Sommerwasser

Sommerwasser

Hardback
3.864

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Description

Der Regen trommelt auf den schottischen See, schluckt das Licht des langen Sommertages und lässt die Pfützen brodeln. Hinter den Fenstern der wenigen Ferienhütten bleibt kaum etwas zu tun, als die Nachbarn zu beobachten.

Während die Stunden fast unmerklich vergehen, formen die Urlaubsgäste aus flüchtigen Eindrücken ihr Urteil. Über die Mutter, die bei Tagesanbruch in ein paar kostbare Stunden Einsamkeit flüchtet. Den Jungen, der den windgepeitschten See seinen nervtötenden Eltern vorzieht. Und vor allem über diese eine Familie mit dem komischen Nachnamen, die hier einfach nicht hingehört.

Mit Witz und Einfühlungsvermögen erzählt Sarah Moss von der menschlichen Fähigkeit zu Grausamkeit und Güte.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
24.70 €

Author Description

Sarah Moss, geboren 1975 in Schottland, wuchs in Manchester auf und promovierte an der Oxford University in Literatur. Nach Stationen in Kent, Exeter, Reykjavík und Warwick lehrt sie heute Kreatives Schreiben am University College of Dublin. 2009 hat sie ihren ersten Roman Schlaflos veröffentlicht. Ihre Romane wurden mehrfach für den Wellcome Book Prize nominiert, mit dem sie 2015 ausgezeichnet wurde.

Posts

10
All
4.5

Die letzten Tage waren wir gemacht, um dieses Buch zu lesen 🌧️. Es ist ein sehr "nasses" Buch, erzählt von einem Tag in einer schottischen Feriensiedlung. Und es regnet durchgehend, lässt manche der Urlauber verzweifeln. Mal witzig, mal tiefgründig erzählt, lernen wir in den einzelnen Kapiteln die Bewohner der Blockhütten kennen, begleiten sie durch den Tag. Insgesamt war es sehr unterhaltsam und ohne große Konzentration zu lesen. Von mir gibt's eine Leseempfehlung für dieses relativ schmale Buch ⭐

5

Richtig guter Stoff 😯

Das war mal wieder sau stark! Was für ein überragend großartiges Buch. Uff. Es begann sehr humorvoll und locker. Wir befinden uns in Schottland an einem See an dem ein paar Ferienhäuser stehen. In diesen Ferienhäusern sind Familien die Urlaub machen, in anderen ein älteres Ehepaar und in wieder einem anderen, andere Urlauber. Dabei wird jedes Kapitel von einer anderen Figur erzählt, die gerade diese Tage dort erlebt. Als Lesende sind wir an nur einem Tag dort (meine ich). Es beginnt mit einer der Mütter der einen Familie die joggen geht. Nach jedem Kapitel kommt immer ein kurzes, halb-seitiges Kapitel das von den Tieren und oder der Natur rund um diese Ferienhäuser handelt. Gefiel mir richtig gut 👌🏻 Dann gibt es ein Kapitel...ich konnte kaum noch vor lachen...in dem ist folgende Szene: Mann und Frau befinden sich gerade mitten im Liebesakt, dem man als Lesende bei wohnt. Allerdings erfährt man die Gedanken der Frau während des Aktes. In etwa: hach, wenn du noch etwas mehr links...Das wäre schön...na ja...worüber hab ich gerade nachgedacht, ach ja, wo wir als nächstes Urlaub machen könnten...| Ich konnte nicht mehr 😂 noch nie habe ich so eine unfassbar lustige Sex-Szene gelesen. Dieses Kapitel war der absolute hammer von der Humor Seite. Wie gesagt lernen wir in jedem Kapitel eine andere Person die sich hier aufhält kennen. Deren Gedanken und Probleme und haben hier ganz unterschiedliche Typen. Dabei bleibt es nicht immer humorvoll, sondern wird auch ernster. Eine Teenagerin mit Suizid Gedanken zb. Nicht jedes Kapitel, zugegeben, konnte mich vollkommen begeistern, aber das ist absolut okay. Sprachlich war es absolut bombenstark 👌🏻 Das Ende war dann nochmal richtig, richtig stark und somit ist klar: dieses Buch muss ich noch kaufen (Buch aus der Bib gelesen), das gehört ganz dringend in mein Regal

4

Kurzweilig, interessant aufgebaut: ein Feriendorf in Schottland während der verregneten Sommerferien. Immer jemand anderes kommt in den einzelnen Kapitel zu Wort und berichtet aus der eigenen Perspektive. Manchmal gibt es Berührungspunkte zwischen den Feriengästen. Es ist ein kurzer Blick in die beleuchteten Wohnzimmer fremder Menschen in der Dunkelheit.

