Die Wut, die bleibt

Die Wut, die bleibt

Hardback
4.34153
Female EmpowermentÜberforderung#MetooSelbstmord

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Description

Mareike Fallwickls Roman über die Last, die auf den Frauen abgeladen wird, und das Aufbegehren: radikal, wachrüttelnd, empowernd.

Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.

Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
384
Price
22.70 €

Author Description

Mareike Fallwickl debütierte 2018 mit Dunkelgrün fast schwarz, 2019 folgte Das Licht ist hier viel heller. Die Wut, die bleibt (2022) war ein großer Erfolg bei Presse und Publikum, kam bei den Salzburger Festspielen auf die Bühne und wird fürs Kino verfilmt. Und alle so still (2024) gelangte in die Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste und wird ebenfalls an verschiedenen Theatern inszeniert. Mareike Fallwickl lebt im Salzburger Land und setzt sich online wie offline für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen und diversen Erzählstimmen.

Characteristics

23 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
71%
19%
13%
7%
60%
7%
87%
89%
72%
55%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
59%
73%
86%
76%

Pace

Fast17%
Slow9%
Moderate74%
Variable0%

Writing Style

Simple26%
Complex17%
Moderate57%
Bildhaft (88%)Minimalistisch (6%)Poetisch (13%)Außergewöhnlich (44%)

Posts

751
All
5

💪 Sie rauben uns alles, außer die Wut 💪 WeareKarma

Jede gute Geschichte fängt damit an, dass jemand etwas Unerwartetes tut, das sein Leben entscheidend verändert. (S. 29f) So ging es mir direkt bei der ersten Seite. Der Einstieg in das Buch ist hart und hat mich eiskalt erwischt, ich wusste so gar nicht worauf ich mich einlass und ich habe jede Seite, jede Auflehnung von Lola und ihren Freundinnen, jede Sichtbarkeit von Misogynie und Diskussionen, Streits, Auseinandersetzungen mit Lola und Sarah geliebt! Diese Buch beinhaltet so viele wichtige Themen, diese wurden grandios inszeniert. Etwas mehr hätte die männliche Wahrnehmung von Johannes und Leon mit einfließen können. Die Sozialisierung und das indoktrinierte Weltbild. Eine Familie der plötzlich der Halt fehlt, eine Freundin, die sich aus den falschen Gründen verantwortlich fühlt und Männer, die nichts tun - nicht hinsehen - nicht handeln - nicht reagieren.. Sexualisierte Gewalt oder "Alltagssexismus" werden sehr gut behandelt und in kritische Kontexte gebettet. Frauen, die sich wehren und nicht weggucken! Einfach stark! Es ist traurig, dass solche Witze: "welche Kraft wirkt auf die Frau, die Herdanziehungskraft" in unserer Gesellschaft immer noch toleriert werden, das darüber gelacht wird, während das für viele Frauen die traurige Realität ist, ob selbstgewählt oder unfreiwillig. Der Mangel an Selbstbestimmung macht solche Witze echt! Traurig! Die Ideale unserer Geschellschaft sind fragwürdig und ich hoffe sehr, dass ich meinen Schülerinnen und Schülern ein Vorbild für Selbstbestimmung sein kann. Ein Buch für alle, die hinschauen und nicht wegschauen!

4.5

Ein intensives und starkes Buch. Ich will mehr von diesen Büchern, die beinahe unbequem, laut & nachdenklich sind.

Ich bin auf "Die Wut, die bleibt" aufmerksam geworden, weil die Autorin Mareike Fallwickl zu denen der Essays in "Heute ist ein guter Tag, das Patriarchat abzuschaffen" gehört. Ihr Essay dort hatte auch kurzzeitig dieses Buch aufgegriffen. Ich war also bereits sehr gespannt auf dieses Werk und musste es dementsprechend zeitnahe lesen. Man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen, ohne Umschweife. Lola und Sarah waren zwei so spannende, wie unterschiedliche Charaktere. Durch die Kapitel hindurch, begleitet man die beiden abwechselnd. Lola ist 15, als sie ihre Mutter verliert. Sarah ist 39, die beste Freundin von Lolas Mutter und schnell in einer neuen Rolle gefangen, die sie sich so nicht ausgesucht hat. Das Buch thematisiert viele wichtige Aspekte des Feminismus und der patriarchalen Strukturen, in denen wir leben. Es gab so viele starke Zitate, dass ich reihenweise Zettelchen zum Markieren verbraucht habe. Besonders mitreißend und emotional waren die Szenen zwischen Lola und Sarah, Lolas Verständnis von der Welt, ihr Versuch ihren Platz zu finden und Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen, wobei dieser nicht immer auf einem anmehmbaren Weg verläuft. So sollte man nie Gewalt als Lösung von genau dieser wählen. Aber darum geht es hier auch nicht. Denn nicht nur Lola macht viel durch, auch Sarah entwickelt sich innerhalb des Buches weiter und wo sie anfänglich noch sehr in ihrer "Rolle" feststeckt, merkt man, wie wichtig die Diskussionen und Auseinandersetzungen mit Lola sind. Im Verlauf der Geschichte gibt es einige Szenen, die emotional treffen, die nachdenklich stimmen oder einfach nur wütend machen. Die oft ausgeübte Kritik, dass Männer hier nicht besonders gut wegkommen, verstehe ich zwar, doch würde ich nicht sagen, dass die Darstellung hier nicht als gewähltes Mittel passt, gerade weil es eben durchaus solche Beispiele gibt und auch Männer mit diesem System aufwachsen, hineinwachsen und ihr ganz eigenes Rollenverständnis haben. Genau das hat Fallwickl auch in ihrem Essay in "Heute ist ein guter Tag, das Patriarchat abzuschaffen" beschrieben, weswegen an der Stelle auch eine Empfehlung für diese Sammlung rausgeht. Das Buch ist schonungslos, geht offen mit weiblicher Wut, mit Verlust, mit Idealen und Rollenbildern um und wirkt nach. Es ist nicht als Handlungsanleitung zu verstehen, auf gar keinen Fall und soll meines Erachtens auch nichts beschönigen. Es ist vielmehr eine Kritik an einem System, dass uns alle betrifft, egal welchen Geschlechts. Der Schreibstil von Fallwickl bringt genau das gut rüber. "Die Wut, die bleibt" gibt Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Frauen, bricht Tabus, spielt mit einigen Grenzen und macht etwas mit den Lesenden. Das Buch wird noch eine Weile nachhallen und das nächste Buch von Mareike Fallwickl liegt bereits auf meinem SuB bereit.

Ein intensives und starkes Buch. Ich will mehr von diesen Büchern, die beinahe unbequem, laut & nachdenklich sind.
4

Die Bücher von Mareike Fallwickl lösen einfach etwas in mir aus.🫀🧠 Ihre Geschichten berühren mich immer und bringen mich zum Nachdenken, weil sie Dinge ausspricht, die einfach wahr sind. Über unser Leben, unsere Gesellschaft und über all das, was viel zu oft unausgesprochen bleibt.⚡️🔥 Beim Abendessen steht Helene, Mutter von drei Kindern, plötzlich auf, geht zum Balkon und springt. Einfach so. Ohne Erklärung. Ohne Abschied. 💔 Zurück bleiben ihre Kinder, ein überforderter Vater und Helenes beste Freundin Sarah. Und plötzlich geht es nur noch darum, irgendwie weiterzumachen. Irgendwie zu funktionieren und zu überleben. Was danach folgt, ist keine klassische Trauerstory, sondern viel mehr eine Geschichte über all das, was sich über Jahre aufgestaut hat. Über Erwartungen. Über Rollenbilder. Über Care-Arbeit. Über dieses unsichtbare Gewicht, das viele Frauen jeden Tag tragen. 🧺🧹📅 Ich fand es gut, dass der Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Lola ist voller roher, ungefilterter Wut. Rebellisch, laut, verletzlich. Sarah dagegen versucht alles zusammenzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und irgendwie Ordnung ins Chaos zu bringen 🧩🫶. Die Autorin schreibt unglaublich intensiv ✍️. Manchmal poetisch und vor allem brutal ehrlich. Es gibt Passagen, die sich wie ein Schlag anfühlen und andere, die ganz leise unter die Haut gehen. 🫀📚 Es ist kein leichtes Buch, aber ein unglaublich wichtiges. Es erzählt von Verlust, von weiblicher Wut, von gesellschaftlichem Druck und davon, wie viel unausgesprochen bleibt. Es ist ein Roman, der weh tut und nachhallt. 🔥💥

