Hellersdorfer Perle
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Description
Was wäre, wenn man allem Vertrauten den Rücken zukehrte, einfach so? Und sich auf das Unerhörte einließe?
Eine Kneipe am Rande der Stadt, die Hellersdorfer Perle. Eine Frau Mitte dreißig, die ihr Leben ändern, die Gewissheiten hinter sich lassen will. Eine Begegnung mit einem Mann, der anders ist als alle, die sie bisher kennengelernt hat. Katja Oskamp erzählt von Sehnsucht und Leidenschaft, von Lust und Macht und von einer Welt am Rande der großen Stadt, die sich Normen und Mittelmaß widersetzt.
"Dass es Katja Oskamp gelingt, dieses moderne Märchen von einem neuen Leben mitsamt seinen skurrilen Zügen plausibel zu machen, ist ein kleines Wunder. In der 'Hellersdorfer Perle' geht es nicht cool oder lifestylig zu, sondern derb, schmuddelig, banal. Und eben das ist der Witz des Romans." Deutschlandradio Kultur
Book Information
Author Description
Katja Oskamp, geboren 1970 in Leipzig, ist in Berlin aufgewachsen. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete sie als Dramaturgin am Volkstheater Rostock und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Buch »Marzahn, mon amour« wurde zum Bestseller. Zuletzt erschien von ihr »Die vorletzte Frau«.
Posts
„Sie lassen aus Angst vor der Zukunft die Gegenwart ausfallen.“
Katja Oskamp erzählt in ihrem Roman von einer Frau die sich aufmacht, dass persönliche Glück zu finden, welches sich außerhalb der gesellschaftlichen Konventionen befindet. Ein Roman mit feiner, emotionaler Beobachtungsgabe und die Frage: Von wem machen wir dieses Glück abhängig unser einziges Leben so zu leben, wie wir es möchten?
Dieses Buch von Katja Oskamp hat mich anfangs und auch wieder zum Ende hin eher ratlos zurück gelassen. Das Auslassen verschiedener Zeitebenen hat mir zwischendurch den Eidnruck vermittelt, dass zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und her gesprungen wird, was aber gar nicht der Fall war. Auch kann ich dieses Ausbrechen aus dem Leben hin in eine fetischisierte Beziehung mit einem sehr viel älteren bzw. alten Mann nicht nachvollziehen und hat ein Störgefühl in mir verursacht. Dennoch war die Handlung fesselnd (haha) und anziehend. Die Schreibe hat mir auch gefallen, aber ein Lieblingsbuch wird es nicht.
Katja Oskamps neues Buch erzählt die faszinierende Geschichte einer Frau Mitte dreißig, die scheinbar alles hat: einen liebevollen Mann, eine Tochter und ein gemütliches Zuhause. Doch eines Tages, getrieben von einer inneren Unruhe, steigt sie in die Straßenbahn und fährt bis zur Endhaltestelle, wo sie in der schäbigen Kneipe „Hellersdorfer Perle“ landet. Hier, in dieser Welt voller skurriler Gestalten, wie einer greisen Omi, einem beinlosen Trinker und einer rauen Barkeeperin, trifft sie auf einen alten Mann mit rauen Bauarbeiterhänden, der sie mehr als nur neugierig macht. Fasziniert von seiner Eigenart und seiner Ausstrahlung, kehrt sie am nächsten Tag in aufreizender Kleidung zurück und lässt sich auf eine Reise der Selbstentdeckung ein. Zwischen der Unverständnis ihrer Freundin Tina, die ein konventionelles Leben führt, und der Anziehungskraft des alten Mannes hin- und hergerissen, beginnt die Frau, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und sich emotional zu entfremden. Obwohl sie letztlich in ihren gewohnten Alltag zurückkehrt, erkennt sie, dass es mehr als eine Art von Glück gibt und dass diese Formen sich nicht ausschließen müssen. Katja Oskamps Stil ist eine Wucht – ihre präzisen Beobachtungen und der Wechsel zwischen der stillen, geordneten Welt der Protagonistin und der schrillen, derben