Blue Sisters
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Description
Drei ungleiche Schwestern, wo zuvor vier waren: Ein Jahr nach Nickys Unfalltod treffen sich Avery, Bonnie und Lucky in New York wieder, um den Verkauf ihres Elternhauses zu verhindern. Doch Nicky hat eine solche Lücke hinterlassen, dass die übrigen drei nacheinander völlig aus der Bahn geraten. Gelingt es ihnen, aus dem existenziellen Scherbenhaufen gemeinsam etwas Neues entstehen zu lassen?
Nach dem internationalen Bestseller CLEOPATRA UND FRANKENSTEIN legt Coco Mellors ihr zweites Buch vor, das ihrem Debüt an Warmherzigkeit, sprachlicher Brillanz und psychologischem Tiefgang in nichts nachsteht. Ein unvergessliches Schwesterngespann und ein einzigartiger Roman!
»Selten war ein einziges Buch so reich an großartigen Figuren und gleichzeitig an neuer, erschütternder, aber vor allem herzerwärmender Erkenntnis!« Johanna von Festenberg, Elle
Book Information
Author Description
Coco Mellors ist in London und New York aufgewachsen und hat an der New York University studiert, wo sie mit ihren MFA-Abschluss in »Fiction« erworben hat. Ihr erster Roman CLEOPATRA UND FRANKENSTEIN war ein SUNDAY TIMES-Bestseller und wurde in über 15 Sprachen übersetzt. Eine Verfilmung ist in Arbeit. Sie lebt mit ihrer Familie in New York.
Characteristics
12 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Was ein Verlust so anrichten kann…
In Blue Sisters geht es um 3, ehemals 4 Schwestern. Die eine Schwester verstirbt und 1 Jahr später erleben wir, wie die restlichen 3 das ganze verarbeiten. Es geht sehr in die Tiefe. Wir haben hier auch ganz präsent das Thema Sucht & Endometriose. Ich musste mich erstmal rein finden, da ich das Buch auf englisch gelesen habe. Mir fiel es auch erst schwer mich auf die Protagonisten einzulassen aber zum Ende hin war es doch nochmal emotional und sehr nahbar. Ich finde es sehr gut, dass die Erkrankung Endometriose thematisiert wurde und welche Folgen es haben kann. Die Erkrankung hat einfach mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft verdient, vor allem da so viele davon betroffen sind (Dunkelziffer wahrscheinlich höher).
Hat mir sehr gut gefallen und ich, als große Schwester, hab mich in vielen Situationen selbst wieder gefunden. Ich mochte das starke Band der Schwestern, auch wenn ihre Liebe zueinander auch einigen Schwierigkeiten ausgesetzt war. Auch die Trauerbewältigung kann ich tief nachvollziehen, vor allem am Ende des Buches, wenn Avery darüber spricht, wie sehr sie ihre Schwester Nicky vermisst und immer vermissen wird und dass nur noch das bleibt, das ewige Vermissen, ohne Erfüllung, ohne Wiedersehen ohne Antwort... (vgl S 328) Diese Stelle hat mich wohl am meisten bewegt und getroffen. Das Happy End fand ich sehr passend und schön beschrieben, aus Baby Nicoles Sicht.
"And yet from this surrender to reliance comes a capacity for individual resistance that's almost inhuman. Boxers are trained to be all fight, no flight." This book was swirling with emotions. The depictions of feeling and place were striking. Coco Mellors has the ability to make you feel like you are in a beautifully restored house in Hampstead, fuming with anger, in a crumbling cabin upstate NY confused and needing your mother or in a fancy atelier in Paris about to throw up. The writing was just gorgeous with meticulous attention to detail. The characters felt so real as if they could just walk off the page. Dialogues so believable you forget there’s a page between you and the characters talking. There's something so fascinating about family dynamics and especially sibling dynamics. Messy and raw characters working through their grief. It showed how your identity can be tied to those family dynamics and what happend if those dynamics change. It dealt with the complexity of addiction and the effects it has on the individual and those around them. Keep your Kleenex close! This book will bring out ugly tears.
Ihre Köpfe waren allesamt einander zugeneigt, als schreckten sie vor etwas zurück, was jenseits des Gemäldes lag. Damals waren sie vier wie eine kleine Ziegenherde, dachte Bonnie. Sie sah sich und die anderen vor sich, wie sie einen Weg durch das zerklüftete Gebirge ihrer Kindheit suchten, jene schroffe, unwirtliche Gegend; Avery und Bonnie die starken, wendigen Ziegen, die voranliefen, Nicky und Lucky, die flauschigen Zicklein, die hinterhertollten. "Gut, dass ihr einander habt," hatte die Künstlerin gesagt und sie mit ernster Miene betrachtet, während sie an dem Bild arbeitete. "Euren Schwestern gegenüber müsst ihr euch nie erklären." - Zitat, Seiten 140, 141 Nachdem die Schriftstellerin Coco Mellors mit ihrem Debüt "Cleopatra und Frankenstein" einen internationalen Bestseller vorgelegt hat, widmet sie sich in dem vorliegenden Roman der Geschichte der "Blue Sisters", vier Schwestern, von denen eine Schwester bereits verstorben ist, als wir in die Handlung einsteigen. Versprochen wird uns laut Klappentext eine warmherzige Geschichte, sprachlich brillant, und mit psychologischen Tiefgang. Aber kann der Roman die damit geweckten Erwartungen erfüllen? Ausgangspunkt der Geschichte ist die Nachricht der Mutter an ihre Töchter, dass die Eltern gedenken, in naher Zukunft die Wohnung ihrer verstorbenen Tochter Nicky in New York zu verkaufen und die Schwestern damit aufgefordert werden, sich mit dem Nachlass zu beschäftigen, denn die verwaiste Wohnung ist bisher unangetastet geblieben. Der tragische Todesfall der jungen Frau, der sich in dieser Wohnung ereignete, ist gerade mal ein Jahr her. Es ist also eine delikate Ausgangslage, die beim Lesen jede Menge Fragen aufwirft und auch für Spannung sorgt. Da zudem bereits in Kapitel 1 das starke Band der Schwesternschaft heraufbeschworen wurde, möchte man unbedingt diese Schwestern kennenlernen und sehen, wie sich die Dynamik zwischen ihnen entwickelt. Doch leider sind diese drei Protagonistinnen, die alle ein Liebessuchtproblem haben, sehr plakativ und irgendwie auch oberflächlich gestaltet. Da ist Avery, die taffe Anwältin und trockene Alkoholikerin, die mit ihrer Ehefrau in London lebt und im Begriff ist, ihre Ehe an die Wand zu fahren. Dann ist da Bonnie, die zurückgezogen in USA lebt, nachdem ihr geliebter Trainer bei ihrem letzten Boxkampf das Handtuch in den Ring geworfen hat. Zuletzt ist da noch die jüngste Schwester Lucky, die seit Jahren modelt und das Partygirl gibt, aber sehr wahrscheinlich auch ein Drogen- und Alkoholproblem hat. Ach, und natürlich sind alle drei einfach wunderschön und mit den Schatten einer traurigen Kindheit belegt. Man kann sich die Geschichte so gut als Popkornkino vorstellen mit all den filmreif geschilderten Szenen (inklusive Sex und Drama pur). Aber dieser eindeutig dopamingesteuerte Plot ist auf die Dauer für die Lesenden doch ziemlich ermüdend und nervig. Dieser Roman schafft weder ein Bewusstsein für die wirklich wichtigen Themen im Buch, weil er entweder nur an der Oberfläche bleibt oder Kalenderspruchweisheiten als Lösung anbietet; noch eine emotionale Verbindung zu diesen für die meisten doch sehr lebensfern gestalteten Figuren. FAZIT Schwesterngeschichten lese ich sonst so gerne, aber dieser Roman hat mich überhaupt nicht abgeholt. Die übertriebene, fast theatralische Gestaltung mancher Szenen hat mich tierisch genervt und das Ende fand ich super kitschig. Für eine leichte Unterhaltung wäre die Geschichte geeignet gewesen, aber der Roman will mehr sein - und scheitert dabei. Allerdings erfreut sich der Roman auch durchaus großer Beliebtheit. Daher ist das natürlich nur mein ganz subjektiver Eindruck. Und die Lektüre hat mich an ein Lied von Phil Collins erinnert: "When I'm feeling blue, all I have to do, is take a Look at you ..." Wer erkennt das Lied?
Suchtgefahr!!
Dieses Juwel habe ich unerwartet an 4 Tagen weggesuchtet-sowohl als Printausgabe, als auch als Hörbuch. Beides sehr zu empfehlen. Die Blue-Schwestern eint ein tief sitzender familiäre Schmerz, verschiedenste Suchtprobleme und die Sehnsucht und Hoffnung auf eine hellere Zukunft. Die Charaktere sind unglaublich vielschichtig und gut ausgearbeitet! Ich hab‘s geliebt!!
Als älteste von drei Schwestern kann ich sagen, dass mich das Buch sehr berührt hat. Ich konnte mich dementsprechend sehr gut mit Avery und ihren Gedanken identifizieren, da ich genauso alles für meine jüngeren Schwestern tun würde. Eine Schwester zu verlieren, kann ich mir garnicht vorstellen - das Buch hat dieses Leid, die Schuldgefühle und die Identitätskrise, die das bei den anderen ausgelöst hat sehr gut vermittelt. Ich konnte mit allen Charakteren sehr mitfühlen und auch die teilweise schwierigen und verwerflichen Handlungen irgendwie nachvollziehen - jede der Schwestern war stark auf ihre eigene Art und Weise. Es wurde nichts beschönigt, es war einfach realistisch.

