindruck. Ich finde es ehrlich gesagt gar nicht soooo schlimm, wie viele behaupten. Klar, es ist eigen und vielleicht nicht jedermanns Sache, aber gerade das macht es spannend. Sehr einfach zu lesen, habe es in einem Wisch durchgelesen. Wenn man offen für etwas anderes ist und mal aus seiner gewohnten Leseecke ausbrechen will, kann ich es auf jeden Fall empfehlen!

5

Wow. Was für eine abgefahrene Geschichte! Ein rundum gelungener feministischer Horrorroman, den ich in einem Zug verschlungen habe. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen – böse, witzig, clever. Unbedingt kaufen und lesen. Ganz klar ein Jahreshighlight.

4.5

Nicht nur der Farbschnitt ist ein echter "Augenschmaus"😛- auch die Geschichte kann sich SEHEN lassen! Sorry, jetzt reicht es mit den schlechten Wortspielen😝 das Buch war echt gut, sehr kurzweilig, toller, subtiler Spannungsaufbau, ich kann es jedem empfehlen, der keinen allzu schwachen Magen hat😬

4

Ein packender Horror Roman über Jiwons Kampf um ihre Familie.

Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben aus den Fugen. Der neue Freund ihrer Mutter, ein arroganter weißer Mann, macht alles noch schlimmer, indem er sie und ihre Schwester seltsam behandelt und ihre Kultur verspottet. Jiwon wird immer wütender und verzweifelter. Sie fragt sich, wie weit sie gehen muss, um ihre Familie zu beschützen. Die Situation belastet sie sehr und lässt sie oft hilflos fühlen. Gleichzeitig wächst in ihr der Wunsch, stark zu sein und für sich und ihre Schwester einzustehen. Mit Jiwon bin ich recht schnell warm geworden. Jiwon ist klug, selbstbewusst, aber durch die Trennung ihrer Eltern stark belastet. Sie fühlt sich oft unverstanden und kämpft mit den Vorurteilen und dem respektlosen Verhalten des neuen Freundes ihrer Mutter. Ihre Liebe zu ihrer Familie treibt sie an, auch wenn sie manchmal radikale Entscheidungen trifft. Jiwon wächst im Verlauf der Geschichte über sich hinaus und zeigt, wie weit man für die eigenen Lieben gehen kann. Die Entwicklung die sie in dem Buch durchmacht, hat mir gut gefallen. Die Schwester von Jiwon steht ihr nah, ist aber vorsichtiger und versucht, die Familie zusammenzuhalten. Sie ergänzt Jiwons impulsive Art und sorgt für emotionale Tiefe in der Geschichte. Beide zusammen zeigen die unterschiedlichen Wege, wie Menschen mit Ungerechtigkeit und Fremdenfeindlichkeit umgehen. Jiwons Umma ist eine liebevolle, aber oft überforderte Mutter, die versucht, ihre Töchter bestmöglich zu schützen. Sie hat selbst mit der Trennung zu kämpfen und sucht nach einem neuen Gleichgewicht in ihrem Leben. Ihr neuer Partner bringt jedoch zusätzliche Spannungen in die Familie, was sie stark unter Druck setzt. Trotz allem versucht sie, Ruhe zu bewahren und Entscheidungen zu treffen, die für ihre Töchter das Beste sind. Der Schreibstil von Monika Kim war für mich neu, da dies das erste Buch war, welches ich von der Autorin gelesen habe. Monika Kim schafft mit klaren, bildhaften Beschreibungen eine unheimliche, beklemmende Atmosphäre. Die Spannung wird langsam aufgebaut und steigert sich bis zu den schockierenden Momenten. Kurze, prägnante Sätze erhöhen die Dramatik, während die Details des Horrors besonders wirken. Man spürt die Angst der Figuren und wird richtig in die Geschichte hineingezogen. ,,Das Beste sind die Augen“ ist ein packender Horrorroman, der einem das Fürchten lehrt. Die Mischung aus Grusel, Geheimnissen und psychologischer Spannung funktioniert hervorragend. Jiwon, ihre Schwester und ihre Umma wachsen einem ans Herz, während man gleichzeitig den Atem anhält. Ein Horrorbuch, das verstört, fasziniert und noch lange nachwirkt.

3

👁️🥢

Das Buch war für mich leider nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Ich habe die ganze Zeit auf diesen besonderen Moment gewartet – Spannung, Gänsehaut oder sogar Ekel, wie es andere beschrieben haben. Leider kam das bei mir nicht so an. Trotzdem ließ sich das Buch flüssig lesen und die Idee dahinter war interessant, sodass es für mich noch solide 3 Sterne gibt 🤗

3.5

Düster, bildgewaltig und nichts für schwache Nerven 👁️

»Das Beste sind die Augen« ist ein ungewöhnliches und eindringliches Buch, das sich nicht scheut, tief in menschliche Abgründe zu blicken und das mit einer Bildsprache, die unter die Haut geht. Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einer düsteren Atmosphäre und intensiven Bildern belohnt, die lange nachwirken. Besonders auffällig ist die extreme Detailverliebtheit, allerdings auf eine Weise, die wirklich nichts beschönigt. Manche Beschreibungen sind regelrecht ekelerregend und ich musste mich teilweise arg schütteln. Genau das scheint aber auch das Ziel des Buches zu sein: unbequem sein, provozieren, sichtbar machen, was sonst verdrängt wird. Das Ende kommt dafür etwas zu plötzlich. Nachdem sich die Geschichte langsam und mit viel Tiefgang aufgebaut hat, fühlt sich der Abschluss beinahe gehetzt an. Einige Fragen bleiben offen, einige Entwicklungen wirken nicht ganz zu Ende gedacht. Trotz kleiner Schwächen überzeugt das Buch durch seine Intensität, seine Mut zur Grenzüberschreitung und eine Stimme, die man nicht so schnell vergisst. Wer literarische Experimente nicht scheut und starke Nerven hat, wird hier fündig.

Düster, bildgewaltig und nichts für schwache Nerven 👁️
5

Fast schon n bisschen frech für einen Debütroman!