Atmosphäre der Kneipe machen die Geschichte lebendig und eindringlich. Der Kontrast zwischen der Alltäglichkeit und dem Unkonventionellen ist so fein herausgearbeitet, dass man als Leser direkt in die gegensätzlichen Welten eintaucht. Dabei bleibt die Erzählung jedoch mehr als eine erotische Geschichte; sie ist die tiefgehende und bewegende Suche nach Identität, Selbstfindung und einem Glück, das nicht auf konventionellen Bahnen verläuft. Katinka, wie sie ihr Vater einst nannte, verlässt ihre vertraute Welt, um neue Seiten an sich zu entdecken. Ihr Weg führt sie von der sicheren Wohnung mit Stuckdecken und Nudelmaschine zur „Hellersdorfer Perle“ – einem Ort voller authentischer Figuren und rauer Geschichten. Ihre Begegnungen mit dem geheimnisvollen, älteren Mann ziehen sie in eine seltsame und aufregende Welt, die ihr bisheriges Leben aus den Fugen geraten lässt. Doch Oskamp bleibt stets einfühlsam und ehrlich, sie beleuchtet das Innenleben der Protagonistin mit viel Verständnis, sodass sich Leser in der Geschichte wiederfinden oder von Katinkas Mut inspirieren lassen können. Oskamp ist damit ein bemerkenswerter Roman gelungen, der die Frage „Was ist Glück?“ auf packende und poetische Weise verhandelt. Die Geschichte bleibt auch nach dem letzten Satz im Gedächtnis und beweist erneut Oskamps einzigartiges Talent, wie schon in ihrem gefeierten Buch über Marzahn. Eine literarische Entdeckung, die man nicht verpassen sollte.

Ordinär, oberflächlich, ostentativ
Meine Güte, was habe ich denn hier gelesen!? Der Klappentext verlautete zwar eine derbe Sprache, aber keine Geschichte ohne Tiefgang. Plausibel ist hier gar nichts. Ich bin genervt von sämtlichen Protagonist:innen, deren Beweggründe wenig nachvollziehbar erscheinen, von Sexszenen, die platt geschrieben sind, von den Leerstellen, die sinnloses Grübeln erzeugen und eingeschobenen DDR-Erinnerungen, die die Story kein Stück weiterbringen.
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Was wäre, wenn man allem Vertrauten den Rücken zukehrte, einfach so? Und sich auf das Unerhörte einließe?
Eine Kneipe am Rande der Stadt, die Hellersdorfer Perle. Eine Frau Mitte dreißig, die ihr Leben ändern, die Gewissheiten hinter sich lassen will. Eine Begegnung mit einem Mann, der anders ist als alle, die sie bisher kennengelernt hat. Katja Oskamp erzählt von Sehnsucht und Leidenschaft, von Lust und Macht und von einer Welt am Rande der großen Stadt, die sich Normen und Mittelmaß widersetzt.
"Dass es Katja Oskamp gelingt, dieses moderne Märchen von einem neuen Leben mitsamt seinen skurrilen Zügen plausibel zu machen, ist ein kleines Wunder. In der 'Hellersdorfer Perle' geht es nicht cool oder lifestylig zu, sondern derb, schmuddelig, banal. Und eben das ist der Witz des Romans." Deutschlandradio Kultur
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Author Description
Katja Oskamp, geboren 1970 in Leipzig, ist in Berlin aufgewachsen. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete sie als Dramaturgin am Volkstheater Rostock und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Buch »Marzahn, mon amour« wurde zum Bestseller. Zuletzt erschien von ihr »Die vorletzte Frau«.
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„Sie lassen aus Angst vor der Zukunft die Gegenwart ausfallen.“
Katja Oskamp erzählt in ihrem Roman von einer Frau die sich aufmacht, dass persönliche Glück zu finden, welches sich außerhalb der gesellschaftlichen Konventionen befindet. Ein Roman mit feiner, emotionaler Beobachtungsgabe und die Frage: Von wem machen wir dieses Glück abhängig unser einziges Leben so zu leben, wie wir es möchten?