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4.5

25 Frauen 2025 - Buch 30: Dieser Roman ist schonungslos und das mit einer so großen Wucht, dass das Lesen mir zwischendurch weh tat. Und das ist genau richtig so! Helene und ihr Partner Johannes sitzen mit den Kindern Lola, Maxi und Lucius beim Abendessen. Zu dieser Zeit ist Corona-Lockdown und Helene hat ihre Arbeit zugunsten der Kinderbetreuung aufgegeben. Sie hat gekocht und setzt sich. Als Johannes fragt, ob sie noch Salz haben, steht sie auf, geht auf den Balkon und stürzt sich in den Tod. Das ist kein Spoiler, denn es passiert auf den ersten Seiten. Fassungslos saß ich da. In Minutenschnelle ist man drin in der Handlung und die Sogwirkung blieb für mich bestehen. Im weiteren Verlauf folgt man einerseits der Perspektive der Teenagertochter Lola und andererseits der Perspektive von Helenes bester und längster Freundin Sarah, die die Familie nach Helenes Selbstmord unterstützt. Mareike Fallwickl spricht in diesem feministischen Roman viele wichtige gesellschaftliche Themen an, so dass ich auch jetzt, nach dem Beenden des Romans, noch einiges zum Nachdenken haben werde. Ein wichtiger Roman! Und dennoch hätte ich mir zumindest eine positive männliche Figur von Fallwickl gewünscht. Ich danke _js_ für die Empfehlung!

5

Das Buch, das bleibt, das einen im besten Sinne verfolgt

Die Wut, die bleibt beleuchtet das Leben mehrerer Frauen und ihre Erfahrungen mit Care-Arbeit, Überforderung und Ohnmacht. Die Erzählung ist schonungslos und ehrlich. Sie zeigt, wie persönlich und politisch diese Themen sind. Dieses Buch hat mich sprachlos gemacht. Es ist emotional extrem fordernd, aber auch unglaublich stark. Ich habe mich oft unwohl gefühlt – im besten Sinne, weil es zum Nachdenken anregt. Gleichzeitig steckt viel Mut und Hoffnung zwischen den Zeilen. Ein Buch, das mich noch lange begleiten wird.

4

Wichtig!

Das Bucht hat mich wirklich bewegt. Die Message hinter dem Buch ist stark und wichtig : Es geht um die Rolle als Mutter, Selbstbestimmung, weibliche Wut, gesellschaftliche Rollenbilder und die Frage, was passiert, wenn eine Frau einfach nicht mehr kann. Der Schreibstil ist direkt und bringt viele Gedanken zum Nachdenken. Was für mich persönlich etwas schwierig war, ist der Umgang mit Gewalt. Einige Szenen waren mir zu heftig und haben ein bisschen von der Wirkung der eigentlich starken Botschaft abgelenkt. Trotzdem: Ein sehr lesenswertes Buch mit viel Tiefe, das aufrüttelt und das sollte es auch.

5

Schmerz und Hoffnung in einem Werk

Wow, was für ein gewaltiges Buch. Jede Seite des Romans hat Mareike Fallwickl mit so vielen Emotionen beladen, dass ich das Buch an einigen Stellen weglegen musste um mich von dem Gelesenen zu erholen. Auf eine unnachahmliche Art wird der Umgang mit der Trauer über den Suizid eines geliebten Menschen aus einer weiblichen und feministischen Perspektive beschrieben. Dieses Eintauchen in weibliche Gefühlswelten ist für Männer in manchen Kapiteln und Szenen vermutlich nur schwer nachvollziehbar und kann einen wichtigen Beitrag in der Gleichberechtigung liefern. Die patriarchale Struktur unserer Gesellschaft kommt gerade in dem Erzählungsstrang der heranwachsenden Lola o brutal zum Vorschein, dass einem glatt schlecht werden kann. Der brutale Umgang damit und der Versuch sich mit Gewalt aus dieser Unterdrückung zu befreien ist wohl symbolisch für viele junge Frauen und macht auch Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft, für die hier im wahrsten Sinne des Wortes gekämpft wird. Trotzdem findet das Buch auch die richtigen Töne, aus denen hervorgeht, dass Gewalt nicht verherrlicht werden kann. Interessant ist aber weiterhin der Blick auf die andere Perspektive der 40-jährigen Sarah, die durch den Suizid ihrer besten Freundin auf eine sehr harte Tour lernt, selbstbestimmt leben zu wollen und immer weiter für sich einsteht. Denn es ist nie zu spät eine Feministin zu sein. Insgesamt besticht der Roman nicht nur mit einer unbarmherzigen Wahrheit über unsere Gesellschaft, sondern auch mit einer wirklich angenehmen Schreibweise und verständlichen Handlungssträngen. Es kann einem viele harte Stunden des Lesens bescheren, aber hoffentlich auch einer Menge weiblicher Personen Mut schenken, dass sie nicht alleine sind. Nicht alleine gegen das Patriarchat ankämpfen müssen. Es wird jedoch nicht nur die Gesellschaft auf den Prüfstand gestellt, sondern auch die eigene Partnerschaft als Tatort sexualisierter Gewalt und des Machtmissbrauchs aufgezeigt. Denn im Grunde können Menschen vor Gewalt an keinem Ort sicher sein und eine Partnerschaft ist kein Freibrief für Gewalt in psychischer oder physischer Form.

4.5

Traurig, intensiv und zum Nachdenken zwingt.

Das ist mein zweites Buch von Mareike Fallwickl – und wieder hat sie es geschafft, mich mit ihrem Schreibstil komplett in den Bann zu ziehen. Sie schreibt so direkt, so eindringlich, dass man einfach weiterlesen muss. Inhaltlich geht es um ein wichtiges, starkes Thema: Feminismus, Mutterschaft, Care-Arbeit und die ungleiche Verteilung von Verantwortung zwischen Männern und Frauen. Fallwickl zeigt in ihrer Geschichte sehr eindrücklich, wie überlastet, unsichtbar und allein gelassen Frauen oft sind – und was das mit ihnen macht. Ich muss gestehen, dass ich mich persönlich bisher viel zu wenig mit diesen Themen beschäftigt habe. Umso mehr hat mich das Buch wachgerüttelt und nachdenklich gemacht. Trotzdem gebe ich nicht die vollen 5 Sterne, sondern 4,5. Denn Gewalt ist für mich keine Lösung – und auch wenn sie in der Geschichte einen Platz hat, empfinde ich das als etwas, das für mich nie gerechtfertigt sein wird. Alles in allem aber ein wahnsinnig starkes Buch, das Spuren hinterlässt und unbedingt gelesen werden sollte. Ich bin mir sicher, dass es nicht mein letztes Buch von Mareike Fallwickl war.

3

Hat mich als Geschichte nicht ganz überzeugt! Depression ist eine furchtbare Krankheit 💔.