5

Krasses Buch, nichts für schwache Nerven. Ein psycho-horror Buch. Mein Würgereiz hat Luftsprünge gemacht 🫣🤮. Flüssiger Schreibstil, spannend geschrieben. Ich bin nur so durch geflogen, durch die 303 Seiten. 💯% Leseempfehlung ⭐⭐⭐⭐⭐

3.5

Nicht so eklig wie befürchtet. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Ende war mir aber zu vorhersehbar.

5

Nach vielen Fehlgriffen war dieses ein echtes Highlight. Die Sprache war so grossartig . Man schwebte zwischen Ekel und Faszination. War es jetzt Real oder dachte sie es nur?! Wird sie zur Mörderin oder nicht. Fand es grossartig, ekelig und unterhaltsam zugleich! Spannend und schnell gelesen. Asiatische Autoren faszinieren mich immer wieder.

3.5

Eklig aber es geht noch mehr!

Rezension zu „Das Beste sind die Augen“ von Monika Kim :) Erstmal möchte ich auf den Lesefluss eingehen – der war wirklich mega gut! Besonders die eingestreuten Chatpassagen fand ich sehr angenehm und abwechslungsreich, und die kurzen Kapitel haben das Ganze zusätzlich leicht lesbar gemacht. Zur Story selbst braucht man, glaube ich, nicht viel sagen – davon gab es nicht besonders viel, und man merkt deutlich, dass darauf nicht der Hauptfokus lag. Stattdessen steht eindeutig die Ekligkeit und Absurdität im Vordergrund. Und ja, dazu kann man sehr viel sagen: Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven :D oder sollte ich sagen, für schwache Augennerven? Es war schon ziemlich eklig und unangenehm, allerdings hätte ich mir fast noch mehr gewünscht – noch eine Spur abgedrehter und „kranker“. Das Ende (und eigentlich die gesamte Handlung) hat mich nicht besonders abgeholt, aber wie gesagt: Die Story war hier nicht das Hauptthema. Unterm Strich ist es ein ekliges Buch ohne viel Handlung – perfekt für zwischendurch, wenn man Lust auf etwas Kurzes, Absurdes und leicht Verstörendes hat.

Eklig aber es geht noch mehr!
5

Beklemmend gut

„Das Beste sind die Augen" liest sich wie ein Film: atmosphärisch, flüssig, packend. Horrormomente treffen auf jugendliche Naivität bis sich alles auflöst. In der Protagonistin lodern Wut und Rache recht leise, aber unaufhaltsam. Schreibstil und Story haben überzeugt. Auch das Ende: stark und stimmig.

4

Dieser Roman ist sehr weird, sehr eklig, sehr spannend und behandelt mein aktuelles Lieblingsthema: Female Rage.

„Meine Mutter mag zu schwach sein, um sich selbst zu beschützen, und meine Schwester noch zu jung. Aber ich bin weder das eine noch das andere.“ Ji-wons Leben ist im Umbruch: seit kurzem studiert sie, hat keine Freund*innen aus der Schulzeit mehr und ihr Vater verlässt die Familie. Während Ji-won versucht, das Leben für sich selbst, ihre Mutter und Schwester irgendwie zusammenzuhalten, tauchen plötzlich neue Männer im Leben der Frauen auf. Da wäre George, der unausstehliche weiße neue Freund der Mutter, der die drei Frau fetischisiert und sehr selbstbewusst viel zu viel Raum einnimmt. Und Geoffrey, Ji-wons Kommilitone, der sich als feministischer Pick-Me-Boy gibt und sich an ihre Fersen heftet. Unter all dem Druck durch abwesende, dominante und übergriffige Männer verändert sich Ji-won. Sie hat Gewaltfantasien und weiß manchmal nicht mehr, was wahr und was falsch ist. Je mehr sie erfährt und erlebt, desto radikaler wird sie - zu einem hohen Preis. Auf mich hat das Buch einen unheimlichen Sog ausgeübt. Ich musste mich sehr zurückhalten, es nicht in einem Rutsch durchzulesen und habe mich mit viel Vergnügen und auch Ekel in die Geschichte gegraben. Ein paar Plot-Stränge waren mir etwas zu glatt, insbesondere in Richtung Ende. Insgesamt halte ich es aber für ein außergewöhnliches Buch, das man nicht verpassen sollte. Wer Horrorelemente mag und Female Rage so richtig ausleben möchte, ist hiermit gut bedient. Ein aufregendes Debüt der Autorin - ich freu mich sehr auf alles, was wir hoffentlich noch von Monika Kim zu lesen bekommen. Übersetzt von Jasmin Humburg. CN: Antiasiatischer Ras$ismus, Blut, G3walt, Ekel

Dieser Roman ist sehr weird, sehr eklig, sehr spannend und behandelt mein aktuelles Lieblingsthema: Female Rage.
5

Eine kannibalistische Obsession.

Ji-Won, die Tochter einer koreanischen Einwandererfamilie, ringt mit den Folgen der Scheidung ihrer Eltern. Zu ihrem Entsetzen zieht in das Leben ihrer Mutter ein neuer Mann – ein weißer, lüsterner Amerikaner, dessen Vorliebe für Asiatinnen unverhohlen ersichtlich ist. Seine Gegenwart erfüllt sie mit Abscheu – und doch ziehen seine blauen Augen sie unaufhaltsam in ihren Bann. Je länger sie diese betrachtet, desto stärker wächst in ihr ein dunkles Verlangen: der Wunsch, genau diese Augen zu verspeisen. Eine verstörende und zugleich "faszinierende" Geschichte, die ihresgleichen sucht. Beim Lesen schwankt man zwischen Empathie und Entsetzen für Ji-Won. Ihr Wahn entfaltet sich nach und nach wie ein Fiebertraum. Wer auf der Suche nach etwas gänzlich anderem ist – wie Horror, Ekel und dem puren Wahnsinn – wird hier fündig. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

Feministischer Horror ist wohl nicht mein Genre.

