NOW A MAJOR MOTION PICTURE STARRING EMMA MACKEY AND FIONA SHAW
SHORTLISTED FOR THE BOOKER PRIZE 2016 SHORTLISTED FOR THE GOLDSMITHS PRIZE 2016
Plunge into this hypnotic tale of female sexuality and power - from the author of Swimming Home and The Man Who Saw Everything
'Propulsive, uncanny, dreamlike. A feverish coming-of-age novel' Daily Telegraph
'A triumph of storytelling' Literary Review _________________________________
'Today I dropped my laptop on the concrete floor of a bar built on the beach. My laptop has all my life in it and knows more about me than anyone else. So what I am saying is that if it is broken, so am I . . .'
Two women arrive in a village on the Spanish coast. Rose is suffering from a strange illness and the doctors are mystified. Her daughter Sofia has brought her here to find a cure with the infamous and controversial Dr Gomez - a man of questionable methods and motives. Intoxicated by thick heat and the seductive people who move through it, both women begin to see their lives clearly for the first time in years.
Through the opposing figures of mother and daughter, Deborah Levy explores the strange and monstrous nature of womanhood. Dreamlike and utterly compulsive, Hot Milk is a delirious fairy tale of feminine potency, a story both modern and timeless. _________________________________
'Perfectly crafted. So mesmerising that reading it is to be under a spell' Independent on Sunday
'Hot Milk treads a sweaty, sun-drenched path into the history books. A properly great novel' Romola Garai
'Hot Milk is an extraordinary novel, beautifully rich, vividly atmospheric and psychologically complex... Every man and woman should read it' Bernardine Evaristo
'Hypnotic... This novel has a transfixing gaze and a terrible sting that burns long after the final page is turned' Observer
'Terrific, sizzling with heat and sexuality . . . You devour it in one sitting' Radio Times
Hab vom Buchrücken her was ganz anderes erwartet. Dass ich das Buch auf englisch gelesen habe, hat nur dazu beigetragen, dass es sich wie ein Fiebertraum angefühlt hat. Mag sein, dass das große Literatur ist, vielleicht bin ich einfach zu blöd, aber der Schreibstil hat mir leider gar nicht gefallen.
May 31, 2026
1.5
Fiebertraum
Hab vom Buchrücken her was ganz anderes erwartet. Dass ich das Buch auf englisch gelesen habe, hat nur dazu beigetragen, dass es sich wie ein Fiebertraum angefühlt hat. Mag sein, dass das große Literatur ist, vielleicht bin ich einfach zu blöd, aber der Schreibstil hat mir leider gar nicht gefallen.
Die Protagonistin Sofia ist Ethnografin, Mitte 20 und begleitet ihre chronisch kranke Mutter nach Andalusien in eine Spezialklinik, quasi als letzte Hoffnung, um ihren Leiden auf den Grund zu gehen. Während des Aufenthalts in Almería begleitet Sofia ihre Mutter häufig zur Klinik, wo sie den sehr eigensinnigen Arzt Dr. Gómez und seine Tochter Julieta kennenlernt. Es wird den Lesenden sehr schnell klar, dass die Leiden der Mutter Rose psychosomatischer Natur sind, und auch die Mediziner*innen und Sofia selbst scheinen das so zu sehen. Zeitweilen scheint es ein reines Machtspiel der Mutter zu sein, das sie an verschiedenen Personen ausprobiert, allen voran ihrer Tochter. Das führt zu sehr merkwürdigen Gesprächen zwischen allen Beteiligten, die auf mich irritierend und surreal wirkten, alle wirkten irgendwie verdächtig.
Sofia versucht unterdessen, sich mehr von ihrer Mutter zu emanzipieren. Sie lernt die deutsche Designerin Ingrid Bauer kennen, in die sie sich verliebt. Auch diese Beziehung ist mehr als nur merkwürdig. In den Fließtext des Romans, geschrieben aus Sofias Perspektive, sind ab und zu kurze Passagen eingeschoben, die (vermutlich) Ingrids Blick auf Sofia darstellen - und dabei sehr Stalker-haft und bedrohlich wirken.
