Die Frau und der Fjord
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Description
Ein großartiger Roman über eine Frau, die vor der atemberaubenden Landschaft der Lofoten zurück ins Leben findet.
Ein Holzhäuschen mit Blick auf den Fjord, ein kleines Boot und die atemberaubende Landschaft Norwegens. Mehr braucht Gro Kristjánsdóttir nicht für ihren Neuanfang auf den Lofoten, nachdem ihr Mann überraschend verstorben ist.
Die Natur am Polarkreis ist rau und unbarmherzig, doch mit der Zeit lernt Gro, ihr neues Leben zu lieben, die Eiseskälte des Winters und die hellen Nächte des Sommers. Als sie eines stürmischen Abends über Funk einen Notruf erhält, ist es mit der Einsamkeit vorbei. Ein Fischer ist an den Felsen ihres Fjords havariert. Gro pflegt ihn gesund und ist selbst überrascht, dass dieser fremde Mann ihr wieder eine Ahnung von Nähe vermittelt …
«Dieses Buch ist ein Sehnsuchtsort, den man nicht mehr verlassen will.» Romy Fölck
Book Information
Author Description
Anette Strohmeyer, geb. 1975 in Göttingen, hat mehrere Jahre in Kopenhagen verbracht und lebt nun auf der dänischen Insel Møn, wo sie mit Blick aufs Meer Romane, Krimis und Hörspiele schreibt. Die Autorin hat sich auf skandinavische Literatur spezialisiert und bringt ihre Erfahrungen, die sie in Dänemark und den nordischen Nachbarländern gesammelt hat, stets in ihre Bücher ein.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Sehr schön und berührend💗
Wir haben hier eine Geschichte darüber, dass man oft erst die Dinge schätzt, wenn man sie erst mal verloren hat. Und die weitere Lektion ist, dass einen viele Themen auch erst interessieren, wenn sie einen selbst betreffen. Und ja, dieses Buch handelt auch von Heilung und von einem Neuanfang: Geologin Gro zieht sich nach einem schweren Verlust in ein einsames Haus auf die norwegischen Lofoten zurück. Ihre neue Heimat ist der gegenüberliegende Fjord. Gro hat vorher beruflich nach Öl gebohrt. Gibt es ein Zurück? Als sie Jens aus den Fluten rettet, lässt sie zum ersten Mal wieder so etwas wie Nähe zu. Das Buch hat mir sofort richtig gut gefallen, vom ersten Satz an. Der Schreibstil ist so, dass man direkt drin ist in der Geschichte und mitfiebert. Ich würde auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen mögen, wenn es sich ergibt. Für mich persönlich konnte die Spannung nicht durchweg aufrecht erhalten werden und das Ende war mir etwas zu einfach, abgesehen davon war es echt gut. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Frau und der Fjord von Anette Strohmeyer ist ein atmosphärischer und berührender Roman über die Natur in der Arktis, Trauerverarbeitung und den Neubeginn nach einem tragischen Verlust. Gro hat ein einsam gelegenes Häuschen an einem Fjord auf den Lofoten erworben. Sie hat nur wenig aus ihrem früheren Leben in Stavanger mitgenommen, am wichtigsten ist ihr die Urne mit der Asche ihres verstorbenen Mannes Nicklas. Nach seinem Unfalltod hat sie ihren hochdotierten Job als Geologin auf Ölplattformen gekündigt, sie möchte in der Einsamkeit des Fjords wieder zu sich selbst finden und ihren Verlust verarbeiten. Sie hat weder Handy noch andere elektronische Geräte mitgenommen. Der nächste Ort ist mit dem Boot erreichbar, alle paar Wochen fährt sie hin, um einzukaufen und ihre Post abzuholen. Ihre Adresse hat sie nur wenigen Menschen gegeben, unter anderem ihrer Schwiegermutter, die die Asche ihres Sohnes an seinem Heimatort begraben will und Gro deswegen permanent mit Vorwürfen konfrontiert. Gro erkundet den Fjord und genießt die Nähe zur Flora und Fauna der Lofoten. Aus Kräutern stellt sie Tee, Likör und Leckereien her und legt Vorräte für den Winter an. Eines Nachts stürmt es heftig, und Gro rettet einen Schiffsbrüchigen. Ihr wird ihr bewusst, wie sehr ihr der Austausch mit anderen Menschen, Umarmungen und körperliche Nähe gefehlt haben. Kurze Zeit später steht ihr früherer Kollege Derek vor ihrer Tür. Derek und Arne sind im Auftrag ihrer Firma auf der Suche nach Erdöl. Gro hatte bereits eine Ölquelle gefunden, was sie den beiden jedoch verheimlicht. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln kämpft sie dafür, die unberührte und wilde Natur der Lofoten zu erhalten. Ich habe Die Frau und der Fjord sehr gern gelesen. Die Autorin hat mich auf die Lofoten versetzt, wo ich einen Wasserfall, den von Gro „Abgebrochener Zuckerhut“ genannten Berg, die Robbe Nicky und den Polar-Birkenzeisig Mats beobachtet habe. Ich habe Gros tiefe Trauer gespürt und mich über ihre Gefühle für Jens gefreut. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass Gros Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Vor einigen Jahren wurde tatsächlich beabsichtigt, auf den Lofoten eine Ölplattform zu errichten. Glücklicherweise wurden diese Pläne nicht umgesetzt, und die Natur in der Arktis bleibt unberührt. Ich lege diesen Roman denjenigen ans Herz, die sich für die Natur der Lofoten interessieren, und allen, die einen berührenden Roman über das Leben mit und nach dem Verlust eines geliebten Menschen lesen möchten. Ich vergebe fünf Sterne und eine große Leseempfehlung.
