Burial Rites
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Description
Set against Iceland's stark landscape, Hannah Kent brings to vivid life the story of Agnes, who, charged with the brutal murder of her former master, is sent to an isolated farm to await execution.
Horrified at the prospect of housing a convicted murderer, the family at first avoids Agnes. Only Tv=ti, a priest Agnes has mysteriously chosen to be her spiritual guardian, seeks to understand her. But as Agnes's death looms, the farmer's wife and their daughters learn there is another side to the sensational story they've heard.
Riveting and rich with lyricism, Burial Rites evokes a dramatic existence in a distant time and place, and asks the question, how can one woman hope to endure when her life depends upon the stories told by others?
Set against Iceland's stark landscape, Hannah Kent brings to vivid life the story of Agnes, who, charged with the brutal murder of her former master, is sent to an isolated farm to await execution.
Horrified at the prospect of housing a convicted murderer, the family at first avoids Agnes. Only Tv=ti, a priest Agnes has mysteriously chosen to be her spiritual guardian, seeks to understand her. But as Agnes's death looms, the farmer's wife and their daughters learn there is another side to the sensational story they've heard.
Riveting and rich with lyricism, Burial Rites evokes a dramatic existence in a distant time and place, and asks the question, how can one woman hope to endure when her life depends upon the stories told by others?
Book Information
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"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Hannah Kent hat mit einer unglaublichen Präzision die bedrückende Tristheit Island um diese Jahreszeit sowie die scheinbare Emotionslosigkeit einiger Protagonisten beschrieben. Ich habe diese Trostlosigkeit & Gleichgeültigkeit gefühlt & sie hat mich bedrückt. Dieses Buch hat mich berührt & phasenweise belastet. Hannah Kent hat "Das Seelenhaus" auf einen wahren Fall beruhend geschrieben, Agnes Magnúsdóttir war die letzte Frau an der ein Todesurteil durch geführt wurde. ( 1830) Die Autorin rollt Stück für Stück die Lebensgeschichte von Agnes auf - was sehr berührend ist! Für mich ist Agnes Magnúsdóttir eine starke, intelligente Frau, die durch ihre Lebenserfahrungen einen klaren Blick auf viele Dinge hat. Auch dies passte nicht in die männerdominierende Zeit & an Agnes wurde durch ihr Tod ein Exempel statuiert. Ob Anges die Mord gegangen hat oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, dass möchte ich nicht beurteilen. Doch für mich ist die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir unglaublich berührend & bewegend. "Das Seelenhaus" von Hannah Kent kommt zu meinen Lieblingsbüchern! Sehr empfehlenswert!

"Sie sagten, ich soll sterben. Sie sagten, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssen sie mir meinen stehlen."
Definitiv lesenswert. Erinnert hier und da an "Alias Grace". Das Setting vom ländlichen Island des 19. Jahrhunderts ist sehr interessant und die Autorin hat ein feines Gespür dafür, eine trostlose und trotzdem einnehmende Stimmung zu erzeugen. Die Geschichte zieht den Leser in ihren Bann. Melancholisch, düster und auch berührend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besonders Agnes hat mich anfangs sehr fasziniert. Gegen Ende flachte dies etwas ab, als man schon ahnen konnte, was und wie alles passiert sein mag. Ich werde auch andere Bücher der Autorin für mich im Auge behalten. :)
Inhalt: Island im Jahre 1828: Agnes Magnúsdóttir wird gemeinsam mit einer weiteren Frau und einem Mann des Mordes an zwei Männern beschuldigt. Die drei Angeklagten werden an verschiedene Orte verbracht. Agnes wird auf den Kornsáhof im selben Landkreis gebracht, in dem die Tat geschehen ist. Dort soll sie, bis zu ihrer Hinrichtung, im Haushalt einer Familie mit zwei erwachsenen Töchtern leben und arbeiten. Auf dem Hof wird Agnes, im Vergleich zu dem, was sie zuvor erlebt hatte, gut behandelt, dort hat man sich irgendwie ein wenig Menschlichkeit bewahrt. Die Familie ist zwar alles andere als begeistert, eine verurteilte Mörderin aufzunehmen, doch sie bekommt ein Bett, wird zum Baden gezwungen und erhält regelmäßig Mahlzeiten. Umgekehrt muss sie hart arbeiten, etwas, das sie gewohnt ist und das sie zugleich von ihren düsteren Gedanken ablenkt. Kurz vor ihrer Überstellung auf den Hof bittet Agnes um einen neuen Seelsorger: namentlich den jungen Pfarrvikar Thorvadur Jónsson. Anfangs scheint dieser überfordert und erwägt sogar, die Segel zu streichen. Doch mit der Zeit entwickelt sich zwischen ihm und Agnes eine Art Vertrautheit. Stück für Stück erzählt sie ihm ihre Geschichte, Schritt für Schritt eröffnet sich dem Leser ein Szenario, welches den vermeintlichen Tathergang überwölbt und - so hofft man anfangs - folgenreiche Konsequenzen birgt. Meinung: Mit „Das Seelenhaus“ erzählt Hannah Kent eine fiktive, aber gründlich recherchierte Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin greift die Lebensgeschichte von Agnes Magnúsdóttir auf, der letzten Frau, die in Island hingerichtet wurde. Besonders spannend fand ich den Hinweis im Nachwort, dass Agnes in vielen historischen Berichten sehr einseitig dargestellt wurde. Als „unmenschliche Hexe“, die den Mord angeführt habe. Kent aber versucht, die historische Figur zu rehabilitieren und und zeigt die Vielschichtigkeit der Deutungsmöglichkeiten ihrer Biografie. Die Erzählung wechselt zu Beginn zwischen verschiedenen Figurenperspektiven. Besonders prägnant tritt der Landrat Björn Andunsson Blöndal hervor, der von Anfang an unsympathisch wirkt: wohlhabend, arrogant, undurchsichtig. Im Kontrast dazu stehen die Mitglieder der Familie vom Kornsáhof. Die beiden Töchter könnten kaum unterschiedlicher sein: Lauga meidet Agnes, während Steina nach und nach vorsichtig Kontakt zu ihr aufnimmt. Ihre Mutter Magrét wiederum imponierte mir besonders: streng, pragmatisch, aber auch gerecht und mitfühlend. Eine Frau, die Verantwortung übernimmt und das Herz am rechten Fleck hat. Ihr Mann Jón bleibt eher blass im Hintergrund. Einen zentralen Platz nimmt Pfarrvikar Tóti ein. Als Agnes’ Beistand wächst er an seiner Aufgabe. Zunächst unsicher und überfordert, gewinnt er mit der Zeit an innerer Stärke. Gerade seine Zweifel und seine Menschlichkeit machten ihn für mich sehr sympathisch. Überhaupt lebt das Buch stark von den Innenansichten seiner Figuren. Vor allem von Agnes selbst. Ihr schweres Leben, die Verlassenheit in der Kindheit, der ständige Kampf ums Überleben, und ihre komplexe Beziehung zu Natan, einem der späteren Mordopfer, werden eindringlich geschildert. Dabei schwankt der Leser zwischen Mitleid, Bewunderung und tiefer Betroffenheit. Während des Lesens war ich regelrecht gefesselt. Doch gleichzeitig blieb ein beklemmendes Gefühl: das Wissen, dass Agnes’ Schicksal unumstößlich ist. Besonders erschütternd fand ich, wie sehr die Menschen in ihrer Umgebung überzeugt waren, die Wahrheit über ihr Leben und die Tat zu kennen, obwohl ihr vermeintliches Wissen sich nur aus einer Aneinanderreihung wilder Mutmaßungen und unmotivierter Gefühlsschwankungen speist. Umso stärker berührte mich Tótis Versuch, zuzuhören, Verständnis zu zeigen und Vorurteile beiseite zu lassen. Fazit: Hannah Kent hat mit „Das Seelenhaus“ einen Roman geschaffen, der tief bewegt und lange nachhallt. Die Geschichte ist keine leichte Kost. Sie ist bedrückend, schockierend und zugleich voller leiser Momente von Menschlichkeit. Gerade die Verbindung von historischen Fakten und literarischer Fiktion macht das Buch so ergreifend. Es regt zum Nachdenken an. Über Schuld und Unschuld, über Gerechtigkeit und gesellschaftliche Vorurteile, und darüber, ob ein Mensch mehr ist als die als Summe seiner Taten oder Untaten. Ein stilles, kraftvolles Buch, das unter die Haut geht.

"Wie heißt der Raum zwischen den Sternen?....Hm, es ist ein Ort für die armen Seelen. Vielleicht Seelenhaus." Die australische Autorin Hannah Kent hat während eines Schüleraustauschs in Island von Agnes Geschichte gehört und hat dann, nach eingehender Recherche, diesen fiktionalen, auf Tatsachen beruhenden Roman geschrieben. "Manchmal, wenn ich mit dem Pfarrer gesprochen habe, tut mir der Mund weh. Meine Zunge fühlt sich sterbensmatt an; sie scheint zwischen meinen Zähnen, die wie Steine sind, in sich zusammenzusacken, wie ein toter Vogel, der nur noch aus nassem Gefieder besteht." Wir schreiben das Jahr 1828. Die einfache Magd Agnes wird beschuldigt zwei Menschen getötet und das Haus angezündet zu haben. Hierfür wird sie zum Tode verurteilt und so lange auf dem Hof von Margrét, ihrem Mann und den zwei erwachsenen Töchtern untergebracht. Dort soll sie arbeiten und von dem Pfarrer, den sie sich aussuchen durfte, betreut werden und gemeinsam beten. Bei diesen Treffen erzählt Agnes dem Pfarrer ihre Geschichte. Da die Treffen auf kleinstem Raum stattfinden, erfährt so auch Margrét die Geschichte und fasst langsam auch Vertrauen zu der "Mörderin" die bei ihnen, ohne gefragt zu werden, untergebracht wurde. Erinnerungen an die Kindheit ohne Eltern und ständiger harter Arbeit werden wach. "Erinnerungen vergehen wie Pulverschnee im Wind oder sind wie ein Geisterchor, in dem jeder gleichzeitig spricht." Es ist eine bedrückende Geschichte in kalter Winterzeit erzählt. Man friert mit diesen Menschen mit. Sieht die schöne, isländische Landschaft und fürchtet mit Agnes auf den Tag der Hinrichtung hin. Große Leseempfehlung!
Ein neues Lieblingsbuch 💛
Agnes lebt 1828 in Island und wird angeklagt, Natan und Pétur brutal ermordet zu haben. Sie wird zum Tode verurteilt und soll die Zeit bis dahin bei einer Familie auf dem Kornsáhof in Haft verbringen. Die Familie ist zunächst empört, eine Mörderin auf ihrem Hof aufnehmen zu müssen. Doch Agnes arbeitet für sie als Magd und ist mit der Zeit eine große Hilfe. Durch die Betreuung von Pfarrer Toti beginnt Agnes, ihre Geschichte zu erzählen und ganz langsam kommt die Wahrheit ans Licht. 🕯️ Dieses Buch hat mich gleichermaßen bewegt, mitgerissen und begeistert. Die Tatsache, dass die Handlung in Island spielt, führte mich überhaupt erst zum „Seelenhaus“, da ich Island sehr liebe. Umso spannender war es, etwas über das isländische Leben vor 200 Jahren zu erfahren. Die Erzählung über den harten Alltag zu dieser Zeit und die Geschichte von Agnes ist so gut kombiniert, dass ich von Beginn an gefesselt war. Der Schreibstil der Autorin verleiht der Handlung die perfekte Mischung aus Dunkelheit, Tragik, Spannung und Gefühl. In all der Härte der Geschichte platziert Hannah Kent winzige Momente des Mitgefühls, die bei mir alle Dämme brechen ließen. Für mich war es faszinierend, dass ich die erbarmungslosen und bitteren Passagen größtenteils ertragen konnte. Die Momente der Menschlichkeit haben mich jedoch so sehr mitgenommen, dass die Tränen liefen. Auch mit einigem Abstand muss ich viel an Agnes denken, deren Geschichte an einer wahren Begebenheit angelehnt ist. Das Buch hat mein Herz mit voller Wucht erreicht und es hat so viel Kraft, wie kaum ein anderes Buch zuvor. Mehr möchte ich nicht verraten. Ich finde, das muss man selbst erleben, fühlen, durchstehen und irgendwie für immer ein bisschen bei sich behalten. Ganz, ganz große Empfehlung - Agnes und Hannah Kent haben meine Top-Liste im Sturm erobert!