"Alle gehen irgendwann." (Seite 110) "Es muss schön sein, sich so sicher zu fühlen, dass man keine Angst haben muss, nachts allein unterwegs zu sein oder in das falsche Auto zu steigen." Was für ein Trip war dieses Buch. Als feministischer Horror würde es deklariert. Neuland für mich und gleichzeitig meines erstes Buch von Kiwi Space, dem neuen Imprint des Kiwi Verlags. Da ist Ji-Won eine junge Frau, die gerade ihr Studium beginnt. Sie lebt gemeinsam mit ihrer Schwester Ji-hyun bei ihrer Umma. Umma leidet immer noch unter der Trennung von Papa und es wird sich durch das ganze Buch ziehen, dass sie sich nur über die Beziehungen zu Männern definieren kann. Und so tritt irgendwann George auf den Plan. Ein Mann, der rassistisch und ableistisch redet und handelt, sich selbst aber als den großen Gönner ansieht. Ji-Won durchschaut schneller als ihr lieb ist. Mehr will ich nicht Spoilern, nur dass blaue Augen zu einer sehr dramatischen Obsession führen. Das Buch liest sich leicht weg. Als Horror würde ich es nicht bezeichnen, aber ich w.ofand fast durchweg Abneigung und Ekel. Abneigung vielen Charakteren gegenüber, vor allem die Männer sind ein Fach widerwärtig und Ekel gegenüber drastischen, kriminellen Handlungen. "Das beste sind sie Augen" ist auf jeden Fall ein Buch, dass nicht so schnell verblasst und das nachwirkt. Es birgt viel Diskussionspotenzial. Der Feminismus, der hier beworben wird, ist für mich nur in Ansätzen erkennbar. Die Geschichte soll provozieren. Das ist klar. Und doch bleibt da so ein Unbehagen, was mir das Buch brutzeln soll. Ist es reine Unterhaltung oder ist es ein Aufruf bzw. Aufschrei? Ihr seht, ich habe Redebedarf.

3

Igitt 🤢

Das Thema „Männer“ und auch der Stil des Buches von der textlichen Stilseite erinnerte mich etwas an Plant Lady, jedoch war hier die ganze Sache etwas subtiler, wie ich finde. Der Klappentext hat mir, fand ich, anderes suggeriert und ich war enttäuscht. Horror war für mich nicht zu entdecken. Die Textpassagen, die man anhand des auf dem Cover aufgedruckten Bildes erahnen kann, fand ich sehr eklig, das könnte für manchen Horror sein. Das Thema Feminismus aus meiner Sicht hier falsch umgesetzt, weil so ist es sicher auch alles keine Lösung. Es ist ein Buch, dass viele Fragezeichen hinterlässt in meinem Kopf.

4

🩸 Was als leises Familiendrama beginnt, eskaliert schnell in einen radikal-feministischen Rachetrip – blutig, unbequem und absolut unterhaltsam. Ji-Wons “Weirdness” ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck von Ohnmacht und Wut: gegen Rassismus, gegen Fetischisierung, gegen die Ignoranz weißer Männer. Monika Kim verwebt diese Themen auf so clevere Weise mit Genre-Elementen, dass man beim Lesen abwechselnd grinst, wütet – und sich heimlich denkt: Good for her? Ein wuchtiges Debüt – roh, politisch und mutig.🔪

4.5

Highlight!

Großartige Story, die sehr ruhig und langsam beginnt und immer mehr Fahrt auf nimmt. Großartiger, sehr bildhafter Schreibstil, der die Stimmung und die Charaktere super einfängt und abbildet. Jaa, die Protagonisten ist nicht die sympathischste aber das soll sie auch nicht sein. Sie in ihrem Wahn zu begleiten, war bestes Entertainment und wirklich teilweise sehr ekelhaft! Ich hätte nicht gedacht, dass es auf so wenig Seiten möglich ist, mich so mitzureißen. Plot und Ende waren super umgesetzt und hat eigentlich noch Bock auf mehr gemacht. Highlight und neuer Liebling! Einen halben Stern Abzug, weil die Story doch etwas gebraucht hat, bis sie in Fahrt kam.

5

Jiwons Welt gerät aus den Fugen, als der neue Freund ihrer Mutter Grenzen überschreitet und ihre Kultur entwertet. In ihr wächst etwas Dunkles und sie ist bereit, es zuzulassen. "Das Beste Sind Die Augen"... Ein Buch, das genau auf das hinausläuft, was der Titel andeutet und trotzdem überrascht. Monika Kim gelingt mit ihrem Debüt das Kunststück, viele verschiedene gesellschaftliche Themen mit subtiler Spannung zu verweben. Im Zentrum steht Jiwon, eine junge Frau, die zwischen Leistungsdruck, familiären Erwartungen und dem Versuch, sich selbst zu finden, zerrieben wird. Sie hat Schwierigkeiten im Studium, trägt die Verantwortung, ihre Familie finanziell zu unterstützen und kämpft gleichzeitig mit dem Gefühl, nie genug zu sein. Ihre Perspektive ist nachvollziehbar aber manchmal egozentrisch, oft unbequem und genau dadurch so menschlich. Ich bin ihr gern durch diese Geschichte gefolgt. Viel stille, aufgestaute Wut, insbesondere in Bezug auf weibliche Erfahrungen, durchzieht das Buch. Der Horror kommt auf leisen Sohlen. Ein schleichendes Unbehagen, das sich mit jeder Seite verdichtet, gut symbolisiert durch das Verhalten des neuen Partners der Mutter, der Stück für Stück über Grenzen geht. Auch die Nebenfiguren glänzen. Sie sind vielschichtig, lebendig, mit Storytwists, die man so nicht erwartet. Irgendwann ist es dann vorbei mit "subtil" und es wird blutig. Das Ende kommt abrupt aber es sitzt, einfach genial aufgelöst. Große Empfehlung, vor allem als Hörbuch. Christiane Marx verleiht der Geschichte genau die richtige Stimme. Ein stilles, wütendes, kluges Buch, das unter die Haut geht.

