Marzahn, mon amour

Marzahn, mon amour

Hardback
4.1330
40 Jahre MahrzahnGenerationenFreitextDdr

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

"Katja Oskamp braucht nicht viele Worte, um ein ganzes Leben zu erzählen. Normale Leute, ein kaum beachteter Ort - spektakuläre Geschichten." Bov Bjerg Katja Oskamp ist Mitte vierzig, als ihr das Leben fad wird. Das Kind ist aus dem Haus, der Mann ist krank, die Schriftstellerei, der sie sich bis dahin gewidmet hat: ein Feld der Enttäuschungen. Also macht sie etwas, was für andere dem Scheitern gleichkäme: Sie wird Fußpflegerin in Berlin-Marzahn, einst das größte Plattenbaugebiet der DDR. Und schreibt auf, was sie dabei hört – Geschichten wie die von Herrn Paulke, vor vierzig Jahren einer der ersten Bewohner des Viertels, Frau Guse, die sich im Rückwärtsgang von der Welt entfernt, oder Herrn Pietsch, dem Ex-Funktionär mit der karierten Schiebermütze. Geschichten voller Menschlichkeit und Witz, Wunderwerke über den Menschen an sich – von seinen Füßen her betrachtet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
144
Price
18.50 €

Author Description

Katja Oskamp, geboren 1970 in Leipzig, ist in Berlin aufgewachsen. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete sie als Dramaturgin am Volkstheater Rostock und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Bisher wurden von ihr der Erzählungsband "Halbschwimmer " und die Romane "Die Staubfängerin" und "Hellersdorfer Perle" veröffentlicht. 2019 erschien bei Hanser Berlin Marzahn, mon amour, für dessen englische Ausgabe sie 2023 zusammen mit der Übersetzerin den Dublin Literary Award erhielt.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
35%
33%
0%
N/A
N/A
20%
25%
40%
35%
64%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
93%
100%
50%
65%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate50%
Variable50%

Writing Style

Simple50%
Complex0%
Moderate50%
Bildhaft (100%)

Posts

59
All
2.5

Kleine Häppchen Klatsch und Tratsch

Ich habe noch nie so viel Zeit für so wenige Seiten gebraucht. Leider kann ich die Begeisterung für dieses Buch nicht teilen. Es ist eine Aneinanderreihung von Kurzgeschiten, in denen jeweils eine Person, ein Kunde oder Kundin der Fußpflegerin im Mittelpunkt steht. Meiner Meinung nach sind es oft eher belanglose, austauschbare Anekdoten, Geschichten, in denen nichts wirklich Interessantes passiert. Jeder erzählt uns mal Dies oder Jenes von seinem Berufsleben, so habe ich mich beim Lesen gefühlt und es fiel mir schwer, nach einigen Geschichten weiterhin dran zu bleiben. Die detaillierten Beschreibungen der oft ungepflegten Füße fand ich ziemlich abstoßend. Auch habe ich mir das Ganze humorvoller vorgestellt. Vielleicht können Leser und Leserinnen mit regionalen Bezügen dem gewollten sprachlichen Witz, den Passagen mit Berliner Dialekt mehr abgewinnen.

5

Diese Geschichten einer Fußpflegerin sind einfach nur großartig, mal witzig, mal traurig, fein beobachtet und immer auf den Punkt genau ausgelotet. Hier ist kein Wort zu viel und kein Satz zu wenig. Katja Oskamp gelingt in diesem ungewöhnlich kurzen Roman (ja, es ist einer) die Liebe in tristen Plattenbauten Berlin Marzahns zu erahnen und sie in den Lebensgeschichten ihrer Bewohner*innen zu entdecken. Ein absolutes Kleinod, besonders für Menschen, die Kurzgeschichten mögen.

5

Sehr empathisch und liebenswert!

Volle Punktzahl für diesen wundervollen Blick auf Menschen.

4.5

Kleine kurze Geschichten. Die kleinen Leute ohne große Stimme aus Berlin - Marzahn kommen zu Wort. Tragik und Komik halten sich die Wage.

