Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker „Der Untergang des Hauses Usher“)
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Author Description
T. Kingfisher ist das Pseudonym von Ursula Vernon. Die in North Carolina lebende mehrfach preisgekrönten Autorin und Illustratorin ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Sie wurde bereits für den Ursa Major Award und den Eisner Award nominiert und gewann 2015 den Nebula Award für die beste Kurzgeschichte und 2017 den Hugo Award für die beste Novelle. Ihr Debüt-Horrorroman wiederum wurde 2020 mit dem Dragon Award für den besten Horrorroman ausgezeichnet. 2023 erschien von ihr in Deutschland „Wie man einen Prinzen tötet“.
Characteristics
9 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Stimmig und atmosphärisch mit subtilen Grusel, nur die letzte Wendung hat mir gefehlt
Das war mein drittes Buch von T. Kingfisher und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Mal wieder schafft sie es mit ihrem wirklich besonderen Schreibstil, den Charme der Geschichte auf eine ruhige und zugleich eindringliche Weise einzufangen, sodass sich die Atmosphäre fast unbemerkt unter die Haut schiebt. Obwohl ich die Originalgeschichte von Edgar Allan Poe nicht gelesen habe, konnte ich vollkommen in diese Welt eintauchen. Besonders spannend fand ich die nicht binäre Hauptfigur. Dieser Aspekt war für mich sehr interessant und stimmig umgesetzt. Durch den Austausch habe ich außerdem mitbekommen, dass es in der deutschen Übersetzung eine Ungenauigkeiten bei den Pronomen gibt, was ich etwas schade finde, da es die Darstellung unnötig verwässert. Auch das Worldbuilding hat mir gut gefallen, vor allem die Einblicke in die Kultur der Hauptfigur, die sich sehr durchdacht anfühlen und der Geschichte eine zusätzliche Ebene geben, ohne je erklärend zu wirken. Ich fand es beeindruckend, wie schleichend sich die Atmosphäre und der Grusel aufbauen. Es ist kein durchgehend intensiver Horror, aber genau diese leisen, stetig wachsenden Momente haben bei mir Wirkung gezeigt und mir immer wieder Schauer beschert. Insgesamt war das Zusammenspiel aus Schreibstil, Atmosphäre und Figuren für mich wirklich wunderbar und hat sich sehr stimmig angefühlt. Nur am Ende hat mir persönlich noch etwas gefehlt, da es für meinen Geschmack zu geradlinig ausfällt und ich mir noch eine Wendung gewünscht hätte. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band.

Von Hasen und Pilzen und dem Untergang des Hauses USher
Ich habe dieses Buch gesehen und fand das Cover total faszinierend. Der Klappentext hörte sich weird an und ich stellte das Buch wieder weg. Dies passierte noch mehrere Male, bis ich es dann doch zur Kasse nahm und es mir noch am selben Abend vorknöpfte. Der Untergang des Hauses Usher- ja schon mal gehört, aber keine Ahnung worum es geht. In den ersten 50 Seiten muss man erstmal mit dem Schreibstil klar kommen. Es wird aus der Perspektive von Alex Easton erzählt, der nach einem Brief seiner langjährigen Freundin Maddy in das Haus der Ushers einkehrt um nach seiner kranken Freundin zu sehen. Aber ist seine Freundin wirklich krank oder schon tot ? Aber Tote laufen nicht herum - oder vielleicht doch ? Ein absoluter Fiebertraum , sehr speziell aber da es nur knapp 190 Seiten sind , auf jeden Fall eine Lesung wert.

Düsteres und atmosphärisches Retelling
„Der Untergang des Hauses Usher“ ist mir nicht unbekannt, ich kenne ihn durch Verfilmungen und Videospiele. Jedoch muss ich zugeben, dass Ich das Original von Poe noch nicht gelesen habe. Muss ich mich dafür schämen? Vielleicht. Aber das Retelling „Was die Toten bewegt“ ist richtig gut und hat mich gut unterhalten. T. Kingfisher weiß wie man eine düstere Atmosphäre schafft. Ihr Erzählstil ist unverkennbar. Ich liebe ihn, er ist sehr angenehm und da das Buch recht kurz ist, nur 207 Seiten und das Hörbuch mit knapp 5 Stunden, ist es gut für zwischendurch geeignet. Ich habe es als Hörbuch gehört und ich mag es, der Sprecher macht einen guten Job. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Retellings mögen und für Fans von T. Kingfisher.
Es ist etwas im Wasser, lauernd verborgen unter der Oberfläche
Als Alex Easton einen kryptischen Brief von ihrer Jugendfreundin Madeline Usher erhält, in dem diese von ihrer Krankheit erzählt, macht sie sich sofort auf den Weg, um ihr beizustehen. Doch was sie im Familiensitz der Ushers findet, übersteigt ihr Verständnis und lässt selbst einer hartgesottenen Soldatin wie ihr die Haare zu Berge stehen. Seltsame Pilze wachsen aus allen Ritzen, die Tiere auf den Feldern spielen verrückt und die Bewohner des Hauses scheinen nicht mehr sie selbst zu sein… Dass T. Kingfisher Horror meisterhaft beherrscht, hat sie bereits mit „The Hollow Places“ bewiesen, einem Buch, das man definitiv nicht nachts allein lesen sollte. So gruselig wird es aber in diesem Roman nicht. Das muss auch gar nicht sein. Wie die Autorin auch ausführlich in ihrem Nachwort erklärt, ist diese kleine, aber feine Geschichte eine Neuinterpretation des Klassikers „Der Untergang des Hauses Usher“ mit einigen Neuerungen, besonders der absolut liebenswürdigen Protagonistin. Alex Easton ist ganz bestimmt keine feine Lady, viel eher eine Soldatin mit einer besonders trockenen Variante von sarkastischem Humor. Ich schreibe an der Stelle Soldatin, auch wenn sie in der Geschichte selbst anders bezeichnet wird, doch die sprachlichen Besonderheiten ihres fiktiven Landes genauer zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Unsere Protagonistin ist jedenfalls keine, die man so leicht aus dem Gleichgewicht bringt, eine, die nur an das glaubt, was sie sehen kann und die den einen oder anderen Becher schlecht gebrannten Alkohol verträgt. Auf ihre nüchterne Weise geht sie auf die Seltsamkeiten des Hauses Usher ein und bewahrt viel länger einen kühlen Kopf, als die meisten das geschafft hätten. Zwar ist dem Leser schon früher klar, was in zwischen den düsteren Wänden des alten Gemäuers vor sich geht, das beeinträchtigt die Spannung des Buches jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil: Trotz der Kürze der Geschichte (immerhin nur knapp 200 Seiten), erschafft die Autorin eine düstere, aber dennoch lebendige Atmosphäre, in der sie gekonnt das Makabere mit dem Mysteriösen verbindet und das rätselhafte Setting vor den Augen des Lesers lebendig werden lässt. Mit anderen Worten: In der Kürze liegt die Würze, das trifft für diese Geschichte auf jeden Fall zu. Das Buch vereint perfekt eine Mischung aus Spannung, Humor und Seltsamkeit mit einer gewissen Portion Ekel und Horror, die aber nicht extrem gruselig und nervenaufreibend ist, und lässt dem Leser die Charaktere schnell ans Herz wachsen. „Was die Toten bewegt“ ist ein wunderbar seltsamer Snack von einer Geschichte, der sich sehr gut an einem einzigen Nachmittag lesen lässt, perfekt geeignet für die düstere Herbstzeit. Man beachte aber, dass man nach der Lektüre dieses Buches erstmal keinen Appetit mehr auf frisch gepflückte Pilze haben wird.

Tote können nicht laufen“ – genau das habe ich mir beim Lesen dieses Buches immer wieder eingeredet, habe aber immer wieder selbst daran gezweifelt, und nicht nur ich, sondern auch Alex Easton, die Protagonistin, die mutig und zielstrebig alles tut, um ihre alte Freundin Madeline Usher zu retten, die an einer mysteriösen Krankheit leidet. Alex ist nicht alleine in ihrem Kampf, auch Roderich Usher, Madelines Bruder, steht an ihrer Seite, während sie sich zusammen mit einer britischen Mykologin und einem amerikanischen Arzt um das Wohl von Madeline kümmern und versuchen, hinter das Geheimnis zu kommen. Die Geschichte entfaltet sich in einer mysteriösen und düsteren Atmosphäre, in der selbst scheinbar harmlose Pilze sich als bedrohlich und grausam entpuppen können. Immer wieder gibt es Momente, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und einen in ihren Bann ziehen. Man fühlt sich unweigerlich dazu gedrängt, herauszufinden, was an diesem Ort wirklich geschieht. „Was die Toten bewegt“ ist eine beeindruckende Neuerzählung und steht in der Tradition der klassischen Erzählung von Edgar Allan Poe.

Grusel- und Ekelmomente vorhanden
Was die Toten bewegt - hier wurde der Untergang des Hauses Usher von Poe neu aufgegriffen und vor allem - vertieft. Man sinkt hinein und lässt sich durch die Geschehnisse tragen. Der Lesefluss stellt sich in den ersten Kapiteln ein. Wortgewandt, humoristisch und spannend erzählt Kingfisher die Geschichte neu mit ihrer Stimme. Das Buch hat mir wunderbare Lesezeiten geschenkt. Band 2 wandert auf die WuLi
Nette Geschichte für zwischendurch ..
Was soll man großartig zu diesem Buch sagen… Es war ein netter Read. Kann man machen, muss man aber nicht unbedingt. Gruselig oder wirklich Horror war es für mich nicht. Ich habe es mir geholt, weil ich die Serie Der Untergang des Hauses Usher geliebt habe und gespannt auf eine interessante Neuerzählung war. Die Geschichte war durchaus interessant und stellenweise spannend, die Atmosphäre schön düster gehalten. Trotzdem finde ich 20 Euro für 186 Seiten etwas überzogen, vor allem weil der erhoffte Wow-Effekt ausgeblieben ist. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben – und Band zwei wird auf jeden Fall auch noch gelesen.

Eine kurze, aber schaurige Geschichte 🍄🐇
Das war mein erstes Buch von der Autorin und trotz der Kürze war die Stimmung sehr unheilvoll und die Atmosphäre wirklich düster. Ich fand einige Stellen echt gruselig und der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Da ich das Original nicht kenne kann ich es nicht damit vergleichen.

Hhmm, ja gut😕
"Was die Toten bewegt" war mein erstes Buch von T. Kingfisher. Ich habe nie "Der Untergang des Hauses Usher" gelesen, kann dazu also keine Parallelen ziehen. Mir hat die Geschichte nicht wirklich gefallen, ich hatte mir mehr Spannung erhofft. Ich glaube die Grundthematik war einfach nicht meins, es erinnerte mich an "Der mexikanische Fluch", was mich auch nicht begeistern konnte. Das Buch ist optisch ein echtes Highlight, aber was nutzt mir die Optik, wenn der Inhalt nicht überzeugt?!

Was die Toten bewegt
Was die Toten bewegt Das Buch beginnt ruhig und baut eine düstere, atmosphärische Welt auf, in die man sich gut hineinversetzen kann. Anfangs zieht sich die Geschichte etwas, doch sobald sie an Fahrt aufnimmt, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Die Charaktere sind alle auf ihre Weise interessant und liebenswert. Besonders mochte ich die kleinen, unerwarteten Momente, die mich zum Schmunzeln brachten. Das Thema Pilze fand ich faszinierend – und die Idee einer solchen Übernahme durch einen Pilz wirkt gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass es dieses Phänomen bereits in der Natur bei Insekten gibt. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen – wenn man den etwas langsamen Anfang außer Acht lässt. Wer Geduld mitbringt, wird mit einer spannenden, atmosphärischen Geschichte belohnt.

