Die Farbe von Milch
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Description
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich.
Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt.
In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.
»Ein kompromissloses Werk von seltsamer sprachlicher Schönheit.« Brigitte
Book Information
Author Description
Nell Leyshons Romane, Theaterstücke und Hörspiele erhielten bereits zahlreiche Auszeichnungen. Im Eisele Verlag erschien mit großem Erfolg bei Presse und Publikum der Roman Die Farbe von Milch, für den sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den Prix Femina nominiert war. Es folgte Der Wald, „eine herzzerreißende Liebeserklärung an Söhne und ihre Mütter“ (Brigitte). Mit Ich, Ellyn legt Nell Leyshon erneut einen historischen Roman vor, in dem ein junges Mädchen seine von Geburt an benachteiligte Stellung nicht hinnimmt und sich mit aller Macht seinen Platz im Leben erkämpfen will. Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt heute in Dorset.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eine einfache Stimme mit großer Wirkung
„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon ist ein stilles, eindringliches Buch. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 14-jährigen Mary im Jahr 1831, tagebuchartig und direkt. Der Schreibstil ist extrem einfach gehalten: kurze Sätze, einfache Wörter, kaum Kommas, viele Bindewörter. Anfangs empfand ich das als befremdlich, doch sehr schnell wurde klar, wie bewusst diese Entscheidung getroffen wurde. Mary ist ein junges Mädchen, aufgewachsen auf einem Bauernhof, ohne echte Bildung, mit harter körperlicher Arbeit als Alltag. Genau deshalb wirkt diese Sprache so authentisch. Es fühlt sich nicht konstruiert an, sondern ehrlich, als würde Mary selbst zu uns sprechen. Mary ist eine Protagonistin, die mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen ist. Sie hat eine direkte, klare, fast nüchterne Art und trotzdem etwas sehr Warmes. Trotz der harten Lebensumstände blickt sie erstaunlich positiv auf die Welt. Besonders ihre Beziehung zu ihrem Großvater ist berührend. Die Geschichte spielt über die Jahreszeiten hinweg, in vier (oder fünf) Kapitel unterteilt. Und dennoch liegt über allem eine konstante Kälte. Nicht unbedingt körperlich, sondern emotional. Man spürt früh, dass dies keine leichte Geschichte wird. Auch ohne einen klassischen Spannungsbogen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist so dicht, so bedrückend, dass man einfach weiterlesen möchte. Ich hatte relativ früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen könnte. Trotzdem hat mich das Buch sehr getroffen. Es ist eines dieser Bücher, die nicht laut sind, nicht schockieren müssen und gerade deshalb so heftig wirken. Es hat mich stumm zurückgelassen, nachdenklich, ruhig. Fazit: Die Farbe von Milch ist ein düsteres, intensives Buch, geschrieben in einer bewusst schlichten Sprache, die unglaublich viel transportiert. Mary ist eine großartige Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Trotz, oder gerade wegen, der Einfachheit ist diese Geschichte kraftvoll, traurig und wunderschön zugleich. Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern fühlt. Absolute Leseempfehlung.
Es ist das Jahr 1831. Die junge Mary lebt mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihren Schwestern auf einem Bauernhof und muss täglich schwere und harte Arbeit leisten und das bereits in sehr jungen Jahren. Wir lesen das Buch aus Marys Sicht, wie ein Tagebuch in Jahreszeiten eingeteilt und sehr schlicht geschrieben, eben genauso wie Marys Charakter einem am Anfang vorkommt. Die Art zu schreiben erklärt sich im Laufe der Geschichte, was ich erst befremdlich fand, empfand ich gegen Ende des Buches als Teil von Marys Persönlichkeitsentwicklung. Wir begleiten das junge Mädchen auf einem Jahr ihres Lebenswegs und mit jeder Seite mehr ist mein Mitleid zu ihr gewachsen. Wahrscheinlich sprechen wir hier von einem Lebensweg, der vielen Mädchen in der Zeit, in dem Alter gar nicht so fremd ist. Ein strenger Vater, der keinen Sohn bekommen hat und die Mädchen dafür doppelt so hart arbeiten müssen. Eine kurzweilige Geschichte mit einem Ende was bewegt und mitnimmt. 3,5 Sterne von 5 für ein ruhig erzähltes Buch.
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
"Ich konnte den Hügel hinter dem Haus sehen und ich dachte an unseren Hof auf der anderen Seite und an den Tag als wir uns alle dort oben hingelegt hatten und davon geträumt hatten was wir uns alle wünschten. Und wer hätte gedacht dass es mich in dieses Haus verschlagen würde und das hier tun würde. Und ich konnte mich nicht erinnern mir das gewünscht zu haben." Die 15jährige Mary lebt als jüngste von vier Schwestern 1831 auf dem elterlichen Hof und arbeitet unter der strengen Hand ihres Vaters hart. Die Familie führt ein karges, entbehrungsreiches Leben. Nur durch ihren Großvater, um den Mary sich liebevoll kümmert, erfährt sie etwas Zuneigung. Sie kann weder lesen noch schreiben und war noch nie weiter als eine Meile von ihrem Zuhause entfernt. Eines Tages wird sie in den Haushalt des Dorfpfarrers geschickt, um sich dort um dessen Frau zu kümmern. Diese leidet unter einer Krankheit und braucht Gesellschaft und Pflege. Plötzlich eröffnet sich für Mary eine neue Welt, in der sie nicht täglich bis zur Erschöpfung arbeiten muss, in der es Bücher gibt, in der sie gewertschätzt wird. Das Leben wird soviel leichter für Mary, die dennoch sehr unglücklich ist, da sie vor allem ihren Großvater, aber auch den Rest ihrer Familie vermisst. Mary lernt dazu, bleibt sich dabei aber treu. Sie äußert immer ungefiltert ihre Meinung, sei sie vielleicht noch so unpassend. Sie ist ehrlich, scharfsinnig und klug und lässt sich nicht verbiegen. In ihrer einfachen Sprache schildert Mary die Geschehnisse in einer Art Tagebucheintrag. Das Buch kommt ohne Anführungszeichen bei wörtlicher Rede und mit sehr wenig Interpunktion aus, was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war. Aber durch diese Erzählweise fühlt man sich Mary noch näher und wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Ihre Handlungsweise wirkt dadurch auch authentischer. Das Buch führt stark vor Augen, wie wenig Einfluss Frauen zu dieser Zeit auf ihr eigenes Leben hatten. Männer, in diesem Fall der Vater und der Pfarrer, bestimmten darüber, ohne Mitspracherecht der Frau. Tolles Buch mit einer starken, sympathischen Protagonistin und einer berührenden Geschichte.
Große Überraschung für mich! Habe nicht mit so einer Story gerechnet!
Dieses Buch hat mir äußerst gut gefallen, muss aber auch erst mal verdaut werden. Die Aufmachung und der Schreibstil waren klasse und die Story war krass, einen anderen Begriff finde ich dafür nicht. Das Ende kam unerwartet und hat mich mitgenommen. Ganz klare Leseempfehlung oder auch Hörempfehlung, da die Stimme super passt!
Ein literarisches Juwel
⭐ 5/5 😢 4/5 Tiefgründig, bewegend und bedrückend sind wohl die Worte, die dieses Buch am besten beschreiben. Ich habe zuvor noch nie ein Buch mit einem solchen Schreibstil gelesen. Es fiel mir daher auf den ersten paar Seiten etwas schwer, mich darauf einzulassen. Das Buch wird aus der Sicht der 15-Jährigen Mary geschrieben, die es im Jahr 1831 schreibt. Sie hat das Lesen und Schreiben jedoch gerade erst erlernt, weswegen man in der Geschichte korrekte Kommasetzung, wörtliche Rede oder Eloquenz vergeblich sucht. Die Sprache ist einfach - wie Mary eben. Ich bin absolut beeindruckt davon, dass die Autorin Nell Leyshon hier die Kunst des Schreibens als Stilmittel genutzt hat, um den Leser noch mehr in Mary's Geschichte eintauchen zu lassen. Diese Kombination gelingt wirklich fabelhaft. Und wenn man sich einmal an Mary's 'Sprech' gewöhnt hat, ist das Buch auch gut zu lesen. Leider ist ihre Geschichte dafür jedoch weniger gut. Mary hat als Bauernmädchen ein hartes Leben, ohne viel Liebe oder gar Mitgefühl. Die einzige freundliche, vielleicht sogar liebevolle Beziehung hat sie zu ihrem Großvater. Doch dann wird Mary ins Pfarrhaus geschickt, um dort als Magd zu arbeiten und so beginnt der Anfang vom Ende. Ich habe mit dem jungen Mädchen mitgefühlt, habe mich mit ihr geärgert und musste mich auch an ihre unverblümte Art gewöhnen. Es hat mich sehr beeindruckt, dass sie, obwohl sie kein schönes Leben hat und nicht viel, über dass sie sich freuen könnte, dennoch immer voranschaut und die Dinge nimmt, wie sie kommen. Sie behält einfach ihr frohes, klares Gemüt. Eine bemerkenswerte Eigenschaft, die Anerkennung abverlangt. Ich denke, Mary's Geschichte steht für viele ungeschriebene und ungekannte Leben unzähliger Mädchen aus der Zeit. Doch Mary konnte es sinnbildlich auf Papier bringen und so allen Ungehörten wenigstens eine kleine Stimme verleihen.