Katja Oskamp - ,,Marzahn Mon Amour" -- Geschichten einer Fusspflegerin -- Mit Mitte 40 beschließt die Autorin ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Ihr Job als Autorin läuft nur mäßig, die Kinder sind aus dem Haus und der Mann ist schwer erkrankt. Sie beschließt daraufhin, als Fusspflegerin neu durchzustarten. Sie besteht die Prüfung und beginnt in einem Kosmetikstudio mit zwei herzlichen Kolleginnen zu arbeiten. Das Studio liegt in Westberlin im Ortsteil Marzahn in der größten Plattenbausiedlung der ehemaligen DDR. Katja Oskamp beschreibt in kurzen Geschichten ihre Arbeit, aber legt dabei den Fokus vor allem auf ihre Kunden und deren Geschichten, die sonst wenig Gehör finden. Die Besucher des Studios haben so einiges erlebt in ihrem Leben. Mal völlig offen ohne Punkt und Komma, mal erst nach einigen Sitzungen schütten die Kunden der Pflegerin ihr Herz aus. Vom grummeligen arroganten Opa bis zur lebensfrohen Rentnerin samt Enkelin ist wirklich alles vertreten. Dabei entstehen mal wirklich sehr lustige Geschichten, aber auch bitter traurige Schicksale die beleuchtet werden. So wie das Leben eben spielt, hat jeder seine Erfahrungen im Laufe der Jahrzehnte gemacht. Das Schöne daran ist, dass Oskamp oft einfach nur zuhört und die Kund/innen reden lässt. Nur selten wertet sie dabei. Und so konnte sie dabei einige außergewöhnliche Geschichten zusammentragen und in diesem Werk versammeln. Der Schreibstil hat mir besonders gefallen. Ob Tragik oder Komik, Katja Oskamp hat eine ausgewogene Mischung geschaffen, die wirklich gelungen ist. Sie findet immer den treffenden Ton, beobachtet und beschreibt ihr Umfeld dabei genau. Nicht nur die Menschen werden gut abgebildet. Auch der Stadtteil Marzahn ist irgendwie zu einer eigenen Figur im Buch geworden. Ein Ort in Berlin, über den in meiner Wahrnehmung nicht häufig berichtet wird. Katja Oskamp gibt diesem Ort und seinen Bewohnern eine Stimme. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für dieses kleine aber sehr feine Buch. Ausgenommen ist die Empfehlung für Menschen, die Füße absolut eklig finden. Die sollten vielleicht einen Bogen um dieses Werk machen ;)

Kleine kurze Geschichten.  Die kleinen Leute ohne große Stimme aus Berlin - Marzahn kommen zu Wort. Tragik und Komik halten sich die Wage.
4

Die Autorin Katja Oskamp war in einer Art Midlife-Crisis, an einem Tiefpunkt ihres schriftstellerischen Schaffens, als sie sich entschied, einen sehr ungewöhnlichen Schritt zu gehen: sie machte eine Ausbildung zur Fußpflegerin. Sie kommt unter in einem Studio in Berlin Marzahn, einer Gegend, die medial vor allem für ihre Plattenbauten bekannt ist. In diesem Buch schildert Katja Oskamp in kurzen Kapiteln die Begegnungen, die sie als Fußpflegerin mit ihren Kund*innen, den Bewohner*innen dieser Plattenbauten, hat. Dabei blickt sie stets mit einer freundlichen Neugierde auf die Personen und beschreibt ihre Eigenheiten so lustig und liebevoll, dass mir beim Lesen sehr warm ums Herz wurde. Ohne Vorurteile oder Scheu hört sie den Kund*innen, überwiegend älteren Menschen, oft mit chronischen Erkrankungen, zu und begegnet jeder Person mit Respekt und Wertschätzung - außer, wenn diese sich ihr gegenüber respektlos verhalten. Ich kann euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Es hilft dabei, sich wieder und wieder bewusst zu machen, dass man fremden Menschen stets offen begegnen sollte, dass man Menschen ihre Päckchen in der Regel nicht ansieht, die sie zu tragen haben. Und dass man so viel gewinnen kann, wenn man sich mit Personen außerhalb der eigenen Bubble befasst. Mich persönlich hat das Buch sehr an einen früheren Job erinnert, bei dem ich sehr viel Kontakt zu Menschen aus jeglichen Schichten und Umgebungen hatte. Auch, wenn ich diesen Job aus strukturellen Gründen schon vor längerer Zeit an den Nagel gehängt habe, denke ich sehr gerne daran zurück, wie viele schöne und herzliche Begegnungen mit Fremden ich tagtäglich hatte. Und halte mir vor Augen, wie wertvoll es ist, wenn Menschen kleine Einblicke in ihr Leben mit einem teilen. CN: Su1zid, Krankheit, T0d, Alkoh0labhängigkeit

