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In uns der Ozean

4.5(74)
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About the book

Ein Leben für die Natur

Rachel will nur eins: für immer am Meer leben und dessen Wunder erforschen. Doch 1929 findet ihre Karriere als Biologin ein jähes Ende, und sie muss neue Wege finden, um ihre Familie über Wasser zu halten. Statt in der Wissenschaft zu brillieren, schreibt sie Geschichten über das Meer, mit denen sie bald Hunderttausende Leser erreicht.
Als ihr bei einem Spaziergang mit ihrem Neffen ein toter Vogel vor die Füße fällt, ist sie beunruhigt. Hat das etwas mit dem neuen Mittel gegen Insekten zu tun, das derzeit überall versprüht wird? Rachel weiß: In der Natur hängt alles miteinander zusammen. Und sie setzt alles daran, sich und der Umwelt Gehör zu verschaffen.

Virtuos erzählt Theresia Graw vom leidenschaftlichen Einsatz der Ökologin Rachel Carson, die mit ihrem bahnbrechenden Buch Der stumme Frühling die Welt zum Umdenken brachte.

Mit hochwertig gestaltetem Einband

Editions (2)

ISBN9783471360804
PublisherList Verlag
Publication Date07/31/25
Pages384

Characteristics

1 reviews

SadExcitingDisturbingThoughtfulInformativeHeartwarming

Reviews & Ratings

74 ratings

21 reviews

4.5

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    668 Followers

    5.0

    Theresia Graw zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, ihre Gutsherrin-Trilogie habe ich verschlungen. Auch mit ihrem neuen Buch In uns der Ozean, einer Romanbiographie über die Meeresbiologin, Umweltschützerin und Bestsellerautorin Rachel Carson, konnte sie mich begeistern. „Eine Welt ohne Vögel, ohne Schmetterlinge, ohne Bienen. Stellen Sie sich vor, wie still es in der Natur wäre, ohne den Gesang der Drosseln und Meisen im Wald, ohne Lerchen über den Feldern. Ein stummer Frühling – wäre das nicht traurig?“ (S. 283) Die Autorin schreibt über das Leben von Rachel Carson im Zeitraum zwischen 1929 und 1963. Einen Großteil ihres Berufslebens hat sie dem Kampf gegen den flächendeckenden, weltweiten Einsatz von DDT gewidmet, einem Schädlingsbekämpfungsmittel, der nicht nur auf Flöhe und Mücken, sondern auch auf Vögel, Fische, Tiere und Menschen tödliche Auswirkungen hatte. Zwischendurch sind kurze Kapitel vom 3. April 1963 eingestreut, dem Tag, an dem Rachel im Fernsehen auftritt, um über ihr Buch Der stumme Frühling zu sprechen und auf die Gefahren von DDT hinzuweisen. Rachels Liebe zum Meer wird 1929 während ihres Aufenthalts am Ozeanologischen Forschungsinstitut von Woods Hole auf Cape Code entfacht. Als Redakteurin bei der US-Fischereibehörde schreibt sie Geschichten über das Meer, die Fische und Meeresvögel für eine Radiosendung, die sehr gut bei den Hörer*innen ankommen. Später schreibt sie für die Wochenendausgabe der Daily Sun. 1941 erscheint ihr erstes Buch „Unter dem Meerwind“, 1951 „Das Meer um uns“, 1955 „Am Saum der Gezeiten“, alle ihre Bücher erobern für Wochen die New York Times-Bestsellerliste. 1954 erfüllt sich Rachel mit dem Kauf eines Hauses in Southport Island an der Küste von Maine ihren Traum vom Leben am Meer. Hier verbringt sie ihre schönsten Jahre. Während des Krieges hört und liest Rachel zum ersten Mal von der „Wunderwaffe“ DDT, einem Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Flöhe und Mücken, mit dem auch Malaria bekämpft wird. DDT wird frenetisch gefeiert. Als sie in einem Artikel auf die toxische Wirkung des Mittels hinweist, verliert sie ihren Job bei der Daily Sun. Neben ihrem beruflichen Werdegang erfahren wir sehr viel über ihr Familien- und Liebesleben. Nach dem frühen Tod ihrer Schwester hat sie ihre beiden Nichten adoptiert, später kümmerte sie sich um ihren Großneffen und ihre betagte Mutter. Als Leiterin der US-Fischerei- und Wildtierbehörde findet sie nur wenig Zeit zum Schreiben, weswegen nur alle paar Jahre ein Buch von ihr erscheint. Rachel musste sich ihr Leben lang als einzige Frau unter Männern behaupten. Selten wurde sie von ihren Kollegen als ihresgleichen akzeptiert, bei der Daily Sun wurde sie mit den Worten begrüßt: „So eine hübsche Miss. Jammerschade eigentlich, dass Sie sich hier abrackern, anstatt jemanden zu Hause glücklich zu machen.“ (S. 87) Ihr Liebesleben ist kompliziert. Sie lehnt den Heiratsantrag eines Kollegen ab und verliebt sich in ihre Nachbarin und Freundin Dorothy Freeman. Eine Liebe, die sie ihr Leben lang geheim gehalten hat. Erst viele Jahre nach Rachels Tod hat Dorothys Enkelin Liebesbriefe, die sich die beiden Frauen fast täglich geschrieben haben, veröffentlicht. Ihren Erfolg im Kampf gegen DDT hat Rachel Carson nicht mehr erlebt, sie starb 1964 an den Folgen einer langjährigen Krebserkrankung. In uns der der Ozean ist eine informative, sehr einfühlsam geschriebene Romanbiographie über die Frau, die als Amerikas erste Umweltschützerin in die Geschichte eingegangen ist. Von mir bekommt auch dieses Buch von Theresia Graw fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die die Natur lieben und Rachel Carsons leidenschaftlichen Einsatz für die Erhaltung der Flora und Fauna in Amerika und auf der ganzen Welt miterleben möchten.

