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Wachs

3.5(258)
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About the book

Eine Liebesgeschichte, so schön, so verwegen, wie nur Christine Wunnicke sie schreibt. Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie Biheron, die schon im zarten Alter Leichen seziert, um deren Innenleben aus Wachs zu modellieren; und Madeleine Basseporte, die zeichnend die Anatomie von Blumen aufs Papier zaubert, weil Menschen einen ja doch nur von der Arbeit abhalten und meist keine Ahnung haben. Männer kommen auch vor, in schönen Nebenrollen – ein nervöser Bestseller-Autor, ein junger Nichtsnutz und Diderot, der Kaffee trinkt und viel redet. Ein hinreißender Liebesroman, der hin und her schwingt zwischen der Zeit, als Küchenschellen friedlich am Wegesrand wachsen, und jenen Schreckenstagen, als nicht allein der Königin wie einer schönen Blume der Kopf abgeschlagen wurde.

Editions (3)

ISBN9783911327039
PublisherBerenberg Verlag GmbH
Publication Date03/27/25
Pages176

Characteristics

3 reviews

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Reviews & Ratings

258 ratings

61 reviews

3.5

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Followers

    3.5

    "Ich hatte nie einen Lehrer", schrieb Madeleine an Linne. "Frauen, vermute ich, werden deshalb in allem so gut, weil man es ihnen so schwer macht." Paris im 18.Jahrhundert - Die Liebesgeschichte zwischen Marie Biheron, die Leichen seziert und die inneren Organe kunstvoll aus Wachs nachbildet und der älteren Pflanzenzeichnerin Madeleine Basseporte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich in dem Sprachstil angekommen bin, dann mochte ich ihn eigentlich gerne. Ich muss zugeben, dass ich manche Ausdrücke googeln musste, weil ich sie nicht kannte. Leider war vieles für mich unauserzählt. Wie zum Beispiel die Annäherung und Liebesgeschichte zwischen Marie und Madeleine, plötzlich waren sie ein Paar. Auch auf ihre Arbeiten hätte für mich gerne näher eingegangen werden können, vor allem das Entstehen der Werke von Marie kam recht kurz. Insgesamt ein Buch, von dem ich mehr erwartet habe, die Themen waren sehr interessant und hätten noch einiges hergegeben. Trotzdem ein unterhaltsames Buch, das nach meinem Geschmack noch einige Seiten mehr gebraucht hätte.

    Oct 16, 2025

  • antjeliest
    antjeliest

    193 Followers

    4.0

    Literarisch, historisch, feministisch

    Im Paris des 18. Jhdts leben Madeleine Basseporte, eine unglaublich begabte Pflanzenmalerin, die später sogar in die Königliche Akademie der Wissenschaften berufen wurde und Marie Bihéron, eine studierte Illustratorin, die später berühmt wurde durch ihre extrem genauen anatomischen Modelle aus Wachs, für die sie natürlich Leichen als Anschauungs- und Präparationsmaterial benötigte. ChristineWunnicke hat daraus eine Liebesgeschichte zwischen diesen beiden eigensinnigen Frauen ersonnen und deren Wirken im vorrevolutionären und später revolutionären Paris aufleben lassen. Der Sprachstil ist ungewöhnlich, man muss sich erst darin einlesen, dann aber kommt man gut zurecht mit der altertümlich wirkenden Sprache. Das Herz geht mir als Leserin auf, wenn Madeleine Basseporte sich in zu ihrer Zeit vermutlich ketzerischem, weil feministischem Gedankengut ihren Frust von der Seele schreibt. Die schreienden Ungerechtigkeiten, die Frauen widerfahren, werden herrlich unverblümt geschildert, selbst wenn dies selbstredend nur fiktive Briefe an Doktor Linné in Uppsala sind. …„ Blicken wir [Frauen] Leichen in ihren Bauch, sehen wir nur Pastellton und lauter Bordüren. Darum dürfen wir mit Namen nicht zeichnen und bekommen nur das halbe Gehalt.“… Das trieft nur so vor Sarkasmus! Insgesamt thematisch sehr interessant, es hätte gerne etwas mehr Seiten haben dürfen, um sowohl den Menschen als auch dem Leben in diesen Zeiten mehr Inhalt zu geben, trotzdem lesenswert, wenn man sich darauf einlassen kann.

    Oct 26, 2025

  • heibi
    heibi

    191 Followers

    4.0

    Aufmerksam bin ich auf das Buch durch den Deutschen Buchpreis geworden. Irgendwie traute ich mich nicht so recht heran an den Text. Nachdem er dann aber auf der Shortlist erschien, war die Neugierde dann doch zu groß. Zu Beginn hatte ich ehrlicherweise Schwierigkeiten, mich mit dem Schreibstil anzufreunden und Zugang zu dem Text zu finden. Doch nach und nach, genoss ich die Geschichte um Marie Biheron und Madeleine Basseporte im Paris des 18. Jahrhunderts. Man spürt, dass Christine Wunnicke ihr Handwerk versteht und ein tolles Stück Literatur erschaffen hat. Meines Erachtens nach, erschafft sie nicht nur ein Setting in Paris zwischen 1733 und 1795 sondern gibt einem das Gefühl, sie selbst hätte den Text zu dieser Zeit verfasst. Ich meine das ausschließlich positiv. Für mich ist dieses Buch jetzt schon ein Klassiker. Erstaunlich gut fand ich die beiden Protagonistinnen, die tatsächlich existierten. Biheron , die ein Talent dafür hatte, Organe aus Wachs herzustellen. Sie lehrte tatsächlich anhand der Modelle später in London Anatomie. Sie unterrichtete sogar angehende Chirurgen. Innerhalb der Geschichte lässt Wunnicke Biheron eine Liebesbeziehung zu der älteren Madeleine Basseporte entwickeln. Diese ist eine Pflanzenzeichnerin, die aufgrund ihres Talentes sogar am königlichen Hof angestellt war. Beide Frauen sind ihrer Zeit weit voraus und haben Talente, die sie nur beschränkt ausleben können, und zudem trotz ihrer Genialität ein Leben im Schatten des Patriarchats fristen müssen. Mich haben sowohl der Text als auch die realen historischen Persönlichkeiten wirklich beeindrucken können.

    Oct 9, 2025

3 of 61 reviews

SocialReads

Page-based comments

Page 2614%
seni.92
seni.92Oct 4, 2025

Uff, schwer zu lesen. Ich hoffe ich finde noch in den alten schreibstil rein. Die letzte Seite vom ersten Kapitel hab ich sicher nicht im Detail verstanden. 😬

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Author

About Christine Wunnicke

Christine Wunnicke, geboren 1966, lebt in München. Sie wurde mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis, dem Bayerischen Staatsförderungspreis für Literatur, dem Tukan-Preis und dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. Bei Berenberg erschienen u. a. ihre Romane »Der Fuchs und Dr. Shimamura« (2015) und »Die Dame mit der bemalten Hand« (2020), der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, sowie ihre Auswahl und Übersetzung aus Margherita Costas Werk »Die schöne Frau bedarf der Zügel nicht« (2023)

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