Vom Ende der Einsamkeit

Vom Ende der Einsamkeit

Softcover
4.44893
VerlustIdentitätGlückProust, Marcel

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Description

Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
368
Price
15.50 €

Author Description

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein neuester Roman ›Hard Land‹ wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Benedict Wells lebt in Zürich.

Characteristics

39 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
84%
20%
7%
3%
52%
52%
72%
83%
31%
69%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
70%
81%
82%
80%

Pace

Fast16%
Slow13%
Moderate50%
Variable21%

Writing Style

Simple54%
Complex3%
Moderate44%
Bildhaft (52%)Minimalistisch (18%)Poetisch (73%)Außergewöhnlich (27%)

Posts

704
All
5

Einfach großartig traurig

Das Buch hat mich tief berührt. Es wird auch ohne groß zu überlegen direkt zu meinen Lieblingsbüchern sortiert. Ich will auch gar nicht viel vorweg nehmen, es geht um Familie, Liebe, Trauer, Gedanken rund um das Leben, Einsamkeit, Entscheidungen usw. Es wird ganz toll geschrieben, voller Details, schlauen Gedanken und großen Gefühlen. Ich brauchte ein paar Seiten um rein zu kommen, aber dann war es sogar so gut, dass ich weinen musste. Ganz große Literatur. Die Bücher von Benedict Wells schaffen es jetzt alle auf meine Wunschliste. Lieblingszitate: „Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren. Manchmal gerecht, so dass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt. Ich zog dem Schicksal die Maske vom Gesicht und fand darunter nur den Zufall.“ „In meinem Innern ahnte ich, dass ich vom Weg abgekommen war. Das Problem war nur, dass ich nicht wusste, wann und wo. Ich wusste nicht mal mehr, von welchem Weg.“ „Es gab Dinge, die ich nicht sagen, sondern nur schreiben konnte. Denn wenn ich redete, dann dachte ich, und wenn ich schrieb, dann fühlte ich.“ „Nie den Mut gehabt, sie zu gewinnen, immer nur die Angst sie zu verlieren.“ „Wäre es wirklich besser, wenn es diese Welt überhaupt nicht gäbe? Stattdessen leben wir, wir schaffen Kunst, lieben, beobachten, leiden, freuen uns und lachen. Wir existieren alle auf millionenfach unterschiedliche Weisen, damit es kein Nichts gibt, und der Preis dafür ist nun mal der Tod.“ „Was, wenn es die Zeit nicht gibt? Wenn alles, was man erlebt, ewig ist und wenn nicht die Zeit an einem vorübergeht, sondern nur man selbst an dem Erlebten?“ „Früher wollte ich immer eine Romanfigur werden. Unsterblich sein und für immer in einem Buch leben, während mich jeder von außen lesen und beobachten kann.“

4.5

Traurig und spannend

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Die Stimmung ist durchgehend traurig und doch fand ich die kurzen lustigen und hoffnungsvollen Momente sehr aufmunternd. Ich fand das Buch etwas deprimierend und doch konnte ich es nicht weglegen. Die Charaktere und die Geschwisterdynamik fand ich sehr interessant!

5

Zum Mitfühlen.

Der Protagonist erinnert sich in Folge eines Motorradunfalls an sein vergangenes Leben samt all seinen Schicksalsschlägen. Dadurch, dass es um Erinnerungen geht, sind einige Erlebnisse nur fetzenartig erzählt, werden wieder aufgegriffen oder entspringen eher einem Gefühl von Erleben. Nur ein paar Mal sagt der Protagonist selbst, wie einsam er ist, aber was mich viel mehr mitgenommen hat, ist die Einsamkeit, die zwischen den Zeilen zu lesen ist. Lange habe ich beim Lesen eines Buches nicht mehr so geweint.

5

Emotionales Buch über drei Geschwister und den unterschiedlichen Umgang mit Verlust, Liebe und Einsamkeit

Ein berührendes Buch, das die Geschichte von Jules und seinen Geschwistern erzählt, die nach dem Verlust der Eltern jeder auf seine Weise mit den Herausforderungen des Lebens zu kämpfen haben. Das Buch setzt sich sehr intensiv mit den spannenden Fragen des Lebens auseinander, z.B. wie sehr man durch die eigene Kindheit geprägt ist und wie viel Einfluss man letztendlich selbst hat, diesen Prägungen zu entfliehen. Von mir eine absolute Empfehlung. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die behandelten Themen eine gewisse Schwere haben und es sich nicht unbedingt um einen „Feel-Good-Roman“ handelt, sondern um eine sensible (Liebes-) Geschichte mit viel Gefühl einer tollen Sprache und tiefgründigen Charakteren. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

5

✨️ Einzelband ✨️

Das war mein erster Roman von Benedict Wells und bestimmt nicht der letzte ☝🏻. Ich lese eher selten zeitgenössische Literatur. Dies war für mich ein Meisterwerk 🤯. Obwohl der Schreibstil recht nüchtern wirkt, hat es viele Emotionen in mir hoch gerufen 😅😓😍🤔. Bereits das erste Kapitel wirkte hart für mich 🥺. Ich fand den Aufbau des Romans super. Es gab keine klassischen Kapitel. Es wurde in Zeitabschnitte unterteilt 👌🏼. Es ging um Jules und seine Geschwister. Sie erleben in jungen Jahren einen harten Schicksalsschlag und gehen unterschiedlich mit der Situation um. "Wie wir früher gezwungen waren, uns mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen, und völlig unterschiedlich darauf reagierten." Es war super spannend, wie sich alles entwickelt, wie sich der Zusammenhalt langsam auflöst und jeder in eine Art der Einsamkeit verfällt und nur schwer oder gar nicht hinauskommt 🥺. Trotzallem finden Sie alle immer wieder zueinander 🫂. Auch dieser Lovestory war irgendwie mega schön, zugleich frustrierend und am Ende einfach tragisch. Ich habe Rotz und Wasser geheult beim lesen 😪😪. Das Ende konnte mich jedoch wieder gut aufbauen 🤗. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen 🫶🏼

5

Großes, großes Highlight und neues Lieblingsbuch. Dieses Buch hat mich auf eine Weise berührt, die ich mit Worten nicht wirklich beschreiben kann. Die Tiefe und die Verletzlichkeit der Charaktere haben mich förmlich eingesogen und lassen mich auch jetzt noch nicht ganz los. Ich bin dankbar, dass ich Jules und seine Geschwister kennenlernen und über so viele Jahre begleiten durfte. Für mich definitiv ein Buch, nach dem ich auch in Zukunft immer wieder greifen werde.