4

Ein Tag in einer schottischen Ferienhaussiedlung im Dauerregen. Eine trostlosen Szenerie aus einfachen Hütten mit dünnen Wänden und ohne WLAN. Es berichten die, die dort Ferien machen, oder machen müssen. Erwachsene, Kinder, Teens, junge Eltern. Aus der jeweiligen Perspektive wird dieser Tag geschildert, mal sehr witzig, wenn man in den Gedanken der Frau beim Sex dabei ist, mal sehr traurig wie eine alte Frau den Verlust von Wörtern beschreibt. Man ist geneigt sich ein paar zusätzliche Socken und Kuschelpulli anzuziehen und sich einen heißen Tee zu mache☕️

4.5

Diese Art von Schockmoment/Gefühl am Ende eines Buches hatte ich zuletzt bei "Die Überlebenden" von Alex Schulmann.

Sarah Moss schafft es, mit teils bitterböser, teils humorvoller Stimme, einen Einblick in die Köpfe der Bewohner einer Ferienhaussiedlung in Schottland zu verschaffen.  Während es draussen ununterbrochen regnet, plätschert das Leben in den Häusern und drumherum augenscheinlich erst einmal ziemlich ereignislos - und ohne WLAN - vor sich her und wird in verschiedenen Episoden und aus den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Hüttenbewohner (und interessanterweise auch von der Natur ringsum) geschildert.  Wir lesen hier beispielsweise von den Gedanken einer gestressten Mutter, die Laufen als Ausweg aus der Tretmühle sieht, von einem betagten und pensionierten Arzt der dem geistigen und körperlichen Verfall seiner Frau beiwohnt, ohne etwas dagegen tun zu können,  von den Gedanken einer jungen Frau beim Sex (das war übrigens die beste und witzigste Beschreibung einer Sexszene, die ich jemals gelesen habe),  von den Bulgaren, die als partyfeiernde Störenfriede den Unmut der unzufriedenen, vom Wetter und der Urlaubsituation gestressten Ferienhausbewohner auf sich ziehen, ...  In ruhigem Erzählton und sprachlich grandios ausgefeilt liest sich das sehr gut weg.  Kapitel für Kapitel erfährt man alltägliches und nahezu banales aus dem Leben der diversen Protagonisten. Doch zwischen Humor und Sarkasmus brodelt es unterschwellig vor sich hin. Besonders eine Geschichte hat mich ziemlich schockiert zurückgelassen und so wartete ich förmlich auf das große Finale, denn es war klar: das kommt!  Sarah Moss schafft es trotz unspektakulären Handlungen eine Vielfalt von Emotionen zu beschreiben und zu vermitteln.  Am Ende war das (wort-)gewaltig und ich tatsächlich sprachlos/schockiert. Klare Leseempfehlung meinerseits. 

Diese Art von  Schockmoment/Gefühl am Ende eines Buches hatte ich zuletzt bei "Die Überlebenden" von Alex Schulmann.
3

Ich kann leider nichts damit anfangen. Das Buch ist für mich dahingeplätschert, ich bin irgendwie nicht eingetaucht

