Kleiner Mann – was nun?

Kleiner Mann – was nun?

Softcover
4.0114
Historischer RomanWirtschaftskriseIdylleKlassiker

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Description

Der Weltbestseller erstmals so, wie Fallada ihn schrieb.

Zu brisant, um so gedruckt zu werden: Von der Urfassung des Romans, der Hans Fallada am Vorabend der Machtergreifung der Nazis zum international gefeierten Erfolgsautor machte, wurde ein Viertel noch nie veröffentlicht. Der Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erwarten ein Kind. Kurz entschlossen heiratet das Paar, auch wenn das Geld immer knapper wird. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelnden Mannes in die Hand. In dieser rekonstruierten Urfassung führt ihr gemeinsamer Weg noch tiefer ins zeitgenössische Berlin, ins Nachtleben und in die von den „Roaring Twenties“ geprägten Subkulturen. Die politischen Probleme der damaligen Zeit werden so plastisch wie in wenigen anderen Texten. Jetzt mit Charlie Chaplin, Robinson Crusoe, Goethe, Wilhelm Busch und dem Prinzen von Wales.

"Man hat das große Glück, ein Buch, das man glaubte schon zu kennen, noch mal lesen zu können, als wäre es neu.“ Volker Weidermann, Literarisches Quartett -- "Das Buch ist konkreter geworden und wirkt nun deutlich authentischer in seiner Zeit verankert: Der kleine Mann hört jetzt von Charlie Chaplin. Er träumt von Robinson Crusoe." Marc Reichwein, Literarische Welt -- “Dass das Original jetzt zu lesen ist, ist großartig.” Julia Encke, FAS -- "Jetzt erscheint Falladas Roman in der Version, wie der Autor sie geschrieben hat vor dem 'Zurechtschustern', vor den Konzessionen." Volker Weidermann, Der Spiegel -- "Eine Sensation." Jan Ehlert, NDR --

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
557
Price
14.40 €

Author Description

Rudolf Ditzen alias HANS FALLADA (1893 Greifswald – 1947 Berlin), zwischen 1915 und 1925 Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter, 1920 Roman-Debüt mit »Der junge Goedeschal«. Der vielfach übersetzte Roman »Kleiner Mann – was nun?« (1932) macht Fallada weltbekannt. Sein letztes Buch, »Jeder stirbt für sich allein« (1947), avancierte rund sechzig Jahre nach Erscheinen zum internationalen Bestseller. Weitere Werke u. a.: »Bauern, Bonzen und Bomben« (1931), »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« (1934), »Wolf unter Wölfen« (1937), »Der eiserne Gustav« (1938).

Posts

14
All
4

Der Roman Kleiner Mann – was nun? von Hans Fallada, erschienen 1932, zeichnet ein eindrucksvolles Bild des Lebens in der späten Weimarer Republik. Im Mittelpunkt steht ein junges Ehepaar, das sich in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Spannungen buchstäblich um sein tägliches Brot bemühen muss. Besonders eindrücklich wird geschildert, wie knapp sowohl Geld als auch Wohnraum sind und wie sehr die ständige Suche nach Arbeit das Leben bestimmt. Die Existenzängste und die wachsende Verzweiflung der Figuren wirken dabei erschreckend authentisch – und sind in vieler Hinsicht auch heute noch nachvollziehbar. Sehr spannend fand ich zudem die Darstellung von Berlin als Schauplatz der Handlung. Es verleiht dem Roman eine besondere Lebendigkeit, wenn man Orte wiedererkennt oder sich die beschriebenen Straßen vorstellen kann. Auch die Berliner Mundart jener Zeit trägt stark zur Atmosphäre bei und macht das Lesen zusätzlich interessant. Fallada gelingt es, die Sorgen um Arbeit, das Ernähren der Familie und die Frage „Wie geht es weiter?“ auf eine sehr menschliche und berührende Weise darzustellen. Gerade diese existenziellen Themen verleihen dem Roman eine zeitlose Relevanz. Für mich ist das Buch absolut empfehlenswert. Es ist bereits das zweite Werk, das ich von Fallada gelesen habe – neben Jeder stirbt für sich allein, das ich ebenfalls sehr empfehlen kann. Beide Romane zeigen eindrucksvoll, wie nah Fallada an den Lebensrealitäten seiner Figuren schreibt.