4

Für mich kein Buch, das man nebenbei liest. Die Stimmung ist ruhig, melancholisch und oft einfach nur bedrückend. Beim Lesen hat sich etwas in mir immer wieder zusammengezogen und ich musste es oft beiseite legen. Das Thema Familie fand ich besonders eindringlich. Wie viel unausgesprochen bleibt, wie tief alte Verletzungen wirken und wie schwer es ist, damit umzugehen. Erinnerungen spielen eine zentrale Rolle. Sie können Halt geben, aber auch zur Last werden. Ein Satz, der das für mich gut trifft: „Die Erinnerung ist kein Speicher, sie ist ein Ort.“ Es hallt nach, liegt schwer im Magen, aber zeigt einem auch einen Weg.

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5

Wie kann eine Story so tragisch und doch so schön sein?? 😭😢Der Titel passt so gut zum Inhalt!! Absolute Empfehlung! Aber ist wirklich schwere Kost!

5

Es gibt sie doch noch: Bücher, die nicht klischeehaft und vorhersehbar, sondern einfühlsam und niveauvoll auch, aber nicht nur, die Entwicklung von zwischenmenschlichen Beziehungen beschreiben und dabei fesseln und für die eine oder andere Gänsehaut ind mehr sorgen. Nach einigen langweiligen, teils katastrophalen, "Liebesromanen" bin ich erleichtert und erfreut. Sehr dankbar wäre ich für passende Leseempfehlungen von Euch.

5

Jahres- und Lebenshighlight!

Mich hat die Geschichte so unfassbar berührt. Ich konnte alle Emotionen nachfühlen und habe tatsächlich hin und wieder mehrere Tränen vergossen. Ich finde, das Buch sollte man definitiv im Leben gelesen haben und gehört zu den Klassikern! Ein richtiges Lebenshighlight für mich!

3

Emotional mit einer schwierigen Geschwister Dynamik 😅

Eigene Meinung Zugegeben: Ich habe mich ein wenig vor diesem Buch gedrückt. Ob das die richtige Entscheidung war – oder ob ich mir nun doch wünsche, es früher gelesen zu haben – erfahrt ihr wie immer in dieser Rezension. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Jules – dem jüngsten von drei Geschwistern –, dessen Welt bis zu einem bestimmten Ereignis nahezu perfekt war. Benedict Wells bringt die Emotionen und Handlungen der Kinder, später Jugendlichen und schließlich Erwachsenen sehr authentisch rüber. Vom Ende der Einsamkeit zielt dabei nicht auf Spannung, sondern auf Trauerbewältigung – und vielleicht auch ein Stück weit auf die Frage: “Was wäre, wenn?” Gleichzeitig geht es um Selbstverwirklichung, Erfahrungen, die man macht oder machen muss. Das Buch ist in neun Kapitel unterteilt und begleitet Jules durch den Großteil seines Lebens. Dabei kommt es an manchen Stellen zu kleinen Längen. Manchmal hatte ich das Gefühl, nicht recht voranzukommen – weil sich auch Jules gerne verliert: in Gedanken, in Beziehungen, in seiner Trauer, in Erinnerungen. Immer wieder im Zentrum stehen auch seine Schwester Liz und sein Bruder Marty. Die Geschwisterdynamik empfand ich dabei teilweise als befremdlich und schwierig. Liz ist oft das schwarze Schaf, Marty eher der große Unbekannte – und Jules? Jules hängt irgendwie dazwischen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das sogenannte „Nullsummenspiel“, das von der Figur Alva erwähnt wird. Die Idee, dass man das Hoffen irgendwann leid ist, weil die eigene Vergangenheit so viele negative Erfahrungen bereithielt, hat mich stark berührt. Jules, der Protagonist, ist zugleich Erzähler – und damit das emotionale Zentrum dieses Buches. Ich begleite ihn vom Kind bis ins Erwachsenenalter. Werde Zeugin seiner Schicksalsschläge, inneren Konflikte, Entscheidungen. Er wirkte auf mich stets unruhig – ein Mensch, der nie ganz zur Ruhe kommt und sich sofort wieder eine neue Aufgabe sucht, wenn doch. Seine Geschwister bleiben dagegen weniger tief beleuchtet. Zwar erfährt man einiges über Liz und Marty, doch vor allem Jules scheint im Zentrum aller Ereignisse zu stehen. Seine Kritik an den beiden fällt dabei mal laut, mal still aus. Manchmal hatte ich das Gefühl, als sei er in Gedanken der Einzige, der wirklich „leidet“, während seine Geschwister wohl besser durchs Leben kommen – was nicht der Fall war. Vor allem gegenüber Liz wird viel Kritik laut – dabei habe ich sie persönlich fast besser verstanden als ihre Brüder. Mein abschließendes Fazit Ich verstehe, warum dieses Buch so viele Leser begeistert hat – und doch konnte es mich nicht auf ganzer Linie überzeugen. Es gab viele berührende, ehrliche und tiefgründige Momente. Die Geschichte ist stellenweise hart, aber dadurch auch sehr menschlich. Gleichzeitig hatte ich mit den Wiederholungen und den vielen emotionalen Stillständen zu kämpfen. Jules als Erzähler trägt das Buch – und obwohl ich ihn in seiner Zerrissenheit gut nachvollziehen konnte, fehlte mir manchmal die Balance im Blick auf seine Geschwister. Jeder von ihnen kämpft mit eigenen Dämonen – doch Liz und Marty werden oft kritisiert, während Jules noch vergleichsweise gut wegkommt. Ein emotionales, nachdenkliches Buch über Trauer, Einsamkeit und das Erwachsenwerden. Stark geschrieben – aber mit Luft nach oben in der erzählerischen Dynamik.

Emotional mit einer schwierigen Geschwister Dynamik 😅
5

"Vom Ende der Einsamkeit” ist ein tiefgründiger Roman, der sich mit den Themen Verlust, Einsamkeit und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben auseinandersetzt. Der Kern des Romans liegt in der Erkundung, wie Menschen unterschiedlich mit traumatischen Erlebnissen umgehen und wie diese Erlebnisse ihre Persönlichkeiten und Lebenswege prägen. Der Schreibstil ist gewohnt herausragend. Es ist ein Buch, das das Herz berührt.