Anette Strohmeyer ist einigen bestimmt unter ihrem Pseudonym Anne Nørdby bekannt unter dem sie nordische Krimis schreibt. Dies ist ihr erster Roman, welcher auf persönlichen Erfahrungen beruht, denn auch ihr Mann ist vor einigen Jahren viel zu früh verstorben. Leben tut sie, ähnlich wie Gro, auf einer kleinen Insel. Gro hat sich nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, zusammen mit seiner Urne, auf eine kleine Insel im Norden von Norwegen zurück gezogen. Sie braucht die Einsamkeit um heilen zu können. Ohne Internet und Handy ist sie von der Außenwelt abgeschnitten. Nur alle zwei Monate fährt sie zum Einkaufen mit dem Boot aufs Festland. Sehr bewegt verfolge ich die Beschreibungen der Natur mit ihren Wettergeschehen, dem Meer, der Pflanzen- und Tierwelt. Wie Gro den verunglückten, kleinen Polar-Birkenzeissig ins Haus holt und aufpäppelt, berührt das Herz. Über die Jahreszeiten hinweg "lebe" ich mit Gro in dieser Einsamkeit und fühle mich ihr verbunden. Und auch mit Sissel, einer alten Frau vom Festland, entwickelt Gro eine tiefe Vertrautheit, die auf erlebten Verletzungen gründet. "Wir beide wissen, wie man inneren Ruß vor die Tür kehrt und zusammen mit der Einsamkeit Tee trinkt." Sehr fein in die Geschichte eingewoben ist die Arbeit von Gro, welche sie auf Ölplattformen verrichtet hatte. Ihr eilt der Ruf voraus, Ölfelder zu erspüren und große Vorkommen zu finden. "Nach Öl zu bohren hieß, die Unberechenbarkeit zu umarmen." Erst in der Natur der Insel und dem Leben im Fjord stellt sie diese Arbeit in Frage. Merkt wie verheerend die Förderung für die Umwelt ist. Im Schlussdrittel hat mich der Roman ein klitzekleines bisschen verloren, da kamen noch Krimielemente ins Spiel, die ich nicht gebraucht hätte. Sehr gerne dagegen hätte ich noch viel mehr Seiten über das herstellen von Lakritz, Marmelade und Blaubeerpfannkuchen gelesen. Die Schätze, die ihr die Flora der Insel schenkt und die sie zu kleinen Köstlichkeiten verarbeitet hat. Die Charaktere sind sehr schön gezeichnet, samt der unsympathischen Schwiegermutter. Sehr gerne spreche ich eine große Leseempfehlung aus und hoffe auf noch mehr Romane der Autorin.
Zwischen Trauer, Meer und Neuanfang
In Die Frau und der Fjord zieht sich Gro nach dem Tod ihres Mannes auf die Lofoten zurück, um Abstand zu gewinnen und ihre Trauer zu verarbeiten. Die Ruhe der Natur und das Leben am Fjord geben ihr langsam wieder Halt. Als sie den Fischer Jens kennenlernt, öffnet sie sich Stück für Stück erneut dem Leben. Gleichzeitig bedrohen Pläne zur Ölsuche die Landschaft, die ihr inzwischen zur Heimat geworden ist. Die Frau und der Fjord war für mich genau das richtige Buch für ruhige Lesestunden. Die Geschichte ist eher seicht und nicht wahnsinnig spannend, aber genau das hat für mich gut gepasst. Die Atmosphäre am Fjord, die Natur und dieses entschleunigte Leben haben sich total schön lesen lassen. Gro mochte ich sehr und ich fand es angenehm, sie auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten. Man merkt schnell, dass das Buch mehr von Stimmung und Gefühlen lebt als von großen Überraschungen. Wer ein ruhiges Wohlfühlbuch mit etwas Tiefgang sucht, wird hier wahrscheinlich glücklich.
So, nun bin ich zurück von meiner Lesereise nach Norwegen zu den Lofoten, und was soll ich sagen - es war einfach wunderschön. Auf den Roman 'Die Frau und der Fjord' von Anette Strohmeyer habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Das hübsche Cover, das traumhafte Setting und der vielversprechende Klappentext haben mich sofort angesprochen. Wir begleiten Gro Kristjánsdóttir, die nach dem tragische Tod ihres Ehemanns einen Weg aus dem tiefen Tal der Trauer finden muss. Während sich die einen ablenken, sucht Gro die Einsamkeit, um zu heilen. Sehr authentisch wird beschrieben, wie schwer das Trauern um einen geliebten Menschen ist - doch noch viel schwerer ist der Heilungsprozess. Obwohl Gro die Einsamkeit sucht und auch genießt, sind es die kleinen und großen Begegnungen mit Menschen und Tieren, die sie allmählich zurück ins Leben führen. Neben den anschaulichen Naturbeschreibungen - der Flora und Fauna, den Jahreszeiten und Herausforderungen des Lebens in einem einsam gelegenen Fjord - fand ich auch die Rückblicke auf ihre Arbeit als Geologin auf einer Ölplattform äußerst spannend. Man kennt diese riesigen Bohrinseln oft nur aus der Ferne, und ich finde sie immer beeindruckend, aber auch etwas furchteinflößend. Das Setting des rauen norwegischen Fjords auf den Lofoten ist absolut mein Ding, und ich habe die atmosphärischen Naturbeschreibungen so sehr genossen, dass das ganze Buch damit gefüllt sein dürfte. Im letzten Drittel gibt es ein Zwischenspiel, das eher in einen Krimi passen würde. Diesen Abschnitt hätte ich nicht vermisst, da er für mich eher störend wirkte. Das Ende wiederum hat mir sehr gefallen. Gut fand ich auch die Einteilung in die vier Jahreszeiten. Beginnend mit dem Winter begleitet man Gro ein ganzes Jahr. Die Sprache ist wunderschön und ich habe viele Stellen markiert, z.B.: "Ihre Augen tranken das pastellfarbene Licht, das draußen schwerelos über den Fjord schwebte." "Wäre sie irgendwann wieder in der Lage, diese Leichtigkeit zu spüren, die der Juni einem mit seinem warmen Atem unter die Flügel blies?" Es ist ein ruhiger, teils trauriger, aber auch spannender und vor allem hoffnungsvoller Roman, der nachwirkt und mir sehr gut gefallen hat. Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits. 🥰

Ein Titel, der hält, was er verspricht…
Ein für mich wunderschönes Buch, welches mich direkt zurück nach Norwegen entführt hat, das für mich schönste Land der Welt! Die Umschreibungen der umwerfend schönen Natur, der Schlag Menschen, die dort leben und die Gro dort kennenlernt; ihre Trauerbewältigung, die sie ganz allein auf sich nimmt, in einem kleinen Haus an einem einsamen Fjord der Lofoten - das hat mir in diesem Buch am besten gefallen. Die Rückblicke in ihre Vergangenheit, zu ihrer Beziehung zu ihrem verstorbenen Mann Niklas und dessen Familie, sind für die Geschichte natürlich super wichtig aber waren für mich zweitrangig und ich wollte immer wieder zu ihr an den Fjord zurück. Für eine ehrliche Buchrezension hätte ich jetzt eigentlich auch ein/zwei kleine Sachen zu „bemängeln“, wie z.B. die für mich persönlich manchmal zu „blumige“ Sprache bei Situations/Gefühlsbeschreibungen - aber ich muss ehrlich gestehen: nachdem ich Anette Strohmeyers Danksagung am Ende des Buches gelesen habe, finde ich es absolut vermessen und respektlos, etwas an diesem, für sie sehr persönlichen Roman, zu kritisieren. Mich hat dieser Roman ohne irgend eine Länge auf wunderschöne Art unterhalten, war für mich ein Pageturner, der einen in eine atemberaubende Stimmung der Natur entführt und ich bin etwas traurig, das Buch nun fertig gelesen zu haben. Klare Leseempfehlung - nicht nur für Norwegenfans

… Trauer kommt in 🌊 & jeder trauert anders, vor allem aber irgendwo allein, aber Natur und die richtigen Menschen um einen rum helfen und können genauso gut beim Heilen helfen; wenn man dazu bereit ist !❤️🩹
Danke, dass ich nun sofort auf die Lofoten reisen möchte. Und genau die gleichen Glücksgefühle von der Natur fühlen möchte. Sehr sanft, tolle Beschreibungen. So anders als Thriller/ Krimi Liebende, so traurig und zugleich schön war dieses Buch!

