Altes Land

Altes Land

Hardback
4.11007
Bella BlockDer Geschmack Von ApfelkernenFluchtLändliches Leben

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Description

Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
288
Price
24.70 €

Author Description

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, arbeitete nach ihrem Studium der Linguistik als NDR-Redakteurin und Autorin für Hörfunk und Print. Ihr Debüt »Altes Land« wurde 2015 zum »Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels«. Ihr zweiter Roman »Mittagsstunde« (2018) wurde mit dem Rheingau Literatur Preis sowie dem Grimmelshausen Literaturpreis ausgezeichnet. 2022 erschien ihr hochgelobter Roman »Zur See«. Von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert, wurden alle ihre Bücher zur SPIEGEL-Jahresbestsellern. Dörte Hansen lebt mit ihrer Familie in Nordfriesland.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
24%
34%
N/A
N/A
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48%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

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Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%
Bildhaft (100%)

Posts

154
All
4.5

Mich hat dieses Buch sehr berührt.

Vieles wird nur angerissen; die Geschichte springt permanent zwischen vielen Zeitebenen hin und her. Es gibt viele Nebencharaktere, die auf den ersten Blick nichts zur Geschichte beitragen. Aber in Summe entsteht ein Gefühl und man ist beim Lesen mittendrin im Alten Land, wo 2 Frauen, Großtante und Großnichte, jede auf ihre Art Flüchtling, auf einem alten Hof zueinander und ihr Zuhause finden.

3.5

Es passiert eigentlich nicht viel und doch hat es mich irgendwie angezogen und eingesaugt!

Das Lesen des Buches ging einfach eben so weg. Für mich war das großes Abschalten mit einem ganz eigenen Klang. Mir hat der Schreibstil gefallen und mich haben die Charaktere sehr interessiert und doch war es für mich kein Highlight. Aber dennoch lesenswert!

5

Was für ein grandioses Buch! Der Schreibstil der Autorin ist einerseits so nüchtern und wirkt trotzdem sehr poetisch. Es passiert nicht viel in diesem Buch, außer Alltäglichkeiten und trotzdem oder gerade deswegen, hat es mich so gefesselt. Wie viele Personen aus dem alltäglichen Leben habe ich in diesem teils schrulligen Charakteren wieder erkannt. Es braucht nicht viele Worte um die Tragik der drei Generationen zu beschreiben und doch wird alles gesagt. Für mich ein sehr bewegendes Buch, was mir auch wieder die Augen für den ein oder anderen Blickwinkel geöffnet hat. Und auch, wenn ich manchmal mit den Charakteren durcheinander kam und eine Familie immer noch nicht ganz einordnen kann, ist dieses Buch ein absolutes Highlight! Es gibt eine absolute Leseempfehlung von mir!

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5

Ich liebe Dörte Hansens Schreibweise!

Altes Land ist mein erstes Buch von Dörte Hansen und es hat mir sehr sehr gut gefallen. Ich habe zwar zugegebenermaßen ca. 50 Seiten gebraucht, um die Charaktere kennenzulernen und ins Buch reinzukommen aber dann ist man voll drin und kann nicht aufhören zu lesen. Dörte Hansen schreibt so gefühlvoll und bildlich dass mir des Öfteren Tränen geflossen sind und ihre tolle Art von Humor hat mir ebenfalls so manches lautes Lachen beschert. Ein großartiges Buch, welches ich absolut weiterempfehle!

Ich liebe Dörte Hansens Schreibweise!
5

🍎🏡 Zwischen Schweigen und Schnacken...

