Windstärke 17
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Description
Book Information
Author Description
CAROLINE WAHL wurde 1995 in Mainz geboren und wuchs bei Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. Danach arbeitete sie in mehreren Verlagen. 2023 erschien ihr Debütroman ›22 Bahnen‹ bei DuMont, für den sie mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Grimmelshausen-Förderpreis und dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde ›22 Bahnen‹ Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023. Caroline Wahl lebt in Kiel.
Characteristics
47 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
"Leifs Mundwinkel zucken und diesem Moment, wünsche ich mir nichts lieber, als ihn ganz zum Lachen zu bringen" _______________________________________________________ Verschlungen habe ich dieses Buch. Es war wieder wieder etwas ganz Besonderes. Ida wächst einem total ans Herz. Man möchte sie vor allem beschützen, sie in den Arm nehmen und ihr sagen, das alles gut wird. Wie die Autorin die verschiedenen Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Wut und auch leichte Freude/Verliebtheit beschreibt. Unfassbar gut!
Hat mich sogar noch mehr gepackt als „22 Bahnen“.
Beide Bücher bekommen von mir 5 Sterne – aber im zweiten Teil spürt man die Entwicklung der Figuren noch intensiver. Ruhig erzählt, aber mit emotionaler Wucht. Ein stilles, starkes Buch über das Weitermachen, Wachsen und Loslassen. Wahrscheinlich hat mich der Aspekt, dass es am Meer spielt noch mehr in den Bann gezogen🌊 Feinfühlig, klug und absolut lesenswert.
So viel Chaos , so viele echte Gefühle.
Ich bin auch vom zweiten Teil begeistert. Er hat mich gleich in seinen Bann gezogen und lässt mich leicht unbefriedigt über das zu offene Ende zurück. Was passiert mit Marianne und Knut? Wie geht es weiter mit Leif? Trotzdem hat mir der erste Teil vielleicht ein ganz klein wenig besser gefallen, aber wahrscheinlich nur, weil ich mit Tilda noch besser connecten konnte als mit Ida. Trotzdem 5 Sterne ⭐️ und klare Leseempfehlung.
Ein ganz tolles Buch!
Der zweite Band hat mir noch besser gefallen als der erste, was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Ida hat es tatsächlich geschafft, so richtig in mein Herz zu wandern. Ich mag sie so gerne und fand es oft so erschreckend leicht, mit ihr zu fühlen. Das Buch spricht erneut sehr ernste, schlimme Themen an, hat aber für mich gleichzeitig so ein bestimmtes ruhiges Gefühl beim lesen hervorgerufen, was sicher am Setting und vor allem an Marianne und Knut lag. Ich habe die beiden so sehr ins Herz geschlossen und würde auch gerne bei Ihnen leben, ich stelle es mir richtig toll vor, solche ruhigen Tage mit Marianne zu verbringen, in der Robbe zu arbeiten und gemeinsam warme Brötchen zu frühstücken. Wie herzlich und selbstverständlich die beiden Ida aufgenommen haben finde ich toll, das lässt mich glauben, dass es vielleicht auch im echten Leben solche Menschen gibt und ich würde sehr sehr gerne lesen, wie es mit den beiden und Ida weitergeht. Ein großes Plus war für mich auch, dass eher die Geschichte um Ida und die beiden im Vordergrund stand und die Liebesgeschichte mit Leif eher genauso auf Freundschaft, Gemeinschaft und Verständnis aufgebaut war.

Fast noch besser als der Vorgänger! - Toller Coming-of-Age-Roman, der für sich alleine (be)steht
Ida hat nichts bei sich außer dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Es ist wahrscheinlich ein Abschied für immer von der Kleinstadt, in der sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hat. Im Abschiednehmen ist Ida richtig schlecht; sie hat es vor zwei Monaten nicht einmal auf die Beerdigung ihrer Mutter geschafft. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt - auf keinen Fall will sie zu ihrer Schwester Tilda nach Hamburg -, und landet auf Rügen. Ohne Plan, nur mit einem großen Klumpen aus Wut, Trauer und Schuld im Bauch, streift sie über die Ostseeinsel. Und trifft schließlich auf Knut, den örtlichen Kneipenbesitzer, und seine Frau Marianne, die Ida kurzerhand bei sich aufnehmen. „Windstärke 17“ ist für mich ein eigenständiger Roman, der zwar Figuren und Handlungsstränge des Vorgängers „22 Bahnen“ wiederaufnimmt, aber auch für sich steht und stehen kann. Die Autorin überzeugt mich durch die tollen Figuren, die stimmige Rügen-Atmosphäre und die eindringliche Beschreibung der Natur als „Spiegel der Seele“ der Hauptfigur. Sprachlich war der Roman weniger spröde und eingängiger (oder habe ich mich einfach nur an den Stil gewöhnt?) und trotzdem behandelt der Text auf leichte Art und Weise große Themen, wie Selbstfindung, Schuld, Krankheit, Tod, Familie, Liebe usw. Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr! Empfehlenswert auch ohne den Vorgänger zwingend zu kennen!
Mit der Fortsetzung Windstärke 17, hat Caroline Wahl genau da weiter gemacht, wo sie bei 22 Bahnen aufgehört hat. Ich fand die teils "umgangssprachliche" Erzählweise gepaart mit emotionaler, introspektiver Tiefe echt grandios. Man hat echt Lust immer weiter zu lesen, obwohl es nicht mal die riesen Handlungen gibt. Es ist wirklich das "Wie", das das Buch außergewöhnlich macht. Mir hat es sogar noch mehr gefallen als der erste Teil, weswegen das Buch in meine Best of Liste kommt :)
„Als ich das Rauschen höre, kann ich endlich durchatmen. Ich ziehe den Koffer in den Sand und setze mich auf ihn, atme das Meer ein in meinen Körper..."
Dieses Buch ist der Hammer! 👏🏼 Zum Inhalt: Ida flüchtet ins Unbekannte, nachdem ihre alkoholkranke Mutter an einer Überdosis Pillen gestorben ist. Sie will einfach nur weg, hat aber keinen Plan, wohin. Durch Zufall landet sie auf der Insel Rügen, wo sie Marianne und Knut begegnet, zwei selbstlosen, wunderbaren Menschen, die sie aufnehmen. Nach und nach überwindet Ida ihr Trauma und wächst über sich hinaus, als andere Hilfe und Unterstützung brauchen. Ihre Persönlichkeitsentwicklung, wie sie gegen ihre Schuldgefühle und Selbstzweifel kämpft, ist so fesselnd und faszinierend, dass einen die Geschichte komplett in den Bann zieht. Die Fortsetzung von "22 Bahnen" hat mir sogar noch wesentlich besser gefallen als der erste Teil! 👌🏼

Ach, Ida. ♥️
Ich hatte echt paar Schwierigkeiten rein zu kommen, weil es mir zu "depri" war anfangs, was natürlich auch schön sein kann, keine Frage, aber ich hab das dann wohl gerade nicht so gefühlt oder so, aber ab Seite 100 ungefähr hab ich es geliebt. Und hatte oft das Gefühl das ich Ida einfach nur drücken will, mit ihren ganzen unheilbringenden Gewitterwolken die Sturmfluten auslösen könnten, über sich. 🫠 Fand die Geschichte sehr bewegend, auch wie gut sie sich gegenseitig mit Leif tat.♥️ Und das sie eine "Ersatzfamilie" in Marianne und Knut gefunden hat. Knutipedia lieb ich. ♥️😅 Aber ich hab Fragen, was ist mit Knut und Marianne? Holt Ida ihre Sachen aus Hamburg von ihrer Schwester ab, was ist mit Leif, warum fällt ihm Leben gerade schwer? Hängt er den DJ Job an den Nagel, und bleibt auf Rügen? Ach...🫠 Aber klare Leseempfehlung!

Alle waren gleich, das Meer war wunderschön und gewaltig, und wenn die Menschen keinen Respekt vor ihm hatten, waren sie selbst schuld.
Wow, was für eine Fortsetzung von 22 Bahnen. Man hat sich schon gefragt, wie Ida sich entwickeln würde und nun kennen wir die Antwort. Caroline Wahl schafft es erneut, eindrücklich und leicht zu beschreiben, wie sich die Protagonistin Ida auf eine Reise zu einem besseren Ich befindet. An jeder Ecke erwarten sie Schwierigkeiten, die sie aus der Bahn werfen. Aber um so weiter man kommt, desto stärker, glücklicher und freundlicher wird Ida und passt sich den Umständen an. Der Roman ist eine Liebeserklärung an das Leben mit all seinen Schwierigkeiten und Hoffnungsschimmern, die man sich machen kann. Habe auch das Buch sehr genossen und freue mich schon auf den angekündigten nächsten Roman von Caroline Wahl.
🌪️ Superhurrikan 🌪️ Ida - der Familie alles bedeutet
Der zweite Teil zu dem Buch "22 Bahnen", der über Tilda geht, handelt nun von Ida. Der kleinen Schwester von Tilda. Die Geschichte schließt nicht Nahtlos an die von Tilda, sondern spielt etwas später - Ida ist bereits erwachsen. Das Buch ist, wie "22 Bahnen" auch, aus einer Perspektive, der von Ida, geschrieben. Es gibt viele tolle Gespräche, innere Monologe und tolle Beschreibungen. Man bekommt Einblicke in die Gefühlswelt von Ida, die so mitreißend und tief traurig sind. Es ist ein Buch über eine echt beschissene Kindheit und Jugendphase, über Tod und Alkoholmissbrauch. Ganz deutlich wird, dass Ida ihre Mutter unfassbar geliebt hat und sich so gewünscht hätte, dass ihre Mutter ein glückliches Leben geführt hätte. Ich fand das Buch vom Anfang bis zum Ende einfach klasse - eine Empfehlung für alle die, die gerne tiefgreifende Kurzgeschichten mit komplexen Themen mögen. Ich bin total berührt.