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3.5

Und, was nun?

Der Angestellte Pinneberg heiratet aus Liebe und Not sein „Lämmchen“ Emma. Und von da an nimmt das Schicksal seinen Lauf. Er verliert seine Anstellung, das Geld wird knapp, auch in Berlin läuft es nicht besser. Das Buch greift zeitgenössische Fragen auf, macht deutlich, wie schwierig es war Arbeit zu dieser Zeit zu finden (und zu behalten). Dabei ist es hochaktuell. Es werden Fragen zur klassischen Aufgabenverteilung von Frau und Mann, zur Quotenregelung bei Verkäufen, Doppelmoral, Einsamkeit und Arbeitslosigkeit verhandelt. Der Blick ist schonungslos und doch immer zärtlich mit Blick auf das Jungchen und seine Familie. Die Not und gleichzeitige Selbstverständlichkeit, mit der Pinnebergs ihren Murkel über mehrere Stunden allein gelassen haben, konnte ich jedoch nur schwer ertragen. 👔🍂💶🪜

4.5

13.02.2025 Eine kleine, große Liebesgeschichte, die mich an meine Großeltern erinnert hat. Eine Geschichte über das Leben.

Das Buch wurde in meinem Mädels-Buchclub vorgeschlagen. Der Klappentext überzeugte mich nicht wirklich, aber da ich das Hörbuch bei Spotify entdeckte, hörte ich trotzdem rein. Während die Geschichte von "Lämmchen" (Emma) und ihrem "Jungen" (Johannes) anfangs als verhaltene Liebesgeschichte beginnt (er fragt sich, ob sie für andere genauso schön ist wie für ihn oder ob es doch nicht das richtige ist- aber hey, wir waren ja alle mal jung und uns war wichtig was andere dachten und über uns sagten), erleben wir mit wie die Beiden als Ehepaar die Hürden des Lebens gemeinsam meistern. Und aus einer kleinen wird eine bezaubernde große Liebesgeschichte. Obwohl die Beiden nur "alltägliche Probleme" der damaligen Zeit bewältigen. Eine schöne Geschichte, die ich weiterempfehlen würde. Ganz besonders empfehlenswert ist das Hörbuch, gelesen von Frank Arnold, dessen Stimmfarbe mich einige Male sehr an Christoph Waltz erinnerte. Mitbringsel für den Buchclub: Erbsensuppe 😂

5

Eine Neuentdeckung, die man gelesen haben muss!

Ich bin durch eine Empfehlung in Verbindung mit "Der Untertan" auf dieses Buch gestoßen worden und konnte es gar nicht aufhören zu lesen. Es ist aktueller denn je und umfasst einige alltägliche Probleme... Armut, Klassen-Unterscheidung, Arbeitsleben und und und... Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen! Bitte lesen!

4.5

Wundervoll

Ich habe dieses Buch geliebt! Unfassbar unterhaltsam, bewegend, witzig, voller kleiner Wahrheiten und Details, in denen man sich selbst wieder erkennt. Brillant geschrieben. Die Geschichte hat einen mehr als ernsten Hintergrund (Armut und Leid einer jungen Familie in Berlin kurz vor Hitlers Machtergreifung), trotzdem hat das Buch eine sagenhafte Leichtigkeit und ist voller spannender Charaktere. Triggerwarnung: Alltags-Antisemitismus spielt an einigen Stellen eine Rolle und wird nicht als etwas Negatives dargestellt.

4

“Armut ist nicht nur Elend, Armut ist auch strafwürdig, Armut ist Makel, Armut heißt Verdacht.”