5

Reread. Ein knapper Gesellschaftsroman, der den Menschen in Berlin-Marzahn Gesichter verleiht.

4

„Wie bitte, du warst noch nie bei der Fußpflege?“ Was eine Fußpflegerin so alles erlebt, ist wirklich unglaublich unterhaltsam und für mich eine schöne Ergänzung zu „Die vorletzte Frau“.

5

Großartige kleine Geschichten!

Ach, war das schön. Katja Oskamp versteht es, Menschen zu beobachten und deren Geschichten zu erzählen - mit winzig kleinen Feinheiten, manche voll Traurigkeit, andere einfach lustig. Immer gespickt mit einem Augenzwinkern. Unbedingte Leseempfehlung! ❤️

Großartige kleine Geschichten!
5

Der graue Osten in all seinen bunten Facetten

Eine schöne Hommage an das Leben. Den charakterisieren Plattenbau, die Vielfalt im Osten Berlins, die Geschichten der Menschen.

4.5

Ich muss sagen, ich fand das Buch toll! Das mag natürlich auch daran gelegen haben, dass ich in der Nähe von Marzahn aufgewachsen bin und oft selbst in der Gegend und im Eastgate war. Demnach konnte man die Stimmung des Buches gut nachempfinden. Witzig fand ich auch, dass ich den erwähnten Hundesalon auch gut kannte. Gestern hab ich meinen Hundi zu eben diesen Salon gebracht und mit der netten Dame über das Buch gequatscht! Auch fand ich es super, dass einem hier ein Beruf näher gebracht wird, der relativ nischig ist. Ähnlich wie bei anderen kosmetischen Berufen treffen die Personen dabei auf tausende Facetten und Geschichten ihrer Kundin, die es teilweise wert sind, in einem Buch zusammenzufassen. Die Kapitel waren abwechselnd berührend, witzig oder interessant. Ich mag eben auch, dass es eine Ostgeschichte ist, und gleichzeitig aber auch zeigt, dass es nie zu spät ist, sich beruflich umzuorientieren!

4

Katja Oskamp hat mit 44 Jahren keine Lust mehr Schriftstellerin zu sein und macht eine Umschulung zur Fußpflegerin. In Marzahn teilt sie sich ein Studio. Viele kurze Geschichten werden hier erzählt von ihren Kunden und Kundinnen. Wirklich schön geschrieben. Ein tolles Buch für zwischendurch.

4

Ein liebevoller Blick auf Menschen, die leicht übersehen werden. Empfehlenswert!

4

Sehr schöne, warmherzige, respektvolle Geschichten über das wahre Leben. Habe es gern gelesen. Hier kommen die normalen Leute zu Wort und man ist mitten drin im Salon und Marzahn.

5

Hatte sehr viel spaß mit diesem feinen kleinen Büchlein. Einfach schön wie Katja Oskamp ihre Mitmenschen beschreibt. Ich habe oft gelacht, hatte auch mal ein tränchen im Auge und konnte mir die Menschen einfach so gut bildlich vorstellen.

3

Katja Oskamp schreibt über ihre Kund:innen, in einem Fußpflegesalon in Marzahn. Verschiedenste Charaktere gehen hier ein und aus und Oskamp beschreibt sie mit einem sanften Blick und tollen Sprache.