"Nach Mamas Tod bin ich zwei Monate lang, tagein, tagaus gestorben." "Ich gebe dem Meer alles, was ich habe, damit mein Körper warm und leer wird, kraule immer weiter, so weit ins offene Weite wie nie zuvor. Die Gedanken und der Schmerz laufen aus meinem Körper raus, rein in die stille Ostsee, und ich frage mich, ob sie jetzt laut ist und schreit." "Wenn Leif eine Perle wäre, die ich beim Muschelessen finden würde, würde ich ein Loch reinbohren und sie mir um den Hals hängen und drauf aufpassen, denke ich." "Hier drinnen ist es mir zu laut, zu gefährlich, die Gedanken zerschneiden mein Inneres messerscharf zu ungleich großen Gulaschklumpen. Aber ich kann nicht rausgehen. Ich kann nicht aufstehen." Ich fand "22 Bahnen" toll und habe mich sehr auf den Nachfolge-Roman gefreut und ich wurde nicht enttäuscht, bin sehr gerne mit Ida nach Rügen geflüchtet. Sie ist innerlich zerrissen, hat Selbstzweifel. Bin ich schuld? Hätte ich den Tod der alkoholkranken Mutter verhindern können? Fragen, die sich Ida stellt und auf die sie keine Antworten findet. "Hätte", "würde".... Sie führt einen inneren Kampf. Begegnungen mit Menschen, die ihr gut tun wie Marianne und Knut, die zu einer Art Ersatzfamilie werden. Dann ist da noch Leif, in den sie sich verliebt und der in ihr Hoffnung aufkeimen lässt. Insgesamt ein sehr trauriges, aber auch sehr schönes Buch. Ich finde den Schreibstil und die Sprache von Caroline Wahl toll und empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter ⭐
Einfach nur schön
Ein wirklich berührendes und wunderschönes Buch. Caroline Wahls Schreibstil begeistert mich immer wieder – so einfühlsam, lebendig und fesselnd, dass man jede Seite genießen möchte und extra langsam liest. Die Figuren, insbesondere Marianne und Knut, wirken so herzlich und liebevoll, dass man sich wünscht, solche Menschen im echten Leben zu kennen. Liebe alles an dem Buch ♥️ „Was mache ich hier eigentlich? Ich dachte, wenn ich weit weg bin, dann sind die Gedanken leiser. Aber sie sind laut, und sie tun weh.“ „Hier drinnen ist es mir zu laut, zu gefährlich, die Gedanken zerschneiden mein Inneres messerscharf zu ungleich großen Gulaschklumpen.“
Kraftvoll und mitreissend. Highlight!
Nachdem mir 22 Bahnen schon sehr gut gefallen hat, dem Debüt von Caroline Wahl, hat mich Windstärke 17 noch mehr gepackt. Ich konnte das Buch nicht weglegen und habe es an einem Wochenende durchgesuchtet? Worum geht es? In diesem Buch steht Ida - die jüngere Schwester von Tilda, die wir aus 22 Bahnen kennen - im Mittelpunkt. Wir begleiten sie nach dem Tod von Andrea, der alkoholkranken Mutter, auf die Insel Rügen. Hier lernt sie Knut, Marianne und Leif kennen und lieben. Sehr eindrucksvoll beschreibt Caroline Wahl den psychischen Zustand von Ida, ihre Zerissenheit, Ängste und dem Aufkeimen von Zuneigung und Liebe. Wir leiden mit Ida und freuen uns über jeden ihrer Fortschritte bei der Verarbeitungtraumatischer Erlebnisse. Ich habe das Buch sehr, sehr gerne gelesen und bewundere die Autorin für dieses Wucht auf knapp 250 Seiten.
„Und dann höre ich nur noch das Meer.“
Nach einem schweren Schicksalsschlag sucht Ida am Bahnhof einen Zug, der sie weit weg von ihrem Wohnort bringt. Sie landet auf Rügen und lernt dort Knut kennen. Ihm hilft sie in seiner Kneipe aus und begegnet seiner Frau Marianne. Die beiden nehmen Ida auf und kümmern sich liebevoll um sie. Der Schreibstil ist wieder eindrucksvoll: empathisch, schonungslos ehrlich und einfach außergewöhnlich. Man erlebt alle Gefühle mit Ida. Trotz der schwierigen Themen, die behandelt werden, gibt es Hoffnung und Leichtigkeit. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin und hoffe, vielleicht auch mal wieder etwas von Tilda und Ida zu hören.

"Sie hält mich ganz fest, und ich begreife, dass sie mich zum ersten Mal umarmt. Ich schmiege mich in die Umarmung und lasse auch den anderen Müll in mir raus, Frage mich, ob meine Tränen auch violett sind." (S. 181)
Ein herzzereißendes, trauriges und emotionales Buch. Habe die ein oder andere Träne verdrückt... In dem zweiten Buch von Caroline Wahl geht es um Ida, die kleine Schwester von Tilda, die nach dem Tod ihrer Mutter nicht weiß, was sie machen soll. Überstürzt steigt sie in die Bahn und landet in Rügen in die Arme von Knut und Marianne, die sie liebevoll aufnehmen. Und dann ist da auch Leif... Ich hätte mir gerne eine Trigger Warnung gewünscht, da ich heulend im Pausenraum saß, als vor dem dritten Teil ein Plottwist kam ... Gehe aufgrund der Spoiler Gefahr nicht näher drauf ein, aber wer schwer mit schwerwiegenden Erkrankungen klarkommt, sollte auf sich aufpassen. ❤️ Dennoch literarisch ein Meisterwerk. Klare Empfehlung! 🌊❤️🏄🏊🌅🌪️ "Während ich dem weißen Land Rover nachschaue, wird es quasi dunkel, und ich garantiere für nichts, wenn Leif sich auch noch in eine Wolke verwandelt. Denn Leif hat das Zeug dazu, eine richtig dunkle, Unheil bringende Gewitterwolke zu werden. Das würde ich nicht aushalten. Dann Wolkenbruch. Leif könnte bestimmt eine Sturmflut auslösen, die alles mit sich reißt." (S. 219)
Ganz nett
Joar mehr leider auch nicht. Die Grundprämisse des Buchs gefällt mir, der Story an sich auch. Es werden schwere Themen behandelt, die mich sonst eigentlich sehr ansprechen und berühren. Jedoch haben sie mich leider nicht einmal berührt und ohne das bleibt leider nicht viel. Ihr Schreibstil, der im ersten Buch noch neu und aufregend war, war jetzt teilweise etwas anstrengend und repetitiv. Er hat mich leider ab und zu raus gerissen. Ich finde es etwas schade, da so eine Art Buch eigentlich genau meins ist und bin um so trauriger, dass es leider nichts in mir ausgelöst hat.
Der zweite Band der Reihe (oder der Fortsetzungsroman) überrascht mit noch mehr Tiefe und emotionaler Ehrlichkeit. Das Setting auf Rügen ist dabei nicht nur atmosphärisch und wunderschön beschrieben, sondern auch sinnbildlich für Idas inneren Zustand – rau, unübersichtlich und doch voller unerwarteter Schönheit. Die neu eingeführten Charaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte ein, wirken lebendig und nahbar, ohne in Klischees zu verfallen. Besonders Knut und Marianne bringen mit ihrer Wärme und Unkonventionalität ein Gegengewicht zu Idas innerem Chaos. Was Windstärke 17 so besonders macht, ist die leise, unaufgeregte Art, mit der große Themen wie Trauer, Schuld, Einsamkeit und die Suche nach einem Neuanfang erzählt werden. Fazit: Ein stilles, kraftvolles Buch, das zeigt, wie man sich inmitten eines Sturms langsam wieder zusammensetzen kann. Und selten gelingt es einem Folgeband, sich selbst zu übertreffen – Windstärke 17 schafft genau das.