„Was die Toten bewegt“ von T. Kingfisher hat mich von der ersten Seite an in seine düstere, unheimliche Atmosphäre gezogen. Die Neuerzählung von Poes Untergang des Hauses Usher ist bizarr, geistreich und zugleich ein wenig ekelerregend. Besonders begeistert haben mich die fesselnde Auflösung und der atmosphärisch-lustige Stil. Dieses Buch war eine packende Leseerfahrung, und ich freue mich schon darauf, den zweiten Band zu lesen. Genre: Horror Rating: 4,5 Sterne Ps: Es ist wirklich ein sehr kurzes Buch mit paar Illustrationen, dass man einem Tag lesen kann.
Atmosphärische Usher-Adaption mit packendem Stil und starken Horrorszenen, jedoch flachen Charakteren und vorhersehbarer Handlung.
In dieser atmosphärischen Neuerzählung von Edgar Allan Poes "Der Untergang des Hauses Usher" erhält der Soldat Alex Easton die Nachricht, dass seine alte Jugendfreundin Madeline Usher im Sterben liegt. Sofort reist er zum düsteren Anwesen der Ushers und stößt dort auf unheimliche Phänomene: Die Flora und Fauna verhält sich seltsam, Madeline ist nur Haut und Knochen, schlafwandelt und spricht mit fremder Stimme, während ihr Bruder Roderick von einer rätselhaften Nervenkrankheit gequält wird. Gemeinsam mit einer britischen Mykologin und einem ratlosen Arzt versucht Alex, das Geheimnis des Hauses Usher zu entschlüsseln, bevor es sie alle verschlingt. Obwohl der spitzenmäßige Schreibstil von T. Kingfisher an vielen Stellen zu fesseln weiß und sogar humorvolle Akzente setzt, hat mich die Geschichte insgesamt nicht so richtig umhauen können. Die Handlung verläuft recht vorhersehbar. Von Anfang an hat man eine Ahnung, wohin sich die Dinge entwickeln, selbst wenn man das Original von Poe nicht kennt. Ein weiteres Manko ist die Figurenzeichnung, ich bekam keinen Draht zu ihnen. Vielleicht, weil es sich wie ein von Easton geschriebener Erlebnisbericht liest und sich dadurch sehr auf diesen einen Charakter konzentriert, vielleicht hätte das Buch aber auch einfach ein paar Seiten mehr vertragen. Mir ist natürlich klar, dass sich Novellen auf wenige Figuren fokussieren aber dennoch. Die Autorin sagt über das Original, dass ihr aufgrund der Kürze Erklärungen gefehlt haben, die sie liefern wollte, allerdings fehlen mir die in ihrer längeren Variante (192 Seiten) nach wie vor. Ich erfuhr fast nichts von Maddy und Roderick und konnte deren Beziehung zu Easton nicht nachempfinden. Und auch er selbst blieb mir irgendwie fremd. Ich weiß, es ist ein heikles Thema, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich die Handhabung der Pronomen, die mit Eastons Herkunft und Beruf als Eidsoldaten in Verbindung stehen, verwirrt hat. Mir wurde nicht ganz klar, wie Easton zu verorten ist und konnte keine klare Vorstellung von seiner (?) Optik entwickeln. Die Horrorszenen sind allerdings absolut großartig geschrieben und jagten mir einen Schauer über den Rücken. Für die Beschreibung der Umgebung findet sie geniale, äußerst treffende Vergleiche. Diese herausragende, bildhafte Schreibweise hat mich neugierig auf weitere Werke von T. Kingfisher gemacht, doch "Was die Toten bewegt" bleibt für mich eine mittelmäßige Erfahrung. Auf die Fortsetzung verzichte ich. Wahrscheinlich werde ich mit den seitenstärkeren Romanen von ihr eher glücklich.

Ich liebe Snacks. Beim Essen. Und wohl jetzt auch in Büchern. Die beiden jeweils knapp 200 Seiten Bände "Was die Toten bewegt" und "Was die Nacht verschweigt" von T. Kingfisher sind Bücher Snacks für zwischendurch, wobei das 'zwischendurch' sicherlich bloß dafür steht, dass man sie relativ schnell ausgelesen hat oder in meinem Fall jeweils in einem Rutsch und nicht, dass man sie danach direkt wieder vergessen hat- im Gegenteil. Für mich persönlich war zwar der erste Band "Was die Toten bewegt" noch ein bisschen stärker als der zweite, nichtsdestotrotz hat Kingfisher zwei unglaublich atmosphärische Geschichten auf das Tableau der Horror-, Grusel- und Spukhausgeschichten gezaubert, angelehnt an die Erzählungen des großartigen Edgar Allan Poe, die nicht nur gerade im ersten Band unglaublich interessante Handlungen inne haben, sondern auch noch ans Herz gehende Figuren, die man sofort ins selbige schließt. Sei es Alex Easton, die sympathische Hauptfigur, ein bisschen unbedarft aber mit so einem entwaffnendem Humor ausgestattet, dass ich Alex überallhin gefolgt wäre in das noch so gruseligste Spukhaus am Ende der Welt, dann war da noch Miss Potter, Mykologin, was gerade im ersten Band noch enorm an Wichtigkeit gewinnen sollte, eine Engländerin aus dem Bilderbuch und gute Freundin von Alex Easton und noch eine Menge weitere Kandidat:innen von ähnlichem liebenswürdigen Gemüt. Doch worum geht es eigentlich? In "Was die Toten bewegt" folgt Easton einem postalischen Hilferuf seiner früheren guten Freundin Madeline Usher ins Usher Anwesen, das dem Begriff 'Anwesen' schon länger keine Ehre mehr gemacht hat denn Haus Usher befindet sich im regelrechten Zerfall und auch seinen beiden Bewohner:innen Madeline und Roderick Usher geht es ähnlich. Madeline ist nur noch ein Schatten ihrer Selbst und hat sich mit dem baldigen Tode schon längst abgefunden, auch ihr Bruder Roderick geht es schlecht, wenn auch mehr auf psychischer Ebene. Als Alex auch noch leibhaftig mitbekommt, dass Madeline nachts das Bett verlässt, um durch die Gänge des Usher Hauses zu schlafwandeln, wobei ihr Weg immer am mysteriösen See endet, der ebenfalls auf dem Grundstück beheimatet ist, erkennt Alex, dass etwas im Hause Usher ganz und gar nicht in Ordnung ist. Oder in der Geschichte von "Was die Nacht verschweigt", in der Alex seine Freundin Miss Potter in ein Jagdhaus seiner Familie einlädt, nur um dieses vollkommen verlassen und verwahrlost vorzufinden. Auch vom Verwalter fehlt jede Spur und im Dorf gehen allerlei Gerüchte um über eine uralte Legende, die auf Eastons Grundstück angeblich wieder zum Leben erweckt wurde. Wie bereits erwähnt hat Kingfisher mit beiden Erzählungen zwei unglaublich atmosphärische Geschichten erschaffen aber gerade bei der ersten Erzählung "Was die Toten bewegt", in der sie im Nachwort schreibt, dass sie mit dem Ende von Poes Version des Untergangs des Hauses Usher nicht zufrieden war und in ihrer eigenen Version ergründen wollte, warum Haus Usher schlussendlich unterging, hat sie mich gekriegt denn das macht sie wirklich gut, beeindruckend ist aber auch, dass sie trotz der gruseligen Kulisse den wissenschaftlichen Aspekt mit der Figur der Miss Potter nie aus der Erzählung heraushält. Und das macht die schlussendliche Auflösung vielleicht noch ein bisschen verrückter. Ich kenne übrigens den Originaltext von Poe nicht, werde aber das und die Netflix Adaption der Geschichte schnellstmöglich nachholen. Beide Erzählungen Kingsfishers sind definitiv keine 08/15 Ware im stetig wachsenden Universum der Grusel- und Horrorliteratur. Und ich selbst freue mich schon sehr weitere Romane dieser Autorin zu entdecken.

Ein atmosphärisch, düstere Neuinterpretation von Poes Klassiker, mit dunklem Humor 🐇🍄
„Was die Toten bewegt“ ist eine Neuinterpretation von Edgar Allan Poes Klassiker „Der Untergang des Hauses Usher“. In der Geschichte begleiten wir Alex, der einem alten Freund zur Seite stehen soll, dessen Schwester im Sterben liegt. Die Erzählung ist unglaublich atmosphärisch, und man hat oft das Gefühl, mit schlammbedeckten Schuhen durch ein düsteres, knarrendes Haus zu gehen. Besonders spannend fand ich, dass die Identität der Hauptperson Alex im Unklaren bleibt – es wird nie direkt gesagt, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, auch wenn es immer wieder kleine Andeutungen gibt. (Dies hat mich zu beginn auch etwas verwirrt) Der Schreibstil war für mich nicht ganz einfach; er war zwar verständlich, aber ich konnte nicht so schnell durch die Seiten blättern, wie bei anderen Romanen. Trotz der konstant düsteren und schimmeligen Stimmung hatte ich nie wirklich Angst oder Schrecken – ich denke, der Humor, der immer wieder durchschimmert, trägt viel dazu bei. Das Ende hat mir sehr gefallen, und erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf. Die Erzählung ist kompakt, durchdacht und atmosphärisch, mit einer guten Dosis dunklem Humor. Für mich eine besondere Empfehlung, und lest auf jeden Fall auch das Nachwort der Autorin. „Obskure Leidenschaften, egal wie ausgefallen, begeistern mich.“

Klassiker mit The Last of Us Feeling
Was die Toten bewegt“ klingt erst einmal nach einem sehr philosophischen Titel. Ist aber wortwörtlich zu verstehen. Dieses Buch hat mir sehr starke „The Last of Us“-Vibes vermittelt. Das lag natürlich an der Hauptstory rund um Pilze. Das Buch soll in die Horror-Richtung gehen und an einigen Stellen hätte mir auch nur noch „creepy Musik“ gefehlt. Eine Richtung, in die die Autorin gerne zu gehen scheint. Sie schafft mit ihrem Schreibstil eine coole, düstere Atmosphäre. Mir hat es auch gut gefallen, wie die ganze Zeit über die Spannung aufgebaut wurde und die Darstellung der Geschwister. Es war mein erstes Buch der Autorin und definitiv nicht mein letztes. Was auch daran liegt, dass es sich bei diesem Buch um eine Dilogie handelt. Gestalterisch fand ich auch die Einarbeitung der Pilzzeichnungen in dem ich sehr schön, denn wir treffen am Anfang eine Frau, die Pilze zeichnet. Ich fand das Buch super spannend und es war mal etwas anderes, da es eine Nacherzählung eines bekannten Klassikers war. Da es sich um keine außergewöhnlich hohe Seitenanzahl handelt, finde ich dieses Buch auch einfach super für zwischendurch.

[ Werbung | Rezensionsexemplar ] Das Buch ist ein Retelling der Geschichte "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe. Ich habe das Original gelesen und "leider" auch die Serie (große Empfehlung) gesehen. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass ich das Ganze wohl anders herum hätte angehen müssen. Meine Empfehlung ist, erst das Originalbuch, dann das Retelling zu lesen und dann die Serie anzuschauen (FALLS man sich mit allen drei Geschichten beschäftigen möchte). Durch die Serie hatte ich, obwohl ich wusste, dass ich das nicht sollte, einfach zu viel erwartet 😅 Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, auch wenn mir manchmal etwas zu wenig passiert ist. Es ist gut geschrieben, hat eine schön düstere Atmosphäre und interessante Charaktere, deren Humor hin und wieder die Geschichte etwas auflockerte 😊 Die Hauptstory selber war gut gemacht. Theoretisch wusste ich, wie es ausgehen wird und trotzdem konnten mich die Wendungen überraschen. Die Autorin hält die düstere Atmosphäre von vorne bis hinten aufrecht und überrascht mit Szenen und Enthüllungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das Buch ist gerade für die Herbstzeit super und mit den gerade mal 200 Seiten auch etwas für zwischendurch 🍂

Retelling »Der Untergang des Hauses Usher« von Poe – anders als erwartet.
Ehrlicherweise muss ich gestehen hier nur die Serienverfilmung von Poes Geschichte zu kennen und habe daher irgendwie etwas anderes erwartet. Prinzipiell war es aber interessant, ein bisschen ekelig und kurzweilig. Einzig und allein die Schreibweise hat mir manchmal (durch den Ersatz der Artikel) nicht so gut gefallen und meinen Lesefluss beeinträchtigt. Kann hier aber auch durchaus an die Orginalgeschichte angelehnt worden sein und ich kann es einfach nicht einschätzen. War also ganz ok und zum Ende hin spannend, aber ich bin mir unschlüssig den zweiten Band lesen zu wollen. Mal sehen. Zumindest das Cover hat mich hier sehr angesprochen 😊