4.5

Poetisch, berührend, tiefgründig

Benedict Wells’ Vom Ende der Einsamkeit ist ein Meisterwerk, das einen auf emotionaler Ebene vollkommen erreicht. Die Geschichte geht so tief unter die Haut, dass ich an mehreren Stellen weinen musste – selten hat ein Buch mein Herz so berührt. Wells schafft es, die Abgründe und Höhen menschlicher Beziehungen mit einer so feinen Sprache zu schildern, dass man jedes Gefühl der Charaktere intensiv miterlebt. Die Figuren wachsen einem im Laufe der Geschichte ans Herz, und ihre Entwicklungen sind so realistisch wie eindringlich. Besonders beeindruckend ist, wie er große Themen wie Verlust, Liebe und Identität mit einer solchen Eleganz und Tiefe behandelt. Dieses Buch ist nicht nur eine Geschichte, sondern ein Erlebnis, das nachhallt.

5

Wow!

Dieses Buch hat ganz viel in mir ausgelöst. Ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Der Schreibstil ist perfekt, nicht zu überdramatisiert. Ich glaube so viele Emotionen hatte ich noch nie beim Lesen. Ich habe nach jedem Kapitel noch lange darüber nachgedacht. Eine absolute Empfehlung!

5

Hat mir das Herz wieder & wieder gebrochen, aber es war so schön!

4

Alles in einem ein sehr, sehr schönes Buch über die Konflikte und Schicksale des einzelnen. Die Ereignisse, die einen das ganze Leben prägen, formen und begleiten und wie man lernt mit ihnen umzugehen und wie Perspektive das Leben beeinflusst. Zentral sind die Themen Einsamkeit, Verlust, Enttäuschungen, Realität und Angst. Alle werden immer wieder aufgefasst und in verschiedenen Erscheinung dargestellt . Ein sehr bewegender Roman Dennoch an manchen Stellen zu lang gefasst und Situation zu detailliert , die man hätte an anderen weiter ausführen können (z.B Entwicklung der Liebe mit Alva in der Schweiz).

4

Wieder mal eine Geschichte, die schön und gleichzeitig traurig ist!

4.5

Ein Roman, der nachdenklich macht

Ich hatte bislang viel gutes über den Roman gehört und muss das hier bestätigen. Wir begleiten Jules durch sein Leben, mit allen Schicksalsschlägen und Menschen, die ihn begleiten. Daher sieht man gleich bei mehreren Protagonist:innen eine interessante Charaterentwicklung. Das hat mir wirklich gefallen. Ich mochte den Schreibstil sehr, finde die Charaktere vielfältig und realistisch beschrieben und wollte einfach immer weiter lesen. Es ist keine unglaublich außergewöhnliche oder spannende Geschichte, aber sie ist total realistisch und regt an einigen Stellen zum Nachdenken über Ziele, Schicksale, Beziehungen und das Leben im Allgemeinen an.

5

Ein Roman der bleibt

Es fällt mir schwer etwas zu diesem Buch zu sagen. Es hat mich zu tiefst berührt und ich denke, es wird noch einige Zeit nachhallen und in mir arbeiten. Ein Coming-of-age-Roman voller Tragik und Schwere und so viel Gefühl! Ich habe beim Lesen die ganze Zeit so viel Mitleid gehabt, dass es mich wirklich bedrückt hat. Gleichzeitig war der Hauptprotagonist so liebenswert und ehrlich, dass man ihn gern gekannt hätte. Ein paar Fragen sind leider offen geblieben: Von wem war jetzt die Leica? Wieso gab es nicht nochmal ein Gespräch mit den Lehners? Ein wirklich toller Schreibstil und so gut geführte Dialoge mit mehr als einem Hauch philosophischer Gedanken zum Leben und Tod.

5

Das Leben ist kein Nullsummenspiel, es schuldet einem nichts und die Dinge passieren wie sie passieren. Manchmal gerecht, sodass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt. Ich zog dem Schicksal die Maske vom Gesicht und fand darunter nur den Zufall.

Eine scheinbar ruhige Familiengeschichte, die einen vor allem zum Ende hin melancholisch, nachdenklich und auch etwas traurig werden lässt. Benedict Wells schreibt unglaublich berührend und schafft es, Geschichten und Figuren mit wenigen Worten zum Leben zu erwecken. Wer einen actionreichen Roman mit vielen Wendungen sucht, wird hier nicht glücklich werden, ansonsten kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Auch als Hörbuch wundervoll und genau richtig vorgetragen!

3

Ein nettes Leseerlebnis - wie ein Gespräch, das zwar interessant, aber nicht wirklich ergreifend ist.

Hm, für mich war das Buch entgegen vieler positiven Beiträgen nur ok. Dabei beginnt „Vom Ende der Einsamkeit" wirklich vielversprechend und hat mich anfangs noch in den Bann gezogen. Die Geschichte startet mit einer Melancholie, die sofort spürbar ist, und man fühlt sich wie ein stiller Begleiter der Charaktere, die sich inmitten von Schicksalsschlägen und Verlusten wiederfinden. Anfangs war ich tatsächlich noch ergriffen von der Tiefe und der Authentizität, doch leider verlor mich das Buch im Verlauf immer mehr... Besonders die Charaktere blieben mir mit der Zeit irgendwie fern. Trotz der tragischen Erfahrungen, die sie durchleben, konnte ich im Verlauf der Geschichte einfach keine wirkliche Nähe zu ihnen aufbauen. Ihre Konflikte schienen an mir abzuperlen, statt mich mit ihnen zu verbinden. Stellenweise war ich sogar von Charakteren wie Alva genervt. Ihr Umgang mit ihren Mitmenschen haben mich nicht nur einmal mit den Augen rollen lassen. Um auch was positives hervorzuheben: gut gelungen fand ich die Darstellung der verschiedenen Facetten von Einsamkeit – sei es durch familiäre Entfremdung, emotionale Abschottung, krankheitsbedingte soziale Isolation oder persönliche Traumata. Jeder Charakter kämpft mit der eigenen Art der Einsamkeit und geht anders damit um. Das Buch ist ein solides Werk, das jedoch trotz seiner Emotionalität hinter seinen Ansprüchen zurückbleibt. Es ist ein Buch, das für einen Moment fesselt, aber im Nachhinein keine nachhaltige Wirkung bei mir hinterlässt - wirklich sehr schade.