Ein sehr schönes aber emotionales Buch. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr poetisch aber auch sehr ausführlich beschrieben, ob das Alltagssituationen waren wie Kaffee trinken oder aber auch besondere und prägende Momente. Sie hat auch die Natur und die Momente am Meer so schln und bildhaft beschrieben dass mi h die Geschichte total abgeholt hat. Die Protagonistin fand ich sehr gut beschrieben, und man konnte so richtig mit ihr mitfühlen, und ihre Entwicklung fand ich im Laufe der Geschichte auch schön, wenn sie auch manchmal etwas chaotisch gewirkt hat. Und Leif fand ich als Protagonisten auch sehr vielschichtig und hat Ida sehr gut ergänzt, da beider Vergangenheit nicht einfach und sehr emotional war. Die Autorin kann Emotionen gut in die Geschichte einbringen, was es zu einem Leseerlebnis macht, auch wenn die Wendungen nicht sehr überraschend sind. Wer Lust hat auf ein emotionales Buch über Verlust, und Familie hat dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Teil 2, Geschichte der jüngeren Tochter nach dem Tod der alkoholkranken Mutter. Der Roman zeigt auf beeindruckende Weise, wie falsch der Ausdruck Trauerarbeit ist, in diesem wie in den meisten Fällen würde man die Phase nach dem Verlust eines geliebten Menschen besser als Trauerkrankheit bezeichnen. Lesenswert
Der erste Teil heißt "22 Bahnen"
Ok, ich gebe zu, ich war skeptisch, ob Ida es schaffen würde, mein Herz genauso zu erobern wie Tilda und was soll ich sagen, sie hat es definitiv geschafft. Auf eine andere, ihre eigene und ganz besondere Art, hat sie mich verzaubert. Sie hat mich nach dem Tod ihrer Mutter mit auf die Insel Rügen genommen. Eine Insel, die ich selbst sehr liebe und die mir Ida noch näher gebracht hat. Der Wind der Insel, der mir deutlich ihre innere Zerrissenheit gespiegelt hat. Ich habe beobachtet, wie Ida sich mit dem Kneipenbesitzer Knut und seiner Frau Marianne befreundet und wie sich Leif langsam und zart in ihr Leben schleicht. Wie Ida durch die neuen Freundschaften leichter zu ihrem Inneren in Kontakt kommt. Wie sie ganz viel Wut in sich trägt und versucht, diese Wut „wegzuschwimmen“, aber auch erkenne ich Trauer, Einsamkeit, Schuld, Selbstzweifel und Verzweiflung, die in dieser Wut verborgen ist. Idas Geschichte ist irgendwie anders als Tildas und doch hat sie Ähnlichkeit zu „22 Bahnen“. Der Ton ist gleich und doch finde ich ihn hier ein wenig melancholischer. Diese Fortsetzung ist auf jeden Fall sehr gelungen und ich kann sie nur weiterempfehlen. S.91 „Und jetzt ist nichts mehr von ihr da außer ihrer Asche und den traurigen Erinnerungen an sie. Manchmal wünschte ich, ich würde an Gott oder ans Walhalla oder an irgendeinen anderen Mist glauben, damit da nicht nichts außer ihrer Asche ist, aber das ist ja auch keine Lösung.“ S.139 „Und ich hasse mich für diese Wut, aber ich kann nichts dagegen tun, mein Kopf brüllt, es gibt einfach Menschen wie Mama und mich, und die sind scheiße und kaputt, brüllt er.“ S.141 „Vielleicht liegt es daran, dass ich mich die ganze Zeit frage, was der denkt, vor allem wenn er abwesend zu sein scheint und sein Blick ins Leere driftet. Vielleicht weil ich hauptsächlich damit beschäftigt bin, ihn zu beobachten, weil er schön ist. Oder vielleicht weil er meine Abgründe gesehen hat und trotzdem mit mir auf der Bank sitzt und Fischbrötchen isst.“ S.202 „Ich weiß nicht, was ich machen soll. Rausgehen, rennen, schwimmen. Hier drinnen ist es mir zu laut, zu gefährlich, die Gedanken zerschneiden mein Inneres messerscharf zu ungleich großen Gulaschklumpen.“
Ich hätte noch ewig weiter lesen können…
Windstärke 17“ ist eines dieser Bücher, bei denen man sich wünscht, sie wären doppelt so lang – nicht, weil sie unvollständig wirken, sondern weil man einfach nicht möchte, dass es endet. Die Sprache, die Charaktere, die Stimmung – alles zieht einen so sehr hinein, dass man am liebsten noch ewig weiterlesen würde. Wie auch schon bei 22 Bahnen schafft es Caroline Wahl mit wenigen Worten sehr viel zu erzählen. Die Geschichte ist feinfühlig, intensiv und durchzogen von einer leisen Melancholie. Die Charaktere sind echt und nahbar, so dass man mit ihnen fühlt, zweifelt und hofft. Besonders das letzte Kapitel verlangt einem einiges ab. Aber genau das macht es aus. Fazit: „Windstärke 17“ ist ein Buch mit großem Sog. Ein Buch, das man am liebsten gar nicht aus der Hand geben möchte. Wer „22 Bahnen“ mochte, wird von Idas Geschichte mindestens genauso gepackt werden. Eine klare Empfehlung von mir.
Emotional, rasant, lesenswert.
Ich fand den zweiten Teil tatsächlich besser als 22 Bahnen. Die Geschichte hat mich direkt wieder abgeholt, und ich war schnell drin. Leider hat mich das Ende ein bisschen enttäuscht – es wirkte, als hätte Carolin Wahl plötzlich kürzen müssen, alles ging auf einmal total schnell und irgendwie zu glatt. Trotzdem: Der Stil ist wieder richtig gut, sehr fein beobachtet und echt geschrieben. Ich freu mich auf jeden Fall auf weitere Bücher von ihr!
Ach Ida🥹💗 Wie oft hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen...
Der Schreibstil ist wie in 22 Bahnen anders aber ich mag das sehr gerne. Sehr flüssig, dadurch habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. In dem Buch geht es um Ida🫶🏻 Wie sie alleine mit ihrer Mutter aufwächst , nachdem Tilda nach Berlin zieht. Es geht um ihre Gefühle, Gedanken, das Leben das weiter gehen muss. Es geht um Wut, Verzweiflung, einen Neuanfang, um sich wieder selbst zu finden. Ich konnte ihre Gedanken, ihr Gedankenkarussell so oft nachvollziehen...💭 Schade das auch hier das Buch so abrupt endet. Ich hätte gerne gewusst, wie es mit Ida weiter geht. Wie es um Marianne steht aber auch wie sich die Beziehung zwischen Ida und Leif entwickelt. Außerdem hätte ich gerne mehr über Leif erfahren. Er trägt ja auch ziemlich viel Ballast mit sich herum.
Emotional, aufwühlend und stürmisch.
Der Roman spielt ca. 10 Jahre nach „22 Bahnen“ und ist dieses Mal aus Idas Sicht geschrieben, die man im ersten Band als kleine Schwester der Protagonistin Tilda kennengelernt hat. Das Setting war wieder schön gewählt, da das Meer und die ungestümen Ostseestürme Idas Emotionen eindrucksvoll unterstreichen konnten. Wie schon im ersten Band lässt das Ende die Leser mit vielen ungeklärten Fragen zurück. Es hat sich ein wenig so angefühlt, als würde die Autorin möglichst viele schwierige Themen abhandeln wollen, was ihr dann manchmal mit der fehlenden Tiefe bei den Charakteren und Beziehungen nicht so recht gelungen ist. 100 Seiten mehr und sie wäre den Themen auch gerecht geworden. Die Art, wie Caroline Wahl ihre Geschichten erzählt, ist nämlich ansonsten wunderbar geeignet, auch etwas schwerere Kost anzugehen. Mein ganz persönliches Highlight waren Knut und Marianne. Auch wenn nie ganz erklärt wird, warum sie eine fremde Frau bei sich aufnehmen, strahlen die beiden eine stille Wärme und Geborgenheit aus, die auch bei mir als Leserin angekommen ist. Ein dritter Band aus ihrer Perspektive wäre großartig.

Ich mag die Sprache und die Erzählweise von Caroline Wahl sehr. Man sollte 22 Bahnen unbedingt vorher gelesen haben, um die Protagonistin bis ins Letzte verstehen zu können. Der Vergleich zwischen dem Kind Ida und der erwachsenen Ida hat mich sehr berührt. Ob es einen weiteren Teil über die Ida, die ihren Weg gefunden hat, geben wird?
Och bin positiv überrascht
Dieses Schätzchen habe ich als Rezi-Exemplar von Netgalley zur Verfügung gestellt bekommen und dachte ganz unvoreingenommen, da hören wir mal rein 👍 Was n Glück🫶 Ich bin positiv überrascht, ich habe beim Tiktok Award erst mit bekommen, dass dies hier nicht von der Caroline Wahl ist,von der man denkt,dass sie es ist😅 das hat mich dann neugierig gemacht. Dann die Entdeckung bei Netgalley🥳👍 Ich mag das Hörbuch sehr gern. Die Geschichte ist ziemlich deep zum Teil🫶 ich werde 22 Bahnen definitiv auch noch hören👍
Fortsetzung von "22 Bahnen" und doch ganz anders
Gegen das Buch habe ich mich so lange gewehrt, da ich "22 Bahnen" echt schwierig fand. Jetzt wollte ich aber doch gerne wissen, wie es mit den beiden Schwestern weitergeht. Zu Beginn der Geschichte sind einige Jahre nach dem Auszug der großen Schwester vergangen und Ida muss mit dem Tod der Mutter fertig werden. Sie kündigt die Wohnung und will eigentlich nach Hamburg fahren, wo Tilda und Viktor nun eine eigene Wohnung samt ihrer Zwillinge bewohnen. Spontan landet Ida aber auf Rügen und lernt das ältere Ehepaar Knut und Marianne kennen, die ihr einen Job, eine Unterkunft und elterliche Ersatz-Zuneigung zukommen lassen. Und dann ist da auch noch ein gewisser Leif, der Idas Herz zum Schmelzen bringt... Trotz einiger Ungereimtheiten (warum z.B. baut sich Tilda ein eigenes Leben auf, schafft eine Professur plus Kindererziehung, überlässt Ida aber als 11-jährige sich selbst bei der alkoholkranken und vernachlässigenden Mutter?) fand ich den Roman sehr gut. Ida ist wirklich ein Baby, aber man kann es dem Charakter abnehmen. Sie ist traumatisiert und musste vieles alleine durchstehen. * Achung, Spoiler* Die Mutter hat sich immer weiter nach unten gesoffen, mit ihrem Suizid gedroht und diesen letztendlich auch herbeigeführt. Ida hat die Mutter schließlich tot aufgefunden. Wie soll man solche Bilder aus dem Kopf bekommen, ohne daran zu zerbrechen? Es ist kein Wunder, dass sie in kindliche Muster flüchtet und selbstzerstörerische Tendenzen aufzeigt. In mir hat hat sie den Instinkt geweckt, sie bemuttern und beschützen zu wollen. Die Trauer, das empfundene Schuldgefühl und die aus der Überforderung resultierende Wut hat Caroline Wahl wirklich gut umgesetzt. Der klare und kraftvolle Sprachstil wirkt authentisch und passt zu der Geschichte. Auch Rügen und Hamburg als Setting waren genau mein Ding, so dass ich "Windstärke 17" viel besser als "22 Bahnen" fand! Ida trauert um die Mutter, aber auch um die versäumte Kindheit. Dennoch möchte sie es nicht anders haben und nimmt ihr Schicksal an. Trotz des Zorns, der seelischen Krise und der Probleme sich Menschen zu öffnen ist sie reflektiert und bei sich. Etwas irritierend fand ich das ältere Ehepaar, das freigiebig Tisch und Bett teilt. Marianne scheint wie ein Pendant zu Idas leiblicher Mutter. Auch sie ist schwer krank und triggert Idas Verlustängste. Dann die Lebensrettungsszene, wo Ida bei Sturm in die Ostsee geht und Leif auf dem Surfbrett auftaucht und sie zusammen um ihr Keben kämpfen ...für mich wirkte das leider etwas zu konstruiert und wenig subtil. Tilda mochte ich immernoch nicht. Vielleicht musste sie egoistisch sein, um sich aus der toxischen Familiengeschichte zu befreien und alle Kraft für ihre eigene Familie zu investieren. Deshalb hat Ida meine Sympathien und ich verzeihe dem Roman die Schwächen. Gut fand ich, dass die Romanfiguren, auch die Mutter, keine Stereotypen sind. Aber besonders Ida hat mich mit ihrer Verletzlichkeit, ihrem Kampfgeist und ihrem Bemühen, wieder Halt im Leben zu finden, überzeugt. Sie will keine externe Hilfe annehmen und wehrt sich gegen Tildas Bemühungen, sie in eine Klinik einzuweisen. Sie ist es gewohnt alleine zu kämpfen. Das kann einen nur traurig machen, macht sie aber als Charakter nahbar, obwohl sie sich alle Mühe gibt, unnahbar zu sein. Leider hatte der Roman etwas von einem Schulaufsatz. Für mich zu bemüht und such nicht authentisch.