»Vorhin war eine Tür in ihr geöffnet worden und sie würde hindurch gehen«
Ein Buch über den Umgang mit Trauer, Einsamkeit und die Verbundenheit zur Natur. Gro hat in ihrem alten Leben in der Erdölindustrie gearbeitet und damit zur Ausbeutung des Planeten beigetragen ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen. Eines Tages stirbt ihr Mann, weswegen sie beschließt ihre sieben Sachen zu packen und ihr Leben einmal komplett umzukehren. Sie zieht in ein Häuschen am Fjord auf den Lofoten, weit abgelegen und ohne Kontakt zu anderen Menschen. Lebensmittel kauft sie immer im Vorrat, sodass ihre sozialen Kontakte wirklich sehr eingeschränkt sind. Außerdem verzichtet sie auf ein Handy und Internet um so abgeschottet wie nur möglich zu sein. Nach einem Sturm tritt Jens in ihr Leben – sie hat ihn gerettet und wieder gesund gepflegt. Sie beginnt ihr altes Leben zu hinterfragen, ob ihre Entscheidungen die richtigen waren und spürt, wie sie der Natur immer näherkommt und die Trauer verarbeitet. Der Schreibstil ist angenehm ruhig und sachte. Die Geschichte ist sehr emotional und hat mich sehr berührt, mir ist Gro richtig ans Herz gewachsen.

„Denn nur wer die Dunkelheit kannte, wusste das Licht zu schätzen.“
Ein Buch von Verlust, Hoffnung, Selbstfindung und L(i)eben. Ein Buch, welches sich nicht ganz so einfach in Worte fassen lässt. Wir begleiten hier Gro, eine Frau die in der Erdölindustrie Karriere gemacht hat und sich nach dem unerwarteten Unfalltod ihres Ehemannes an einen Neuanfang wagt - auf den Lofoten. Sie zieht alleine in ein Haus, am Fjord, weit und breit keine Nachbarn - nur Natur. Sie möchte allein sein, abgeschottet von Allem und Jedem. Nichtmal ein Telefon nimmt sie mit in ihr neues Heim, nur die Urne ihres verstorbenen Mannes Nicklas. "Die Frau und der Fjord" ist in die vier Jahreszeiten aufgeteilt und fängt mit dem Winter (Dezember) an, wo Gro in ihr Haus am Fjord zieht. Das Buch strahlt von der ersten Seite aus schon eine gewisse Melancholie aus. Gleichzeitig ist es auch wunderschön. Der Schreibstil hat was ruhiges und ist sehr bildhaft/malerisch, so dass man sich die wunderschöne Natur sofort vorstellen kann. Es verleiht dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre, die ich nicht wirklich in Worte fassen kann. Gros Gefühle und ihre innere Welt wird super zum Ausdruck gebracht, so dass ich als Leserin ein gutes Bild von Gro und ihrer Situation hatte. Am Anfang ist Gro sehr verloren und gebrochen, schottet sich komplett ab - sie möchte mit der Außenwelt nichts zu tun haben. So fährt sie auch nur alle zwei Monate über den Fjord in die nächste Stadt zum Einkaufen, vermeidet dort auch so gut es geht den Kontakt mit den anderen Menschen. Doch mit der Zeit fängt sie an nicht nur die Natur zu erkunden sondern auch sich selbst wiederzufinden bzw. neuzufinden. Vor allem nachdem sie unerwartet Jens nach einem Sturm aus dem Fjord rettet und gesund pflegt. Man wird als Leser also Teil ihrer Trauerbewältigung und ihres Wachstums. Es ist sehr emotional und tiefgehend. Das Buch hat mich sehr berührt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der ein heilsames und tiefgehendes Buch sucht. Definitiv mein Monatshighlight, hätte ich nicht mit gerechnet, dass es mich so sehr überzeugen wird.