5

Hab die letzten 50 Seiten geheult wie ein Baby

Das ganze Buch ist sehr schön geschrieben und es gibt ein paar wirklich schöne philosophische Gedanken, die man auf sein eigenes Leben übertragen kann. Seine ganzen rhetorischen Skills und Tragik packt Wells allerdings ins Ende. Für mich lässt es sich nicht in Worte fassen, wie tief mich diese letzen Kapitel getroffen haben…

5

Was, wenn es die Zeit nicht gibt, wenn alles, was man erlebt, ewig ist und wenn nicht die Zeit an einem vorüber geht, sondern nur man selbst an dem Erlebten.

4

Im Zentrum steht Jules, der nach dem plötzlichen Tod seiner Eltern gemeinsam mit seinen Geschwistern in ein Internat geschickt wird. Was folgt, ist ein Leben zwischen Verlust, innerer Leere und der Suche nach einem Platz in der Welt. Jules wächst mit einem Gefühl der Einsamkeit auf. Erst später begegnet er wieder der einen Person, die sein Innerstes kennt: Alva. Doch auch sie trägt einen eigenen Rucksack aus Schmerz, Sehnsucht und schweren Entscheidungen. „Vom Ende der Einsamkeit“ ist kein Roman über spektakuläre Ereignisse. Es ist ein Roman über das, was uns prägt: Kindheit, Verlust, Schuld, Liebe, Erinnerungen; über das, was wir mitnehmen und das, was wir zurücklassen. Und manchmal auch darüber, dass wir nicht „ganz“ sein müssen, um aufrichtig lieben zu können. Ein stiller, kraftvoller Roman. Kein Buch, das einen konstant festhält, aber eines, das bleibt. Am Anfang weckte er meine Neugier, zwischendurch ließ er mich mal los, dann wieder berührte er mich so ein leises Hin und Her. Benedict schreibt ganz schlicht und trifft dennoch an manchen Stellen mitten ins Herz. Sein Ton ist warm, aber nie kitschig. Seine Figuren tragen keine Masken. Am Ende zeigt dieser Roman, dass selbst nach Verlust und schweren Zeiten das Leben weitergeht, nicht immer leicht, aber getragen von Familie, Freundschaft und den eigenen Kindern. Gerade dieser stille Zusammenhalt, der neue Kraft schenkt, als einer allein nicht mehr kann, verleiht der Geschichte etwas schönes.

Post image
2.5

Für viele ist das ein ganz besonderes Buch, für mich war das leider nur mittelmäßig. Es hat ein paar gute Botschaften und Themen, aber es konnte mich trotzdem nicht so richtig packen. Ich fand keine Bindung zu den Protagonisten und die Stimmung war mir zu melancholisch. Doch ich fand es interessant genug, um es zu Ende zu lesen.

5

Ein stilles Meisterwerk

Selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses. Schon ab der ersten Seite liegt ein stilles Unbehagen in der Stimmung, das erahnen lässt, wie tief die Geschichte geht. Benedict W. schreibt über Geschwister, Verlust, Erinnerungen und das eigene Werden. Mit einer Feinfühligkeit, die unter die Haut geht. Die Sprache ist klar, die Themen groß, aber nie überladen.

Ein stilles Meisterwerk
4

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, der Schreibstil ist total schön und die Protagonisten genau richtig.

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5

Nullsummenspiel

Starker Roman, tiefe Geschichte, Gefühle, die man nicht nicht mitfühlen kann. Ich mochte, dass sich Teile der Geschichte immer wieder aufeinander bezogen haben und sogar beschrieben wurde, wie etwas gesagt wurde. Große Empfehlung, kommt auf den Stapel meiner Lieblingsbücher.

4

Eins der Bücher, die man in seinem Leben mal gelesen haben muss

Ich hab google mal gefragt, welche Bücher man mal gelesen haben muss... Und 'Vom Ende der Einsamkeit 'stand mit auf der Liste... durch Zufall hatte es meine Bibliothek mal da,weil es tatsächlich ständig ausgeliehen ist😅 Es hat für mich den selben Vibe gehabt, wie 'Ein wenig Leben' Wir lernen hier Jules und seine Geschwister kennen, aber hauptsächlich Jules... Das Buch ist in Zeitabschnitte unterteilt und in allen passiert etwas maßgebliches... Ich mochte es im großen und ganzen,aber es ist halt keine reine Unterhaltungslektüre sondern etwas mit Tiefgang. Am Ende ist es alles zusammen nehmend einfach ein gutes Buch

5

Anfang war langweilig, aber danach soooo schön!

4.5

Erst hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch, aber es hat mich hinterrücks gepackt und mich völlig eingenommen.. Was eine Lebensgeschichte, Liebesgeschichte und eine Geschichte über Geschwister.. wieviel Mist kann ein Mensch ertragen?? Wie gehen Kinder mit Verlust um?? Allein das die drei Geschwister so unterschiedlich waren und doch immer tiefe Verbundenheit zu spüren war.. Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden ❤️❤️ Unendlich traurig und unfair, aber doch auch eine Ode an die Liebe 🥰

5

So schön und traurig, richtig poetisch teilweise. Liebe die Geschichte, die Figuren, die Erzählweise! Einfach tolli.

4.5

Zu diesem berührend melancholischen Meisterwerk ist eigentlich schon alles gesagt. "Die Einsamkeit in uns können wir nur gemeinsam überwinden."

4.5

Eine unscheinbare Geschichte mit viel Gefühl zwischen den Zeilen

Die Geschichte wirkte anfangs sehr alltäglich, melancholisch und nicht besonders spektakulär. Doch die Kraft der Gefühle zwischen den Zeilen war unglaublich und hat mich immer weiterlesen lassen. In diesem Roman geht es um Verluste, um das Verlieren und Wiederfinden, um Abschiede und darum, wie man trotzdem weitermacht. Dieses Buch braucht etwas Zeit, um seine ganze Kraft zu zeigen, doch gegen Ende entfaltet es seine unglaubliche Wirkung. Erst da habe ich gemerkt, wie tief mich diese Geschichte wirklich berührt. Als mir die Tränen kamen, wurde mir bewusst, wie leise und gleichzeitig tief diese Zeilen wirken. Einige Stellen musste ich mir unbedingt festhalten: „Du allein trägst die Verantwortung für dich und dein Leben. Und wenn du nur tust, was du immer getan hast, wirst du auch nur bekommen, was du immer bekommen hast.“ „Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren.“ „Das Gegengift zu Einsamkeit ist nicht das wahllose Zusammensein mit irgendwelchen Leuten. Das Gegengift zu Einsamkeit ist Geborgenheit.“ Eine unscheinbare Geschichte, aber ein echter Gefühlsroman. Ich kann dieses Buch mit gutem Gefühl weiterempfehlen.