In Blue Sisters lernen wir die drei Schwestern Lucky, Bonnie und Avery kennen. Bis vor Kurzem hatten sie noch eine 4. Schwester, Lucky, die verstorben ist. In jedem Kapitel erfährt man abwechselnd aus den Perspektiven der verbliebenen Schwestern, wie sie mit der Trauer umgehen, was ihren Alltag ausmacht, was sie erlebt haben und wie sie die Familiendynamik wahrnehmen. Insgesamt fand ich das thematisch super spannend und interessant. Die wechselnden Perspektiven haben mir super gefallen und dass ich so nach und nach mehr über jede Schwester (und auch über die verstorbene Nicky) erfahren hab. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, leider kann ich bei langen Kapiteln auch nicht so super aufmerksam lesen und brauche viel länger, muss öfter nochmal zurück. 🫠 zum Ende hin wurde es aber richtig richtig gut und auf der letzten Seite bin ich richtig emotional geworden!
Langweiliges Familiendrama🫣👎🏻
Mir war von Anfang an klar, dass dieses Buch kein Romance Buch oder sonst was ist. Ich wusste schon dass es sich um einen Roman über 4 Schwestern handelte und dachte, das es mir ja gefallen könnte… Falsch gedacht. Ich habe nichts gefühlt, rein gar nichts !! Weder Trauer, noch Freude, noch sonst irgendwas. Für mich war dieses Buch zäh und gähnend langweilig. Ab und zu gab es ein paar aufmunternde Worte und einige Stellen regten auch minimal zum Nachdenken an, aber ich kann nicht sagen das, dass Buch mich jetzt verändert hat oder das es etwas völlig neues ist. In diesem gesamten Buch ist rein gar nichts passiert und ich kann auch hier wieder die vielen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen. Ich hatte echt Probleme dran zu bleiben und habe mich durchgequält. Keine Empfehlung!
Intensiv
Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass das Buch nicht einfach werden würde. Wir lernen die vier Schwestern kennen, die mit dem Tod einer klarkommen müssen und erfahren nach Vorstellungskapiteln immer mehr aus dem Leben der Schwestern, ihr Fühlen und Denken, ihre Probleme und vor allem, wie sie versuchen, mit ihrem Verlust zurecht zu kommen. Während die eine Schwester ihre Passion im Boxsport gefunden hat, willensstark ist, hat die andere eine Modelkarriere in frühen Jahren begonnen - Alkohol und Drogen sind bei ihr Alltag. Liebe, die Frage nach Kindern, Betrug, das beschäftigt die nächste Schwester, während wir erfahren, wie es zum Tod der vierten Schwester gekommen ist. Alle vier hatten ihre Probleme und je mehr wir erfahren, umso mehr versteht man, wie schwer es ist, diesem Strudel zu entfliehen. Mellors beschreibt eine intensive Geschichte über eine dysfunktionale Familie, über Schwestern, die zwischen Kämpfen und sich selbst verlieren stehen, schafft es dabei aber auch immer mal wieder kleine amüsante Szenen einzubauen, hat es aber leider nicht geschafft, mich zu 100% emotional abzuholen - auch wenn ich bei ein paar Szenen heftig Schlucken musste. Ist das schlimm? Nein. Denn die Geschichte der vier Schwestern war für mich ein intensives Leseerlebnis mit nur wenigen Längen, wurde fantastisch erzählt und bietet gegen Ende sogar eine kleine Überraschung, die aber die Augen öffnet. Absolute Empfehlung, wenn man gerne mal bedrückende, intensive Dramen liest.

Da der Klappentext so nach interessanter Familiengeschichte klang, wollte ich diese gern kesen. Doch nach dem 1. Viertel habe ich abgebrochen, da kein Zugang zu Protagonistinnen und Schreibstil. Auch zur Grundstory hatte ich keine Verbindung aufbauen können und kein Interesse entwickelt. Die Protagonistinnen waren mir zu frend. Hab es erst mal weggekegt.
Zu hohe Erwartungen Als Schwestern in einer dysfunktionalen Familie aufzuwachsen, wo der Vater trank und die Mutter keine Mutter sein wollte, war für keines der vier Mädchen leicht gewesen und hatte sie geprägt und zusammengeschweißt. Dass jetzt eine von ihnen, nämlich Nicki so früh verstorben ist, nach einer Medikamentenüberdosis, hat die verbliebenen Schwestern völlig aus der Bahn geworfen. Wir lernen Avery, Bonnie und Lucky als erwachsene Frauen kennen, wie sie mit ihren Gefühlen und ihren eigenen Süchten kämpfen. Auch die Schuldfrage stellt sich jede von ihnen. Hätten sie das Unglück vielleicht verhindern können? Ein Jahr nach Nicki‘s Tod wollen die Eltern das Haus in New York, in dem sie alle aufgewachsen sind und in dem Nicki zuletzt gewohnt hatte verkaufen. Alte Wunden werden aufgerissen und die Schwestern sehen sich erneut von ihrer Trauer überwältigt. Coco Mellors gelingt die Darstellung der sehr unterschiedlichen Charaktere der Schwestern und ihrer Beziehungsgeflechte wirklich gut. Die Tonalität der Geschichte ist oft melancholisch aber nicht hoffnungslos. Ich bin etwas schwer in den Roman hineingekommen. Mal wieder ausführlich über Drogen- und Alkoholmissbrauch zu lesen hat mich zunächst etwas genervt ehrlich gesagt und es hat gedauert mit den Schwestern warmzuwerden. Es wurde dann aber besser und spätestens zur Hälfte des Buches war ich dann doch gefesselt von der Geschichte, weil sich die Charaktere auch weiterentwickelt haben und sie mir langsam sympathischer wurden. Das Ende war mir ein bisschen zu weichgespült für all das, was zuvor passiert ist. Nun ja, da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Viele werden dieses versöhnliche Ende sicherlich auch feiern. Das Hörbuch wurde toll eingesprochen von Jodie Ahlborn. Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Allerdings konnte sie die hohen Erwartungen die ich hatte nicht vollständig erfüllen. 3,5 Sterne
Ein Buch voller Schwesternliebe
Und allem, was bei Geschwistern eben noch mit dazu gehört. Neid, Wut, Freude, Sorge. Davon gibt es bei den drei Blue Schwestern nach dem Tod der vierten mehr als genug. Jeder kämpft anders mit den Abgründen, die sich nach dem Tod von Nicky auftun und sind auch ein Jahr nach dem Verlust kurz davor, von der Trauer in den Abgrund gerissen zu werden. Obwohl die drei Schwestern unglaublich klischeehafte Berufe belegen, hab ich mich ihnen doch verbinden gefühlt, tief in ihre Psyche geblickt und mitgelitten. Besonders Bonnie hat’s mir richtig angetan. Das war emotional, fesselnd, vielschichtig und für mich als Schwester besonders bei der zwischenmenschlichen Beziehung der Schwestern untereinander absolut nachvollziehbar. Tolles Buch, bin wirklich durch die Seiten geflogen!
ruhig, bezaubernd, still und doch gewaltig
Ich habe mich jeden Tag gefreut weiter in diesem Buch lesen zu dürfen. Jetzt ist es zu Ende und das macht mich traurig. Eine tolle Geschichte über Familie, aber auch über das Überleben als Mensch. Man erkennt sich irgendwo, irgendwie wieder in jeder der Schwestern, auf die ein oder andere Weise. Es trägt einen sacht und ruhig, aber es macht gewaltig was mit dir. Ein tolles Buch!
Aus 4 wurden 3
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Nicky müssen die Blue Sisters sich an ihre neue Lebensrealität gewöhnen. Wo es vorher immer 4 Perspektiven gab, existieren nun nur noch 3 – ein Bruch in der Symmetrie ihrer Beziehungen, mit welchem sie nur schwer zurechtkommen. Auch ein Jahr nach dem schrecklichen Ereignis nicht. Wir begleiten Avery, Bonnie und Lucky und gewinnen einen Einblick in ihr Leben und ihre Gefühlswelten - jede geprägt von ihren eigenen Problemen. Wir werden konfrontiert mit Gewalt und Drogenmissbrauch, exzessiven Partys und psychischen Problemen, aber auch mit divergenten Gefühlen und der überwiegenden Trägheit der Trauer, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat. Dabei beschreibt Mellors ihre Protagonistinnen so detailliert und voller Feingefühl, dass die Schwestern mit jeder weiteren Zeile zum Leben erwachen. Ein wundervoll melancholisches Buch über die einzigartige Verbindung von Geschwistern – auch über den Tod hinaus.

Blue Sisters – intensiv, schonungslos, bewegend
Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Drei Schwestern, die durch die gemeinsame Trauer verbunden sind und sich gleichzeitig doch so fern fühlen. Jede kämpft auf ihre ganz eigene Weise mit dem Verlust, mit alten Wunden, mit der Sehnsucht nach Liebe und Halt. Die fehlende Zuneigung der Eltern, die Süchte, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, und die komplizierte Schwesternliebe prägen ihr Leben. Mal zerstörerisch, mal rettend, aber immer voller Intensität. Die erste Hälfte des Romans war für mich ein vorsichtiges Kennenlernen. Doch irgendwann kam der Moment, an dem ich völlig in der Geschichte versunken bin. Ab da habe ich mitgefühlt, mitgelitten und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war oft entsetzt über ihr Verhalten, über ihren Selbsthass, und gleichzeitig voller Mitgefühl für sie, für ihr Leid. Ein kraftvoller, emotionaler Roman über Familie, Schmerz, Nähe und Distanz, der mich noch lange beschäftigen wird.

Besser als Cleopatra und Frankenstein
In der englischen Version gekauft, noch bevor dieser Roman auf Deutsch erschienen war, und nun doch erst gelesen… bzw. gehört. Zum Inhalt muss ich wohl nichts mehr sagen, schließlich sieht man diesen Roman überall gerade. Ich mochte die unterschiedlichen Schwestern sehr gern, besonders Bonnie ist mir ans Herz gewachsen. Die Trauer um die vierte Schwester verbindet die drei und dieses Thema zieht sich durch das Buch. Auch die mehr als schwierige Beziehung zu den Eltern fand ich glaubhaft dargestellt. Ich glaube, auf Deutsch hätte mir das Buch noch besser gefallen, als im Original. Das hängt vor allem an der Sprechstimme des englischen Hörbuchs, mit der ich schon bei „Cleopatra and Frankenstein“ nicht klargekommen bin, es damals aber aufs Buch schob… Ihr mochtet „Hallo, du Schöne“ oder Familienromane mit dramatischer Handlung? Dann werden euch sicher auch die Blue Sisters überzeugen.
Diese Geschichte hat wehgetan.
Sie war stellenweise hart und beängstigend nah an der Realität. Genau deshalb verdient sie eigentlich eine sehr gute Bewertung – weil sie so intensiv wirkt. Für mich war sie aber schwer verdaulich. Ich habe unglaublich viel annotiert, weil so vieles mich tief getroffen hat. Gleichzeitig musste ich mir immer wieder Pausen nehmen und zwischendurch etwas anderes lesen, um durchatmen zu können. Am meisten berührt hat mich Bonnies Perspektive – sie hat ein Ziel, an dem sie festhält, und kämpft mit aller Kraft dafür. Das hat der Geschichte einen Lichtblick gegeben, der mir besonders gefallen hat. Triggerwarnung (Spoiler): Drogenmissbrauch, Tod, Vernachlässigung, Gewalt, Betrug.