Die bekannte und preisgekrönte Autorin T. Kingfisher hat mit ihrem Buch „Was die Toten bewegt“ eine Neuerzählung eines Klassikers zu Papier gebracht. In diesem Werk wird die Kurzgeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“, welche aus der Feder von Edgar Allan Poe stammt, neu erzählt, mit anderen Gedankengängen ergänzt und etwas umfangreicher neu aufgeschrieben. Klappentext: Auf die Nachricht hin, dass Madeline Usher – eine alte Jugendfreundin – im Sterben liegt, eilt Alex Easton augenblicklich zum entlegenen Stammsitz der Ushers im ländlichen Ruravien, um ihr beizustehen. Was Alex dort vorfindet, ist ein albtraumhafter, düsterer See, umgeben von wild wuchernden Pilzen und einer Fauna, die vom Teufel besessen zu sein scheint. Madeline schlafwandelt nachts und spricht mit seltsam veränderter Stimme, und ihr Bruder Roderick wird von einer mysteriösen Nervenkrankheit heimgesucht. Mithilfe einer bemerkenswerten britischen Mykologin und eines ratlosen amerikanischen Arztes muss Alex das Geheimnis des Hauses Usher lüften, ehe sie ihm alle zum Opfer fallen. Ich persönlich habe noch kein Werk aus der Feder von Kingfisher, ein Pseudonym von Ursula Vernon gelesen. Aber dieses Buch hat mich gereizt, verspricht es gruselige Lesestunden und eine gute Portion Horror. Von Poe habe ich schon die ein oder andere Geschichte gelesen, wobei mir die Vorlage zu „Was die Toten bewegt“ leider nicht geläufig war. Bisher habe ich „Der Untergang des Hauses Usher“ noch nicht gelesen, aber dies werde ich auf jeden Fall noch nachholen. An erster Stelle möchte ich die Gestaltung positiv erwähnen, dieses Werk ist wahrlich ein Blickfang. Und jeder, der dieses Werk gelesen hat, wird nachvollziehen können, wie passend dieses Cover für den Inhalt des Buches ist. Es stimmt einen schon Mal auf die Grundstimmung des Buches ein und macht neugierig. Auch die Darstellungen der Pilze mitten im Buch passen hervorragend zum Inhalt und haben mich persönlich noch zusätzlich in die richtige Stimmung versetzt. Den Stil von Kingfisher fand ich zu Beginn des Werkes etwas gewöhnungsbedürftig. Kurze, prägnante Sätze vermitteln eine klare, fast schon kalte Atmosphäre. Als Leser wird man sofort mitten ins Geschehen hineinkatapultiert und dies nicht auf die sanfte Art. Man muss sich erst einmal zurechtfinden und die Situation sortieren. Die ersten Andeutungen über die grammatikalischen Feinheiten von Gallazien tun hier sein Übriges, sodass ich leider nur peu a peu einen Zugang zur Geschichte gefunden habe. Allgemein fand ich die Ausführungen über die sprachlichen Feinheiten zwar meistens interessant, aber der Zusammenhang zur Haupthandlung hat mir persönlich gefehlt. Für mich waren sie für die Story nicht weiter relevant und haben mich eher aus den Lesefluss gebracht. Gelungen fand ich im Gegensatz dazu die Atmosphäre. Diese ist düster und bedrohlich, ein Gruselfaktor ist spürbar. Innerhalb von „Was die Toten bewegt“ gab es ein paar Szenen, die einen Gänsehaut verursachen können. Einige Gedankengänge fand ich hier wahrlich faszinierend und regen zum Hinterfragen und Nachdenken an. Hier merkt man auch ganz gut, dass die Autorin sich von Poe hat inspirieren lassen. Sein Spannungsaufbau ist ganz gut erkennbar (allein die Beschreibungen hinsichtlich dem Zustand des Hauses) und auch sein Faible für Pilze von Seitens Poe lässt sich nach diesem Werk definitiv nicht mehr abstreiten. Insgesamt fand ich die Ansätze und auch die Ausführungen zu den Pilzen recht interessant. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ich Miss Potter – die Illustratorin von Beruf ist, sich aber sehr intensiv mit der Mykologie beschäftigt, als einen wirklich spannenden Charakter empfand, welche das Buch bereichert hat. Allgemein fand ich die Charakterdarstellung für dieses Genre ausreichend. Ein Horrorroman lebt durch die gruselige Atmosphäre und auch den überraschenden Moment. Da wäre eine ausführliche Charakterdarstellung nicht sinnvoll. Dennoch sind sowohl die Hauptcharaktere als auch die Nebencharaktere gut skizziert, sodass man als Leser ein Bild vor Augen hat und sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Im Mittelpunkt steht hier Alex Easton, ein Soldat aus Gallazien. Eine Nachricht von Madeline, eine gute Jugendfreundin treibt Alex in das Haus der beiden Geschwister Usher und die Zustände dort sind wirklich katastrophal. Mit jeder Seite lernt man Alex besser kennen und erfährt auch einiges über die Zusammenhänge und über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Meine heimlichen Helden waren hier auch Hob, das Pferd von Alex und dessen Begleitung Angus, die beiden haben einen teilweise morbiden Humor in der Geschichte verlauten lassen. Positiv möchte ich auch noch die Story an sich erwähnen. Sowohl die Grundidee dahinter als auch die Umsetzung und Schwerpunkte bzw. Wichtungen mancher Zusammenhänge fand ich gelungen. Gebannt habe ich an den Seiten gehangen und wollte mehr über die Kausalitäten erfahren und lesen, wie diese Geschichte für alle beteiligten ausgeht. Wer heil aus dieser ganzen Sache herauskommt und wer hier Federn lassen muss. Insgesamt konnte mich die Autorin T. Kingfisher mit ihrem Roman „Was die Toten bewegt“ wirklich auf eine gruselige Art gut unterhalten. Ich fand diese Neuauflage bzw. Neuinterpretation der Kurzgeschichte aus der Feder des berühmten Autors Edgar Allan Poe wahrlich interessant. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben.

Eine literarische Adaption der Kurzgeschichte "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe.
Ab der Mitte dieses kurzen Romanes nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Es passieren mysteriöse Dinge, gruselig, eklig und schockierend. Pilze haben etwas damit zu tun und Hasen, die sich komisch benehmen. Ein See, der leuchtet. Dass die Pilze die Hauptrolle spielen, zeigt uns das schöne Buch mit den schwarz-weißen Pilz-Illustrationen, am Anfang (bzw Ende) eines jeden Kapitels. Eine atmosphärische Erzählung im England des 18. Jahrhunderts. Typisch steif und adelig, mit Etikette und Manieren.
Eine klassische Horrorgeschichte im ähnlichen Stil von Poe und Co.geschrieben auf moderne Art und Weise.
Mir hat die kurze Geschichte sehr gefallen. Es hat mich sehr an die alten Horrorschriftsteller erinnert und war auf seine Art trotzdem ganz anders geschrieben. Ich mochte die Story und die Entwicklung mit dem gesamten düsteren Ambiente. Ich liebe das Cover und freue mich schon sehr auf Band 2!
Wäre es ein Film, würde ich ihn nie im Leben schauen 🐰 🧟 🍄
Eine packende und atmosphärische Neuerzählung von Edgar Allan Poes Klassiker Der Untergang des Hauses Usher. Auf die Nachricht hin, dass Madeline Usher – eine alte Jugendfreundin – im Sterben liegt, eilt Alex Easton augenblicklich zum entlegenen Stammsitz der Ushers im ländlichen Ruravien, um ihr beizustehen. Was Alex dort vorfindet, ist ein albtraumhafter, düsterer See, umgeben von wild wuchernden Pilzen und einer Fauna, die vom Teufel besessen zu sein scheint. Madeline schlafwandelt nachts und spricht mit seltsam veränderter Stimme, und ihr Bruder Roderick wird von einer mysteriösen Nervenkrankheit heimgesucht. Mithilfe einer bemerkenswerten britischen Mykologin und eines ratlosen amerikanischen Arztes muss Alex das Geheimnis des Hauses Usher lüften, ehe sie ihm alle zum Opfer fallen. *** Es ist Ende 19. Jahrhunderts und wir steuern auf einen düsteren See und merkwürdigen Pilzen zu. Ich habe etwas gebraucht um in das Buch zu kommen, obwohl es flüssig zu lesen war. Die Spannung hat sich sehr langsam aufgebaut, aber man wollte wissen, was das alles auf sich hat. Einfach fantastisch gruselig und ekelhaft. Der Vibe vom Edgar Ellen Poe ist bei der Nacherzählung nicht verloren gegangen.
Ein düsteres Setting, das mehr hätte sein können
Alex Easton reist nach Ruravien, weil seine alte Freundin Madeline Usher schwer erkrankt ist. Doch das Anwesen wirkt von Anfang an unheimlich - der See, die Pilze, selbst die Tiere. Madeline schlafwandelt und wirkt mehr tot als lebendig und ihr Bruder Roderick ist von einer seltsamen Nervosität gezeichnet. Gemeinsam mit einer Pilzforscherin und einem Arzt versucht Easton herauszufinden, was hinter all dem steckt. Das Buch hat definitiv eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre und eine interessante Grundidee. Für mich persönlich war es allerdings nicht so spannend, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil konnte mich stellenweise nicht komplett fesseln, und einige Figuren blieben eher oberflächlich. Die Handlung wirkte vorhersehbar und teilweise etwas platt. Ehrlich gesagt war ich ein bisschen enttäuscht. Das Buch liest sich flüssig und schnell, keine Frage – für zwischendurch ist es gut zu lesen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, nur mit dem Zeh ins Wasser zu dippen: die Tiefe der Geschichte wird kaum berührt. Positiv fand ich das Setting und die düstere Atmosphäre, sowie die englische Pilzforscherin, die für mich als einzige etwas Charakter hatte. Ansonsten wurde hier meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt. Für mich wirkte die Geschichte eher wie eine kurze Erzählung, die auf 200 Seiten ausgedehnt wurde. Sie war okay, aber leider nicht mehr. Ich finde das sehr schade, da ich mich wirklich auf das Buch gefreut hatte. Fazit: Was die Toten bewegt ist keine schlechte Lektüre, war für mich aber auch nichts Besonderes. Wer eine kurze, atmosphärische Erzählung sucht, wird sicher Freude daran haben. Wer jedoch tiefgründige Figuren, überraschende Wendungen oder echten Horror erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich war es letztlich nur „ganz nett“. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
Düster, atmosphärisch und unerwartet
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend , düster und packend. Die Spannung hat sich zwar erst im Laufe des Buches aufgebaut, man hatte jedoch schon von Beginn an ein unheimliches und beklemmendes Gefühl. Diese Gefühl hing vorallem mit dem Setting des verfallenen alten Anwesens zusammen. Das Ende hat mich total begeistert.
Mystisch, spannend und teils haarsträubend
Mit "was die Toten bewegt" orientiert sich die Autorin an Edgar Allan Poes Klassiker "der Untergang des Hauses Usher", welchen ich bisher jedoch nicht gelesen habe und somit keine Vergleiche ziehen kann. Der Einstieg fiel mir tatsächlich etwas schwer und auch die eigenen Pronomen haben meinen Lesefluss immer wieder gestört. Nach und nach baute sich aber immer mehr Spannung auf und ich konnte mich der düsteren Atmosphäre, welche uns bis zur letzten Seite begleitet, hingeben. Ansiedeln würde ich die Geschichte tatsächlich irgendwo zwischen Horror und Krimi, wobei die Spannung hier weniger auf übertrieben gruseligen Szenen beruht, sondern vielmehr auf der sehr dichten Atmosphäre und der detailiert, schauderhaften Beschreibungen der Autorin. Manche Szenen waren wirklich eklig, aber meiner Meinung nach noch gut aushaltbar. Insgesamt hat mir die Geschichte trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut gefallen und ich bin neugierig auf das "Original" geworden. Kanntet ihr bereits eines der Bücher?
Ich weiß nicht, was es genau mit mir und einigen Genres auf sich hat, aber immer wenn wir es miteinander versuchen, endet es eher mäßig. Noch ernüchternder ist es, wenn ich zum ersten Mal etwas von einer Autorin lese, die ich schon länger im Auge habe. “Was die Toten bewegt” hat unter 200 Seiten. Warum es sich aber angefühlt hat, als hätte ich 450 Seiten gelesen, bleibt ein Rätsel. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt war ich mir nicht ganz sicher, was ich da lese. Vom Hocker gehauen hat mich nichts wirklich. Der Vibe, welcher auch immer dieser sein sollte, ist für mich nicht rüber gekommen. Es dreht sich viel um Pilze und Hasen und Tote. Gegeben hat mir das alles leider nicht wirklich viel, obwohl die Idee/Gedanke/Zusammensetzung von alldem nicht schlecht ist. Die Charaktere waren alle in Ordnung? Zwei der Charaktere fand ich dann doch leicht belustigend und sind mir positiv aufgefallen: Miss Potter, die gerne Pilze zeichnet und sich entsprechend mit diesen auskennt, und Hob, das Pferd von Alex Easton, dem Hauptcharakter. Ich glaube, das einzig herausstechende an dem Buch ist für mich das Cover. Wer “Was die Toten bewegt” gelesen hat, wird nachvollziehen können, wie treffend es gewählt wurde. Ich habe Edgar Allen Poes “Der Untergang des Hauses Usher”, auf welchem dieses Buch basiert, nie gelesen und weiß nicht, wie viel oder wenig es mir hier geholfen hätte. Im November erscheint die Fortsetzung “Was die Nacht verschweigt” und ob ich diese lesen werde, steht noch in den Sternen. Vielen Dank an Cross Cult für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Tote laufen nicht herum?
Poes Original auf dem das Retelling basiert habe ich vor einiger Zeit gelesen, aber ich kann mich leider nicht mehr gut genug daran erinnern um es direkt zu vergleichen. Einige Parallelen konnte ich dennoch finden. Aber erstmal zur Gestaltung des Buches: die deutsche Ausgabe ist sehr schön gestaltet, Innen sowie Außen im Vergleich zum Englischen Taschenbuch. Die Geschichte entfaltet sich sehr langsam und hat eine bedrückende Stimmung. Was mir auch gut gefallen hat. Besonders die Szenen mit den Hasen hatten eine unangenehme Stimmung. Es ist aufjedenfall eines der wenigen Horrorbücher die mich wirklich zum gruseln gebraucht habe. Die pilz thematik und deren Umsetzung haben mir auch sehr gefallen. Lediglich mit den Hauptcharakter konnte ich nicht warm werden. Die Charaktere waren aber generell relativ flach. Auf unter 200 Seiten kann man da aber auch nicht ganz so viel erwarten. Alex stammt aus einen fiktiven Land in dem es mehrere Pronomen gibt für bestimmte Personen und anscheinend auch Gegenstände, es wird mehrmals darüber berichtet und auch erklärt. (Zum Schluss wird eines dieser Fantasie Pronomen auch ziemlich häufig genutzt, was den Lesefluss schon ernom beeinflusst hat, zumindest für mich) Aber was trägt das zur Story bei? Ich hatte gehofft das es im Nachwort vllt eine Erklärung gibt warum die Autorin den Protagonisten (er/sie ist nonbinary soweit ich das verstanden habe) so gestaltet hat, aber es war anscheinend nur eine spontane Eingebung. Ob Gallazien auch in anderen Büchern von ihr vorkommt und es deswegen so hervorgehoben wird, weiß ich leider nicht, da dies mein erstes Buch von der Autorin war. Aber aufjedenfall nicht mein letztes.
Ein Horrorbuch mit sehr groteskem Twist
Die Nacherzählung des „Der Untergang des Hause Usher“ von Edgar Allan Poe hat mich sehr überrascht. Es fängt sehr düster an und ich hab mich direkt in die Stimmung reinversetzt gefühlt. Mit fortlaufender Geschichte wurde es immer klarer in welche Richtung es geht und ab ca. der Hälfte hab ich verstanden, dass es ein Horrorbuch ist. Das Ende fand ich auch sehr gut ausgearbeitet von der Autorin! Vom Schreibstil her war es mir am Anfang etwas langatmig, was sich dann aber im Laufe der Story änderte. Das Buch ist auf jedenfall zu Empfehlen, wobei man sich auf viele Gänsehautmomente einstellen muss! Spoiler ‼️ Mir ist schon in den Sinn gekommen, dass die Hasen und damit auch Madeleine von dem Pilz befallen sind, als sich der Tote Hase vor dem Protagonisten auf einmal bewegt hat. Aber dann die Interaktionen mit Maddie hatten es dann richtig in sich und obwohl ich Horror nicht so sehr mag, konnte ich vor lauter ekelerregender Spannung das Buch dann doch nicht weglegen.
Atmosphärisch!
Dieses Buch war unglaublich atmosphärisch. Ich kenne die Geschichte von Poe nicht, daher bezieht sich die Rezi nur auf dieses Buch. Anfangs fing es gemächlich an, wir lernen Alex kennen und erfahren ein wenig über ihn. Er besucht das Hause Usher, da seine Jugendfreundin sehr krank ist. So und ab hier wird es ungemütlich. Das Haus Usher verströmt eine unheimliche Atmosphäre, welche trotz der Kürze der Geschichte gut zur Geltung gebracht wird. Zeitweise ist es auch richtig ekelig, also ich werde diese Bilder nicht so schnell aus meinem Kopf bekommen. Eine große Leseempfehlung für diejenigen, die gerne atmosphärische, düstere und schaurige Horrorgeschichten lesen möchten.
Ich kenne die Geschichte im Original nicht, da es sich hier um ein Retelling handelt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die düstere Umgebung wurde sehr gut beschrieben. Man konnte mitfiebern über die Gründe. Ich hatte anfangs etwas Probleme mit dem Schreibstil. Das war mein erstes Buch von der Autorin. Insgesamt eine sehr gute, gruselige Geschichte.
Atmosphärisch, düster und spannend!
Ich war schon nach den ersten paar Seiten voll drin und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Wirklich super gut geschrieben, von der ersten bis zur letzten Seite. Zwischendurch und vor allem gegen Ende hat es mich wirklich geschüttelt, weil es so gruselig und teilweise auch eklig wurde. Sich das alles bildlich vorzustellen ist da wirklich grausig. Aber genau so soll es ja auch sein. 🤭
Zu Beginn muss ich gestehen, hatte ich etwas Sorge, dass mir die gesamte Geschichte zu wenig atmosphärisch und zu „vorhersehbar“ ist. Beinahe über ein Drittel des gesamten Buches hat sich dieser Gemütszustand auch wacker gehalten. Jedoch kam dann ganz plötzlich Richtung Ende eine atmosphärische Wendung. Jene hat mir dann wieder richtig Lust auf die Geschichte gemacht und das gesamte Story-Telling war sehr unterhaltsam und düster. Ich wünschte die Geschichte hätte sich durchgehend so verhalten. Trotz alledem ist dieses kleine Meisterwerk wirklich ein sehr feines Stück. Allein, da es sich dabei um eine Neuerzählung von Edgar Allan Poe handelt. Aber auch die optische Aufmachung ist absolut wunderschön. Ein kleines, edles Hardcover mit einem grandiosen Cover und auch hinter dem annehmbaren Cover verbirgt sich eine hochwertige Aufmachung mit rot/verchromten Pilzen. Für jedes Regal ein kleiner Schatz.