5

Lieblingsbuch.

Ich weiß, gar nicht was ich zu dieser bewegenden Geschichte groß sagen kann. Dafür kann man nicht stark genug im Ei sein. Ich war es zumindest nicht, aber habe mich von Jules (&Alva &Liz &Marty) dafür sehr verstanden gefühlt.

4

Ein ruhiges und berührendes Buch. Hat mir gut gefallen. Stellenweise auch sehr traurig, da es um den Verlust von geliebten Menschen geht.

4

„Vom Ende der Einsamkeit“ ist ein Buch, wie ich es noch nie gelesen habe, anders, aber gerade deshalb so besonders. Benedict Wells erzählt die Geschichte von Jules und seinen Geschwistern, die eine glückliche Kindheit erleben, bis der plötzliche Tod ihrer Eltern alles verändert. Der Verlust reißt sie auseinander und jeder von ihnen geht seinen eigenen, oft schmerzhaften Weg, um mit dem Leben und der Trauer zurechtzukommen. Es geht um so viele grundlegende Themen wie Verlust, Trauer, Verlorenheit, Liebe, das Erwachsenwerden, aber auch um Zusammenhalt und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, trotz aller Widrigkeiten, die das Leben bereithält. Benedict Wells erzählt das alles mit einer besonderen Feinfühligkeit, die tief berührt. Ein Buch, das anders ist, leise und kraftvoll zugleich. Es hinterlässt das Gefühl, etwas Außergewöhnliches gelesen zu haben.

„Vom Ende der Einsamkeit“ ist ein Buch, wie ich es noch nie gelesen habe, anders, aber gerade deshalb so besonders. Benedict Wells erzählt die Geschichte von Jules und seinen Geschwistern, die eine glückliche Kindheit erleben, bis der plötzliche Tod ihrer Eltern alles verändert. Der Verlust reißt sie auseinander und jeder von ihnen geht seinen eigenen, oft schmerzhaften Weg, um mit dem Leben und der Trauer zurechtzukommen.
Es geht um so viele grundlegende Themen wie Verlust, Trauer, Verlorenheit, Liebe, das Erwachsenwerden, aber auch um Zusammenhalt und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, trotz aller Widrigkeiten, die das Leben bereithält. Benedict Wells erzählt das alles mit einer besonderen Feinfühligkeit, die tief berührt.
Ein Buch, das anders ist, leise und kraftvoll zugleich. Es hinterlässt das Gefühl, etwas Außergewöhnliches gelesen zu haben.
4.5

»Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren. Manchmal gerecht, so dass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt. Ich zog dem Schicksal die Maske vom Gesicht und fand darunter nur den Zufall«

————— Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: A Reason to Fight — Disturbed In einem Wort: beständig Inhaltliches: »›Hast du dich nie gefragt, was aus dir geworden wäre, wenn deine Schwester damals nicht verschwunden wäre? Du wärst doch jetzt bestimmt anders‹ / ›Ja, sicher sogar‹ / ›Die [wichtige] Frage [jedoch] ist, was wäre nicht anders? Was wäre das Unveränderliche an dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, [ganz] egal, welchen Verlauf es genommen hätte. Gibt es Dinge in einem, die alles überstehen?‹ / ›Und?‹« (S.275) Und? Jules Lebensgeschichte, zu Beginn die einer unbeschwerten Kindheit: »Kaffeeduft am Morgen. Sonnenstrahlen auf dem gefliesten Boden des Salons. Zartes Scheppern aus der Küche, wenn [seine] Geschwister das Besteck für das Frühstück holten. [Sein] Vater in seine Zeitung vertieft, [seine] Mutter Pläne für den Tag schmiedend« (S.18), verwandelt sich schlagartig in eine tragische, als das Schicksal sich einmischte und den Jungen zur Waise machte: »Wie ein sich ausbreitender Riss nahmen [seine] Ängste zu. [Er] begann, sich vor dem Dunkeln zu fürchten, vor dem Tod, vor der Ewigkeit. […] Und dann traf [er] Alva« (S.55): »Kupferrote Haare und […] Hornbrille. Ein auf den ersten Blick anmutiges, schüchternes Landkind, das die Einträge an der Tafel mit verschiedenen Buntstiften in seine Hefte eintrug« (S.56). Ist das nicht der Stoff, aus dem Träume gemacht sind? Persönliches: Komm mit mir auf eine große Achterbahnfahrt. Lass uns ganz unten im Tal beginnen, wo sich der lebhafte Junge in einen scheuen verwandelt, lass uns gemeinsam vom Weg abkommen, während seiner aufrührerischen Jugendjahre, lass uns fliegen und fallen, wenn er um die Liebe kämpft und sich zurückzieht in sein Schneckenhaus, lass uns gemeinsam hungern, wenn er vom Suchen und Finden erzählt, vom Loslassen und Festhalten, denn seine Seele ist eine, die Dinge nicht »sagen, sondern nur schreiben« kann (S.233), lass uns den Karren wieder zusammenschrauben, wenn er vom Weg abkommt und gemeinsam hoffen auf sein Happy-End, auf die Begleichung des Nullsummenspiels, auf das Ende der Einsamkeit. — Hast du dich nie gefragt, was aus dir geworden wäre, wenn deine Schwester damals nicht verschwunden wäre? Du wärst doch jetzt bestimmt anders? Die wichtige Frage ist, was wäre jedoch nicht anders? Was wäre das Unveränderliche an dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, egal, welchen Verlauf es genommen hätte. Gibt es Dinge in einem, die alles überstehen? Und? — Ähnliche Leseerfahrungen: A Little Life (Hanya Yanagihara), Der Distelfink (Donna Tartt), Die Wahrheit über das Lügen (Benedict Wells)

»Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren. Manchmal gerecht, so dass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt. Ich zog dem Schicksal die Maske vom Gesicht und fand darunter nur den Zufall«
4.5

Bei diesem Buch sind definitiv Tränen geflossen. Das Ende hat mich tief getroffen und emotional mitgenommen. Besonders, weil ich selbst Kinder habe. 💔 Es gibt ein paar Stellen, gerade am Anfang, durch die man sich erst mal „durchkämpfen“ muss, aber es lohnt sich absolut dranzubleiben. Sobald man richtig drin ist, lässt es einen nicht mehr los. Es ist eines dieser Bücher, das einen noch lange beschäftigt und zum Nachdenken anregt und vielleicht sogar die eigene Sicht aufs Leben ein Stück weit verändert…

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4.5

Leise, aber unvergesslich

Selten hat mich ein Buch so nachdenklich zurückgelassen. Benedict Wells erzählt von Verlust, verpassten Chancen und der Suche nach einem erfüllten Leben – und das in einer Sprache, die unaufgeregt, fast nüchtern wirkt, aber genau deshalb umso tiefer geht. Kein reißerischer Plot, kein künstliches Drama, sondern ehrliche, harte Themen, die sich langsam entfalten und doch nicht loslassen. Ein stilles, aber eindringliches Meisterwerk, das lange nachhallt. 4,5 Sterne.