Puh, das Buch trifft einen auf eine ganz andere Art und hat mich nachdenklich und traurig zurückgelassen. Der Schreibstil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, sehr einfach gehalten (keine Anführungszeichen - hat mich total irritiert). Allerdings passt der Schreibstil zur Protagonistin. Mary hat ein einfaches, schlichtes Gemüt, aber nicht dumm. Sie sagt was sie denkt, was nicht immer auf verständliche Ohren trifft. Sie tut das, was man ihr sagt und aufträgt, auch mal mit etwas Widerwillen. Die Geschichte hat mich sehr ergriffen.
So ergreifend
Was für ein beeindruckendes Buch, wirklich. Das Leben der 15jährigen Bauerntochter Mary im Jahr 1830/31 wird von ihr selbst erzählt. Sie hat erst vor kurzem lesen und schreiben gelernt und so ist auch der Schreibstil, was ich eine unglaublich tolle Idee finde. Ich musste sich erst ein paar Seiten daran gewöhnen, aber dann hatte es mir keine Schwierigkeiten mehr gemacht (bin als Deutschlehrerin aber auch einiges gewöhnt 🤣) Es wirkt total authentisch und lässt einen noch mehr in die Geschichte eintauchen, es fühlt sich viel näher an. Mary selbst ist ein bezaubernder Charakter. Obwohl ihre Eltern sie konsequent von (Schul-)Bildung fernhalten und ihr Leben alles andere als schön und einfach ist, ist sie unglaublich lebensklug und optimistisch. Sie sagt was sie denkt und lässt sich nicht verbiegen. Dadurch entstanden einige Momente, in denen ich ein bisschen lachen musste, was auch nötig ist, denn eine schöne leichte Geschichte erzählt das Buch nicht. Nachdem ich es beendet hatte, musste ich es erst mal eine Weile sacken lassen. Hinten auf dem Buch steht, dass das Buch von allen, die denken, dass früher alles besser gewesen sei, gelesen werden müsste. Das kann ich nur voll unterschreiben.
Die Farbe von Milch von Nell Leyshon ist ein leises zutiefst berührendes Buch. Durch Marys einfache ehrliche Sprache entsteht sofort Nähe. Man lacht mit ihr über kleine, oft sehr trockene und lustige Momente, die dem harten Alltag für kurze Zeit Leichtigkeit geben. Gleichzeitig liegt von Anfang an eine dunkle Vorahnung über der Geschichte. Das Ende kommt nicht überraschend, aber es trifft dennoch mit voller Wucht. Gerade weil man es kommen sieht und trotzdem nichts daran ändern kann, wirkt es tieftraurig und erschütternd. Ein wunderschönes, ehrliches Buch, das lange im Herzen bleibt. Für mich das erste Lesehighlight für dieses Jahr.
„Es ist das Jahr des Herrn achtzehnhundertundeinunddreißig… Dies ist mein Buch und ich schreibe es eigenhändig“
Ein tolles Buch mit einer besonderen Sprache was mich fassungslos zurücklässt. Für mich war es ein besonderes Leseerlebnis und Mary mit ihrem Haar mit der Farbe von Milch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben
Leseempfehlung⭐️
Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Es liest sich leicht und schnell. Die Geschichte zeigt auf, wie das Leben 1800 für Mädchen gewesen sein könnte, je nach Stand, und wie glücklich wir uns schätzen können, in einer privilegierteren Zeit zu leben. Viele Protagonisten haben mich richtig wütend werden lassen. Der Schreibstil war ein sehr stimmiges Stilmittel. Erst holprig, dann immer klarer, passend zu ihrer Entwicklung. Ich konnte mir die gesamte Geschichte sehr gut bildlich vorstellen und hatte, trotz Marys Schicksal, viel Spaß beim Lesen. Das Ende hat mich nicht aus den Socken gehauen, dennoch überrascht. Kurzes, starkes Buch: klare Empfehlung ⭐️

Eine rohe, ruhige und rührende Geschichte (enthält Spoiler)
„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon war für mich ein absolutes Jahreshighlight und bekommt ganz klar 5/5 Sterne. Dieses Buch hat mich überrascht, verstört und am Ende komplett sprachlos zurückgelassen. Am Anfang musste ich erstmal in den Schreibstil hineinfinden. Die langen Sätze ohne richtige Zeichensetzung wirken zunächst ungewohnt, ergeben aber schnell vollkommen Sinn, weil Mary ihre Geschichte selbst erzählt. Gerade dadurch wirkt alles unglaublich direkt und authentisch. Ihre Stimme ist roh, ehrlich und gleichzeitig voller Beobachtungen, die oft viel tiefer gehen, als es auf den ersten Blick scheint. Besonders erschreckend fand ich, wie selbstverständlich Gewalt in dieser Welt behandelt wird. Vor allem Marys Vater hat mich immer wieder wütend gemacht – die Brutalität innerhalb der Familie wird so nüchtern erzählt, dass sie dadurch fast noch bedrückender wirkt. Gleichzeitig schafft Mary es trotzdem, ihre Umwelt mit einer gewissen Leichtigkeit und sogar Humor zu betrachten. Ich mochte ihre Art unglaublich gerne, gerade weil sie Menschen zum Lachen bringen kann, obwohl ihr eigenes Leben so hart ist. Die Geschichte entwickelt sich insgesamt eher ruhig, aber genau das hat für mich funktioniert. Vieles wirkt zunächst unspektakulär, bis man merkt, wie sich die Atmosphäre immer weiter verdichtet. Besonders ab dem Herbst hatte ich ständig dieses ungute Gefühl im Hintergrund. Ralph war mir beispielsweise die ganze Zeit suspekt, und obwohl nicht permanent große Ereignisse passieren, liegt über allem eine unterschwellige Bedrohung. Das Ende hat mich dann komplett getroffen. Ich musste danach erstmal alles sacken lassen. Dass etwas Schlimmes passieren würde, war irgendwann klar, aber ich hätte trotzdem nicht gedacht, wie schwer und beklemmend die letzten Seiten werden. Gerade weil Mary alles so sachlich und nachvollziehbar schildert, entfaltet die Geschichte ihre volle Wucht erst nach und nach. Außerdem finde ich es spannend, wie viele Leser:innen den Schreibstil kritisieren, obwohl genau darin doch einer der wichtigsten Aspekte des Romans liegt. Mary hat gerade erst lesen und schreiben gelernt und versucht, möglichst schnell von ihrem letzten Jahr zu erzählen. Dass die Sprache schlicht bleibt und andere Figuren nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet werden, ist kein Schwachpunkt, sondern Teil der gesamten Erzählweise. Für mich macht genau das das Buch so besonders. Rückblickend ist mir auch aufgefallen, wie wichtig das Thema Zeit in diesem Roman ist. Die Jahreszeiten strukturieren nicht nur die Handlung, sondern verstärken auch dieses Gefühl von Vergänglichkeit und Unausweichlichkeit. „Die Farbe von Milch“ ist traurig, aber nicht auf eine künstlich schockierende Weise. Vielmehr erzählt das Buch leise, nachvollziehbar und erschreckend glaubwürdig von den Lebensrealitäten einer jungen Frau in einer historischen Gesellschaft mit festen Rollenbildern. Gerade weil Mary ihre Geschichte selbst erzählt, wirken ihre Gedanken und Handlungen jederzeit verständlich – und genau das macht dieses Buch so eindringlich und wichtig.
Oh, Mary ❤️🩹
Mein Herz klopft noch, während ich das hier schreibe. So eine fesselnde und tieftraurige Geschichte. Ich liebe ohnehin dieses Genre, das ich so ad hoc mal als emanzipatorischen Entwicklungsroman bezeichnen würde, und Nell Leyshon hat mir nach „Ich, Ellyn“ wieder mal gezeigt, wie sehr sie dieses Genre beherrscht. Ich weiß, dass viele den Stil (sparsamer Umgang mit Satzzeichen) nicht mögen oder zumindest gewöhnungsbedürftig finden, mir geht es ganz anders. Ich finde sogar, dass die Geschichte stellenweise einen richtig schönen Rhythmus hat, das mich wirklich in den Bann zieht. An dieser Stelle natürlich auch Props an die tolle Übersetzung von Wibke Kuhn.