Dieses Buch von Katja Oskamp hat mich anfangs und auch wieder zum Ende hin eher ratlos zurück gelassen. Das Auslassen verschiedener Zeitebenen hat mir zwischendurch den Eidnruck vermittelt, dass zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und her gesprungen wird, was aber gar nicht der Fall war. Auch kann ich dieses Ausbrechen aus dem Leben hin in eine fetischisierte Beziehung mit einem sehr viel älteren bzw. alten Mann nicht nachvollziehen und hat ein Störgefühl in mir verursacht. Dennoch war die Handlung fesselnd (haha) und anziehend. Die Schreibe hat mir auch gefallen, aber ein Lieblingsbuch wird es nicht.
Katja Oskamps neues Buch erzählt die faszinierende Geschichte einer Frau Mitte dreißig, die scheinbar alles hat: einen liebevollen Mann, eine Tochter und ein gemütliches Zuhause. Doch eines Tages, getrieben von einer inneren Unruhe, steigt sie in die Straßenbahn und fährt bis zur Endhaltestelle, wo sie in der schäbigen Kneipe „Hellersdorfer Perle“ landet. Hier, in dieser Welt voller skurriler Gestalten, wie einer greisen Omi, einem beinlosen Trinker und einer rauen Barkeeperin, trifft sie auf einen alten Mann mit rauen Bauarbeiterhänden, der sie mehr als nur neugierig macht. Fasziniert von seiner Eigenart und seiner Ausstrahlung, kehrt sie am nächsten Tag in aufreizender Kleidung zurück und lässt sich auf eine Reise der Selbstentdeckung ein. Zwischen der Unverständnis ihrer Freundin Tina, die ein konventionelles Leben führt, und der Anziehungskraft des alten Mannes hin- und hergerissen, beginnt die Frau, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen und sich emotional zu entfremden. Obwohl sie letztlich in ihren gewohnten Alltag zurückkehrt, erkennt sie, dass es mehr als eine Art von Glück gibt und dass diese Formen sich nicht ausschließen müssen. Katja Oskamps Stil ist eine Wucht – ihre präzisen Beobachtungen und der Wechsel zwischen der stillen, geordneten Welt der Protagonistin und der schrillen, derben Atmosphäre der Kneipe machen die Geschichte lebendig und eindringlich. Der Kontrast zwischen der Alltäglichkeit und dem Unkonventionellen ist so fein herausgearbeitet, dass man als Leser direkt in die gegensätzlichen Welten eintaucht. Dabei bleibt die Erzählung jedoch mehr als eine erotische Geschichte; sie ist die tiefgehende und bewegende Suche nach Identität, Selbstfindung und einem Glück, das nicht auf konventionellen Bahnen verläuft. Katinka, wie sie ihr Vater einst nannte, verlässt ihre vertraute Welt, um neue Seiten an sich zu entdecken. Ihr Weg führt sie von der sicheren Wohnung mit Stuckdecken und Nudelmaschine zur „Hellersdorfer Perle“ – einem Ort voller authentischer Figuren und rauer Geschichten. Ihre Begegnungen mit dem geheimnisvollen, älteren Mann ziehen sie in eine seltsame und aufregende Welt, die ihr bisheriges Leben aus den Fugen geraten lässt. Doch Oskamp bleibt stets einfühlsam und ehrlich, sie beleuchtet das Innenleben der Protagonistin mit viel Verständnis, sodass sich Leser in der Geschichte wiederfinden oder von Katinkas Mut inspirieren lassen können. Oskamp ist damit ein bemerkenswerter Roman gelungen, der die Frage „Was ist Glück?“ auf packende und poetische Weise verhandelt. Die Geschichte bleibt auch nach dem letzten Satz im Gedächtnis und beweist erneut Oskamps einzigartiges Talent, wie schon in ihrem gefeierten Buch über Marzahn. Eine literarische Entdeckung, die man nicht verpassen sollte.

Ordinär, oberflächlich, ostentativ
Meine Güte, was habe ich denn hier gelesen!? Der Klappentext verlautete zwar eine derbe Sprache, aber keine Geschichte ohne Tiefgang. Plausibel ist hier gar nichts. Ich bin genervt von sämtlichen Protagonist:innen, deren Beweggründe wenig nachvollziehbar erscheinen, von Sexszenen, die platt geschrieben sind, von den Leerstellen, die sinnloses Grübeln erzeugen und eingeschobenen DDR-Erinnerungen, die die Story kein Stück weiterbringen.