⭐️⭐️⭐️ Leider wurden Gro und ich keine Freundinnen
In diesem Monat hab ich einfach kein Händchen. Ich vertraue auf Top-Rezensionen - und bin dann von den Büchern etwas enttäuscht. Zuletzt schon bei "Beeren pflücken", jetzt leider wieder bei diesem Buch. 🤷🏻♀️ Ich wollte die Geschichte so gern mögen, aber Protagonistin Gro und ich sind leider keine Freundinnen geworden. Mir ist bewusst, dass man bei Trauerbewältigung andere Maßstäbe anlegen muss. Dennoch fand ich beispielsweise die Entscheidung, als Einsiedlerin im Polarwinter bewusst auf Handy und Internet zu verzichten, nicht nur gewagt, sondern einfach leichtsinnig. Über ihre Tat bei der Beisetzung ihres Mannes (ich will nicht spoilern, daher nichts Näheres) war ich entsetzt. Und dass die Schwiegermutter so eindimensional negativ gezeichnet war, während Gro diejenige war, die ihren Mann natürlich immer verstanden hat... ich konnte es nicht wirklich glauben. Wirklich gut gefallen haben mir an dem Roman eher die kleinen Nebenhandlungen. Wie Gro den kleinen Vogel aufpäppelt. Wie sie versucht, alles nachhaltig zu nutzen was die Natur ihr bietet... da konnte ich mich in sie hineinversetzen. In vielen anderen Momenten leider nicht, so dass es für mich "nur" ein durchschnittliches Leseerlebnis war.

Ein bewegender Roman über Trauer, Neuanfang und die Schönheit der Natur
Gro Kristjánsdóttir braucht Abstand und einen Neuanfang. Ihr Mann ist überraschend verstorben und sie zieht sich zurück in ein Holzhaus mit Blick auf den Fjord. Die Landschaft der Lofoten soll ihr helfen, aber so nah am Polarkreis ist es nicht einfach. Sie muss sich an dieses neue und einsame Leben gewöhnen. Eines stürmischen Abends erhält sie über Funk einen Notruf. Ein Fischer ist an den Felsen ihres Fjords havariert. Sie pflegt ihn gesund und als er wieder zu Hause ist, will er ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen. Früher hat sie für einen großen Ölkonzern gearbeitet und sie macht in ihrer Natur eine Entdeckung, die die Landschaft der Lofoten für immer verändern könnte. 🌊 Anette Strohmeyer hat einen ganz besonderen Schreibstil, wodurch die Geschichte eine Zartheit und Zerbrechlichkeit bekommt, was gut zu dem Zustand von Gro passt und in einem krassen Gegensatz zu dem Leben am Polarkreis steht. Sie beschreibt die raue Landschaft unglaublich gut und ich war sehr froh, dass wir unsere Protagonistin durch alle vier Jahreszeiten begleiten durften. Diese bildhafte Sprache hat mir die Lofoten sehr viel näher gebracht. Es geht um Trauerbewältigung und um einen Neuanfang, wobei wir tiefe Einblicke in Gros Seele erhalten. Hierzu gibt es immer wieder Rückblenden. Dieses neue Leben, welches sie gewählt hat, ist nicht gerade einfach. Sie wohnt so abgeschieden, dass sie ein Boot benötigt um ihre Besorgungen zu machen. Sie hat keinen Fernseher, kein Handy, kein Internet, lediglich ein Funkgerät. Es war sehr interessant, wie sie nun lebt und was sie den ganzen Tag macht. Sie setzt ganz andere Prioritäten. Und das Thema Natur nimmt eine große Rolle ein. Gro lernt diese in der Einsamkeit nach und nach kennen und lieben, dabei hat sie früher als Geologin dabei geholfen diese zu zerstören. Sie sieht es nun von einer völlig anderen Seite. Die ganze Thematik verknüpft sich mit ihrer Vergangenheit und mit Krimielementen. So ruhig wie das Buch gestartet hat, so spannend wird es ab einem gewissen Punkt. Das Buch brauchte Platz und Zeit. Ich musste oft schlucken, denn diese Trauer tat mir sogar beim Lesen weh. Aber, wie auch im echten Leben, irgendwann wird es weniger. Gro entwickelt sich weiter, ihr Leben, ihre Trauer. Der Roman ist eine Liebeserklärung an einen Neuanfang und an die wunderschöne Natur. Auch wenn die Lofoten Unmengen von Öl verbergen, was ist wichtiger? Hier wird sehr schön gezeigt, egal wie dunkel es vielleicht im Leben wird, irgendwann kommt doch wieder das Licht hervor. Die Geschichte hat mich tief berührt und bewegt, und wenn ich jetzt daran zurück denke, dann tut es sogar immer noch weh. Zeigt sie doch auch, wie schnell sich alles ändern kann und wie dankbar wir doch sein sollten. 🛶 Ein bewegender Roman über Trauer, Neuanfang und die Schönheit der Natur

Und schließlich war sie da. Die Stille. Mit einer Gewaltigkeit, die beinahe ohrenbetäubend war, beängstigend und wunderschön zugleich. – aus «die Frau und der Fjord»- Wie verarbeitest du Trauer? Brauchst du Menschen um dich, die dich ablenken, denen du dich jederzeit mitteilen kannst oder ziehst du dich mit deiner Trauer zurück, suchst die Abgeschiedenheit, die Einsamkeit und willst möglichst niemandem begegnen um in Ruhe und ohne Fragen trauern zu können? Gro hat sich für letzteres entschieden nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes. Sie hat sich auf einen einsamen Fjord auf den Lofoten zurückgezogen, abgeschieden, nur mit dem Boot erreichbar. Im kalten und unbarmherzigen Winter des hohen Nordens ist auch Gros Seele im tiefen, dunklen Winter der Trauer, die sie manchmal schier auffrisst. In ihren dunkelsten Stunden hat sie dennoch wunderschöne Begegnungen mit der atemberaubenden Natur und der Tierwelt auf ihrem Fjord und je näher der arktische Sommer mit seinem nie enden wollenden Licht kommt hat auch in Gros mit Ruß gefülltem Herzen wieder ein bisschen Helligkeit seinen Platz gefunden. Ob Jens, den sie an einem Stürmischen Tag vor dem Ertrinken rettet, eine schicksalhafte Begegnung ist, die Gro Stück für Stück wieder ins Leben zurückbringt? Fazit: Dieses Buch ist nichts für zwischendurch - nichts für schnell – diese Geschichte braucht ihren Raum und diesen habe ich ihr unglaublich gerne geschenkt. Es ist ein Buch, das tief in die trauernde Seele von Groh wirft, in welchem ich tief in die Gedankenwelt von Gro abgetaucht bin. Es ist aber auch eine Liebeserklärung an den Norden. An die wunderschöne Natur, die es zu schützen gilt, obwohl es unter den Lofoten Öl in rauen Mengen gibt. Ein Buch voller Hoffnung und Zuversicht, dass nach den dunkelsten Momenten, nach den nicht enden wollenden Wintern, irgendwann wieder Licht seinen Weg bahnen wird. Eine Geschichte wie der Jahreslauf, von nicht enden wollender Dunkelheit bis hinein in das helle Sommerlicht, mit dem Wissen, dass nichts für immer ist. Diese Geschichte hat sich ganz tief in meinem Herzen eingenistet. Ich bin begeistert!