📚 Inhalt Mary ist ein Bauernmädchen. Gemeinsam mit ihren Schwestern muss sie die harte Hofarbeit durchführen, ganz nach dem Motto: Wer nicht arbeitet, isst nicht. Viel Zeit zum Nachdenken, ob ihr dieses Leben gefällt, hat Mary nicht. Doch dann wird sie zum Pfarrer geschickt. Ihr Vater bekommt Geld dafür, dass Mary dort arbeitet, denn die Frau des Pfarrers ist krank und benötigt viel Unterstützung. Widerwillig ergibt sich Mary ihrem Schicksal und macht kein Geheimnis daraus, dass ihr ihr neues Leben nicht gefällt. Doch sie wird lesen und schreiben lernen und ihre Geschichte selbst erzählen. Und Marys Schicksal wird eine Wendung nehmen, die sie sich noch nicht vorstellen kann. 📖 Meinung Zu Beginn hatte ich wirklich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Mary schreibt aus der Ich-Perspektive und es ist stilistisch gut gemacht, da sie lesen und schreiben noch nicht lange kann. Doch genau das, macht das Lesen enorm anstrengend. Die Sätze sind teilweise sehr lang und ohne Satzzeichen. Ich habe mir nach wenigen Seiten überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Doch mit der Zeit habe ich mich an Marys Schreibstil gewöhnt und konnte flüssiger lesen. Das Buch gehört für mich zu den eher dünneren Büchern. Das bedeutet, dass die Geschichte ziemlich schnell auf den Punkt gebracht werden muss und es nicht viel Platz hat, für unnötige Nebengeschichten. Ich möchte gar nicht zu viel spoilern hier, aber für mich war Marys Geschichte teilweise nicht ganz rund. Es gab eine Nebenhandlung, die ich total interessant gefunden habe und gerne mehr darüber gelesen hätte. Auch fand ich auf diese Handlung bezogen, dass Mary sich nicht ihrem Charakter-typisch verhalten hat. Die Haupthandlung war lange irgendwie gar nicht da. Mary pflegt die Pfarrersfrau, putzt und kocht das Haus und möchte nach Hause. Irgendwann darf sie lesen und schreiben lernen. Und dann kommt die eigentliche Handlung erst auf den letzten maximal 50 Seiten. Das Buch war zu einem grossen Teil unaufgeregt und eher langsam. Das würde mich eigentlich gar nicht stören, aber Mary hat immer wieder durchblicken lassen, dass irgendetwas schlimmes passieren wird und sie die Wahrheit darüber erzählen wird. Das Buch behandelt schlimme Themen, darüber sollte man sich bewusst sein, bevor man es zu lesen beginnt. Ich finde es auch wirklich wichtig, dass diese Themen behandelt und besprochen werden. Das Buch war auch irgendwie gut, aber so ganz konnte es mich nicht überzeugen.
Raffinierter Text über Patriarchale Gewalt
Von diesem Buch hatte ich Vorfeld nur Gutes gehört. Also war ich sehr gespannt, ob mich die Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert genauso begeistert wie viele hier. Mary wächst als eine von vier Schwestern auf einem kleinen Bauernhof im ländlichen England des 19. Jahrhunderts auf. Wie wir später erfahren, spielt die Geschichte 1831, denn Mary schreibt sie höchstpersönlich auf. Ein Jahr lang schildert sie das ärmliche Leben auf dem Hof, die Brutalität, mit der ihr Vater gegen jede noch so kleine Abweichung von der täglichen Arbeit vorgeht und die scheinbare Gleichgültigkeit der Mutter, die von morgens bis abends beschäftigt ist und für Gefühle keine Zeit zu haben scheint. Mary ist anders als ihre Schwestern. Sie versucht Wärme in den Alltag zu bringen. Als jüngstes Kind, das sich auch optisch von ihren Familienmitgliedern unterscheidet, wirkt sie etwas unbeschwerter, träumt von Sonnenaufgängen und bezahlt so manch hohen Preis für die ein oder andere Flucht vom Alltag. Sie hat ein großes Herz für ihren gelähmten Großvater, der ebenfalls von den Brutalitäten seines Sohnes nicht verschont bleibt. Als Mary von heute auf morgen ins Pfarrhaus ziehen muss. Um dort die schwerkranke Frau des Pastors zu betreuen, ändert sich ihr Leben schlagartig. Thematisch geht es im Buch stark um Machtmissbrauch, patriarchale Gewalt und soziale Hierarchien. Selbstermächtigung von Frauen findet hier nicht statt. So werden Mary und ihre Schwestern zu arbeiten gezwungen, die das Leben der Familie am laufen halten. Eine Wahl bleibt Ihnen nicht. Männer nehmen sich was sie brauchen, egal, ob Frauen bereit sind, zu geben oder sich gar wehren. Der Ortswechsel, den die Protagonistin vornehmen muss, ist fremdbestimmt , sie zu fragen, kommt niemandem in den Sinn. Das Geld dafür kassiert der Vater. Mary nimmt das bewusst war und stellt diese Form von sozialer Gewalt auch infrage doch kann sie sich dagegen nicht auflehnen. Wenn Sie dies trotz allem versucht, bekommt sie dies sofort physisch zu spüren. Dieses fremdbestimmte Leben stört sie trotzdem stark, und sie entdeckt für sich Bildung als Möglichkeit zur Flucht. Die Allgegenwärtigkeit von Vertrauensbrüchen durch Männer macht die Perspektivlosigkeit, der sich Frauen und Mädchen gegenüber sehen sehr deutlich. In diesem Fall spürt es aber auch nicht die Solidarität unter Frauen. Freundinnen- oder Schwesternschaft fällt Resignation zum Opfer. Leyshon bedient sich einer einfachen, oft pragmatischen Sprache, in der ein Hauch von Poesie mitschwingt. Dabei fügt sie kleine Wendungen ein, führt auf falsche Fährten und schenkt uns den ein oder anderen Twist, dessen Auflösung sie aber offen lässt. Ich finde diese Form der Textkonstruktion sehr gut gewählt. Sie baut Spannung auf, lässt uns Leser*innen mutmaßen und es bleibt trotzdem genug Raum für eigene Lösungen. Ich hatte schon die ganze Zeit eine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen wird, und obwohl sich das bestätigt hat, habe ich aufgeregt dem Ende entgegen gefiebert, Das macht den Roman zu einer spannenden Erfahrung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Plot, Sprache, Setting und Konstruktion haben mich begeistert, und ich werde dieses Buch ab sofort zu meinen Highlights zählen Eine Empfehlung für alle, die besondere Frauenfiguren mögen und raffinierte Texte zu schätzen wissen.
Eine außergewöhnliche Sprache trifft auf eine aussergewöhnliche Protagonistin. Mary ist zu Beginn des Buches ungebildet und kann weder lesen noch schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie auf deren Bauernhof und kennt nur das Leben dort. Als sie zum Pfarrer geschickt wird um dort im Haushalt und mit der kranken Pfarrersfrau zu helfen ändert sich ihr Leben radikal. Sie lernt nicht nur neue Aufgaben kennen sondern auch Lesen und Schreiben. Und so wie sich Mary ändert, ändert sich auch die Sprache der Geschichte die sie uns erzählt. Mir wurde mehr als einmal schlecht was die Eindringlichkeit des Textes unterstreicht.
Es gibt Bücher, die ziehen dich schon auf der ersten Seiten in seinen Bann. Die Farbe von Milch zählt für mich ganz klar dazu. Diese Geschichte wird aus der Sicht des 14jährigen Mädchens Mary erzählt. Das besondere dabei ist, dass Mary das Lesen und Schreiben erst mit 14 Jahren gelernt hat. Der Schreibstil ist daher so gehalten, als ob wirklich Mary die Geschichte mit ihren eigenen Worten erzählen würde. Mary hat kein einfaches Leben. Aufgewachsen auf einen Bauernhof, ist sie für ihren Vater nichts weiter als eine Arbeitskraft. Dass die Kinder (Mary hat noch 3 Schwestern) Lesen und Schreiben lernen sollen, erachtet ihr Vater nicht als notwendig. Anstatt zur Schule zu gehen, müssen sie von morgens bis abends auf dem Feld arbeiten. Als im benachbarten Dorf eine Pflegehilfe für die kranke Ehefrau des Pfarrers gesucht wird, schickt ihr Vater sie hin, damit sie dort das Geld für die Familie verdient. Mit ihrem Handicap (angeborene Fehlstellung des Beines) kann er sie auf dem Feld sowieso nicht gut gebrauchen. Anhand dieser kurzen Beschreibung würde man jetzt denken, das Buch wäre nichts Besonderes, aber man wird eines Besseren belehrt. Es gibt Geschichten, die sind so aufwühlend, dass sie einen nicht mehr loslassen. Dieses Buch lässt einen nachdenklich zurück. Es ist eine besondere Geschichte, die hier erzählt wird. Ein Buch, an das man Wochen später noch zurückdenkt und übers Gelesene nachgrübelt, da es auch wirklich realistisch geschrieben wurde und einen schon das Ende einfach nur sprachlos zurücklässt.