"Und irgendwo weit draußen in einem Bauernhaus, das fast zusammenfiel, noch eine Mutter mehr, wie angetackert an den Familienteppich, gar nicht mehr nötig eigentlich. Sie würde nicht mehr passen zu dem heilen, schönen Rest. Angestückelt, Flickwerk, ein schlecht vernähtes Patchwork." Dörte Hansen hat mich tief berührt. "Altes Land" ist eine Geschichte über unfreiwillige Flüchtlinge, über tragische Familiengeschichten und kauzige Nachbarn. Dabei taten sich für mich ungeahnt viele Parallelen zu meiner eigenen Familie auf, denn auch meine Großeltern wurden als Kinder von ihren Höfen im heutigen Polen vertrieben und strandeten irgendwo in Deutschland, wo sie keiner so recht haben wollte. Und Dörte Hansen bringt die Sprachlosigkeit über das Unaussprechliche so gut auf den Punkt – das erlebte Leid, das so schlimm ist, dass nur der Mantel des Schweigens den Schmerz in Zaum zu halten scheint. Die Kälte im Umgang mit jüngeren Generationen, weil jedes Zugeständnis von Nähe verletzbar machen und alte Wunden wieder öffnen könnte... all das ist mir wohlbekannt. Und auch Annes Geschichte war mir sehr nah. Auch die Erzählweise mochte ich sehr und die kantigen Nebencharaktere. Nur die Sätze in Plattdeutsch musste ich meist zwei- bis dreimal lesen. Im Erzgebirge schnackt man eben nicht. ;)

🍎🏡 Zwischen Schweigen und Schnacken...
4

So schön 🥰

Der Schreibstil ist einzigartig und wunderschön 🤩 Bestimmt nicht mein letztes Dörte Hansen Buch.

5

Ich persönlich verstehe die schlechten Bewertungen nicht. Ich finde es unglaublich, wie Dörte Hansen mit der Sprache und den Worten spielen kann. Gleichzeitig schafft sie unheimlich interessante Charaktere und einen Blick auf Alltagssituationen, die jeder von uns kennt. Ernst, einfühlsam und immer wieder mit einem klugen Sinn für Humor. 5 Sterne.

3.5

Leider kein Highlight aber auch nicht schlecht

Nachdem ich das Buch irgendwie öfters früher mal auf insta gesehen habe, hab ich mich sehr gefreut es in unserem Bücherschrank gefunden zu haben. Also mitgenommen. So lag es dann lange bei mir Zuhause rum und so wirklich Lust hatte ich dann doch nie. Und vor drei Tagen dachte ich mir dann, warum also nicht. Ich kam einfach unendlich lange nicht wirklich in das Buch rein. Ich hab anfangs Garnicht verstanden um was es eigentlich genau gehen soll und worauf das Buch jetzt so genau hin will. Leider hat sich dieses Gefühl für mich dann so weiter durchgezogen. Ich hab auf den plott twist gewartet. Auf den page turner des Grauens auf das Nostalgische. Irgendwie hatte es nichts von allem. Was es aber hatte war nette, mitreißende Charaktere die einem wirklich ans Herz wachsen. Das komplette alte land klingt wirklich malerisch und irgendwie urig. Der Schreibstil von Dörte Hansen ist auch wirklich leicht und flüssig zu lesen. Es war eine ganz nette Geschichte für zwischendurch aber für mich leider nicht mehr.

Leider kein Highlight aber auch nicht schlecht
4

Eine Reise in den Norden Deutschlands

Dörte Hansens Altes Land erzählt eine feinsinnige, urige Geschichte, die sich über Generationen spannt. Es geht um Nachbarn, um Städter, die sich im ländlichen Raum niederlassen, und um die Einheimischen, die dem Ganzen skeptisch gegenüberstehen. Man erfährt, was die Alteingesessenen von den „Neulingen“ halten und wie die Städter mit den oft rauen Sitten auf dem Land klarkommen. Ganz zentral is' dabei das Thema Akzeptanz – wie man miteinander lebt und wie stark die Natur dabei eine Rolle spielt. Hansen beschreibt die Landschaft und das Leben im Alten Land mit großer Genauigkeit. Die Bilder, die sie zeichnet, sind klar und ehrlich. Sie vermeidet jedes kitschige Landidyll und zeigt statt dessen die manchmal schroffe, aber immer authentische Realität des Landlebens. Die Charaktere blieben für mich bissel auf Distanz. Sie wirken oft spröde und schwer greifbar. Vielleicht is' das Absicht, weil genau das zur Stimmung des Buches passt – alles is' bissel rau, bissel kantig. Altes Land is' am Ende ein beeindruckendes Buch, das einen realistischen Blick auf das Leben auf dem Land wirft, ohne zu beschönigen. Wer eine ehrliche, tiefgründige Geschichte sucht, der wird hier sicher zufrieden sein.