Solider Roman
Die Geschichte um Gro, die ihren Mann bei einem Unfall verloren hat und zur Trauerbewältigung an einen einsamen Fjord in Norwegen zieht berührt anfangs zutiefst. Der Schmerz und die Ohnmacht werden so gut rüber gebracht, dass ich aufpassen musste, selbst nicht zu sehr diese Stimmung im Alltag zu übernehmen. Gleichzeitig wird die nach und nach aufkommende Leichtigkeit mit Voranschreiten der Geschichte auch fühlbar. Mir sind die Beschreibungen der Landschaft nur teilweise etwas zu blumig. Der Roman erzählt in zwei Zeitsträngen von der Gegenwart im Fjord und von ihrer Vergangenheit, in der Gro als Geowissenschaftlerin auf einer Ölförderinsel gearbeitet hat. Dass auch die Autorin Geologie studiert hat, wird schnell klar, als mit allerlei Fachbegriffen gearbeitet wird. Das hat mir aber gefallen, da hatte mal jemand wirklich Ahnung von dem, was sie da geschrieben hat! Das große Aber: es gibt in diesem Buch eine solche Fülle an Tippfehlern (teilweise fehlen ganze Worte in den Sätzen), dass ich immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Der Lektor oder die Lektorin haben zeitweise scheinbar geschlafen beim Lesen - und das für doch immerhin stolze 24€... 😤 Das letzte Drittel des Buches hätte ich dann nicht mehr gebraucht, es wird zwar nochmal spannend, das intensive Gefühl vom Beginn des Buches ist zum Ende aber leider weg. Spoiler: Was haben bitte die Ermittlungen für das Voranschreiten der Geschichte getan, außer dass es noch ein weiteres Drama gab?
Abgeschieden
•Buchrezi• 😌 Zum Inhalt: Gro ist allein. Ganz allein. In einem kleinen Holzhaus auf den Lofoten, direkt am Fjord. Ihr einziges Transportmittel: ein kleines Boot, das leise im Takt der Wellen schaukelt. Doch Gro will es genau so. Sie sucht die Einsamkeit, sie sucht das Schweigen. Denn vor zwei Jahren hat sie alles verloren. Die Liebe ihres Lebens starb bei einem tragischen Autounfall. Zurück blieb nicht nur Schmerz, sondern auch ein Schatten: ein Geheimnis. Gro, einst eine gefeierte Expertin für die Suche nach Öl auf Bohrinseln, hat sich zurückgezogen. Sie hat ihren Beruf aufgegeben, ihr altes Leben hinter sich gelassen. Zuhause waren sie und ihr Mann das perfekte Paar. Dachte sie… Jetzt will sie niemanden mehr um sich haben. Keine Stimmen. Keine Nähe. Keine Lügen. Doch dann, in einer Nacht voller Sturm und Gischt, wird ein Mann an ihre Tür gespült. Und mit ihm: ein Gefühl, das sie längst verloren glaubte… Mein Fazit: Ein traumhaft schönes Cover und eine Geschichte, die tief geht. Gro wählt die Abgeschiedenheit, um zu trauern. Aber ist Einsamkeit wirklich der richtige Weg? Gro ist keine einfache Figur. Sie ist kantig, stolz, verletzlich... Zwischen Sturm, Fjord und Einsamkeit entdeckt sie, dass das Leben mehr ist als die Jagd nach Ölquellen. Und Gro merkt, dass nicht nur sie verletzlich ist, sondern auch die Natur, der sie die letzten Jahre schwer geschadet hat. Dieses Buch ist nicht nur Gros Geschichte. Es ist ein feinfühliger Roman über Trauer, über Loslassen und Neuwerden. Über Hoffnung, Natur – und über einen kleinen Vogel namens Mats, der viel mehr bedeutet, als es scheint. Ein stilles, tiefgründiges Buch, das berührt und nachwirkt. Lest es zu einem Moment, in dem ihr bereit seid, euch auf diese Emotionen einzulassen. Es lohnt sich! ⛵️⛵️⛵️⛵️ von fünf ⛵️n!

Die Geschichte handelt von Gro, die in großer Trauer in die Einsamkeit an einen Fjord auf den Lofoten in Nordnorwegen zieht. Der Einstieg in die Geschichte ist unmittelbar; man ist direkt mit Gro und ihrer kaum zu ertragenden Trauer in dem einsamen Haus am Fjord. Über Rückblenden erfährt man nach und nach mehr über die Vergangenheit. Dieser Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte streckt sich über ein Jahr und man durchlebt quasi gemeinsam mit Gro die Jahreszeiten im Fjord. Die Geschichte ist berührend und man spürt die Trauer, die Einsamkeit und auch die Ablehnung anderen Menschen gegenüber in sehr vielen Momenten. Und in anderen Beschreibungen liest man die Hoffnung und die positiven Gefühle. Das ist unheimlich gut geschrieben und erschien mir sehr authentisch. Ich fand es auch realistisch, dass es nicht auf alles Antworten gibt und manches einfach offen bleibt bzw. bleiben muss. Die Naturbeschreibungen fand ich sehr passend und überhaupt nicht langweilig. Das macht eher Lust, mehr darüber zu lesen oder die Gegend sogar kennenzulernen. Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Eine klare Leseempfehlung für Leser*innen, die Geschichte mit vielen - auch traurigen - Emotionen (aber ohne Kitsch) und Natur mögen.
Vielleicht wollte ich, dass eine Protagonistin in meinem Alter sich irgendwie jünger, frischer liest? Vielleicht wollte ich nicht wieder die Geschichte vom Prinzen, der dem Leben wieder Freude einhaucht? Vielleicht habe ich mir auch mehr Vielschichtigkeit in den Figuren erhofft? In zwar leuchtender Natur plätschert die Handlung dahin. Ja, es ist langsam erzählt, für mich auf zu vielen Seiten. Ich habe den Eindruck, dass ich etwas hätte fühlen sollen. Vielleicht war es nicht mein Buch oder nicht der Moment oder Beides nicht. Vielleicht aber auch eines dieser Bücher, das anderen viel bedeutet, mir jedoch nicht.