Ein kleines Buch, das schwer im Herzen liegt
Am Anfang war ich vom Schreibstil erst etwas irritiert. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, es gibt keine Anführungszeichen, alles wirkt fast roh. Aber genau das ergibt schnell Sinn, denn die Geschichte soll so klingen, als hätte die Protagonistin Mary sie selbst aufgeschrieben. Mary ist ein junges Bauernmädchen, aufgewachsen auf einem Hof, und noch keine 14 Jahre alt. Als der Pfarrer im Dorf Hilfe braucht, weil seine Frau krank ist, wird Mary zu ihnen geschickt und lebt fortan dort. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht verraten. Wichtig ist nur: Mary lernt dort lesen und schreiben und erzählt uns so ihre eigene Geschichte. Gerade dieser besondere Stil macht das Buch so intensiv. Man hört Marys Stimme in jedem Satz: aufmüpfig, direkt, ehrlich und kindlich, aber auch klug. Die Geschichte spielt 1830 und zeigt sehr deutlich, wie hart und eingeschränkt das Leben damals war, vor allem für Frauen. Mich hat das Buch sehr gefesselt und emotional richtig mitgenommen. Das Ende ist traurig, bedrückend und bleibt lange im Kopf. Ein kleines, stilles Buch, das viel Wirkung entfaltet.

Wir schreiben das Jahr des Herrn achtzehnhunderteinundreißig...
...und begleiten die Ich-Erzählerin Mary im Wechsel der Jahreszeiten in einem kleinen Dorf. Mit ihren drei Schwestern, dem gewalttätigen Vater, der stillen nicht einschreitenden Mutter und dem kranken Großvater lebt sie in armen Verhältnissen auf einem Bauernhof. Das Leben besteht aus nichts anderem als Tiere füttern, melken, Ackerbau und Käserei bis sich mit einem Tag alles ändert. Der Vater beschließt Mary als Haushaltshilfe in die Pfarrerei zu bringen. Hier beginnt mit der Pflege der Pfarrersfrau ein neues Leben für Mary, dass neue Perspektiven eröffnet. Aber es zeigt auch Abgründe auf, die zu einem unerwarteten, aber auch konsequentem Ende führen. Das Buch ist berührend und in einem sehr besonderen, authentischen Stil geschrieben. Nell Leyshon hat mit Mary eine kluge und sehr ehrliche Protagonistin geschaffen, die sich in der Welt des Patriarchats nicht verbiegen lässt. Ich habe es gerne gelesen.

So ein tolles Buch ♡ Ich war so begeistert ,auch wenn es sehr bauernhaft geschrieben ist ,war es trotzdem ein sehr schöner Schreibstil .Ich hätte nie gedacht das mich ein Buch fast zum weinen bringt hier war es fast soweit 🙊ich war so gefesselt von dieser Geschichte , das ich es in 2 Tagen durchgelesen habe! das Ende war .....😲😳😢 Und dieses wunderschöne Cover 😍Es ist in meine Lieblingsbuchreihe gerutscht 😁 Klare Leseempfehlung!!!!
Insgeheim weiß man schnell, worauf es hinausläuft und doch will man es einfach nicht wahrhaben; am Ende trifft es einen dann doppelt hart. Ein ungewöhnlicher Roman. Der Schreibstil verwirrt am Anfang etwas, doch nach ein paar Seiten ist man drin und die Geschichte entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Ich blieb am Ende zurück, die Luft langsam hörbar ausstoßend ein "Puh!" formulierend.
Ein Buch, das bleibt 🤍
Mary lebt 1830/31 mit ihren Eltern, ihren drei Schwestern und ihrem Großvater auf einem Bauernhof. Ihre Kindheit ist trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigung von harter Arbeit, Gewalt und Ignoranz geprägt. Nur zu ihrem Großvater hat sie ein liebevolles Verhältnis. Eines Tages wird die 15-jährige Mary in das noble Haus eines Pfarrers geschickt, um dort zu leben und die kranke Frau des Pfarrers zu pflegen. Zum ersten Mal erfährt sie Anerkennung und Freundlichkeit von der kranken Frau. Doch die schönen Momente sind leider nicht von Dauer. ••• Zuerst war ich über den kindlichen und einfachen Schreibstil verwundert, bis ich nach ein paar Seiten verstanden habe, dass Mary selbst ihre Geschichte erzählt - in ihren eigenen Worten und ohne viele Satzzeichen. Ab diesem Moment war der Stil einfach nur genial und hat eine sehr intime Atmosphäre geschaffen. Man baut dadurch eine enge Bindung zu Mary auf, die trotz ihres Schicksals kein Blatt vor den Mind nimmt und unglaublich mutig ist. Auch wenn ich nicht zu viel verraten möchten, war die Gewalt gegenüber Mary für mich schwer zu ertragen. Und ich bin sicher, dass ihre schlimmen Erlebnisse jeden Lesenden mitten ins Herz treffen. Umso wichtiger finde ich, dass Marys Lebensgeschichte und Geschehnisse dieser Art thematisiert werden. Und das gelingt der Autorin in diesem Buch auf herausragende und unglaublich berührende Weise. Denn auch wenn das Buch Mitte des 19. Jahrhunderts spielt und Gewalttaten zu dieser Zeit normalisiert und verharmlost wurde, sind sie genauso schrecklich wie Gewalt in der heutigen Zeit. Ich hatte während des Lesens hin und wieder eine leise Vorahnung und dachte so oft „Oh nein, bitte nicht!“ und dann ist es doch passiert und ich war dennoch schockiert. Große Leseempfehlung für eine Geschichte über eine beeindruckende junge Frau mit einem phänomenalen Gespür für Gut und Böse. Ich habe das kraftvolle und packende Buch in Kürze verschlungen und werde sicher noch lange an Mary denken! 🩶

"Von dir könnten die Menschen noch viel lernen..."
Das Werk liest sich wie ein Tagebuch und zieht einen in den Sog. Mit 208 Seiten ein eher kurzer Roman, was aber dem Inhalt nichts abtut. Eventuell müsste es eine Triggerwarnung geben, aber man kann nicht detailliert im Klapptext darauf eingehen, weil es viel der Geschichte schon vorab wegnehmen würde. Ich mochte vor allem die Einteilung in Jahreszeiten. Das hat alles nochmal intensiver gemacht und auch die Geschichten drumherum waren interessant. Eine klare Leseempfehlung von mir, aber kein Muss.

Die Farbe von Milch
Oh Mary. Gerne hätte ich dich in den Arm genommen. Mehrere "Nein" und "Oh bitte nicht" sind beim Lesen aus mir raus gebrochen und ich konnte das Buch wirklich schwer aus der Hand legen. Auch wenn ich anfangs etwas gebraucht habe, um mich in den Schreibstil zu finden, ließ es mich dann doch nicht mehr los. So packend und schmerzhaft. Gerade mal 200 Seiten und doch so viel passiert...
Mal ein anderes Buch als erwartet
Es war definitiv mal was anderes. Die harte Zeit von damals, ich bin froh, dass ich diese nicht erleben muss. Ich mag Bücher die in so einer Zeit leben, die ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann aber damals Normalität waren. Das Buch ist gedanklich und vom Schreibstil schlicht gehalten aber haut trotzdem rein. Ich werde weitere Bücher von ihr lesen.
Was kann man geben, wenn man eigentlich nichts hat? Diese kurze, stakkatoartige Geschichte handelt von der rauen Lebensrealität eines Mädchens im 19. Jahrhundert. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin berichtet ohne viel literarischen Firlefanz von ihren Erfahrungen und mit jedem weiteren Wort wird klarer, wie wenig sie zu verlieren hat.
>>Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.<< „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon war für mich ein sehr besonderes, sonderbares und absolut bewegendes Buch. Wir lauschen hier Marys Geschichte, die so einfach wie besonders und furchtbar ist. Mary stammt aus sehr einfachen Verhältnissen und ist als Person auch sehr einfach gestrickt. Dennoch merkt man, dass sie alles andere als dumm ist! Ihr Leben ist hart und rau und ich als Leser konnte die Kälte ihrer Welt beim lesen förmlich fühlen. Marys Art ihre Geschichte zu erzählen ist einfach, schnörkellos, man könnte fast sagen ohne Emotionen und dennoch transportieren ihre einfachen Worte so verdammt viel! Insgesamt passiert nicht so viel in dieser Geschichte, aber die Dinge, die geschehen haben mich förmlich aus der Bahn gebracht und erschüttert, berührt und sich tief in mein Herz und meine Gedanken gebrannt. „Die Farbe von Milch“ ist ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde und jedem wirklich nur ans Herz legen kann!
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich.
Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt.
In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.