Island vor knapp 200 Jahren
Klappentext: "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt. Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. REZENSION: Diese Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten, verwoben mit fiktiven Handlungssträngen. Schon beim Lesen der ersten Sätze versank ich in der dunklen Winterlandschaft im eisigen Island vor knapp zweihundert Jahren. Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, der bildhaft und flüssig war. Ich fühlte mich, als würde ich an Agnes Magnúsdóttirs Seite gehen, ihre Emotionen mitempfinden und das harte Leben, welches die Menschen damals führten, hautnah erleben. Und das Ende hätte emotionaler nicht sein können. Besonders schön fand ich die kleinen Akzente der isländischen Sprache, dies verlieh der Handlung noch einmal eine ganz andere Weise, vor allem wenn man bedenkt, dass die Autorin Australierin ist. Es ist nicht meine erste Berührung mit diesem Land und seiner Sprache, jedoch sicherlich das Heftigste von der Intensität her. Und es ist ein Buch, welches ich niemals mehr vergessen und im nächsten Winter sicherlich noch einmal lesen werde. Ich hoffe sehr dieses faszinierende Land, insbesondere Reykjavík, Akureyri und Vatnsdalur, irgendwann einmal besuchen zu können. Ganz lieben Dank an die Person, die mir im Rahmen einer Wichtelaktion dieses großartige Werk geschenkt hat. Es ist mit eines der besten und eindringlichsten Bücher, das ich jemals gelesen habe. 🇮🇸

Rau. Düster. Bildgewaltig.
Ein historischer Roman, der die Härte seiner Handlungszeit schonungslos erfasst und die Lesenden rücksichtslos mit dem Leben der Protagonistin konfrontiert. 📓 "Das Seelenhaus" von Hannah Kent versetzt uns nach Island 1828. Agnes, eine hart arbeitende Magd, wird des Mordes an 2 Männern angeklagt. Bis zu ihrer Hinrichtung verbringt sie die Zeit auf dem Hof eines Beamten. Die Empörung bei der Familie ist groß, bis Agnes Stück für Stück die Geschichte ihres Lebens erzählt. 🏚️ Dieser historische Roman besticht mit seiner kalten und düsteren Stimmung, einem Schreibstil irgendwo zwischen derb und poetisch, sowie seiner schonungslosen Zeitdarstellung. Es gab Szenen die mich zutiefst berührt haben und mich das Buch weglegen ließen. 🏚️ Agnes Geschichte ist nur schwer zu ertragen, weil es einfach kein Licht für sie gibt. Je mehr man von ihrem Leben erfährt, desto mehr schmerzen die weiteren Geschehnisse. 🏚️ Besonders spannend und traurig ist, dass das Buch auf wahren Begebenheiten beruht. Agnes war die letzte Person, die in Island hingerichtet wurde. Eine Buch, das trotz seiner Thematik ehr ruhig ist und lange im Gedächtnis bleibt 🖤