WOW! Ein bisschen wie ein Fiebertraum
Ich bin mit Poes Werken nicht vertraut, kenne nur seinen Ruf. Wer Fan ist und mit der Geschichte der Ushers vertraut ist, wird in dieser Geschichte vielleicht Antworten, auf Fragen finden, die man nie gestellt hat. Zumindest verspricht dies das Nachwort der Autorin. Dieses dunkle Szenario passt perfekt in den Herbst und diese kalte Jahreszeit. Mich, als nicht mit der Geschichte vertraute, hat es absolut abgeholt. Der Mix aus absoluter Abgeklärtheit und kuriosem Wahnsinn, hat mich voll in seinen Bann gezogen. Die spannende Atmosphäre und kurze knackige Schreibweise, haben dann ihr übriges getan! Zum Ende war ich ein bisschen durch den Wind, aber hey! Bücher sollen Emotionen auslösen
War okay..
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich neugierig darauf war, was T. Kingfisher aus E. A. Poes unheimlich guter Geschichte "Der Untergang des Hauses Usher" machen würde. Und was soll ich sagen? Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Mehr aber auch nicht. Für mich hätte eine poetischere Sprache die Geschichte bereichert. Auch inhaltlich war ich leider etwas enttäuscht. Ja, die Autorin hat mehr Licht ins Dunkel gebracht, was mit Madeline Usher los ist. Aber es hat für mich komplett an Spannung und Grusel gefehlt. Im Nachwort erklärt T. Kingfisher, dass sie "Mexican Gothic" von Silvia Moreno-Garcia gelesen hat, worin es ja auch um ein gotisches Haus mit Pilzbefall geht, und fand, dass sie "das schon zehnmal besser erzählt hat."(Zitat: Kingfisher) Trotzdem wollte sie an dieser Geschichte festhalten und das ist auch gut so. Aber leider empfand ich sowohl das Original von E. A. Poe, als auch "Mexican Gothic" als stärker. Daran konnte leider auch die wunderschöne Aufmachung des Buches nichts mehr ändern..

Das erste Buch des Jahres und wahrscheinlich fast schon ein Jahreshighlight
Für alle Fans von „der Untergang des Hauses Ushers“ hier eine Neuerzählunh. Die Autorin konnte alle meine bisher unbeantworteten Fragen an das Orginal aufarbeiten und es ist ein tolles Buch. Abzug gibts für den Preis 20€- für keine 200 Seiten und eine bereits erzählte Geschichte, finde ich wirklich zu viel des Guten.
Obwohl ich keinerlei Erwartungen an das Buch hatte und mich nur mit Widerwillen drangesetzt habe, fand ich das Buch total super. Die Geschichte liest sich wie Butter und ist spannend und knackig. Ich habe "Der Untergang des Hauses Usher" bisher noch nicht gelesen, werde das aber in Kürze nachholen.
„Tote liefen nicht herum. Nur manchmal eben doch.“
Wow, wow, wow! Ich habe mir dieses Buch geholt, weil jemand hier auf Reado unter der Bewertung geschrieben hat, dass es an manchen Stellen furchtbar eklig war. Also genau mein Type of Books 🤪 🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫 Ehrlich gesagt fand ich persönlich diese Stellen gar nicht so eklig. Ich fand sie sehr spannend. Mir hat das Buch echt sehr gut gefallen, obwohl ich gar nicht wirklich wusste, worum es geht. Ich habe aber auch nie „Der Untergang des Haus Usher“ gelesen. 😶 Wie T. Kingfisher die Szenen beschrieben hat, finde ich grandios. Ich werde mir definitiv Band 2 bestellen. 🤭 🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫 Ich hätte nicht gedacht, dass ich Pilze mal so spannend finden würde

Pilziger und atmosphärischer Horror
Als Alex Easton Kenntnis davon bekommt, dass die einstige Jugendfreundin Madeline Usher an einer mysteriösen Krankheit leidet, macht er sich zum Familiensitz der Ushers auf. Dort angekommen kann Alex seinen Augen kaum trauen – Madeline sieht aus wie auf der Schwelle des Todes und auch ihr Bruder Roderick hat unverhältnismäßig abgebaut. Das Haus ist heruntergekommen, moderig und voller Pilzwucherungen, genau wie der umgebende Wald. Der hinzugezogene Arzt ist ebenso ratlos wie Alex und mit jedem Tag geht es Madeline schlechter… “Was die Toten bewegt“ ist eine Adaption der Kurzgeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“ von Edgar Allen Poe. Kingfisher hat die Grundidee und Figuren genommen und das Ganze weitergeführt. So haben wir im Gegensatz zum Original keinen unbekannten Erzähler, sondern wissen sehr genau wer uns durch die Geschichte führt. Ebenso ist das Ende weniger offen als in Poes Werk. Der Autor hat eine ganze Hintergrundgeschichte zur Hauptfigur Alex Easton und vor allem auch zum Herkunftsland Gallazien erschaffen. Das war wirklich interessant zu lesen, zumal sogar ganze Geschichtsfakten erdacht wurden oder auch auf die ungewöhnliche Sprache des gallazischen Volkes eingegangen wird. Zeittechnisch wird das Geschehen nie eingeordnet, aufgrund der Erzählung kann man aber davon ausgehen, dass wir uns um etwa 1890 bewegen. Umso erwähnenswerter, dass der Autor das Thema Gender Identität miteingebracht hat, was für unsere Hauptfigur eine große Bedeutung hat und sich außerdem auch in der Sprache wiederfinden lässt. Die Atmosphäre des Buches ist wie auch schon im Original wirklich toll getroffen. Ich konnte die düstere Landschaft förmlich vor meinen Augen sehen. Eine wunderbare Kulisse für eine derartige Story mit all seinen schaurigen Facetten. Die Figur der Mykologin gibt uns einen informativen Einblick in das Thema Pilze, die im Buch eine ganz besondere Rolle spielen und einen Großteil der unheimlichen Atmosphäre ausmachen. Besonders gefallen hat mir neben dem ganzen Gruselfaktor aber auch die lockere und teils sogar sehr humorvolle Schreibweise. Unsere Hauptfigur lässt uns gerne an ihren mitunter sarkastischen Gedanken teilhaben und lässt auch die ein oder andere lustige Anekdote aus ihrem Leben einfließen. „Was die Toten bewegt“ ist wunderbar atmosphärischer Einstieg in die kommende Jahreszeit. Eine toll weitergeführte Geschichte, die mir so ausgeschmückt sogar noch besser gefällt als das Original. Und ich werde Pilze wohl ab sofort mit ganz anderen Augen bezrachten
Herrlich düster!
Was für ein herrliches Buch! Dies ist mein zweites Buch der Autorin. Und ich war wieder gefangen in ihrem grandiosen Schreibstil T. Kingfisher kann Atmosphäre erzeugen. Und das stellt sie in diesem Buch wieder gekonnt unter Beweis. Man fühlt die Feuchte der Landschaft und des Usher Hauses fast am eigenen Leib. Ich habe das Original von Poe schon vor Jahren gelesen und konnte mich nur noch grob erinnern. Aber man merkt eindeutig, wem wir dieses Buch zu verdanken haben! Die Protagonisten so echt, so ungeschönt. Das Setting so düster und dunkel. Ein perfekter Halloween, oder Herbst Read. Auch wenn das Buch mit knapp 200 Seiten kein dicker Brocken ist, hat es doch alles was es braucht! Atmosphäre, Tiefe, echte Charaktere! Mit Miss Potter hat die Autorin eine wunderbar schrullige Protagonistin erschaffen, die der Geschichte die nötige Leichtigkeit gibt. Ihre Liebe zu den Pilzen war irgendwie ansteckend 😊. Das Haus der Ushers war wie erwartet ein sehr düsterer Ort, schaurig, gothic, ungemütlich. Und: es hat mir gefallen! 😁 Am besten, Ihr lasst Euch persönlich in den Bann der Geschichte, in Atmosphäre des Buches ziehen. Die beste Beschreibung kann der Geschichte nicht gerecht werden! Von mit ein absoluter Lesetipp für alle die es gerne düster und mysteriös mögen. Die Geschichte der Ushers ist verstörend und interessant zugleich! Worauf wartet Ihr noch? 😉