»Ein kompromissloses Werk von seltsamer sprachlicher Schönheit.« Brigitte
Book Information
Author Description
Nell Leyshons Romane, Theaterstücke und Hörspiele erhielten bereits zahlreiche Auszeichnungen. Im Eisele Verlag erschien mit großem Erfolg bei Presse und Publikum der Roman Die Farbe von Milch, für den sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den Prix Femina nominiert war. Es folgte Der Wald, „eine herzzerreißende Liebeserklärung an Söhne und ihre Mütter“ (Brigitte). Mit Ich, Ellyn legt Nell Leyshon erneut einen historischen Roman vor, in dem ein junges Mädchen seine von Geburt an benachteiligte Stellung nicht hinnimmt und sich mit aller Macht seinen Platz im Leben erkämpfen will. Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt heute in Dorset.
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Eine einfache Stimme mit großer Wirkung
„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon ist ein stilles, eindringliches Buch. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 14-jährigen Mary im Jahr 1831, tagebuchartig und direkt. Der Schreibstil ist extrem einfach gehalten: kurze Sätze, einfache Wörter, kaum Kommas, viele Bindewörter. Anfangs empfand ich das als befremdlich, doch sehr schnell wurde klar, wie bewusst diese Entscheidung getroffen wurde. Mary ist ein junges Mädchen, aufgewachsen auf einem Bauernhof, ohne echte Bildung, mit harter körperlicher Arbeit als Alltag. Genau deshalb wirkt diese Sprache so authentisch. Es fühlt sich nicht konstruiert an, sondern ehrlich, als würde Mary selbst zu uns sprechen. Mary ist eine Protagonistin, die mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen ist. Sie hat eine direkte, klare, fast nüchterne Art und trotzdem etwas sehr Warmes. Trotz der harten Lebensumstände blickt sie erstaunlich positiv auf die Welt. Besonders ihre Beziehung zu ihrem Großvater ist berührend. Die Geschichte spielt über die Jahreszeiten hinweg, in vier (oder fünf) Kapitel unterteilt. Und dennoch liegt über allem eine konstante Kälte. Nicht unbedingt körperlich, sondern emotional. Man spürt früh, dass dies keine leichte Geschichte wird. Auch ohne einen klassischen Spannungsbogen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist so dicht, so bedrückend, dass man einfach weiterlesen möchte. Ich hatte relativ früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen könnte. Trotzdem hat mich das Buch sehr getroffen. Es ist eines dieser Bücher, die nicht laut sind, nicht schockieren müssen und gerade deshalb so heftig wirken. Es hat mich stumm zurückgelassen, nachdenklich, ruhig. Fazit: Die Farbe von Milch ist ein düsteres, intensives Buch, geschrieben in einer bewusst schlichten Sprache, die unglaublich viel transportiert. Mary ist eine großartige Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Trotz, oder gerade wegen, der Einfachheit ist diese Geschichte kraftvoll, traurig und wunderschön zugleich. Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern fühlt. Absolute Leseempfehlung.
Es ist das Jahr 1831. Die junge Mary lebt mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihren Schwestern auf einem Bauernhof und muss täglich schwere und harte Arbeit leisten und das bereits in sehr jungen Jahren. Wir lesen das Buch aus Marys Sicht, wie ein Tagebuch in Jahreszeiten eingeteilt und sehr schlicht geschrieben, eben genauso wie Marys Charakter einem am Anfang vorkommt. Die Art zu schreiben erklärt sich im Laufe der Geschichte, was ich erst befremdlich fand, empfand ich gegen Ende des Buches als Teil von Marys Persönlichkeitsentwicklung. Wir begleiten das junge Mädchen auf einem Jahr ihres Lebenswegs und mit jeder Seite mehr ist mein Mitleid zu ihr gewachsen. Wahrscheinlich sprechen wir hier von einem Lebensweg, der vielen Mädchen in der Zeit, in dem Alter gar nicht so fremd ist. Ein strenger Vater, der keinen Sohn bekommen hat und die Mädchen dafür doppelt so hart arbeiten müssen. Eine kurzweilige Geschichte mit einem Ende was bewegt und mitnimmt. 3,5 Sterne von 5 für ein ruhig erzähltes Buch.
Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
"Ich konnte den Hügel hinter dem Haus sehen und ich dachte an unseren Hof auf der anderen Seite und an den Tag als wir uns alle dort oben hingelegt hatten und davon geträumt hatten was wir uns alle wünschten. Und wer hätte gedacht dass es mich in dieses Haus verschlagen würde und das hier tun würde. Und ich konnte mich nicht erinnern mir das gewünscht zu haben." Die 15jährige Mary lebt als jüngste von vier Schwestern 1831 auf dem elterlichen Hof und arbeitet unter der strengen Hand ihres Vaters hart. Die Familie führt ein karges, entbehrungsreiches Leben. Nur durch ihren Großvater, um den Mary sich liebevoll kümmert, erfährt sie etwas Zuneigung. Sie kann weder lesen noch schreiben und war noch nie weiter als eine Meile von ihrem Zuhause entfernt. Eines Tages wird sie in den Haushalt des Dorfpfarrers geschickt, um sich dort um dessen Frau zu kümmern. Diese leidet unter einer Krankheit und braucht Gesellschaft und Pflege. Plötzlich eröffnet sich für Mary eine neue Welt, in der sie nicht täglich bis zur Erschöpfung arbeiten muss, in der es Bücher gibt, in der sie gewertschätzt wird. Das Leben wird soviel leichter für Mary, die dennoch sehr unglücklich ist, da sie vor allem ihren Großvater, aber auch den Rest ihrer Familie vermisst. Mary lernt dazu, bleibt sich dabei aber treu. Sie äußert immer ungefiltert ihre Meinung, sei sie vielleicht noch so unpassend. Sie ist ehrlich, scharfsinnig und klug und lässt sich nicht verbiegen. In ihrer einfachen Sprache schildert Mary die Geschehnisse in einer Art Tagebucheintrag. Das Buch kommt ohne Anführungszeichen bei wörtlicher Rede und mit sehr wenig Interpunktion aus, was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war. Aber durch diese Erzählweise fühlt man sich Mary noch näher und wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Ihre Handlungsweise wirkt dadurch auch authentischer. Das Buch führt stark vor Augen, wie wenig Einfluss Frauen zu dieser Zeit auf ihr eigenes Leben hatten. Männer, in diesem Fall der Vater und der Pfarrer, bestimmten darüber, ohne Mitspracherecht der Frau. Tolles Buch mit einer starken, sympathischen Protagonistin und einer berührenden Geschichte.
Große Überraschung für mich! Habe nicht mit so einer Story gerechnet!
Dieses Buch hat mir äußerst gut gefallen, muss aber auch erst mal verdaut werden. Die Aufmachung und der Schreibstil waren klasse und die Story war krass, einen anderen Begriff finde ich dafür nicht. Das Ende kam unerwartet und hat mich mitgenommen. Ganz klare Leseempfehlung oder auch Hörempfehlung, da die Stimme super passt!
Ein literarisches Juwel
⭐ 5/5 😢 4/5 Tiefgründig, bewegend und bedrückend sind wohl die Worte, die dieses Buch am besten beschreiben. Ich habe zuvor noch nie ein Buch mit einem solchen Schreibstil gelesen. Es fiel mir daher auf den ersten paar Seiten etwas schwer, mich darauf einzulassen. Das Buch wird aus der Sicht der 15-Jährigen Mary geschrieben, die es im Jahr 1831 schreibt. Sie hat das Lesen und Schreiben jedoch gerade erst erlernt, weswegen man in der Geschichte korrekte Kommasetzung, wörtliche Rede oder Eloquenz vergeblich sucht. Die Sprache ist einfach - wie Mary eben. Ich bin absolut beeindruckt davon, dass die Autorin Nell Leyshon hier die Kunst des Schreibens als Stilmittel genutzt hat, um den Leser noch mehr in Mary's Geschichte eintauchen zu lassen. Diese Kombination gelingt wirklich fabelhaft. Und wenn man sich einmal an Mary's 'Sprech' gewöhnt hat, ist das Buch auch gut zu lesen. Leider ist ihre Geschichte dafür jedoch weniger gut. Mary hat als Bauernmädchen ein hartes Leben, ohne viel Liebe oder gar Mitgefühl. Die einzige freundliche, vielleicht sogar liebevolle Beziehung hat sie zu ihrem Großvater. Doch dann wird Mary ins Pfarrhaus geschickt, um dort als Magd zu arbeiten und so beginnt der Anfang vom Ende. Ich habe mit dem jungen Mädchen mitgefühlt, habe mich mit ihr geärgert und musste mich auch an ihre unverblümte Art gewöhnen. Es hat mich sehr beeindruckt, dass sie, obwohl sie kein schönes Leben hat und nicht viel, über dass sie sich freuen könnte, dennoch immer voranschaut und die Dinge nimmt, wie sie kommen. Sie behält einfach ihr frohes, klares Gemüt. Eine bemerkenswerte Eigenschaft, die Anerkennung abverlangt. Ich denke, Mary's Geschichte steht für viele ungeschriebene und ungekannte Leben unzähliger Mädchen aus der Zeit. Doch Mary konnte es sinnbildlich auf Papier bringen und so allen Ungehörten wenigstens eine kleine Stimme verleihen.