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5

. Hast du Lust auf eine abgedrehte feministische Horrorgeschichte? Hast du Lust dich beim lesen zu fragen, was lese ich den da gerade? Und vor allem… hast du Lust dich ein bisschen zu ekeln? Dann solltest du „Das Beste sind die Augen lesen“! Es ist nicht nur eine feministische Horrorgeschichte… dieses Buch ist so viel mehr und absolut lesenswert! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Ju- won, ein koreanisch- amerikanisches Mädchen lebt mit ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung in LA. Der Vater hat die Familie verlassen und die Familie hat sehr damit zu kämpfen. Ju- won entwickelt eine innere Wut, die als ihre Mutter einen neuen weißen Mann kennenlernt nach außen drängt… . In „Das Beste sind die Augen“ folgen wir Ju- won als Ich- Erzählerin durch den Roman. Man könnte sagen wir wohnen in ihrem Kopf und jeder Gedanke wird an uns als Leser weitergegeben. Ju- wons Wut und ihre daraus resultierenden Obsession gegenüber blauen Augen ist regelrecht spürbar. Auch wenn der Roman gemächlich beginnt, so nimmt er doch ab der Hälfte schnell Fahrt auf. Im erster Teil greift Kim Frauenfeindlichkeit, Rassismus, kulturelle Fetischisierung und Sexualisierung auf, behandelt sie und spiegelt diese im zweiten Teil in Ju- wons Wut wieder! Diese Wut gipfelt in einem perfekten Ende, dass dennoch Platz für gewisse Spekulationen lässt. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten! 😉 Kims Erzählweise, so auch die Übersetzung ist fesselnd und mitreißend! Einfach eine perfekte Kombination aus Gesellschaftskritik, Rachegelüsten mit einem Touch Body- Horror. Wobei ich es auch ein wenig in die Kategorie „Brutaler Thriller aus Sicht der Serienmörderin“ schieben würde. Ju- won ist eine Art weiblicher Hannibal Lector mit tiefen Rachegefühlen, die jede Frau nachvollziehen kann. Spannend und interessant ist Kims Auswahl der Augen als Obsessionsobjekt. In der koreanischen Kultur wird den Augen sehr viel Bedeutung zugesprochen, nicht nur als Sehorgan, sondern auch als Ausdrucksmittel für Respekt, Emotionen und Ästhetik. Der Grad an Augenkontakt mit dem Gegenüber hat viel mehr Bedeutung als in der europäischen Kultur. Ju- won wird dieser Bedeutung bewusst sein, handelt deshalb, wie sie handelt und holt sich somit den Respekt für die Frauen in ihrer Familie zurück. So zumindest meine Theorie! . Eine große Leseempfehlung für diese literarische Horrorgeschichte! 🫶

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5

Blue eyes

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, wie es langsam aufbaut und dann eskaliert, auch der reist am Ende war spitze. Ich mochte die Schreibweise, wie man mehr über ihr Leben erfahren hat und ihre Umstände. Das Buch ist voller Sexismus, Rassismus, fetischisierung von Ethnien ...es ist wirklich toll gemacht. Gleichzeitig ist echt eklig. Hat mich überrascht aber auch sehr überzeugt

4.5

Nicht alle Männer, aber...

Ji-Won hat es satt, dass man in ihr immer die "brave Asiatin" sieht - vor allem die Männer. Doch noch schlimmer wird es, als ihre Mutter sich neu verliebt. Ausgerechnet in einen weißen, aufgeblasenen Macho-Mann, der eine Vorliebe für Asiatinnen hat und daraus kein Geheimnis macht. Er nistet sich bei ihnen Zuhause ein, nutzt die Fürsorge ihrer Mutter aus und lässt sich keine Gelegenheit für einen sexistischen oder rassistischen Kommentar entgehen. Aber so sehr Ji-Won ihn hasst - irgendwie sind seine blauen Augen wunderschön. Und irgendwie sieht sie auf einmal überall nur noch blaue Augen... Die Autorin hat es geschafft Female Rage, Rassismus und Body Horror miteinander verschmelzen zu lassen - und ich liebe alles daran! Ich denke jede Frau wird Ji-Wons Erfahrungen mit der männlichen Spezies schon auf die ein oder andere Weise gemacht haben. Wir alle haben mindestens einen Mann im Kopf, der genau auf die Beschreibung von George passen würde. Und genau dieses Feuer, dass in Ji-Won brennt, konnte ich so extrem nachfühlen. Der Horror-Twist hat noch mal eine Extra Note mit hinein gebracht, das mir noch einen Anreiz geboten hat über das gelesene Nachzudenken und zu überlegen, wie man diese Handlung interpretieren könnte - sowas liebe ich ja!

4

Ein kulinarisches Erlebnis 👀

Man könnte sagen: Dieses Buch hat mich direkt angesehen und ich konnte nicht wegsehen! Nachdem Ji Won sich von ihrer Mutter überreden ließ, ein Fischauge zu probieren, entwickelt sie eine unheimliche Besessenheit: Augen faszinieren sie : nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch. Besonders blaue Augen haben es ihr angetan … Zeitgleich verlässt ihr Vater die Familie. Schon bald tritt ein neuer Mann ins Leben ihrer Mutter. Einer, der asiatische Frauen fetischisiert und frauenverachtender kaum sein könnte. Doch Ji Won hat ihre ganz eigene Art, mit diesem Problem umzugehen. Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Was mit Ji Wons lebhafter Fantasie beginnt, gleitet schnell in eine verstörende Realität über. Als LeserIn weiß man bald nicht mehr, was Wahrheit oder was Wahnsinn ist, ein Strudel aus Gewalt und Obsession nimmt seinen Lauf. Der Schreibstil ist absolut mitreißend, die skurrile Augen-Besessenheit verstörend und faszinierend zugleich. Gleichzeitig greift das Buch feministische Themen auf und zeigt, welche Formen von Fetischisierung asiatische Frauen auch heute noch begegnen. Alles in allem: Dieses Buch ist definitiv einen Blick wert 👁️