✨ Blue Sisters: Ein Buch, das unter die Haut geht ✨
Liebe, Ängste, Selbstzweifel und tiefe Abgründe – „Blue Sisters“ ist nicht einfach nur eine Geschichte, es ist eine Reise durch das echte Leben. Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch gefesselt – Tränen in den Augen und Gänsehaut. Zwischen Trauer, Drogen, Ängsten und einer überwältigenden Portion Liebe erzählt Coco eine Geschichte, die so roh und authentisch ist, dass sie unter die Haut geht. Und mal ehrlich: Warum lieben und respektieren wir manchmal unsere Geschwister auf Distanz mehr als in der Nähe? Eine klare Antwort gibt es vielleicht nicht, aber dieses Buch zeigt uns, wie es für alle Beteiligten wirklich ist. Für mich ist „Blue Sisters“ schon jetzt ein absolutes Must-read – ein Buch, das lange nachhallt und einen zum Nachdenken bringt. 📚❤️ 👉 Was war das letzte Buch, das euch so richtig berührt hat? Lasst es mich wissen!

Verlust, Sucht, Familie
Die Leben der drei Blue-Schwestern geraten nach dem plötzlichen Tod ihrer 4. Schwester aus den Angeln. Vorher immer eng miteinander verbunden, schlagen sich alle Schwestern auf ihre eigene Art und Weise mit ihrer Trauer durchs Leben, bis sie ein Jahr später wieder aufeinandertreffen. Die Handlung ist zum Teil sehr mühselig und schwer. Jede Schwester hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Themen wie Suchterkrankungen , Verlust, chronische Schmerzen und schwierige Familienverhältnisse geben der Geschichte eine besondere Tiefe ohne dass viel passiert. Am Anfang brauchte ich etwas, um reinzukommen. Die tiefe Verbundenheit zwischen den Schwestern hat mich dennoch sehr berührt und ich fing an jede von ihnen zu mögen🩵
Nachdem ich Cleopatra und Frankenstein unfassbar geliebt habe, ist mir Blue Sisters im Flughafenbuchladen ins Auge gefallen. Da ich den Schreibstil von Coco Mellors super angenehm und schön finde, habe ich nicht lange gezögert und es mir gekauft. Leider hat mich die Story aber nicht so abgeholt wie ihr vorheriger Roman, auch wenn die Grundidee sehr schön ist. Mit den drei Schwestern wurde ich den ganzen Roman über nicht warm, jede hatte ihre Probleme und Geschichte die zu ihr "gepasst" hat, allerdings habe ich mit Ihnen nicht wirklich mitgefiebert, sodass ich teilweiße Seiten übersprungen habe. Dennoch fand ich ihren Umgang mit Konflikten meist sehr nachvollziehbar und in der Geschichte sinnvoll, vor allem war es sehr erfrischend zu sehen, dass Charaktere sich trennen, anstelle krampfhaft ihre Beziehung aufrechterhalten zu wollen. Wie auch schon in Cleopatra und Frankenstein ist der Schreibstil wunderschön und man fliegt nur so über die Zeilen, auch wenn der Plot sich manchmal sehr streckte. Insgesamt hat mich Blue Sisters nicht komplett mitgerissen, dennoch ist der Roman empfehlenswert, wenn man Lust auf Konfliktreiche Beziehungen und eine sehr Charakter-driven Geschichte hat 😊
Hat mich nicht umgehauen
Vermutlich bin ich eine der Wenigen, die Blue Sisters nicht über den grünen Klee lobt. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Mir war das Buch zu klischeehaft- trotz ernster Themen wie Sucht, Verlust, Schuld, Verantwortung, Familie , Schwesternliebe, wusste ich lange Zeit nicht, wohin die Autorin wollte. Dass am Ende Bonnies & Pavels Baby den Namen der verstorbenen Schwester erhält, war nicht anders zu erwarten und dann wirklich "irgendwie too much". Mellors Sprache ist mir oft einfach zu "blumig" (....z.B. S.429 "Um den Teich herum seufzten und raschelten die dichten Baumkronen, als würden sie sich höflich abwenden") .
"As long as you are alive, it is never too late to be found."
Ein Buch über Schwestern, die ein gemeinsames aber auch persönliche Schicksale teilen. Drei Schwestern, die nicht ungleicher sein können haben ihre vierte Schwester verloren. Die Mutter will die Wohnung der vierten Schwester auflösen und nun sind sie alle, ein Jahr nach ihrem Tod, wieder mit der Wahrheit konfrontiert, es nie wirklich verarbeitet zu haben.. Die drei verbliebenen Schwestern haben alle eine so unterschiedliche Lebensgestaltung und doch hat jede ihre individuelle Probleme und Süchte aufgebaut.. ich fand es unheimlich zäh in die verschiedenen Welten der jeweiligen Schwestern einzutauchen und habe zwischendurch immer wieder Namen und Zusammenhänge vergessen, weil es alles nur an der Oberfläche angekratzt wird und es zu viele Sichtweisenänderungen gibt meiner Meinung nach. An sich eigentlich ein schönes Buch mit tollem Thema von Zusammenhalt, Trauer, Trauerbewältigung, aber für mich leider völlig langweilig und zu oberflächlich gestaltet..
Ich liebe es so so sehr!
Blue Sisters ist mit Abstand eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Geschichte über Avery, Nicky, Bonnie und Lucky hat mich so gefesselt, das ich es kaum aus der Hand legen wollte. Ich hatte das konstante Gefühl, dass ich alle Schwestern kennen würde. Coco Mellors Schreibweise ist wirklich besonders und einzigartig, ihre Bücher fesseln mich sehr. Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen!!