4

Ganz normale Leben, ganz liebevoll erzählt

Ein leises, liebevolles Buch – ganz ohne falsche Dramatik. Katja Oskamp erzählt von den Menschen in einem Berliner Kosmetikstudio – mit warmem Blick, klarer Sprache und ohne jede Überheblichkeit. Die Geschichten sind klein, aber nicht belanglos. Sie sind ehrlich, lebensnah, manchmal traurig, oft komisch – und immer wahr. Ich mochte alle Figuren. Nicht weil sie perfekt wären, sondern weil sie so echt sind. Keine Klischees, kein Mitleid, keine überzogenen Konflikte – einfach Menschen mit ihrem gelebten Leben. Marzahn, mon amour ist ein kurzweiliges, ruhiges Buch, das zeigt, wie viel Würde und Kraft im Alltag steckt. Es hat etwas Tröstliches – gerade weil es nicht laut sein will.

Ganz normale Leben, ganz liebevoll erzählt
4

Ein sehr leckerer Buchsnack.

5

Als die Autorin Katja Oskamp eine lterarische Flaute durchlebt, überredet eine Freundin sie, in ihrem Kosmetikstudio als Fußpflegerin zu arbeiten. Katja Oskamp sagt zu, macht die Ausbildung zur Fußpflegerin und kümmert sich fortan um die großen und kleinen Fußprobleme ihrer Marzahner Kundschaft. An ihren Erlebnissen lässt sie uns teilhaben und so erfahren wir nicht nur ein sehr menschliches Potpourri an Lebensgeschichten sondern so ganz nebenbei auch viel über Fußpflege. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, von der Autorin selbst gelesen mit wunderbaren Berliner Dialekt-Einlagen. Das Buch ist so menschlich und warmherzig und witzig und leicht ohne dabei seicht zu sein Ich gebe gerne 5 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟

4.5

Einfühlsam, humorvoll und herzerwärmend

Katja Oskamp skizziert auf wenigen Seiten die Lebensgeschichten und -umstände ihrer Kund*innen in einem Fußpflegesalon in Berlin Marzahn. Dass diese von Schicksalsschlägen oder Krankheit, von schwierigen Lebenswegen oder Einsamkeit handeln kontrastiert die Autorin mit einer beschwingten, respektvollen Art davon zu berichten. Eine Ode an ein kleines Stück Menschlichkeit an einem ungewöhnlichen Ort. „ „Bejinnende Demenz, hat ooch eena jesagt.“ Wieder so ein schauderhaftes Wort. Erwin Fritzsche schaut mich aus den vergrößerten Augen an, ratlos, beschämt, suchend. Er ist dabei den Überblick zu verlieren. Da sind blinde Flecken, und wenn er sie bemerkt, wankt sein Koordinatensystem. Die innere Landkarte kräuselt sich. […] Ich kann meinem Neukunden nicht heraushelfen aus dem undurchdringlichen Schlamassel. Aber ich kann aus den eckigen abgerundete Nagelkanten formen und ihn in ein Land locken, in dem er sich auskennt. „Was sind Sie denn von Beruf, Herr Fritzsche?“

5

Lustiges Buch, was zeigt das ein Stadtteil aus Menschen und nicht aus Vorurteilen besteht.

Ich hab diese Jahr die Serie geschaut und dann festgestellt dass es auf einem Buch beruht. Fand den Schreibstill und die kleinen Geschichten über die Bewohner von Marzahn toll und berührend. Am Ende lebt die Geschichte von wahren Menschen, mit den normalen Probleme des Alterns und der Herausforderung der Gesellschaft.

4.5

Eine große positive Überraschung

Viele Kurzgeschichten über sie selbst, ihre Kolleginnen und Kunden. Ich hatte von dem Buch nach Erscheinen gehört/gelesen. Dann aber vergessen und nur zufällig in der Onleihe wieder entdeckt. Ohne Erwartung bin ich auf ein so warmherzig und tolles Buch gestoßen. Sie beschreibt die netten, interessanten, die Kotzbrocken, die unglaublich viel erlebt haben Kunden so klasse. Oft mit einer nachdenklichen oder lustigen oder überraschenden Pointe. Sicherlich eine der großen positiven Überraschungen im Lesejahr!!!

3.5

Kurzweilig und ehrlich

Die echten Menschen, mit echten Geschichten in Berlin Marzahn werden hier ohne ein „von-oben-herab“ und mit viel Empathie beschrieben und sprachlich schön und authentisch gezeichnet. Hat mich jetzt nicht so richtig mitgenommen, aber für zwischendurch wirklich nett.