Characteristics
9 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
T. Kingfisher ist das Pseudonym von Ursula Vernon. Die in North Carolina lebende mehrfach preisgekrönten Autorin und Illustratorin ist vor allem für ihre Kinderbücher bekannt. Sie wurde bereits für den Ursa Major Award und den Eisner Award nominiert und gewann 2015 den Nebula Award für die beste Kurzgeschichte und 2017 den Hugo Award für die beste Novelle. Ihr Debüt-Horrorroman wiederum wurde 2020 mit dem Dragon Award für den besten Horrorroman ausgezeichnet. 2023 erschien von ihr in Deutschland „Wie man einen Prinzen tötet“.
Posts
Stimmig und atmosphärisch mit subtilen Grusel, nur die letzte Wendung hat mir gefehlt
Das war mein drittes Buch von T. Kingfisher und ich wurde wieder nicht enttäuscht. Mal wieder schafft sie es mit ihrem wirklich besonderen Schreibstil, den Charme der Geschichte auf eine ruhige und zugleich eindringliche Weise einzufangen, sodass sich die Atmosphäre fast unbemerkt unter die Haut schiebt. Obwohl ich die Originalgeschichte von Edgar Allan Poe nicht gelesen habe, konnte ich vollkommen in diese Welt eintauchen. Besonders spannend fand ich die nicht binäre Hauptfigur. Dieser Aspekt war für mich sehr interessant und stimmig umgesetzt. Durch den Austausch habe ich außerdem mitbekommen, dass es in der deutschen Übersetzung eine Ungenauigkeiten bei den Pronomen gibt, was ich etwas schade finde, da es die Darstellung unnötig verwässert. Auch das Worldbuilding hat mir gut gefallen, vor allem die Einblicke in die Kultur der Hauptfigur, die sich sehr durchdacht anfühlen und der Geschichte eine zusätzliche Ebene geben, ohne je erklärend zu wirken. Ich fand es beeindruckend, wie schleichend sich die Atmosphäre und der Grusel aufbauen. Es ist kein durchgehend intensiver Horror, aber genau diese leisen, stetig wachsenden Momente haben bei mir Wirkung gezeigt und mir immer wieder Schauer beschert. Insgesamt war das Zusammenspiel aus Schreibstil, Atmosphäre und Figuren für mich wirklich wunderbar und hat sich sehr stimmig angefühlt. Nur am Ende hat mir persönlich noch etwas gefehlt, da es für meinen Geschmack zu geradlinig ausfällt und ich mir noch eine Wendung gewünscht hätte. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band.

Von Hasen und Pilzen und dem Untergang des Hauses USher
Ich habe dieses Buch gesehen und fand das Cover total faszinierend. Der Klappentext hörte sich weird an und ich stellte das Buch wieder weg. Dies passierte noch mehrere Male, bis ich es dann doch zur Kasse nahm und es mir noch am selben Abend vorknöpfte. Der Untergang des Hauses Usher- ja schon mal gehört, aber keine Ahnung worum es geht. In den ersten 50 Seiten muss man erstmal mit dem Schreibstil klar kommen. Es wird aus der Perspektive von Alex Easton erzählt, der nach einem Brief seiner langjährigen Freundin Maddy in das Haus der Ushers einkehrt um nach seiner kranken Freundin zu sehen. Aber ist seine Freundin wirklich krank oder schon tot ? Aber Tote laufen nicht herum - oder vielleicht doch ? Ein absoluter Fiebertraum , sehr speziell aber da es nur knapp 190 Seiten sind , auf jeden Fall eine Lesung wert.

Düsteres und atmosphärisches Retelling
„Der Untergang des Hauses Usher“ ist mir nicht unbekannt, ich kenne ihn durch Verfilmungen und Videospiele. Jedoch muss ich zugeben, dass Ich das Original von Poe noch nicht gelesen habe. Muss ich mich dafür schämen? Vielleicht. Aber das Retelling „Was die Toten bewegt“ ist richtig gut und hat mich gut unterhalten. T. Kingfisher weiß wie man eine düstere Atmosphäre schafft. Ihr Erzählstil ist unverkennbar. Ich liebe ihn, er ist sehr angenehm und da das Buch recht kurz ist, nur 207 Seiten und das Hörbuch mit knapp 5 Stunden, ist es gut für zwischendurch geeignet. Ich habe es als Hörbuch gehört und ich mag es, der Sprecher macht einen guten Job. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle die Retellings mögen und für Fans von T. Kingfisher.
Es ist etwas im Wasser, lauernd verborgen unter der Oberfläche
Als Alex Easton einen kryptischen Brief von ihrer Jugendfreundin Madeline Usher erhält, in dem diese von ihrer Krankheit erzählt, macht sie sich sofort auf den Weg, um ihr beizustehen. Doch was sie im Familiensitz der Ushers findet, übersteigt ihr Verständnis und lässt selbst einer hartgesottenen Soldatin wie ihr die Haare zu Berge stehen. Seltsame Pilze wachsen aus allen Ritzen, die Tiere auf den Feldern spielen verrückt und die Bewohner des Hauses scheinen nicht mehr sie selbst zu sein… Dass T. Kingfisher Horror meisterhaft beherrscht, hat sie bereits mit „The Hollow Places“ bewiesen, einem Buch, das man definitiv nicht nachts allein lesen sollte. So gruselig wird es aber in diesem Roman nicht. Das muss auch gar nicht sein. Wie die Autorin auch ausführlich in ihrem Nachwort erklärt, ist diese kleine, aber feine Geschichte eine Neuinterpretation des Klassikers „Der Untergang des Hauses Usher“ mit einigen Neuerungen, besonders der absolut liebenswürdigen Protagonistin. Alex Easton ist ganz bestimmt keine feine Lady, viel eher eine Soldatin mit einer besonders trockenen Variante von sarkastischem Humor. Ich schreibe an der Stelle Soldatin, auch wenn sie in der Geschichte selbst anders bezeichnet wird, doch die sprachlichen Besonderheiten ihres fiktiven Landes genauer zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Unsere Protagonistin ist jedenfalls keine, die man so leicht aus dem Gleichgewicht bringt, eine, die nur an das glaubt, was sie sehen kann und die den einen oder anderen Becher schlecht gebrannten Alkohol verträgt. Auf ihre nüchterne Weise geht sie auf die Seltsamkeiten des Hauses Usher ein und bewahrt viel länger einen kühlen Kopf, als die meisten das geschafft hätten. Zwar ist dem Leser schon früher klar, was in zwischen den düsteren Wänden des alten Gemäuers vor sich geht, das beeinträchtigt die Spannung des Buches jedoch überhaupt nicht. Im Gegenteil: Trotz der Kürze der Geschichte (immerhin nur knapp 200 Seiten), erschafft die Autorin eine düstere, aber dennoch lebendige Atmosphäre, in der sie gekonnt das Makabere mit dem Mysteriösen verbindet und das rätselhafte Setting vor den Augen des Lesers lebendig werden lässt. Mit anderen Worten: In der Kürze liegt die Würze, das trifft für diese Geschichte auf jeden Fall zu. Das Buch vereint perfekt eine Mischung aus Spannung, Humor und Seltsamkeit mit einer gewissen Portion Ekel und Horror, die aber nicht extrem gruselig und nervenaufreibend ist, und lässt dem Leser die Charaktere schnell ans Herz wachsen. „Was die Toten bewegt“ ist ein wunderbar seltsamer Snack von einer Geschichte, der sich sehr gut an einem einzigen Nachmittag lesen lässt, perfekt geeignet für die düstere Herbstzeit. Man beachte aber, dass man nach der Lektüre dieses Buches erstmal keinen Appetit mehr auf frisch gepflückte Pilze haben wird.

Tote können nicht laufen“ – genau das habe ich mir beim Lesen dieses Buches immer wieder eingeredet, habe aber immer wieder selbst daran gezweifelt, und nicht nur ich, sondern auch Alex Easton, die Protagonistin, die mutig und zielstrebig alles tut, um ihre alte Freundin Madeline Usher zu retten, die an einer mysteriösen Krankheit leidet. Alex ist nicht alleine in ihrem Kampf, auch Roderich Usher, Madelines Bruder, steht an ihrer Seite, während sie sich zusammen mit einer britischen Mykologin und einem amerikanischen Arzt um das Wohl von Madeline kümmern und versuchen, hinter das Geheimnis zu kommen. Die Geschichte entfaltet sich in einer mysteriösen und düsteren Atmosphäre, in der selbst scheinbar harmlose Pilze sich als bedrohlich und grausam entpuppen können. Immer wieder gibt es Momente, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und einen in ihren Bann ziehen. Man fühlt sich unweigerlich dazu gedrängt, herauszufinden, was an diesem Ort wirklich geschieht. „Was die Toten bewegt“ ist eine beeindruckende Neuerzählung und steht in der Tradition der klassischen Erzählung von Edgar Allan Poe.

Grusel- und Ekelmomente vorhanden
Was die Toten bewegt - hier wurde der Untergang des Hauses Usher von Poe neu aufgegriffen und vor allem - vertieft. Man sinkt hinein und lässt sich durch die Geschehnisse tragen. Der Lesefluss stellt sich in den ersten Kapiteln ein. Wortgewandt, humoristisch und spannend erzählt Kingfisher die Geschichte neu mit ihrer Stimme. Das Buch hat mir wunderbare Lesezeiten geschenkt. Band 2 wandert auf die WuLi
Nette Geschichte für zwischendurch ..
Was soll man großartig zu diesem Buch sagen… Es war ein netter Read. Kann man machen, muss man aber nicht unbedingt. Gruselig oder wirklich Horror war es für mich nicht. Ich habe es mir geholt, weil ich die Serie Der Untergang des Hauses Usher geliebt habe und gespannt auf eine interessante Neuerzählung war. Die Geschichte war durchaus interessant und stellenweise spannend, die Atmosphäre schön düster gehalten. Trotzdem finde ich 20 Euro für 186 Seiten etwas überzogen, vor allem weil der erhoffte Wow-Effekt ausgeblieben ist. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben – und Band zwei wird auf jeden Fall auch noch gelesen.

Eine kurze, aber schaurige Geschichte 🍄🐇
Das war mein erstes Buch von der Autorin und trotz der Kürze war die Stimmung sehr unheilvoll und die Atmosphäre wirklich düster. Ich fand einige Stellen echt gruselig und der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Da ich das Original nicht kenne kann ich es nicht damit vergleichen.

Hhmm, ja gut😕
"Was die Toten bewegt" war mein erstes Buch von T. Kingfisher. Ich habe nie "Der Untergang des Hauses Usher" gelesen, kann dazu also keine Parallelen ziehen. Mir hat die Geschichte nicht wirklich gefallen, ich hatte mir mehr Spannung erhofft. Ich glaube die Grundthematik war einfach nicht meins, es erinnerte mich an "Der mexikanische Fluch", was mich auch nicht begeistern konnte. Das Buch ist optisch ein echtes Highlight, aber was nutzt mir die Optik, wenn der Inhalt nicht überzeugt?!

Was die Toten bewegt
Was die Toten bewegt Das Buch beginnt ruhig und baut eine düstere, atmosphärische Welt auf, in die man sich gut hineinversetzen kann. Anfangs zieht sich die Geschichte etwas, doch sobald sie an Fahrt aufnimmt, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Die Charaktere sind alle auf ihre Weise interessant und liebenswert. Besonders mochte ich die kleinen, unerwarteten Momente, die mich zum Schmunzeln brachten. Das Thema Pilze fand ich faszinierend – und die Idee einer solchen Übernahme durch einen Pilz wirkt gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, dass es dieses Phänomen bereits in der Natur bei Insekten gibt. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen – wenn man den etwas langsamen Anfang außer Acht lässt. Wer Geduld mitbringt, wird mit einer spannenden, atmosphärischen Geschichte belohnt.