Mitreißendes Buch, aber schwer in Worte zu fassen, was ich davon gehalten habe. Die Themen generationsübergreifende Sucht und Geschwisterbeziehungen sind echt deep... Werde meine Rezension wahrscheinlich bald nochmal überarbeiten, sobald ich das Gelesene verarbeitet habe 😄 es ist definitiv gefühlstechnisch keine leichte Lektüre.
Ein Buch für jede Schwester & jede Trauernde & jede trauernde Schwester
Ufff, das ist das erste Buch bei dem ich geheult habe. Und zwar so richtig. In dem Buch wird fantastisch gezeigt, dass es nach dem ersten Todestag mit der Trauer nicht vorbei ist. Da geht es erst so richtig los mit der Trauerverarbeitung. Dass die Realisation erst so richtig einsetzt. Dass man sich Dinge sucht, die einen fühlen lassen. Dass man trotz der Leere noch am Leben ist. Dass man akzeptieren muss, dass man jetzt anders ist. Dass man sich auf eine Art neu erfinden muss. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen nicht mehr aufrecht erhalten kann. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen wieder intensivieren kann. Und dass man in der Trauer Dinge tut, die oft nicht okay sind - man sie aber trotzdem macht. Es geht um Schwesternschaft, Drogenmissbrauch, Endometriose, Selbstzerstörung, Sucht in allen Facetten, Flucht und Auseinandersetzung mit dem Tod einer Schwester. "Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach. [...]" (S. 427) Der letzte Monolog von Avery hat mich dann so richtig zerissen. Ich habe ganz viel mitgefühlt und nachvollziehen können. Die Schwestern und ihre Beziehungen zueinander werden unglaublich authentisch dargestellt.
Die Blue Sisters haben es auf ihre Art und Weise in mein Herz geschafft trotz Höhen und Tiefen. Der Zusammenhalt innerhalb des Geschwistergefüges hat mich sehr beeindruckt. Wichtige Inhalte (Umgang mit Trauer/Tod, Sucht/Abhängigkeiten, Endometriose mit chronischen Schmerzen)! Mochte den Schreibstil sehr, war mir aber etwas zu neutral geschrieben.
„It was easy to love someone in the beginnings and endings; it was all the time in between that was so hard.“
Drei Schwestern, wo eigentlich vier sein sollten. Avery Bonnie und Lucky versuchen, ihren Platz in einer Welt und ein neues Gleichgewicht in ihrer Schwesternbeziehung zu finden, jetzt wo Nicky nicht mehr da ist. Diese Geschichte ist nicht vom Plot getrieben. Sie bringt uns vielmehr drei Frauen nahe, die alle auf ihre eigene Art trauern. Die sich als Schwestern so nahe stehen und im gleichen Moment doch so wenig über die Lasten einer jeden wissen. Die so unterschiedlich sind und sich doch gleichen. Die füreinander sterben würden und sich im selben Augenblick zutiefst gegenseitig verletzen können. Ein nachdenklicher und berührender Roman, der sprachlich nicht unbedingt nach vorne prescht, mich aber genau damit abgeholt und sich langsam in mein Herz geschlichen hat. Besonders eine der Schwestern hat mir den Spiegel vorgehalten und mich zu der ein oder anderen Erkenntnis geführt. Was ich damit jetzt anfange, wird sich zeigen.
Für mich schwächer als der Vorgänger Cleopatra und Frankenstein
Coco Mellors erstes Buch habe ich sehr geliebt. Deshalb hatte ich mich auch unglaublich auf die Blue Sisters (Achtung Wortspiel) gefreut. Aber ich hatte so meine Probleme den richtigen Einstieg ins Buch zu finden. Vielleicht war es mir ein bisschen zu "blue", zuviele Drogen, zuviel Selbstzerstörung, einfach zuviel von Allem irgendwie. Ich habe mich mit keiner der Schwestern verbunden gefühlt, die waren mir alle "zu drüber". Insgesamt war es auch deshalb einfach kein Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bei dem ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Und so hat es sich auch durchgezogen. Definitiv kein gute Laune Buch sondern eher eins das mich zumindest ein bisschen runtergezogen hat. Aber für manche Lesestimmungen kann es natürlich trotzdem das perfekte Buch sein. Für andere, nicht für mich. Schade Dennoch möchte ich anmerken dass Coco Mellors eine wunderschöne Sprache hat. Manche Sätze funkeln wie der glitzernde Zement der New Yorker Bürgersteige.
Ein Lesek(r)ampf.
Das Buch hat mich leider nicht wirklich überzeugen können. Die Grundidee, die Geschichten der unterschiedlichen Schwestern zu erzählen, hätte viel Potenzial für emotionale Tiefe und spannende Einblicke gehabt. Stattdessen wirkte es auf mich eher chaotisch und ziellos. Ein roter Faden fehlte, die Handlung plätscherte oft vor sich hin, und ich musste mich regelrecht durchkämpfen – fast so, wie es den Schwestern selbst im Leben ergeht. Besonders schade fand ich, dass auch hier wieder Religion eingebaut wurde, und das für mich eher erzwungen wirkte als wirklich sinnvoll für die Geschichte. Das hat den Lesefluss für mich zusätzlich gestört. Was ich dem Buch aber positiv anrechne, ist der queere Anteil. Die Darstellung queerer Persönlichkeiten und die Einblicke in die entsprechenden Herausforderungen fand ich gelungen und authentisch. Wenigstens an dieser Stelle hatte das Buch für mich einen Mehrwert. Unterm Strich bin ich froh, es beendet zu haben – aber nochmal würde ich es nicht lesen.
Erst die letzten 100 Seiten haben es für mich rausgerissen
Eigentlich bin ich beim Lesen dieses Buch davon ausgegangen, dass es sich intensiv mit dem Thema Schwesternschaft beschäftigt. Das tut es auch, doch der eigentliche Kern ist etwas ganz anderes. Nicole ist tot. Sie war die Schwester von Avery, Bonnie und Lucky. Es war kein natürlicher Tod. Wie die anderen 3 auch hatte sie mit einer Sucht zu kämpfen die sie am Ende zerstört hat. Alkohol, Medikamente, Partydrogen und Schmerz sind die Abhängigkeiten, die dem Leben der Schwestern die Leichtigkeit nehmen. Dabei stehen sie fest im Leben. Sind sogar erfolgreich als Anwältin, Boxerin, Lehrerin und Model. Doch irgendwas hat ihnen die Stabilität genommen und dem gehen wir in dem Buch auf den Grund. Die übrig gebliebenen Geschwister struggeln nun mit der Verarbeitung des Todes von Nicki. Jede geht anders damit um und gibt sich ein wenig die Schuld. Nicole hatte eine ausgeprägte Endometriose, die nicht übermäßigen, aber doch immer wieder Raum einnimmt. Diese Krankheit ist erst in den letzten Jahren überhaupt in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Klar, Männer haben sowas nicht-warum hätte man also auch darüber reden, geschweige denn forschen sollen. Wir sind nah dran an den Problemen, die Avery, Bonnie und Lucky mit sich rum tragen. Während eine Schwester ihre Sucht scheinbar besiegt hat, steigt die andere gerade erst ein. Obwohl es spürbare Konflikte zwischen Ihnen gibt, ziehen Sie sich gegenseitig immer wieder auf die Beine und sind für einander da – in guten und in schlechten Zeiten. Man spürt viel Wut, Misstrauen und Verletzung aber auch den willen, sich nicht im Stich zu lassen. Wir bekommen einen Blick in die Vergangenheit, die Eltern spielen keine unwesentliche Rolle an dem was in der Gegenwart gefühlt und gedacht wird. Doch sind sie lange nicht wirklich präsent. Das hat mir gefehlt. Erst auf den letzten 100 Seiten bekommt besonders die Mutter Raum und ist für mich eine der Schlüsselfiguren. Sie kennenzulernen, hätte ich mir viel früher gewünscht. Es gibt einmal ein Gespräch zwischen Avery und der Mutter, dass in mir widersprüchliche Gefühle geweckt hat. Eine ähnliche Auseinandersetzung mit den Eltern hätte ich mir von den anderen Geschwistern auch gewünscht. Ich konnte die Mutter einerseits verstehen andererseits mache auch ich ihr große Vorwürfe. Ich hätte gerne gewusst, welchen Blick sie auf die Eltern haben. Es hat etwas gedauert, bis ich mit den Schwestern warm geworden bin. Das liegt sicherlich daran, dass sie wenig Positivität ausstrahlen und auf jeder Seite abzurutschen drohen. Das hat mich phasenweise mitgenommen, aber manchmal auch genervt. Das Thema Sucht eint sie, doch die Unterschiedlichkeit der Art und Weise ist schon interessant. Das Ende macht das Buch für mich erst rund und hätte ruhig noch etwas intensiver sein können. Die Figuren machen eine ausgeprägte Entwicklung durch, was mich für jede Einzelne sehr gefreut hat. Es zeigt sich, wie stark sie eigentlich sind. So hat der Plot tatsächlich auf dem letzten Drücker meinen Leseeindruck maßgeblich beeinflusst. Wir haben also eine klassische Schwesterngeschichte, die sehr problembeladen ist, in der aber alle gleichmäßig daran beteiligt sind ihre Beziehung zu stärken. Sie brauchen sich! Ich empfehle das Buch allen, die sich mit tiefgreifenden, emotionalen Konflikten auseinandersetzen möchten, um am Ende Schwesternschaft zu feiern!
Die Suche nach der Leichtigkeit des Lebens im chaotischen, trauernden Leben dreier wunderbarer Schwestern
Nicky ist tot, Überdosis an Schmerztabletten - übrig bleiben Avery - die älteste Schwester, die zu früh die eigentlichen Mutteraufgaben übernommen hat, daran zerbrochen ist, doch nun seit 10 Jahren nach außen hin clean, trocken, suchtfrei - Bonnie, die zweitälteste, Boxweltmeisterin, diszipliniert und im Inneren sehr sanft und die jüngste, Nicky, wunderschön, Teil der Modewelt seit ihrem 15. Lebensjahr und lebt exakt das Leben an der Grenze. Dann gab es noch Nicky, die liebevolle, verständliche, doch sie ist gegangen und hat einen Riesen Riss hinterlassen. Wir erleben in dem Buch wie alle Schwestern mit dem Tod umgegangen sind, was in ihnen zerbrochen ist und wie sie erst wieder zusammen finden müssen, um die Leichtigkeit des Lebens wiederherzustellen. Tolles Buch - liest sich wirklich sehr gut - absolut empfehlenswert
Dieser Roman hat mich tief beeindruckt. 🥰📖👏 Die Geschichte dreier Schwestern, die den Verlust ihrer vierten Schwester bewältigen, ist einfühlsam und lebendig erzählt. ✨💫 Jede Schwester ist so einzigartig wie eine Jahreszeit, was sie besonders greifbar macht. 🌻🌷🌹 Die Mischung aus emotionaler Tiefe und Leichtigkeit hat mich begeistert. 💖👍 Verlust und Trauer werden ehrlich dargestellt, ohne die Geschichte zu erdrücken, und der Zusammenhalt der Familie steht berührend im Mittelpunkt. 🫂🤝 Das Happy End fühlt sich verdient und authentisch an – ein perfekter Abschluss. 💯🎉 Eine wunderbare Empfehlung für alle, die eine bewegende Geschichte mit Herz und Hoffnung suchen. ❤️🙏
„Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach.“ (S.427)
Die drei Blue Schwestern müssen den Verlust ihrer vierten Schwester verarbeiten. Sie geraten immer wieder aus der Bahn und brechen den Kontakt zueinander ab. Jede von ihnen geht mit dem Verlust anders um. Sie treffen sich erst am Todestag wieder, um den Verkauf des Elternhauses zu verhindern. Dabei geraten sie aneinander und es sieht so aus, als ob sie sich erneut verlieren. Avery, Bonny, Lucky und Nicky werden direkt am Anfang detailliert dargestellt, sodass man einen guten Überblick über die Protagonistinnen bekommt. Die Kapitel sind aus der Perspektive der jeweiligen Charaktere geschrieben. Die Vergangenheit und die Gegenwart werden gut miteinander verbunden, sodass man sehr gut nachvollziehen kann, wieso jede Schwester so ist wie sie ist. Man wird mit schweren Themen, wie zum Beispiel Gewalt, Trauer, Sucht und psychischen Problemen konfrontiert. Diese werden realistisch, nahbar und emotional beschrieben. Man hat das Gefühl, die Charaktere zu kennen und mitten im Geschehen zu sein. Obwohl die Geschichte so traurig ist, gibt es einige Stellen zum Lachen, Hoffen und Mitfiebern. Einige Kapitel sind mir zu lang gewesen, weshalb ich einen halben Stern abziehe. Klare Leseempfehlung.

Ich habe in diesem Buch schon ein Jahreshighlight gefunden.
Dieses Buch ist in meinen Augen etwas besonderes. Die Komplexität von Schwestern sein, von den Gefühlen von Trauer und dessen Bewältigung. Von Sucht, Familienkonflikten und dem rausfinden, wer man eigentlich ist und sein will. In meinen Augen eine absolute Leseempfehlung. Ich habe so viel dabei gefühlt, und mich selbst oft darin wiedererkannt.