Das Seelenhaus von Hannah Kent ist ein Roman, der für mich zum Herbst gehört wie die der Nebel am Morgen. Am Anfang war ich schon ein bisschen verwirrt und immer wieder stolperte ich über die vielen, sich doch sehr ähnlichen isländischen Namen. Aber je mehr man sich einliest und ein Gefühl für diese Personen entwickelt verschwindet diese Verwirrtheit. Hannah Kent hat mit Agnes eine wunderbare Hauptfigur gewählt, die es mehr als verdient, dass ihre Geschichte erzählt wird. Sie nutzt dafür verschiedene Formen der Erzählung. Einmal werden Protokolle oder Briefe gewählt, die einem die damalige Sprache und den Sachverhalt näherbringen. Dann wird die Geschichte von Agnes und ihrem Weg erzählt, welchen Menschen sie begegnet und wie mit ihr umgegangen wird. Und die Erzählweise, die mir am besten gefallen hat, ist die Ich-Perspektive aus der Sicht von Agnes. Diese Frau wird einem so nahe gebracht, man weiß nicht, ob man sie verurteilen oder mit ihr mitfühlen soll. In ihrer Geschichte macht einem die Autorin deutlich, wie schwer und oberflächlich diese Zeit damals war. Mit welchen Herausforderungen, die Menschen in Island zu dieser Zeit zu kämpfen hatten. Viele Dinge, gerade das Gerede und die Vorverurteilung der Leute, brachten mich immer wieder zum nachdenken, denn gerade diese Dinge kann man auch auf die heutige Zeit übertragen. Dieses Buch ist einfach ein Muss für jeden der auf gut recherchierte und doch nicht zu faktenreiche Romane steht. Man kann sich stundenlang in ihm verlieren und Island mit seinen Herausforderungen kennenlernen. Einfach alles in allem ein wunderbarer Roman mit einer faszinierenden Hauptfigur, der einen gespannt festhält.
Historischer Schauer zum Mitfiebern
Agnes hat nur noch wenige Wochen zu leben, denn ihr wird der gemeinschaftliche Mord an zwei Männern zur Last gelegt. Hanna Kent hat die düstere Atmosphäre des bäuerlichen 19. Jahrhunderts in Island gut eingefangen. Agnes‘ Gedanken sind dabei ruhig, melancholisch, fast philosophisch, was sie als intelligente Frau charakterisiert. Dieser Argwohn gegenüber solchen Frauen ist jedoch auch der Hauptgrund, warum an ihr ein Exempel statuiert werden soll. Meiner Meinung nach hätte Kent aus dieser Debatte um die Frauen in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts mehr rausholen können. Aspekte wie die Hexenverfolgung oder die Reduktion auf Äußerlichkeiten wurden durchaus angesprochen aber nicht weiter aufgegriffen. Agnes‘ Gedankenwelt entgegen stehen somit spürbar die ambivalenten Emotionen ihres Umfelds. Allen gemein ist jedoch, dass die kritische Haltung gegenüber der vermeintlichen Mörderin nach und nach bröckelt… Besonders die Entwicklung des Verhältnisses von Agnes und den Bewohnern des Hofes hat Hanna Kent geschickt und auch emotional dargestellt . Die Figuren waren weder platt noch klischeebehaftet und somit authentisch. Auch die Beantwortung der Schuldfrage war schlüssig, wenn auch nicht wirklich überraschend. An dieser Stelle hätte ich mir trotz des generell unaufgeregten Schreib- und Erzählstils eine Wendung oder etwas Unerwartetes gewünscht, was die Figurenkonstellation durchaus hergegeben hätte.
*Inhalt* Agnes Magnúsdóttier lebt in Island und wird im Jahre 1828 angeklagt, mit Hilfe einer weiteren Magd, sowie einem Mann zwei weitere Männer kaltblütig ermordet zu haben. Alle 3 werden sie nun zum Tode verurteilt. Nachdem Agnes einige Zeit in einem Kerker verbracht hat, soll sie die restliche Zeit bis zur Hinrichtung auf dem Hof eines Beamten verbringen, dessen Familie entsprechend wenig Begeistert reagiert, sie aber dennoch aufnimmt. Nach und nach gibt Agnes nun ihr Leben preis und bald ahnt die Hausherrin Margrét, dass Agnes vielleicht doch Unschuldig sein könnte... *Erster Satz des Buches* "Sie sagen, ich soll sterben." *Fazit* "Das Seelenhaus" ist ein Roman der Autorin Hannah Kent und beruht auf einer wahren Begebenheit. Da ich, wie ihr vielleicht wisst, zu den Buchflüsterern gehöre, bekomme ich hin und wieder Romane zugesendet und dieses Mal handelte es sich um "Das Seelenhaus". Da mir die Umschlagbeschreibung schon zusagte, war ich doch sehr gespannt, was mich erwarten würde und so begann ich schließlich zu lesen - und wollte nicht mehr aufhören! Die Geschichte von Agnes fesselt, reißt mit und lässt uns einen Blick in das Island von 1828 werfen - in ein fremdes Land und in ein Leben, das wir uns zur heutigen Zeit nicht mehr vorstellen können. Sie lebt in einer Zeit, in der die Knechte und Mägde mit den Damen und Herren des Hauses in einem Raum schlafen, alles von Hand erledigen und keinerlei Luxus genießen. Der ganze Tag wird damit verbracht, Haus und Gehöft sauber zu halten, Nahrung herbeizuschaffen und sich um die Tiere zu kümmern und nebenbei auch ein Auge auf die Kinder des Hauses zu haben. Agnes Vergangenheit ist geprägt von Schicksalschlägen, Einsamkeit und harter Arbeit. Niemals konnte sie sich wirklich irgendwo zuhause fühlen, denn die Liste ihrer Anstellungs- und somit Wohnorte ist lang. Agnes ist sehr intelligent, und auch wenn es sich in dieser Zeit nicht gehörte, als Frau eine Schulbildung zu genießen, verfügt sie über allerlei Kenntnisse und Fertigkeiten. Als schließlich beschlossen wird, das Agnes auf dem Kornsáhof untergebracht werden soll, trifft sie bei ihrer Ankunft auf wenig Begeisterung, denn weder die Hausherrin Margrét, noch ihre beiden Töchter Lauga und Steina sind besonders begeistert, eine Mörderin im Haus zu haben. Trotzdem kommt Agnes dort gut zurecht und mit der Zeit versucht sich die ältere Tochter Steina sogar mehr oder weniger mit ihr anzufreunden, ganz zum Misfallen ihrer Mutter. Besonders gut tun Agnes die Stunden mit Pfarrvikar Toti, um den sie bei der Nachfrage, nach geistlicher Betreuung gebeten hatte. Auch wenn der Pfarrvikar ihr Gott nicht wirklich näher bringen kann, so kann sie mit ihm doch aufschlussreiche Gespräche führen und sich ein wenig von der Seele reden. Besonders durch ebendiese Gespräche erfahren wir einiges über Agnes Vergangenheit, ihre Einstellungen zu verschiedenen Themen, sowie ihr Seelenleben, auch wenn sie dies weitgehendst verborgen hält. Trotzdem kann sich wohl jeder von uns zumindest ansatzweise in die Situation dieser Frau hineinversetzen: sie liebt die Arbeit als Magd und versucht über ihre Arbeit auf dem Hof ihr drohendes Urteil zu vergessen doch dies funktionert verständlicherweise jedoch nur mäßig gut. Besonders als sie vom Gnadengesuch einer vermeintlichen Mittäterin erfährt, bricht Agnes zusammen und kann sich nur noch schwerlich von dem Thema ablenken. So gesehen kann man usere Hauptprotagonistin nur bewundern, denn obwohl man nie recht weiß, ob man sie schuldig sprechen kann, bzw. was tatsächlich in der Tatnacht geschah, schlägt sie sich irgendwie durch, erfreut sich an kleinen Dingen und versucht, das Damokles' Schwert über ihrem Kopf einfach zu ignorieren. Die Charaktere sind umso faszinierender, wenn man weiß, das all dies auf wahren Tatsachen beruht und natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, zumindest ein bisschen zu recherchieren. Leider wurde ich nicht wirklich fündig, die Informationen waren eher rar gesäht. Allerdings werde ich mich wohl demnächst noch einmal daranmachen und etwas intensiver suchen, denn es würde mich interessieren, was sich sonst noch so zugetragen hat, was in dem Buch vielleicht nicht erwähnt wird! Insgesamt konnte ich mich recht schnell für die Person der Agnes erwärmen, auch wenn sie zu Beginn des Buches von allen als unberechenbares, unverschämtes Weibstück beschrieben wird, das nicht zu bändigen ist und keine Grenzen kennt. Wie diese Personen jedoch dazu kommen, weiß ich bis heute jedoch nicht, denn mir begegnete Agnes stets als zuvorkommende, fleißige junge Magd, auch wenn sie bei Ankunft auf dem Hof doch ein eher fragwürdiges Erscheinungsbild abgab. Auch Pfarrer Toti war mir recht schnell sympathisch, handelt es sich bei ihm doch um einen sehr jungen Pfarrvikar, der mit der Betreuung einer Todgeweihten zu Anfang nur wenig zurechtkommt. So manches Mal denkt er darübr nach, die Flinte ins Korn zu werfen und ihre Betreuung an einen erfahrenen Pfarrer abzugeben, doch jedes Mal hält ihn sein Pflichtbewusstsein zurück und so bleibt er doch dabei, die "junge" Agnes zu betreuen. Die Familie des Kornsáhof ist ein bunt zusammengewürfeltes Völkchen: Mutter Margrét, die an einer Lungenerkrankug zu leiden scheint, die ihr schwer zu schaffen macht, der Vater, der stets unterwegs ist, weil er seiner Arbeit nachgeht, den beiden Töchtern Lauga und Steina, die eine hasst Agnes und ist von Eifersucht geplagt, die andere bewundert Agnes und versucht ihr eine Freundin zu sein, sowie einige Mägde und Knechte, die Agnes ihr kurzes Dasein auf dem Hof nicht immer leichter machen. Schlussendlich muss ich euch dieses Buch einfach empfehlen, auch wenn ich zu Beginn dann doch etwas kritisch war. Zwar gefiel mir die Buchbeschreibung von Anfang an sehr gut, die Isländischen Namen jedoch schreckten mich ein wenig ab und ich fürchtete, auf allerhand ähnliche Namen zu stoßen, die ich nicht auseinanderhalten kann. Diese Zweifel waren jedoch unbegründet, denn im Grunde muss man sich nur die Vornamen merken, die ja noch recht einfach waren, die Nachnamen konnte man getrost ignorieren. Ich persönlich konnte mich von diesem Buch mitreißen lassen und fand mich sehr oft selbst in Island im Jahre 1828 wieder, wo ich gebannt nebenansaß und das Leben/Schicksal von Agnes betrachtete, welches mich immer wieder beeindruckte, begeisterte und auch abschreckte. In diesem Sinne kann ich euch nur eine klare Empfehlung aussprechen und hoffe, ihr habt genauso viel Vergnügen dabei, wie ich.
"Das Seelenhaus" ist eine Art historischer Krimi, der auf wahren Begebenheiten beruht. Das Setting in Island hat mir besonders gut gefallen, denn ich habe bislang wahrscheinlich noch keinen Roman gelesen, der auf dieser wunderschönen Insel spielt (die ich auch gerne mal im echten Leben bereisen möchte!). Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die düstere Atmosphäre, die die Autorin allein durch ihre Worte vermitteln konnte. Agnes Schicksal hat mich zwar sehr mitgenommen, aber leider verläuft die Erzählung sehr langsam und unaufgeregt, dass bei mir nicht wirklich Spannung aufkommen wollte. Es wird zwar nach und nach aufgeklärt, was sich damals wirklich abgespielt hat, aber so richtig packen konnte mich die Handlung nicht. Auch die Charaktere sind in meinen Augen sehr unnahbar und blass geblieben und ich konnte gerade zu den vielen Nebencharakteren, die ebenfalls wichtige Rollen einnehmen, keine wirkliche Bindung aufbauen. Die Sprecher:innen machen ihre Sache gut und die Abwechslung zwischen der männlichen und weiblichen Erzählstimme, hat mir gut gefallen. Aufgrund meiner Kritikpunkte vergebe ich abschliessend durchschnittliche 3 Sterne - ich kann die vielen guten Bewertungen aber dennoch nachvollziehen. Ich bin nur leider kein Fan von Slow Pace Romanen.
Zu Beginn fiel mir das Cover des Buches ins Auge. Eine in meinen Augen junge Frau mit roten Haaren und einem Balken über den Augen. Warum das? Sollte man ihr nicht in die Augen sehen? Wenn ja, bleibt die Frage nach dem Warum. Hannah Kent erzählt hier eine erschütternde Geschichte, die zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hatte beim Lesen auch das Gefühl das hier viel Recherchearbeit drin steckt. Das einfache und oftmals schwere Leben dieser Menschen wurde glaubhaft dargestellt. Von Beginn an ahnt der Leser das die Geschichte hier keineswegs so gewesen ist, wie es die Menschen um Agnes einen glauben machen möchten. Insbesondere die "Politiker" waren mir sofort ein Dorn im Auge. Es ist zwar klar das diese an Agnes ein Exempel stattuieren wollen, trotzdem hat man Hoffnung das sich das Blatt wendet. Und das obwohl man das Ende kennt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Manchmal kam er mir etwas poetisch vor, was nicht so ganz zur bedrückenden Stimmung passte oder vielleicht genau deshalb eben doch passte. Die Stimmung, die Landschaft, die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und lebhaft beschrieben. Ich konnte mir die Lehmhütten und den rauhen, kalten Winter gut vorstellen. Ich hatte sofort eine Beziehung bzw. Verbindung zu Agnes und wurde mit jeder gelesen Seite begieriger ihre Geschichte zu erfahren. Fazit Hannah Kent hat ein für mich bewegendes Buch geschrieben. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fiktion. Sehr gut gelungen und absolut lesenswert.
„Wenn niemand deinen Namen nennt, wirst du vergessen werden. Ich bin vergangen und vergessen...“ Island 1828 - Agnes Magnúsdóttir wird des Mordes bezichtigt und soll bis zum Tag der Hinrichtung auf dem Hof eines Beamten und dessen Familie Zwangsarbeit verrichten. Ein Pfarrer wird ihr zur Seite gestellt, welcher sie auf ihrem letzten Weg begleiten soll. Es sind lange und ehrliche Gespräche, die die beiden führen und schon bald ahnt man, dass mehr hinter diesem Mordfall steckt... Hannah Kent hat einen überaus poetischen, einfühlsamen und doch offensiven Schreibstil, der von Anfang an fesselt. Die Charaktere, vor allem Agnes, sind sehr schön gezeichnet und ausgearbeitet. Zudem portraitiert sie die Landschaft Islands und deren Bewohner überaus sorgfältig und auf historischen Fakten basierend. Ein bewegendes Schicksal über die Höhen und Tiefen des Lebens und die Angst davor, vergessen zu werden...
Island 1828. Der Hof von Nathan Ketilsson steht in Flammen. Nathan und Pétur Jónsson werden dort verstümmelt und halb verbrannt aufgefunden. Drei Personen werden des Mordes angeklagt. Eine davon ist Agnes Magnúsdóttir. Eine selbstbewusste Frau im mittleren Alter. Ihr Leben verlief schon immer etwas steinig, doch jetzt soll sie hingerichtet werden. ⠀ Die Zeit bis zur Hinrichtung soll Agnes auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich vor Angst und Wut, eine Mörderin beherbergen zu müssen. Doch so langsam merkt die Hausherrin Margrét, dass Agnes eine tüchtige Frau ist, der nie richtig zugehört wurde. ⠀ Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte. Agnes Magnúsdóttir und diesen Mordfall gab es wirklich. Wer hier allerdings einen spannenden Krimi erwartet, wird leider enttäuscht werden. Das Leben in einem bescheidenen Torfhaus des 19. Jahrhundert in Island wird gut beschrieben. Die Geschichte wird ebenfalls mit kleinen düsteren Gedichten sowie Briefe und Dokumente über die Mordanklage beschmückt. Dazwischen erzählt Agnes von ihrem bisherigen Leben bis zur Mordnacht. ⠀ Ich fand dieses Buch leider sehr zäh und langatmig. Am liebsten hätte ich abgebrochen und nur die letzten paar Seiten gelesen um die Auflösung des Falles zu erfahren. Ich bin standhaft geblieben in der Hoffnung es käme doch noch etwas Spannung auf. Leider war das nicht der Fall.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5/5 📖 Seiten 384 📚 Gebundenes Buch
Einer meiner Lieblingsbücher ‚EVER‘. Wieso? Gute Frage dieses Buch besitze ich schon seit Jahren, eines meiner ersten Bücher als ich damals wieder anfing mit Lesen und eines der einzigen Bücher die ich damals so schnell verschlungen hatte, dass die Geschichte immer im Kopf blieb was bei vielen Büchern nach einiger Zeit verschwindet. Ich denke oder es ist sogar so dass Ich mir dieses Buch alle Jahre oder paar Jahre wieder auf mein SUB lege um es wieder und wieder zu lesen. Diesmal wurde es als Audible gehört und auch hier fand ich das gesamt Paket hervorragend. Bei dieser Geschichte handelt es Sich um eine wahre Geschichte die ein wenig umstrukturiert wurde was Namen und Personen an geht. Aber im Grunde kann die Geschichte um Agnes aus Tagebucheinträgen und Briefen nachvollzogen werden. Das macht dieses Buch für mich persönlich einfach noch fesselnder und intensiver. Alles spielt in Island 1828. Eine eher düstere Geschichte, mit vielen Lügen und in der Erzählung von Agnes eine ganz andere Wendung, Wahrheit ? Sachlich und so detailliert mit Einblicken dass man sich das ganze fast zusammen reimen könnte was denn nun richtig und falsch war/ist. Man könnte sagen wir sind die Zeugen dieser Tragödie. Die wir als Leser nicht ändern können auch wenn wir dieses Buch in unsern Händen halten. Es wird dem Leser auch nichts schön geschrieben und schnell klar dass es nicht immer um gerechtigkeit im Leben geht, somit wird dieses Buch kein Happy End haben. Die Hauptprotagonistin Agnes arbeitet als Magd und wird des Mordes bezichtigt. Zur Verwahrung soll sie bis zu ihrer Hinrichtung auf einem anderen Hof verweilen und dort beginnt man sich für ihre Geschichte zu interessieren. Klappentext: Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Es gibt Bücher, die Spuren hinterlassen, die in einem etwas bewegen. Das Seelenhaus Hannah Kent Island 1828: Die 34-Jährige Magd Agnes Magnúsdóttir ist des Mordes an ihrem Dienstherren Natan schuldig gesprochen worden. Sie hat ihn brutal und auf hinterlistigster Weise ermordet, besagt das Urteil. Seit Wochen sitzt sie in einem dreckigen und dunklen Verlies und wartet auf ihre Hinrichtung, welche der König erst noch bestätigen muss. Da sie den Pfarrer ablehnt und einen anderen Priester fordert, beschliesst man sie auf einen ehrbaren Bauernhof zu bringen, wo sie bis zur Vollstreckung ihres Urteils arbeiten soll. Die Familie des Korsahofes, dessen Gesinde und deren Nachbarn sind außer sich, als sie davon erfahren. Wie kann der Landrat von ihnen verlangen eine Mörderin, ja ein Monster zu beherbergen? Doch mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen, auch zu dem jungen Pfarrvikar Toti, und Agnes beginnt ihre Geschichte zu erzählen, die wahre Geschichte, die wahrscheinlich anders verlaufen wäre, wenn sie sich nicht in ihren Dienstherren verliebt hätte: „Anschließend hätte ich weinen können. Es war so überaus wirklich. Ich empfand so viel, als dass ich es für das hätte erkennen können, was es war.“ (Seite 252) Der Debütroman von Hannah Kent konnte mich von Beginn an fesseln. Er wird aus unterschiedlichen Perspektiven in einem wunderbaren Schreibstil erzählt. Die geschickte Zusammenführung von historischen Personen in einer fiktionalen Geschichte ist der Autorin perfekt gelungen. Ein beeindruckender und ruhiger Roman, der am Ende trauriger nicht sein könnte. Highlight und eine große Leseempfehlung 5 / 5
Es gibt Bücher, die Spuren hinterlassen, die in einem etwas bewegen. Das Seelenhaus Hannah Kent Island 1828: Die 34-Jährige Magd Agnes Magnúsdóttir ist des Mordes an ihrem Dienstherren Natan schuldig gesprochen worden. Sie hat ihn brutal und auf hinterlistigster Weise ermordet, besagt das Urteil. Seit Wochen sitzt sie in einem dreckigen und dunklen Verlies und wartet auf ihre Hinrichtung, welche der König erst noch bestätigen muss. Da sie den Pfarrer ablehnt und einen anderen Priester fordert, beschliesst man sie auf einen ehrbaren Bauernhof zu bringen, wo sie bis zur Vollstreckung ihres Urteils arbeiten soll. Die Familie des Korsahofes, dessen Gesinde und deren Nachbarn sind außer sich, als sie davon erfahren. Wie kann der Landrat von ihnen verlangen eine Mörderin, ja ein Monster zu beherbergen? Doch mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen, auch zu dem jungen Pfarrvikar Toti, und Agnes beginnt ihre Geschichte zu erzählen, die wahre Geschichte, die wahrscheinlich anders verlaufen wäre, wenn sie sich nicht in ihren Dienstherren verliebt hätte: „Anschließend hätte ich weinen können. Es war so überaus wirklich. Ich empfand so viel, als dass ich es für das hätte erkennen können, was es war.“ (Seite 252) Der Debütroman von Hannah Kent konnte mich von Beginn an fesseln. Er wird aus unterschiedlichen Perspektiven in einem wunderbaren Schreibstil erzählt. Die geschickte Zusammenführung von historischen Personen in einer fiktionalen Geschichte ist der Autorin perfekt gelungen. Ein beeindruckender und ruhiger Roman, der am Ende trauriger nicht sein könnte. Highlight und eine große Leseempfehlung 5 / 5

Ein ReRead und wieder war begeistert. Emotional und bedrückend nimmt dich Hannah Kent mit nach Island . Agnes wird zum Tode verurteilt und wir erleben ihre letzten Wochen. Ein Buch welches ich 2016 zum ersten mal gelesen habe und es war wieder ergreifend und lässt mich sprachlos zurück . Hannah Kent erzeugt eine wundervolle aber sehr kühle Atmosphäre. Ein absolutes Highlight.