Immer wieder kommen Situationen vor, die gefährlich wirken und dann doch ins Nichts führen und belanglos bleiben.
Der beste Teil für mich war, als Sofia nach Thessaloniki geflogen ist, um ihren Vater kennenzulernen. Diesen hat sie zuletzt mit 14 gesehen - inzwischen hat er eine Frau in Sofias Alter und eine kleine Tochter. Auch hier fand ich die Kommunikation untereinander sehr angespannt und merkwürdig, doch es war greifbarer als alles vorherige.
Insgesamt bleiben die Charaktere für mich allesamt undurchsichtig und verschlossen, inklusive der Protagonistin. Die Beziehungskonstrukte und die damit einhergehenden Probleme sind verständlich, doch ich hatte zu keiner Person Zugang und wusste oft nicht, ob etwas humoristisch gemeint sein sollte oder nicht. Der Roman wirkt wie ein zäher, träger Sommertag, an dem die Hitze sich statisch auflädt und man die Spannung in der Luft spürt, aber letztlich nichts passiert, auch kein erlösendes Gewitter.
Übersetzt von Barbara Schaden
CN: Krankheit, Bodyshaming
Jan 6, 2024
2.0
Die Protagonistin Sofia ist Ethnografin, Mitte 20 und begleitet ihre chronisch kranke Mutter nach Andalusien in eine Spezialklinik, quasi als letzte Hoffnung, um ihren Leiden auf den Grund zu gehen. Während des Aufenthalts in Almería begleitet Sofia ihre Mutter häufig zur Klinik, wo sie den sehr eigensinnigen Arzt Dr. Gómez und seine Tochter Julieta kennenlernt. Es wird den Lesenden sehr schnell klar, dass die Leiden der Mutter Rose psychosomatischer Natur sind, und auch die Mediziner*innen und Sofia selbst scheinen das so zu sehen. Zeitweilen scheint es ein reines Machtspiel der Mutter zu sein, das sie an verschiedenen Personen ausprobiert, allen voran ihrer Tochter. Das führt zu sehr merkwürdigen Gesprächen zwischen allen Beteiligten, die auf mich irritierend und surreal wirkten, alle wirkten irgendwie verdächtig.
Sofia versucht unterdessen, sich mehr von ihrer Mutter zu emanzipieren. Sie lernt die deutsche Designerin Ingrid Bauer kennen, in die sie sich verliebt. Auch diese Beziehung ist mehr als nur merkwürdig. In den Fließtext des Romans, geschrieben aus Sofias Perspektive, sind ab und zu kurze Passagen eingeschoben, die (vermutlich) Ingrids Blick auf Sofia darstellen - und dabei sehr Stalker-haft und bedrohlich wirken.
Immer wieder kommen Situationen vor, die gefährlich wirken und dann doch ins Nichts führen und belanglos bleiben.
Der beste Teil für mich war, als Sofia nach Thessaloniki geflogen ist, um ihren Vater kennenzulernen. Diesen hat sie zuletzt mit 14 gesehen - inzwischen hat er eine Frau in Sofias Alter und eine kleine Tochter. Auch hier fand ich die Kommunikation untereinander sehr angespannt und merkwürdig, doch es war greifbarer als alles vorherige.
Insgesamt bleiben die Charaktere für mich allesamt undurchsichtig und verschlossen, inklusive der Protagonistin. Die Beziehungskonstrukte und die damit einhergehenden Probleme sind verständlich, doch ich hatte zu keiner Person Zugang und wusste oft nicht, ob etwas humoristisch gemeint sein sollte oder nicht. Der Roman wirkt wie ein zäher, träger Sommertag, an dem die Hitze sich statisch auflädt und man die Spannung in der Luft spürt, aber letztlich nichts passiert, auch kein erlösendes Gewitter.
Übersetzt von Barbara Schaden
CN: Krankheit, Bodyshaming