Kurzweilig und ehrlich
3

Nette Kurzgeschichten . Mich hat es nicht so richtig gepackt

3.5

Erwartet hab ich eine lustige Beschreibung des Alltags einer Fußpflegerin. Bekommen hab ich lauter kleine Geschichten über die Kunden. Für diese, oft alt und krank, ist der Termin bei der Fußpflege ein Highlight im Leben. So schlicht das Buch fand ich es doch beeindruckend

5

Mit diesem Buch ist man kurz Gast in vielen Leben. Die Autorin beschreibt ihre Begegnungen während der Arbeit als Fußpflegerin. Dabei blickt sie nahezu völlig wertfrei auf die Menschen mit ihren Macken, Eigenarten und ihren ganz eigenen Geschichten. Ein wirklich schönes Buch, das in kürzester Zeit weggelesen ist.

4.5

Pointiert und einfühlsam

Eine selten gelungene Mischung. Hier passt es: lachen und leiden im selben Moment.

5

Ein Blick in das Leben unsichtbarer Menschen

Beruhigend, faszinierend und entspannend: Katja Oskamp zuzuhören war ein Gedicht. Ihre Geschichte lädt zum Zurücklehnen und Zuhören ein und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, wie unterschiedlich verschiedene Leben verlaufen. Für alle die mal etwas brauchen um abzuschalten oder einfach in das Leben anderer eintauchen wollen, ganz tolle Lektüre!

5

Ein MUSS, ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!!

Ein Augenöffner, es machte meinen Blickwinkel auf jeden Fall weiter!!! Es ist unterhaltsam, lebensecht und zeigt die Gesellschaft aus Sicht der Füße. Klingt weird, ist aber wirklich, wirklich ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!!!

Ein MUSS, ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!!
4

Ich war neulich in unserer Stadtbibliothek und habe dort dieses Buch empfohlen bekommen und muss sagen, dass es mich echt sehr überrascht hat. Normalerweise lese ich ja eher New Adult, Fantasy oder Dark Romance, jedoch konnte mich auch dieser Roman abholen. Es gibt Berufe, vor denen ich großen Respekt habe, und Fußpflegerinnen und Fußpfleger stehen bei mir relativ weit oben auf der Liste. Für mich sind die Füße anderer Menschen am besten, wenn sie gut verpackt in schönen Schuhen stecken; näher möchte ich ihnen nicht kommen. Anders jedoch die Schriftstellerin Katja Oskamp: Als sie sich in einer Midlife-Crisis befindet und ihr neuer Roman nicht gelingen will, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt. Sie beginnt eine Ausbildung zur Fußpflegerin und arbeitet nach erfolgreichem Abschluss in einem Salon in Marzahn. Ihre Erzählungen bieten den Leserinnen und Lesern nur wenig Fiktion, dafür umso mehr ungeschönte Realität. Hier wird nicht beschönigt, sondern schonungslos auf den Punkt gebracht – von Hühneraugen bis Halluxen, selbst Gerüche werden eindringlich beschrieben. Und gerade diese Ehrlichkeit macht das Buch, trotz seines schmalen Umfangs, so beeindruckend. Katja Oskamp zeigt sich als aufmerksame Beobachterin, die die Sehnsucht nach Alltagsheldinnen und -helden unserer Zeit und der Vergangenheit versteht. Diese Figuren berühren uns, weil sie uns an Menschen erinnern, die wir selbst kennen. Ohne erhobenen Zeigefinger lässt sie uns durch die Geschichten von Kundinnen wie Gerlinde Bonkat oder Frau Janusch erkennen, dass es sich lohnt, den Menschen um uns herum öfter zuzuhören und aus ihren Erfahrungen zu lernen. Was Oskamp uns bietet, ist kein Hollywood-Glanz, es gibt kein vorhersehbares Happy End nach jeder Fußpflegebehandlung. Das ist Marzahn – ein Ort, an dem das Leben manchmal so rau ist, dass man mit einem flauen Gefühl im Magen zurückbleibt, wenn jemand am Ende von einem der Betonklötze springt. Katja Oskamp hat mich mit ihrem Schreibstil sehr überrascht und ich freue mich auch in Zukunft mehr Bücher von ihr zu lesen. Ich würde mich auch sehr über einen zweiten Band von Marzahn Mon Amour freuen.