Das war mein erstes Buch der Autorin und ich habe etwas gemischte Gefühle. Helene, Mutter von 3 Kindern, steht eines Abends beim Essen auf und spring daraufhin vom Balkon 5 Stockwerke runter in den Tod. Zurück bleibt Wut, wiedergegeben aus den Perspektiven ihrer Freundin Sarah und ihrer ältesten Tochter Lola. Das Buch fängt direkt heftig an, der Suizid findet statt. Man schaut als Leser hilflos zu und weiß nicht wohin. Ich persönlich fand, dass die unmittelbar folgenden Kapitel schwer zu lesen waren. Depression ist eine furchtbare und unsichtbare Krankheit. Betroffene bekommen oft keine Hilfe oder die Hilfe kommt schlichtweg zu spät. Meine Rezension behandelt nicht diese Krankheit und ich könnte mir niemals anmaßen auch nur zu überleben, was die Protagonistin durchgemacht hat. Ich beziehe mich eher auf die Nachwirkungen. In unserer Gesellschaft sind Kinder zu etwas degradiert worden, was man lieber gar nicht erst hat. Unsere Protagonistin hatte sogar 3. In meiner Rezension denke ich laut darüber nach, ob die Krankheit evtl. schon da war, als man sich noch für ein drittes Kind entschieden hat. Es geht um Verantwortung. Nicht um victim blaming. Es muss besprochen werden. Kein Kind hat darum gebeten, geboren zu werden, also liegt die Verantwortung bei uns Erwachsenen. Ich habe doch einige Seiten gebraucht, bis ich mich zurecht gefunden habe. Sarahs POV war für mich bis zum Schluss etwas schwierig. Lolas Perspektive hingegen habe ich atemlos gelesen, ist sie in gewisser Hinsicht eine Vollwaise, denn sie lebt nun mit ihrem Stiefvater. Ihr leiblicher Vater kümmert sich nicht und hat sich noch nie gekümmert. 🌺Zitat 🌺 „Das ist alles, das ist der Kern. Eine Mutter, die lieber tot sein will, als bei ihr zu bleiben. Ein Vater, der schon nicht bleiben wollte, als sie nicht mal geboren war.“ Im Verlauf der Geschichte hat sich mein erster Eindruck etwas gedreht, ich konnte Sarah besser folgen und Lolas POV wurde zunehmend undurchsichtig für mich. Nicht so gut gefallen hat mir, dass das alles im Zusammenhang mit der Corona Pandemie steht. Ich finde, da haben die AutorenInnen einen Fehler gemacht, wenn sie was in ihren Büchern untergebracht haben. Bei jeder Erwähnung bin ich direkt aggressiv geworden, weil ich es einfach nicht mehr hören kann (hätte das Buch nicht gelesen, hätte ich das vorab gewusst, deshalb erzähle ich das Euch!) Meine sehr ausführliche Rezension ist bei Reado hochgeladen. Hier reicht der Platz nicht und ich habe noch nie eine Rezension in den Kommentaren weitergelesen. ‼️Es folgen keine Spoiler, aber doch eine recht genaue Besprechung ‼️ Ich verstehe, dass das ein feministischer Roman ist, der die Überforderung der Frauen und die Inkompetenz der Männer im häuslichen Bereich aufzeigen soll. Und die immerzu währende Respektlosigkeit und wie über den weiblichen Körper verfügt wird. Helenes Ehemann weiß scheinbar nicht mal, wie man eine Waschmaschine bedient und das Leben stürzt in jeglicher Hinsicht in sich zusammen. Dann werden explizite Szenen geschildert wie z.B. Sarahs Freund mit ihr umgeht oder Lolas Klassenkameraden / männliche Teenager den Mädchen nachstellen. Es gibt sehr viele gute Sachbücher zu diesem Thema! Für mich persönlich hätte ich innerhalb eines Romans gern mehr Hinweise auf mögliche mentale Probleme gehabt, um das Thema Suizid noch etwas besser zu beleuchten, es war etwas plakativ und klischeebehaftet dargestellt. Depression muss klar benannt und entstigmatisiert werden. Und für mich waren die Kinder die Opfer in diesem Buch. Schließlich wurden sie freiwillig zur Welt gebracht. Es ist leicht, die Verantwortung anschließend von sich zu weisen, aber sogar noch ein drittes Kind zu bekommen vorher. Mir hat das Herz weh getan und ich habe stumme Tränen geweint angesichts der Tatsache, dass der jüngste noch ein Baby ist und der zweitjüngste ein Kindergartenkind. Und auch Lola war auf sich gestellt von jetzt auf gleich. Ohne Frage schmerzt mein Herz auch für Helene, sie muss fürchterliche Qualen ausgestanden haben, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Sie wurde zum Opfer einer heimtückischen Krankheit!!! Aber in dem Buch ist sie bereits nicht mehr da, für sie ist das Leid vorbei. Für ihre Familie hat es erst begonnen. Ich hoffe, es spricht sich weiter rum, dass man keine Kinder haben muss. Denn im Zweifel muss man bereit sein, sich allein um diese zu kümmern, komme was wolle. Das ist das Kreuz, das Mütter tragen. Ich stehe grundsätzlich auf der Seite der Kinder. Diese haben nicht darum gebeten, geboren zu werden. Der teilweise vor Selbstmitleid triefende Unterton hat mich auch an den „Trend“ denken lassen, dass Mütter neuerdings im Internet zeigen, wie dreckig ihre Häuser und Wohnungen sind. Dass ihre mental health es ihnen verbietet, Geschirr zu spülen, Betten zu beziehen, Müll wegzubringen und als Resultat, ihre Kinder im Dreck hausen müssen. Und das Internet muss Mitleid mit ihnen haben und die dreckigen Lebensumstände validieren. Ich kann das nicht und werde das nicht können. Die Kinder haben mir das Herz zerrissen und für mich wurde zu wenig (gar nicht) auf die mentale Gesundheit eingegangen, es wurde nur immerzu nach äußerer Schuld gesucht und nie klargemacht, dass eine erwachsene Person eigene Entscheidungen trifft. Viele Angehörige leiden ein Leben lang unter Schuldgefühlen und zerbrechen unter der Frage, ob sie etwas hätten ändern können. Dabei kann man eine erwachsene Person nicht davon abhalten, das zu tun, was sie wirklich tun möchte. Es ist unmöglich ein Fazit zu ziehen. Depression muss besprochen werden. Es muss möglich gemacht werden, dass Betroffene Hilfe bekommen. Es muss aber auch erlaubt sein, dass man für Kinder einsteht. Dass Kinder auch ein Recht haben, in einem ordentlichen Umfeld aufzuwachsen. Ihr seht, das Buch hat mich sehr aufgewühlt. Thema ist eine 10/10, die Umsetzung hat mich nicht ganz überzeugt. Schwieriges Thema! Schwieriges Buch! Macht Euch am besten ein eigenes Bild! 3/5⭐️⭐️⭐️

Hat mich als Geschichte nicht ganz überzeugt! Depression ist eine furchtbare Krankheit 💔.
4.5

W O W !!

Als Hörbuch haben wir hier zwei Sprecherinnen bekommen. Beide hatten eine super angenehme Stimme und ich konnte ihnen gut folgen. Kapitel waren teilweise lang, aber hat durch die Spannung nichts getan. ☝🏼 ⚠️ Trigger-Warnung hier beachten: - Selbstmord - Femizid - Gewalt - Depressionen - Magersucht | Essstörung Wirklich ein super wichtiges Buch meiner Meinung nach. Es behandelt viele Themen kamen hier vor, die ich so gar nicht bedacht habe oder den Blickwinkel ich nicht gehabt hatte. Wir bekommen die Gesicht von Lola und Sarah. Wer die beiden sind, mag ich nicht sagen, da es eventuell spoilern könnte. 😊 Klare Leseempfehlung! 🫶🏼