Emotional, aufwühlend und wunderschön
„Die Frau und der Fjord” ist für mich zu einem Jahreshighlight geworden. Der Roman ist emotional, ruhig, und zugleich aufwühlend und überwältigend. Nach dem Tod ihres Mannes sucht Gro Heilung in der Stille. Eine einsame Hütte in den Lofoten scheint dafür perfekt zu sein. Während sie immer mehr lernt, ihr Leben im Einklang mit der Natur zu genießen, sorgt ein gewaltiger Sturm dafür, dass sie auch die Gesellschaft von Menschen wieder zu schätzen lernt. Annette Strohmeyer hat mich mit ihren Worten von Anfang an gefangen genommen. Sie versteht es, mit wenigen leisen Worten einen Sturm an Gefühlen auszulösen. Die Analogien zur Natur habe ich in diesem Buch besonders wertgeschätzt. So taucht bei einer Wanderung Gros beispielsweise dieser Satz auf: „Sie würde das schroffe Gebirge der Trauer überwinden, das bald kleiner werden und zu einer gewellten Hügellandschaft schrumpfen würde.” Ich habe es geliebt, Gros Entwicklung in ihren ersten vier Jahreszeiten im abgeschiedenen Fjord zu verfolgen. Sie arrangiert sich mit den Gegebenheiten und weiß die Schätze der Natur immer mehr zu schätzen. All die Details zu Tieren, Pflanzen und Gesteinen fand ich sehr faszinierend. Interessant waren auch die Einblicke in Gros früheres Leben als Geologin auf einer Ölplattform. Man erfährt, wie die Arbeit auf so einer Plattform abläuft und welch horrende Summen dort reingesteckt und wieder rausgeholt werden. Natürlich spielen in dem Fjord auch die Belastung der Umwelt und der Naturschutz eine wichtige Rolle. Auch wenn die Beschreibung von Gros Einsiedlerleben für mich sehr ansprechend war, so hab ich mich doch gefreut, als sie bezaubernde Menschen kennen- und lieben gelernt hat. Wer nun denkt, es ginge „nur” um Natur und Trauer: Keine Sorge, es gibt auch immer wieder spannende Begegnungen und Herausforderungen. Ich war letztes Jahr in den Lofoten und kenne sogar ein paar der erwähnten Orte – und ich kann euch sagen, es ist wirklich so atemberaubend schön, wie Annette es beschreibt! Zudem basiert die gesamte Geschichte auf wahren Begebenheiten. Das Lesen der Danksagung lohnt sich auf jeden Fall!
David gegen Goliath - Eine Geschichte über die Kraft der Natur Die Geologin Gro zieht sich nach dem überraschenden Tod Ihres Ehemanns in ein einsames Haus an einem Fjord in den norwegischen Lofoten zurück. Dort will sie in der Stille und Einsamkeit der unberührten Natur ihre Trauer durchleben und wieder zu sich selbst finden. Als eines Abends während eines Sturms ein Notruf von einem havarierten Schiff eingeht, ist es schlagartig vorbei mit ihrer Einsamkeit. Doch Gro kämpft nicht nur mit sich selbst und ihrer Trauer, sie kämpft auch für die Natur und die unberührte Landschaft in ihrem Fjord…. Dieses Buch hat mich sofort angesprochen, ich habe mich direkt auf den ersten Seiten eingefunden in die Story. Die Geschichte zieht einen sofort mit, man begleitet Gro in ihrem Boot zu ihrem einsamen Haus am Fjord, den man nur über Wasser erreichen kann. Die Autorin beschreibt die Landschaft aber auch die Atmosphäre in allen Einzelheiten, so bildhaft und lebendig dass sich wunderbare Bilder vor dem inneren Auge entwickeln. Dabei wird es aber nicht kitschig oder schnulzig, denn man erfährt auch viel über die Unanehmlichkeiten, die dieses einsame Leben in der Wildnis mit sich bringt. Zum Beispiel über die eisige Kälte und ewige Dunkelheit im Winter, das Haushalten mit den Vorräten aber auch über Gros widersprüchliche Haltung zur Stille an diesem Ort, die sie bewusst gewählt hat, die aber doch auch eine Herausforderung für sie ist. Man begleitet Gro über ein Jahr und etwas länger und erlebt, wie sie sich entwickelt, wie der Fjord zu ihrer Heimat wird und wie sie die Trauer um ihren Mann verarbeitet. Mit dem Notruf eines havarierten Schiffes vor ihrer Küste kehrt auch wieder für kurze Zeit Gesellschaft in ihr Haus, als sie sich um den verletzten Fischer kümmert. Und man erlebt, wie sie vorsichtig ihre Fühler wieder ausstreckt in ein neues Leben… Das Buch ist eine tolle Geschichte über die Kraft, Macht und Schönheit der Natur aber auch über Trauer, Freundschaft und Liebe. Die Gestaltung des Covers passt unheimlich gut zur Geschichte…diese Farben hat man selten in seinem Bücherregal stehen.

Nach Anlaufschwierigkeiten eine richtige Überraschung
Nach den ersten 1-2 Kapitel hatte ich gedacht, das breche ich ab, das ist nichts für mich. Nach ein paar Tagen, habe ich aber doch wieder angefangen zu hören und konnte nicht mehr aufhören. Zuanfangs war es mir zu schwermütig und ansteigend, doch dann konnte Anette Strohmeyer mich doch noch abholen und mich an den Fjord entführen. Viel mehr als die Geschichte der Protagonisten, hat mich das einsame Leben in diesem Fjord fasziniert. So detailliert beschrieben und vorgelesen, das ich eine stille Mitbewohnerin des Hauses wurden. Grossartig.