Eine Reise in den Norden Deutschlands
5

Ein Buch wie "Nach-Hause-Kommen"

Dörte Hansen hat mich als Fan gewonnen. Es ist das zweite Buch, das ich von ihr lese, direkt hintereinander. Schon "Zur See" hat mich überwältigt. Hansens Sprache ist so lyrisch, dass ich hier und da das Gefühl habe, ein Gedicht zu lesen. Sie schreibt so still, einfühlsam und mit kleinen Worten - und gleichzeitig so tief, dramatisch erschreckend und nachhaltig, dass ich jedes ihrer Worte aufsaugen und für immer behalten möchte. Ich liebe es, dass all die wunderbaren und einzigartigen Menschen eine ganz eigene Färbung erhalten, aber nicht schwarz-weiß gemalt sind. Sie bekommen ganz viel Tiefe und Vielschichtigkeit, und sie kommen mir damit sehr nah. Hansen schreibt über Heimat. Zwei Frauen, Tante und Nichte, zwei Flüchtlingsgeschichten ganz unterschiedlicher Natur, in ganz unterschiedlichen Zeiten werden erzählt. Sie finden irgendwie zusammen, und finden einander Heimat. Mit all den anderen eigenartigen aber auch liebenswerten Menschen im Alten Land. Und irgendwie steht zusammenfassend da, dass ein Grabstein mit einem Namen drauf mehr Heimat sein kann, als jedes noch so große Haus... "Da werden ich liegen, und das habe ich schriftlich. Gut zu wissen, wo man hingehört." Begleitet sie selbst auf ihrem Weg. Lest das Buch. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich kann und will über den Inhalt nicht mehr sagen. Lese-Soundtrack: eigene Spotify-Playlist "Wie am Meer" (u.a. mit Marius Nitzbon)

4

Für mich war „Altes Land“ so eine Art Mischung aus „Die Rückkehr der Kraniche“ und „Bergland“ – eine ruhige, aber tiefgehende Geschichte, getragen von starken Charakteren, viel zwischenmenschlicher Spannung und einer ganz besonderen Atmosphäre. Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, beide spielen am gleichen Ort – in einem alten Hof im „Alten Land“. Und in beiden Zeiten geht es um „Flüchtlinge“ – nur in unterschiedlicher Form. Die Handlung selbst ist eher leise, aber nie langweilig. Sie lebt von den Figuren und den verschiedenen Konflikten, die sie umtreiben: Einsamkeit, Zugehörigkeit, Verlust. Es gibt viele Perspektiven, die sehr gut ineinander greifen. Der nüchterne, manchmal schon fast abgehackt wirkende Schreibstil mit teils sehr kurzen Sätzen schafft eine ganz eigene Art von Humor. Und passt perfekt zu den eigensinnig wirkenden Dorfbewohnern. Ich fand toll, wie viel hier zwischen den Zeilen erzählt wird, denn im „Alten Land“ schwingt man keine großen Reden. Ganz besonders mochte ich auch, wie das Haus selbst zu einer Art Figur wird. Und wie sich Wetter und Jahreszeiten fast unmerklich an den Wandel der Figuren anschmiegen, das ist wirklich schön gemacht. Ich musste immer wieder über den Typen aus der Stadt schmunzeln, der sich das perfekte Landleben ausgemalt hat – und dann ziemlich schnell an der Realität scheitert. ❤️ „Dit Huus is mien un doch nich mien ... sie konnte hier nicht weg. Sie war ein Moos, das nur an diesen Mauern hielt. Das hier nicht wachsen konnte oder blühen, aber doch bleiben.“ ❤️ „Am liebsten wären sie die glatten Klinkerwände, die sie vor das Fachwerk gemauert hatten, wieder losgeworden, und den Beton, den sie über das Kopfsteinpflaster gegossen hatten. Sie trauerten den alten Kachelöfen nach und den geschnitzten Türen, die sie vor dreißig, vierzig Jahren in die Gräben geworfen hatten wie Abfall. Und sie vermissten ihre alte Sprache, die sie mit ihren Kindern nicht gesprochen hatten, weil sie zu sehr nach Stall und Land geklungen hatte und nach Dummheit.“

5

Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie

Ein Buch mit einer Zeitreise, mit vielen Beobachtungen; ruhig und doch laut. Sehr lesenswert!