„Ich will zu Tilda, aber ich kann nicht. Ich will allein sein, aber ich will nicht allein sein. Und ich weiß nicht, was dieser Scheißselbstmasochismus soll.“
(Fortsetzung von 22 Bahnen): Windstärke 17 handelt um die Windstärke 17, die Ida in sich spürt nach dem Tod ihrer Mutter, für den sie sich eine Teilschuld gibt, zusammengemischt mit dem Leben und dem Gefühl immer Verlassen zu werden. Ida flieht nach Rügen und wird von einem älteren Ehepaar aufgenommen. Schafft sie es aus ihrem Trott heraus um die Windstärken in sich zu bekämpfen? Dieses Buch ist ein Brett an Gefühlen jeglicher Art. Vor allem aber an Schmerz. Den Schmerz, den Ida durch das Erlebte spürt, den lässt die Autorin den Leser aber sehr deutlich mitspüren. Es ist ein unfassbar schönes Buch über den Wandel des Lebens und um das Gefühl wieder anzukommen ohne einen richtigen Plan zu haben. Es hat mir zwar mein Herz zerrissen aber war gleichzeitig wunderschön. Eine wirklich gelungene Fortsetzung. Ich fand jedoch, dass das Ende ziemlich überraschend kam. Irgendwie hätten auch noch mehr Seiten kommen können.. aber vielleicht ist das auch der Teaser auf einer weitere Fortsetzung?..
„Manchmal muss man einfach loslaufen, ohne zu wissen, wohin.“ 🛤️🌪️
„Windstärke 17“ von Caroline Wahl hat mich tief berührt! 🌪️💙 Ida’s Geschichte hat mich sogar noch mehr mitgenommen als die von Tilda. Ihre Gedanken und Emotionen waren so stark und echt, man spürt, wie besonders und kompliziert ihre Beziehung zur Mutter war. 💔 Ihr Ausbruch aus der Situation und die Zeit auf Rügen waren gleichzeitig beruhigend und traurig, einfach wunderschön erzählt. 🏝️🌧️ Auch die Nebenfiguren wie Leif, Marianne und Knut waren echte Herzensmenschen ❤️✨ Ich hab alle sofort ins Herz geschlossen! Ein intensives, ehrliches und wunderschönes Hörbuch, das lange noch im Gedächtnis bleibt 🎧🌊

Ich habe eigentlich meine Schwierigkeiten mit Fortsetzungen- aber Windstärke 17 hat mich voll vom Gegenteil überzeugt. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon nach 22Bahnen der Überzeugung war, ich würde so gerne ein Buch über Ida lesen… Windstärke 17 schließt an 22 Bahnen an. Aber war für mich noch dichter. Wir lesen alles aus Idas Sicht, wobei der zeitliche Ablauf aber nach 22Bahnen liegt. Ich bin überzeugt, dass jeder der 22 Bahnen gemocht hat, auch Windstärke 17 gerne lesen wird. Themen: Tod, Verlust,Panikattacken, Angst, Krankheit, Liebe
Wie Menschen gezeichnet werden. Die Fortsetzung aus dem Leben von Ida
Mit Windstärke 17 setzt Caroline Wahl die Geschichte fort, die sie in 22 Bahnen begonnen hat. Dieses Mal steht Ida im Mittelpunkt – die Schwester von Tilda. Das Buch erzählt berührend, wie das Leben mit ihrer alkoholkranken Mutter sie geprägt hat und welchen Einfluss das auf ihre Beziehung zu Tilda hatte. Doch es bleibt nicht bei der Vergangenheit: Nach einem schweren Schicksalsschlag muss Ida sich einer weiteren Herausforderung stellen, die ihr Leben erneut auf den Kopf stellt. Ein intensiver, tief bewegender Roman über Familie, Verlust und die Kraft, weiterzumachen.
Berührend, ergreifend und aufwühlend
Nachdem ich 22 Bahnen zwar mochte, aber nicht ganz warm damit werden konnte, hat mich dieses Buch dann sehr überrascht und komplett abgeholt. Vielleicht liegt es daran, dass ich Teil 1 gelesen und diesen als Hörbuch gehört habe. Die Sprecherin war toll und total passend für den doch sehr besonderen Schreibstil, der mir vorgelesen dann nochmal besser gefallen hat. Ida ist eine so widersprüchliche Protagonistin, die man zeitweise schütteln und dann wieder in den Arm nehmen möchte. Und insbesondere die Nebencharaktere haben mein Herz erwärmt. Ein Buch, das nachhallt und gleichzeitig leise sowie laut ist, ruhig und stürmisch - wie das Meer.
Die Fortsetzung von "22 Bahnen" Schön erzählte und Hoffnung machende Geschichte
Ida verlässt Hals über Kopf ihr Zuhause nachdem sich ihre alkoholkranke Mutter umgebracht hat und landet mittellos und verzweifelt auf Rügen. Mit viel Glück findet sie neue Menschen, die sie aufnehmen, eine neue Heimat, eine neue Familie und eine neue Liebe.
Lesenswert!!
Auch Windstärke 17 ist ein absolutes Highlight. Der zweite Band - nach 22 Bahnen - hat mir auch sehr gefallen. Es geht darin um Ida, die kleine Schwester von Tilda, der Protagonistin in 22 Bahnen. lda hat nichts bei sich außer dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt und landet auf Rügen. Ohne Plan, nur mit einem großen Klumpen aus Wut, Trauer und Schuld im Bauch, streift sie über die Ostseeinsel. Und trifft schließlich auf Knut, den örtlichen Kneipenbesitzer, und seine Frau Marianne, die lda kurzerhand bei sich aufnehmen. Und sie lernt Leif kennen, der ähnlich versehrt ist wie sie. Auf einmal ist alles ein bisschen leichter, erträglicher in ldas Leben. Bis ihre Welt kurz darauf wieder aus den Angeln gehoben wird. Der Schreibstil ist einfach nur toll und das Buch lässt sich so schön lesen. Definitiv eine Leseempfehlung!!
Ein gutes Wiedersehen – mit etwas mehr Abstand 🌊
Windstärke 17 war für mich eine gute Fortsetzung – aber 22 Bahnen hat mich damals einfach direkter abgeholt. Tilda war mir als Figur näher als Ida, deshalb hat mich diese Geschichte emotional nicht ganz so mitgerissen. Trotzdem mochte ich die Stimmung auf Rügen sehr und Knut und Marianne haben das Buch für mich mitgetragen. Der Schreibstil ist wieder typisch Caroline Wahl: ehrlich, leichtfüßig, ohne belanglos zu sein. Nicht ganz so eindrücklich wie Band 1, aber definitiv lesenswert.
Auch der Nachfolgeroman von 22 Bahnen steckt wieder voller Emotionen, Gefühlen und Schmerz. Ida genauso liebenswert wie ihre Schwester und man möchte sie beide gerne in den Arm nehmen. Auch Leif, den Ida auf Rügen kennen und lieben gelernt hat, schließe ich mit ins Herz. Bin gespannt, ob er die nächste Hauptperson in Caroline Wahls neuem Buch wird 🤭 Mich konnte das Buch nicht ganz so sehr begeistern wie der Vorgänger, aber lesenswert ist er auf jeden Fall, trotz kleiner Längen im Mittelteil. Lieblingszitat: "Ich durfte noch nie jemanden Opa nennen, und weiß nicht woher das gerade kam. Ich durfte noch nicht mal jemanden Papa nennen. Nur Mama. Aber das darf ich jetzt auch nicht mehr."