    Aug 25, 2025

  • gee
    gee

    14 Followers

    5.0

    Dieses Buch war ein Zufallsgriff und ich bin sehr froh, es gefunden zu haben. Die Geschichte über eine sehr mutige, intelligente und inspirierenden Frau. Ich muss zugeben dass mir vorher Rachel Carson unbekannt war. Was für eine faszinierende Person. Ihr Leben wundervoll beschrieben mit den Worten von Theresia Graw. Tolles Buch!

    Jan 27, 2026

  • readingsalina
    readingsalina

    74 Followers

    4.5

    Ein ganz wundervoller Roman über das Leben von Rachel Carson, der Meeresbiologin, Autorin und Wissenschaftsjournalistin, die den zündenden Funken der Umweltbewegung zum glühen brachte. Als das Insektizid DDT, das auch während des 2. Weltkriegs flächendeckend eingesetzt wurde, um z.B. die von Mücken übertragene Malaria als Todesursache zu minimieren, au den Markt kommt, gilt es als wahres Wundermittel. Menschen, Zelte, ganze Landstriche wurden großflächig besprüht. Bis erste Berichte zu ungewöhnlich hohem Tiersterben auftauchen. Und Rachel Carson vermutet, dass die Pestizide nicht nur Auswirkung auf ungeliebte Insekten, sondern den ganzen Lebenszyklus verschiedenster Organismen haben. Und sie will für Aufklärung kämpfen. "Wir müssen Fragen stellen, wir müssen Antworten suchen, wir müssen selbst Verantwortung übernehmen, wenn es sonst niemand tut. Und das mache ich." Das brachte ihr schnell den Unmut der Chemiekonzerne ein, der nach Veröffentlichung ihres Buches 'Der stumme Frühling', in dem sie vor den unwiederuflichen Schäden der massiven Pestizidnutzung warnt, seinen Höhepunkt fand. Sie galt als hysterische Feministin, wurde beschimpft, als weibliche Wissenschaftlerin nicht ernstgenommen und abgewertet. Doch letztendlich hat ihr Arbeit dazu geführt, dass ganz neue kritische Fragen gestellt wurden, der Blick auf die Umwelt und ihre Wichtigkeit aller darin lebenende Organismen geschärft wurde. Eine unheimlich starke Frau, deren familiären Umstände durch zahlreiche Schicksalsschläge geprägt war. Ich hatte zuvor noch nie von ihr gehört und bin direkt neugierig auf ihr Werk 'Der stumme Frühling ', das so viel ins Rollen gebracht hat.

    Nov 2, 2025

3 of 21 reviews

Author

About Theresia Graw

Theresia Graw wurde 1964 in Oberhausen geboren. Nach ihrem Studium der Germanistik und Kommunikationswissenschaft war sie als Reporterin und Moderatorin für verschiedene Privatsender tätig, bevor sie zum Bayerischen Rundfunk wechselte. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin schreibt sie Romane. »So weit die Störche ziehen« ist ihr persönlichstes Buch, in dem sie die Geschichte ihrer aus Ostpreußen stammenden Familie mit einer fiktiven Handlung verwebt. Theresia Graw hat zwei erwachsene Kinder und lebt in München.

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