W O W !!
4

Keine klassische Rezension - aber definitiv eine Leseempfehlung

Keine Frage – Die Wut, die bleibt ist ein gut geschriebenes Buch, das mit patriarchalen Strukturen, emotional abwesenden Vätern und männlichen Gewalttätern abrechnet... Besonders spannend ist jedoch, wie sehr das Buch die Gemüter vieler Frauen erhitzt. Die einen auf Grund der männlichen Protagonisten des Buchs, die anderen auf Grund der Gewalt, die von jungen Frauen ausgeht. Das lässt sich deutlich an den Rezensionen und Diskussionen im Social Read hier auf Reado beobachten. Noch nie zuvor habe ich dort einen so intensiven und hitzigen Meinungsaustausch erlebt. Dass ein junges Mädchen auf einen Rachefeldzug geht und Gewalt an Männern ausübt, scheint für viele Frauen eine Grenze zu überschreiten, ein absolutes Tabu zu sein. Es bringt sie dazu, nicht nur das Buch, sondern auch den vermeintlich dahinterstehenden Feminismus und sogar die Autorin selbst zu verteufeln. Gerade das finde ich bemerkenswert: Die Gewalt geht in der Geschichte zunächst von Männern aus – doch an dieser Stelle bleibt der große Aufschrei aus. Erst als ein Mädchen zur Selbstjustiz greift, wird die Empörung riesig. Warum ist das so? Ist männliche Gewalt so sehr normalisiert? Müssen Frauen stets friedliche Lösungen finden? Und ist das Entsetzen andernfalls einfach größer? Besonders verwunderlich ist das ganze, da das Buch rein fiktional ist und kein Ratgeber oder Handlungsempfehlung – dennoch wird das Buch häufiger so gewertet und deswegen verurteilt. In unzähligen Serien, Filmen und Büchern wird Gewalt dargestellt. Von wem geht sie dort meist aus? Von Männern. Und nur selten führt das zu vergleichbarer Empörung oder zu der Annahme, es habe eine gefährliche Vorbildfunktion. Mareike Fallwickl hat mit diesem Buch einen Denkanstoß geliefert. Vielleicht wollte sie wachrütteln, vielleicht gesellschaftliche Strukturen ins Wanken bringen – vllt ist es ja wirklich ein kleiner Warnschuss. So oder so, es ist ein Buch, das bewegt.

5

Es macht mich nicht nur nach dem Lesen nachdenklich, denn das hat es vorher schon...

Ich habe noch nichts vergleichbares gelesen, nun weiß ich auch warum, die Wut wächst, auch bei mir. Es macht mich also nicht nur nach dem Lesen nachdenklich, denn das hat es vorher schon... Das sind Bücher die berühren, ganz oft musste ich schlucken und habe mit genickt. Ich finde also hier Bedarf es nicht allzu vieler Worte, lest, hört, schaut euch um, vermittelt, helft, bildet Gemeinschaften 👊🏻♀️ Es wird definitiv nicht mein letztes Buch dieser Art sein. Wie viele wertvolle Bücher um die Zeit des Lockdown entstanden sind oder davon handeln, dieses gehört  meisterlich auf einen ganz hohen und wichtigen Podest.

4

** Wenn Wut laut wird… **

Mareike Fallwickl greift in Die Wut, die bleibt Themen auf, die ins Mark treffen: unbezahlte Frauenarbeit, die Belastungen der Pandemie und die ständige Erschöpfung, die Frauen oft still ertragen. Die „Tränen der Erschöpfung“ und die Erziehung zur Konfliktvermeidung sind nur einige der Punkte, die schmerzhaft nachvollziehbar sind. Der Schreibstil ist dabei kraftvoll und mitreißend – das Buch lässt sich kaum aus der Hand legen. Trotzdem hatte ich „kleine Probleme“ damit. Viele Themen sind so zugespitzt, dass sie ihre Wirkung teilweise verlieren. Was mich besonders gestört hat, war der Gedanke an Selbstjustiz, der unausgesprochen im Raum steht. Das fühlte sich für mich persönlich an manchen Stellen einfach falsch an. Die Story bleibt lange im Kopf und ist eine wertvolle Möglichkeit, sich mit diesen wichtigen und oft verdrängten Thematiken vertraut zu machen. Ein Roman, der bewegt und nachwirkt.

3

Puh, was für ein emotionales Buch. Während der ersten Hälfte war ich mir sicher, dass es ein 5 Sterne Buch werden wird. Schon in der ersten Szene mit dem Salz hab ich mich wieder erkannt. In der zweite Hälfte hat sich das Buch aber mMn in die falsche Richtung entwickelt. Der Mädels Gruppe rund um Lola kann ich gar nix abgewinnen. Gewalt ist doch keine Lösung. Und auch Sarah hat sich mMn mehr zum Jammerlappen entwickelt als zur starken Frau. Der Umgang mit Leon am Ende des Buchs hat mir auch nicht gefallen. Im Endeffekt ruft dieses Buch zur Männerfeindlichkeit auf und das ist der falsche Weg für ein schönes Miteinander. Schade, ich hatte mir irgendwie mehr erwartet.

4.5

So viel Wahrheit in einem Buch. Wie oft hab ich zustimment genickt. Unzählige Male. Ich kann diese unbändige Wut verstehen und nachvollziehen. Es sollte ein Denkanstoß für alle sein.

4.5

Die Wut, die bleibt – und das Recht, gehört zu werden

Ein kraftvolles Buch, das laut ist – und genau deshalb so wichtig. Mareike Fallwickl schreibt über Mutterschaft, Care-Arbeit, Erschöpfung, über die Wut, die sich in Frauenkörpern ansammelt, wenn sie immer wieder übergangen, überfordert, übersehen werden. Aber das Großartige an diesem Buch ist: Man muss keine Mutter sein, um es zu fühlen. Diese Wut gehört uns allen. Diese Müdigkeit. Dieses permanente Zurückweichen, das als Rücksicht verkauft wird. Dieses stille Funktionieren. Und das Bedürfnis, endlich laut zu sein – und gehört zu werden. Beim Hören hatte ich viele dieser Ja-genau-Momente. Keine neuen Erkenntnisse im Sinne von Aha – sondern diese stille Bestätigung: Du bildest dir das nicht ein. Diese Sätze kennt man, diese Blicke, dieses Nicht-Gemeinte, das trotzdem wirkt. Fallwickl schreibt mit Wucht und Klarheit, aber ohne Pathos. Sie beschreibt eine Realität, die wir oft lieber nicht wahrnehmen – und trifft damit direkt ins Herz.

4

Das wirkt nach!

Ein gelungenes Buch über das Dasein von Frauen und Müttern in der heutigen Gesellschaft. Eine Mutter die sich das Leben nimmt, ihre älteste Tochter und ihre beste Freundin. Drei Frauen, drei Perspektiven und doch ganz viel Gemeinsames. Unbedingt lesen!

5

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich weiß ich bin etwas Late to the Party aber bei diesem Buch gilt: besser spät als nie! 😍 Das Buch ist ein Meisterwerk. Mareike Fallwickl schafft es, sprachlich präzise und emotional schonungslos Themen anzusprechen, die allzu oft verdrängt werden: die unsichtbare Last von Frauen, die Kraft von Wut und die Notwendigkeit gesellschaftlicher Veränderung. Besonders berührend und schmerzhaft treffend sind Aussagen wie: „Der erschöpfte Vater bekommt Anerkennung, die erschöpfte Mutter Sprüche.“ oder „Wir müssen aufhören, die jüngere Generation zu belehren, und anfangen, von ihr zu lernen.“ Sie bringen komplexe Strukturen auf den Punkt und bleiben lange im Kopf. Ein Buch, das Mut macht, Wut zu fühlen und Veränderungen einzufordern. Unfassbar gut und unfassbar wichtig 🤯

4.5

Mir fehlen die Worte. Als Dreifach-Mama finde ich mich in so vielen Schilderungen wieder, spüre die Wut und irgendwie bin ich trotzdem in einer ganz anderen Situation. Denn ich habe das Glück (oder eben gezielt danach gesucht) einen Mann an meiner Seite zu haben, der nicht nur eine Ehefrau haben wollte, sondern Ehemann sein will. Der nicht nur Kinder haben wollte, sondern Vater sein will. Und das spüren wir jeden Tag. Wenn ich dann solche fiktiven Erzählungen lese und an Millionen Frauen da draußen denke, die genau so und schlimmer ausharren müssen, alleine stemmen müssen, kämpfen müssen - dann steigt da so eine unbändige Wut in mir auf. —— ACHTUNG ‼️ AB HIER POTENZIELLE SPOILER ‼️ —— Ich konnte die Szenen von Lola nicht so ganz nachvollziehen und fand sie teilweise sehr befremdlich, kann die Gewalt die in einigen Szenen beschrieben wird, absolut nicht gutheißen und finde es einfach sehr extrem. Dennoch wirft dieser Roman Fragen auf, auf die ich keine Antwort habe. Es gibt kein 100%iges Ja oder nein, kein Schwarz oder Weiß. Ich glaube, diese Geschichte wird noch lange in mir nach klingen, genau so wie die Fragen, die bewusst offen gelassen worden sind.