Spannend, aber am Ende...
...schwächelt die Erzählung. Basierend auf einer wahren Begebenheit wird die Geschichte von Agnes erzählt. Ihr wird Mord vorgeworfen, und sie wird zum Tod verurteilt. Auf der Grundlage dieser Begebenheit entfaltet Hannah Kent ein beeindruckendes Sittengemälde des Islands des frühen 19. Jahrhunderts. Das ist faszinierend zu lesen. Die Hauptcharaktere werden sorgfältig ausgearbeitet, und das Beziehungsgeflecht der Protagonisten kann man gut nachvollziehen. Die Geschichte wird eher langsam und gemächlich erzählt - wie der Tölt der Islandponys. Einziger Schwachpunkt ist das letzte Viertel des Buches, in dem die Geschichte auf das nun auch schon vorhersehbare Ende zuläuft - nicht im Tölt, sondern in fliegendem Galopp. Man hetzt mit der Autorin Richtung Ende, so als ob das Buch jetzt endlich mal fertig werden muss. Schade...
Die Lektüre von "Das Seelenhaus" hat mir drei wichtige Erkenntnisse gebracht: × historical fiction ist w i r k l i c h nicht mein Genre. Ausgenommen alle Romane, in denen Themen wie Rassismus/Kolonialismus/Sexismus aufgearbeitet werden. Ich meine in erster Linie historische Romane, deren alleiniger Zweck darin besteht, die Leser*innen unterhalten zu wollen. Ist einfach nicht meins. Was voll okay ist; Geschmäcker sind eben verschieden. × Würde Hannah Kent jemals ein Buch schreiben, das nicht historical fiction ist, müsste ich es mir direkt kaufen. Ihr Talent für das Einfangen von Stimmungen, für Landschaftsbeschreibungen und für das Erzeugen einer herrlich düsteren Atmosphäre ist wirklich beachtlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Kent Australierin ist und sich während eines Schüleraustauschs in Island verliebt und dann die Geschichte rund um die realhistorische Person Agnes Magnúsdóttir recherchiert hat. × Man kann den Wert eines Romans erkennen, auch wenn er einem selbst nicht gefallen bzw. wenn man ihn selbst als langweilig empfunden hat. Die vielen begeisterten 5 Sterne Rezensionen kann ich also verstehen und sollte ich jemals einen historical fiction Fan beschenken müssen, würde ich wohl zu diesem Buch greifen :)
Wir begeben uns mit diesem Roman, der auf eine wahre Begebenheit beruht, ins Jahr 1828 zurück. Es ist die Geschichte über Agnes Magnúsdóttir, einer Magd, die als letzte zum Tode verurteilte Frau Islands gilt. Die Enthauptung wurde auf den 12.01.1930 festgesetzt. Die Strafsache richtete sich u.a. gegen Agnes Magnúsdóttir und Friðrik Sigurðsson, da sie die Bauern Natan Ketilsson von Illugastaðir und Pétur Jónsson von Geitaskarð ermordet haben sollen. Bis zur Urteilsvollstreckung lebte und arbeitete sie auf einem Hof, auf dem sie ihre Kindheit verbrachte. Die Besonderheit ist, dass es sich um den Haushalt einer isländischen Familie handelte. Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben und einen Roman erschaffen, der sich zweier Erzählperspektiven bedient, was sich als gewinnbringend herausstellt, denn so kann der Leser in Agnes Gedankenwelt eintauchen. Nach und nach erfahren wir etwas über die Charaktere, den Tathergang, das Motiv und die recht einseitige Verhandlung. Alles wurde geschickt miteinander verwoben. Dennoch empfand ich den Schreibstil manchmal etwas zu hart und leicht sprunghaft, weniger flüssig. Sowohl die landschaftlichen Beschreibungen als auch die des bäuerlichen Alltags im rauen Island haben mir gut gefallen. Es ist aufgrund seiner wahren Begebenheit ein Roman erschaffen worden, der, gepaart mit dem eisigen Klima Islands, nicht viel Zutun benötigte, um ihn düster wirken zu lassen. Das Cover ist ganz gut geworden, den Titel finde ich weniger passend. Es wird zwar im Laufe der Geschichte erwähnt, was es mit dem „Seelenhaus“ auf sich hat, aber irgendwie auch nur „nebenbei“. Die Bedeutung des Titels bzw. die Verbindung zu diesem war mir nicht stark und bedeutend genug.
Düster und atmosphärisch
Ich habe das Buch gesehen und musste es unbedingt haben. Auch hier kann ich nur sagen, dass es leider viel zu lange auf meinem Sub lag! Die Geschichte um Agnes beruht auf wahren Begebenheiten. Die Autorin hat sich sicher ein paar Freiheiten heraus genommen, aber im Grunde kann die Geschichte um Agnes aus Tagebucheinträgen und Briefen nachvollzogen werden. Das macht dieses Buch für mich persönlich einfach noch fesselnder und intensiver. Das Setting im eiskalten Island im Jahre 1828 ist von Beginn an bedrückend. Anders kann ich es nicht beschreiben. Düster und erdrückend. Unsere Hauptprotagonistin Agnes arbeitet als Magd und wird des Mordes bezichtigt. Zur Verwahrung soll sie bis zu ihrer Hinrichtung auf einem anderen Hof verweilen und dort beginnt man sich für ihre Geschichte zu interessieren und man kommt zu der Erkenntnis dass die Geschichte um Agnes vielleicht ganz anders war. Es gibt kein großes Brimborium. Die Geschichte wird sachlich und schon fast abgeklärt erzählt. Ein absolut zu der Geschichte passender Erzählstil. Wir bekommen einen Einblick in ein hartes Leben auf dem Lande und wir werden Zeuge einer Tragödie. Oder vielleicht sogar mehrerer? Es ist kein Geheimnis dass dieses Buch kein Happy End hat. Und es wird auch sehr schnell klar, dass es nicht immer um Gerechtigkeit im Leben geht. Agnes blieb für mich immer ein wenig verschlossen, dennoch hat mich ich ihre Geschichte sehr mitgenommen und ich bin sehr gerne ein Stück gemeinsam mit ihr des Weges gegangen. Wer einen ruhigen Erzählstil und eigentbrötlerische Charaktere mag, wer ein düsteres Island voll dunklem Charme mag, der ist mit dieser Geschichte um Agnes sicher gut bedient. Mir hat das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter!

Darum geht's: Klappentext: "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt. Die Story und Idee: Als ich mich auf die Suche nach historischen Romanen begab, stieß ich auf diesen Klappentext und war sofort "angefixt", ich wollte unbedingt wissen was es damit auf sich hat. Und was soll ich sagen? - ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, ich wurde eher noch überrascht von diesem vielschichtigen Inhalt, den das Buch bietet. Großartig, einfach nur großartig. Die Rezension zu schreiben fällt mir ein wenig schwer, da ich immer noch ein wenig Sprachlos bin. Die gesamte Geschichte ist hart, unbarmherzig, mitreißend und emotional fesselnd. Der Inhalt ist generell nicht ganz einfach und manches musste ich nach dem lesen echt erst einmal verarbeiten und mir die Zeit nehmen darüber nachzudenken, daher habe ich relativ lange für dieses Buch gebraucht. Ich hätte es sicher auch locker in der Hälfte der Zeit lesen können, aber ich habe es lieber Stückchen für Stückchen verschlungen. Die Geschichte ist eben auch keine Gute-Laune-Mach Geschichte sondern eher das Gegenteil ist der Fall. Die Umstände des Mordfall sind ein wenig verworren und viele Fragen liegen lange im dunkeln, nach und nach kommt aber alles ans Licht. Obwohl die ganze Geschichte sehr ruhig und melancholisch geschrieben ist, entsteht eine ganz eigene Spannung und Stimmung beim lesen. Ich fand es jedenfalls zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Charaktere: Es kommen sehr viele Charaktere in diesem Buch vor und alle haben natürlich Isländische Namen (ich wette, ich habe alle falsch "ausgesprochen" beim lesen xD). Das hat mich am Anfang etwas abgeschreckt und ich hatte die Befürchtung, das ich mir nicht merken kann wer wer ist. Aber diese Befürchtung war unbegründet und ich merkte mir die Namen doch recht schnell. Davon sollte man sich also wirklich nicht abschrecken lassen :D. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Protagonistin, Agnes Magnúsdóttir, welche zum Tode verurteilt wurde und auch entsprechend behandelt wird. Generell sieht auch ihr vorheriges Leben nicht gerade rosig aus, was allerdings vermutlich bei vielen Menschen der Fall ist / war (vor allem zu dieser Zeit). Agnes war mir trotz allem sofort unglaublich sympathisch und ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen. Vermutlich lag das vor allem auch an Ihrer Vielschichtigkeit und Intelligenz. Andauernd musste ich darüber nachdenken, wie schrecklich es sein musste in dieser Zeit ein solches Schicksal zu durchleben und auch die Reaktionen von außenstehenden Personen über sich ergehen lassen zu müssen und und und. Der Schreibstil: Der Schreibstil von Hannah Kent war eine echte Überraschung für mich. Dieser ist unglaublich toll, authentisch, poetisch, wunderschön und anspruchsvoll. Sie "malt" mit Ihren Worten die Geschichte und zeichnet ein melancholisch schönes Gemälde von Island. Für mich ist das echte Wortkunst, was die Autorin hier vollbracht hat. Ich liebe Ihren Stil und nur wenn ich daran denke, bekomme ich Gänsehaut. Wirklich außergewöhnlich. Die Geschichte ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben, wobei Agnes die "Ich" Erzählerin einnimmt. Gerade diese Parts sind sehr eingängig und mitreißend. Ich mag solche Perspektiven wechsel generell sehr gerne und in diesem Buch ist das absolut gelungen und nimmt auch kein zu extremes ausmaß an. Abschließendes Fazit: Mein erster historischer Roman und dann gleich ein absolutes Highlight. Ich bin so froh, zu diesem Buch gegriffen zu haben. Es hat mich absolut bereichert und ich kann es nur weiterempfehlen. Ein ganz leises und doch unglaublich lautes Buch. Eine Geschichte, die einen nicht loslässt und sprachlos macht. Kleiner Tipp: unbedingt auch das Nachwort lesen, dieses ist sehr interessant.
🎧 Ich war in Island!
Eine berührende, traurige, herzerwärmende und tragische Geschichte. Mein Herz schlug für Agnes und wie schwer ihr Leben war. Wie wenig man seinerzeit als Frau wert war, einfach nur grausam. Obwohl das Buch eine gewisse Schwere mit sich bringt, wächst es einem ans Herz. Man taucht in ein frühes Island ab, welches durch Armut und Verzicht geprägt ist. Man ist bei den Arbeiten am Hof dabei, friert und weiß genau, wie es dort aussieht und wie sich das anfühlt. Absolut Lesenswert! Das Hörbuch war sagenhaft gut eingesprochen. Zwei Perspektiven, ein Mann und eine Frau. Großartig ! 
Island..
Die Geschichte basiert auf einer wahren.. was ich erst am Ende erfahren habe. Es war mein erstes Buch über dieses Zeitalter und auch über Island und zuerst habe ich mich schwer getan da rein zu kommen. Aber es war faszinierend zu lesen, wie die Menschen und ihre Meinungen sich ändern und das Ende ist daher umso trauriger
Zu Beginn fiel mir das Cover des Buches ins Auge. Eine in meinen Augen junge Frau mit roten Haaren und einem Balken über den Augen. Warum das? Sollte man ihr nicht in die Augen sehen? Wenn ja, bleibt die Frage nach dem Warum. Hannah Kent erzählt hier eine erschütternde Geschichte, die zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hatte beim Lesen auch das Gefühl das hier viel Recherchearbeit drin steckt. Das einfache und oftmals schwere Leben dieser Menschen wurde glaubhaft dargestellt. Von Beginn an ahnt der Leser das die Geschichte hier keineswegs so gewesen ist, wie es die Menschen um Agnes einen glauben machen möchten. Insbesondere die "Politiker" waren mir sofort ein Dorn im Auge. Es ist zwar klar das diese an Agnes ein Exempel stattuieren wollen, trotzdem hat man Hoffnung das sich das Blatt wendet. Und das obwohl man das Ende kennt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Manchmal kam er mir etwas poetisch vor, was nicht so ganz zur bedrückenden Stimmung passte oder vielleicht genau deshalb eben doch passte. Die Stimmung, die Landschaft, die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und lebhaft beschrieben. Ich konnte mir die Lehmhütten und den rauhen, kalten Winter gut vorstellen. Ich hatte sofort eine Beziehung bzw. Verbindung zu Agnes und wurde mit jeder gelesen Seite begieriger ihre Geschichte zu erfahren. Fazit Hannah Kent hat ein für mich bewegendes Buch geschrieben. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fiktion. Sehr gut gelungen und absolut lesenswert.
"Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt." Heute geht die Reise nach Island und wir machen uns auf den Weg um die Wahrheit über Agnes zu erfahren. Die Geschichte beruht auf wahrer Begebenheit und das fand ich sehr interessant. Die Autorin hat bei dieser Geschichte sehr viel recherchiert und hat es wirklich geschafft eine Frau darzustellen, die nicht nur die "böse Hexe" ist. Agnes ist eine Frau, die intelligent, aber auch verletzlich ist, da sie nie wirklich Liebe gespürt bekommen hat und durch ihre Heimatslosigkeit gekennzeichnet ist. Sie kommt bei einer ärmlichen Familie bis zur Hinrichtung unter, wo sie natürlich nicht mit offenen Armen empfangen wird. Denn wer möchte schon eine Mörderin beherbergen? Doch nach und nach erfährt die Familie mit Hilfe eines Mannes des geistlichen Beistand Agnes Geschichte. Die Geschichte erlebt eine ruhige, aber auch schöne Entwicklung und auch Island wird mit seinem Klima und seiner Beschaffenheit sowieso deren Bewohner und ihren Lebensverhältnissen sehr bildlich dargestellt. Insgesamt eine sehr schöne aber auch traurige Geschichte. Definitiv empfehlenswert.
Perfect for autumn or winter
I loved this and even though it’s mostly vibes and not so much plot because Agnes is retelling her story to other people it is beautifully written and draws you into a moody and harsh world. In the beginning it can be a bit boring because many characters get introduced and you switch POVs quite often but towards the middle and end the story picks up on pace
Description
Set against Iceland's stark landscape, Hannah Kent brings to vivid life the story of Agnes, who, charged with the brutal murder of her former master, is sent to an isolated farm to await execution.
Horrified at the prospect of housing a convicted murderer, the family at first avoids Agnes. Only Tv=ti, a priest Agnes has mysteriously chosen to be her spiritual guardian, seeks to understand her. But as Agnes's death looms, the farmer's wife and their daughters learn there is another side to the sensational story they've heard.
Riveting and rich with lyricism, Burial Rites evokes a dramatic existence in a distant time and place, and asks the question, how can one woman hope to endure when her life depends upon the stories told by others?
Set against Iceland's stark landscape, Hannah Kent brings to vivid life the story of Agnes, who, charged with the brutal murder of her former master, is sent to an isolated farm to await execution.
Horrified at the prospect of housing a convicted murderer, the family at first avoids Agnes. Only Tv=ti, a priest Agnes has mysteriously chosen to be her spiritual guardian, seeks to understand her. But as Agnes's death looms, the farmer's wife and their daughters learn there is another side to the sensational story they've heard.
Riveting and rich with lyricism, Burial Rites evokes a dramatic existence in a distant time and place, and asks the question, how can one woman hope to endure when her life depends upon the stories told by others?
Book Information
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"Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Hannah Kent hat mit einer unglaublichen Präzision die bedrückende Tristheit Island um diese Jahreszeit sowie die scheinbare Emotionslosigkeit einiger Protagonisten beschrieben. Ich habe diese Trostlosigkeit & Gleichgeültigkeit gefühlt & sie hat mich bedrückt. Dieses Buch hat mich berührt & phasenweise belastet. Hannah Kent hat "Das Seelenhaus" auf einen wahren Fall beruhend geschrieben, Agnes Magnúsdóttir war die letzte Frau an der ein Todesurteil durch geführt wurde. ( 1830) Die Autorin rollt Stück für Stück die Lebensgeschichte von Agnes auf - was sehr berührend ist! Für mich ist Agnes Magnúsdóttir eine starke, intelligente Frau, die durch ihre Lebenserfahrungen einen klaren Blick auf viele Dinge hat. Auch dies passte nicht in die männerdominierende Zeit & an Agnes wurde durch ihr Tod ein Exempel statuiert. Ob Anges die Mord gegangen hat oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, dass möchte ich nicht beurteilen. Doch für mich ist die Geschichte von Agnes Magnúsdóttir unglaublich berührend & bewegend. "Das Seelenhaus" von Hannah Kent kommt zu meinen Lieblingsbüchern! Sehr empfehlenswert!