Ich liebe Coco Mellors !
Liebe diese Emotionen, die ihre Geschichten in mir auslösen. Ja was soll ich sagen - ich habe paar Tränchen vergossen. Es gab einige Schlüsselszenen, die unfassbar aussdrucksstark waren, obwohl es nicht viel an Worten verlangte. Wie macht diese Autorin das bloß? Das Gespräch mit Avery und ihrer Mutter - Bonnies erster Besuch im Boxclub mit Nicky - das Aufeinandertreffen und die Auseinandersetzung der drei Schwestern - Ich bin selbst Einzelkind und konnte mit diesem Buch vlt. ansatzweise verstehen, wie es ist Geschwister zu haben.
Characteristics
12 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Drei ungleiche Schwestern, wo zuvor vier waren: Ein Jahr nach Nickys Unfalltod treffen sich Avery, Bonnie und Lucky in New York wieder, um den Verkauf ihres Elternhauses zu verhindern. Doch Nicky hat eine solche Lücke hinterlassen, dass die übrigen drei nacheinander völlig aus der Bahn geraten. Gelingt es ihnen, aus dem existenziellen Scherbenhaufen gemeinsam etwas Neues entstehen zu lassen?
Nach dem internationalen Bestseller CLEOPATRA UND FRANKENSTEIN legt Coco Mellors ihr zweites Buch vor, das ihrem Debüt an Warmherzigkeit, sprachlicher Brillanz und psychologischem Tiefgang in nichts nachsteht. Ein unvergessliches Schwesterngespann und ein einzigartiger Roman!
»Selten war ein einziges Buch so reich an großartigen Figuren und gleichzeitig an neuer, erschütternder, aber vor allem herzerwärmender Erkenntnis!« Johanna von Festenberg, Elle
Book Information
Author Description
Coco Mellors ist in London und New York aufgewachsen und hat an der New York University studiert, wo sie mit ihren MFA-Abschluss in »Fiction« erworben hat. Ihr erster Roman CLEOPATRA UND FRANKENSTEIN war ein SUNDAY TIMES-Bestseller und wurde in über 15 Sprachen übersetzt. Eine Verfilmung ist in Arbeit. Sie lebt mit ihrer Familie in New York.
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Was ein Verlust so anrichten kann…
In Blue Sisters geht es um 3, ehemals 4 Schwestern. Die eine Schwester verstirbt und 1 Jahr später erleben wir, wie die restlichen 3 das ganze verarbeiten. Es geht sehr in die Tiefe. Wir haben hier auch ganz präsent das Thema Sucht & Endometriose. Ich musste mich erstmal rein finden, da ich das Buch auf englisch gelesen habe. Mir fiel es auch erst schwer mich auf die Protagonisten einzulassen aber zum Ende hin war es doch nochmal emotional und sehr nahbar. Ich finde es sehr gut, dass die Erkrankung Endometriose thematisiert wurde und welche Folgen es haben kann. Die Erkrankung hat einfach mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft verdient, vor allem da so viele davon betroffen sind (Dunkelziffer wahrscheinlich höher).
Hat mir sehr gut gefallen und ich, als große Schwester, hab mich in vielen Situationen selbst wieder gefunden. Ich mochte das starke Band der Schwestern, auch wenn ihre Liebe zueinander auch einigen Schwierigkeiten ausgesetzt war. Auch die Trauerbewältigung kann ich tief nachvollziehen, vor allem am Ende des Buches, wenn Avery darüber spricht, wie sehr sie ihre Schwester Nicky vermisst und immer vermissen wird und dass nur noch das bleibt, das ewige Vermissen, ohne Erfüllung, ohne Wiedersehen ohne Antwort... (vgl S 328) Diese Stelle hat mich wohl am meisten bewegt und getroffen. Das Happy End fand ich sehr passend und schön beschrieben, aus Baby Nicoles Sicht.
"And yet from this surrender to reliance comes a capacity for individual resistance that's almost inhuman. Boxers are trained to be all fight, no flight." This book was swirling with emotions. The depictions of feeling and place were striking. Coco Mellors has the ability to make you feel like you are in a beautifully restored house in Hampstead, fuming with anger, in a crumbling cabin upstate NY confused and needing your mother or in a fancy atelier in Paris about to throw up. The writing was just gorgeous with meticulous attention to detail. The characters felt so real as if they could just walk off the page. Dialogues so believable you forget there’s a page between you and the characters talking. There's something so fascinating about family dynamics and especially sibling dynamics. Messy and raw characters working through their grief. It showed how your identity can be tied to those family dynamics and what happend if those dynamics change. It dealt with the complexity of addiction and the effects it has on the individual and those around them. Keep your Kleenex close! This book will bring out ugly tears.
Ihre Köpfe waren allesamt einander zugeneigt, als schreckten sie vor etwas zurück, was jenseits des Gemäldes lag. Damals waren sie vier wie eine kleine Ziegenherde, dachte Bonnie. Sie sah sich und die anderen vor sich, wie sie einen Weg durch das zerklüftete Gebirge ihrer Kindheit suchten, jene schroffe, unwirtliche Gegend; Avery und Bonnie die starken, wendigen Ziegen, die voranliefen, Nicky und Lucky, die flauschigen Zicklein, die hinterhertollten. "Gut, dass ihr einander habt," hatte die Künstlerin gesagt und sie mit ernster Miene betrachtet, während sie an dem Bild arbeitete. "Euren Schwestern gegenüber müsst ihr euch nie erklären." - Zitat, Seiten 140, 141 Nachdem die Schriftstellerin Coco Mellors mit ihrem Debüt "Cleopatra und Frankenstein" einen internationalen Bestseller vorgelegt hat, widmet sie sich in dem vorliegenden Roman der Geschichte der "Blue Sisters", vier Schwestern, von denen eine Schwester bereits verstorben ist, als wir in die Handlung einsteigen. Versprochen wird uns laut Klappentext eine warmherzige Geschichte, sprachlich brillant, und mit psychologischen Tiefgang. Aber kann der Roman die damit geweckten Erwartungen erfüllen? Ausgangspunkt der Geschichte ist die Nachricht der Mutter an ihre Töchter, dass die Eltern gedenken, in naher Zukunft die Wohnung ihrer verstorbenen Tochter Nicky in New York zu verkaufen und die Schwestern damit aufgefordert werden, sich mit dem Nachlass zu beschäftigen, denn die verwaiste Wohnung ist bisher unangetastet geblieben. Der tragische Todesfall der jungen Frau, der sich in dieser Wohnung ereignete, ist gerade mal ein Jahr her. Es ist also eine delikate Ausgangslage, die beim Lesen jede Menge Fragen aufwirft und auch für Spannung sorgt. Da zudem bereits in Kapitel 1 das starke Band der Schwesternschaft heraufbeschworen wurde, möchte man unbedingt diese Schwestern kennenlernen und sehen, wie sich die Dynamik zwischen ihnen entwickelt. Doch leider sind diese drei Protagonistinnen, die alle ein Liebessuchtproblem haben, sehr plakativ und irgendwie auch oberflächlich gestaltet. Da ist Avery, die taffe Anwältin und trockene Alkoholikerin, die mit ihrer Ehefrau in London lebt und im Begriff ist, ihre Ehe an die Wand zu fahren. Dann ist da Bonnie, die zurückgezogen in USA lebt, nachdem ihr geliebter Trainer bei ihrem letzten Boxkampf das Handtuch in den Ring geworfen hat. Zuletzt ist da noch die jüngste Schwester Lucky, die seit Jahren modelt und das Partygirl gibt, aber sehr wahrscheinlich auch ein Drogen- und Alkoholproblem hat. Ach, und natürlich sind alle drei einfach wunderschön und mit den Schatten einer traurigen Kindheit belegt. Man kann sich die Geschichte so gut als Popkornkino vorstellen mit all den filmreif geschilderten Szenen (inklusive Sex und Drama pur). Aber dieser eindeutig dopamingesteuerte Plot ist auf die Dauer für die Lesenden doch ziemlich ermüdend und nervig. Dieser Roman schafft weder ein Bewusstsein für die wirklich wichtigen Themen im Buch, weil er entweder nur an der Oberfläche bleibt oder Kalenderspruchweisheiten als Lösung anbietet; noch eine emotionale Verbindung zu diesen für die meisten doch sehr lebensfern gestalteten Figuren. FAZIT Schwesterngeschichten lese ich sonst so gerne, aber dieser Roman hat mich überhaupt nicht abgeholt. Die übertriebene, fast theatralische Gestaltung mancher Szenen hat mich tierisch genervt und das Ende fand ich super kitschig. Für eine leichte Unterhaltung wäre die Geschichte geeignet gewesen, aber der Roman will mehr sein - und scheitert dabei. Allerdings erfreut sich der Roman auch durchaus großer Beliebtheit. Daher ist das natürlich nur mein ganz subjektiver Eindruck. Und die Lektüre hat mich an ein Lied von Phil Collins erinnert: "When I'm feeling blue, all I have to do, is take a Look at you ..." Wer erkennt das Lied?
Suchtgefahr!!
Dieses Juwel habe ich unerwartet an 4 Tagen weggesuchtet-sowohl als Printausgabe, als auch als Hörbuch. Beides sehr zu empfehlen. Die Blue-Schwestern eint ein tief sitzender familiäre Schmerz, verschiedenste Suchtprobleme und die Sehnsucht und Hoffnung auf eine hellere Zukunft. Die Charaktere sind unglaublich vielschichtig und gut ausgearbeitet! Ich hab‘s geliebt!!
Als älteste von drei Schwestern kann ich sagen, dass mich das Buch sehr berührt hat. Ich konnte mich dementsprechend sehr gut mit Avery und ihren Gedanken identifizieren, da ich genauso alles für meine jüngeren Schwestern tun würde. Eine Schwester zu verlieren, kann ich mir garnicht vorstellen - das Buch hat dieses Leid, die Schuldgefühle und die Identitätskrise, die das bei den anderen ausgelöst hat sehr gut vermittelt. Ich konnte mit allen Charakteren sehr mitfühlen und auch die teilweise schwierigen und verwerflichen Handlungen irgendwie nachvollziehen - jede der Schwestern war stark auf ihre eigene Art und Weise. Es wurde nichts beschönigt, es war einfach realistisch.