4.5

Ein sehr aufwühlender Roman über die noch nicht vorhandene Gleichberechtigung der Frauen. Das Buch beginnt mit dem Selbstmord der Mutter Helene während der Pandemie. Zurück bleiben drei Kinder und ihr Ehemann, der sich weiterhin drückt Verantwortung zu übernehmen.

Dass Frauen immer noch den überwiegenden Teil der Care-Arbeit übernehmen, ist bekannt. Vor allem in der Pandemie wurden sie aber vergessen. Immer verfügbar sein, zusätzlich Homeschooling und dabei den Stress vom Gatten abhalten, der im Homeoffice arbeitet brachte viele Frauen an die Grenze der Belastbarkeit. Familiäre Zustände werden hier sehr realitätsnah gezeichnet und ich fand mein eigenes, jüngeres Ich in so manchen Situationen wieder. Die neue Generation Frau begehrt jetzt auf. Sie lässt sich nicht mehr von der Gesellschaft diktieren, immer dem Schönheitsideal entsprechen zu müssen, immer harmoniebedürftig sein zu müssen, sie fordert Rechte ein. Dass Lola und ihre Freundinnen dazu aber zu roher Gewalt greifen, kann ich nicht tolerieren. Aber sie fanden keine andere Möglichkeit, sich in einer noch immer von Männern dominierten Welt Gehör zu verschaffen. Ein aufrüttelndes Buch, dass ich jedem (Mann) empfehlen kann.

5

Brutal ehrlich

Ein Buch, dass Tatsachen ausspricht, klar, nüchtern, brutal. Gleichberechtigung ist ein Prozess, der gerade erst begonnen hat und noch viele Opfer fordern wird. Nichts in diesem Buch kann einer Frau, und speziell einer Mutter, fremd sein. Vielleicht war ihr manches nicht bewusst, aber all das ist die Realität von Frauen. Ein Plädoyer um das Patriarchat zu erkennen und es nicht länger zuzulassen!

4

Eine Mutter kann nicht mehr und stürzt sich beim gemeinsamen Abendessen, mit der Familie, in den Tod. Wie geht es jetzt weiter? Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Sarah der besten Freundin, die aus einem Pflichtgefühl heraus nun um die Familie kümmert. Sie sorgt sich um die Kinder, bekocht die Familie und sorgt das alles so normal wie möglich weiterläuft. Sie zieht sogar zeitweise in die Wohnung, um da sein zu können. In ihrem Haus wartet zwar ein Mann, aber es scheint als flieht sie mehr vor ihm, als dass sie eine Zukunft mit ihm sieht. Sarah ist schnell an einem Punkt an dem sie Ihre Freundin verstehen kann. Wenn sie Sonntags eine Stunde für sich hat, ist dass das Beste in der Woche. Ihre Arbeit wird vom Vater der Kinder und dem Witwer nicht ernst genommen. Ging es ihrer Freundin auch so. Sie hat natürlich alles mitbekommen, aber eben nie selbst erlebt. Die zweite Perspektive ist die von der Tochter Lola. Sie kämpft mit sich, mit dem Tod ihrer Mutter und der Gesellschaft. Sie ist Teenager, neigt zunächst zu selbstverletzenden Verhalten. Bis sie mit ihrer Freundin die Schule schwänzt und skaten geht. Sie werden von Jungs angegriffen und beschließen zu einem Selbstverteidigungskurs zu gehen. Lola und ihre Freundin verändern sich bewusst, bekommen Muskeln, aber wollen auch nicht mehr dünn sein. In dem Kurs lernen sie zwei weitere Frauen kennen und nach einem Vorfall, gehen sie auf Rachekurs. Sogar Sarah helfen sie. Was würden wir machen, wenn unsere Beste Freundin stirbt. Würden wir wirklich so selbstlos handeln? Wie wäre es uns ergangen, wenn wir unsere Mutter verlieren, als wir Teaanager waren und immer noch in einer Männerdominanten Welt leben würden? Spannende Fragen, die durch dieses Buch aufgeworfen werden.

4

Kraftvoll und zeitnah

Mareike Fallwickels Roman beginnt mit einem Knaller. Mutter Helene stürzt sich beim gemeinsamen Abendessen mit Mann und Kindern vom Balkon in den Tod. Die Geschichte spielt zu Zeiten der Pandemie und ist ein Werk, dass durch den für die Autorin typischen Stil aus Provokation und Polarisierung besticht. Wenn man damit umgehen kann, liest sich das Buch richtig gut. Die Sprache der Autorin ist kraftvoll, sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Womit ich beim Klappentext nicht gerechnet habe, dass hier körperliche Gewalt an Männern verübt wird, teilweise in Szenen detailliert beschrieben. Es geht viel um die Frage, was macht Mutterschaft aus, was müssen Frauen andere als Männer opfern. Wobei auch die Protagonisten teilweise sehr klischeehaft dargestellt sind: der Mann, der trotz Tod seiner Frau weiter macht wie bisher und die Kleinkinder an die Freundin der toten Frau weiterreicht. Die Freundin, die ewig braucht bis sie kapiert, dass sie nur ausgenutzt wird. Die Stieftochter, die ihre Heilung in Wut ummünzt. Dennoch glaube ich, dass sich in diesem Werk viele Frauen zu mindest in Teilen wieder finden werden.

2

Absolut nicht meins!

Zum einen habe ich drei Anläufe gebraucht, bis ich wirklich weiter als 50 Seiten gelesen habe und ich war oft kurz davor, wieder aufzuhören oder gänzlich abzubrechen. Der Gedanke war gut aber das Thema wurde so übertrieben dargestellt. Ich habe nichts gegen Feminismus - bin ja selber betroffen ;-)) - aber bitte alles in Maßen. Man muss auch nicht so tun, als wären alle Menschen, die keinen extremen Feminismus leben, falsch! Das Ende hat sich dann nochmal unnötigerweise sehr gezogen, sodass ich einfach nur froh war, als ich das Buch endlich abgeschlossen hatte. Ich vergebe trotzdem 2🌟, weil ich doch einiges nachempfinden konnte aber empfehlen kann ich es nicht unbedingt 🤣

4

Feministisch, intensiv und voller Wucht

Die Brutalität und Direktheit sind schwer zu ertragen. Zwischen den extremen Szenen gibt es viele emotionale, wahre Momente, die mich tief berührten. Ich konnte die Wut gut nachvollziehen, auch wenn mir manches zu übertrieben war. Ein kraftvolles, unbequemes Buch, das lange nachwirkt.