4

Übersetzt von Jasmin Humburg Ein lesebegeisterter Mensch. Eine Büchervorbestellung am Telefon. "Also denken Sie jetzt nichts falsches, aber das Buch heißt 'Das Beste sind die Augen' ". "Oh, ich verstehe. Dann schauen wir mal, oh...außergewöhnliches Cover". Außergewöhnliches Cover, außergewöhnlicher Farbschnitt und eine noch außergewöhnlichere Geschichte. Beim Lesen außerhalb der Zeit. Hineingefallen in die Seiten, die so einen intensiven Sog entfalten, der sich zwischen Fiebertraum und der Steigerung eines Fiebertraums bewegt. Ich kann euch garantieren, ihr werdet wahrscheinlich nicht lange Freude an "Das Beste sind die Augen" von Monika Kim haben, denn dieses Buch liest man so schnell weg, fast bloß in mehreren Atemzügen, wenn man nicht zwischendurch vergessen würde zu atmen. Vielleicht habt ihr auch weniger Freude dabei, je nachdem wie resistent eure Mägen sind- aber eins wird dieses Buch im jeden Fall tun: Es wird sich euch unwiderruflich ins Gedächtnis brennen. Aber worum geht's eigentlich? Nach der Trennung ihrer Eltern gerät Jiwons Leben aus den Fugen. Noch mehr als ihre Mutter kurze Zeit, nachdem ihr Vater ausgezogen ist, einen neuen Freund anschleppt, der dazu auch noch weiß ist. George benimmt sich von Anfang seltsam und mit der Zeit wird es nur noch schlimmer, als er sich beginnt über die Kultur von Jiwons Familie lustig zu machen und sie und ihre kleinen Schwester zur Objekten seines Fetischs macht. Auch in der Uni und ihrem freundschaftlichen Umfeld läuft es alles andere als gut für die junge Frau, aber erst durch George, der mit seinem Verhalten aktiv ihre Familie bedroht, entwickelt sich Jiwons Gedanken in immer radikalere Weise und schon bald fragt man sich, wie weit wird sie gehen, um ihre Familie zu beschützen? Ich gebe es zu. Ich bin naiv. Als feministischer Horrorroman betitelt, gab es für mich gar keine andere Möglichkeit als "Das Beste sind die Augen" zu lesen, weil ich glaube, dass so ein geniales Genre eine Parade verdient hätte. Und klar ist es Horror, aber Stephen King ist doch beispielsweise einer meiner Lieblingsautoren. Ich habe "ES" gelesen. Mehrere Male. Natürlich hat es mir ein lebenslanges Trauma verpasst aber mit Horror kann ich umgehen. Sagen wir es mal so, "Das Beste sind die Augen" hat mir gezeigt, dass es hundert verschiedene weitere Art und Weisen gibt, wie man Menschen Angst machen kann. Wenn man als Leserin zwischen Ekel, Angst und einem ständigen innerem moralischem Kampf schwankt, ob man einer Serienmörderin heimlich anerkennenden Applaus spenden soll oder wenn Figuren, wie George so widerlich beschrieben werden, dass man sich beim Lesen schütteln möchte, bis man zur grausigen Erkenntnis kommt, dass dort draußen unzählige Varianten solcher Männer herumlaufen. Einige bekleiden gegenwärtig hohe politische Ämter. Es ist etwas Radikales, was Monika Kim in ihrem Roman gewagt hat, es ist aber genauso etwas Notwendiges. "Das Beste sind die Augen" erzählt nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die zum Schutz ihrer Familie alle Grenzen überschreitet, sie sticht auch- nein, sagen wir anders- sie nimmt Anlauf und sticht in wilder Raserei in unser patriarchales Gesellschaftssystem hinein. In Leistungsdruck, der in psychische und körperliche Leiden ausartet und vor allem in Männer, die jahrhundertelang von der Gesellschaft eingetrichtert bekommen haben, dass es vollkommen in Ordnung sei sich von Frauen zu nehmen, was sie wollen- ohne auch nur ansatzweise ihre Grenzen wahr zu nehmen oder geschweige denn zu akzeptieren. Monika Kim ist ein psychologisches Horrormeisterstück gelungen. Einen Roman, der seinen Sog ganz leise aufbaut, der seine Leser:innen suggeriert, dass etwas passieren wird, dass die Dinge unwiderruflich zur Katastrophe geführt werden, doch man merkt es erst, wenn man unmittelbar davor steht- aus heiterem Himmel- dass es das noch einmal ein Stück grausiger macht. Während des Lesens habe ich mehr als einmal gefragt, wie das Ende sein wird. Aber wenn man weiß, was die Geschichte sagen will, dann ist das Ende mehr als logisch. Und nichtsdestotrotz macht es das nicht weniger genial. Ein außergewöhnliches Stück Literatur, ein nicht enden wollender Fiebertraum, der euch lange im Gedächtnis bleiben wird. "Er wird erleichtert sein, wenn du ihm die Hand reichst, auch wenn diese Hand eine Klinge hält. Und wenn du ihm alles genommen hast, kannst du sagen, was diese Männer über uns sagen: Er hat es darauf angelegt. Er konnte gar nicht genug kriegen. Er muss es doch gewollt haben, schließlich hat er sich ja nicht gewehrt." S.180