In Blue Sisters lernen wir die drei Schwestern Lucky, Bonnie und Avery kennen. Bis vor Kurzem hatten sie noch eine 4. Schwester, Lucky, die verstorben ist. In jedem Kapitel erfährt man abwechselnd aus den Perspektiven der verbliebenen Schwestern, wie sie mit der Trauer umgehen, was ihren Alltag ausmacht, was sie erlebt haben und wie sie die Familiendynamik wahrnehmen. Insgesamt fand ich das thematisch super spannend und interessant. Die wechselnden Perspektiven haben mir super gefallen und dass ich so nach und nach mehr über jede Schwester (und auch über die verstorbene Nicky) erfahren hab. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, leider kann ich bei langen Kapiteln auch nicht so super aufmerksam lesen und brauche viel länger, muss öfter nochmal zurück. 🫠 zum Ende hin wurde es aber richtig richtig gut und auf der letzten Seite bin ich richtig emotional geworden!
Langweiliges Familiendrama🫣👎🏻
Mir war von Anfang an klar, dass dieses Buch kein Romance Buch oder sonst was ist. Ich wusste schon dass es sich um einen Roman über 4 Schwestern handelte und dachte, das es mir ja gefallen könnte… Falsch gedacht. Ich habe nichts gefühlt, rein gar nichts !! Weder Trauer, noch Freude, noch sonst irgendwas. Für mich war dieses Buch zäh und gähnend langweilig. Ab und zu gab es ein paar aufmunternde Worte und einige Stellen regten auch minimal zum Nachdenken an, aber ich kann nicht sagen das, dass Buch mich jetzt verändert hat oder das es etwas völlig neues ist. In diesem gesamten Buch ist rein gar nichts passiert und ich kann auch hier wieder die vielen positiven Rezensionen nicht nachvollziehen. Ich hatte echt Probleme dran zu bleiben und habe mich durchgequält. Keine Empfehlung!
Intensiv
Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass das Buch nicht einfach werden würde. Wir lernen die vier Schwestern kennen, die mit dem Tod einer klarkommen müssen und erfahren nach Vorstellungskapiteln immer mehr aus dem Leben der Schwestern, ihr Fühlen und Denken, ihre Probleme und vor allem, wie sie versuchen, mit ihrem Verlust zurecht zu kommen. Während die eine Schwester ihre Passion im Boxsport gefunden hat, willensstark ist, hat die andere eine Modelkarriere in frühen Jahren begonnen - Alkohol und Drogen sind bei ihr Alltag. Liebe, die Frage nach Kindern, Betrug, das beschäftigt die nächste Schwester, während wir erfahren, wie es zum Tod der vierten Schwester gekommen ist. Alle vier hatten ihre Probleme und je mehr wir erfahren, umso mehr versteht man, wie schwer es ist, diesem Strudel zu entfliehen. Mellors beschreibt eine intensive Geschichte über eine dysfunktionale Familie, über Schwestern, die zwischen Kämpfen und sich selbst verlieren stehen, schafft es dabei aber auch immer mal wieder kleine amüsante Szenen einzubauen, hat es aber leider nicht geschafft, mich zu 100% emotional abzuholen - auch wenn ich bei ein paar Szenen heftig Schlucken musste. Ist das schlimm? Nein. Denn die Geschichte der vier Schwestern war für mich ein intensives Leseerlebnis mit nur wenigen Längen, wurde fantastisch erzählt und bietet gegen Ende sogar eine kleine Überraschung, die aber die Augen öffnet. Absolute Empfehlung, wenn man gerne mal bedrückende, intensive Dramen liest.

Da der Klappentext so nach interessanter Familiengeschichte klang, wollte ich diese gern kesen. Doch nach dem 1. Viertel habe ich abgebrochen, da kein Zugang zu Protagonistinnen und Schreibstil. Auch zur Grundstory hatte ich keine Verbindung aufbauen können und kein Interesse entwickelt. Die Protagonistinnen waren mir zu frend. Hab es erst mal weggekegt.
Zu hohe Erwartungen Als Schwestern in einer dysfunktionalen Familie aufzuwachsen, wo der Vater trank und die Mutter keine Mutter sein wollte, war für keines der vier Mädchen leicht gewesen und hatte sie geprägt und zusammengeschweißt. Dass jetzt eine von ihnen, nämlich Nicki so früh verstorben ist, nach einer Medikamentenüberdosis, hat die verbliebenen Schwestern völlig aus der Bahn geworfen. Wir lernen Avery, Bonnie und Lucky als erwachsene Frauen kennen, wie sie mit ihren Gefühlen und ihren eigenen Süchten kämpfen. Auch die Schuldfrage stellt sich jede von ihnen. Hätten sie das Unglück vielleicht verhindern können? Ein Jahr nach Nicki‘s Tod wollen die Eltern das Haus in New York, in dem sie alle aufgewachsen sind und in dem Nicki zuletzt gewohnt hatte verkaufen. Alte Wunden werden aufgerissen und die Schwestern sehen sich erneut von ihrer Trauer überwältigt. Coco Mellors gelingt die Darstellung der sehr unterschiedlichen Charaktere der Schwestern und ihrer Beziehungsgeflechte wirklich gut. Die Tonalität der Geschichte ist oft melancholisch aber nicht hoffnungslos. Ich bin etwas schwer in den Roman hineingekommen. Mal wieder ausführlich über Drogen- und Alkoholmissbrauch zu lesen hat mich zunächst etwas genervt ehrlich gesagt und es hat gedauert mit den Schwestern warmzuwerden. Es wurde dann aber besser und spätestens zur Hälfte des Buches war ich dann doch gefesselt von der Geschichte, weil sich die Charaktere auch weiterentwickelt haben und sie mir langsam sympathischer wurden. Das Ende war mir ein bisschen zu weichgespült für all das, was zuvor passiert ist. Nun ja, da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Viele werden dieses versöhnliche Ende sicherlich auch feiern. Das Hörbuch wurde toll eingesprochen von Jodie Ahlborn. Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Allerdings konnte sie die hohen Erwartungen die ich hatte nicht vollständig erfüllen. 3,5 Sterne
Ein Buch voller Schwesternliebe
Und allem, was bei Geschwistern eben noch mit dazu gehört. Neid, Wut, Freude, Sorge. Davon gibt es bei den drei Blue Schwestern nach dem Tod der vierten mehr als genug. Jeder kämpft anders mit den Abgründen, die sich nach dem Tod von Nicky auftun und sind auch ein Jahr nach dem Verlust kurz davor, von der Trauer in den Abgrund gerissen zu werden. Obwohl die drei Schwestern unglaublich klischeehafte Berufe belegen, hab ich mich ihnen doch verbinden gefühlt, tief in ihre Psyche geblickt und mitgelitten. Besonders Bonnie hat’s mir richtig angetan. Das war emotional, fesselnd, vielschichtig und für mich als Schwester besonders bei der zwischenmenschlichen Beziehung der Schwestern untereinander absolut nachvollziehbar. Tolles Buch, bin wirklich durch die Seiten geflogen!
ruhig, bezaubernd, still und doch gewaltig
Ich habe mich jeden Tag gefreut weiter in diesem Buch lesen zu dürfen. Jetzt ist es zu Ende und das macht mich traurig. Eine tolle Geschichte über Familie, aber auch über das Überleben als Mensch. Man erkennt sich irgendwo, irgendwie wieder in jeder der Schwestern, auf die ein oder andere Weise. Es trägt einen sacht und ruhig, aber es macht gewaltig was mit dir. Ein tolles Buch!
Aus 4 wurden 3
Nach dem plötzlichen Tod ihrer Schwester Nicky müssen die Blue Sisters sich an ihre neue Lebensrealität gewöhnen. Wo es vorher immer 4 Perspektiven gab, existieren nun nur noch 3 – ein Bruch in der Symmetrie ihrer Beziehungen, mit welchem sie nur schwer zurechtkommen. Auch ein Jahr nach dem schrecklichen Ereignis nicht. Wir begleiten Avery, Bonnie und Lucky und gewinnen einen Einblick in ihr Leben und ihre Gefühlswelten - jede geprägt von ihren eigenen Problemen. Wir werden konfrontiert mit Gewalt und Drogenmissbrauch, exzessiven Partys und psychischen Problemen, aber auch mit divergenten Gefühlen und der überwiegenden Trägheit der Trauer, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat. Dabei beschreibt Mellors ihre Protagonistinnen so detailliert und voller Feingefühl, dass die Schwestern mit jeder weiteren Zeile zum Leben erwachen. Ein wundervoll melancholisches Buch über die einzigartige Verbindung von Geschwistern – auch über den Tod hinaus.

Blue Sisters – intensiv, schonungslos, bewegend
Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Drei Schwestern, die durch die gemeinsame Trauer verbunden sind und sich gleichzeitig doch so fern fühlen. Jede kämpft auf ihre ganz eigene Weise mit dem Verlust, mit alten Wunden, mit der Sehnsucht nach Liebe und Halt. Die fehlende Zuneigung der Eltern, die Süchte, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, und die komplizierte Schwesternliebe prägen ihr Leben. Mal zerstörerisch, mal rettend, aber immer voller Intensität. Die erste Hälfte des Romans war für mich ein vorsichtiges Kennenlernen. Doch irgendwann kam der Moment, an dem ich völlig in der Geschichte versunken bin. Ab da habe ich mitgefühlt, mitgelitten und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war oft entsetzt über ihr Verhalten, über ihren Selbsthass, und gleichzeitig voller Mitgefühl für sie, für ihr Leid. Ein kraftvoller, emotionaler Roman über Familie, Schmerz, Nähe und Distanz, der mich noch lange beschäftigen wird.

Besser als Cleopatra und Frankenstein
In der englischen Version gekauft, noch bevor dieser Roman auf Deutsch erschienen war, und nun doch erst gelesen… bzw. gehört. Zum Inhalt muss ich wohl nichts mehr sagen, schließlich sieht man diesen Roman überall gerade. Ich mochte die unterschiedlichen Schwestern sehr gern, besonders Bonnie ist mir ans Herz gewachsen. Die Trauer um die vierte Schwester verbindet die drei und dieses Thema zieht sich durch das Buch. Auch die mehr als schwierige Beziehung zu den Eltern fand ich glaubhaft dargestellt. Ich glaube, auf Deutsch hätte mir das Buch noch besser gefallen, als im Original. Das hängt vor allem an der Sprechstimme des englischen Hörbuchs, mit der ich schon bei „Cleopatra and Frankenstein“ nicht klargekommen bin, es damals aber aufs Buch schob… Ihr mochtet „Hallo, du Schöne“ oder Familienromane mit dramatischer Handlung? Dann werden euch sicher auch die Blue Sisters überzeugen.
Diese Geschichte hat wehgetan.
Sie war stellenweise hart und beängstigend nah an der Realität. Genau deshalb verdient sie eigentlich eine sehr gute Bewertung – weil sie so intensiv wirkt. Für mich war sie aber schwer verdaulich. Ich habe unglaublich viel annotiert, weil so vieles mich tief getroffen hat. Gleichzeitig musste ich mir immer wieder Pausen nehmen und zwischendurch etwas anderes lesen, um durchatmen zu können. Am meisten berührt hat mich Bonnies Perspektive – sie hat ein Ziel, an dem sie festhält, und kämpft mit aller Kraft dafür. Das hat der Geschichte einen Lichtblick gegeben, der mir besonders gefallen hat. Triggerwarnung (Spoiler): Drogenmissbrauch, Tod, Vernachlässigung, Gewalt, Betrug.