Dieses Buch gehört zu den Klassikern und da ich es in meiner Schulzeit nicht gelesen habe, wollte ich es unbedingt nachholen. Die Geschichte ist wie ein Fenster in eine ganz andere Zeit, die aber bis heute nachwirkt und die auch viele Gemeinsamkeiten mit der heutigen Zeit aufweist. Die Beziehung zwischen Lämmchen und Pinneberg ist auf eine ganz einfache und aufrichtige Art sehr berührend und wunderbar. Mir ist aufgefallen, dass ich zuletzt eigentlich nur Bücher von Autorinnen gelesen habe. Umso mehr hat mich beeindruckt, wie der Autor es geschafft hat, auch die weiblichen Muttergefühle und Gedanken so gut und real zu beschreiben. Mich hat neben der Trostlosigkeit der Zeit, dem Druck und der herablassenden Art in der Hierarchie bei der Arbeit vor allem auch die Sicht auf Kinder und die Angst, diese zu verwöhnen erschreckt. Ich kann dieses Buch jedem nur ans Herz legen.

3

Der kleine Angestellte Pinneberg schlägt sich mit Frau und Kind durch die Wirtschaftskrise der späten 20er/frühen 30er Jahre in Berlin und Umland – und scheitert schließlich. Bei weitem nicht so gut wie [[Hans Fallada - Jeder stirbt für sich allein]], aber dennoch eine eindrückliche Sozialstudie dieses Milieus in der typisch einfach-nüchtern-realistischen Ausdrucksweise von Fallada. Insgesamt lesenswert.

2.5

Ich mag einiges von Fallada, aber das hat mich nicht gecatcht - auch wenn es sein Durchbruch war.

3

"Kleiner Mann - Was Nun?" von Hans Fallada ist eine relativ schonungslose Darstellung der Lebenssituation zweier junger Menschen um 1930. Hans Fallada spricht in diesem Werk die drohende Krise eines jungen Paares an. Schon durch seinen Schreibstil schafft der Autor es, die zeitliche Einordnung der Geschichte vorzunehmen. Die durchaus bildlichen Darstellungen vervollständigen hierbei das Bild im Kopf des Lesers. Die Handlung ist sehr realistisch für die Umstände der damaligen Zeit, auch der Plot geht in einem angenehmen Tempo voran, das dem Leser Zeit gibt, noch während des Lesens über die Geschehnisse nachzudenken. Fallada rundet die Geschichte mit spannenden Momenten, die den Kopf des Lesers auffrischen, ab. Trotz des äußerst treffenden Schreibstils, des angenehmen Lesetempos und der abgerundeten Geschichte müssen jedoch zwei Kritikpunkte genannt werden: Zu Beginn konnte ich als Leser nur langsam in die Geschichte hineinfinden, es dauerte um die 100 Seiten, bis ich den emotionalen Zugang zu diesem Werk fand. Des Weiteren war mir kaum einer der Chataktere sympathisch. Ein Beispiel ist der Protagonist, der sich auf einer Seite beschwert, dass er nicht genug Fleisch und Sex bekommt. Das macht es schwer für den Leser, mit den Charakteren mitzufühlen und eine emotionale Bindung zu ihnen und dem Werk aufzubauen. Die Sorgen des Protagonisten und seiner Frau reißen den Leser nicht ausreichend mit. Grundsätzlich kann man Falladas "Kleiner Mann - Was nun?" als durchaus gelungenes Werk beschreiben. Leider ist es als Leser eher schwierig, einen positiven emotionalen Zugang zu den Charakteren zu bekommen, was das Leseerlebnis in eher geringen Maßen einschränkt.

3.5

Das Buch zieht einen mit. Es ist gut geschrieben und spiegelt die Lage der Bevölkerung im Deutschland der 30er Jahre sehr gut wieder. Die Geschichte ist auch sehr Gesellschaftskritisch ohne belehrend zu wirken.

5

Das junge Paar Pinneberg kämpft im Berlin der 1930er ums Überleben. Das Ende der Weimarer Republik- Weltwirtschaftskrise- Armut & Liebe- Aufstieg der Naz1s.

3

Dank vieler Dialoge relativ flüssig zu lesen - mit Einblick in die Gesellschaft der 1930er für armutsgefährdete Menschys. Aber stellenweise ausschweifend mit Tristesse und wenig schlüssigen Ansichten. Geht schon fast Richtung Misery Porn.

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