"Sie sagten, ich soll sterben. Sie sagten, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssen sie mir meinen stehlen."
Definitiv lesenswert. Erinnert hier und da an "Alias Grace". Das Setting vom ländlichen Island des 19. Jahrhunderts ist sehr interessant und die Autorin hat ein feines Gespür dafür, eine trostlose und trotzdem einnehmende Stimmung zu erzeugen. Die Geschichte zieht den Leser in ihren Bann. Melancholisch, düster und auch berührend. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und besonders Agnes hat mich anfangs sehr fasziniert. Gegen Ende flachte dies etwas ab, als man schon ahnen konnte, was und wie alles passiert sein mag. Ich werde auch andere Bücher der Autorin für mich im Auge behalten. :)
Inhalt: Island im Jahre 1828: Agnes Magnúsdóttir wird gemeinsam mit einer weiteren Frau und einem Mann des Mordes an zwei Männern beschuldigt. Die drei Angeklagten werden an verschiedene Orte verbracht. Agnes wird auf den Kornsáhof im selben Landkreis gebracht, in dem die Tat geschehen ist. Dort soll sie, bis zu ihrer Hinrichtung, im Haushalt einer Familie mit zwei erwachsenen Töchtern leben und arbeiten. Auf dem Hof wird Agnes, im Vergleich zu dem, was sie zuvor erlebt hatte, gut behandelt, dort hat man sich irgendwie ein wenig Menschlichkeit bewahrt. Die Familie ist zwar alles andere als begeistert, eine verurteilte Mörderin aufzunehmen, doch sie bekommt ein Bett, wird zum Baden gezwungen und erhält regelmäßig Mahlzeiten. Umgekehrt muss sie hart arbeiten, etwas, das sie gewohnt ist und das sie zugleich von ihren düsteren Gedanken ablenkt. Kurz vor ihrer Überstellung auf den Hof bittet Agnes um einen neuen Seelsorger: namentlich den jungen Pfarrvikar Thorvadur Jónsson. Anfangs scheint dieser überfordert und erwägt sogar, die Segel zu streichen. Doch mit der Zeit entwickelt sich zwischen ihm und Agnes eine Art Vertrautheit. Stück für Stück erzählt sie ihm ihre Geschichte, Schritt für Schritt eröffnet sich dem Leser ein Szenario, welches den vermeintlichen Tathergang überwölbt und - so hofft man anfangs - folgenreiche Konsequenzen birgt. Meinung: Mit „Das Seelenhaus“ erzählt Hannah Kent eine fiktive, aber gründlich recherchierte Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Autorin greift die Lebensgeschichte von Agnes Magnúsdóttir auf, der letzten Frau, die in Island hingerichtet wurde. Besonders spannend fand ich den Hinweis im Nachwort, dass Agnes in vielen historischen Berichten sehr einseitig dargestellt wurde. Als „unmenschliche Hexe“, die den Mord angeführt habe. Kent aber versucht, die historische Figur zu rehabilitieren und und zeigt die Vielschichtigkeit der Deutungsmöglichkeiten ihrer Biografie. Die Erzählung wechselt zu Beginn zwischen verschiedenen Figurenperspektiven. Besonders prägnant tritt der Landrat Björn Andunsson Blöndal hervor, der von Anfang an unsympathisch wirkt: wohlhabend, arrogant, undurchsichtig. Im Kontrast dazu stehen die Mitglieder der Familie vom Kornsáhof. Die beiden Töchter könnten kaum unterschiedlicher sein: Lauga meidet Agnes, während Steina nach und nach vorsichtig Kontakt zu ihr aufnimmt. Ihre Mutter Magrét wiederum imponierte mir besonders: streng, pragmatisch, aber auch gerecht und mitfühlend. Eine Frau, die Verantwortung übernimmt und das Herz am rechten Fleck hat. Ihr Mann Jón bleibt eher blass im Hintergrund. Einen zentralen Platz nimmt Pfarrvikar Tóti ein. Als Agnes’ Beistand wächst er an seiner Aufgabe. Zunächst unsicher und überfordert, gewinnt er mit der Zeit an innerer Stärke. Gerade seine Zweifel und seine Menschlichkeit machten ihn für mich sehr sympathisch. Überhaupt lebt das Buch stark von den Innenansichten seiner Figuren. Vor allem von Agnes selbst. Ihr schweres Leben, die Verlassenheit in der Kindheit, der ständige Kampf ums Überleben, und ihre komplexe Beziehung zu Natan, einem der späteren Mordopfer, werden eindringlich geschildert. Dabei schwankt der Leser zwischen Mitleid, Bewunderung und tiefer Betroffenheit. Während des Lesens war ich regelrecht gefesselt. Doch gleichzeitig blieb ein beklemmendes Gefühl: das Wissen, dass Agnes’ Schicksal unumstößlich ist. Besonders erschütternd fand ich, wie sehr die Menschen in ihrer Umgebung überzeugt waren, die Wahrheit über ihr Leben und die Tat zu kennen, obwohl ihr vermeintliches Wissen sich nur aus einer Aneinanderreihung wilder Mutmaßungen und unmotivierter Gefühlsschwankungen speist. Umso stärker berührte mich Tótis Versuch, zuzuhören, Verständnis zu zeigen und Vorurteile beiseite zu lassen. Fazit: Hannah Kent hat mit „Das Seelenhaus“ einen Roman geschaffen, der tief bewegt und lange nachhallt. Die Geschichte ist keine leichte Kost. Sie ist bedrückend, schockierend und zugleich voller leiser Momente von Menschlichkeit. Gerade die Verbindung von historischen Fakten und literarischer Fiktion macht das Buch so ergreifend. Es regt zum Nachdenken an. Über Schuld und Unschuld, über Gerechtigkeit und gesellschaftliche Vorurteile, und darüber, ob ein Mensch mehr ist als die als Summe seiner Taten oder Untaten. Ein stilles, kraftvolles Buch, das unter die Haut geht.

"Wie heißt der Raum zwischen den Sternen?....Hm, es ist ein Ort für die armen Seelen. Vielleicht Seelenhaus." Die australische Autorin Hannah Kent hat während eines Schüleraustauschs in Island von Agnes Geschichte gehört und hat dann, nach eingehender Recherche, diesen fiktionalen, auf Tatsachen beruhenden Roman geschrieben. "Manchmal, wenn ich mit dem Pfarrer gesprochen habe, tut mir der Mund weh. Meine Zunge fühlt sich sterbensmatt an; sie scheint zwischen meinen Zähnen, die wie Steine sind, in sich zusammenzusacken, wie ein toter Vogel, der nur noch aus nassem Gefieder besteht." Wir schreiben das Jahr 1828. Die einfache Magd Agnes wird beschuldigt zwei Menschen getötet und das Haus angezündet zu haben. Hierfür wird sie zum Tode verurteilt und so lange auf dem Hof von Margrét, ihrem Mann und den zwei erwachsenen Töchtern untergebracht. Dort soll sie arbeiten und von dem Pfarrer, den sie sich aussuchen durfte, betreut werden und gemeinsam beten. Bei diesen Treffen erzählt Agnes dem Pfarrer ihre Geschichte. Da die Treffen auf kleinstem Raum stattfinden, erfährt so auch Margrét die Geschichte und fasst langsam auch Vertrauen zu der "Mörderin" die bei ihnen, ohne gefragt zu werden, untergebracht wurde. Erinnerungen an die Kindheit ohne Eltern und ständiger harter Arbeit werden wach. "Erinnerungen vergehen wie Pulverschnee im Wind oder sind wie ein Geisterchor, in dem jeder gleichzeitig spricht." Es ist eine bedrückende Geschichte in kalter Winterzeit erzählt. Man friert mit diesen Menschen mit. Sieht die schöne, isländische Landschaft und fürchtet mit Agnes auf den Tag der Hinrichtung hin. Große Leseempfehlung!
Ein neues Lieblingsbuch 💛
Agnes lebt 1828 in Island und wird angeklagt, Natan und Pétur brutal ermordet zu haben. Sie wird zum Tode verurteilt und soll die Zeit bis dahin bei einer Familie auf dem Kornsáhof in Haft verbringen. Die Familie ist zunächst empört, eine Mörderin auf ihrem Hof aufnehmen zu müssen. Doch Agnes arbeitet für sie als Magd und ist mit der Zeit eine große Hilfe. Durch die Betreuung von Pfarrer Toti beginnt Agnes, ihre Geschichte zu erzählen und ganz langsam kommt die Wahrheit ans Licht. 🕯️ Dieses Buch hat mich gleichermaßen bewegt, mitgerissen und begeistert. Die Tatsache, dass die Handlung in Island spielt, führte mich überhaupt erst zum „Seelenhaus“, da ich Island sehr liebe. Umso spannender war es, etwas über das isländische Leben vor 200 Jahren zu erfahren. Die Erzählung über den harten Alltag zu dieser Zeit und die Geschichte von Agnes ist so gut kombiniert, dass ich von Beginn an gefesselt war. Der Schreibstil der Autorin verleiht der Handlung die perfekte Mischung aus Dunkelheit, Tragik, Spannung und Gefühl. In all der Härte der Geschichte platziert Hannah Kent winzige Momente des Mitgefühls, die bei mir alle Dämme brechen ließen. Für mich war es faszinierend, dass ich die erbarmungslosen und bitteren Passagen größtenteils ertragen konnte. Die Momente der Menschlichkeit haben mich jedoch so sehr mitgenommen, dass die Tränen liefen. Auch mit einigem Abstand muss ich viel an Agnes denken, deren Geschichte an einer wahren Begebenheit angelehnt ist. Das Buch hat mein Herz mit voller Wucht erreicht und es hat so viel Kraft, wie kaum ein anderes Buch zuvor. Mehr möchte ich nicht verraten. Ich finde, das muss man selbst erleben, fühlen, durchstehen und irgendwie für immer ein bisschen bei sich behalten. Ganz, ganz große Empfehlung - Agnes und Hannah Kent haben meine Top-Liste im Sturm erobert!