Schön, tiefgründig und entspannend🥰
Da Norwegen mein Lieblingsland ist, hat mich dieses Buch sofort angesprochen. Es ist eine schöne Geschichte, über eine Frau, die sich nach dem Tod ihres Mannes von der schnellen, erfolgsorientierten Welt, wie wir sie kennen, abwendet und in eine kleine Hütte am Fjord zieht. Durch die Natur findet sie zu sich selbst zurück und zu dem, was wirklich zählt. Vor allem die Freundschaften, die sie im Laufe des Buch knüpft und wie sie am Ende für ihre neue Heimat kämpft, haben mir sehr gefallen🥰~ Follow me for more content on Instagram: @anna_amalia_reads 🤍
„Die Frau und der Fjord“ ist eine stille, eindrucksvolle Geschichte über Neuanfang, Verlust und innere Stärke. Die Naturbeschreibungen sind so lebendig, dass man den Fjord förmlich spüren kann. Die Hauptfigur berührt durch ihre Tiefe und ihre stille Entwicklung. Ein poetischer, atmosphärischer Roman, der lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung!
Ein stiller, atmosphärischer Roman über Trauer, Einsamkeit und Neuanfang. Nach dem Tod ihres Mannes zieht sich Gro an einen norwegischen Fjord zurück – und findet dort langsam zurück ins Leben. Strohmeyers eindrucksvolle Naturbeschreibungen und leise Erzählweise machen das Buch zu einer bewegenden, nachdenklichen Lektüre.
"Sie war am richtigen Ort angekommen. Wie schön, dass sie den Fjord gefunden hatte. Oder besser gesagt, dass er sie gefunden hatte."
Eine Reise zurück zu sich selbst. Zurück zum Ursprünglichen und zurück zur Natur. Als Gro sich für das Leben fernab entscheidet, entscheidet sie sich für einen Weg der Heilung und lernt, auf ihre innere Stimme zu hören. Wir blicken sehr weit in ihre Gedanken und folgen ihrem Leben am Fjord ein ganzes Jahr lang. Dieser Roman berührt durch das Wesentliche und ist ideal für gemütliche Stunden. Durch die angenehme Kapitellänge auch perfekt für zwischendurch.

Ich kann es nicht oft genug betonen, ich liebe es in ein Buch zu versinken, darin abzutauchen und mich in ihm zu verlieren! Dies geschieht nicht all zu oft! Aber wenn, dann ist es wie ein wieder gefundener Schatz! Gro hat ihren geliebten Ehemann Niklas verloren. Die Trauer um ihn scheint sie zu zerreißen! Gro flüchtet sich in ein einsames Haus im Fjord und versucht sich dort ihrem Verlust zu stellen! Die Natur und ihre erleben beginnen langsam zur geschundenen Seele durch zu dringen, bis Fremde Gros heilige Welt stören und in sie eindringen wollen! Ich kann nur eines sagen, danke Gro! Was für ein wundervolles und bezauberndes Buch! Schon das Cover ist einfach hinreißend! Die Farben und das Bild passen perfekt! Und die Geschichte, die geht unter die Haut! Das Buch ist toll geschrieben und man kommt sofort in die Geschichte hinein! Es ist die perfekte Mischung aus Rückblick und momentanen Geschehen! Ich finde es ebenfalls so wunderschön das Gro eben nicht perfekt ist! Sie hat eine Vergangenheit die sie nicht leugnet! Die Beschreibung ihrer tiefen Gefühle sind toll! Sehr bewegend wenn man die Geschichte der Autorin kennt! Ich habe zum Glück noch keinen so schweren Verlust ertragen müssen, jedoch hoffe ich sehr das die Geschichte vielen Menschen neuen Mut schenken kann! Jeder Mensch hat es verdient geliebt zu werden! Auch wenn man zu erst sich selber liebe muss! Ich mag die Details der Geschichte sehr! Mats, Nikki und zum Schluss auch der Handschmeichlerstein haben mich so abgeholt! Ich konnte das Fjord quasi sehen, riechen und fühlen! Ich habe das Buch fast an einem Tag durchgelesen und auch wenn es immer wieder um Öl und Raffinerien ging bin ich nie abgeschweift! Dieses, mir gänzlich unbekannte Thema, wurde im Buch spannend mit eingebunden! Wie ihr schon seht, ich bin voll und ganz begeistert! Ich hab das Buch wirklich sehr geliebt.
Ein schöner und ruhiger Roman mit Tiefe
Die Frau und der Fjord ist ein fantastischer Roman, bei dem man sich vollends auf die Natur und das Leben in Norwegen einlassen kann. Man begleitet Gro durch ihre Zeit der Trauer um ihren Ehemann Nicklas, den sie ganz plötzlich und unerwartet verloren hat. In einem einsamen Haus direkt am Fjord findet sie Zuflucht und versucht dort zur Ruhe zu kommen und mit der “neuen” Situation zurecht zu kommen. Nicklas ist seit zwei Jahren tot, doch Gro hat noch keinen Weg gefunden, mit dem Verlust umzugehen. Sie steckt weiterhin tief in ihrer Trauer. Dass ihr Umfeld ihr immer öfter das Gefühl gibt, sie solle ihre Trauer jetzt auch mal hinter sich lassen, denn “Das wird schon wieder”, macht alles nur noch schwerer für sie. Sie möchte sich an “ihrem” Fjord ein neues Leben aufbauen, in Ruhe und Abgeschiedenheit, fernab von anderen Menschen. Unabhängigkeit ist ihr wichtig: Sie will allein über ihr Leben entscheiden, ohne auf andere Rücksicht nehmen zu müssen. Dabei wird sie aber immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt. Natürlich, denn das Leben, das sie zurückgelassen hat, ist nicht stehen geblieben. Die Menschen aus ihrer Vergangenheit existieren weiter, auch wenn sie und auch Nicklas nicht mehr dort sind. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob Gro wirklich schon bereit ist, sich auf ein neues Leben einzulassen. Anette Strohmeyer entführt uns mit viel Feingefühl in dieses beeindruckende Land. Selbst wenn man Norwegen noch nie bereist hat, spürt man beim Lesen, wie magisch und rau zugleich die Lofoten sein müssen. Der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen und klare Gedanken zu fassen. Es ist jedes Mal eine wohltuende Pause von der Realität, wenn man das Buch aufschlägt und gemeinsam mit Gro in diese weite Welt eintaucht. Ein Ort, der LeserInnen, aber ggf. auch die Protagonistin zum Loslassen einlädt. Die Hörbuchfassung ist ebenso gelungen: Sandrine Mittelstädt führt mit ihrer klaren und ruhigen Stimme souverän durch die Geschichte und verleiht ihr eine zusätzliche Tiefe. Ob gelesen oder gehört – die Geschichte mit der Frau und dem Fjord hat uns auf beiden Wegen sehr berührt. Romy Fölck sagt es in ihrem Blurb schon ganz richtig: “Dieses Buch ist ein Sehnsuchtsort, den man nicht mehr verlassen will.”
