Blick ins Buch

Romane

Die Vegetarierin

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Über das Buch

Nobelpreis für Literatur 2024

Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die sich gegen ihren Mann auflehnt, indem sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und von einem Leben als Pflanze träumt.

Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Editionen (8)

ISBN9783746633336
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum15.09.17
Seitenzahl190

Merkmale

49 Bewertungen

NachdenklichVerstörendAnschaulichUngewöhnlichTraurigEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

3592 Bewertungen

615 Rezensionen

3,5

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  • afrikane
    afrikane

    54 Follower

    2,5

    Ich habe das Buch von einer Freundin ausgeliehen bekommen, die so gar nichts damit anfangen konnte und ich kann sie verstehen. Es ist zwar sehr gut geschrieben, man fühlt sich direkt mitten in der Szene drin, jedoch ist mir der Akt der Revolte gegen die Gesellschaft zu selbstzerstörerisch. Der Titel irreführend. Manche Szenen zu krass. Denn es geht ja nicht um eine Vegetarierin sondern um eine Veganerin , die nach und nach psychisch krank sowie magersüchtig wird und den Ausweg aus der Gesellschaft nur im Tod sieht. Was soll uns das Buch sagen? Ich weiß es nicht. Auch den Schluß fand ich befremdlich. Daher kann ich meiner Freundin nur zustimmen und sagen: nicht mein Ding!

    20. Jan. 2025

  • placetobooks_
    placetobooks_

    106 Follower

    5,0

    Was für ein intensives Leseerlebnis 😍👌🏼

    Es ist mein erstes Buch einer südkoreanischen Schriftstellerin, welche auch noch 2024 den Literaturnobelpreis gewonnen hat für ihre ,,intensive poetische Prosa, die sich mit historischen Traumata auseinandersetzt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens offenlegt''. Die Vegetarierin hat gerade mal 190 Seiten, in die man von Anfang an sofort in den Bann der Geschichte hineingezogen wird. Es liest sich teilweise wie ein Fiebertraum, was es vielleicht auch sein soll und bis zum Ende wird dem Lesenden nicht klar, ob die Geschehnisse passiert sind oder erfunden. Die Art und Weise des Schreibstils (trotz Übersetzung) fand ich grandios. Der Stil ist geprägt von einer Einfachheit die gleichzeitig gepaart ist mit einer künstlerischen Ausdrucksweise. Es hatte mich teilweise an Goethes ,,Faust'' erinnert. Es beginnt damit, dass die Protagonistin Young-Hye kein Fleisch mehr essen möchte, aufgrund eines Traums. Wie die weitere Geschichte ihren Lauf nimmt, mit vielen Absurditäten und Gewaltdarstellungen, psychischen Erkrankungen, dem Sinn des Lebens und wie die Protagonisten ihre Rollen in Beziehungen finden oder mit ihnen brechen. Für mich war es ein interessantes, mal vollkommen anderes, aber dennoch sehr beeindruckendes Leseerlebnis und es wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin für mich sein! Kleiner Tipp: die meisten Bücher der Autorin - sowie das oben rezensierte Exemplar - sind momentan auf Kindle Unlimited verfügbar!

    Was für ein intensives Leseerlebnis 😍👌🏼

    23. Dez. 2024

  • woodensoul
    woodensoul

    68 Follower

    5,0

    Wow

    28. Feb. 2025

3 von 615 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2112%
anette_liest
anette_liest13. Dez. 2024

Sehr krass wie dieser Mann seine Frau sieht und beschreibt.

Seite 3118%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Han Kang

Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für »Die Vegetarierin« wurde sie dafür gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet, für »Menschenwerk« mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Zuletzt erschienen im Aufbau Verlag ihr Roman »Unmöglicher Abschied« und in Die Andere Bibliothek ihr Kinderbuch »Donnerfee und Blitzfee«.Alle lieferbaren Titel der Autorin sehen Sie unter aufbau-verlage.de.Mehr zur Autorin unter han-kang.net.

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