4

Ein intensives Buch, was mir noch lang in Gedächtnis bleibt. Eine Mutter begeht Selbstmord vor den Augen der Familie. Wie geht die Familie damit um? Wer drückt wie seine Trauer aus. Wut und Gewalt spielen ein großes Thema, die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Sich wehren, für sich einstehen und für andere da sein. Bin gespannt auf den zweiten Teil

5

Die Wut die bleibt von Mareike Fallwickel Ein wichtiges Buch - mein Jahreshighlights

Eine Ehefrau und Mutter dreier Kinder steht beim gemeinsamen Abendessen unvermittelt vom Tisch auf, öffnet die Balkontür, tritt hinaus und springt... Wie gehen die Hinterbliebenen, Familie und Freunde damit um, wie reagiert das Umfeld, wer hilft, wer resigniert? Dieser intensive und herausfordernde Gesellschaftsroman/Entwicklungsroman zeigt auf was es heißt, eine Frau zu sein, die dem System, der Gesellschaft und der Politik gerecht sein soll. Welche Erwartungen an Frauen gerichtet werden und dass die sogenannte, vermeintlich im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht ist. Er appelliert an ein Umdenken der Gesellschaft im Allgemeinen und an das Eintreten der Männer für Frauenrechte im Speziellen. Dieses Buch sollte, nein muss, Pflichtlektüre in allen Schulen sein !!! Das Ergebnis einer tief verwurzelten geschlechtsspezifischen Diskriminierung in der Gesellschaft ist die internalisierte Misogynie, welche leider auch noch bei vielen Frauen standhaft Einhalt gewährt. Frauen helfen Frauen oft nicht sondern versuchen Taten mit "billigen" Ausreden zu rechtfertigen. "Warum ist sie auch alleine durch die Unterführung", "Warum hat sie sich auch so aufreizend angezogen", "sie ist doch freiwillig mitgegangen", "hätte sie weniger getrunken", etc. Frauen sollen zurückhaltender sein, freundlicher, hilfsbereiter und bloß nicht so provokant oder selbstbewusst. Frauen sollen hübsch sein, lange Haare haben, stets was aus sich machen, stets in bester Form sein und sich bloß nicht gehen lassen. Frauen sollen den Männern das Gefühl geben, das stärkere Geschlecht zu sein und dankbar dafür, dass der Mann sie beschützt. Frauen brauchen keine Beschützer sondern Männer, die gemeinsam mit Frauen für die Gleichberechtigung kämpfen, die Frauen respektieren und keine Gewalt und Angst verbreiten, die gerne auch mal auf was verzichten um es den Frauen zukommen zu lassen. Ich denke hierbei an die dänische Handball-Nationalmannschaft, die auf ihre Prämie verzichtete zugunsten der Frauennationalmannschaft ❤️ Sämtliches Aufbegehren, Demonstrieren, geschriebene Bücher und Ratgeber, geführte Gespräche und Diskussionen haben uns Frauen bisher leider noch nicht zur totalen Gleichberechtigung gebracht. Im Durchschnitt verdienen z.B. Frauen immer noch 17,6 % weniger als Männer für den gleichen Job. Frauen müssen sich endlich einander bestärken und unterstützen und aufhören sich unterdrücken zu lassen. Wir alle müssen aufhören, die jüngeren Generationen zu belächeln und belehren und endlich Anfangen auch von ihnen zu lernen. Nur so kommen wir der Gleichberechtigung näher!!! Ein wirklich aufwühlender, mitreißender und fesselnder Roman mit einer beeindruckenden Aussagekraft. #frauenderweltvereinteuch

Die Wut die bleibt
von Mareike Fallwickel

Ein wichtiges Buch - mein Jahreshighlights
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Ein unbarmherziges, wütendes und mutiges Buch. Das die Welt dringend gebraucht hat

4

Ziemlich radikal! An einigen Stellen für mich etwas übertrieben. Hat aber dennoch viele viele Themen, die zum Nachdenken anregen und einem die Wut hochkochen lassen.

4.5

Starkes Buch über die Wut der Frauen.

I love it! Gleichzeitig spannend und so herzzerreißend. Sehr zu empfehlen.

4

Ein wirklich aufwühlender Roman, dessen Feminismus mir stellenweise aber zu extrem und einseitig war. Die Fragen, die der Roman stellt, regen definitiv zum Nachdenken an, vor allem in den Diskussionen von Lola und Sarah. Trotzdem habe ich ein Störgefühl, wenn Unsicherheiten und Ungerechtigkeiten fast nur auf die Kategorie Geschlecht, in diesem Fall "Frau", zurückgeführt werden. Bzw. Männer im Gegenzug pauschal abgewertet werden. Es wirken doch noch so viel mehr Kategorien in unserem gesellschaftlichen Gefüge... Diese Frontenbildung gibt mir einfach kein gutes Gefühl.

5

Emanzipatorische Streitschrift, die laut und kraftvoll ist. Ein Werk, das aufwühlt, zum Nachdenken anregt, dieses Nachdenken geradezu einfordert und sich Gehör verschafft. Es gibt Sätze in diesem Buch, die sind von brachialer Offenheit, die zum Teil schwer zu (er-)tragen ist und gleichzeitig dem eigenen Erleben eine starke Stimme gibt. Emanzipiert und solidarisiert euch, ihr Frauen dieser Welt, schreit es regelrecht. Es ist gewagt, es ist mutig, es ist großartig!

5

Ein absolutes Herzensbuch, das jede Frau (und eigentlich jeder Mensch) gelesen haben sollte! Ehrlich, brutal, schonungslos und doch voller Hoffnung!

Selten hat mich ein Buch so tief im Innersten berührt und gleichzeitig aufgerüttelt wie dieses. „Die Wut, die bleibt“ ist kein einfacher Roman – es ist ein Schlag ins Herz, ein Spiegel, ein Aufschrei, der lange nachhallt. Mareike Fallwickl schreibt mit einer Intensität, die weh tut, aber genau deshalb so notwendig ist. Sie legt schonungslos offen, was viele Frauen fühlen, aber kaum aussprechen: die Erschöpfung, das Ungesehenwerden, die Last, immer zu funktionieren – und die stille, brodelnde Wut, die daraus entsteht. Ich habe beim Lesen geweint, genickt, geschluckt – und mich verstanden gefühlt. Es ist ein Buch über Schmerz, über Mutterschaft, über das Patriarchat, über weibliche Solidarität – aber vor allem über die Kraft, sich selbst wiederzufinden. Trotz aller Schwere strahlt zwischen den Zeilen eine unglaubliche Hoffnung: dass Veränderung möglich ist, wenn wir endlich hinsehen und uns gegenseitig tragen. Dieses Buch ist unbequem, ehrlich und heilsam zugleich. Es bleibt – genau wie die Wut, die es beschreibt. Ein absolutes Herzensbuch, das jede Frau (und eigentlich jeder Mensch) gelesen haben sollte.

5

Ich muss gestehen, dass ich mit diesem Buch ein wenig „late to the party“ bin und das ich in meinem Leben noch nicht viele feministische Bücher gelesen habe 😅 Ich würde sogar behaupten, dass „Die Wut, die bleibt“ der erste „richtig“ feministische Roman ist, den ich überhaupt gelesen habe. (Es war sicher nicht mein letzter!) Mareike Fallwickl gelingt es in dem Roman, nicht nur den Aspekt der „Hausfrau und Mutter“ zu beleuchten, die für ihre Familie alles hintenanstellt. Auch die Kämpfe, die die Singlefrau Sarah mit sich und dem temporär selbstgewählten Familienstatus austrägt oder die Probleme der pubertierenden Teenagertochter sind unglaublich detailliert beobachtet und ausgearbeitet. Mit allen drei Protagonistinnen konnte ich mich sehr gut identifizieren. Viele Blickwinkel sind mir durch den Roman überhaupt erst bewusst geworden. Besonders beeindruckt hat mich die Figur der Lola, die für ihr Alter unglaublich belesen ist und (für mich) wahnsinnig überzeugend argumentieren kann. „Wie verkehrt das ist“, hat Lola gesagt, „dass uns beigebracht wird, einen Angriff abzuwehren, aber dass Jungs nicht beigebracht bekommen, uns nicht anzugreifen.“ (S. 200) Jede einzelne Figur war für mich glaubhaft dargestellt, Helenes ignoranten Ehemann hätte ich am liebsten geschüttelt und angeschrien. ⚡ Dieses Buch fordert meiner Meinung nach alle Frauen dazu auf, anerzogene Klischees und Glaubenssätze über Bord zu werfen und ein selbstbestimmtes, selbstbewusstes Leben zu leben, sich keine Vorschriften machen zu lassen, wie sie denken, fühlen und handeln sollen – nach Meinung anderer. Ja, die Wut bleibt nach der Lektüre dieses grandiosen Buches. Aber ich bin wachgerüttelt worden und absolut begeistert! Leseempfehlung!