„Was die Toten bewegt“ von T. Kingfisher hat mich von der ersten Seite an in seine düstere, unheimliche Atmosphäre gezogen. Die Neuerzählung von Poes Untergang des Hauses Usher ist bizarr, geistreich und zugleich ein wenig ekelerregend. Besonders begeistert haben mich die fesselnde Auflösung und der atmosphärisch-lustige Stil. Dieses Buch war eine packende Leseerfahrung, und ich freue mich schon darauf, den zweiten Band zu lesen. Genre: Horror Rating: 4,5 Sterne Ps: Es ist wirklich ein sehr kurzes Buch mit paar Illustrationen, dass man einem Tag lesen kann.
Atmosphärische Usher-Adaption mit packendem Stil und starken Horrorszenen, jedoch flachen Charakteren und vorhersehbarer Handlung.
In dieser atmosphärischen Neuerzählung von Edgar Allan Poes "Der Untergang des Hauses Usher" erhält der Soldat Alex Easton die Nachricht, dass seine alte Jugendfreundin Madeline Usher im Sterben liegt. Sofort reist er zum düsteren Anwesen der Ushers und stößt dort auf unheimliche Phänomene: Die Flora und Fauna verhält sich seltsam, Madeline ist nur Haut und Knochen, schlafwandelt und spricht mit fremder Stimme, während ihr Bruder Roderick von einer rätselhaften Nervenkrankheit gequält wird. Gemeinsam mit einer britischen Mykologin und einem ratlosen Arzt versucht Alex, das Geheimnis des Hauses Usher zu entschlüsseln, bevor es sie alle verschlingt. Obwohl der spitzenmäßige Schreibstil von T. Kingfisher an vielen Stellen zu fesseln weiß und sogar humorvolle Akzente setzt, hat mich die Geschichte insgesamt nicht so richtig umhauen können. Die Handlung verläuft recht vorhersehbar. Von Anfang an hat man eine Ahnung, wohin sich die Dinge entwickeln, selbst wenn man das Original von Poe nicht kennt. Ein weiteres Manko ist die Figurenzeichnung, ich bekam keinen Draht zu ihnen. Vielleicht, weil es sich wie ein von Easton geschriebener Erlebnisbericht liest und sich dadurch sehr auf diesen einen Charakter konzentriert, vielleicht hätte das Buch aber auch einfach ein paar Seiten mehr vertragen. Mir ist natürlich klar, dass sich Novellen auf wenige Figuren fokussieren aber dennoch. Die Autorin sagt über das Original, dass ihr aufgrund der Kürze Erklärungen gefehlt haben, die sie liefern wollte, allerdings fehlen mir die in ihrer längeren Variante (192 Seiten) nach wie vor. Ich erfuhr fast nichts von Maddy und Roderick und konnte deren Beziehung zu Easton nicht nachempfinden. Und auch er selbst blieb mir irgendwie fremd. Ich weiß, es ist ein heikles Thema, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich die Handhabung der Pronomen, die mit Eastons Herkunft und Beruf als Eidsoldaten in Verbindung stehen, verwirrt hat. Mir wurde nicht ganz klar, wie Easton zu verorten ist und konnte keine klare Vorstellung von seiner (?) Optik entwickeln. Die Horrorszenen sind allerdings absolut großartig geschrieben und jagten mir einen Schauer über den Rücken. Für die Beschreibung der Umgebung findet sie geniale, äußerst treffende Vergleiche. Diese herausragende, bildhafte Schreibweise hat mich neugierig auf weitere Werke von T. Kingfisher gemacht, doch "Was die Toten bewegt" bleibt für mich eine mittelmäßige Erfahrung. Auf die Fortsetzung verzichte ich. Wahrscheinlich werde ich mit den seitenstärkeren Romanen von ihr eher glücklich.

Ich liebe Snacks. Beim Essen. Und wohl jetzt auch in Büchern. Die beiden jeweils knapp 200 Seiten Bände "Was die Toten bewegt" und "Was die Nacht verschweigt" von T. Kingfisher sind Bücher Snacks für zwischendurch, wobei das 'zwischendurch' sicherlich bloß dafür steht, dass man sie relativ schnell ausgelesen hat oder in meinem Fall jeweils in einem Rutsch und nicht, dass man sie danach direkt wieder vergessen hat- im Gegenteil. Für mich persönlich war zwar der erste Band "Was die Toten bewegt" noch ein bisschen stärker als der zweite, nichtsdestotrotz hat Kingfisher zwei unglaublich atmosphärische Geschichten auf das Tableau der Horror-, Grusel- und Spukhausgeschichten gezaubert, angelehnt an die Erzählungen des großartigen Edgar Allan Poe, die nicht nur gerade im ersten Band unglaublich interessante Handlungen inne haben, sondern auch noch ans Herz gehende Figuren, die man sofort ins selbige schließt. Sei es Alex Easton, die sympathische Hauptfigur, ein bisschen unbedarft aber mit so einem entwaffnendem Humor ausgestattet, dass ich Alex überallhin gefolgt wäre in das noch so gruseligste Spukhaus am Ende der Welt, dann war da noch Miss Potter, Mykologin, was gerade im ersten Band noch enorm an Wichtigkeit gewinnen sollte, eine Engländerin aus dem Bilderbuch und gute Freundin von Alex Easton und noch eine Menge weitere Kandidat:innen von ähnlichem liebenswürdigen Gemüt. Doch worum geht es eigentlich? In "Was die Toten bewegt" folgt Easton einem postalischen Hilferuf seiner früheren guten Freundin Madeline Usher ins Usher Anwesen, das dem Begriff 'Anwesen' schon länger keine Ehre mehr gemacht hat denn Haus Usher befindet sich im regelrechten Zerfall und auch seinen beiden Bewohner:innen Madeline und Roderick Usher geht es ähnlich. Madeline ist nur noch ein Schatten ihrer Selbst und hat sich mit dem baldigen Tode schon längst abgefunden, auch ihr Bruder Roderick geht es schlecht, wenn auch mehr auf psychischer Ebene. Als Alex auch noch leibhaftig mitbekommt, dass Madeline nachts das Bett verlässt, um durch die Gänge des Usher Hauses zu schlafwandeln, wobei ihr Weg immer am mysteriösen See endet, der ebenfalls auf dem Grundstück beheimatet ist, erkennt Alex, dass etwas im Hause Usher ganz und gar nicht in Ordnung ist. Oder in der Geschichte von "Was die Nacht verschweigt", in der Alex seine Freundin Miss Potter in ein Jagdhaus seiner Familie einlädt, nur um dieses vollkommen verlassen und verwahrlost vorzufinden. Auch vom Verwalter fehlt jede Spur und im Dorf gehen allerlei Gerüchte um über eine uralte Legende, die auf Eastons Grundstück angeblich wieder zum Leben erweckt wurde. Wie bereits erwähnt hat Kingfisher mit beiden Erzählungen zwei unglaublich atmosphärische Geschichten erschaffen aber gerade bei der ersten Erzählung "Was die Toten bewegt", in der sie im Nachwort schreibt, dass sie mit dem Ende von Poes Version des Untergangs des Hauses Usher nicht zufrieden war und in ihrer eigenen Version ergründen wollte, warum Haus Usher schlussendlich unterging, hat sie mich gekriegt denn das macht sie wirklich gut, beeindruckend ist aber auch, dass sie trotz der gruseligen Kulisse den wissenschaftlichen Aspekt mit der Figur der Miss Potter nie aus der Erzählung heraushält. Und das macht die schlussendliche Auflösung vielleicht noch ein bisschen verrückter. Ich kenne übrigens den Originaltext von Poe nicht, werde aber das und die Netflix Adaption der Geschichte schnellstmöglich nachholen. Beide Erzählungen Kingsfishers sind definitiv keine 08/15 Ware im stetig wachsenden Universum der Grusel- und Horrorliteratur. Und ich selbst freue mich schon sehr weitere Romane dieser Autorin zu entdecken.

Ein atmosphärisch, düstere Neuinterpretation von Poes Klassiker, mit dunklem Humor 🐇🍄
„Was die Toten bewegt“ ist eine Neuinterpretation von Edgar Allan Poes Klassiker „Der Untergang des Hauses Usher“. In der Geschichte begleiten wir Alex, der einem alten Freund zur Seite stehen soll, dessen Schwester im Sterben liegt. Die Erzählung ist unglaublich atmosphärisch, und man hat oft das Gefühl, mit schlammbedeckten Schuhen durch ein düsteres, knarrendes Haus zu gehen. Besonders spannend fand ich, dass die Identität der Hauptperson Alex im Unklaren bleibt – es wird nie direkt gesagt, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, auch wenn es immer wieder kleine Andeutungen gibt. (Dies hat mich zu beginn auch etwas verwirrt) Der Schreibstil war für mich nicht ganz einfach; er war zwar verständlich, aber ich konnte nicht so schnell durch die Seiten blättern, wie bei anderen Romanen. Trotz der konstant düsteren und schimmeligen Stimmung hatte ich nie wirklich Angst oder Schrecken – ich denke, der Humor, der immer wieder durchschimmert, trägt viel dazu bei. Das Ende hat mir sehr gefallen, und erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf. Die Erzählung ist kompakt, durchdacht und atmosphärisch, mit einer guten Dosis dunklem Humor. Für mich eine besondere Empfehlung, und lest auf jeden Fall auch das Nachwort der Autorin. „Obskure Leidenschaften, egal wie ausgefallen, begeistern mich.“

Klassiker mit The Last of Us Feeling
Was die Toten bewegt“ klingt erst einmal nach einem sehr philosophischen Titel. Ist aber wortwörtlich zu verstehen. Dieses Buch hat mir sehr starke „The Last of Us“-Vibes vermittelt. Das lag natürlich an der Hauptstory rund um Pilze. Das Buch soll in die Horror-Richtung gehen und an einigen Stellen hätte mir auch nur noch „creepy Musik“ gefehlt. Eine Richtung, in die die Autorin gerne zu gehen scheint. Sie schafft mit ihrem Schreibstil eine coole, düstere Atmosphäre. Mir hat es auch gut gefallen, wie die ganze Zeit über die Spannung aufgebaut wurde und die Darstellung der Geschwister. Es war mein erstes Buch der Autorin und definitiv nicht mein letztes. Was auch daran liegt, dass es sich bei diesem Buch um eine Dilogie handelt. Gestalterisch fand ich auch die Einarbeitung der Pilzzeichnungen in dem ich sehr schön, denn wir treffen am Anfang eine Frau, die Pilze zeichnet. Ich fand das Buch super spannend und es war mal etwas anderes, da es eine Nacherzählung eines bekannten Klassikers war. Da es sich um keine außergewöhnlich hohe Seitenanzahl handelt, finde ich dieses Buch auch einfach super für zwischendurch.

[ Werbung | Rezensionsexemplar ] Das Buch ist ein Retelling der Geschichte "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe. Ich habe das Original gelesen und "leider" auch die Serie (große Empfehlung) gesehen. Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass ich das Ganze wohl anders herum hätte angehen müssen. Meine Empfehlung ist, erst das Originalbuch, dann das Retelling zu lesen und dann die Serie anzuschauen (FALLS man sich mit allen drei Geschichten beschäftigen möchte). Durch die Serie hatte ich, obwohl ich wusste, dass ich das nicht sollte, einfach zu viel erwartet 😅 Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, auch wenn mir manchmal etwas zu wenig passiert ist. Es ist gut geschrieben, hat eine schön düstere Atmosphäre und interessante Charaktere, deren Humor hin und wieder die Geschichte etwas auflockerte 😊 Die Hauptstory selber war gut gemacht. Theoretisch wusste ich, wie es ausgehen wird und trotzdem konnten mich die Wendungen überraschen. Die Autorin hält die düstere Atmosphäre von vorne bis hinten aufrecht und überrascht mit Szenen und Enthüllungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das Buch ist gerade für die Herbstzeit super und mit den gerade mal 200 Seiten auch etwas für zwischendurch 🍂

Retelling »Der Untergang des Hauses Usher« von Poe – anders als erwartet.
Ehrlicherweise muss ich gestehen hier nur die Serienverfilmung von Poes Geschichte zu kennen und habe daher irgendwie etwas anderes erwartet. Prinzipiell war es aber interessant, ein bisschen ekelig und kurzweilig. Einzig und allein die Schreibweise hat mir manchmal (durch den Ersatz der Artikel) nicht so gut gefallen und meinen Lesefluss beeinträchtigt. Kann hier aber auch durchaus an die Orginalgeschichte angelehnt worden sein und ich kann es einfach nicht einschätzen. War also ganz ok und zum Ende hin spannend, aber ich bin mir unschlüssig den zweiten Band lesen zu wollen. Mal sehen. Zumindest das Cover hat mich hier sehr angesprochen 😊