4

Mein erstes Buch der Autorin und sie wird zu recht für ihren besonderen Schreibstil gelobt. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Ich mochte den Humor sehr und auch die eigenwilligen Protagonisten sowie die Beschreibung des Stadt vs. Landlebens. Schwierig waren für mich zum Teil die vielen verschiedenen Perspektiven und zum Ende hin war mir die Geschichte nicht auserzählt. Hier hätte ich mir einige Seiten mehr gewünscht.

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4

Ein Buch mit Tiefgang

Zum Inhalt: Im Fokus dieser Geschichte stehen Vera Eckhoff und Anne, deren Nichte. Vera floh vor dem Krieg und Anne vor einem Leben, das ihr nicht gefiel. Meine Meinung: Die Geschichte wird in einer ruhigen und wunderbaren Sprache erzählt. Durch die Erzählweise entstand eine eindrucksvolle Atmosphäre. Ich konnte mir die unterschiedlichen Szenen sehr gut vorstellen und ich kam den Figuren sehr nahe. Die behandelten Themen berührten mich tief. Ich hatte einzig mit den Sprüngen zwischen den Zeitebenen etwas Mühe und musste dann immer wieder das Geschehen richtig sortieren.

Ein Buch mit Tiefgang
4

Gezeichnet vom Leben und die Flucht aus der Großstadt

Mal etwas was ich sonst nicht lese aber mein 2. Roman der in der Elbmarsch spielt. Scheinbar wohnen da kauzige Menschen die aber durchaus sympathisch sind. Vera Eckhoff lebt seit mehr als 60 Jahren im Alten Land, als Geflüchtete aus Ostpreußen. Irgendwie ist sie noch immer Gast in dem Dorf aber sie macht es sich selbst nicht leicht. Einige prägende Lebensabschnitte hat sie bisher nicht verarbeitet oder verarbeiten wollen. Nun flüchtet ihre Nichte Anne mit Sohn aus der Großstadt zu ihr. Doch es sind nicht die einzigen Personen um die es hier geht. Familie von Felde, der Nachbar Lührs und der Verleger. Irgendwie hat jeder sein Leben aber auch wieder nicht. Ein wenig irritierend fand ich die Personen und Zeitsprünge. Eine Zeitangabe wie Vergangenheit hätten manchmal das Lesen erleichtert. Das Buch hat mir trotzdem gefallen, in den Personen stecken viele Facetten, doch ich fande das Ende etwas abrupt.

5

Wundervolles Buch über zwischenmenschliche Beziehungen

Ich wollte ein Buch das Tiefgang hat und eine berührende Geschichte, so wie „Über Menschen“ oder „ Alte Sorten“ oder „Was man von hier aus sehen kann“. Ich wurde nicht enttäuscht, ich habe das Buch sehr gemocht, die unverblümte Kritik an unserer Gesellschaft: höher, weiter, schneller. Das Thema „Ich bin etwas besseres als ihr“ aus den unterschiedlichsten Gründen zieht sich als roter Faden durch das Buch. Die Charaktere sind wunderbar aufgebaut mit ihren Ecken, Kanten und Persönlichkeiten. Der Schreibstil war so flüssig, dass man gut durch die Seiten fliegen konnte, ich habe mich in keinem Abschnitt gelangweilt, für mich ein echter pageturner ohne zu viel Spannung, einfach nur Leichtigkeit. Wobei sich die Leichtigkeit nicht auf den Inhalt bezieht sondern eher auf ein „Dabeisein“ und Mitfühlen. Vera kommt am Ende des 2. WK mit ihrer Mutter aus Preußen als Flüchtlingskind auf den Hof der Eckhoffs, die Mutter eine gestrenge musikalisch Hochbegabte Frau, die vor dem Krieg alles hatte. Sie heiratet den mental kriegsversehrten Sohn der Besitzerin des Hofs, aber ein paar Jahre später verlässt sie ihn für einen besser gestellten Mann in Hamburg und lässt Vera zurück. Viele Jahre später steht ihre Nichte Anne vor ihrer Tür, auch geflüchtet, aber aus anderen Gründen… Die Gemeinschaft auf dem Dorf ist eine andere, als in der Stadt: hörbar sich nicht jeder selbst der Nächste, man hilft sich gegenseitig und es gibt ein natürliches, ungezwungenes Miteinander. Natürlich haben auch die Bauern ihre Meinungen, aber es fehlt ihnen die Überheblichkeit. Für mich ist „Altes Land“ ein Wohlfühlbuch, auch wenn es grausige Themen behandelt (Tod, Selbstmord, Kindersterben, Krieg), ich würde es gerne irgendwann nochmal lesen, darum darf es in meinem Bücherregal bleiben