Post image
4

Nette Geschichten

Mit Witz, Charme und auch Tiefgang erzählt die Autorin Geschichten ihrer Kund*innen. Manchmal schön, manchmal lustig und manchmal traurig - so wie das Leben ist.

Nette Geschichten
4.5

Kurzweilig schön

Dieses Buch habe ich als „Nachttischlektüre“ gelesen und es bietet inhaltlich mehr Tiefgang als man im ersten Moment vermuten mag. Sogar ein bisschen geschichtlicher Hintergrund ist eingebaut, aber nur so, dass es zum Gesamtbild passt. Die Autorin stellt unterschiedlichste Figuren vor. Einige findet man vielleicht unfreundlich, für einige fühlt man mit und wiederum andere sind einfach schräg. Habe das Buch gern gelesen und kann es weiterempfehlen.

4

Ganz was anderes!

Ich liebe, dass es hier mal einen Perspektivwechsel gibt! Normal ergibt die Story: von der Fußpflegerin zur Autorin. Hier ist es andersrum. Die Autorin schreibt fantastisch, sie hat am Literaturinstitut studiert. Das merkt man. Dann kommt der Switch zum Marzahn-Leben. Ich liebe dieses ehrliche Leben. Die Echtheit. Leben, die nicht gelaufen sind wie sie sollten und dennoch so viel Ehrlichkeit und Weisheit in sich tragen. Ich muss sagen, 3-4 Geschichten weniger hätten es auch getan. Die letzten paar Seiten muss man sich etwas aufraffen, um es fertig zu lesen. Aber es ist so speziell, so wundervoll. Absolut mein Stil.

3.5

Ehrliche, feinfühlige Beschreibungen der Begegnungen einer Fußpflegerin mit ihren Kund:innen im Marzahner Studio.

Sehr kurzweilig und voller Empathie.

4

Milieu-Studie? Jein

Mit liebevollen, warmen Blick schaut die Autorin auf ihre Kunden im Marzahner Fußpflegesalon, der ihre zweite Heimat wird. Interessante, kurze Geschichten, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.

4

Marzahner Kurzgeschichten

Die Geschichte liest sich kurzweilig. Durch die Arbeit als Fußpflegerin lernen wir die Bewohner aus Marzahn in all ihren wunderbarem Facetten und mit ihrem seh unterschiedlichen Geschichten kennen. Sagen wir so, man sollte sich nicht vor Füssen ekeln ;-) ich fand das Buch gut und freue mich auf die Verfilmung

4

Ach, das hat gut getan, gerade in Zeiten wie diesen. Respektvoll erzählt, teilweise lustig, teilweise tragisch, immer menschlich. Am liebsten habe ich dabei die Passagen über die Erzählerin selbst, ihre Empfindungen als Frau über 40, ihren Weg in die Fußpflege und ihre Alltagsbeobachtungen gelesen.

5

Wunderbar!

Das hat mir richtig gut gefallen! Wie Katja Oskamp über die Menschen erzählt denen sie die Füße pflegt ist wunderbar. Sie sieht die Menschen mit offenen Augen und warmen Herz.

4.5

kurzweilige Geschichten

5

Dieses Buch habe ich auf Empfehlung als Hörbuch gehört und fand es wirklich gut. Dadurch, dass die Autorin in jedem Kapitel von anderen Kunden und Anekdoten berichtet, wird es nicht langweilig und man erhält einen authentischen und oft auch lustigen Einblick in das Berufsbild einer Fußpflegerin. Insgesamt also vor allem für Menschen, die diesen Beruf ausüben, aber auch die, die sich einfach so dafür interessieren, eine schöne Lektüre!

3

War jetzt nicht schlecht, aber…

Im Buch beschreibt die Autorin in kurzen Geschichten ihre Patienten / Kunden in ihrem Fußpflegesalon. Es war jetzt kein schlechtes Buch, die Geschichte zum Teil echt herzerwärmend, aber einen wirklichen Mehrwert hat es mir jetzt auch nicht gebracht. Das schönste war eigentlich zu lesen, dass es Menschen gibt, die so gerne für andere da sind und ihren Job so unfassbar gerne machen. Und nachdem ich viele Orte des Buches vor Augen hatte, habe ich doch eine Sache neu gelernt; Marzahn hat einen Skywalk. Den muss ich mir doch glatt mal anschauen.