Die bekannte und preisgekrönte Autorin T. Kingfisher hat mit ihrem Buch „Was die Toten bewegt“ eine Neuerzählung eines Klassikers zu Papier gebracht. In diesem Werk wird die Kurzgeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“, welche aus der Feder von Edgar Allan Poe stammt, neu erzählt, mit anderen Gedankengängen ergänzt und etwas umfangreicher neu aufgeschrieben. Klappentext: Auf die Nachricht hin, dass Madeline Usher – eine alte Jugendfreundin – im Sterben liegt, eilt Alex Easton augenblicklich zum entlegenen Stammsitz der Ushers im ländlichen Ruravien, um ihr beizustehen. Was Alex dort vorfindet, ist ein albtraumhafter, düsterer See, umgeben von wild wuchernden Pilzen und einer Fauna, die vom Teufel besessen zu sein scheint. Madeline schlafwandelt nachts und spricht mit seltsam veränderter Stimme, und ihr Bruder Roderick wird von einer mysteriösen Nervenkrankheit heimgesucht. Mithilfe einer bemerkenswerten britischen Mykologin und eines ratlosen amerikanischen Arztes muss Alex das Geheimnis des Hauses Usher lüften, ehe sie ihm alle zum Opfer fallen. Ich persönlich habe noch kein Werk aus der Feder von Kingfisher, ein Pseudonym von Ursula Vernon gelesen. Aber dieses Buch hat mich gereizt, verspricht es gruselige Lesestunden und eine gute Portion Horror. Von Poe habe ich schon die ein oder andere Geschichte gelesen, wobei mir die Vorlage zu „Was die Toten bewegt“ leider nicht geläufig war. Bisher habe ich „Der Untergang des Hauses Usher“ noch nicht gelesen, aber dies werde ich auf jeden Fall noch nachholen. An erster Stelle möchte ich die Gestaltung positiv erwähnen, dieses Werk ist wahrlich ein Blickfang. Und jeder, der dieses Werk gelesen hat, wird nachvollziehen können, wie passend dieses Cover für den Inhalt des Buches ist. Es stimmt einen schon Mal auf die Grundstimmung des Buches ein und macht neugierig. Auch die Darstellungen der Pilze mitten im Buch passen hervorragend zum Inhalt und haben mich persönlich noch zusätzlich in die richtige Stimmung versetzt. Den Stil von Kingfisher fand ich zu Beginn des Werkes etwas gewöhnungsbedürftig. Kurze, prägnante Sätze vermitteln eine klare, fast schon kalte Atmosphäre. Als Leser wird man sofort mitten ins Geschehen hineinkatapultiert und dies nicht auf die sanfte Art. Man muss sich erst einmal zurechtfinden und die Situation sortieren. Die ersten Andeutungen über die grammatikalischen Feinheiten von Gallazien tun hier sein Übriges, sodass ich leider nur peu a peu einen Zugang zur Geschichte gefunden habe. Allgemein fand ich die Ausführungen über die sprachlichen Feinheiten zwar meistens interessant, aber der Zusammenhang zur Haupthandlung hat mir persönlich gefehlt. Für mich waren sie für die Story nicht weiter relevant und haben mich eher aus den Lesefluss gebracht. Gelungen fand ich im Gegensatz dazu die Atmosphäre. Diese ist düster und bedrohlich, ein Gruselfaktor ist spürbar. Innerhalb von „Was die Toten bewegt“ gab es ein paar Szenen, die einen Gänsehaut verursachen können. Einige Gedankengänge fand ich hier wahrlich faszinierend und regen zum Hinterfragen und Nachdenken an. Hier merkt man auch ganz gut, dass die Autorin sich von Poe hat inspirieren lassen. Sein Spannungsaufbau ist ganz gut erkennbar (allein die Beschreibungen hinsichtlich dem Zustand des Hauses) und auch sein Faible für Pilze von Seitens Poe lässt sich nach diesem Werk definitiv nicht mehr abstreiten. Insgesamt fand ich die Ansätze und auch die Ausführungen zu den Pilzen recht interessant. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ich Miss Potter – die Illustratorin von Beruf ist, sich aber sehr intensiv mit der Mykologie beschäftigt, als einen wirklich spannenden Charakter empfand, welche das Buch bereichert hat. Allgemein fand ich die Charakterdarstellung für dieses Genre ausreichend. Ein Horrorroman lebt durch die gruselige Atmosphäre und auch den überraschenden Moment. Da wäre eine ausführliche Charakterdarstellung nicht sinnvoll. Dennoch sind sowohl die Hauptcharaktere als auch die Nebencharaktere gut skizziert, sodass man als Leser ein Bild vor Augen hat und sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Im Mittelpunkt steht hier Alex Easton, ein Soldat aus Gallazien. Eine Nachricht von Madeline, eine gute Jugendfreundin treibt Alex in das Haus der beiden Geschwister Usher und die Zustände dort sind wirklich katastrophal. Mit jeder Seite lernt man Alex besser kennen und erfährt auch einiges über die Zusammenhänge und über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Meine heimlichen Helden waren hier auch Hob, das Pferd von Alex und dessen Begleitung Angus, die beiden haben einen teilweise morbiden Humor in der Geschichte verlauten lassen. Positiv möchte ich auch noch die Story an sich erwähnen. Sowohl die Grundidee dahinter als auch die Umsetzung und Schwerpunkte bzw. Wichtungen mancher Zusammenhänge fand ich gelungen. Gebannt habe ich an den Seiten gehangen und wollte mehr über die Kausalitäten erfahren und lesen, wie diese Geschichte für alle beteiligten ausgeht. Wer heil aus dieser ganzen Sache herauskommt und wer hier Federn lassen muss. Insgesamt konnte mich die Autorin T. Kingfisher mit ihrem Roman „Was die Toten bewegt“ wirklich auf eine gruselige Art gut unterhalten. Ich fand diese Neuauflage bzw. Neuinterpretation der Kurzgeschichte aus der Feder des berühmten Autors Edgar Allan Poe wahrlich interessant. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben.

Eine literarische Adaption der Kurzgeschichte "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe.
Ab der Mitte dieses kurzen Romanes nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Es passieren mysteriöse Dinge, gruselig, eklig und schockierend. Pilze haben etwas damit zu tun und Hasen, die sich komisch benehmen. Ein See, der leuchtet. Dass die Pilze die Hauptrolle spielen, zeigt uns das schöne Buch mit den schwarz-weißen Pilz-Illustrationen, am Anfang (bzw Ende) eines jeden Kapitels. Eine atmosphärische Erzählung im England des 18. Jahrhunderts. Typisch steif und adelig, mit Etikette und Manieren.
Eine klassische Horrorgeschichte im ähnlichen Stil von Poe und Co.geschrieben auf moderne Art und Weise.
Mir hat die kurze Geschichte sehr gefallen. Es hat mich sehr an die alten Horrorschriftsteller erinnert und war auf seine Art trotzdem ganz anders geschrieben. Ich mochte die Story und die Entwicklung mit dem gesamten düsteren Ambiente. Ich liebe das Cover und freue mich schon sehr auf Band 2!
Wäre es ein Film, würde ich ihn nie im Leben schauen 🐰 🧟 🍄
Eine packende und atmosphärische Neuerzählung von Edgar Allan Poes Klassiker Der Untergang des Hauses Usher. Auf die Nachricht hin, dass Madeline Usher – eine alte Jugendfreundin – im Sterben liegt, eilt Alex Easton augenblicklich zum entlegenen Stammsitz der Ushers im ländlichen Ruravien, um ihr beizustehen. Was Alex dort vorfindet, ist ein albtraumhafter, düsterer See, umgeben von wild wuchernden Pilzen und einer Fauna, die vom Teufel besessen zu sein scheint. Madeline schlafwandelt nachts und spricht mit seltsam veränderter Stimme, und ihr Bruder Roderick wird von einer mysteriösen Nervenkrankheit heimgesucht. Mithilfe einer bemerkenswerten britischen Mykologin und eines ratlosen amerikanischen Arztes muss Alex das Geheimnis des Hauses Usher lüften, ehe sie ihm alle zum Opfer fallen. *** Es ist Ende 19. Jahrhunderts und wir steuern auf einen düsteren See und merkwürdigen Pilzen zu. Ich habe etwas gebraucht um in das Buch zu kommen, obwohl es flüssig zu lesen war. Die Spannung hat sich sehr langsam aufgebaut, aber man wollte wissen, was das alles auf sich hat. Einfach fantastisch gruselig und ekelhaft. Der Vibe vom Edgar Ellen Poe ist bei der Nacherzählung nicht verloren gegangen.
Ein düsteres Setting, das mehr hätte sein können
Alex Easton reist nach Ruravien, weil seine alte Freundin Madeline Usher schwer erkrankt ist. Doch das Anwesen wirkt von Anfang an unheimlich - der See, die Pilze, selbst die Tiere. Madeline schlafwandelt und wirkt mehr tot als lebendig und ihr Bruder Roderick ist von einer seltsamen Nervosität gezeichnet. Gemeinsam mit einer Pilzforscherin und einem Arzt versucht Easton herauszufinden, was hinter all dem steckt. Das Buch hat definitiv eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre und eine interessante Grundidee. Für mich persönlich war es allerdings nicht so spannend, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil konnte mich stellenweise nicht komplett fesseln, und einige Figuren blieben eher oberflächlich. Die Handlung wirkte vorhersehbar und teilweise etwas platt. Ehrlich gesagt war ich ein bisschen enttäuscht. Das Buch liest sich flüssig und schnell, keine Frage – für zwischendurch ist es gut zu lesen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, nur mit dem Zeh ins Wasser zu dippen: die Tiefe der Geschichte wird kaum berührt. Positiv fand ich das Setting und die düstere Atmosphäre, sowie die englische Pilzforscherin, die für mich als einzige etwas Charakter hatte. Ansonsten wurde hier meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt. Für mich wirkte die Geschichte eher wie eine kurze Erzählung, die auf 200 Seiten ausgedehnt wurde. Sie war okay, aber leider nicht mehr. Ich finde das sehr schade, da ich mich wirklich auf das Buch gefreut hatte. Fazit: Was die Toten bewegt ist keine schlechte Lektüre, war für mich aber auch nichts Besonderes. Wer eine kurze, atmosphärische Erzählung sucht, wird sicher Freude daran haben. Wer jedoch tiefgründige Figuren, überraschende Wendungen oder echten Horror erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich war es letztlich nur „ganz nett“. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
Düster, atmosphärisch und unerwartet
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend , düster und packend. Die Spannung hat sich zwar erst im Laufe des Buches aufgebaut, man hatte jedoch schon von Beginn an ein unheimliches und beklemmendes Gefühl. Diese Gefühl hing vorallem mit dem Setting des verfallenen alten Anwesens zusammen. Das Ende hat mich total begeistert.
Mystisch, spannend und teils haarsträubend
Mit "was die Toten bewegt" orientiert sich die Autorin an Edgar Allan Poes Klassiker "der Untergang des Hauses Usher", welchen ich bisher jedoch nicht gelesen habe und somit keine Vergleiche ziehen kann. Der Einstieg fiel mir tatsächlich etwas schwer und auch die eigenen Pronomen haben meinen Lesefluss immer wieder gestört. Nach und nach baute sich aber immer mehr Spannung auf und ich konnte mich der düsteren Atmosphäre, welche uns bis zur letzten Seite begleitet, hingeben. Ansiedeln würde ich die Geschichte tatsächlich irgendwo zwischen Horror und Krimi, wobei die Spannung hier weniger auf übertrieben gruseligen Szenen beruht, sondern vielmehr auf der sehr dichten Atmosphäre und der detailiert, schauderhaften Beschreibungen der Autorin. Manche Szenen waren wirklich eklig, aber meiner Meinung nach noch gut aushaltbar. Insgesamt hat mir die Geschichte trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut gefallen und ich bin neugierig auf das "Original" geworden. Kanntet ihr bereits eines der Bücher?
Ich weiß nicht, was es genau mit mir und einigen Genres auf sich hat, aber immer wenn wir es miteinander versuchen, endet es eher mäßig. Noch ernüchternder ist es, wenn ich zum ersten Mal etwas von einer Autorin lese, die ich schon länger im Auge habe. “Was die Toten bewegt” hat unter 200 Seiten. Warum es sich aber angefühlt hat, als hätte ich 450 Seiten gelesen, bleibt ein Rätsel. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt war ich mir nicht ganz sicher, was ich da lese. Vom Hocker gehauen hat mich nichts wirklich. Der Vibe, welcher auch immer dieser sein sollte, ist für mich nicht rüber gekommen. Es dreht sich viel um Pilze und Hasen und Tote. Gegeben hat mir das alles leider nicht wirklich viel, obwohl die Idee/Gedanke/Zusammensetzung von alldem nicht schlecht ist. Die Charaktere waren alle in Ordnung? Zwei der Charaktere fand ich dann doch leicht belustigend und sind mir positiv aufgefallen: Miss Potter, die gerne Pilze zeichnet und sich entsprechend mit diesen auskennt, und Hob, das Pferd von Alex Easton, dem Hauptcharakter. Ich glaube, das einzig herausstechende an dem Buch ist für mich das Cover. Wer “Was die Toten bewegt” gelesen hat, wird nachvollziehen können, wie treffend es gewählt wurde. Ich habe Edgar Allen Poes “Der Untergang des Hauses Usher”, auf welchem dieses Buch basiert, nie gelesen und weiß nicht, wie viel oder wenig es mir hier geholfen hätte. Im November erscheint die Fortsetzung “Was die Nacht verschweigt” und ob ich diese lesen werde, steht noch in den Sternen. Vielen Dank an Cross Cult für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Tote laufen nicht herum?
Poes Original auf dem das Retelling basiert habe ich vor einiger Zeit gelesen, aber ich kann mich leider nicht mehr gut genug daran erinnern um es direkt zu vergleichen. Einige Parallelen konnte ich dennoch finden. Aber erstmal zur Gestaltung des Buches: die deutsche Ausgabe ist sehr schön gestaltet, Innen sowie Außen im Vergleich zum Englischen Taschenbuch. Die Geschichte entfaltet sich sehr langsam und hat eine bedrückende Stimmung. Was mir auch gut gefallen hat. Besonders die Szenen mit den Hasen hatten eine unangenehme Stimmung. Es ist aufjedenfall eines der wenigen Horrorbücher die mich wirklich zum gruseln gebraucht habe. Die pilz thematik und deren Umsetzung haben mir auch sehr gefallen. Lediglich mit den Hauptcharakter konnte ich nicht warm werden. Die Charaktere waren aber generell relativ flach. Auf unter 200 Seiten kann man da aber auch nicht ganz so viel erwarten. Alex stammt aus einen fiktiven Land in dem es mehrere Pronomen gibt für bestimmte Personen und anscheinend auch Gegenstände, es wird mehrmals darüber berichtet und auch erklärt. (Zum Schluss wird eines dieser Fantasie Pronomen auch ziemlich häufig genutzt, was den Lesefluss schon ernom beeinflusst hat, zumindest für mich) Aber was trägt das zur Story bei? Ich hatte gehofft das es im Nachwort vllt eine Erklärung gibt warum die Autorin den Protagonisten (er/sie ist nonbinary soweit ich das verstanden habe) so gestaltet hat, aber es war anscheinend nur eine spontane Eingebung. Ob Gallazien auch in anderen Büchern von ihr vorkommt und es deswegen so hervorgehoben wird, weiß ich leider nicht, da dies mein erstes Buch von der Autorin war. Aber aufjedenfall nicht mein letztes.
Ein Horrorbuch mit sehr groteskem Twist
Die Nacherzählung des „Der Untergang des Hause Usher“ von Edgar Allan Poe hat mich sehr überrascht. Es fängt sehr düster an und ich hab mich direkt in die Stimmung reinversetzt gefühlt. Mit fortlaufender Geschichte wurde es immer klarer in welche Richtung es geht und ab ca. der Hälfte hab ich verstanden, dass es ein Horrorbuch ist. Das Ende fand ich auch sehr gut ausgearbeitet von der Autorin! Vom Schreibstil her war es mir am Anfang etwas langatmig, was sich dann aber im Laufe der Story änderte. Das Buch ist auf jedenfall zu Empfehlen, wobei man sich auf viele Gänsehautmomente einstellen muss! Spoiler ‼️ Mir ist schon in den Sinn gekommen, dass die Hasen und damit auch Madeleine von dem Pilz befallen sind, als sich der Tote Hase vor dem Protagonisten auf einmal bewegt hat. Aber dann die Interaktionen mit Maddie hatten es dann richtig in sich und obwohl ich Horror nicht so sehr mag, konnte ich vor lauter ekelerregender Spannung das Buch dann doch nicht weglegen.
Atmosphärisch!
Dieses Buch war unglaublich atmosphärisch. Ich kenne die Geschichte von Poe nicht, daher bezieht sich die Rezi nur auf dieses Buch. Anfangs fing es gemächlich an, wir lernen Alex kennen und erfahren ein wenig über ihn. Er besucht das Hause Usher, da seine Jugendfreundin sehr krank ist. So und ab hier wird es ungemütlich. Das Haus Usher verströmt eine unheimliche Atmosphäre, welche trotz der Kürze der Geschichte gut zur Geltung gebracht wird. Zeitweise ist es auch richtig ekelig, also ich werde diese Bilder nicht so schnell aus meinem Kopf bekommen. Eine große Leseempfehlung für diejenigen, die gerne atmosphärische, düstere und schaurige Horrorgeschichten lesen möchten.
Ich kenne die Geschichte im Original nicht, da es sich hier um ein Retelling handelt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die düstere Umgebung wurde sehr gut beschrieben. Man konnte mitfiebern über die Gründe. Ich hatte anfangs etwas Probleme mit dem Schreibstil. Das war mein erstes Buch von der Autorin. Insgesamt eine sehr gute, gruselige Geschichte.
Atmosphärisch, düster und spannend!
Ich war schon nach den ersten paar Seiten voll drin und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Wirklich super gut geschrieben, von der ersten bis zur letzten Seite. Zwischendurch und vor allem gegen Ende hat es mich wirklich geschüttelt, weil es so gruselig und teilweise auch eklig wurde. Sich das alles bildlich vorzustellen ist da wirklich grausig. Aber genau so soll es ja auch sein. 🤭
Zu Beginn muss ich gestehen, hatte ich etwas Sorge, dass mir die gesamte Geschichte zu wenig atmosphärisch und zu „vorhersehbar“ ist. Beinahe über ein Drittel des gesamten Buches hat sich dieser Gemütszustand auch wacker gehalten. Jedoch kam dann ganz plötzlich Richtung Ende eine atmosphärische Wendung. Jene hat mir dann wieder richtig Lust auf die Geschichte gemacht und das gesamte Story-Telling war sehr unterhaltsam und düster. Ich wünschte die Geschichte hätte sich durchgehend so verhalten. Trotz alledem ist dieses kleine Meisterwerk wirklich ein sehr feines Stück. Allein, da es sich dabei um eine Neuerzählung von Edgar Allan Poe handelt. Aber auch die optische Aufmachung ist absolut wunderschön. Ein kleines, edles Hardcover mit einem grandiosen Cover und auch hinter dem annehmbaren Cover verbirgt sich eine hochwertige Aufmachung mit rot/verchromten Pilzen. Für jedes Regal ein kleiner Schatz.