5

Wenn man die Beiträge so liest, gibt es offenbar nur zwei Möglichkeiten, furchtbares Buch oder wundervolles Buch. Ich gehöre zur Fraktion „wundervolles Buch“. In der etwas überspitzten Beschreibung der Obstbauern im Alten Land und der überheblichen Großstädter steckt genug Wahrheit, um erheitert den Kopf zu schütteln. Doch das ist nur das heitere Drumherum, denn in Wahrheit ist es die Geschichte zweier Menschen, die zwar ein Dach über dem Kopf, aber trotzdem kein Zuhause haben und irgendwie immer auf der Flucht sind. Man wünscht es Vera und Anne, dass diese Flucht mit der Renovierung des Hauses ein Ende findet, die Stimmen der Vergangenheit verstummen und Kälte und Einsamkeit verschwinden.

4

Ein ruhiges Buch, mit einigen Stellen die zum Nachdenken anregen

5

Ein herrliches Buch! Nachkriegszeit und Gegenwart, Großstadtschickimicki und Landleben". Trotz ernsten Hintergrund überzeugt dieser Roman mit Wortwitz und Ironie. "Altes Land" hat mich bestens unterhalten und immer wieder zum Lächeln gebracht. Absolute Leseempfehlung!

4.5

Ich hatte zwar bis zum Ende Probleme die Charaktere auseinander zu halten, was mir sonst nicht oft passiert, aber trotzdem war ich sehr eingenommen von der Geschichte. Der Schreibstil von Dörte Hansen ist sehr besonders, wahrscheinlich kommt man damit klar oder nicht.

3

Dörte Hansen zeichnet ein Bild vom ländlichen Leben im Alten Land mit Charakteren, die auf den ersten Blick unsympathisch wirken, am Ende aber eigentlich doch ganz liebenswert sind. Der Schreibstil in diesem Buch ist speziell - sehr trocken und wenig emotional, gespickt mit plattdeutschen Begriffen. Die Autorin spielt in der Geschichte bewusst mit Klischees. Da gibt es z. B.: - Die Bauern - wortkarg, introvertiert, harte Schale, weicher Kern - Die Zugezogenen aus der Stadt - extrovertiert, ahnungslose Angeber, Hipster - Mütter aus der Stadt - das Kind als Statussymbol, lasche Erziehung bei denen die Kinder die Eltern mit Vornamen ansprechen und die machen können, was sie wollen Für meinen Geschmack waren das einfach zu viele Klischees, da eigentlich keine Figur aus ihren Rahmen ausbricht. Die Geschichte wird sehr ruhig erzählt und man sollte keine Action erwarten. Trotzdem hatte es für mich keine unangenehmen Längen. Leider ist für mich das große Manko an diesem Buch, neben der Fülle an Klischees, die Geschichte an sich. Nach Beendigung des Buches muss ich leider sagen, dass es mir eigentlich keinen Mehrwert bringt die Geschichte zu kennen. Man liest zwar über die Lebenswege der beiden Protagonistinnen, unterlegt mit einigen Anekdoten anderer Charaktere, aber man hat irgendwie nicht das Gefühl dabei zu sein. Zur Veranschaulichung: In anderen Geschichten erlebt man den Fund der Bombe und deren Entschärfung mit. Hier fühlt sich das ganze eher an, als würde man einen Artikel über die entschärfte Bombe lesen.