Puh, das Buch trifft einen auf eine ganz andere Art und hat mich nachdenklich und traurig zurückgelassen. Der Schreibstil ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, sehr einfach gehalten (keine Anführungszeichen - hat mich total irritiert). Allerdings passt der Schreibstil zur Protagonistin. Mary hat ein einfaches, schlichtes Gemüt, aber nicht dumm. Sie sagt was sie denkt, was nicht immer auf verständliche Ohren trifft. Sie tut das, was man ihr sagt und aufträgt, auch mal mit etwas Widerwillen. Die Geschichte hat mich sehr ergriffen.
So ergreifend
Was für ein beeindruckendes Buch, wirklich. Das Leben der 15jährigen Bauerntochter Mary im Jahr 1830/31 wird von ihr selbst erzählt. Sie hat erst vor kurzem lesen und schreiben gelernt und so ist auch der Schreibstil, was ich eine unglaublich tolle Idee finde. Ich musste sich erst ein paar Seiten daran gewöhnen, aber dann hatte es mir keine Schwierigkeiten mehr gemacht (bin als Deutschlehrerin aber auch einiges gewöhnt 🤣) Es wirkt total authentisch und lässt einen noch mehr in die Geschichte eintauchen, es fühlt sich viel näher an. Mary selbst ist ein bezaubernder Charakter. Obwohl ihre Eltern sie konsequent von (Schul-)Bildung fernhalten und ihr Leben alles andere als schön und einfach ist, ist sie unglaublich lebensklug und optimistisch. Sie sagt was sie denkt und lässt sich nicht verbiegen. Dadurch entstanden einige Momente, in denen ich ein bisschen lachen musste, was auch nötig ist, denn eine schöne leichte Geschichte erzählt das Buch nicht. Nachdem ich es beendet hatte, musste ich es erst mal eine Weile sacken lassen. Hinten auf dem Buch steht, dass das Buch von allen, die denken, dass früher alles besser gewesen sei, gelesen werden müsste. Das kann ich nur voll unterschreiben.
Die Farbe von Milch von Nell Leyshon ist ein leises zutiefst berührendes Buch. Durch Marys einfache ehrliche Sprache entsteht sofort Nähe. Man lacht mit ihr über kleine, oft sehr trockene und lustige Momente, die dem harten Alltag für kurze Zeit Leichtigkeit geben. Gleichzeitig liegt von Anfang an eine dunkle Vorahnung über der Geschichte. Das Ende kommt nicht überraschend, aber es trifft dennoch mit voller Wucht. Gerade weil man es kommen sieht und trotzdem nichts daran ändern kann, wirkt es tieftraurig und erschütternd. Ein wunderschönes, ehrliches Buch, das lange im Herzen bleibt. Für mich das erste Lesehighlight für dieses Jahr.
„Es ist das Jahr des Herrn achtzehnhundertundeinunddreißig… Dies ist mein Buch und ich schreibe es eigenhändig“
Ein tolles Buch mit einer besonderen Sprache was mich fassungslos zurücklässt. Für mich war es ein besonderes Leseerlebnis und Mary mit ihrem Haar mit der Farbe von Milch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben
Leseempfehlung⭐️
Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Es liest sich leicht und schnell. Die Geschichte zeigt auf, wie das Leben 1800 für Mädchen gewesen sein könnte, je nach Stand, und wie glücklich wir uns schätzen können, in einer privilegierteren Zeit zu leben. Viele Protagonisten haben mich richtig wütend werden lassen. Der Schreibstil war ein sehr stimmiges Stilmittel. Erst holprig, dann immer klarer, passend zu ihrer Entwicklung. Ich konnte mir die gesamte Geschichte sehr gut bildlich vorstellen und hatte, trotz Marys Schicksal, viel Spaß beim Lesen. Das Ende hat mich nicht aus den Socken gehauen, dennoch überrascht. Kurzes, starkes Buch: klare Empfehlung ⭐️

Eine rohe, ruhige und rührende Geschichte (enthält Spoiler)
„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon war für mich ein absolutes Jahreshighlight und bekommt ganz klar 5/5 Sterne. Dieses Buch hat mich überrascht, verstört und am Ende komplett sprachlos zurückgelassen. Am Anfang musste ich erstmal in den Schreibstil hineinfinden. Die langen Sätze ohne richtige Zeichensetzung wirken zunächst ungewohnt, ergeben aber schnell vollkommen Sinn, weil Mary ihre Geschichte selbst erzählt. Gerade dadurch wirkt alles unglaublich direkt und authentisch. Ihre Stimme ist roh, ehrlich und gleichzeitig voller Beobachtungen, die oft viel tiefer gehen, als es auf den ersten Blick scheint. Besonders erschreckend fand ich, wie selbstverständlich Gewalt in dieser Welt behandelt wird. Vor allem Marys Vater hat mich immer wieder wütend gemacht – die Brutalität innerhalb der Familie wird so nüchtern erzählt, dass sie dadurch fast noch bedrückender wirkt. Gleichzeitig schafft Mary es trotzdem, ihre Umwelt mit einer gewissen Leichtigkeit und sogar Humor zu betrachten. Ich mochte ihre Art unglaublich gerne, gerade weil sie Menschen zum Lachen bringen kann, obwohl ihr eigenes Leben so hart ist. Die Geschichte entwickelt sich insgesamt eher ruhig, aber genau das hat für mich funktioniert. Vieles wirkt zunächst unspektakulär, bis man merkt, wie sich die Atmosphäre immer weiter verdichtet. Besonders ab dem Herbst hatte ich ständig dieses ungute Gefühl im Hintergrund. Ralph war mir beispielsweise die ganze Zeit suspekt, und obwohl nicht permanent große Ereignisse passieren, liegt über allem eine unterschwellige Bedrohung. Das Ende hat mich dann komplett getroffen. Ich musste danach erstmal alles sacken lassen. Dass etwas Schlimmes passieren würde, war irgendwann klar, aber ich hätte trotzdem nicht gedacht, wie schwer und beklemmend die letzten Seiten werden. Gerade weil Mary alles so sachlich und nachvollziehbar schildert, entfaltet die Geschichte ihre volle Wucht erst nach und nach. Außerdem finde ich es spannend, wie viele Leser:innen den Schreibstil kritisieren, obwohl genau darin doch einer der wichtigsten Aspekte des Romans liegt. Mary hat gerade erst lesen und schreiben gelernt und versucht, möglichst schnell von ihrem letzten Jahr zu erzählen. Dass die Sprache schlicht bleibt und andere Figuren nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet werden, ist kein Schwachpunkt, sondern Teil der gesamten Erzählweise. Für mich macht genau das das Buch so besonders. Rückblickend ist mir auch aufgefallen, wie wichtig das Thema Zeit in diesem Roman ist. Die Jahreszeiten strukturieren nicht nur die Handlung, sondern verstärken auch dieses Gefühl von Vergänglichkeit und Unausweichlichkeit. „Die Farbe von Milch“ ist traurig, aber nicht auf eine künstlich schockierende Weise. Vielmehr erzählt das Buch leise, nachvollziehbar und erschreckend glaubwürdig von den Lebensrealitäten einer jungen Frau in einer historischen Gesellschaft mit festen Rollenbildern. Gerade weil Mary ihre Geschichte selbst erzählt, wirken ihre Gedanken und Handlungen jederzeit verständlich – und genau das macht dieses Buch so eindringlich und wichtig.
Oh, Mary ❤️🩹
Mein Herz klopft noch, während ich das hier schreibe. So eine fesselnde und tieftraurige Geschichte. Ich liebe ohnehin dieses Genre, das ich so ad hoc mal als emanzipatorischen Entwicklungsroman bezeichnen würde, und Nell Leyshon hat mir nach „Ich, Ellyn“ wieder mal gezeigt, wie sehr sie dieses Genre beherrscht. Ich weiß, dass viele den Stil (sparsamer Umgang mit Satzzeichen) nicht mögen oder zumindest gewöhnungsbedürftig finden, mir geht es ganz anders. Ich finde sogar, dass die Geschichte stellenweise einen richtig schönen Rhythmus hat, das mich wirklich in den Bann zieht. An dieser Stelle natürlich auch Props an die tolle Übersetzung von Wibke Kuhn.