Characteristics
47 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
Author Description
CAROLINE WAHL wurde 1995 in Mainz geboren und wuchs bei Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. Danach arbeitete sie in mehreren Verlagen. 2023 erschien ihr Debütroman ›22 Bahnen‹ bei DuMont, für den sie mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Grimmelshausen-Förderpreis und dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde ›22 Bahnen‹ Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023. Caroline Wahl lebt in Kiel.
Posts
"Leifs Mundwinkel zucken und diesem Moment, wünsche ich mir nichts lieber, als ihn ganz zum Lachen zu bringen" _______________________________________________________ Verschlungen habe ich dieses Buch. Es war wieder wieder etwas ganz Besonderes. Ida wächst einem total ans Herz. Man möchte sie vor allem beschützen, sie in den Arm nehmen und ihr sagen, das alles gut wird. Wie die Autorin die verschiedenen Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Wut und auch leichte Freude/Verliebtheit beschreibt. Unfassbar gut!
Hat mich sogar noch mehr gepackt als „22 Bahnen“.
Beide Bücher bekommen von mir 5 Sterne – aber im zweiten Teil spürt man die Entwicklung der Figuren noch intensiver. Ruhig erzählt, aber mit emotionaler Wucht. Ein stilles, starkes Buch über das Weitermachen, Wachsen und Loslassen. Wahrscheinlich hat mich der Aspekt, dass es am Meer spielt noch mehr in den Bann gezogen🌊 Feinfühlig, klug und absolut lesenswert.
So viel Chaos , so viele echte Gefühle.
Ich bin auch vom zweiten Teil begeistert. Er hat mich gleich in seinen Bann gezogen und lässt mich leicht unbefriedigt über das zu offene Ende zurück. Was passiert mit Marianne und Knut? Wie geht es weiter mit Leif? Trotzdem hat mir der erste Teil vielleicht ein ganz klein wenig besser gefallen, aber wahrscheinlich nur, weil ich mit Tilda noch besser connecten konnte als mit Ida. Trotzdem 5 Sterne ⭐️ und klare Leseempfehlung.
Ein ganz tolles Buch!
Der zweite Band hat mir noch besser gefallen als der erste, was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Ida hat es tatsächlich geschafft, so richtig in mein Herz zu wandern. Ich mag sie so gerne und fand es oft so erschreckend leicht, mit ihr zu fühlen. Das Buch spricht erneut sehr ernste, schlimme Themen an, hat aber für mich gleichzeitig so ein bestimmtes ruhiges Gefühl beim lesen hervorgerufen, was sicher am Setting und vor allem an Marianne und Knut lag. Ich habe die beiden so sehr ins Herz geschlossen und würde auch gerne bei Ihnen leben, ich stelle es mir richtig toll vor, solche ruhigen Tage mit Marianne zu verbringen, in der Robbe zu arbeiten und gemeinsam warme Brötchen zu frühstücken. Wie herzlich und selbstverständlich die beiden Ida aufgenommen haben finde ich toll, das lässt mich glauben, dass es vielleicht auch im echten Leben solche Menschen gibt und ich würde sehr sehr gerne lesen, wie es mit den beiden und Ida weitergeht. Ein großes Plus war für mich auch, dass eher die Geschichte um Ida und die beiden im Vordergrund stand und die Liebesgeschichte mit Leif eher genauso auf Freundschaft, Gemeinschaft und Verständnis aufgebaut war.

Fast noch besser als der Vorgänger! - Toller Coming-of-Age-Roman, der für sich alleine (be)steht
Ida hat nichts bei sich außer dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Es ist wahrscheinlich ein Abschied für immer von der Kleinstadt, in der sie ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hat. Im Abschiednehmen ist Ida richtig schlecht; sie hat es vor zwei Monaten nicht einmal auf die Beerdigung ihrer Mutter geschafft. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt - auf keinen Fall will sie zu ihrer Schwester Tilda nach Hamburg -, und landet auf Rügen. Ohne Plan, nur mit einem großen Klumpen aus Wut, Trauer und Schuld im Bauch, streift sie über die Ostseeinsel. Und trifft schließlich auf Knut, den örtlichen Kneipenbesitzer, und seine Frau Marianne, die Ida kurzerhand bei sich aufnehmen. „Windstärke 17“ ist für mich ein eigenständiger Roman, der zwar Figuren und Handlungsstränge des Vorgängers „22 Bahnen“ wiederaufnimmt, aber auch für sich steht und stehen kann. Die Autorin überzeugt mich durch die tollen Figuren, die stimmige Rügen-Atmosphäre und die eindringliche Beschreibung der Natur als „Spiegel der Seele“ der Hauptfigur. Sprachlich war der Roman weniger spröde und eingängiger (oder habe ich mich einfach nur an den Stil gewöhnt?) und trotzdem behandelt der Text auf leichte Art und Weise große Themen, wie Selbstfindung, Schuld, Krankheit, Tod, Familie, Liebe usw. Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr! Empfehlenswert auch ohne den Vorgänger zwingend zu kennen!
Mit der Fortsetzung Windstärke 17, hat Caroline Wahl genau da weiter gemacht, wo sie bei 22 Bahnen aufgehört hat. Ich fand die teils "umgangssprachliche" Erzählweise gepaart mit emotionaler, introspektiver Tiefe echt grandios. Man hat echt Lust immer weiter zu lesen, obwohl es nicht mal die riesen Handlungen gibt. Es ist wirklich das "Wie", das das Buch außergewöhnlich macht. Mir hat es sogar noch mehr gefallen als der erste Teil, weswegen das Buch in meine Best of Liste kommt :)
„Als ich das Rauschen höre, kann ich endlich durchatmen. Ich ziehe den Koffer in den Sand und setze mich auf ihn, atme das Meer ein in meinen Körper..."
Dieses Buch ist der Hammer! 👏🏼 Zum Inhalt: Ida flüchtet ins Unbekannte, nachdem ihre alkoholkranke Mutter an einer Überdosis Pillen gestorben ist. Sie will einfach nur weg, hat aber keinen Plan, wohin. Durch Zufall landet sie auf der Insel Rügen, wo sie Marianne und Knut begegnet, zwei selbstlosen, wunderbaren Menschen, die sie aufnehmen. Nach und nach überwindet Ida ihr Trauma und wächst über sich hinaus, als andere Hilfe und Unterstützung brauchen. Ihre Persönlichkeitsentwicklung, wie sie gegen ihre Schuldgefühle und Selbstzweifel kämpft, ist so fesselnd und faszinierend, dass einen die Geschichte komplett in den Bann zieht. Die Fortsetzung von "22 Bahnen" hat mir sogar noch wesentlich besser gefallen als der erste Teil! 👌🏼

Ach, Ida. ♥️
Ich hatte echt paar Schwierigkeiten rein zu kommen, weil es mir zu "depri" war anfangs, was natürlich auch schön sein kann, keine Frage, aber ich hab das dann wohl gerade nicht so gefühlt oder so, aber ab Seite 100 ungefähr hab ich es geliebt. Und hatte oft das Gefühl das ich Ida einfach nur drücken will, mit ihren ganzen unheilbringenden Gewitterwolken die Sturmfluten auslösen könnten, über sich. 🫠 Fand die Geschichte sehr bewegend, auch wie gut sie sich gegenseitig mit Leif tat.♥️ Und das sie eine "Ersatzfamilie" in Marianne und Knut gefunden hat. Knutipedia lieb ich. ♥️😅 Aber ich hab Fragen, was ist mit Knut und Marianne? Holt Ida ihre Sachen aus Hamburg von ihrer Schwester ab, was ist mit Leif, warum fällt ihm Leben gerade schwer? Hängt er den DJ Job an den Nagel, und bleibt auf Rügen? Ach...🫠 Aber klare Leseempfehlung!

Alle waren gleich, das Meer war wunderschön und gewaltig, und wenn die Menschen keinen Respekt vor ihm hatten, waren sie selbst schuld.
Wow, was für eine Fortsetzung von 22 Bahnen. Man hat sich schon gefragt, wie Ida sich entwickeln würde und nun kennen wir die Antwort. Caroline Wahl schafft es erneut, eindrücklich und leicht zu beschreiben, wie sich die Protagonistin Ida auf eine Reise zu einem besseren Ich befindet. An jeder Ecke erwarten sie Schwierigkeiten, die sie aus der Bahn werfen. Aber um so weiter man kommt, desto stärker, glücklicher und freundlicher wird Ida und passt sich den Umständen an. Der Roman ist eine Liebeserklärung an das Leben mit all seinen Schwierigkeiten und Hoffnungsschimmern, die man sich machen kann. Habe auch das Buch sehr genossen und freue mich schon auf den angekündigten nächsten Roman von Caroline Wahl.
🌪️ Superhurrikan 🌪️ Ida - der Familie alles bedeutet
Der zweite Teil zu dem Buch "22 Bahnen", der über Tilda geht, handelt nun von Ida. Der kleinen Schwester von Tilda. Die Geschichte schließt nicht Nahtlos an die von Tilda, sondern spielt etwas später - Ida ist bereits erwachsen. Das Buch ist, wie "22 Bahnen" auch, aus einer Perspektive, der von Ida, geschrieben. Es gibt viele tolle Gespräche, innere Monologe und tolle Beschreibungen. Man bekommt Einblicke in die Gefühlswelt von Ida, die so mitreißend und tief traurig sind. Es ist ein Buch über eine echt beschissene Kindheit und Jugendphase, über Tod und Alkoholmissbrauch. Ganz deutlich wird, dass Ida ihre Mutter unfassbar geliebt hat und sich so gewünscht hätte, dass ihre Mutter ein glückliches Leben geführt hätte. Ich fand das Buch vom Anfang bis zum Ende einfach klasse - eine Empfehlung für alle die, die gerne tiefgreifende Kurzgeschichten mit komplexen Themen mögen. Ich bin total berührt.