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4.5

Feministischer Horror - das hat mich zugegebenermaßen direkt neugierig gemacht. Dazu dieses Cover… 😅👁️ Doch was verbirgt sich nun hinter diesem Buchdeckel? Feministischer Horror trifft es schon ganz gut. Alles fängt vergleichsweise harmlos an. Ji-Wons Vater verlässt die Familie, ihre Mutter ist am Boden zerstört und sucht Trost im Essen von Fischaugen, denen nachgesagt wird, Glück zu bringen. Ji-wohn fühlt sich zunächst abgestoßen, bis sie selbst probiert… Doch Glück erfährt Jo-won auch zukünftig nicht. Freundinnen, Uni und insbesondere der neue Freund ihrer Mutter halten nicht viel Gutes für sie bereit. Denn George verkörpert sozusagen den Typus des alten, weißen Manns, dessen Verhalten nur so vor Überheblichkeit, Sexismus und Rassismus strotzt. Und als er bei ihnen einzieht und an Ji-wons jüngerer Schwester ebenso interessiert zu sein scheint wie an ihrer Mutter, sind Ji-wons Grenzen endgültig überschritten. Wenn George nur nicht so faszinierend blaue Augen hätte… 👀 Und auch Geoffrey, den sie in der Uni kennenlernt, und der zunächst wie das Sinnbild des ‚guten Kerls‘ daherkommt, entpuppt sich als penetrant, übergriffig und Besitzer faszinierender Augen… Für mich war „Das Beste sind die Augen“ insgesamt eine überzeugende Erzählung, die mit den Grenzen zwischen Genres und Inhalten wie Sexismus, Rassismus, Obsessionen und Rache spielt. Vom Ekelfaktor war es für mich gerade noch ok 😅 und lesenswert, weil es durch seine Andersartigkeit, seine unterschwellige Spannung und den Gruselfaktor eine absolute Sogwirkung erzeugt. Lohnt sich - und passt natürlich super zur kommenden Spooky Season. 👀 👻 👁️

3

Eine Story die für mich extrem schwer zu bewerten ist. Ich fand’s nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich fand’s nicht langweilig, aber auch nicht wirklich spannend. Es war irgendwie faszinierend, aber auch echt fies. Ich bin definitiv hin & her gerissen, dass kann ich sagen. 🤷🏻‍♀️ … aber hey… das Cover find ich cool & es passt gut zur Story! 👌🏻

5

Toller female rage Horror, hat mich richtig gut unterhalten.

Toller female rage Horror, hat mich richtig gut unterhalten.
5

Sternebewertung fiktiv

„Wie viel Wut passt in ein Mädchen, bevor sie zur Waffe wird?“ Monika Kims Debüt ist nichts für Zartbesaitete. Es ist roh, brutal, ehrlich, ein feministischer Horrorroman mit klarem Blick auf Rassismus, Sexismus und das Heranwachsen zwischen Kulturen. Ji-won ist Teenagerin, Koreanerin, Tochter, Schwester und wütend. Ihr Vater hat die Familie verlassen, ihre Mutter kämpft um Halt. Und Ji-won? Muss sich durch den Schulalltag schlagen, wo weiße Jungs asiatische Mädchen sexualisieren als „Haushaltshilfe mit Extras“. In LA, mitten im koreanischen Viertel, wird Ji-wons Alltag von unterschwelligem und offenem Rassismus durchzogen. Die neue Beziehung ihrer Mutter, mit einem weißen Amerikaner, bringt schwelenden Alltagssexismus an den Küchentisch. Ji-won beginnt zu hinterfragen, zu hassen, sich zu wehren. Und plötzlich knackt etwas in ihr. Die Grenzen zwischen Widerstand und Blutdurst verschwimmen. Was Kim hier liefert, ist nichts Geringeres als ein literarischer Befreiungsschlag, wild, verstörend und stilistisch so eigenwillig, dass man sich der Sogwirkung kaum entziehen kann. Eine Metapher jagt die nächste, ein Wutanfall gleitet ins Surreale. Die Szene mit den Fischaugen? Bleibt im Kopf. Der Geschmack von Wut? Salziger, als du denkst. Ein Debüt, das mutig ist. Laut. Anders. Und notwendig. Leseempfehlung für alle, die Nightbitch gefeiert haben und sich nicht vor feministischer Radikalität scheuen.

2.5

Ich hatte große Lust auf das Buch und auch die Grundidee hat mich total abgeholt; aber in Summe war das leider gar nix. Ich gebe noch 2,5 Sterne, wenn man es nur als Unterhaltungsroman mit leichtem Thrill sieht. Was war gut? - Wie gesagt: Eine Figur die eine Blutrunst besonders auf Augen entwickelt… Das klingt wirklich nice und macht Bock auf eine Mischung aus Psychoanalyse und Genre. - Die fettgedruckten Einschübe waren interessante und gut gemachte Kommentare aus dem Off/Unterbewussten/Über-Ich. -Das Ende nimmt dann schon nochmal ein bisschen Fahrt auf und hält einen ganz gut geplotteten Kniff parat. Was war nicht gut? -Die Sprache ist zwar knapp und schnörkellos, aber hat kaum etwas „zwischen den Zeilen“. Mal ein Vergleich, die über sich hinausweist, etwas Geheimnis in der Sprache… Gerade bei einer knappen Sprache, kann gerade sowas eine Stärke sein, wie die Lyrik zeigt. -Zudem gibt es trotz der kurzen, knappen Sprache das Paradox, das dennoch unglaublich langsam die Handlung voran geht. Die ersten 200 Seiten sind locker 60-70 zu lang. Sehr wiederholend und rumreiernd. -Die Charakterzeichnung ist sehr holzschnittartig. Besonders Geoff ist mehr sexistischer-asiafetisch-Ork als Figur. Versteht mich nicht falsch: immer schön drauf auf die scheiß Männer, aber so macht es sich die Handlung auch super einfach. Daher fand ich Geoffrey auch erst interessanter in dem Ansatz, dass er zwar einen auf Ally macht, aber fast Geoff-gleich ist, nur nicht in so vulgär. Aber das Ganze wird so plump auserzählt, dass da kaum ein interessanter Interpretationsspielraum bleibt. Wie es klappen kann zeigt Han Kang sehr gut. -und was ist eigentlich mit Female Rage oder feministischen Horror? Die These, dass der widerliche, rassistische Sexismus überall zu finden ist und einen (Frauen) nur noch durchdrehen lassen kann, gehe ich noch gerne mit. Aber seltsamerweise sehnt sich Ji-Won nach einem Vater-Mutter-Kind Glück, das auch ziemlich antiquiert wirkt. Zumal der Vater ebenfalls ein Patriarch gewesen sein soll. (Gut, das wird am Ende nochmal aufgegriffen…) Aber dennoch schwebt ein Familien-Heil über dem Roman, das insgeheim schon in traditionellen Rollen bleiben will. Insgesamt: Schade. Ich wollte diese Buch gerne mögen. Es ist als „New All Age“ (siehe Farbschnitt und co.) sicherlich noch okay. Aber sowohl als feministisch ambitionierte Literatur, als auch als popkultureller Genre-Horror bleibt es nur ein halbgares glitschiges Auge.

