Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.
Mary ist an harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch als sie fünfzehn wird, ändert sich alles. Mary zieht in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten. Bei ihr, einer zarten, mitfühlenden Kranken erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Für Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.
An die Schreibweise musste ich mich erst mal etwas gewöhnen, aber dann tat es weh. Von der ersten bis zur letzten Seite. Ich denke heute noch an Mary. 💔
4 Tage vor
5,0
Das Buch tut weh
An die Schreibweise musste ich mich erst mal etwas gewöhnen, aber dann tat es weh. Von der ersten bis zur letzten Seite. Ich denke heute noch an Mary. 💔
Ich hatte am Anfang wirklich Schwierigkeiten, wie das Buch geschrieben war. Der Grund der Schreibart, macht duechaus Sinn und ist auch gut ungesetzt. Dennoch war es für mich Anfang wirklich schwer.
Ich hab das ganze Buch an einem Samstag durchgezogen und ich kann mir gut vorstellen, dass mir dieses Buch noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Leseempfehlung absolut
27. Juni 2026
4,0
Mal ein ganz anderes Buch
👨🏻🌾🚜🐖🐮⛪🕰️📚☀️🚪🥀
Ich hatte am Anfang wirklich Schwierigkeiten, wie das Buch geschrieben war. Der Grund der Schreibart, macht duechaus Sinn und ist auch gut ungesetzt. Dennoch war es für mich Anfang wirklich schwer.
Ich hab das ganze Buch an einem Samstag durchgezogen und ich kann mir gut vorstellen, dass mir dieses Buch noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Leseempfehlung absolut
„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon ist ein stilles, eindringliches Buch. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 14-jährigen Mary im Jahr 1831, tagebuchartig und direkt.
Der Schreibstil ist extrem einfach gehalten: kurze Sätze, einfache Wörter, kaum Kommas, viele Bindewörter. Anfangs empfand ich das als befremdlich, doch sehr schnell wurde klar, wie bewusst diese Entscheidung getroffen wurde. Mary ist ein junges Mädchen, aufgewachsen auf einem Bauernhof, ohne echte Bildung, mit harter körperlicher Arbeit als Alltag. Genau deshalb wirkt diese Sprache so authentisch. Es fühlt sich nicht konstruiert an, sondern ehrlich, als würde Mary selbst zu uns sprechen.
Mary ist eine Protagonistin, die mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen ist. Sie hat eine direkte, klare, fast nüchterne Art und trotzdem etwas sehr Warmes. Trotz der harten Lebensumstände blickt sie erstaunlich positiv auf die Welt. Besonders ihre Beziehung zu ihrem Großvater ist berührend.
Die Geschichte spielt über die Jahreszeiten hinweg, in vier (oder fünf) Kapitel unterteilt. Und dennoch liegt über allem eine konstante Kälte. Nicht unbedingt körperlich, sondern emotional. Man spürt früh, dass dies keine leichte Geschichte wird. Auch ohne einen klassischen Spannungsbogen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist so dicht, so bedrückend, dass man einfach weiterlesen möchte.
Ich hatte relativ früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen könnte. Trotzdem hat mich das Buch sehr getroffen. Es ist eines dieser Bücher, die nicht laut sind, nicht schockieren müssen und gerade deshalb so heftig wirken. Es hat mich stumm zurückgelassen, nachdenklich, ruhig.
Fazit: Die Farbe von Milch ist ein düsteres, intensives Buch, geschrieben in einer bewusst schlichten Sprache, die unglaublich viel transportiert. Mary ist eine großartige Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Trotz, oder gerade wegen, der Einfachheit ist diese Geschichte kraftvoll, traurig und wunderschön zugleich.
Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern fühlt. Absolute Leseempfehlung.
19. März 2026
5,0
Eine einfache Stimme mit großer Wirkung
„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon ist ein stilles, eindringliches Buch. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 14-jährigen Mary im Jahr 1831, tagebuchartig und direkt.
Der Schreibstil ist extrem einfach gehalten: kurze Sätze, einfache Wörter, kaum Kommas, viele Bindewörter. Anfangs empfand ich das als befremdlich, doch sehr schnell wurde klar, wie bewusst diese Entscheidung getroffen wurde. Mary ist ein junges Mädchen, aufgewachsen auf einem Bauernhof, ohne echte Bildung, mit harter körperlicher Arbeit als Alltag. Genau deshalb wirkt diese Sprache so authentisch. Es fühlt sich nicht konstruiert an, sondern ehrlich, als würde Mary selbst zu uns sprechen.
Mary ist eine Protagonistin, die mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen ist. Sie hat eine direkte, klare, fast nüchterne Art und trotzdem etwas sehr Warmes. Trotz der harten Lebensumstände blickt sie erstaunlich positiv auf die Welt. Besonders ihre Beziehung zu ihrem Großvater ist berührend.
Die Geschichte spielt über die Jahreszeiten hinweg, in vier (oder fünf) Kapitel unterteilt. Und dennoch liegt über allem eine konstante Kälte. Nicht unbedingt körperlich, sondern emotional. Man spürt früh, dass dies keine leichte Geschichte wird. Auch ohne einen klassischen Spannungsbogen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist so dicht, so bedrückend, dass man einfach weiterlesen möchte.
Ich hatte relativ früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte bewegen könnte. Trotzdem hat mich das Buch sehr getroffen. Es ist eines dieser Bücher, die nicht laut sind, nicht schockieren müssen und gerade deshalb so heftig wirken. Es hat mich stumm zurückgelassen, nachdenklich, ruhig.
Fazit: Die Farbe von Milch ist ein düsteres, intensives Buch, geschrieben in einer bewusst schlichten Sprache, die unglaublich viel transportiert. Mary ist eine großartige Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Trotz, oder gerade wegen, der Einfachheit ist diese Geschichte kraftvoll, traurig und wunderschön zugleich.
Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern fühlt. Absolute Leseempfehlung.
„Manchmal muss ich mich selbst daran erinnern dass ich über irgendetwas traurig bin. Sonst werd ich einfach wieder fröhlich.“ wie süß sie ist 🥹
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Autorin / Autor
Über Nell Leyshon
Nell Leyshons erster Roman Black Dirt stand auf der Longlist des Orange Prize und auf der Shortlist des Commonwealth Prize. Ihre Theaterstücke und Hörspiele erhielten ebenfalls zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren zweiten Roman Die Farbe von Milch wurde sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den Prix Femina nominiert. Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt in Dorset.