"Nach Mamas Tod bin ich zwei Monate lang, tagein, tagaus gestorben." "Ich gebe dem Meer alles, was ich habe, damit mein Körper warm und leer wird, kraule immer weiter, so weit ins offene Weite wie nie zuvor. Die Gedanken und der Schmerz laufen aus meinem Körper raus, rein in die stille Ostsee, und ich frage mich, ob sie jetzt laut ist und schreit." "Wenn Leif eine Perle wäre, die ich beim Muschelessen finden würde, würde ich ein Loch reinbohren und sie mir um den Hals hängen und drauf aufpassen, denke ich." "Hier drinnen ist es mir zu laut, zu gefährlich, die Gedanken zerschneiden mein Inneres messerscharf zu ungleich großen Gulaschklumpen. Aber ich kann nicht rausgehen. Ich kann nicht aufstehen." Ich fand "22 Bahnen" toll und habe mich sehr auf den Nachfolge-Roman gefreut und ich wurde nicht enttäuscht, bin sehr gerne mit Ida nach Rügen geflüchtet. Sie ist innerlich zerrissen, hat Selbstzweifel. Bin ich schuld? Hätte ich den Tod der alkoholkranken Mutter verhindern können? Fragen, die sich Ida stellt und auf die sie keine Antworten findet. "Hätte", "würde".... Sie führt einen inneren Kampf. Begegnungen mit Menschen, die ihr gut tun wie Marianne und Knut, die zu einer Art Ersatzfamilie werden. Dann ist da noch Leif, in den sie sich verliebt und der in ihr Hoffnung aufkeimen lässt. Insgesamt ein sehr trauriges, aber auch sehr schönes Buch. Ich finde den Schreibstil und die Sprache von Caroline Wahl toll und empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter ⭐
Einfach nur schön
Ein wirklich berührendes und wunderschönes Buch. Caroline Wahls Schreibstil begeistert mich immer wieder – so einfühlsam, lebendig und fesselnd, dass man jede Seite genießen möchte und extra langsam liest. Die Figuren, insbesondere Marianne und Knut, wirken so herzlich und liebevoll, dass man sich wünscht, solche Menschen im echten Leben zu kennen. Liebe alles an dem Buch ♥️ „Was mache ich hier eigentlich? Ich dachte, wenn ich weit weg bin, dann sind die Gedanken leiser. Aber sie sind laut, und sie tun weh.“ „Hier drinnen ist es mir zu laut, zu gefährlich, die Gedanken zerschneiden mein Inneres messerscharf zu ungleich großen Gulaschklumpen.“
Kraftvoll und mitreissend. Highlight!
Nachdem mir 22 Bahnen schon sehr gut gefallen hat, dem Debüt von Caroline Wahl, hat mich Windstärke 17 noch mehr gepackt. Ich konnte das Buch nicht weglegen und habe es an einem Wochenende durchgesuchtet? Worum geht es? In diesem Buch steht Ida - die jüngere Schwester von Tilda, die wir aus 22 Bahnen kennen - im Mittelpunkt. Wir begleiten sie nach dem Tod von Andrea, der alkoholkranken Mutter, auf die Insel Rügen. Hier lernt sie Knut, Marianne und Leif kennen und lieben. Sehr eindrucksvoll beschreibt Caroline Wahl den psychischen Zustand von Ida, ihre Zerissenheit, Ängste und dem Aufkeimen von Zuneigung und Liebe. Wir leiden mit Ida und freuen uns über jeden ihrer Fortschritte bei der Verarbeitungtraumatischer Erlebnisse. Ich habe das Buch sehr, sehr gerne gelesen und bewundere die Autorin für dieses Wucht auf knapp 250 Seiten.
„Und dann höre ich nur noch das Meer.“
Nach einem schweren Schicksalsschlag sucht Ida am Bahnhof einen Zug, der sie weit weg von ihrem Wohnort bringt. Sie landet auf Rügen und lernt dort Knut kennen. Ihm hilft sie in seiner Kneipe aus und begegnet seiner Frau Marianne. Die beiden nehmen Ida auf und kümmern sich liebevoll um sie. Der Schreibstil ist wieder eindrucksvoll: empathisch, schonungslos ehrlich und einfach außergewöhnlich. Man erlebt alle Gefühle mit Ida. Trotz der schwierigen Themen, die behandelt werden, gibt es Hoffnung und Leichtigkeit. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin und hoffe, vielleicht auch mal wieder etwas von Tilda und Ida zu hören.

"Sie hält mich ganz fest, und ich begreife, dass sie mich zum ersten Mal umarmt. Ich schmiege mich in die Umarmung und lasse auch den anderen Müll in mir raus, Frage mich, ob meine Tränen auch violett sind." (S. 181)
Ein herzzereißendes, trauriges und emotionales Buch. Habe die ein oder andere Träne verdrückt... In dem zweiten Buch von Caroline Wahl geht es um Ida, die kleine Schwester von Tilda, die nach dem Tod ihrer Mutter nicht weiß, was sie machen soll. Überstürzt steigt sie in die Bahn und landet in Rügen in die Arme von Knut und Marianne, die sie liebevoll aufnehmen. Und dann ist da auch Leif... Ich hätte mir gerne eine Trigger Warnung gewünscht, da ich heulend im Pausenraum saß, als vor dem dritten Teil ein Plottwist kam ... Gehe aufgrund der Spoiler Gefahr nicht näher drauf ein, aber wer schwer mit schwerwiegenden Erkrankungen klarkommt, sollte auf sich aufpassen. ❤️ Dennoch literarisch ein Meisterwerk. Klare Empfehlung! 🌊❤️🏄🏊🌅🌪️ "Während ich dem weißen Land Rover nachschaue, wird es quasi dunkel, und ich garantiere für nichts, wenn Leif sich auch noch in eine Wolke verwandelt. Denn Leif hat das Zeug dazu, eine richtig dunkle, Unheil bringende Gewitterwolke zu werden. Das würde ich nicht aushalten. Dann Wolkenbruch. Leif könnte bestimmt eine Sturmflut auslösen, die alles mit sich reißt." (S. 219)
Ganz nett
Joar mehr leider auch nicht. Die Grundprämisse des Buchs gefällt mir, der Story an sich auch. Es werden schwere Themen behandelt, die mich sonst eigentlich sehr ansprechen und berühren. Jedoch haben sie mich leider nicht einmal berührt und ohne das bleibt leider nicht viel. Ihr Schreibstil, der im ersten Buch noch neu und aufregend war, war jetzt teilweise etwas anstrengend und repetitiv. Er hat mich leider ab und zu raus gerissen. Ich finde es etwas schade, da so eine Art Buch eigentlich genau meins ist und bin um so trauriger, dass es leider nichts in mir ausgelöst hat.
Der zweite Band der Reihe (oder der Fortsetzungsroman) überrascht mit noch mehr Tiefe und emotionaler Ehrlichkeit. Das Setting auf Rügen ist dabei nicht nur atmosphärisch und wunderschön beschrieben, sondern auch sinnbildlich für Idas inneren Zustand – rau, unübersichtlich und doch voller unerwarteter Schönheit. Die neu eingeführten Charaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte ein, wirken lebendig und nahbar, ohne in Klischees zu verfallen. Besonders Knut und Marianne bringen mit ihrer Wärme und Unkonventionalität ein Gegengewicht zu Idas innerem Chaos. Was Windstärke 17 so besonders macht, ist die leise, unaufgeregte Art, mit der große Themen wie Trauer, Schuld, Einsamkeit und die Suche nach einem Neuanfang erzählt werden. Fazit: Ein stilles, kraftvolles Buch, das zeigt, wie man sich inmitten eines Sturms langsam wieder zusammensetzen kann. Und selten gelingt es einem Folgeband, sich selbst zu übertreffen – Windstärke 17 schafft genau das.