Island vor knapp 200 Jahren
Klappentext: "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt. Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. REZENSION: Diese Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten, verwoben mit fiktiven Handlungssträngen. Schon beim Lesen der ersten Sätze versank ich in der dunklen Winterlandschaft im eisigen Island vor knapp zweihundert Jahren. Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, der bildhaft und flüssig war. Ich fühlte mich, als würde ich an Agnes Magnúsdóttirs Seite gehen, ihre Emotionen mitempfinden und das harte Leben, welches die Menschen damals führten, hautnah erleben. Und das Ende hätte emotionaler nicht sein können. Besonders schön fand ich die kleinen Akzente der isländischen Sprache, dies verlieh der Handlung noch einmal eine ganz andere Weise, vor allem wenn man bedenkt, dass die Autorin Australierin ist. Es ist nicht meine erste Berührung mit diesem Land und seiner Sprache, jedoch sicherlich das Heftigste von der Intensität her. Und es ist ein Buch, welches ich niemals mehr vergessen und im nächsten Winter sicherlich noch einmal lesen werde. Ich hoffe sehr dieses faszinierende Land, insbesondere Reykjavík, Akureyri und Vatnsdalur, irgendwann einmal besuchen zu können. Ganz lieben Dank an die Person, die mir im Rahmen einer Wichtelaktion dieses großartige Werk geschenkt hat. Es ist mit eines der besten und eindringlichsten Bücher, das ich jemals gelesen habe. 🇮🇸

Rau. Düster. Bildgewaltig.
Ein historischer Roman, der die Härte seiner Handlungszeit schonungslos erfasst und die Lesenden rücksichtslos mit dem Leben der Protagonistin konfrontiert. 📓 "Das Seelenhaus" von Hannah Kent versetzt uns nach Island 1828. Agnes, eine hart arbeitende Magd, wird des Mordes an 2 Männern angeklagt. Bis zu ihrer Hinrichtung verbringt sie die Zeit auf dem Hof eines Beamten. Die Empörung bei der Familie ist groß, bis Agnes Stück für Stück die Geschichte ihres Lebens erzählt. 🏚️ Dieser historische Roman besticht mit seiner kalten und düsteren Stimmung, einem Schreibstil irgendwo zwischen derb und poetisch, sowie seiner schonungslosen Zeitdarstellung. Es gab Szenen die mich zutiefst berührt haben und mich das Buch weglegen ließen. 🏚️ Agnes Geschichte ist nur schwer zu ertragen, weil es einfach kein Licht für sie gibt. Je mehr man von ihrem Leben erfährt, desto mehr schmerzen die weiteren Geschehnisse. 🏚️ Besonders spannend und traurig ist, dass das Buch auf wahren Begebenheiten beruht. Agnes war die letzte Person, die in Island hingerichtet wurde. Eine Buch, das trotz seiner Thematik ehr ruhig ist und lange im Gedächtnis bleibt 🖤

Das Seelenhaus von Hannah Kent ist ein Roman, der für mich zum Herbst gehört wie die der Nebel am Morgen. Am Anfang war ich schon ein bisschen verwirrt und immer wieder stolperte ich über die vielen, sich doch sehr ähnlichen isländischen Namen. Aber je mehr man sich einliest und ein Gefühl für diese Personen entwickelt verschwindet diese Verwirrtheit. Hannah Kent hat mit Agnes eine wunderbare Hauptfigur gewählt, die es mehr als verdient, dass ihre Geschichte erzählt wird. Sie nutzt dafür verschiedene Formen der Erzählung. Einmal werden Protokolle oder Briefe gewählt, die einem die damalige Sprache und den Sachverhalt näherbringen. Dann wird die Geschichte von Agnes und ihrem Weg erzählt, welchen Menschen sie begegnet und wie mit ihr umgegangen wird. Und die Erzählweise, die mir am besten gefallen hat, ist die Ich-Perspektive aus der Sicht von Agnes. Diese Frau wird einem so nahe gebracht, man weiß nicht, ob man sie verurteilen oder mit ihr mitfühlen soll. In ihrer Geschichte macht einem die Autorin deutlich, wie schwer und oberflächlich diese Zeit damals war. Mit welchen Herausforderungen, die Menschen in Island zu dieser Zeit zu kämpfen hatten. Viele Dinge, gerade das Gerede und die Vorverurteilung der Leute, brachten mich immer wieder zum nachdenken, denn gerade diese Dinge kann man auch auf die heutige Zeit übertragen. Dieses Buch ist einfach ein Muss für jeden der auf gut recherchierte und doch nicht zu faktenreiche Romane steht. Man kann sich stundenlang in ihm verlieren und Island mit seinen Herausforderungen kennenlernen. Einfach alles in allem ein wunderbarer Roman mit einer faszinierenden Hauptfigur, der einen gespannt festhält.
Historischer Schauer zum Mitfiebern
Agnes hat nur noch wenige Wochen zu leben, denn ihr wird der gemeinschaftliche Mord an zwei Männern zur Last gelegt. Hanna Kent hat die düstere Atmosphäre des bäuerlichen 19. Jahrhunderts in Island gut eingefangen. Agnes‘ Gedanken sind dabei ruhig, melancholisch, fast philosophisch, was sie als intelligente Frau charakterisiert. Dieser Argwohn gegenüber solchen Frauen ist jedoch auch der Hauptgrund, warum an ihr ein Exempel statuiert werden soll. Meiner Meinung nach hätte Kent aus dieser Debatte um die Frauen in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts mehr rausholen können. Aspekte wie die Hexenverfolgung oder die Reduktion auf Äußerlichkeiten wurden durchaus angesprochen aber nicht weiter aufgegriffen. Agnes‘ Gedankenwelt entgegen stehen somit spürbar die ambivalenten Emotionen ihres Umfelds. Allen gemein ist jedoch, dass die kritische Haltung gegenüber der vermeintlichen Mörderin nach und nach bröckelt… Besonders die Entwicklung des Verhältnisses von Agnes und den Bewohnern des Hofes hat Hanna Kent geschickt und auch emotional dargestellt . Die Figuren waren weder platt noch klischeebehaftet und somit authentisch. Auch die Beantwortung der Schuldfrage war schlüssig, wenn auch nicht wirklich überraschend. An dieser Stelle hätte ich mir trotz des generell unaufgeregten Schreib- und Erzählstils eine Wendung oder etwas Unerwartetes gewünscht, was die Figurenkonstellation durchaus hergegeben hätte.
*Inhalt* Agnes Magnúsdóttier lebt in Island und wird im Jahre 1828 angeklagt, mit Hilfe einer weiteren Magd, sowie einem Mann zwei weitere Männer kaltblütig ermordet zu haben. Alle 3 werden sie nun zum Tode verurteilt. Nachdem Agnes einige Zeit in einem Kerker verbracht hat, soll sie die restliche Zeit bis zur Hinrichtung auf dem Hof eines Beamten verbringen, dessen Familie entsprechend wenig Begeistert reagiert, sie aber dennoch aufnimmt. Nach und nach gibt Agnes nun ihr Leben preis und bald ahnt die Hausherrin Margrét, dass Agnes vielleicht doch Unschuldig sein könnte... *Erster Satz des Buches* "Sie sagen, ich soll sterben." *Fazit* "Das Seelenhaus" ist ein Roman der Autorin Hannah Kent und beruht auf einer wahren Begebenheit. Da ich, wie ihr vielleicht wisst, zu den Buchflüsterern gehöre, bekomme ich hin und wieder Romane zugesendet und dieses Mal handelte es sich um "Das Seelenhaus". Da mir die Umschlagbeschreibung schon zusagte, war ich doch sehr gespannt, was mich erwarten würde und so begann ich schließlich zu lesen - und wollte nicht mehr aufhören! Die Geschichte von Agnes fesselt, reißt mit und lässt uns einen Blick in das Island von 1828 werfen - in ein fremdes Land und in ein Leben, das wir uns zur heutigen Zeit nicht mehr vorstellen können. Sie lebt in einer Zeit, in der die Knechte und Mägde mit den Damen und Herren des Hauses in einem Raum schlafen, alles von Hand erledigen und keinerlei Luxus genießen. Der ganze Tag wird damit verbracht, Haus und Gehöft sauber zu halten, Nahrung herbeizuschaffen und sich um die Tiere zu kümmern und nebenbei auch ein Auge auf die Kinder des Hauses zu haben. Agnes Vergangenheit ist geprägt von Schicksalschlägen, Einsamkeit und harter Arbeit. Niemals konnte sie sich wirklich irgendwo zuhause fühlen, denn die Liste ihrer Anstellungs- und somit Wohnorte ist lang. Agnes ist sehr intelligent, und auch wenn es sich in dieser Zeit nicht gehörte, als Frau eine Schulbildung zu genießen, verfügt sie über allerlei Kenntnisse und Fertigkeiten. Als schließlich beschlossen wird, das Agnes auf dem Kornsáhof untergebracht werden soll, trifft sie bei ihrer Ankunft auf wenig Begeisterung, denn weder die Hausherrin Margrét, noch ihre beiden Töchter Lauga und Steina sind besonders begeistert, eine Mörderin im Haus zu haben. Trotzdem kommt Agnes dort gut zurecht und mit der Zeit versucht sich die ältere Tochter Steina sogar mehr oder weniger mit ihr anzufreunden, ganz zum Misfallen ihrer Mutter. Besonders gut tun Agnes die Stunden mit Pfarrvikar Toti, um den sie bei der Nachfrage, nach geistlicher Betreuung gebeten hatte. Auch wenn der Pfarrvikar ihr Gott nicht wirklich näher bringen kann, so kann sie mit ihm doch aufschlussreiche Gespräche führen und sich ein wenig von der Seele reden. Besonders durch ebendiese Gespräche erfahren wir einiges über Agnes Vergangenheit, ihre Einstellungen zu verschiedenen Themen, sowie ihr Seelenleben, auch wenn sie dies weitgehendst verborgen hält. Trotzdem kann sich wohl jeder von uns zumindest ansatzweise in die Situation dieser Frau hineinversetzen: sie liebt die Arbeit als Magd und versucht über ihre Arbeit auf dem Hof ihr drohendes Urteil zu vergessen doch dies funktionert verständlicherweise jedoch nur mäßig gut. Besonders als sie vom Gnadengesuch einer vermeintlichen Mittäterin erfährt, bricht Agnes zusammen und kann sich nur noch schwerlich von dem Thema ablenken. So gesehen kann man usere Hauptprotagonistin nur bewundern, denn obwohl man nie recht weiß, ob man sie schuldig sprechen kann, bzw. was tatsächlich in der Tatnacht geschah, schlägt sie sich irgendwie durch, erfreut sich an kleinen Dingen und versucht, das Damokles' Schwert über ihrem Kopf einfach zu ignorieren. Die Charaktere sind umso faszinierender, wenn man weiß, das all dies auf wahren Tatsachen beruht und natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, zumindest ein bisschen zu recherchieren. Leider wurde ich nicht wirklich fündig, die Informationen waren eher rar gesäht. Allerdings werde ich mich wohl demnächst noch einmal daranmachen und etwas intensiver suchen, denn es würde mich interessieren, was sich sonst noch so zugetragen hat, was in dem Buch vielleicht nicht erwähnt wird! Insgesamt konnte ich mich recht schnell für die Person der Agnes erwärmen, auch wenn sie zu Beginn des Buches von allen als unberechenbares, unverschämtes Weibstück beschrieben wird, das nicht zu bändigen ist und keine Grenzen kennt. Wie diese Personen jedoch dazu kommen, weiß ich bis heute jedoch nicht, denn mir begegnete Agnes stets als zuvorkommende, fleißige junge Magd, auch wenn sie bei Ankunft auf dem Hof doch ein eher fragwürdiges Erscheinungsbild abgab. Auch Pfarrer Toti war mir recht schnell sympathisch, handelt es sich bei ihm doch um einen sehr jungen Pfarrvikar, der mit der Betreuung einer Todgeweihten zu Anfang nur wenig zurechtkommt. So manches Mal denkt er darübr nach, die Flinte ins Korn zu werfen und ihre Betreuung an einen erfahrenen Pfarrer abzugeben, doch jedes Mal hält ihn sein Pflichtbewusstsein zurück und so bleibt er doch dabei, die "junge" Agnes zu betreuen. Die Familie des Kornsáhof ist ein bunt zusammengewürfeltes Völkchen: Mutter Margrét, die an einer Lungenerkrankug zu leiden scheint, die ihr schwer zu schaffen macht, der Vater, der stets unterwegs ist, weil er seiner Arbeit nachgeht, den beiden Töchtern Lauga und Steina, die eine hasst Agnes und ist von Eifersucht geplagt, die andere bewundert Agnes und versucht ihr eine Freundin zu sein, sowie einige Mägde und Knechte, die Agnes ihr kurzes Dasein auf dem Hof nicht immer leichter machen. Schlussendlich muss ich euch dieses Buch einfach empfehlen, auch wenn ich zu Beginn dann doch etwas kritisch war. Zwar gefiel mir die Buchbeschreibung von Anfang an sehr gut, die Isländischen Namen jedoch schreckten mich ein wenig ab und ich fürchtete, auf allerhand ähnliche Namen zu stoßen, die ich nicht auseinanderhalten kann. Diese Zweifel waren jedoch unbegründet, denn im Grunde muss man sich nur die Vornamen merken, die ja noch recht einfach waren, die Nachnamen konnte man getrost ignorieren. Ich persönlich konnte mich von diesem Buch mitreißen lassen und fand mich sehr oft selbst in Island im Jahre 1828 wieder, wo ich gebannt nebenansaß und das Leben/Schicksal von Agnes betrachtete, welches mich immer wieder beeindruckte, begeisterte und auch abschreckte. In diesem Sinne kann ich euch nur eine klare Empfehlung aussprechen und hoffe, ihr habt genauso viel Vergnügen dabei, wie ich.
"Das Seelenhaus" ist eine Art historischer Krimi, der auf wahren Begebenheiten beruht. Das Setting in Island hat mir besonders gut gefallen, denn ich habe bislang wahrscheinlich noch keinen Roman gelesen, der auf dieser wunderschönen Insel spielt (die ich auch gerne mal im echten Leben bereisen möchte!). Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die düstere Atmosphäre, die die Autorin allein durch ihre Worte vermitteln konnte. Agnes Schicksal hat mich zwar sehr mitgenommen, aber leider verläuft die Erzählung sehr langsam und unaufgeregt, dass bei mir nicht wirklich Spannung aufkommen wollte. Es wird zwar nach und nach aufgeklärt, was sich damals wirklich abgespielt hat, aber so richtig packen konnte mich die Handlung nicht. Auch die Charaktere sind in meinen Augen sehr unnahbar und blass geblieben und ich konnte gerade zu den vielen Nebencharakteren, die ebenfalls wichtige Rollen einnehmen, keine wirkliche Bindung aufbauen. Die Sprecher:innen machen ihre Sache gut und die Abwechslung zwischen der männlichen und weiblichen Erzählstimme, hat mir gut gefallen. Aufgrund meiner Kritikpunkte vergebe ich abschliessend durchschnittliche 3 Sterne - ich kann die vielen guten Bewertungen aber dennoch nachvollziehen. Ich bin nur leider kein Fan von Slow Pace Romanen.
Zu Beginn fiel mir das Cover des Buches ins Auge. Eine in meinen Augen junge Frau mit roten Haaren und einem Balken über den Augen. Warum das? Sollte man ihr nicht in die Augen sehen? Wenn ja, bleibt die Frage nach dem Warum. Hannah Kent erzählt hier eine erschütternde Geschichte, die zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hatte beim Lesen auch das Gefühl das hier viel Recherchearbeit drin steckt. Das einfache und oftmals schwere Leben dieser Menschen wurde glaubhaft dargestellt. Von Beginn an ahnt der Leser das die Geschichte hier keineswegs so gewesen ist, wie es die Menschen um Agnes einen glauben machen möchten. Insbesondere die "Politiker" waren mir sofort ein Dorn im Auge. Es ist zwar klar das diese an Agnes ein Exempel stattuieren wollen, trotzdem hat man Hoffnung das sich das Blatt wendet. Und das obwohl man das Ende kennt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Manchmal kam er mir etwas poetisch vor, was nicht so ganz zur bedrückenden Stimmung passte oder vielleicht genau deshalb eben doch passte. Die Stimmung, die Landschaft, die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und lebhaft beschrieben. Ich konnte mir die Lehmhütten und den rauhen, kalten Winter gut vorstellen. Ich hatte sofort eine Beziehung bzw. Verbindung zu Agnes und wurde mit jeder gelesen Seite begieriger ihre Geschichte zu erfahren. Fazit Hannah Kent hat ein für mich bewegendes Buch geschrieben. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fiktion. Sehr gut gelungen und absolut lesenswert.
„Wenn niemand deinen Namen nennt, wirst du vergessen werden. Ich bin vergangen und vergessen...“ Island 1828 - Agnes Magnúsdóttir wird des Mordes bezichtigt und soll bis zum Tag der Hinrichtung auf dem Hof eines Beamten und dessen Familie Zwangsarbeit verrichten. Ein Pfarrer wird ihr zur Seite gestellt, welcher sie auf ihrem letzten Weg begleiten soll. Es sind lange und ehrliche Gespräche, die die beiden führen und schon bald ahnt man, dass mehr hinter diesem Mordfall steckt... Hannah Kent hat einen überaus poetischen, einfühlsamen und doch offensiven Schreibstil, der von Anfang an fesselt. Die Charaktere, vor allem Agnes, sind sehr schön gezeichnet und ausgearbeitet. Zudem portraitiert sie die Landschaft Islands und deren Bewohner überaus sorgfältig und auf historischen Fakten basierend. Ein bewegendes Schicksal über die Höhen und Tiefen des Lebens und die Angst davor, vergessen zu werden...
Island 1828. Der Hof von Nathan Ketilsson steht in Flammen. Nathan und Pétur Jónsson werden dort verstümmelt und halb verbrannt aufgefunden. Drei Personen werden des Mordes angeklagt. Eine davon ist Agnes Magnúsdóttir. Eine selbstbewusste Frau im mittleren Alter. Ihr Leben verlief schon immer etwas steinig, doch jetzt soll sie hingerichtet werden. ⠀ Die Zeit bis zur Hinrichtung soll Agnes auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich vor Angst und Wut, eine Mörderin beherbergen zu müssen. Doch so langsam merkt die Hausherrin Margrét, dass Agnes eine tüchtige Frau ist, der nie richtig zugehört wurde. ⠀ Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte. Agnes Magnúsdóttir und diesen Mordfall gab es wirklich. Wer hier allerdings einen spannenden Krimi erwartet, wird leider enttäuscht werden. Das Leben in einem bescheidenen Torfhaus des 19. Jahrhundert in Island wird gut beschrieben. Die Geschichte wird ebenfalls mit kleinen düsteren Gedichten sowie Briefe und Dokumente über die Mordanklage beschmückt. Dazwischen erzählt Agnes von ihrem bisherigen Leben bis zur Mordnacht. ⠀ Ich fand dieses Buch leider sehr zäh und langatmig. Am liebsten hätte ich abgebrochen und nur die letzten paar Seiten gelesen um die Auflösung des Falles zu erfahren. Ich bin standhaft geblieben in der Hoffnung es käme doch noch etwas Spannung auf. Leider war das nicht der Fall.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5/5 📖 Seiten 384 📚 Gebundenes Buch
Einer meiner Lieblingsbücher ‚EVER‘. Wieso? Gute Frage dieses Buch besitze ich schon seit Jahren, eines meiner ersten Bücher als ich damals wieder anfing mit Lesen und eines der einzigen Bücher die ich damals so schnell verschlungen hatte, dass die Geschichte immer im Kopf blieb was bei vielen Büchern nach einiger Zeit verschwindet. Ich denke oder es ist sogar so dass Ich mir dieses Buch alle Jahre oder paar Jahre wieder auf mein SUB lege um es wieder und wieder zu lesen. Diesmal wurde es als Audible gehört und auch hier fand ich das gesamt Paket hervorragend. Bei dieser Geschichte handelt es Sich um eine wahre Geschichte die ein wenig umstrukturiert wurde was Namen und Personen an geht. Aber im Grunde kann die Geschichte um Agnes aus Tagebucheinträgen und Briefen nachvollzogen werden. Das macht dieses Buch für mich persönlich einfach noch fesselnder und intensiver. Alles spielt in Island 1828. Eine eher düstere Geschichte, mit vielen Lügen und in der Erzählung von Agnes eine ganz andere Wendung, Wahrheit ? Sachlich und so detailliert mit Einblicken dass man sich das ganze fast zusammen reimen könnte was denn nun richtig und falsch war/ist. Man könnte sagen wir sind die Zeugen dieser Tragödie. Die wir als Leser nicht ändern können auch wenn wir dieses Buch in unsern Händen halten. Es wird dem Leser auch nichts schön geschrieben und schnell klar dass es nicht immer um gerechtigkeit im Leben geht, somit wird dieses Buch kein Happy End haben. Die Hauptprotagonistin Agnes arbeitet als Magd und wird des Mordes bezichtigt. Zur Verwahrung soll sie bis zu ihrer Hinrichtung auf einem anderen Hof verweilen und dort beginnt man sich für ihre Geschichte zu interessieren. Klappentext: Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen."