✨ Blue Sisters: Ein Buch, das unter die Haut geht ✨
Liebe, Ängste, Selbstzweifel und tiefe Abgründe – „Blue Sisters“ ist nicht einfach nur eine Geschichte, es ist eine Reise durch das echte Leben. Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch gefesselt – Tränen in den Augen und Gänsehaut. Zwischen Trauer, Drogen, Ängsten und einer überwältigenden Portion Liebe erzählt Coco eine Geschichte, die so roh und authentisch ist, dass sie unter die Haut geht. Und mal ehrlich: Warum lieben und respektieren wir manchmal unsere Geschwister auf Distanz mehr als in der Nähe? Eine klare Antwort gibt es vielleicht nicht, aber dieses Buch zeigt uns, wie es für alle Beteiligten wirklich ist. Für mich ist „Blue Sisters“ schon jetzt ein absolutes Must-read – ein Buch, das lange nachhallt und einen zum Nachdenken bringt. 📚❤️ 👉 Was war das letzte Buch, das euch so richtig berührt hat? Lasst es mich wissen!

Verlust, Sucht, Familie
Die Leben der drei Blue-Schwestern geraten nach dem plötzlichen Tod ihrer 4. Schwester aus den Angeln. Vorher immer eng miteinander verbunden, schlagen sich alle Schwestern auf ihre eigene Art und Weise mit ihrer Trauer durchs Leben, bis sie ein Jahr später wieder aufeinandertreffen. Die Handlung ist zum Teil sehr mühselig und schwer. Jede Schwester hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Themen wie Suchterkrankungen , Verlust, chronische Schmerzen und schwierige Familienverhältnisse geben der Geschichte eine besondere Tiefe ohne dass viel passiert. Am Anfang brauchte ich etwas, um reinzukommen. Die tiefe Verbundenheit zwischen den Schwestern hat mich dennoch sehr berührt und ich fing an jede von ihnen zu mögen🩵
Nachdem ich Cleopatra und Frankenstein unfassbar geliebt habe, ist mir Blue Sisters im Flughafenbuchladen ins Auge gefallen. Da ich den Schreibstil von Coco Mellors super angenehm und schön finde, habe ich nicht lange gezögert und es mir gekauft. Leider hat mich die Story aber nicht so abgeholt wie ihr vorheriger Roman, auch wenn die Grundidee sehr schön ist. Mit den drei Schwestern wurde ich den ganzen Roman über nicht warm, jede hatte ihre Probleme und Geschichte die zu ihr "gepasst" hat, allerdings habe ich mit Ihnen nicht wirklich mitgefiebert, sodass ich teilweiße Seiten übersprungen habe. Dennoch fand ich ihren Umgang mit Konflikten meist sehr nachvollziehbar und in der Geschichte sinnvoll, vor allem war es sehr erfrischend zu sehen, dass Charaktere sich trennen, anstelle krampfhaft ihre Beziehung aufrechterhalten zu wollen. Wie auch schon in Cleopatra und Frankenstein ist der Schreibstil wunderschön und man fliegt nur so über die Zeilen, auch wenn der Plot sich manchmal sehr streckte. Insgesamt hat mich Blue Sisters nicht komplett mitgerissen, dennoch ist der Roman empfehlenswert, wenn man Lust auf Konfliktreiche Beziehungen und eine sehr Charakter-driven Geschichte hat 😊
Hat mich nicht umgehauen
Vermutlich bin ich eine der Wenigen, die Blue Sisters nicht über den grünen Klee lobt. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Mir war das Buch zu klischeehaft- trotz ernster Themen wie Sucht, Verlust, Schuld, Verantwortung, Familie , Schwesternliebe, wusste ich lange Zeit nicht, wohin die Autorin wollte. Dass am Ende Bonnies & Pavels Baby den Namen der verstorbenen Schwester erhält, war nicht anders zu erwarten und dann wirklich "irgendwie too much". Mellors Sprache ist mir oft einfach zu "blumig" (....z.B. S.429 "Um den Teich herum seufzten und raschelten die dichten Baumkronen, als würden sie sich höflich abwenden") .
"As long as you are alive, it is never too late to be found."
Ein Buch über Schwestern, die ein gemeinsames aber auch persönliche Schicksale teilen. Drei Schwestern, die nicht ungleicher sein können haben ihre vierte Schwester verloren. Die Mutter will die Wohnung der vierten Schwester auflösen und nun sind sie alle, ein Jahr nach ihrem Tod, wieder mit der Wahrheit konfrontiert, es nie wirklich verarbeitet zu haben.. Die drei verbliebenen Schwestern haben alle eine so unterschiedliche Lebensgestaltung und doch hat jede ihre individuelle Probleme und Süchte aufgebaut.. ich fand es unheimlich zäh in die verschiedenen Welten der jeweiligen Schwestern einzutauchen und habe zwischendurch immer wieder Namen und Zusammenhänge vergessen, weil es alles nur an der Oberfläche angekratzt wird und es zu viele Sichtweisenänderungen gibt meiner Meinung nach. An sich eigentlich ein schönes Buch mit tollem Thema von Zusammenhalt, Trauer, Trauerbewältigung, aber für mich leider völlig langweilig und zu oberflächlich gestaltet..
Ich liebe es so so sehr!
Blue Sisters ist mit Abstand eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Geschichte über Avery, Nicky, Bonnie und Lucky hat mich so gefesselt, das ich es kaum aus der Hand legen wollte. Ich hatte das konstante Gefühl, dass ich alle Schwestern kennen würde. Coco Mellors Schreibweise ist wirklich besonders und einzigartig, ihre Bücher fesseln mich sehr. Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen!!