Ein sehr schönes aber emotionales Buch. Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr poetisch aber auch sehr ausführlich beschrieben, ob das Alltagssituationen waren wie Kaffee trinken oder aber auch besondere und prägende Momente. Sie hat auch die Natur und die Momente am Meer so schln und bildhaft beschrieben dass mi h die Geschichte total abgeholt hat. Die Protagonistin fand ich sehr gut beschrieben, und man konnte so richtig mit ihr mitfühlen, und ihre Entwicklung fand ich im Laufe der Geschichte auch schön, wenn sie auch manchmal etwas chaotisch gewirkt hat. Und Leif fand ich als Protagonisten auch sehr vielschichtig und hat Ida sehr gut ergänzt, da beider Vergangenheit nicht einfach und sehr emotional war. Die Autorin kann Emotionen gut in die Geschichte einbringen, was es zu einem Leseerlebnis macht, auch wenn die Wendungen nicht sehr überraschend sind. Wer Lust hat auf ein emotionales Buch über Verlust, und Familie hat dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Teil 2, Geschichte der jüngeren Tochter nach dem Tod der alkoholkranken Mutter. Der Roman zeigt auf beeindruckende Weise, wie falsch der Ausdruck Trauerarbeit ist, in diesem wie in den meisten Fällen würde man die Phase nach dem Verlust eines geliebten Menschen besser als Trauerkrankheit bezeichnen. Lesenswert
Der erste Teil heißt "22 Bahnen"
Ok, ich gebe zu, ich war skeptisch, ob Ida es schaffen würde, mein Herz genauso zu erobern wie Tilda und was soll ich sagen, sie hat es definitiv geschafft. Auf eine andere, ihre eigene und ganz besondere Art, hat sie mich verzaubert. Sie hat mich nach dem Tod ihrer Mutter mit auf die Insel Rügen genommen. Eine Insel, die ich selbst sehr liebe und die mir Ida noch näher gebracht hat. Der Wind der Insel, der mir deutlich ihre innere Zerrissenheit gespiegelt hat. Ich habe beobachtet, wie Ida sich mit dem Kneipenbesitzer Knut und seiner Frau Marianne befreundet und wie sich Leif langsam und zart in ihr Leben schleicht. Wie Ida durch die neuen Freundschaften leichter zu ihrem Inneren in Kontakt kommt. Wie sie ganz viel Wut in sich trägt und versucht, diese Wut „wegzuschwimmen“, aber auch erkenne ich Trauer, Einsamkeit, Schuld, Selbstzweifel und Verzweiflung, die in dieser Wut verborgen ist. Idas Geschichte ist irgendwie anders als Tildas und doch hat sie Ähnlichkeit zu „22 Bahnen“. Der Ton ist gleich und doch finde ich ihn hier ein wenig melancholischer. Diese Fortsetzung ist auf jeden Fall sehr gelungen und ich kann sie nur weiterempfehlen. S.91 „Und jetzt ist nichts mehr von ihr da außer ihrer Asche und den traurigen Erinnerungen an sie. Manchmal wünschte ich, ich würde an Gott oder ans Walhalla oder an irgendeinen anderen Mist glauben, damit da nicht nichts außer ihrer Asche ist, aber das ist ja auch keine Lösung.“ S.139 „Und ich hasse mich für diese Wut, aber ich kann nichts dagegen tun, mein Kopf brüllt, es gibt einfach Menschen wie Mama und mich, und die sind scheiße und kaputt, brüllt er.“ S.141 „Vielleicht liegt es daran, dass ich mich die ganze Zeit frage, was der denkt, vor allem wenn er abwesend zu sein scheint und sein Blick ins Leere driftet. Vielleicht weil ich hauptsächlich damit beschäftigt bin, ihn zu beobachten, weil er schön ist. Oder vielleicht weil er meine Abgründe gesehen hat und trotzdem mit mir auf der Bank sitzt und Fischbrötchen isst.“ S.202 „Ich weiß nicht, was ich machen soll. Rausgehen, rennen, schwimmen. Hier drinnen ist es mir zu laut, zu gefährlich, die Gedanken zerschneiden mein Inneres messerscharf zu ungleich großen Gulaschklumpen.“
Ich hätte noch ewig weiter lesen können…
Windstärke 17“ ist eines dieser Bücher, bei denen man sich wünscht, sie wären doppelt so lang – nicht, weil sie unvollständig wirken, sondern weil man einfach nicht möchte, dass es endet. Die Sprache, die Charaktere, die Stimmung – alles zieht einen so sehr hinein, dass man am liebsten noch ewig weiterlesen würde. Wie auch schon bei 22 Bahnen schafft es Caroline Wahl mit wenigen Worten sehr viel zu erzählen. Die Geschichte ist feinfühlig, intensiv und durchzogen von einer leisen Melancholie. Die Charaktere sind echt und nahbar, so dass man mit ihnen fühlt, zweifelt und hofft. Besonders das letzte Kapitel verlangt einem einiges ab. Aber genau das macht es aus. Fazit: „Windstärke 17“ ist ein Buch mit großem Sog. Ein Buch, das man am liebsten gar nicht aus der Hand geben möchte. Wer „22 Bahnen“ mochte, wird von Idas Geschichte mindestens genauso gepackt werden. Eine klare Empfehlung von mir.
Emotional, rasant, lesenswert.
Ich fand den zweiten Teil tatsächlich besser als 22 Bahnen. Die Geschichte hat mich direkt wieder abgeholt, und ich war schnell drin. Leider hat mich das Ende ein bisschen enttäuscht – es wirkte, als hätte Carolin Wahl plötzlich kürzen müssen, alles ging auf einmal total schnell und irgendwie zu glatt. Trotzdem: Der Stil ist wieder richtig gut, sehr fein beobachtet und echt geschrieben. Ich freu mich auf jeden Fall auf weitere Bücher von ihr!
Ach Ida🥹💗 Wie oft hätte ich sie am liebsten in den Arm genommen...
Der Schreibstil ist wie in 22 Bahnen anders aber ich mag das sehr gerne. Sehr flüssig, dadurch habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. In dem Buch geht es um Ida🫶🏻 Wie sie alleine mit ihrer Mutter aufwächst , nachdem Tilda nach Berlin zieht. Es geht um ihre Gefühle, Gedanken, das Leben das weiter gehen muss. Es geht um Wut, Verzweiflung, einen Neuanfang, um sich wieder selbst zu finden. Ich konnte ihre Gedanken, ihr Gedankenkarussell so oft nachvollziehen...💭 Schade das auch hier das Buch so abrupt endet. Ich hätte gerne gewusst, wie es mit Ida weiter geht. Wie es um Marianne steht aber auch wie sich die Beziehung zwischen Ida und Leif entwickelt. Außerdem hätte ich gerne mehr über Leif erfahren. Er trägt ja auch ziemlich viel Ballast mit sich herum.
Emotional, aufwühlend und stürmisch.
Der Roman spielt ca. 10 Jahre nach „22 Bahnen“ und ist dieses Mal aus Idas Sicht geschrieben, die man im ersten Band als kleine Schwester der Protagonistin Tilda kennengelernt hat. Das Setting war wieder schön gewählt, da das Meer und die ungestümen Ostseestürme Idas Emotionen eindrucksvoll unterstreichen konnten. Wie schon im ersten Band lässt das Ende die Leser mit vielen ungeklärten Fragen zurück. Es hat sich ein wenig so angefühlt, als würde die Autorin möglichst viele schwierige Themen abhandeln wollen, was ihr dann manchmal mit der fehlenden Tiefe bei den Charakteren und Beziehungen nicht so recht gelungen ist. 100 Seiten mehr und sie wäre den Themen auch gerecht geworden. Die Art, wie Caroline Wahl ihre Geschichten erzählt, ist nämlich ansonsten wunderbar geeignet, auch etwas schwerere Kost anzugehen. Mein ganz persönliches Highlight waren Knut und Marianne. Auch wenn nie ganz erklärt wird, warum sie eine fremde Frau bei sich aufnehmen, strahlen die beiden eine stille Wärme und Geborgenheit aus, die auch bei mir als Leserin angekommen ist. Ein dritter Band aus ihrer Perspektive wäre großartig.

Ich mag die Sprache und die Erzählweise von Caroline Wahl sehr. Man sollte 22 Bahnen unbedingt vorher gelesen haben, um die Protagonistin bis ins Letzte verstehen zu können. Der Vergleich zwischen dem Kind Ida und der erwachsenen Ida hat mich sehr berührt. Ob es einen weiteren Teil über die Ida, die ihren Weg gefunden hat, geben wird?