Leise, aber unvergesslich
4

Gutes Buch

Einprägsame Charaktere. Manche Kapitel haben sich gezogen. Das letzte Viertel des Buches war wunderschön und traurig.

4.5

Berührend.

Eine Geschichte zwischen freudvollen Momenten, schmerzhaften Schicksalsschlägen und dem Versuch das Beste aus dem Leben herauszuholen, was einem gegeben wurde. Ich glaube viele Menschen können sich in diesem Buch wiederfinden. Die Frage wie das Leben verlaufen wäre, wenn man andere Entscheidungen getroffen hätte oder bestimmte Ereignisse nicht passiert wären, zieht sich durch das Buch. Eine Frage die mich auch oft begleitet. Letztendlich hängen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft doch eng miteinander zusammen. Ich konnte viel Trost in folgendem Zitat finden: „Gott will, dass wir lernen, selbst für uns zu sorgen. Er gibt uns nicht den Fisch und erhört alle unsere Gebete, aber er hört uns zu und beobachtet, wie wir hier unten selbst mit allem fertig werden, mit Krankheit, Ungerechtigkeit, Tod und Leid. Das Leben ist dazu da, das Fischen zu lernen.“ Auch wenn der Glaube aus dem Text ausgeklammert wird, steckt viel Wahrheit dahinter: Das Leben ist ein langer Prozess des Lernens und die Fähigkeit für sich selbst sorgen zu können, kann uns dabei maßgeblich unterstützen ein erfülltes Leben zu führen.

5

Genau so ein Buch wie dieses habe ich vor ein paar Tagen gebraucht. Ich hatte es beim Besuch der heimischen Buchhandlung im Hinterkopf und ich habe gehofft dass es da ist. War es und es hat mich gefunden und mir genau das gegeben, was ich mir erhofft habe. Große Buchliebe ❤❤❤

Das Lesejahr 2025 war – das kann ich jetzt Mitte November sagen – von vielen Ups and Downs geprägt. Ich hatte große Highlights, tolle Leserunden aber relativ viele Wochen, die ich eher als frustrierend empfunden habe. Auch im Frühsommer hatte ich so eine Phase, und um da wieder rauszukommen, brauchte ich eine ganz bestimmte Art von Buch, was ich auf meinem SUB nicht wirklich vermutet habe. Ich suchte nach einem Wohlfühlbuch mit Tiefgang, ohne dass die Geschichte mich zerstört zurücklässt und mit Figuren, denen ich nah sein konnte. Und genau das hat mir Benedict Wells mit „Vom Ende der Einsamkeit“ geschenkt. Die Kindheit von Jules und seinen Geschwistern war lange Zeit sehr glücklich bis zu dem Tag, als die Eltern beim einem Autounfall ums Leben kommen. Die Kinder kommen in ein Internat und verlieren nicht nur ihre Eltern, sondern ihr Zuhause und alles, was ihnen vertraut ist. Es war mitunter nur schwer auszuhalten, den Kindern beim Erwachsenwerden zuzuschauen, wie sie mit dem Verlust der Eltern umzugehen versuchen, wie sie Entscheidungen treffen und Fehler machen, weil ihnen die Geborgenheit des familiären Zuhauses und elterliche Ratgeber und Vorbilder fehlen, wie sie sich untereinander aber auch sich selbst verlieren, das geht wirklich an die Nieren. Aber neben den vielen schweren Momenten, die wir hier miterleben müssen, haben wir auch lichte Momente und selbst die Liebesgeschichte, die wir miterleben dürfen, die aber nicht tim Fokus steht, hat mir sehr gut gefallen. Ich war so gerne bei den Geschwistern und habe ihre Entwicklung zu Erwachsenen aber eben auch die Entwicklung dieser Liebesgeschichte so gerne mitverfolgt, auch wenn es oft sehr weh getan hat. Benedict Wells hat einen ruhigen Erzählstil, den ich als wunderbar warm, unaufgeregt aber tiefgehend empfunden habe. Ich liebe es, wie der Autor Musikstücke oder Songs in seine Geschichten einwebt. Musik kann einer Geschichte so viel Fundament bieten und verstärkt so oft die Grundstimmung eines Buches, vor allem wenn die Stücke oder Songs so gut und treffsicher ausgewählt sind. Das hat er nicht nur in diesem Buch grandios gut gemacht. „Vom Ende der Einsamkeit“ war ein Buch, das ich gesucht und gebraucht habe, ein Wohlfühlbuch mit Tiefgang, das berührt. Und da ich den Autoren bereits mit „Hard Land“ kennen und hiermit liebengelernt habe, bin ich nun sehr froh, dass ich noch einige weitere Geschichten von ihm für mich entdecken kann. Große Buchliebe ❤❤❤

4.5

Eine Geschichte über das Leben, das Glück und die leisen Entscheidungen

“Vom Ende der Einsamkeit” ist ein Buch, das sich ganz leise, aber tief in einen hineinschreibt. Es ist eine Geschichte über das Leben – über das Glück, über Verluste, über Pech und vor allem über Entscheidungen, die alles verändern können. Die Stimmung im Buch ist durchweg melancholisch, manchmal grau und schwer, ohne jemals zu erdrücken. Obwohl die Geschichte selten Raum für Leichtigkeit oder Lachen lässt – ich erinnere mich kaum an Momente, in denen ich schmunzeln musste –, erinnere ich mich dafür sehr genau an die Stellen, bei denen mir Tränen über das Gesicht liefen. Der Schreibstil ist besonders: Es gibt nur wenige klassische Dialoge, dafür viele Gedanken, Beobachtungen und Erinnerungen, die einen oft glauben lassen, man sei selbst Jules, der Protagonist. Diese Nähe zu ihm lässt einen vieles verstehen und mitfühlen – nicht immer auf die leichte, aber auf eine ehrliche Weise. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Struktur des Buches: Die vielen Abschnitte machen das Lesen angenehm flüssig, auch wenn die Thematik tief geht. Es fühlt sich nie sperrig an, sondern eher wie ein innerer Monolog, dem man gerne folgt – auch wenn er wehtut. Ein Buch, das nicht laut sein muss, um lange nachzuhallen. Keine einfache Lektüre, aber eine sehr besondere. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das nächste Benedict Wells Buch.