4

Wichtige Themen, aber…

…es konnte mich nicht so richtig überzeugen. Worum geht es? Eines Abends steht Helene vom Abendbrottisch auf, öffnet die Balkontür und springt. Einfach so. Ohne ein Wort zu sagen. Zurück bleiben ihr Mann, ihre 15jährige Tochter sowie die beiden Söhne, 6 und 3 Jahre alt. Auch Helene‘s beste Freundin Sarah. Niemand weiß, wieso Helene sich vom Balkon gestürzt hat. Da ist einfach nur Fassungslosigkeit. Und jede Menge Wut! Ohne groß zu überlegen, schlittert Sarah in Helene‘s Rolle und ihr wird schnell klar, wie groß die Belastung ihrer Freundin gewesen sein muss. Doch eine muss es ja machen, schließlich kann doch niemand vom Vater erwarten, sich so aufzuopfern…. Und damit sind wir schon direkt beim eigentlichen Thema des Buches: Mental Load! Die Geschichte spielt zu Zeiten nach dem ersten Lockdown. Sarah, selbst kinderlos, bekommt sehr schnell einen Eindruck, was es heißt, Mutter zu sein und sämtliche Aufgaben allein stemmen zu müssen. Neben putzen, aufräumen, einkaufen und kochen kümmert sie sich auch um die beiden kleinen Jungs, einer davon ohne Betreuungsplatz. Der Vater, Johannes, geht weiterhin seiner Erwerbsarbeit nach und denkt scheinbar keine Sekunde darüber nach, dass nun eigentlich er der Hauptverantwortliche der Familie sein sollte. Stattdessen wälzt er alles auf Sarah ab. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Lola, Helene‘s 15jähriger Tochter. Das vorrangige Thema, das sie beschäftigt ist Feminismus. Und nachdem sie und ihre Freundin in eine brenzlige Situation mit mehreren Männern geraten, radikalisieren sich die beiden Freundinnen und üben Selbstjustiz. Mein Fazit: Die Themen, die behandelt werden, sind wirklich enorm wichtig. Dennoch ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht zu 100% geglückt. Die Story mit der Selbstjustiz der Mädchen finde ich sehr drüber. Generell fand ich das Buch doch stark übertrieben. Zudem fand ich den Schreibstil sehr anstrengend. Das Ende hat sich dann sehr hingezogen. Ich habe das Buch vorab bereits als Theaterstück gesehen und muss sagen, dass mir die Umsetzung sehr viel besser gefallen hat als das Buch. Das Theaterstück war komprimiert auf die wesentliche Story und hat mich sehr abgeholt. Da das Buch aber wirklich wichtige Themen behandelt, bekommt es trotzdem 4 Sterne.

5

Ich brenne lichterloh

Ja die Wut bleibt. Sie brennt, sie kämpft sich an die Oberfläche, öffnet Augen und den Geist. Sie macht, dass ich mit Lola schreien und kämpfen möchte, mit Sarah endlich aufbegehren und für mich selbst einstehen möchte, macht dass ich mit allen Frauen der Welt eine Einheit, eine Wand gegen die Ungerechtigkeit und Misogynie dieser Welt bilden will und brüllen will: so nicht! Ein kämpferisches Buch, eins für die Selbstermächtigung, Gleichberechtigung, für Feminismus und für die Wut. Grandios!

4.5

Vielleicht stimmt man nicht mit Allem überein, was die Auzorinhier verbringt. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist und reflektiert beinhaltet dieses Buch wahnsinnig viele Wahrheiten. Emotional konnte es nicht definitiv auch erreichen und gibt reichlich Stoff zum Nachdenken.

4

Ein Buch was zum Nachdenken anregt

Dieses Buch regt die gesamte Zeit des Lesens zum Nachdenken an, die zwei weiblichen Protagonisten im Wechsel zu lesen, die komplett verschiedenen sind, ist manchmal anstrengend aber doch auch spannend, ihre Entwicklung zu sehen und besonders Lolas Stärke wachsen zu sehen und wie sie Sarah in ihrer Stärke mitnimmt, ist wirklich schön! Ich habe am Ende einige Tränen verloren. Ein sehr schön, starke feministische Geschichte die sehr viel Wahrheit und Aufruf zum Aufbegehren mitbringt!

5

Im dritten Anlauf ein Highlight geworden.

📌 "Der Scheiß an der Sache mit der Belastbarkeit ist, dass Mütter an ihre Grenzen gehen und weit darüber hinaus, sie können nicht mehr, aber sie schaffen es dennoch." - S. 171 Wer hätte gedacht, dass mir das gefällt? Im dritten Anlauf begonnen und wirklich lange daran gelesen, muss ich rückwirkend sagen, dass dieses Buch nachhaltig gewirkt hat. Auch wenn es mitunter anstrengend war, weil ich genervt war, war es am Ende, die (traurige) Wahrheit über fehlende Gleichberechtigung, die in der sicherlich überzogenen Geschichte steckt, gewirkt hat und mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Im dritten Anlauf ein Highlight geworden.
5

Hatte Bedenken - jetzt bin ich geflasht.💥

Der Titel dieses Buchs hat mich lange verunsichert und mich lange nicht zu diesem Buch greifen lassen, weil ich Angst davor hatte, es würde mich zu sehr mitnehmen. Ja, es hat mich mitgenommen. Und ja, es ist keine leichte Kost. Aber es ist auch augenöffnend, aufrüttelnd und regt zum Nachdenken an. Über die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft, unserem System. Über Woman Power und wie sie gewonnen wird. Über das Aufbrechen jahrhunderte alter Machtstrukturen und es zwingt die Zuhörer*innen, sich selbst zu hinterfragen: Welche Frau möchte ich sein und wie möchte ich leben?

5

Wow!

Nach „Und alle so still“ war ich total angefixt, sofort noch mehr von Mareike Fallwickl zu lesen. Gleichsam packend wirkte dann auch der Roman „Die Wut die bleibt“ auf mich, der viele Missstände in der Gesellschaft bezüglich der sozialen Ungleichbehandlung und Unterdrückung von Frauen berichtet und für mich präsent gemacht hat. Triggerwarnung: Suizid Helene reichts! Als Mutter von drei Kindern und in ständiger Verantwortung für diese, steht sie trotz gemeinsamer Elternschaft völlig alleine da mit den Schwierigkeiten, Aufgaben und Entscheidungen des Alltags. Auf ihren Mann Johannes kann sie sich nicht verlassen. Sie kann nicht mehr - und keiner bemerkt das. Helene zieht die extremst vorstellbare Konsequenz und suizidiert sich selbst. Zurück bleiben zwei Kindergartenkinder, eine pubertierende Jugendliche - die sich selbständig macht, sich politisiert und lernt, für sich selbst geradezustehen - und ein Vater, der erstmal nichts zu verstehen scheint. Helenes beste Freundin Sarah springt in die Bresche und übernimmt alle Aufgaben und die Verantwortung von Johannes. Es braucht seine Zeit, bis sie dazu in der Lage ist, Johannes die Verantwortung zurückzugeben und sich selbst zu emanzipieren. Dabei ist ihr die Tochter ihrer Freundin eine große Hilfe. Für mich ein Roman, der nicht nur Wut deutlich macht, sondern auch erweckt. Klare Empfehlung!

5

Ein großartiger Roman, welcher emotional herausfordernd ist und an vielen Stellen zum Nachdenken anregt. Definitv ein Must-read für jede Person!