4

Sowohl fesselnd als auch verstörend 😨

Die Geschichte dreht sich um Jiwon, deren Leben nach der Trennung ihrer Eltern aus den Fugen gerät. Ihre Mutter bringt einen neuen Mann, George, nach Hause, der weiß, privilegiert und selbstgefällig ist. Er fetischiert sie und ihre Kultur, hat Geheimnisse und behandelt sie und ihre Familie abwertend. Die neuen Lebensumstände führen bei Jiwon zu radikalen Gedanken und Träumen, in denen Georges blaue Augen eine zentrale Rolle einnehmen. So entwickelt sich die Geschichte zu einer Rachefantasie, die bald die Grenzen ihrer Vorstellungen sprengen und Jiwon zu einer Serienkillerin machen könnte... Es war faszinierend zu verfolgen, wie Jiwons Träume und Wahnvorstellungen immer realer und verstörender wurden. Gegen Ende konnte ich kaum stoppen, es zu lesen. Dies ist jedoch definitiv kein Buch für jedermann. Insbesondere das Augen-Thema ist sehr speziell und wird mit expliziten Details beschrieben, was so manchen abschrecken könnte. Wer jedoch bereit ist, sich auf eine grenzüberschreitende und düstere Reise einzulassen, wird in diesem Buch auf eine einzigartige Mischung aus Female Rage, gesellschaftlichen Themen und psychologische Horrorelemente stoßen.

4

Ich wusste nicht wirklich, was mich erwarten wird, als ich „female rage horror" las und wurde positiv überrascht. Nicht umgehauen, wie manch andere, aber ich hab es echt gern gelesen. Toller Schreibstil, auch wenn die Geschichte mir an einigen Stellen etwas drüber war. Jetzt allerdings mein Dilemma: Eigentlich sollte man vorher nicht allzu viel über die Geschichte wissen und sich überraschen lassen. Deshalb schreibe ich auch nicht mehr zur Story. Gleichzeitig muss ich aber auch alle warnen, sich dringend vorher ein bisschen zu informieren, weil das ist definitiv nichts für alle!

5

Sehr gut!

Hat Spaß gemacht zu lesen, ihre Obsession richtig krass, aber die Wut konnte ich sehr nachempfinden. Den Plotttwist konnte ich erst kurz vor Schluss erahnen. Das Buch hat mich sehr unterhalten. Manchmal eklig, aber es war noch im Rahmen find ich :D.

5

Mich hat seit langem kein Buch mehr so gehooked! 👁️👄👁️

In diesem Buch geht es um kranke Gedanken, die drohen Realität zu werden – get also ready for some coming-of-age bodyhorror! 👁️ Wer es also nicht so eklig mag, der sollte davon die Finger lassen. 😂 Die Wut, die die Protagonistin Ji-won durch den neuen Freund ihrer Mutter – namens George – überkommt ist sehr nachvollziehbar. Dieser Mann ist alles was man sich unter einem schmierigen alten Macker vorstellt. Dieser Typ hat mich oft so sauer gemacht, aber auch ihre Mutter, die ihn immer verteidigt hat. Dass Ji-won in diesem Haus durchdreht war für mich kein Wunder. Dennoch hat sie wirklich ihre Lage übertrieben. Was alles in ihrem Kopf vorging war wirklich mehr als crazy. Je mehr ich über sie herausgefunden habe, desto unsympathischer wurde sie mir tatsächlich. Aber nichts davon hat mich daran gehindert weiterlesen zu wollen! Es war so spannend geschrieben, obwohl kaum Action vorkam. Monika Kims Schreibstil ist zudem sehr direkt – keine unnötigen Ausschweifungen oder zu viele Details, was mir sehr geholfen hat, durch die Seiten zu fliegen. Manchmal sind auch die Grenzen zwischen Vorstellung/Traum und Realität verschwommen, das hat das Ganze noch interessanter gemacht. Ich mochte auch den koreanischen Background sehr gerne, möchte gerne mal mehr aus der Sicht anderer Kulturen lesen. Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Der Titel sagt halt schon alles. 👁️🥢

5

Toller Schreibstil, kurze Kapitel, starke Charakterentwicklung, überraschendes Ende

4

Das beste sind die Augen...nicht.

"Das Beste sind die Augen" ist ein intensives, atmosphärisches Buch, das lange nachhallt. Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der Familie – sie ist aufwühlend, nahbar und durch und durch mit dem nerven am Ende. Als Türkin konnte ich mich tief in die Trauer und das Innenleben der Mutter hineinfühlen. Die kulturellen Unterschiede, die subtil und doch kraftvoll mitverhandelt werden, geben der Geschichte eine Tiefe. Die Protagonistin bleibt wie ein Fiebertraum – flirrend, schwer greifbar. Ihre Wahrnehmung der Welt, ihr Umgang mit Verlust und Schmerz machen sie zu einer Figur, die man nicht so komplett nachvollziehen kann. Wtf.

3.5

Ein Buch, wo man sich wirklich ein eigenes Bild machen sollte.