5

Überraschungsfund, der mich nicht mehr losgelassen hat. Sehr eigenwillige Charaktere, trockener und intensiver Schreibstil. Harte Realitäten und absurder Humor. Ich habe es sehr geliebt, auf jeden Fall ein Jahreshighlight!

5

Von Anfang bis Ende ein sehr fesselndes, gut geschriebenes Buch. Es hat zwar bisschen gedauert, bis ich die Familienverhältnisse im Kopf hatte, aber jede Figur ist so charakteristisch gezeichnet, ganz wunderbar!

5

Ein Buch das innehalten lässt. Ich mochte die Generationen, die Beschreibung vom Leben auf dem Lande, welches mir so gut vertraut ist. Keine Beschönigungen, aber eine sehr tolle Erzählweise und ein sehr fesselndes Buch. Ganz große Empfehlung

4

Heimat, Herkunft, schweigsame Verbundenheiten und sanfte Heilungen, ich mochte dieses Bruchstück des alten Landes

3

Zwiegespalten

Stellenweise witzig und humorvoll. Gesellschaftskritischer Aspekt hat mir gut gefallen. Ein wesentliches Motiv ist der Vergleich zwischen dem Leben in einer Großstadt und auf dem Land. Es geht um eine Frau, die sich als Flüchtling nie wirklich angekommen und zuhause fühlt. Der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte hat mich nicht wirklich packen können. Vielleicht war es auch das falsche Buch zur falschen Zeit.

4

Ich habe mich schwer getan, in das Buch reinzukommen, hatte es nach der Hälfte abgebrochen und ihm Monate später nochmal eine Chance gegeben. Und dann an einem Tag fertig gelesen! Es hat jetzt wohl einfach gepasst und mir insgesamt gut gefallen! Toll geschrieben. Die Charaktere sind gut gezeichnet, ich kann aber empfehlen, sich Notizen zu den Personen und ihren Verbindungen zu machen.

4.5

Schwere Kost

Ich muss zugeben, ich habe anfangs überhaupt nicht ins Buch gefunden. Konnte die Namen der Protagonisten nicht auseinander halten, fand mich in den verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven nicht zurecht. Aber das gab sich nach und nach und jetzt, wo ich das Buch durch habe, habe ich sogar einen leichten "Book hangover". Ob Vera, Anne und Leon auch ohne mich weiterleben können???

4

Hat mir gefallen. Die Menschen, die Gegend, der Schnack!

Hat mir gefallen. Die Menschen, die Gegend, der Schnack!
4

Mit „Altes Land“ hat Dörte Hansen einen authentischen, atmosphärischen Roman geschaffen! Ich liebe ihren Schreibstil einfach sehr. Dieser hat mir schon in „Mittagsstunde“ und vor allem auch in „Zur See“ so gut gefallen. Ruhig und unaufgeregt, aber dennoch packend. Man kann sich direkt in das Dorfleben mit seinen Vor- & Nachteilen hineinversetzen. Auch die generationsübergreifende Geschichte hat mir gut gefallen 🥰. Nur bei den vielen Namen habe ich kurzzeitig mal den Überblick verloren 🙈. Liebe geht raus an Dörte Hansen 🫶🏼. Ich erwarte sehnsüchtig ihren neuen Roman in diesem Jahr 📖.

5

Von der ersten Seite an bin ich ein absoluter Fan von Dörte Hansens Sprache. Es passiert nichts und trotzdem passiert so viel.

3

Es war durchaus eine schöne Geschichte, durch die man schnell durchkommt. Nichtsdestotrotz hat sie mich irgendwie nicht berührt oder sonstige Emotionen ausgelöst. Auch die vielen Namen und Handlungsstränge waren irgendwann sehr verwirrend und ich konnte zu keiner Person eine wirkliche Bindung aufbauen.