Es gibt Bücher, die Spuren hinterlassen, die in einem etwas bewegen. Das Seelenhaus Hannah Kent Island 1828: Die 34-Jährige Magd Agnes Magnúsdóttir ist des Mordes an ihrem Dienstherren Natan schuldig gesprochen worden. Sie hat ihn brutal und auf hinterlistigster Weise ermordet, besagt das Urteil. Seit Wochen sitzt sie in einem dreckigen und dunklen Verlies und wartet auf ihre Hinrichtung, welche der König erst noch bestätigen muss. Da sie den Pfarrer ablehnt und einen anderen Priester fordert, beschliesst man sie auf einen ehrbaren Bauernhof zu bringen, wo sie bis zur Vollstreckung ihres Urteils arbeiten soll. Die Familie des Korsahofes, dessen Gesinde und deren Nachbarn sind außer sich, als sie davon erfahren. Wie kann der Landrat von ihnen verlangen eine Mörderin, ja ein Monster zu beherbergen? Doch mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen, auch zu dem jungen Pfarrvikar Toti, und Agnes beginnt ihre Geschichte zu erzählen, die wahre Geschichte, die wahrscheinlich anders verlaufen wäre, wenn sie sich nicht in ihren Dienstherren verliebt hätte: „Anschließend hätte ich weinen können. Es war so überaus wirklich. Ich empfand so viel, als dass ich es für das hätte erkennen können, was es war.“ (Seite 252) Der Debütroman von Hannah Kent konnte mich von Beginn an fesseln. Er wird aus unterschiedlichen Perspektiven in einem wunderbaren Schreibstil erzählt. Die geschickte Zusammenführung von historischen Personen in einer fiktionalen Geschichte ist der Autorin perfekt gelungen. Ein beeindruckender und ruhiger Roman, der am Ende trauriger nicht sein könnte. Highlight und eine große Leseempfehlung 5 / 5
Es gibt Bücher, die Spuren hinterlassen, die in einem etwas bewegen. Das Seelenhaus Hannah Kent Island 1828: Die 34-Jährige Magd Agnes Magnúsdóttir ist des Mordes an ihrem Dienstherren Natan schuldig gesprochen worden. Sie hat ihn brutal und auf hinterlistigster Weise ermordet, besagt das Urteil. Seit Wochen sitzt sie in einem dreckigen und dunklen Verlies und wartet auf ihre Hinrichtung, welche der König erst noch bestätigen muss. Da sie den Pfarrer ablehnt und einen anderen Priester fordert, beschliesst man sie auf einen ehrbaren Bauernhof zu bringen, wo sie bis zur Vollstreckung ihres Urteils arbeiten soll. Die Familie des Korsahofes, dessen Gesinde und deren Nachbarn sind außer sich, als sie davon erfahren. Wie kann der Landrat von ihnen verlangen eine Mörderin, ja ein Monster zu beherbergen? Doch mit der Zeit wächst das gegenseitige Vertrauen, auch zu dem jungen Pfarrvikar Toti, und Agnes beginnt ihre Geschichte zu erzählen, die wahre Geschichte, die wahrscheinlich anders verlaufen wäre, wenn sie sich nicht in ihren Dienstherren verliebt hätte: „Anschließend hätte ich weinen können. Es war so überaus wirklich. Ich empfand so viel, als dass ich es für das hätte erkennen können, was es war.“ (Seite 252) Der Debütroman von Hannah Kent konnte mich von Beginn an fesseln. Er wird aus unterschiedlichen Perspektiven in einem wunderbaren Schreibstil erzählt. Die geschickte Zusammenführung von historischen Personen in einer fiktionalen Geschichte ist der Autorin perfekt gelungen. Ein beeindruckender und ruhiger Roman, der am Ende trauriger nicht sein könnte. Highlight und eine große Leseempfehlung 5 / 5

Ein ReRead und wieder war begeistert. Emotional und bedrückend nimmt dich Hannah Kent mit nach Island . Agnes wird zum Tode verurteilt und wir erleben ihre letzten Wochen. Ein Buch welches ich 2016 zum ersten mal gelesen habe und es war wieder ergreifend und lässt mich sprachlos zurück . Hannah Kent erzeugt eine wundervolle aber sehr kühle Atmosphäre. Ein absolutes Highlight.