Ji-wons Vater ist von heute auf morgen aus dem Leben der Familie verschwunden. Ji-wons Mutter hat die patriarchalen Muster verinnerlicht und verschreibt sich kurz darauf George - diesmal kein Asiate, sondern ein Weißer - er ist arrogant, anzüglich und provokant, was bei Ji-won seltsame Züge hervorruft bzw. vielmehr seine blauen Augen. Meine Meinung: Ich bin euch ehrlich-ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Tatsächlich haben mich die ersten Seiten sofort in ihren Bann gezogen. Wir lernen Jiwon, ihre Schwester als auch ihre Mutter kennen und bekommen einen guten Einblick über die Familiendynamik, welche durchaus ungesund aber sehr gut dargestellt ist. Jiwons Verhalten war für mich anfangs noch im gewissen Rahmen nachvollziehbar, man erfährt, sie war schon früher manipulativ und hatte mit Eifersucht zu kämpfen. Im Verlauf nehmen ihre Gedanken und Handlungen allerdings eine Form an, wo natürlich abzusehen war, dass es so kommen wird, es sich mir aber doch nicht erschließen will. Beim Lesen hatte ich oft Schwierigkeiten, einzuordnen, ob es sich nun um einen Traum oder Realität handelt. Auch die Protagonisten waren für mich durchweg alle unsympathisch und legen keine Entwicklung hin, sondern bleiben in ihren Strukturen gefangen. Auf der anderen Seite muss man aber sagen, dass Jiwon in ihrer Sache eine clevere Protagonistin ist, was gerade zum Ende hin sehr gut deutlich wird. Es werden tiefgründig sensible Themen wie Rassismus und Feminismus behandelt, aber eben auf eine ganz andere Art. Der Schreibstil war sehr bildhaft dargestellt, darauf sollte man sich einstellen, wenn man das Buch lesen will, denn es wird stellenweise sehr eklig. Es ist so ein Buch, wo man einfach nicht weiß, wie man es einordnen kann. Man will es empfehlen aber irgendwie auch nicht, wisst ihr was ich meine? 😃Am Ende muss ich sagen, das Buch hat mich schon unterhalten, es ist stellenweise tiefgründig, spannend und eklig aber auch sehr verstörend irgendwie. Man muss sich einfach ein eigenes Bild machen.

3

Die weirdness des Buches mochte ich gerne aber was den Female Rage Part betrifft habe ich schon echt bessere Bücher gelesen. Mich konnte die Geschichte nicht ganz überzeugen. Sie war spannend, aber einfach nicht so richtig mein Fall.

5

Ji-won ist 18 und lebt mir ihrer koreanisch-amerikanische Arbeiterfamilie, bestehend aus der 15-jährigen Schwester Ji-hyun und ihrer Mutter, in einer kleinen Wohnung in Los Angeles - der Vater hat diese vor kurzem wegen einer anderen Frau verlassen. Der Schock sitzt tief und während die Mutter sich immer mehr zurückzieht und Ji-hyun nicht weiß, wie sie mit der Situation umgehen soll, sacken auch Ji-wons Noten an der Uni immer weiter ab, ihre Wut hingegen wächst. Und die Umstände verschlimmern sich noch, als die Mutter einen Mann trifft, von dem sie glaubt, dass er sie retten kann: George, der klassisch konservative, weiße Mann mittleren Alters mit unglaublich blauen Augen für die Ji-won eine aussergewöhnliche Obsession entwickelt. ➸ "Das Beste sind die Augen" heißt der Debütroman von Monika Kim und wird unter dem Begriff "feministischer Horrorroman" vermarktet, wobei es natürlich immer eine Frage der persönlichen Definition ist, was man zum Genre Horror zählt. Dabei liest sich die erste Hälfte meiner Meinung nach eher wie eine brutal ehrliche Charakterstudie mit einem Hauch Makabren, der Horror und die Gewalt nehmen dafür in der zweiten Hälfte ordentlich zu und bieten dem Kopfkino zahlreiche albtraumhafte Bilder. Aber es ist auch eine Geschichte voller marginalisierter Wut und eine Rachegeschichte, in der die Autorin einige groteske Visionen zum Leben erweckt. Es geht darum, was es bedeutet, zu sehen und gesehen zu werden und dabei sind die Augen natürlich ein sehr zentrales Thema - nicht nur als Sehorgan oder Glücksbringer, sondern als Symbol für Macht, Kontrolle und Grausamkeit. Die Autorin nutzt die Augen ihrer Figuren, um eine ganze Bandbreite an Emotionen auszudrücken. Das Tempo ist anfangs gemächlich, die Story lässt sich Zeit, während die Charaktere sich entwickeln. Es brodelt langsam, bis es schließlich überkocht. Was als ergreifendes Familiendrama beginnt, verwandelt sich Stück für Stück in einen bizarren und fesselnden Roman mit alptraumhaft überraschender Tiefe. Monica Kims Erzählung schneidet mit chirurgischer Präzision durch Frauenfeindlichkeit, Rassismus, kulturelle Fetischisierung und Hypersexualisierung. Ji-wons Erzählung über ihre Familienwerte und Kultur, ihre Erziehung und Identität in einer westlichen Welt, die manchmal jeden exotisiert, der anders aussieht als die „Norm“ übt zudem eine gehörige Portion Sozialkritik aus, denn viele von uns haben schon einmal einen Mann wie George getroffen, der weder die Herkunft noch die Sprache seines Gegenübers respektiert. Sie leben im sicheren Bewusstsein ihrer weißen, männlichen Privilegien, das sie automatisch glauben lässt, Frauen seien stets unterlegen und stünden ihnen lediglich als Objekte zur Verfügung. Auch das Ende hat mich vollkommen überzeugt und das auf die unbequemste und ehrlichste Art und Weise. Fazit: "The Eyes Are the Best Part" ist definitiv einer der einprägsamsten und fesselndsten Debütromane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Eine literarische Horrorgeschichte für die ich nur zu gerne eine Leseempfehlung ausspreche!

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3.5

Seltsam Gut!

Das Beste sind die Augen ist ein unangenehmes, teilweise ekliges Buch mit einer durchgehend schrägen Stimmung. Wirklich sympathisch fand ich fast niemanden, was hier aber auch nicht notwendig ist. Manches lässt sich erahnen, trotzdem trägt die klare, flüssige Sprache extrem durch den Text. Kein klassischer Thriller, eher psychologisch und irritierend. Dreieinhalb Sterne von mir, vor allem weil es sich deutlich von vielem abhebt. Irgendwie habe ich seitdem Probleme mit nimm2 Soft. 

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