4

Vera kommt als Kind mit ihrer Mutter in das "Alte Land". Sie sind aus Ostpreußen geflohen. Vera muss sich schon als Kind behaupten, lernt Schmerz und andere Gefühle nicht nach außen zu tragen und in sich zu verschließen. Das Alte Land lässt sie nicht los. Das harte und kalte Land hält sie fest. Es geht um die Romantisierung des Landlebens, um die Bewohner einer Gegend in der niemandem etwas geschenkt wird und um eine Frau, die von diesem Land nicht mehr verlangt, als in Ruhe und nach ihrer Fasson leben zu können.

4

Ich liebe es, wenn ein Haus Charakter hat. Nun hat Vera und Klaus mit Ihrem Träumen auch noch ein Übriges dazu getan. Die Geister der Vergangenheit begleiten einen ein ganzes Leben und zu lesen, was die Großeltern erlebt haben müssen ist schon erschreckend. Danke für dieses einfühlsame Buch. Es hat mir gut gefallen und war sehr gut zu lesen.

4

Der Schreibstil ist super

Der Schreibstil ist super. Die Schilderung der Hamburger Helikopter Mütter Der Inhalt hat mich nicht restlos begeistert. Unsympathisch Protagonistin. Die Zahnärztin. Harte Kindheit... Die Reise nach Polen und das heimatvertriebene Sentimental Vergangenheitssuche gefiel mir nicht.

4

Ein schönes Buch, die Autorin eine Sprachkünstlerin. Das Besondere ist weniger der Inhalt, als die Begabung der Autorin Wörter in Sätze zu packen, die zugleich bildgewaltig, als auch spektakulär und oft kurz aber treffsicher in ihrer Aussage sind. Und auch "büschen" ruppig und rau, wie es im Norden so üblich ist. Schöne und teils traurige Geschichte nebenher. Ich fand es gut!

5

Sehr gelungene Mischung! Ich habe es richtig gerne gelesen (lieber als die letzten 4 Sterne Bücher, deshalb der 5. Stern).

4.5

Wie wahr….

Das Buch fängt wunderbar die norddeutsche Mentalität ein. Ich musste ein paar mal so lachen, aber war auch traurig weil es so wahr ist. Man erfahrt viel von Generationen, von verschiedenen Situationen die einzelne Protagonisten geprägt haben, und die sie ihr ganzes Leben mitschleppen. Anne zieht zu ihrer seltsamen Tante in ein Dorf an der Elbe nachdem die Beziehung mit ihrem Lebensgefährten in die Brüche geht. Die „schrullige Alte“ hat ihre eigene Geschichte und irgendwie schafft diese Zuzg von Anne und ihrem Sohn Leon bei vielen Charaktären eine positive Wendung. Sehr schön geschrieben! Hier wird ganz toll der Lokalkolorit eingefangen und in eine sehr kurzweilige Geschichte verwoben.

5

Überraschendes Highlight, mit dem das Dorfleben sehr authentisch/bissig portraitiert wird. Herausragend vertont durch Hannelore Hoger!

5

Was für eine unglaublich berührende Geschichte. Von lachen bis weinen war alles dabei. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.

3.5

Tolle Sprache, interessantes Thema - aber ich war wohl zu gefangen in der Verfilmung, die ich vor einiger Zeit gesehen habe. Die fand ich irgendwie besser als das Buch...

Tolle Sprache, interessantes Thema - aber ich war wohl zu gefangen in der Verfilmung, die ich vor einiger Zeit gesehen habe. Die fand ich irgendwie besser als das Buch...
5

Nach "Zur See" mein zweites Buch von Dörte Hansen und auch mit diesem hat sie mich komplett abgeholt. Ich liebe ihren Schreibstil, ja, er ist anders, aber positiv anders. Wunderbar knorrige Charaktere, bissiger, trockener Humor, mit wenigen Worten wird eine Stimmung erzeugt, die seinesgleichen sucht. Die Bücher von Dörte Hansen sind nicht mal ebenso nebenbei zu lesen, man sollte sich schon richtig darauf einlassen, dann taucht man ein in Geschichten voller Farbe, Verzweiflung, Hoffnung, Glück... Natürlich habe ich auch schon "Mittagsstunde" in meinem Regal stehen und ich freue mich auf meine nächste Reise mit Dörte Hansen.