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Ich würde gerne 6 Sterne vergeben.

5

Nach kurzem „Schock“ megagutes, packendes Buch

Ich liebe Mareike seit ihrem ersten Buch. Die Art zu schreiben, die Perspektivwechsel etc. Das hier ist echt Megagut, auch wenn es mich als Mama kurz „Überwindung“ gekostet hat wegen der Thematik. Ich konnte es spätestens ab Kapitel 3 dann aber nicht mehr weglegen bzw. Weghören ;). Auch die Sprecherin hat es richtig toll und packend umgesetzt. Man kann nicht mehr aufhören und es beschäftigt einen auch im Nachgang noch. Megatolles, packendes Buch, das 5 Sterne verdient hat.

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a must read for all feminists 🚩💋

Ich habe das Buch ab der ersten Seite geliebt, die Geschichte lässt sich so angenehm lesen und ich glaube ich habe mir noch nie so viel in einem Buch markiert wie hier! Während des Lesens habe ich das ein oder andere Mal gedacht ich müsse mich von meinem Ehemann trennen weil ich so wütend auf Männer war (habs natürlich nicht gemacht) 😤 Aber egal, nichtsdestotrotz : Wow, wirklich - wow! Das Buch löste so viele Emotionen in mir aus und ich kann mich wirklich über gar nichts beklagen! Möchte nicht spoilern, aber die Charakterentwicklung ist mega - ein super wichtiges Buch! Ps : ich bin immer noch wütend und das ist gut!

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„Es bedeutet, dass wir nicht schlafen, nicht alles hinnehmen, was ungerecht ist. Es bedeutet, dass wir wach sind und wachsam.“ 💥🥊🏋️‍♀️

Wütend, laut, ehrlich, hart. So berichtet dieser Roman über das Leben, über Frauen, die keine Lust mehr haben sich zu fügen, die die Schnauze voll haben, die ihre Wut zulassen, sich ihr Recht zurückholen das alles zu fühlen, die aufwachen. Es ist hart eine Frau in unserer Gesellschaft zu sein, der Druck, die Erwartungen, der Sexismus, die Misogyne, die Unterdrückung und das alles internalisiert. Dieser Roman beleuchtet all diese Facetten und schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit, Aufgehobenheit, Verbundenheit, das Gefühl endlich gehört zu werden. Wir brauchen alle mehr Wut in unserem Leben. Wir brauchen die Wut, die bleibt!!! 💥

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Ein geheimes Bienenvolk im Hintergrund, das die gesamte unbezahlte Fürsorgearbeit erledigt, unter sich aufteilt

WOW – klare 5-Sterne Bewertung für mich. Eine Mutter, die sich ohne Vorwarnung eines Abends beim Essen mit der Familie vom Balkon stürzt. Zurück lässt sie ihre Kinder, ihren Ehemann und ihre beste Freundin, die schnell und ohne dass sie es eigentlich will die Mutterrolle übernimmt. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Autorin nichts beschönigt. Sie zeigt ein Bild, das hart ist, aber gleichzeitig wahr – die unschöne, oft totgeschwiegene Seite des Kinderhabens. Das Buch hat mich gefesselt, weil es genau diese Gedanken ausspricht, die viele Frauen kennen, sich aber kaum trauen laut zu sagen. Diese Mischung aus Ehrlichkeit, Schmerz und Stärke bleibt im Kopf und macht den Roman für mich absolut lesenswert.

4

Es hat mich ehrlich überrascht, wütend gemacht und enttäuscht. Nicht des Buches wegen sondern wegen den Erfahrungen. Und ich stelle regelmäßig im Alltag fest, wie ich an das Buch denken muss und mich dabei ertappe in das selbe Denke zu verfallen.

4

Gewaltig - Brutal

Noch nie hab ich in einem Buch so viel über Wut gelesen wie in diesem. Natürlich lässt sich das durch den Titel erahnen aber so? Was für eine gewaltige und brutale Wut einen da überrollt. Und da dieses Buch so unfassbar wichtig ist für die Frauen, die Gesellschaft, das System, lässt man sich total umhauen und fesseln davon. Feminismus - Brutalität - Gewalttätigkeit - Radikalität - Gerechtigkeit - Durchsetzungsvermögen - für sich selbst als Frau einstehen und für all die Frauen, die es nicht selbst können - Auge um Auge Ein wichtiges Buch. Mir persönlich ein bisschen zu radikal. Es hallt nach. Es wühlt auf. Macht wütend. Man möchte sich selbst befreien.

4

Pflichtlektüre für jeden Mann (World-Challenge 15|194, neu 🇦🇹)

Lola ist wütend. Sarah ist wütend. Und Mareike Fallwickl erst recht. Die Handlung beginnt denkbar düster: Helene, Mutter von drei Kindern, stürzt sich vom Balkon und hinterlässt eine Lücke für alle Beteiligten. Wer kümmert sich um die zwei kleinen Kinder? Wer unterstützt die jugendliche Lola in ihrer fragilen Lebensphase? Klar ist nur: Männer jedenfalls nicht. Sie treten in dem Roman bestenfalls passiv, ignorant und überfordert auf, schlimmstenfalls als arrogant und gewalttätig. Die Autorin stellt viele wichtige feministische Themen in den Vordergrund: Fehlende Anerkennung, psychische Belastungen, Machtverhältnisse, gesellschaftliche Erwartungen bis hin zu Gewalt und Femizid. Da ist einerseits Sarah, die plötzlich die Care-Arbeit für die Kinder übernimmt, ohne mit ihnen verwandt zu sein. Die Episoden mit ihr sind immer herzerwärmend und zeigen, wie viel Wertschätzung diese Tätigkeit eigentlich erhalten sollte – und gleichzeitig, wie allein sie gelassen wird. Da ist andererseits Lola, die Gewalt durch Männer erlebt, ihre Wut in eigene Gewalt kanalisiert und militant wird. Fallwickl präsentiert zwei gegensätzliche Arten, um mit dem Patriarchat umzugehen – Sarah übernimmt die moderate, sich lange ins System einfügende Rolle, Lola die bewusst provokante Rolle. Der Kontext der Corona-Pandemie ist sehr gut gewählt, denn damals traten die Herausforderungen von Kinderbetreuung massiv in den Vordergrund, ohne dass die Politik daraus gelernt hätte. Und so webt Fallwickl noch ein zweites Thema ein – der Adultismus. Denn es wird immer wieder deutlich, wie wenig Mitspracherechte Kinder in unserer Gesellschaft haben. Fallwickls Stärke ist vor allem die Beschreibungen körperlicher Veränderungen, die durch die Wut entstehen. Gepaart mit starken Dialogen über systemische Ungerechtigkeit entwirft sie ein Bild von Männern, das mir natürlich wehtut. Aber genau das ist wahrscheinlich die Lebensrealität vieler Mütter, die den größten Teil der Kinderbetreuung schultern müssen und gleichzeitig in der Teilzeit-Falle landen. Auch ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich meiner Rolle als Vater gerecht werde oder wo auch ich die systemische Ungerechtigkeit sogar stütze. Trotzdem hätte ich mir ein differenzierteres Bild von den Männern gewünscht. Wäre es nicht eine schöne Botschaft gewesen, dass es auch andere Männerbilder gibt: Die sich um Kinder kümmern, das Patriarchat in Frage stellen und feministisch handeln. Auch finde ich es schade, dass die Betreuung von Kindern fast einseitig als Belastung betrachtet wird. Denn als Wendepunkt hätte ich mir gewünscht, dass all die teilnahmslosen Väter die eigentlichen Verlierer sind, weil sie eines der größten Geschenke nicht intensiv erleben: Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, sie aufwachsen zu sehen, sie dabei zu unterstützen, ihren Platz in der Welt zu finden. „Die Wut, die bleibt“ ist allein wegen der vielschichtigen Thematik eine Pflichtlektüre. Nicht nur, aber besonders für Männer.

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