Eine Geschichte über das Leben, das Glück und die leisen Entscheidungen
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Vom Ertragen und zueinander finden Würde man notieren, was dem Protagonisten rein faktisch entlang seines Lebens widerfährt, könnte man berechtigterweise fragen: Wie viel kann ein einzelner Mensch ertragen? Tatsächlich sollte man sich aus meiner Sicht zum richtigen Zeitpunkt dieser Lektüre annehmen. Die Zeit sollte reif dafür sein, sich mit Fragen von Verlust, Trauer, Beziehungsbrüchen und Urängsten zu beschäftigen. Belohnt wird man dafür mit einzigartigen Zitaten und dem Zauber der Wiederannäherung und Fügung. Und Hoffnung. Eine gewisse Distanz zu den Figuren (Jules Kinder ausgenommen) ist für mich bis zuletzt geblieben. Und ich versuche immer noch, eine Erklärung dafür zu finden. Und frage mich, ob das auch so gewesen wäre, wenn ich das Buch nicht mit der Last der Hype-Erwartungshaltung gelesen hätte. Nichtsdestominder handelt es sich um eine sehr bereichernde Lektüre.

5

Gefühle und Gedanken werden angeregt - Taschentücher parat halten !

Ich habe bei dem Buch mit gefühlt und mitgedacht. Es gibt so viele wunderschönen Stellen und Zitate, ich habe fast auf jeder Seite was markiert. Immer wieder habe ich das Buch zugemacht und einfach nachgedacht über die jeweiligen Themen oder Gedankengänge. Die Geschichte an sich ist sehr emotional. Man lernst die Charaktere gut kenn und verfolgt hauptsächlich den Hauptdarsteller Jules sein halbes Leben lang. Es war interessant zu sehen wie sich Jules entwickelt, durch was er gehen muss und was am Ende aus ihm wird.

 Gefühle und Gedanken werden angeregt - Taschentücher parat halten !
4.5

Ein Buch für Introvertierte

Die Eindrücke sind noch ganz frisch - ich bin habe das Buch gerade weggelegt. Ich mochte einige Aspekte der Handlung nicht wirklich, aber dieses Gefühl das man hat, wenn man spät abends mit einem Freund bei einem Gläschen Wein über sein Innerstes und das Leben philosophiert hatte ich an sehr vielen Stellen. Als introvertierter und smalltalk-hassender Mensch hat mir das Buch trotz der traurigen Handlung ein wohliges Gefühl von Geborgenheit bereitet. Einen halben Stern Abzug gibt es, weil Themen wie Suizid zu positiv dargestellt wurden.

4.5

»Es ist… Wir sind von der Geburt an auf der Titanic. […] Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. […]«