WOW! Ein bisschen wie ein Fiebertraum
Ich bin mit Poes Werken nicht vertraut, kenne nur seinen Ruf. Wer Fan ist und mit der Geschichte der Ushers vertraut ist, wird in dieser Geschichte vielleicht Antworten, auf Fragen finden, die man nie gestellt hat. Zumindest verspricht dies das Nachwort der Autorin. Dieses dunkle Szenario passt perfekt in den Herbst und diese kalte Jahreszeit. Mich, als nicht mit der Geschichte vertraute, hat es absolut abgeholt. Der Mix aus absoluter Abgeklärtheit und kuriosem Wahnsinn, hat mich voll in seinen Bann gezogen. Die spannende Atmosphäre und kurze knackige Schreibweise, haben dann ihr übriges getan! Zum Ende war ich ein bisschen durch den Wind, aber hey! Bücher sollen Emotionen auslösen
War okay..
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich neugierig darauf war, was T. Kingfisher aus E. A. Poes unheimlich guter Geschichte "Der Untergang des Hauses Usher" machen würde. Und was soll ich sagen? Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen. Mehr aber auch nicht. Für mich hätte eine poetischere Sprache die Geschichte bereichert. Auch inhaltlich war ich leider etwas enttäuscht. Ja, die Autorin hat mehr Licht ins Dunkel gebracht, was mit Madeline Usher los ist. Aber es hat für mich komplett an Spannung und Grusel gefehlt. Im Nachwort erklärt T. Kingfisher, dass sie "Mexican Gothic" von Silvia Moreno-Garcia gelesen hat, worin es ja auch um ein gotisches Haus mit Pilzbefall geht, und fand, dass sie "das schon zehnmal besser erzählt hat."(Zitat: Kingfisher) Trotzdem wollte sie an dieser Geschichte festhalten und das ist auch gut so. Aber leider empfand ich sowohl das Original von E. A. Poe, als auch "Mexican Gothic" als stärker. Daran konnte leider auch die wunderschöne Aufmachung des Buches nichts mehr ändern..

Das erste Buch des Jahres und wahrscheinlich fast schon ein Jahreshighlight
Für alle Fans von „der Untergang des Hauses Ushers“ hier eine Neuerzählunh. Die Autorin konnte alle meine bisher unbeantworteten Fragen an das Orginal aufarbeiten und es ist ein tolles Buch. Abzug gibts für den Preis 20€- für keine 200 Seiten und eine bereits erzählte Geschichte, finde ich wirklich zu viel des Guten.
Obwohl ich keinerlei Erwartungen an das Buch hatte und mich nur mit Widerwillen drangesetzt habe, fand ich das Buch total super. Die Geschichte liest sich wie Butter und ist spannend und knackig. Ich habe "Der Untergang des Hauses Usher" bisher noch nicht gelesen, werde das aber in Kürze nachholen.
„Tote liefen nicht herum. Nur manchmal eben doch.“
Wow, wow, wow! Ich habe mir dieses Buch geholt, weil jemand hier auf Reado unter der Bewertung geschrieben hat, dass es an manchen Stellen furchtbar eklig war. Also genau mein Type of Books 🤪 🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫 Ehrlich gesagt fand ich persönlich diese Stellen gar nicht so eklig. Ich fand sie sehr spannend. Mir hat das Buch echt sehr gut gefallen, obwohl ich gar nicht wirklich wusste, worum es geht. Ich habe aber auch nie „Der Untergang des Haus Usher“ gelesen. 😶 Wie T. Kingfisher die Szenen beschrieben hat, finde ich grandios. Ich werde mir definitiv Band 2 bestellen. 🤭 🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫🍄🟫 Ich hätte nicht gedacht, dass ich Pilze mal so spannend finden würde

Pilziger und atmosphärischer Horror
Als Alex Easton Kenntnis davon bekommt, dass die einstige Jugendfreundin Madeline Usher an einer mysteriösen Krankheit leidet, macht er sich zum Familiensitz der Ushers auf. Dort angekommen kann Alex seinen Augen kaum trauen – Madeline sieht aus wie auf der Schwelle des Todes und auch ihr Bruder Roderick hat unverhältnismäßig abgebaut. Das Haus ist heruntergekommen, moderig und voller Pilzwucherungen, genau wie der umgebende Wald. Der hinzugezogene Arzt ist ebenso ratlos wie Alex und mit jedem Tag geht es Madeline schlechter… “Was die Toten bewegt“ ist eine Adaption der Kurzgeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“ von Edgar Allen Poe. Kingfisher hat die Grundidee und Figuren genommen und das Ganze weitergeführt. So haben wir im Gegensatz zum Original keinen unbekannten Erzähler, sondern wissen sehr genau wer uns durch die Geschichte führt. Ebenso ist das Ende weniger offen als in Poes Werk. Der Autor hat eine ganze Hintergrundgeschichte zur Hauptfigur Alex Easton und vor allem auch zum Herkunftsland Gallazien erschaffen. Das war wirklich interessant zu lesen, zumal sogar ganze Geschichtsfakten erdacht wurden oder auch auf die ungewöhnliche Sprache des gallazischen Volkes eingegangen wird. Zeittechnisch wird das Geschehen nie eingeordnet, aufgrund der Erzählung kann man aber davon ausgehen, dass wir uns um etwa 1890 bewegen. Umso erwähnenswerter, dass der Autor das Thema Gender Identität miteingebracht hat, was für unsere Hauptfigur eine große Bedeutung hat und sich außerdem auch in der Sprache wiederfinden lässt. Die Atmosphäre des Buches ist wie auch schon im Original wirklich toll getroffen. Ich konnte die düstere Landschaft förmlich vor meinen Augen sehen. Eine wunderbare Kulisse für eine derartige Story mit all seinen schaurigen Facetten. Die Figur der Mykologin gibt uns einen informativen Einblick in das Thema Pilze, die im Buch eine ganz besondere Rolle spielen und einen Großteil der unheimlichen Atmosphäre ausmachen. Besonders gefallen hat mir neben dem ganzen Gruselfaktor aber auch die lockere und teils sogar sehr humorvolle Schreibweise. Unsere Hauptfigur lässt uns gerne an ihren mitunter sarkastischen Gedanken teilhaben und lässt auch die ein oder andere lustige Anekdote aus ihrem Leben einfließen. „Was die Toten bewegt“ ist wunderbar atmosphärischer Einstieg in die kommende Jahreszeit. Eine toll weitergeführte Geschichte, die mir so ausgeschmückt sogar noch besser gefällt als das Original. Und ich werde Pilze wohl ab sofort mit ganz anderen Augen bezrachten
Herrlich düster!
Was für ein herrliches Buch! Dies ist mein zweites Buch der Autorin. Und ich war wieder gefangen in ihrem grandiosen Schreibstil T. Kingfisher kann Atmosphäre erzeugen. Und das stellt sie in diesem Buch wieder gekonnt unter Beweis. Man fühlt die Feuchte der Landschaft und des Usher Hauses fast am eigenen Leib. Ich habe das Original von Poe schon vor Jahren gelesen und konnte mich nur noch grob erinnern. Aber man merkt eindeutig, wem wir dieses Buch zu verdanken haben! Die Protagonisten so echt, so ungeschönt. Das Setting so düster und dunkel. Ein perfekter Halloween, oder Herbst Read. Auch wenn das Buch mit knapp 200 Seiten kein dicker Brocken ist, hat es doch alles was es braucht! Atmosphäre, Tiefe, echte Charaktere! Mit Miss Potter hat die Autorin eine wunderbar schrullige Protagonistin erschaffen, die der Geschichte die nötige Leichtigkeit gibt. Ihre Liebe zu den Pilzen war irgendwie ansteckend 😊. Das Haus der Ushers war wie erwartet ein sehr düsterer Ort, schaurig, gothic, ungemütlich. Und: es hat mir gefallen! 😁 Am besten, Ihr lasst Euch persönlich in den Bann der Geschichte, in Atmosphäre des Buches ziehen. Die beste Beschreibung kann der Geschichte nicht gerecht werden! Von mit ein absoluter Lesetipp für alle die es gerne düster und mysteriös mögen. Die Geschichte der Ushers ist verstörend und interessant zugleich! Worauf wartet Ihr noch? 😉
























