📚 Inhalt Mary ist ein Bauernmädchen. Gemeinsam mit ihren Schwestern muss sie die harte Hofarbeit durchführen, ganz nach dem Motto: Wer nicht arbeitet, isst nicht. Viel Zeit zum Nachdenken, ob ihr dieses Leben gefällt, hat Mary nicht. Doch dann wird sie zum Pfarrer geschickt. Ihr Vater bekommt Geld dafür, dass Mary dort arbeitet, denn die Frau des Pfarrers ist krank und benötigt viel Unterstützung. Widerwillig ergibt sich Mary ihrem Schicksal und macht kein Geheimnis daraus, dass ihr ihr neues Leben nicht gefällt. Doch sie wird lesen und schreiben lernen und ihre Geschichte selbst erzählen. Und Marys Schicksal wird eine Wendung nehmen, die sie sich noch nicht vorstellen kann. 📖 Meinung Zu Beginn hatte ich wirklich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Mary schreibt aus der Ich-Perspektive und es ist stilistisch gut gemacht, da sie lesen und schreiben noch nicht lange kann. Doch genau das, macht das Lesen enorm anstrengend. Die Sätze sind teilweise sehr lang und ohne Satzzeichen. Ich habe mir nach wenigen Seiten überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. Doch mit der Zeit habe ich mich an Marys Schreibstil gewöhnt und konnte flüssiger lesen. Das Buch gehört für mich zu den eher dünneren Büchern. Das bedeutet, dass die Geschichte ziemlich schnell auf den Punkt gebracht werden muss und es nicht viel Platz hat, für unnötige Nebengeschichten. Ich möchte gar nicht zu viel spoilern hier, aber für mich war Marys Geschichte teilweise nicht ganz rund. Es gab eine Nebenhandlung, die ich total interessant gefunden habe und gerne mehr darüber gelesen hätte. Auch fand ich auf diese Handlung bezogen, dass Mary sich nicht ihrem Charakter-typisch verhalten hat. Die Haupthandlung war lange irgendwie gar nicht da. Mary pflegt die Pfarrersfrau, putzt und kocht das Haus und möchte nach Hause. Irgendwann darf sie lesen und schreiben lernen. Und dann kommt die eigentliche Handlung erst auf den letzten maximal 50 Seiten. Das Buch war zu einem grossen Teil unaufgeregt und eher langsam. Das würde mich eigentlich gar nicht stören, aber Mary hat immer wieder durchblicken lassen, dass irgendetwas schlimmes passieren wird und sie die Wahrheit darüber erzählen wird. Das Buch behandelt schlimme Themen, darüber sollte man sich bewusst sein, bevor man es zu lesen beginnt. Ich finde es auch wirklich wichtig, dass diese Themen behandelt und besprochen werden. Das Buch war auch irgendwie gut, aber so ganz konnte es mich nicht überzeugen.
Raffinierter Text über Patriarchale Gewalt
Von diesem Buch hatte ich Vorfeld nur Gutes gehört. Also war ich sehr gespannt, ob mich die Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert genauso begeistert wie viele hier. Mary wächst als eine von vier Schwestern auf einem kleinen Bauernhof im ländlichen England des 19. Jahrhunderts auf. Wie wir später erfahren, spielt die Geschichte 1831, denn Mary schreibt sie höchstpersönlich auf. Ein Jahr lang schildert sie das ärmliche Leben auf dem Hof, die Brutalität, mit der ihr Vater gegen jede noch so kleine Abweichung von der täglichen Arbeit vorgeht und die scheinbare Gleichgültigkeit der Mutter, die von morgens bis abends beschäftigt ist und für Gefühle keine Zeit zu haben scheint. Mary ist anders als ihre Schwestern. Sie versucht Wärme in den Alltag zu bringen. Als jüngstes Kind, das sich auch optisch von ihren Familienmitgliedern unterscheidet, wirkt sie etwas unbeschwerter, träumt von Sonnenaufgängen und bezahlt so manch hohen Preis für die ein oder andere Flucht vom Alltag. Sie hat ein großes Herz für ihren gelähmten Großvater, der ebenfalls von den Brutalitäten seines Sohnes nicht verschont bleibt. Als Mary von heute auf morgen ins Pfarrhaus ziehen muss. Um dort die schwerkranke Frau des Pastors zu betreuen, ändert sich ihr Leben schlagartig. Thematisch geht es im Buch stark um Machtmissbrauch, patriarchale Gewalt und soziale Hierarchien. Selbstermächtigung von Frauen findet hier nicht statt. So werden Mary und ihre Schwestern zu arbeiten gezwungen, die das Leben der Familie am laufen halten. Eine Wahl bleibt Ihnen nicht. Männer nehmen sich was sie brauchen, egal, ob Frauen bereit sind, zu geben oder sich gar wehren. Der Ortswechsel, den die Protagonistin vornehmen muss, ist fremdbestimmt , sie zu fragen, kommt niemandem in den Sinn. Das Geld dafür kassiert der Vater. Mary nimmt das bewusst war und stellt diese Form von sozialer Gewalt auch infrage doch kann sie sich dagegen nicht auflehnen. Wenn Sie dies trotz allem versucht, bekommt sie dies sofort physisch zu spüren. Dieses fremdbestimmte Leben stört sie trotzdem stark, und sie entdeckt für sich Bildung als Möglichkeit zur Flucht. Die Allgegenwärtigkeit von Vertrauensbrüchen durch Männer macht die Perspektivlosigkeit, der sich Frauen und Mädchen gegenüber sehen sehr deutlich. In diesem Fall spürt es aber auch nicht die Solidarität unter Frauen. Freundinnen- oder Schwesternschaft fällt Resignation zum Opfer. Leyshon bedient sich einer einfachen, oft pragmatischen Sprache, in der ein Hauch von Poesie mitschwingt. Dabei fügt sie kleine Wendungen ein, führt auf falsche Fährten und schenkt uns den ein oder anderen Twist, dessen Auflösung sie aber offen lässt. Ich finde diese Form der Textkonstruktion sehr gut gewählt. Sie baut Spannung auf, lässt uns Leser*innen mutmaßen und es bleibt trotzdem genug Raum für eigene Lösungen. Ich hatte schon die ganze Zeit eine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen wird, und obwohl sich das bestätigt hat, habe ich aufgeregt dem Ende entgegen gefiebert, Das macht den Roman zu einer spannenden Erfahrung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Plot, Sprache, Setting und Konstruktion haben mich begeistert, und ich werde dieses Buch ab sofort zu meinen Highlights zählen Eine Empfehlung für alle, die besondere Frauenfiguren mögen und raffinierte Texte zu schätzen wissen.
Eine außergewöhnliche Sprache trifft auf eine aussergewöhnliche Protagonistin. Mary ist zu Beginn des Buches ungebildet und kann weder lesen noch schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie auf deren Bauernhof und kennt nur das Leben dort. Als sie zum Pfarrer geschickt wird um dort im Haushalt und mit der kranken Pfarrersfrau zu helfen ändert sich ihr Leben radikal. Sie lernt nicht nur neue Aufgaben kennen sondern auch Lesen und Schreiben. Und so wie sich Mary ändert, ändert sich auch die Sprache der Geschichte die sie uns erzählt. Mir wurde mehr als einmal schlecht was die Eindringlichkeit des Textes unterstreicht.
Es gibt Bücher, die ziehen dich schon auf der ersten Seiten in seinen Bann. Die Farbe von Milch zählt für mich ganz klar dazu. Diese Geschichte wird aus der Sicht des 14jährigen Mädchens Mary erzählt. Das besondere dabei ist, dass Mary das Lesen und Schreiben erst mit 14 Jahren gelernt hat. Der Schreibstil ist daher so gehalten, als ob wirklich Mary die Geschichte mit ihren eigenen Worten erzählen würde. Mary hat kein einfaches Leben. Aufgewachsen auf einen Bauernhof, ist sie für ihren Vater nichts weiter als eine Arbeitskraft. Dass die Kinder (Mary hat noch 3 Schwestern) Lesen und Schreiben lernen sollen, erachtet ihr Vater nicht als notwendig. Anstatt zur Schule zu gehen, müssen sie von morgens bis abends auf dem Feld arbeiten. Als im benachbarten Dorf eine Pflegehilfe für die kranke Ehefrau des Pfarrers gesucht wird, schickt ihr Vater sie hin, damit sie dort das Geld für die Familie verdient. Mit ihrem Handicap (angeborene Fehlstellung des Beines) kann er sie auf dem Feld sowieso nicht gut gebrauchen. Anhand dieser kurzen Beschreibung würde man jetzt denken, das Buch wäre nichts Besonderes, aber man wird eines Besseren belehrt. Es gibt Geschichten, die sind so aufwühlend, dass sie einen nicht mehr loslassen. Dieses Buch lässt einen nachdenklich zurück. Es ist eine besondere Geschichte, die hier erzählt wird. Ein Buch, an das man Wochen später noch zurückdenkt und übers Gelesene nachgrübelt, da es auch wirklich realistisch geschrieben wurde und einen schon das Ende einfach nur sprachlos zurücklässt.