Ein sehr trauriges und tiefgründiges Buch, wurde mir gesagt. Eins, bei dem ich sicherlich die ein oder andere Träne vergießen muss. Als ich es dann endlich angefangen habe, wusste ich sofort nach den ersten 50 bis 100 Seiten, dieses Buch ist gut geschrieben, das schon, aber weinen werde ich nicht. Warum? Nun dafür war mir die Sprache zu trocken. Manchmal hatte ich das Gefühl, der Protagonist erzählt uns, was in seiner Kindheit und Jugend alles (schreckliche) geschehen ist ohne es zu fühlen. Es gab Stellen, da wollte ich tiefer in die Gedanken und Gefühle des Protagonisten eintauchen. Ich wollte Jules Schmerz fühlen, so sehr, dass es sich anfühlt, ich wäre er und hätte sein erlebtes selbst erlebt. Und ich weiß, dass Sprache und Literatur genau dieses Gefühl schaffen können. Aber wie gesagt, das war hier nicht der Fall - bis sich das gewandelt hat. Den Schreibstil mochte ich von Anfang an, Benedict Wells kann mit Worten umgehen, das habe ich ab der ersten Seite nicht bezweifelt und auch die Handlung an sich sprach mich sehr an. Was sich letztendlich aber (für mich) verändert hat war dann doch die Tiefgründigkeit. Allein weil die Geschichte traurig ist, war es durchgehend emotional, keine Frage, aber wirklich in der Sprache gefühlt, habe ich das erst nach 100 bis 200 Seiten. Das sollte man nicht falsch verstehen, denn ich mochte auch die ersten 200 Seiten sehr gerne, nur hat mir eben eine gewisse Tiefe gefehlt. Überraschend fand ich die vielen Gedankengänge, die angeregt wurden. Sie haben mich nachdenklich gemacht, waren interessant, aufmunternd und inspirierend. Inspirierend fand ich aber nicht nur die Gedankengänge, sondern das gesamte Buch. Diesen Punkt genauer zu erklären, fällt mir schwer, aber auf eine ganz besondere und eigene Art ist dieses Buch pure Inspiration. Auch wenn es sehr emotional und traurig ist, wenn viel schreckliches passiert, gibt dieses Buch einem irgendwie Mut und Hoffnung. Dann sind da noch die Figuren. Alle anders und doch so gleich. Alle leiden und trauern, gehen mit dieser Trauer aber unterschiedlich um. Dennoch ist jede dieser Arten mit den Verlusten umzugehen nachvollziehbar. Wir lesen zwar ausschließlich aus der Perspektive von Jules, aber trotzdem haben alle Figuren ihre eigene Geschichte, zugegeben so wie in allen anderen Büchern auch, nur dass bei diesem, die Betonung auf die Nebenfiguren tiefer ging. Mich interessieren die Gefühle und Gedanken von nahezu allen Figuren. Wenn Benedict Wells sich dazu entscheiden sollte, genau die gleiche Geschichte nochmal zu schreiben, diesmal aber aus der Perspektive einer anderen Figur, würde ich das Buch, obwohl ich Anfang und Ende bereits kenne, definitiv lesen. Ich hab die Sprache in diesem Buch zu Beginn viel zu schlecht dargestellt, denn unabhängig von der Tiefe, die mir eventuell ab und zu gefehlt hat, war diese Geschichte sprachlich wunderschön und so einzigartig geschrieben. Benedict Wells arbeitet mit so vielen Symbolen und hat einen unglaublich besonderen Schreibstil, dass man am liebsten nach beenden des Buches sofort sein eigenes beginnen möchte. Und dann ist es doch passiert - ich habe geweint. Ich habs gehasst und doch geliebt. Es hat wehgetan und hat gleichzeitig doch so gut getan. Es war traurig und doch so schön. Meine liebsten Zitate 💌 »[…] und für einen Moment war es wie früher, nur dass zwei Menschen fehlten. Es war wie früher, nur dass nichts mehr wie früher war.« »Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind, dachte ich. Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« »Immer nur geträumt, nie wirklich wach gewesen. Sieh dich an, dachte ich, was sehnst du dich in Gesellschaft so oft danach, allein zu sein, wenn du das Alleinsein kaum noch aushältst?« »Ich war davon überzeugt, dass man sich zwingen konnte, kreativ zu sein, dass man an seiner Phantasie arbeiten konnte, aber nicht an seinem Willen. Das wahre Talent war der Wille.« »Ich mein, wenn man sein ganzes Leben in die falsche Richtung läuft, kann's dann trotzdem das Richtige sein?« »Du bist nicht schuld an deiner Kindheit und am Tod unserer Eltern. Aber du bist schuld daran, was diese Dinge mit dir machen. Du allein trägst die Verantwortung für dich und dein Leben. Und wenn du nur tust, was du immer getan hast, wirst du auch nur bekommen, was du immer bekommen hast.« »Doch es waren ohnehin nicht die Geschichten, die wichtig waren, es war der Blick in mein Innerstes. Es gab Dinge, die ich nicht sagen, sondern nur schreiben konnte. Denn wenn ich redete, dann dachte ich, und wenn ich schrieb, dann fühlte ich.« »‘Ich meine, hast du dich nie gefragt, was aus dir geworden wäre, wenn deine Schwester damals nicht verschwunden wäre? Du wärst jetzt doch bestimmt anders.‘ Sie dachte nach. ‚Ja sicher sogar.‘ ‚Die Frage ist, was wäre jedoch nicht anders? Was wäre das Unveränderliche in dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, egal, welchen Verlauf es genommen hätte. Gibt es Dinge in einem, die alles überstehen?‘« »Nun ja, man kommt auf die Welt und wird geprägt von seiner Umwelt, den Eltern, von Schicksalsschlägen, Bildung und zufälligen Erfahrungen. Irgendwann sagt man dann wie selbstverständlich: ›Ich bin so und so‹, meint damit aber nur seine Oberfläche, sein erstes Ich.« Sie setzte sich auf meinen Tisch. »Um sein wahres Ich zu finden, ist es notwendig, alles in Frage zu stellen, was man bei der Geburt vorgefunden hat. Manches davon auch zu verlieren, denn oft lernt man nur im Schmerz, was wirklich zu einem gehört... Es sind die Brüche, in denen man sich erkennt.« »Auf manche Dinge gibt es eben keine Antwort, das gehört dazu. Wir Menschen sind hier unten ganz auf uns allein gestellt. Was wäre das auch für eine Welt, in der jedes Gebet erhört werden würde und wir mit Sicherheit wüssten, dass es nach dem Tod weitergeht? Wozu bräuchten wir dann noch das Leben, wir wären doch schon längst im Paradies. Kennen Sie das Sprichwort: Gib einem Mann einen Fisch, und du ernährst ihn einen Tag, bringe ihm bei, wie man Fische fängt, und du ernährst ihn ein ganzes Leben? Und genau so funktioniert es hier. Gott will, dass wir lernen, selbst für uns zu sorgen. Er gibt uns nicht den Fisch und erhört alle unsere Gebete, aber er hört uns zu und beobachtet, wie wir hier unten selbst mit allem fertig werden, mit Krankheit, Ungerechtigkeit, Tod und Leid. Das Leben ist dazu da, das Fischen zu lernen.« »Mir ist natürlich klar, dass diese Phantasien kindisch sind. Und doch bin ich mir sicher, dass es in diesem Universum einen Ort geben muss, von dem aus betrachtet beide Welten gleich wahr sind. Die echte und die ausgedachte. Denn wenn alles vergessen und vorbei ist, wenn die Zeit in Milliarden Jahren alles entfernt hat und es keinen Beweis mehr für gar nichts gibt, dann spielt es keine Rolle, was die Wirklichkeit war. Dann sind die Geschichten, die ich mir in meinem Kopf ausgedacht habe, vielleicht genauso wirklich und unwirklich gewesen wie das, was die Menschen Realität genannt haben.« »Denn ich weiß, dass es falsch ist, sich so in sich selbst zurückzuziehen. Ich möchte dort sein, wo du auch bist und das ist die Wirklichkeit.«

»Es ist… Wir sind von der Geburt an auf der Titanic. […] Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. […]«
4

Ein gefühlvoller Roman der berührt - nicht durch Tiefe, sondern durch Nähe.

Ein Roman, der sich mühelos liest und emotional schnell erreicht – Vom Ende der Einsamkeit ist ein typischer „Page-Turner“: flüssig geschrieben, schnell durchgelesen, bewegend. Die Stärke des Buches liegt klar in seinen Themen: Verlust, Familie, Kindheit, Schmerz, Erwachsenwerden – also all das, was viele Menschen innerlich berührt und eigene Erinnerungen weckt. Benedict Wells schreibt klar und zugänglich. Manche Sätze sind schön und bleiben hängen, aber insgesamt bewegt sich die Sprache eher auf der schlichten Seite. Die Figuren wirken teilweise etwas eindimensional, und vieles folgt bekannten Mustern – dennoch entfaltet der Roman seine Wirkung, weil er an emotionalen Punkten ansetzt, die viele Menschen betreffen. Gerade für jüngere Leser und Leserinnen oder alle, die sich mit persönlichen Einschnitten und familiären Traumata auseinandersetzen, kann dieses Buch eine Hilfe zur Selbsthilfe sein. Es lädt zur Reflexion ein – nicht durch literarische Raffinesse, sondern durch ehrliches Erzählen. Für mich persönlich, bleibt Vom Ende der Einsamkeit sprachlich und literarisch eher unspektakulär – aber ich verstehe absolut, warum es vielen so viel bedeutet.

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