5

Vielschichtiges und multiperspektivisches Meisterwerk Sommer, Sonne, Sonnenbrand – überall fröhliche Gesichter, Menschen in kurzen Klamotten, Kinder mit Eiscreme befleckten T-Shirts…Überall? Nein, ein kleiner schottischer Loch wehrt sich mit aller Macht gegen die „Übermacht“ des glühenden Balls am Himmel und präsentiert den kurzzeitigen Bewohner:innen der an seinem Ufer gelegenen Ferienhaussiedlung lieber (Dauer-)Regen. Das drückt schon mal aufs Gemüt und finstere Gedanken brechen sich Bahn… Was sich hier so locker liest, ist für die Protagonist:innen in Sarah Moss´ Roman „Sommerwasser“ (erschienen im Unionsverlag und – wie ich finde – kongenial übersetzt von Nicole Seifert) mehr oder weniger ein Alptraum. In den Ferienhütten am nicht näher benannten, aber in der Nähe des Ben Nevis verorteten Lochs in Schottland verbringen Familien mit Kindern, junge und alte Paare ihren Sommerurlaub. Wobei allen die Urlaubsstimmung mehr oder weniger durch den Dauerregen vergeigt wird. Da haben wir die sportlich (zu) ehrgeizige Mutter, die vor allem vor sich selbst und ihrem Mann wegrennt. Ein Arzt, dessen Frau an zunehmender Demenz leidet und ein junges Pärchen, dem die Leser:innen beim Sex über die Schulter schauen (wer´s mag…). In der multiperspektivisch angelegten Erzählung kommen also die „kleinen“ Leute zum Sprechen bzw. zum Denken. Es gibt jedoch nicht nur (aufschlussreiche) Innenansichten der Erwachsenen, sondern auch überzeugende Kinder- und Jugendlichenstimmen, die einem ihre Sicht der Dinge darlegen. Das Ganze endet nach nur 182 Seiten in einem furiosen Finale, das nicht vorauszusehen war (es sei denn, man kombiniert bereits beim ersten Lesen die versteckten Hinweise *g* - nein, ich habe es nicht gemacht ha ha ha!). Verbindendes Glied der einzelnen Erzählstimmen sind poetische Betrachtungen über die Natur und die Tierwelt, die – wen wundert´s? – vieles besser und intelligenter „organisiert“ als die Spezies Mensch. Gleichzeitig erzählen sie (versteckt) von den unmittelbar folgenden menschlichen Perspektiven. Mich hat der Aufbau dieses schmalen, aber nicht „leichtfüßigen“ Buches absurderweise an eine vor Jahren veröffentlichte CD meiner Lieblingsband erinnert, obwohl beides weder thematisch noch ortsmäßig zusammenhängt. Egal... In jedem Fall ist es Sarah Moss gelungen, ein vielschichtiges Meisterwerk zu komponieren, äh zu schreiben, dass sich als „Wiederholungstäter“ wunderbar eignet und dem ich aufrichtig eine absolute Leseempfehlung mit auf den Weg gebe. 5*/5* ©kingofmusic

2

Toll geschrieben, aber leider konnte mich die Geschichte nicht abholen.

Gesellschaftskritischer Inhalt verpackt in einer harschen, bitterbösen und durchweg sarkastischen Sprache. Dauerregen in einer Feriensiedlung in Schottland. Wir lesen jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive, eines anderen Urlaubers, aus einer anderen Hütte. Damit hab ich ja eigentlich schon Probleme... zu viel Perspektivenwechsel. Aber die Krönung waren die Protagonisten. Jeder einzelne ist noch nerviger, unzufriedener und unausstehlicher als der Nächste. Da retten wortgeschwängerte und schlaue Passagen auch nichts mehr. Leider, denn der Schreibstil der Autorin war grandios. Jaja, die Art der Protagonisten dient als Stilmittel. Wir sollen Rassismus, alt werden, sexuellen Flauten, Abneigung gegen die eigenen Kinder und die unerträgliche Zeit der Pubertät in ihnen wieder finden... Aber es war wirklich sehr anstrengend. Ich hab gehofft, dass am Ende alles zusammen fließt und somit ein Sinn in diesen verregneten, langweiligen Unsinn kommt... dem war nicht so. Auch wenn das Buch am Ende fahrt aufnimmt, ja kurz sogar spannend wird, endet es dann eben auch genau da. Ich wurde mit mehreren Fragezeichen zurück gelassen, als ich überhaupt zählen kann. Aber he, das Cover ist hübsch. Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Roman gefreut, leider hat er mir aber nicht gefallen.

Toll geschrieben, aber leider konnte mich die Geschichte nicht abholen.
5

Ich habe es geliebt in die komplett unterschiedlichen Perspektiven einzutauchen

4

A dated set of holiday cabins somewhere near a loch in Scotland provides the setting for Sarah Moss’s novel Summerwater. There’s no technology, no wifi , no entertainment, no distraction from the fact that almost all of the people who find themselves on holiday in that place wish they were somewhere else. The endless Scottish summer rain serves to reveal and expose the characters’ innermost feelings in Summerwater. The novel is not so much driven by action or by an intricate plot, but the narrative style is extraordinary. Sarah Moss vividly and believably translates her characters’ thoughts and emotions into the written word – it is so authentic that I sometimes felt she just took these streams of consciousness out of my own head and wrote them down. What’s even more of an achievement – she succeeds to do so with every character, no matter if it’s the retired doctor, the young woman, who feels unsure about the prospect of marriage, the teenage boy… When it comes to introspection, Summerwater certainly ranks among the best pieces of literature specializing in that writing technique. Furthermore, Moss creates links between her character, they become objects of thought or observation in each other’s narrative – thus, Summerwater distinctly feels like a kaleidoscope or mosaic of human interaction. I absolutely enjoyed reading the novel, although I have to admit that the ending felt forced and out of proportion. As the novel as such is rather a calm contemplation of feelings and human psychology, I would have preferred a more subdued outcome.

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