5

Kann ich sehr empfehlen.

5

Tolles Buch über eine Fußpflegerin und das Leben der verschiedensten Menschen in Marzahn.

2

Die Geschichten, die die Autorin in diesem Buch erzählt, sind schön und anrührend. Liebevolle Portraits nicht immer liebevoller, sondern sehr menschlicher Menschen. Portraits, die uns unweigerlich auch einen Ausblick auf das eröffnen, was uns selbst irgendwann erwartet. Tatsächlich finde ich Aspekte meines eigenen Vaters in den Geschichten wieder. All das gefällt mir, aber es schafft nicht, mich wirklich zu rühren. Ich bin mir unsicher, vermute aber, dass das an der Art der Autorin liegt, zu schreiben. Ein wenig zu schlicht, zu flapsig und zu dünn ist mir die Sprache, um mich endgültig gefangen zu nehmen. Im Angesicht der einfachen Menschen, von denen erzählt wird, mag das stimmig erscheinen, aber wenn die Protagonistin etwa einem Kind Schokolade "zwischen die Kauleisten" schiebt, finde ich das unnötig (und) ärgerlich. So stehe ich ein wenig zerrissen zwischen Zuneigung und, nach all der sehr hymnischen Kritik, einer Spur von Enttäuschung. Insgesamt kann ich aber nicht anders als weniger denn drei Sterne zu geben, was in meinem Verständnis eine überdurchschnittlich gute Wertung ist.

4

Das Buch ist eigentlich sowas wie eine Kurzgeschichtensammlung - Katja Oskamp beschreibt die unterschiedlichsten Patienten (heissen die so? Oder sind das Kunden?), die sich von ihr im Salon in Marzahn regelmässig die Füsse machen lassen. Und Berlin ist jetzt nicht unbedingt meine Favorite City Ever , auf Kurzgeschichten stehe ich eigentlich auch nicht - aber dieses Buch hat mir sehr, sehr gut gefallen! Das war ein Tipp von der lieben Buchhändlerin Sylvia auf Youtube (weiß gerade nicht, wie ihr Kanal heisst) und da es das bei der Onleihe gerade gab, habe ich zugeschlagen - so ein nettes Buch! Oskamp beschreibt alle Menschen auf ihrem Stuhl so liebevoll, dass mir ganz warm ums Herz geworden ist - und das gilt sowohl für die, die sie erklärtermaßen sehr mag als auch für die, mit denen sie eher nix anfangen kann. Auch zu den Lebensgeschichten ihrer Chefin und ihrer Kollegin verliert sie liebevolle Worte - ein wirklich tolles, warmherziges Buch! Ich habe richtig Lust bekommen, mir hier vor Ort eine Fußpflegerin zu suchen, weil sich das Setting bei Frau Oskamp so nett anhört. Von ihr möchte ich ganz sicher noch mehr lesen... Für 5 Sterne hat es nicht ganz gereicht, weil es halt doch Kurzgeschichten sind...

4.5

Eine und doch ganz viele Geschichten

Jedes Kapitel dieses Buch beinhaltet eine andere Geschichte. Anfangs ist es die von Katja Oskamp selbst wie und warum die berufliche Neuausrichtung kam, dann kommen die Geschichten ihrer Kunden meist Rentner die trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrem Alter einiges zu erzählen haben. Zwischendurch auch mal ein Betriebsausflug oder ganz andere Kunden. Es ist eine Sammlung aus Kurzgeschichten die alle zusammen eine eigene erzählen: Die von Katja Oskamp. Und gleichzeitig ist es auch ein kleiner Crashkurs in Berlinerisch :) So oder so in jedem Fall Lesenswert!

4

Tatsächlich sehr unterhaltsam

4

Mit feinster Berliner Schnauze liest Katja Oskamp ihr eigenes Buch und hat mich für ein paar Stunden in den Salon nach Marzahn mitgenommen. Ein kurzweiliger Titel für zwischendurch.

Create Post