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Die Vegetarierin

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About the book

Nobelpreis für Literatur 2024

»Die Vegetarierin ist ein Meisterwerk.« Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die sich gegen ihren Mann auflehnt, indem sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und von einem Leben als Pflanze träumt.

Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

»Han Kangs Roman ist von großer Schönheit und Kraft.« WDR 5

»Han Kangs Roman ist in jeder Hinsicht bigger than life.« Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

»Poetisch doch ganz sachlich, schnörkellos und mit traumwandlerischer Sicherheit.« Deutschlandradio Kultur

»Han Kangs verstörendes Buch hat eine leise, revolutionäre Kraft.« Volker Weidermann, LITERATUR SPIEGEL

Editions (8)

ISBN9783841211545
PublisherAufbau digital
Publication Date08/15/16
Pages192

Reviews & Ratings

3.7k ratings

627 reviews

3.5

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  • lrsph_
    lrsph_

    15 Followers

    4.0

    Die Idee einer Frau vegetarisch zu werden und was das alles mit gesellschaftlichen Rollen zu tun hat.

    Die Kritik des Werkes an die Gesellschaft wurde hier sehr deutlich - das Abkommen vom Kurs der vorgesehenen Rolle einer (hier koreanischen) Frau ist nicht erwünscht und wir vor allem nicht toleriert. Wenn man trotzdem daran festhält - die Abkehr der eigenen Familie. Aber nicht nur der Aspekt der Familienmitglieder und der Umgang mit Veränderungen von Rollenbildern wird thematisiert. In diesem Roman geht es auch darum, wie egozentrisch sich Männer in einer Ehe sehen, wie sie Frauen in prekären Lebenssituationen zu ihrem Vorteil ausnutzen. Erschreckend zu lesen, wie viel Wahres daran sein kann. Am Ende wird aber vor allem die Liebe zweier Schwestern in den Fokus genommen. Und wie die „gesunde“ Schwester durch die ausgestoßene, labile Schwester erkennt, dass das Leben der Frau in der Gesellschaft fremdbestimmt und leer ist.

    Die Idee einer Frau vegetarisch zu werden und was das alles mit gesellschaftlichen Rollen zu tun hat.

    Jan 8, 2025

  • clafami
    clafami

    91 Followers

    4.0

    Ein unglaublich kluges, verstörendes Buch

    Ich habe die „Die Vegetarierin“ von Han Kang gehört und war im positiven Sinne verstört. In Kangs Geschichte geht es um Yeong-hye, die sich nach einem Albtraum dazu entscheidet keine tierischen Produkte mehr zu essen … aber es ist soviel mehr als das: Es ist eine bedrückende und tiefgründige Analyse über Körper, Autonomie und Gewalt in einer patriarchalen Gesellschaft. Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert, die aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt werden: Yeong-hye Ehemanns, Schwager und Schwester kommen zu Wort. Allein das symbolisiert, wie wenig Autonomie Yeong-hye besitzt, denn der Versuch, durch die Verweigerung von Fleisch die Kontrolle über ihren Körper zu erlangen, scheitert am Widerstand der Außenwelt. Ihre Autonomie wird von ihrer Familie und der Gesellschaft systematisch untergraben, was sie schließlich in den Wahnsinn treibt. Mehr möchte ich nicht verraten und empfehle das besondere Werk an alle, die offen für Themen wie Feminismus sind.

    Oct 15, 2025

  • illi501
    illi501

    71 Followers

    5.0

    So ungewöhnlich wie faszinierend.

    Han Kang beschreibt ihre Protagonistin Yon-Hye aus Sicht ihres Mannes, ihres Schwagers und ihrer Schwester, alles zu unterschiedlichen Zeiten. Der Mann heiratet sie, weil sie so unscheinbar ist, dass er daneben glänzen kann. Der Schwager begehrt sie wegen des Mongolenfleckens. Die Schwester besucht sie in der Psychiatrie. Und so entsteht das Bild einer Frau, die zunächst Vegetarierin wird, dann aber Pflanze sein möchte. Ich habe lange kein Nobelpreisträger*innen mehr gelesen, aber diesmal bin ich begeistert.

    Nov 9, 2024

3 of 627 reviews

SocialReads

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bea777
bea777Feb 15, 2025

Mir geht es auch so. Frage mich, ob ich nicht klug genug bin, um zu verstehen, was ich da lese bzw. den tieferen Sinn zu erkennen

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Author

About Han Kang

Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Für »Die Vegetarierin« erhielt sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize, »Menschenwerk« erhielt den renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Im Aufbau Verlag sind »Die Vegetarierin«, »Menschenwerk«, »Deine kalten Hände«, »Weiß« und »Griechischstunden« lieferbar. Mehr zur Autorin unter han-kang.net

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