Och bin positiv überrascht
Dieses Schätzchen habe ich als Rezi-Exemplar von Netgalley zur Verfügung gestellt bekommen und dachte ganz unvoreingenommen, da hören wir mal rein 👍 Was n Glück🫶 Ich bin positiv überrascht, ich habe beim Tiktok Award erst mit bekommen, dass dies hier nicht von der Caroline Wahl ist,von der man denkt,dass sie es ist😅 das hat mich dann neugierig gemacht. Dann die Entdeckung bei Netgalley🥳👍 Ich mag das Hörbuch sehr gern. Die Geschichte ist ziemlich deep zum Teil🫶 ich werde 22 Bahnen definitiv auch noch hören👍
Fortsetzung von "22 Bahnen" und doch ganz anders
Gegen das Buch habe ich mich so lange gewehrt, da ich "22 Bahnen" echt schwierig fand. Jetzt wollte ich aber doch gerne wissen, wie es mit den beiden Schwestern weitergeht. Zu Beginn der Geschichte sind einige Jahre nach dem Auszug der großen Schwester vergangen und Ida muss mit dem Tod der Mutter fertig werden. Sie kündigt die Wohnung und will eigentlich nach Hamburg fahren, wo Tilda und Viktor nun eine eigene Wohnung samt ihrer Zwillinge bewohnen. Spontan landet Ida aber auf Rügen und lernt das ältere Ehepaar Knut und Marianne kennen, die ihr einen Job, eine Unterkunft und elterliche Ersatz-Zuneigung zukommen lassen. Und dann ist da auch noch ein gewisser Leif, der Idas Herz zum Schmelzen bringt... Trotz einiger Ungereimtheiten (warum z.B. baut sich Tilda ein eigenes Leben auf, schafft eine Professur plus Kindererziehung, überlässt Ida aber als 11-jährige sich selbst bei der alkoholkranken und vernachlässigenden Mutter?) fand ich den Roman sehr gut. Ida ist wirklich ein Baby, aber man kann es dem Charakter abnehmen. Sie ist traumatisiert und musste vieles alleine durchstehen. * Achung, Spoiler* Die Mutter hat sich immer weiter nach unten gesoffen, mit ihrem Suizid gedroht und diesen letztendlich auch herbeigeführt. Ida hat die Mutter schließlich tot aufgefunden. Wie soll man solche Bilder aus dem Kopf bekommen, ohne daran zu zerbrechen? Es ist kein Wunder, dass sie in kindliche Muster flüchtet und selbstzerstörerische Tendenzen aufzeigt. In mir hat hat sie den Instinkt geweckt, sie bemuttern und beschützen zu wollen. Die Trauer, das empfundene Schuldgefühl und die aus der Überforderung resultierende Wut hat Caroline Wahl wirklich gut umgesetzt. Der klare und kraftvolle Sprachstil wirkt authentisch und passt zu der Geschichte. Auch Rügen und Hamburg als Setting waren genau mein Ding, so dass ich "Windstärke 17" viel besser als "22 Bahnen" fand! Ida trauert um die Mutter, aber auch um die versäumte Kindheit. Dennoch möchte sie es nicht anders haben und nimmt ihr Schicksal an. Trotz des Zorns, der seelischen Krise und der Probleme sich Menschen zu öffnen ist sie reflektiert und bei sich. Etwas irritierend fand ich das ältere Ehepaar, das freigiebig Tisch und Bett teilt. Marianne scheint wie ein Pendant zu Idas leiblicher Mutter. Auch sie ist schwer krank und triggert Idas Verlustängste. Dann die Lebensrettungsszene, wo Ida bei Sturm in die Ostsee geht und Leif auf dem Surfbrett auftaucht und sie zusammen um ihr Keben kämpfen ...für mich wirkte das leider etwas zu konstruiert und wenig subtil. Tilda mochte ich immernoch nicht. Vielleicht musste sie egoistisch sein, um sich aus der toxischen Familiengeschichte zu befreien und alle Kraft für ihre eigene Familie zu investieren. Deshalb hat Ida meine Sympathien und ich verzeihe dem Roman die Schwächen. Gut fand ich, dass die Romanfiguren, auch die Mutter, keine Stereotypen sind. Aber besonders Ida hat mich mit ihrer Verletzlichkeit, ihrem Kampfgeist und ihrem Bemühen, wieder Halt im Leben zu finden, überzeugt. Sie will keine externe Hilfe annehmen und wehrt sich gegen Tildas Bemühungen, sie in eine Klinik einzuweisen. Sie ist es gewohnt alleine zu kämpfen. Das kann einen nur traurig machen, macht sie aber als Charakter nahbar, obwohl sie sich alle Mühe gibt, unnahbar zu sein. Leider hatte der Roman etwas von einem Schulaufsatz. Für mich zu bemüht und such nicht authentisch.
„Ich will zu Tilda, aber ich kann nicht. Ich will allein sein, aber ich will nicht allein sein. Und ich weiß nicht, was dieser Scheißselbstmasochismus soll.“
(Fortsetzung von 22 Bahnen): Windstärke 17 handelt um die Windstärke 17, die Ida in sich spürt nach dem Tod ihrer Mutter, für den sie sich eine Teilschuld gibt, zusammengemischt mit dem Leben und dem Gefühl immer Verlassen zu werden. Ida flieht nach Rügen und wird von einem älteren Ehepaar aufgenommen. Schafft sie es aus ihrem Trott heraus um die Windstärken in sich zu bekämpfen? Dieses Buch ist ein Brett an Gefühlen jeglicher Art. Vor allem aber an Schmerz. Den Schmerz, den Ida durch das Erlebte spürt, den lässt die Autorin den Leser aber sehr deutlich mitspüren. Es ist ein unfassbar schönes Buch über den Wandel des Lebens und um das Gefühl wieder anzukommen ohne einen richtigen Plan zu haben. Es hat mir zwar mein Herz zerrissen aber war gleichzeitig wunderschön. Eine wirklich gelungene Fortsetzung. Ich fand jedoch, dass das Ende ziemlich überraschend kam. Irgendwie hätten auch noch mehr Seiten kommen können.. aber vielleicht ist das auch der Teaser auf einer weitere Fortsetzung?..
„Manchmal muss man einfach loslaufen, ohne zu wissen, wohin.“ 🛤️🌪️
„Windstärke 17“ von Caroline Wahl hat mich tief berührt! 🌪️💙 Ida’s Geschichte hat mich sogar noch mehr mitgenommen als die von Tilda. Ihre Gedanken und Emotionen waren so stark und echt, man spürt, wie besonders und kompliziert ihre Beziehung zur Mutter war. 💔 Ihr Ausbruch aus der Situation und die Zeit auf Rügen waren gleichzeitig beruhigend und traurig, einfach wunderschön erzählt. 🏝️🌧️ Auch die Nebenfiguren wie Leif, Marianne und Knut waren echte Herzensmenschen ❤️✨ Ich hab alle sofort ins Herz geschlossen! Ein intensives, ehrliches und wunderschönes Hörbuch, das lange noch im Gedächtnis bleibt 🎧🌊

Ich habe eigentlich meine Schwierigkeiten mit Fortsetzungen- aber Windstärke 17 hat mich voll vom Gegenteil überzeugt. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon nach 22Bahnen der Überzeugung war, ich würde so gerne ein Buch über Ida lesen… Windstärke 17 schließt an 22 Bahnen an. Aber war für mich noch dichter. Wir lesen alles aus Idas Sicht, wobei der zeitliche Ablauf aber nach 22Bahnen liegt. Ich bin überzeugt, dass jeder der 22 Bahnen gemocht hat, auch Windstärke 17 gerne lesen wird. Themen: Tod, Verlust,Panikattacken, Angst, Krankheit, Liebe
Wie Menschen gezeichnet werden. Die Fortsetzung aus dem Leben von Ida
Mit Windstärke 17 setzt Caroline Wahl die Geschichte fort, die sie in 22 Bahnen begonnen hat. Dieses Mal steht Ida im Mittelpunkt – die Schwester von Tilda. Das Buch erzählt berührend, wie das Leben mit ihrer alkoholkranken Mutter sie geprägt hat und welchen Einfluss das auf ihre Beziehung zu Tilda hatte. Doch es bleibt nicht bei der Vergangenheit: Nach einem schweren Schicksalsschlag muss Ida sich einer weiteren Herausforderung stellen, die ihr Leben erneut auf den Kopf stellt. Ein intensiver, tief bewegender Roman über Familie, Verlust und die Kraft, weiterzumachen.
Berührend, ergreifend und aufwühlend
Nachdem ich 22 Bahnen zwar mochte, aber nicht ganz warm damit werden konnte, hat mich dieses Buch dann sehr überrascht und komplett abgeholt. Vielleicht liegt es daran, dass ich Teil 1 gelesen und diesen als Hörbuch gehört habe. Die Sprecherin war toll und total passend für den doch sehr besonderen Schreibstil, der mir vorgelesen dann nochmal besser gefallen hat. Ida ist eine so widersprüchliche Protagonistin, die man zeitweise schütteln und dann wieder in den Arm nehmen möchte. Und insbesondere die Nebencharaktere haben mein Herz erwärmt. Ein Buch, das nachhallt und gleichzeitig leise sowie laut ist, ruhig und stürmisch - wie das Meer.
Die Fortsetzung von "22 Bahnen" Schön erzählte und Hoffnung machende Geschichte
Ida verlässt Hals über Kopf ihr Zuhause nachdem sich ihre alkoholkranke Mutter umgebracht hat und landet mittellos und verzweifelt auf Rügen. Mit viel Glück findet sie neue Menschen, die sie aufnehmen, eine neue Heimat, eine neue Familie und eine neue Liebe.
Lesenswert!!
Auch Windstärke 17 ist ein absolutes Highlight. Der zweite Band - nach 22 Bahnen - hat mir auch sehr gefallen. Es geht darin um Ida, die kleine Schwester von Tilda, der Protagonistin in 22 Bahnen. lda hat nichts bei sich außer dem alten, verschrammten Hartschalenkoffer ihrer Mutter, ein paar Lieblingsklamotten und ihrem MacBook, als sie ihr Zuhause verlässt. Am Bahnhof sucht sie sich den Zug aus, der am weitesten wegfährt und landet auf Rügen. Ohne Plan, nur mit einem großen Klumpen aus Wut, Trauer und Schuld im Bauch, streift sie über die Ostseeinsel. Und trifft schließlich auf Knut, den örtlichen Kneipenbesitzer, und seine Frau Marianne, die lda kurzerhand bei sich aufnehmen. Und sie lernt Leif kennen, der ähnlich versehrt ist wie sie. Auf einmal ist alles ein bisschen leichter, erträglicher in ldas Leben. Bis ihre Welt kurz darauf wieder aus den Angeln gehoben wird. Der Schreibstil ist einfach nur toll und das Buch lässt sich so schön lesen. Definitiv eine Leseempfehlung!!
Ein gutes Wiedersehen – mit etwas mehr Abstand 🌊
Windstärke 17 war für mich eine gute Fortsetzung – aber 22 Bahnen hat mich damals einfach direkter abgeholt. Tilda war mir als Figur näher als Ida, deshalb hat mich diese Geschichte emotional nicht ganz so mitgerissen. Trotzdem mochte ich die Stimmung auf Rügen sehr und Knut und Marianne haben das Buch für mich mitgetragen. Der Schreibstil ist wieder typisch Caroline Wahl: ehrlich, leichtfüßig, ohne belanglos zu sein. Nicht ganz so eindrücklich wie Band 1, aber definitiv lesenswert.

























