5

Für mich das bisher beste Buch von Dörte Hansen. Es hat Humor, endet gut aber nicht unrealistisch. Es geht bei diesem Buch sehr viel um Personen, die in Beziehung zueinander stehen, Handlung ist nicht im Vordergrund. Es ist ein sehr besonders Buch , das in meinem Bekanntenkreis von einigen sehr genossen von anderen nicht gemocht wird. Dazwischen ist wenig.

5

Pointiert und episodenhaft in kurzen Kapiteln geschrieben, erzählt Altes Land den Kontrast zwischen Stadt und Land und die dort jeweils lebenden Menschen. Es lässt eigene Ansichten hinterfragen und stimmt einem hinsichtlich den Familientraumata nachdenklich.

4

Die Geschichte ist ehrlich und lädt hie und da zum Schmunzeln ein. Sie ist zeitgleich aber auch traurig und ernsthaft. Stellenweise ist sie leider sehr schematisch, die Generationen werden mit den typischen Vorurteilen dargestellt und sie ist vorhersehbar. Dem Schreibstil Dörte Hansens stehe ich zwiespältig gegenüber. Einerseits war ich sehr gefesselt und hing förmlich an jedem einzelnen Wort, andererseits gab es langwierige Phasen, oft kam es mir sprunghaft vor. Die Erfahrung Hannelore Hogers ist sehr gewinnbringend für dieses Buch. Sie hat eine tolle Stimmfarbe und verfügt über den nötigen regionalen „Schnack“. Von einem emphatischen Ausdruck bis hin zu einer kessen, fast impertinenten Aussprache, die dieses Buch gelegentlich braucht, ist eine hohe Bandbreite an Variationen dabei. Sehr professionell und fesselnd eingesprochen- wie erwartet. Was ich schade fand, war, dass man das Umblättern manchmal gehört hat. Hoger hat dazu beigetragen, dass ich mich gut unterhalten fühlte, weil sie Abwechslung und Kraft vermittelt hat, insbesondere wenn die Geschichte in einer ihrer Längen festhing. Dank Hannelore Hoger vergebe ich einen Stern mehr!

4.5

Stimmungsvoll, grafisch und authentisch schildert Dörte Hansen die Schicksale und Lebenswege der Hauptfiguren. Ihre Naturbeschreibungen haben in mir direkt eine Sehnsucht nach dem alten Land geweckt. Sehr gelungen!

4

Herzlich und tröstendes Buch

Ihr Schreibstil ist so warm und einladend. Man gleitet wahrlich durch die Seiten, obgleich man auch nicht immer folgen kann , wer hier zu wem gehört. Das tut aber nichts zur Sache, die Geschichte erzählt sich fast von alleine. Sehr schön, sehr warm, sehr herzlich.

5

Das Portrait einer Familie über drei Generationen, erzählt von zwei sehr unterschiedlichen Frauen. Vera erlebt als Kind Flucht und Vertreibung, findet im neuen Leben nur wenig Halt und struggelt damit, wie ihre Mutter mit ihrer Geschichte umgeht. Als ältere Frau nimmt sie ihre Nicht Anne und deren Sohn auf, eine Begegnung, die für beide Herausforderung und Chance ist. Der Roman spielt auf einem Dorf, das gesellschaftlichen Veränderungen trotzen muss. Stadtflucht vs. Landflucht vs. Dableiben. Intensive Landwirtschaft vs. Bio-Anbau. Heimat vs. Fremdheit. Um nur einige der dargestellten Konflikte aufzuzeigen. Die verschiedenen Perspektiven, die Zeitsprünge - alles fügt sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Sprache ist nüchtern, aber trotzdem poetisch, eingestreutes Plattdeutsch schafft an den richtigen Stellen eine interessante Spannung. Was für ein wundervolles Debüt. Ich freue mich schon auf die beiden anderen Bücher von Dörte Hansen.

4.5

Gelungener Roman über einsame Seelen im Norden Deutschlands, über die Suche nach Verbundenheit und das Ankommen in einer Welt, die so ganz anders ist als die, die man vorher kannte. Schöne Erzählweise mit vielen Wechseln der Perspektiven. Hätte noch etwas länger sein können.

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