Ein kleines Buch, das schwer im Herzen liegt
Am Anfang war ich vom Schreibstil erst etwas irritiert. Die Sprache ist sehr einfach gehalten, es gibt keine Anführungszeichen, alles wirkt fast roh. Aber genau das ergibt schnell Sinn, denn die Geschichte soll so klingen, als hätte die Protagonistin Mary sie selbst aufgeschrieben. Mary ist ein junges Bauernmädchen, aufgewachsen auf einem Hof, und noch keine 14 Jahre alt. Als der Pfarrer im Dorf Hilfe braucht, weil seine Frau krank ist, wird Mary zu ihnen geschickt und lebt fortan dort. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht verraten. Wichtig ist nur: Mary lernt dort lesen und schreiben und erzählt uns so ihre eigene Geschichte. Gerade dieser besondere Stil macht das Buch so intensiv. Man hört Marys Stimme in jedem Satz: aufmüpfig, direkt, ehrlich und kindlich, aber auch klug. Die Geschichte spielt 1830 und zeigt sehr deutlich, wie hart und eingeschränkt das Leben damals war, vor allem für Frauen. Mich hat das Buch sehr gefesselt und emotional richtig mitgenommen. Das Ende ist traurig, bedrückend und bleibt lange im Kopf. Ein kleines, stilles Buch, das viel Wirkung entfaltet.

Wir schreiben das Jahr des Herrn achtzehnhunderteinundreißig...
...und begleiten die Ich-Erzählerin Mary im Wechsel der Jahreszeiten in einem kleinen Dorf. Mit ihren drei Schwestern, dem gewalttätigen Vater, der stillen nicht einschreitenden Mutter und dem kranken Großvater lebt sie in armen Verhältnissen auf einem Bauernhof. Das Leben besteht aus nichts anderem als Tiere füttern, melken, Ackerbau und Käserei bis sich mit einem Tag alles ändert. Der Vater beschließt Mary als Haushaltshilfe in die Pfarrerei zu bringen. Hier beginnt mit der Pflege der Pfarrersfrau ein neues Leben für Mary, dass neue Perspektiven eröffnet. Aber es zeigt auch Abgründe auf, die zu einem unerwarteten, aber auch konsequentem Ende führen. Das Buch ist berührend und in einem sehr besonderen, authentischen Stil geschrieben. Nell Leyshon hat mit Mary eine kluge und sehr ehrliche Protagonistin geschaffen, die sich in der Welt des Patriarchats nicht verbiegen lässt. Ich habe es gerne gelesen.

So ein tolles Buch ♡ Ich war so begeistert ,auch wenn es sehr bauernhaft geschrieben ist ,war es trotzdem ein sehr schöner Schreibstil .Ich hätte nie gedacht das mich ein Buch fast zum weinen bringt hier war es fast soweit 🙊ich war so gefesselt von dieser Geschichte , das ich es in 2 Tagen durchgelesen habe! das Ende war .....😲😳😢 Und dieses wunderschöne Cover 😍Es ist in meine Lieblingsbuchreihe gerutscht 😁 Klare Leseempfehlung!!!!
Insgeheim weiß man schnell, worauf es hinausläuft und doch will man es einfach nicht wahrhaben; am Ende trifft es einen dann doppelt hart. Ein ungewöhnlicher Roman. Der Schreibstil verwirrt am Anfang etwas, doch nach ein paar Seiten ist man drin und die Geschichte entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Ich blieb am Ende zurück, die Luft langsam hörbar ausstoßend ein "Puh!" formulierend.
Ein Buch, das bleibt 🤍
Mary lebt 1830/31 mit ihren Eltern, ihren drei Schwestern und ihrem Großvater auf einem Bauernhof. Ihre Kindheit ist trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigung von harter Arbeit, Gewalt und Ignoranz geprägt. Nur zu ihrem Großvater hat sie ein liebevolles Verhältnis. Eines Tages wird die 15-jährige Mary in das noble Haus eines Pfarrers geschickt, um dort zu leben und die kranke Frau des Pfarrers zu pflegen. Zum ersten Mal erfährt sie Anerkennung und Freundlichkeit von der kranken Frau. Doch die schönen Momente sind leider nicht von Dauer. ••• Zuerst war ich über den kindlichen und einfachen Schreibstil verwundert, bis ich nach ein paar Seiten verstanden habe, dass Mary selbst ihre Geschichte erzählt - in ihren eigenen Worten und ohne viele Satzzeichen. Ab diesem Moment war der Stil einfach nur genial und hat eine sehr intime Atmosphäre geschaffen. Man baut dadurch eine enge Bindung zu Mary auf, die trotz ihres Schicksals kein Blatt vor den Mind nimmt und unglaublich mutig ist. Auch wenn ich nicht zu viel verraten möchten, war die Gewalt gegenüber Mary für mich schwer zu ertragen. Und ich bin sicher, dass ihre schlimmen Erlebnisse jeden Lesenden mitten ins Herz treffen. Umso wichtiger finde ich, dass Marys Lebensgeschichte und Geschehnisse dieser Art thematisiert werden. Und das gelingt der Autorin in diesem Buch auf herausragende und unglaublich berührende Weise. Denn auch wenn das Buch Mitte des 19. Jahrhunderts spielt und Gewalttaten zu dieser Zeit normalisiert und verharmlost wurde, sind sie genauso schrecklich wie Gewalt in der heutigen Zeit. Ich hatte während des Lesens hin und wieder eine leise Vorahnung und dachte so oft „Oh nein, bitte nicht!“ und dann ist es doch passiert und ich war dennoch schockiert. Große Leseempfehlung für eine Geschichte über eine beeindruckende junge Frau mit einem phänomenalen Gespür für Gut und Böse. Ich habe das kraftvolle und packende Buch in Kürze verschlungen und werde sicher noch lange an Mary denken! 🩶

"Von dir könnten die Menschen noch viel lernen..."
Das Werk liest sich wie ein Tagebuch und zieht einen in den Sog. Mit 208 Seiten ein eher kurzer Roman, was aber dem Inhalt nichts abtut. Eventuell müsste es eine Triggerwarnung geben, aber man kann nicht detailliert im Klapptext darauf eingehen, weil es viel der Geschichte schon vorab wegnehmen würde. Ich mochte vor allem die Einteilung in Jahreszeiten. Das hat alles nochmal intensiver gemacht und auch die Geschichten drumherum waren interessant. Eine klare Leseempfehlung von mir, aber kein Muss.

Die Farbe von Milch
Oh Mary. Gerne hätte ich dich in den Arm genommen. Mehrere "Nein" und "Oh bitte nicht" sind beim Lesen aus mir raus gebrochen und ich konnte das Buch wirklich schwer aus der Hand legen. Auch wenn ich anfangs etwas gebraucht habe, um mich in den Schreibstil zu finden, ließ es mich dann doch nicht mehr los. So packend und schmerzhaft. Gerade mal 200 Seiten und doch so viel passiert...
Mal ein anderes Buch als erwartet
Es war definitiv mal was anderes. Die harte Zeit von damals, ich bin froh, dass ich diese nicht erleben muss. Ich mag Bücher die in so einer Zeit leben, die ich mir heute gar nicht mehr vorstellen kann aber damals Normalität waren. Das Buch ist gedanklich und vom Schreibstil schlicht gehalten aber haut trotzdem rein. Ich werde weitere Bücher von ihr lesen.
Was kann man geben, wenn man eigentlich nichts hat? Diese kurze, stakkatoartige Geschichte handelt von der rauen Lebensrealität eines Mädchens im 19. Jahrhundert. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin berichtet ohne viel literarischen Firlefanz von ihren Erfahrungen und mit jedem weiteren Wort wird klarer, wie wenig sie zu verlieren hat.
>>Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.<< „Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon war für mich ein sehr besonderes, sonderbares und absolut bewegendes Buch. Wir lauschen hier Marys Geschichte, die so einfach wie besonders und furchtbar ist. Mary stammt aus sehr einfachen Verhältnissen und ist als Person auch sehr einfach gestrickt. Dennoch merkt man, dass sie alles andere als dumm ist! Ihr Leben ist hart und rau und ich als Leser konnte die Kälte ihrer Welt beim lesen förmlich fühlen. Marys Art ihre Geschichte zu erzählen ist einfach, schnörkellos, man könnte fast sagen ohne Emotionen und dennoch transportieren ihre einfachen Worte so verdammt viel! Insgesamt passiert nicht so viel in dieser Geschichte, aber die Dinge, die geschehen haben mich förmlich aus der Bahn gebracht und erschüttert, berührt und sich tief in mein Herz und meine Gedanken gebrannt. „Die Farbe von Milch“ ist ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde und jedem wirklich nur ans Herz legen kann!























