Spannend, aber am Ende...
...schwächelt die Erzählung. Basierend auf einer wahren Begebenheit wird die Geschichte von Agnes erzählt. Ihr wird Mord vorgeworfen, und sie wird zum Tod verurteilt. Auf der Grundlage dieser Begebenheit entfaltet Hannah Kent ein beeindruckendes Sittengemälde des Islands des frühen 19. Jahrhunderts. Das ist faszinierend zu lesen. Die Hauptcharaktere werden sorgfältig ausgearbeitet, und das Beziehungsgeflecht der Protagonisten kann man gut nachvollziehen. Die Geschichte wird eher langsam und gemächlich erzählt - wie der Tölt der Islandponys. Einziger Schwachpunkt ist das letzte Viertel des Buches, in dem die Geschichte auf das nun auch schon vorhersehbare Ende zuläuft - nicht im Tölt, sondern in fliegendem Galopp. Man hetzt mit der Autorin Richtung Ende, so als ob das Buch jetzt endlich mal fertig werden muss. Schade...
Die Lektüre von "Das Seelenhaus" hat mir drei wichtige Erkenntnisse gebracht: × historical fiction ist w i r k l i c h nicht mein Genre. Ausgenommen alle Romane, in denen Themen wie Rassismus/Kolonialismus/Sexismus aufgearbeitet werden. Ich meine in erster Linie historische Romane, deren alleiniger Zweck darin besteht, die Leser*innen unterhalten zu wollen. Ist einfach nicht meins. Was voll okay ist; Geschmäcker sind eben verschieden. × Würde Hannah Kent jemals ein Buch schreiben, das nicht historical fiction ist, müsste ich es mir direkt kaufen. Ihr Talent für das Einfangen von Stimmungen, für Landschaftsbeschreibungen und für das Erzeugen einer herrlich düsteren Atmosphäre ist wirklich beachtlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Kent Australierin ist und sich während eines Schüleraustauschs in Island verliebt und dann die Geschichte rund um die realhistorische Person Agnes Magnúsdóttir recherchiert hat. × Man kann den Wert eines Romans erkennen, auch wenn er einem selbst nicht gefallen bzw. wenn man ihn selbst als langweilig empfunden hat. Die vielen begeisterten 5 Sterne Rezensionen kann ich also verstehen und sollte ich jemals einen historical fiction Fan beschenken müssen, würde ich wohl zu diesem Buch greifen :)
Wir begeben uns mit diesem Roman, der auf eine wahre Begebenheit beruht, ins Jahr 1828 zurück. Es ist die Geschichte über Agnes Magnúsdóttir, einer Magd, die als letzte zum Tode verurteilte Frau Islands gilt. Die Enthauptung wurde auf den 12.01.1930 festgesetzt. Die Strafsache richtete sich u.a. gegen Agnes Magnúsdóttir und Friðrik Sigurðsson, da sie die Bauern Natan Ketilsson von Illugastaðir und Pétur Jónsson von Geitaskarð ermordet haben sollen. Bis zur Urteilsvollstreckung lebte und arbeitete sie auf einem Hof, auf dem sie ihre Kindheit verbrachte. Die Besonderheit ist, dass es sich um den Haushalt einer isländischen Familie handelte. Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben und einen Roman erschaffen, der sich zweier Erzählperspektiven bedient, was sich als gewinnbringend herausstellt, denn so kann der Leser in Agnes Gedankenwelt eintauchen. Nach und nach erfahren wir etwas über die Charaktere, den Tathergang, das Motiv und die recht einseitige Verhandlung. Alles wurde geschickt miteinander verwoben. Dennoch empfand ich den Schreibstil manchmal etwas zu hart und leicht sprunghaft, weniger flüssig. Sowohl die landschaftlichen Beschreibungen als auch die des bäuerlichen Alltags im rauen Island haben mir gut gefallen. Es ist aufgrund seiner wahren Begebenheit ein Roman erschaffen worden, der, gepaart mit dem eisigen Klima Islands, nicht viel Zutun benötigte, um ihn düster wirken zu lassen. Das Cover ist ganz gut geworden, den Titel finde ich weniger passend. Es wird zwar im Laufe der Geschichte erwähnt, was es mit dem „Seelenhaus“ auf sich hat, aber irgendwie auch nur „nebenbei“. Die Bedeutung des Titels bzw. die Verbindung zu diesem war mir nicht stark und bedeutend genug.
Düster und atmosphärisch
Ich habe das Buch gesehen und musste es unbedingt haben. Auch hier kann ich nur sagen, dass es leider viel zu lange auf meinem Sub lag! Die Geschichte um Agnes beruht auf wahren Begebenheiten. Die Autorin hat sich sicher ein paar Freiheiten heraus genommen, aber im Grunde kann die Geschichte um Agnes aus Tagebucheinträgen und Briefen nachvollzogen werden. Das macht dieses Buch für mich persönlich einfach noch fesselnder und intensiver. Das Setting im eiskalten Island im Jahre 1828 ist von Beginn an bedrückend. Anders kann ich es nicht beschreiben. Düster und erdrückend. Unsere Hauptprotagonistin Agnes arbeitet als Magd und wird des Mordes bezichtigt. Zur Verwahrung soll sie bis zu ihrer Hinrichtung auf einem anderen Hof verweilen und dort beginnt man sich für ihre Geschichte zu interessieren und man kommt zu der Erkenntnis dass die Geschichte um Agnes vielleicht ganz anders war. Es gibt kein großes Brimborium. Die Geschichte wird sachlich und schon fast abgeklärt erzählt. Ein absolut zu der Geschichte passender Erzählstil. Wir bekommen einen Einblick in ein hartes Leben auf dem Lande und wir werden Zeuge einer Tragödie. Oder vielleicht sogar mehrerer? Es ist kein Geheimnis dass dieses Buch kein Happy End hat. Und es wird auch sehr schnell klar, dass es nicht immer um Gerechtigkeit im Leben geht. Agnes blieb für mich immer ein wenig verschlossen, dennoch hat mich ich ihre Geschichte sehr mitgenommen und ich bin sehr gerne ein Stück gemeinsam mit ihr des Weges gegangen. Wer einen ruhigen Erzählstil und eigentbrötlerische Charaktere mag, wer ein düsteres Island voll dunklem Charme mag, der ist mit dieser Geschichte um Agnes sicher gut bedient. Mir hat das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter!

Darum geht's: Klappentext: "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt. Die Story und Idee: Als ich mich auf die Suche nach historischen Romanen begab, stieß ich auf diesen Klappentext und war sofort "angefixt", ich wollte unbedingt wissen was es damit auf sich hat. Und was soll ich sagen? - ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, ich wurde eher noch überrascht von diesem vielschichtigen Inhalt, den das Buch bietet. Großartig, einfach nur großartig. Die Rezension zu schreiben fällt mir ein wenig schwer, da ich immer noch ein wenig Sprachlos bin. Die gesamte Geschichte ist hart, unbarmherzig, mitreißend und emotional fesselnd. Der Inhalt ist generell nicht ganz einfach und manches musste ich nach dem lesen echt erst einmal verarbeiten und mir die Zeit nehmen darüber nachzudenken, daher habe ich relativ lange für dieses Buch gebraucht. Ich hätte es sicher auch locker in der Hälfte der Zeit lesen können, aber ich habe es lieber Stückchen für Stückchen verschlungen. Die Geschichte ist eben auch keine Gute-Laune-Mach Geschichte sondern eher das Gegenteil ist der Fall. Die Umstände des Mordfall sind ein wenig verworren und viele Fragen liegen lange im dunkeln, nach und nach kommt aber alles ans Licht. Obwohl die ganze Geschichte sehr ruhig und melancholisch geschrieben ist, entsteht eine ganz eigene Spannung und Stimmung beim lesen. Ich fand es jedenfalls zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Charaktere: Es kommen sehr viele Charaktere in diesem Buch vor und alle haben natürlich Isländische Namen (ich wette, ich habe alle falsch "ausgesprochen" beim lesen xD). Das hat mich am Anfang etwas abgeschreckt und ich hatte die Befürchtung, das ich mir nicht merken kann wer wer ist. Aber diese Befürchtung war unbegründet und ich merkte mir die Namen doch recht schnell. Davon sollte man sich also wirklich nicht abschrecken lassen :D. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Protagonistin, Agnes Magnúsdóttir, welche zum Tode verurteilt wurde und auch entsprechend behandelt wird. Generell sieht auch ihr vorheriges Leben nicht gerade rosig aus, was allerdings vermutlich bei vielen Menschen der Fall ist / war (vor allem zu dieser Zeit). Agnes war mir trotz allem sofort unglaublich sympathisch und ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen. Vermutlich lag das vor allem auch an Ihrer Vielschichtigkeit und Intelligenz. Andauernd musste ich darüber nachdenken, wie schrecklich es sein musste in dieser Zeit ein solches Schicksal zu durchleben und auch die Reaktionen von außenstehenden Personen über sich ergehen lassen zu müssen und und und. Der Schreibstil: Der Schreibstil von Hannah Kent war eine echte Überraschung für mich. Dieser ist unglaublich toll, authentisch, poetisch, wunderschön und anspruchsvoll. Sie "malt" mit Ihren Worten die Geschichte und zeichnet ein melancholisch schönes Gemälde von Island. Für mich ist das echte Wortkunst, was die Autorin hier vollbracht hat. Ich liebe Ihren Stil und nur wenn ich daran denke, bekomme ich Gänsehaut. Wirklich außergewöhnlich. Die Geschichte ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben, wobei Agnes die "Ich" Erzählerin einnimmt. Gerade diese Parts sind sehr eingängig und mitreißend. Ich mag solche Perspektiven wechsel generell sehr gerne und in diesem Buch ist das absolut gelungen und nimmt auch kein zu extremes ausmaß an. Abschließendes Fazit: Mein erster historischer Roman und dann gleich ein absolutes Highlight. Ich bin so froh, zu diesem Buch gegriffen zu haben. Es hat mich absolut bereichert und ich kann es nur weiterempfehlen. Ein ganz leises und doch unglaublich lautes Buch. Eine Geschichte, die einen nicht loslässt und sprachlos macht. Kleiner Tipp: unbedingt auch das Nachwort lesen, dieses ist sehr interessant.
🎧 Ich war in Island!
Eine berührende, traurige, herzerwärmende und tragische Geschichte. Mein Herz schlug für Agnes und wie schwer ihr Leben war. Wie wenig man seinerzeit als Frau wert war, einfach nur grausam. Obwohl das Buch eine gewisse Schwere mit sich bringt, wächst es einem ans Herz. Man taucht in ein frühes Island ab, welches durch Armut und Verzicht geprägt ist. Man ist bei den Arbeiten am Hof dabei, friert und weiß genau, wie es dort aussieht und wie sich das anfühlt. Absolut Lesenswert! Das Hörbuch war sagenhaft gut eingesprochen. Zwei Perspektiven, ein Mann und eine Frau. Großartig ! 
Island..
Die Geschichte basiert auf einer wahren.. was ich erst am Ende erfahren habe. Es war mein erstes Buch über dieses Zeitalter und auch über Island und zuerst habe ich mich schwer getan da rein zu kommen. Aber es war faszinierend zu lesen, wie die Menschen und ihre Meinungen sich ändern und das Ende ist daher umso trauriger
Zu Beginn fiel mir das Cover des Buches ins Auge. Eine in meinen Augen junge Frau mit roten Haaren und einem Balken über den Augen. Warum das? Sollte man ihr nicht in die Augen sehen? Wenn ja, bleibt die Frage nach dem Warum. Hannah Kent erzählt hier eine erschütternde Geschichte, die zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hatte beim Lesen auch das Gefühl das hier viel Recherchearbeit drin steckt. Das einfache und oftmals schwere Leben dieser Menschen wurde glaubhaft dargestellt. Von Beginn an ahnt der Leser das die Geschichte hier keineswegs so gewesen ist, wie es die Menschen um Agnes einen glauben machen möchten. Insbesondere die "Politiker" waren mir sofort ein Dorn im Auge. Es ist zwar klar das diese an Agnes ein Exempel stattuieren wollen, trotzdem hat man Hoffnung das sich das Blatt wendet. Und das obwohl man das Ende kennt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Manchmal kam er mir etwas poetisch vor, was nicht so ganz zur bedrückenden Stimmung passte oder vielleicht genau deshalb eben doch passte. Die Stimmung, die Landschaft, die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und lebhaft beschrieben. Ich konnte mir die Lehmhütten und den rauhen, kalten Winter gut vorstellen. Ich hatte sofort eine Beziehung bzw. Verbindung zu Agnes und wurde mit jeder gelesen Seite begieriger ihre Geschichte zu erfahren. Fazit Hannah Kent hat ein für mich bewegendes Buch geschrieben. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fiktion. Sehr gut gelungen und absolut lesenswert.
"Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt." Heute geht die Reise nach Island und wir machen uns auf den Weg um die Wahrheit über Agnes zu erfahren. Die Geschichte beruht auf wahrer Begebenheit und das fand ich sehr interessant. Die Autorin hat bei dieser Geschichte sehr viel recherchiert und hat es wirklich geschafft eine Frau darzustellen, die nicht nur die "böse Hexe" ist. Agnes ist eine Frau, die intelligent, aber auch verletzlich ist, da sie nie wirklich Liebe gespürt bekommen hat und durch ihre Heimatslosigkeit gekennzeichnet ist. Sie kommt bei einer ärmlichen Familie bis zur Hinrichtung unter, wo sie natürlich nicht mit offenen Armen empfangen wird. Denn wer möchte schon eine Mörderin beherbergen? Doch nach und nach erfährt die Familie mit Hilfe eines Mannes des geistlichen Beistand Agnes Geschichte. Die Geschichte erlebt eine ruhige, aber auch schöne Entwicklung und auch Island wird mit seinem Klima und seiner Beschaffenheit sowieso deren Bewohner und ihren Lebensverhältnissen sehr bildlich dargestellt. Insgesamt eine sehr schöne aber auch traurige Geschichte. Definitiv empfehlenswert.
Perfect for autumn or winter
I loved this and even though it’s mostly vibes and not so much plot because Agnes is retelling her story to other people it is beautifully written and draws you into a moody and harsh world. In the beginning it can be a bit boring because many characters get introduced and you switch POVs quite often but towards the middle and end the story picks up on pace






















