Mitreißendes Buch, aber schwer in Worte zu fassen, was ich davon gehalten habe. Die Themen generationsübergreifende Sucht und Geschwisterbeziehungen sind echt deep... Werde meine Rezension wahrscheinlich bald nochmal überarbeiten, sobald ich das Gelesene verarbeitet habe 😄 es ist definitiv gefühlstechnisch keine leichte Lektüre.
Ein Buch für jede Schwester & jede Trauernde & jede trauernde Schwester
Ufff, das ist das erste Buch bei dem ich geheult habe. Und zwar so richtig. In dem Buch wird fantastisch gezeigt, dass es nach dem ersten Todestag mit der Trauer nicht vorbei ist. Da geht es erst so richtig los mit der Trauerverarbeitung. Dass die Realisation erst so richtig einsetzt. Dass man sich Dinge sucht, die einen fühlen lassen. Dass man trotz der Leere noch am Leben ist. Dass man akzeptieren muss, dass man jetzt anders ist. Dass man sich auf eine Art neu erfinden muss. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen nicht mehr aufrecht erhalten kann. Dass man Beziehungen zu gewissen Menschen wieder intensivieren kann. Und dass man in der Trauer Dinge tut, die oft nicht okay sind - man sie aber trotzdem macht. Es geht um Schwesternschaft, Drogenmissbrauch, Endometriose, Selbstzerstörung, Sucht in allen Facetten, Flucht und Auseinandersetzung mit dem Tod einer Schwester. "Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach. [...]" (S. 427) Der letzte Monolog von Avery hat mich dann so richtig zerissen. Ich habe ganz viel mitgefühlt und nachvollziehen können. Die Schwestern und ihre Beziehungen zueinander werden unglaublich authentisch dargestellt.
Die Blue Sisters haben es auf ihre Art und Weise in mein Herz geschafft trotz Höhen und Tiefen. Der Zusammenhalt innerhalb des Geschwistergefüges hat mich sehr beeindruckt. Wichtige Inhalte (Umgang mit Trauer/Tod, Sucht/Abhängigkeiten, Endometriose mit chronischen Schmerzen)! Mochte den Schreibstil sehr, war mir aber etwas zu neutral geschrieben.
„It was easy to love someone in the beginnings and endings; it was all the time in between that was so hard.“
Drei Schwestern, wo eigentlich vier sein sollten. Avery Bonnie und Lucky versuchen, ihren Platz in einer Welt und ein neues Gleichgewicht in ihrer Schwesternbeziehung zu finden, jetzt wo Nicky nicht mehr da ist. Diese Geschichte ist nicht vom Plot getrieben. Sie bringt uns vielmehr drei Frauen nahe, die alle auf ihre eigene Art trauern. Die sich als Schwestern so nahe stehen und im gleichen Moment doch so wenig über die Lasten einer jeden wissen. Die so unterschiedlich sind und sich doch gleichen. Die füreinander sterben würden und sich im selben Augenblick zutiefst gegenseitig verletzen können. Ein nachdenklicher und berührender Roman, der sprachlich nicht unbedingt nach vorne prescht, mich aber genau damit abgeholt und sich langsam in mein Herz geschlichen hat. Besonders eine der Schwestern hat mir den Spiegel vorgehalten und mich zu der ein oder anderen Erkenntnis geführt. Was ich damit jetzt anfange, wird sich zeigen.
Für mich schwächer als der Vorgänger Cleopatra und Frankenstein
Coco Mellors erstes Buch habe ich sehr geliebt. Deshalb hatte ich mich auch unglaublich auf die Blue Sisters (Achtung Wortspiel) gefreut. Aber ich hatte so meine Probleme den richtigen Einstieg ins Buch zu finden. Vielleicht war es mir ein bisschen zu "blue", zuviele Drogen, zuviel Selbstzerstörung, einfach zuviel von Allem irgendwie. Ich habe mich mit keiner der Schwestern verbunden gefühlt, die waren mir alle "zu drüber". Insgesamt war es auch deshalb einfach kein Buch das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bei dem ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Und so hat es sich auch durchgezogen. Definitiv kein gute Laune Buch sondern eher eins das mich zumindest ein bisschen runtergezogen hat. Aber für manche Lesestimmungen kann es natürlich trotzdem das perfekte Buch sein. Für andere, nicht für mich. Schade Dennoch möchte ich anmerken dass Coco Mellors eine wunderschöne Sprache hat. Manche Sätze funkeln wie der glitzernde Zement der New Yorker Bürgersteige.
Ein Lesek(r)ampf.
Das Buch hat mich leider nicht wirklich überzeugen können. Die Grundidee, die Geschichten der unterschiedlichen Schwestern zu erzählen, hätte viel Potenzial für emotionale Tiefe und spannende Einblicke gehabt. Stattdessen wirkte es auf mich eher chaotisch und ziellos. Ein roter Faden fehlte, die Handlung plätscherte oft vor sich hin, und ich musste mich regelrecht durchkämpfen – fast so, wie es den Schwestern selbst im Leben ergeht. Besonders schade fand ich, dass auch hier wieder Religion eingebaut wurde, und das für mich eher erzwungen wirkte als wirklich sinnvoll für die Geschichte. Das hat den Lesefluss für mich zusätzlich gestört. Was ich dem Buch aber positiv anrechne, ist der queere Anteil. Die Darstellung queerer Persönlichkeiten und die Einblicke in die entsprechenden Herausforderungen fand ich gelungen und authentisch. Wenigstens an dieser Stelle hatte das Buch für mich einen Mehrwert. Unterm Strich bin ich froh, es beendet zu haben – aber nochmal würde ich es nicht lesen.
Erst die letzten 100 Seiten haben es für mich rausgerissen
Eigentlich bin ich beim Lesen dieses Buch davon ausgegangen, dass es sich intensiv mit dem Thema Schwesternschaft beschäftigt. Das tut es auch, doch der eigentliche Kern ist etwas ganz anderes. Nicole ist tot. Sie war die Schwester von Avery, Bonnie und Lucky. Es war kein natürlicher Tod. Wie die anderen 3 auch hatte sie mit einer Sucht zu kämpfen die sie am Ende zerstört hat. Alkohol, Medikamente, Partydrogen und Schmerz sind die Abhängigkeiten, die dem Leben der Schwestern die Leichtigkeit nehmen. Dabei stehen sie fest im Leben. Sind sogar erfolgreich als Anwältin, Boxerin, Lehrerin und Model. Doch irgendwas hat ihnen die Stabilität genommen und dem gehen wir in dem Buch auf den Grund. Die übrig gebliebenen Geschwister struggeln nun mit der Verarbeitung des Todes von Nicki. Jede geht anders damit um und gibt sich ein wenig die Schuld. Nicole hatte eine ausgeprägte Endometriose, die nicht übermäßigen, aber doch immer wieder Raum einnimmt. Diese Krankheit ist erst in den letzten Jahren überhaupt in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Klar, Männer haben sowas nicht-warum hätte man also auch darüber reden, geschweige denn forschen sollen. Wir sind nah dran an den Problemen, die Avery, Bonnie und Lucky mit sich rum tragen. Während eine Schwester ihre Sucht scheinbar besiegt hat, steigt die andere gerade erst ein. Obwohl es spürbare Konflikte zwischen Ihnen gibt, ziehen Sie sich gegenseitig immer wieder auf die Beine und sind für einander da – in guten und in schlechten Zeiten. Man spürt viel Wut, Misstrauen und Verletzung aber auch den willen, sich nicht im Stich zu lassen. Wir bekommen einen Blick in die Vergangenheit, die Eltern spielen keine unwesentliche Rolle an dem was in der Gegenwart gefühlt und gedacht wird. Doch sind sie lange nicht wirklich präsent. Das hat mir gefehlt. Erst auf den letzten 100 Seiten bekommt besonders die Mutter Raum und ist für mich eine der Schlüsselfiguren. Sie kennenzulernen, hätte ich mir viel früher gewünscht. Es gibt einmal ein Gespräch zwischen Avery und der Mutter, dass in mir widersprüchliche Gefühle geweckt hat. Eine ähnliche Auseinandersetzung mit den Eltern hätte ich mir von den anderen Geschwistern auch gewünscht. Ich konnte die Mutter einerseits verstehen andererseits mache auch ich ihr große Vorwürfe. Ich hätte gerne gewusst, welchen Blick sie auf die Eltern haben. Es hat etwas gedauert, bis ich mit den Schwestern warm geworden bin. Das liegt sicherlich daran, dass sie wenig Positivität ausstrahlen und auf jeder Seite abzurutschen drohen. Das hat mich phasenweise mitgenommen, aber manchmal auch genervt. Das Thema Sucht eint sie, doch die Unterschiedlichkeit der Art und Weise ist schon interessant. Das Ende macht das Buch für mich erst rund und hätte ruhig noch etwas intensiver sein können. Die Figuren machen eine ausgeprägte Entwicklung durch, was mich für jede Einzelne sehr gefreut hat. Es zeigt sich, wie stark sie eigentlich sind. So hat der Plot tatsächlich auf dem letzten Drücker meinen Leseeindruck maßgeblich beeinflusst. Wir haben also eine klassische Schwesterngeschichte, die sehr problembeladen ist, in der aber alle gleichmäßig daran beteiligt sind ihre Beziehung zu stärken. Sie brauchen sich! Ich empfehle das Buch allen, die sich mit tiefgreifenden, emotionalen Konflikten auseinandersetzen möchten, um am Ende Schwesternschaft zu feiern!
Die Suche nach der Leichtigkeit des Lebens im chaotischen, trauernden Leben dreier wunderbarer Schwestern
Nicky ist tot, Überdosis an Schmerztabletten - übrig bleiben Avery - die älteste Schwester, die zu früh die eigentlichen Mutteraufgaben übernommen hat, daran zerbrochen ist, doch nun seit 10 Jahren nach außen hin clean, trocken, suchtfrei - Bonnie, die zweitälteste, Boxweltmeisterin, diszipliniert und im Inneren sehr sanft und die jüngste, Nicky, wunderschön, Teil der Modewelt seit ihrem 15. Lebensjahr und lebt exakt das Leben an der Grenze. Dann gab es noch Nicky, die liebevolle, verständliche, doch sie ist gegangen und hat einen Riesen Riss hinterlassen. Wir erleben in dem Buch wie alle Schwestern mit dem Tod umgegangen sind, was in ihnen zerbrochen ist und wie sie erst wieder zusammen finden müssen, um die Leichtigkeit des Lebens wiederherzustellen. Tolles Buch - liest sich wirklich sehr gut - absolut empfehlenswert
Dieser Roman hat mich tief beeindruckt. 🥰📖👏 Die Geschichte dreier Schwestern, die den Verlust ihrer vierten Schwester bewältigen, ist einfühlsam und lebendig erzählt. ✨💫 Jede Schwester ist so einzigartig wie eine Jahreszeit, was sie besonders greifbar macht. 🌻🌷🌹 Die Mischung aus emotionaler Tiefe und Leichtigkeit hat mich begeistert. 💖👍 Verlust und Trauer werden ehrlich dargestellt, ohne die Geschichte zu erdrücken, und der Zusammenhalt der Familie steht berührend im Mittelpunkt. 🫂🤝 Das Happy End fühlt sich verdient und authentisch an – ein perfekter Abschluss. 💯🎉 Eine wunderbare Empfehlung für alle, die eine bewegende Geschichte mit Herz und Hoffnung suchen. ❤️🙏
„Aber das Vermissen nimmt kein Ende. Mein Leben hat sich aufgeteilt in ein Davor und ein Danach.“ (S.427)
Die drei Blue Schwestern müssen den Verlust ihrer vierten Schwester verarbeiten. Sie geraten immer wieder aus der Bahn und brechen den Kontakt zueinander ab. Jede von ihnen geht mit dem Verlust anders um. Sie treffen sich erst am Todestag wieder, um den Verkauf des Elternhauses zu verhindern. Dabei geraten sie aneinander und es sieht so aus, als ob sie sich erneut verlieren. Avery, Bonny, Lucky und Nicky werden direkt am Anfang detailliert dargestellt, sodass man einen guten Überblick über die Protagonistinnen bekommt. Die Kapitel sind aus der Perspektive der jeweiligen Charaktere geschrieben. Die Vergangenheit und die Gegenwart werden gut miteinander verbunden, sodass man sehr gut nachvollziehen kann, wieso jede Schwester so ist wie sie ist. Man wird mit schweren Themen, wie zum Beispiel Gewalt, Trauer, Sucht und psychischen Problemen konfrontiert. Diese werden realistisch, nahbar und emotional beschrieben. Man hat das Gefühl, die Charaktere zu kennen und mitten im Geschehen zu sein. Obwohl die Geschichte so traurig ist, gibt es einige Stellen zum Lachen, Hoffen und Mitfiebern. Einige Kapitel sind mir zu lang gewesen, weshalb ich einen halben Stern abziehe. Klare Leseempfehlung.

Ich habe in diesem Buch schon ein Jahreshighlight gefunden.
Dieses Buch ist in meinen Augen etwas besonderes. Die Komplexität von Schwestern sein, von den Gefühlen von Trauer und dessen Bewältigung. Von Sucht, Familienkonflikten und dem rausfinden, wer man eigentlich ist und sein will. In meinen Augen eine absolute Leseempfehlung. Ich habe so viel dabei gefühlt, und mich selbst oft darin wiedererkannt.

Ich liebe Coco Mellors !
Liebe diese Emotionen, die ihre Geschichten in mir auslösen. Ja was soll ich sagen - ich habe paar Tränchen vergossen. Es gab einige Schlüsselszenen, die unfassbar aussdrucksstark waren, obwohl es nicht viel an Worten verlangte. Wie macht diese Autorin das bloß? Das Gespräch mit Avery und ihrer Mutter - Bonnies erster Besuch im Boxclub mit Nicky - das Aufeinandertreffen und die Auseinandersetzung der drei Schwestern - Ich bin selbst Einzelkind und konnte mit diesem Buch vlt. ansatzweise verstehen, wie es ist Geschwister zu haben.






















