Ein ruhiger, großartiger Roman über Verlust und Wiederkehrende Liebe.
Mich hat ehrlich gesagt der Titel und das Bild zuerst angesprochen. Wunderschöne Worte bilden ein harmonisches Werk. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, fühlte mich mit Gro sehr verbunden. Danke für dieses Sprachgewaltige, emotionale Werk! Es wird mir lange in Erinnerung bleiben.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein großartiger Roman über eine Frau, die vor der atemberaubenden Landschaft der Lofoten zurück ins Leben findet.
Ein Holzhäuschen mit Blick auf den Fjord, ein kleines Boot und die atemberaubende Landschaft Norwegens. Mehr braucht Gro Kristjánsdóttir nicht für ihren Neuanfang auf den Lofoten, nachdem ihr Mann überraschend verstorben ist.
Die Natur am Polarkreis ist rau und unbarmherzig, doch mit der Zeit lernt Gro, ihr neues Leben zu lieben, die Eiseskälte des Winters und die hellen Nächte des Sommers. Als sie eines stürmischen Abends über Funk einen Notruf erhält, ist es mit der Einsamkeit vorbei. Ein Fischer ist an den Felsen ihres Fjords havariert. Gro pflegt ihn gesund und ist selbst überrascht, dass dieser fremde Mann ihr wieder eine Ahnung von Nähe vermittelt …
«Dieses Buch ist ein Sehnsuchtsort, den man nicht mehr verlassen will.» Romy Fölck
Book Information
Author Description
Anette Strohmeyer, geb. 1975 in Göttingen, hat mehrere Jahre in Kopenhagen verbracht und lebt nun auf der dänischen Insel Møn, wo sie mit Blick aufs Meer Romane, Krimis und Hörspiele schreibt. Die Autorin hat sich auf skandinavische Literatur spezialisiert und bringt ihre Erfahrungen, die sie in Dänemark und den nordischen Nachbarländern gesammelt hat, stets in ihre Bücher ein.
Posts
Sehr schön und berührend💗
Wir haben hier eine Geschichte darüber, dass man oft erst die Dinge schätzt, wenn man sie erst mal verloren hat. Und die weitere Lektion ist, dass einen viele Themen auch erst interessieren, wenn sie einen selbst betreffen. Und ja, dieses Buch handelt auch von Heilung und von einem Neuanfang: Geologin Gro zieht sich nach einem schweren Verlust in ein einsames Haus auf die norwegischen Lofoten zurück. Ihre neue Heimat ist der gegenüberliegende Fjord. Gro hat vorher beruflich nach Öl gebohrt. Gibt es ein Zurück? Als sie Jens aus den Fluten rettet, lässt sie zum ersten Mal wieder so etwas wie Nähe zu. Das Buch hat mir sofort richtig gut gefallen, vom ersten Satz an. Der Schreibstil ist so, dass man direkt drin ist in der Geschichte und mitfiebert. Ich würde auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen mögen, wenn es sich ergibt. Für mich persönlich konnte die Spannung nicht durchweg aufrecht erhalten werden und das Ende war mir etwas zu einfach, abgesehen davon war es echt gut. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Frau und der Fjord von Anette Strohmeyer ist ein atmosphärischer und berührender Roman über die Natur in der Arktis, Trauerverarbeitung und den Neubeginn nach einem tragischen Verlust. Gro hat ein einsam gelegenes Häuschen an einem Fjord auf den Lofoten erworben. Sie hat nur wenig aus ihrem früheren Leben in Stavanger mitgenommen, am wichtigsten ist ihr die Urne mit der Asche ihres verstorbenen Mannes Nicklas. Nach seinem Unfalltod hat sie ihren hochdotierten Job als Geologin auf Ölplattformen gekündigt, sie möchte in der Einsamkeit des Fjords wieder zu sich selbst finden und ihren Verlust verarbeiten. Sie hat weder Handy noch andere elektronische Geräte mitgenommen. Der nächste Ort ist mit dem Boot erreichbar, alle paar Wochen fährt sie hin, um einzukaufen und ihre Post abzuholen. Ihre Adresse hat sie nur wenigen Menschen gegeben, unter anderem ihrer Schwiegermutter, die die Asche ihres Sohnes an seinem Heimatort begraben will und Gro deswegen permanent mit Vorwürfen konfrontiert. Gro erkundet den Fjord und genießt die Nähe zur Flora und Fauna der Lofoten. Aus Kräutern stellt sie Tee, Likör und Leckereien her und legt Vorräte für den Winter an. Eines Nachts stürmt es heftig, und Gro rettet einen Schiffsbrüchigen. Ihr wird ihr bewusst, wie sehr ihr der Austausch mit anderen Menschen, Umarmungen und körperliche Nähe gefehlt haben. Kurze Zeit später steht ihr früherer Kollege Derek vor ihrer Tür. Derek und Arne sind im Auftrag ihrer Firma auf der Suche nach Erdöl. Gro hatte bereits eine Ölquelle gefunden, was sie den beiden jedoch verheimlicht. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln kämpft sie dafür, die unberührte und wilde Natur der Lofoten zu erhalten. Ich habe Die Frau und der Fjord sehr gern gelesen. Die Autorin hat mich auf die Lofoten versetzt, wo ich einen Wasserfall, den von Gro „Abgebrochener Zuckerhut“ genannten Berg, die Robbe Nicky und den Polar-Birkenzeisig Mats beobachtet habe. Ich habe Gros tiefe Trauer gespürt und mich über ihre Gefühle für Jens gefreut. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass Gros Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Vor einigen Jahren wurde tatsächlich beabsichtigt, auf den Lofoten eine Ölplattform zu errichten. Glücklicherweise wurden diese Pläne nicht umgesetzt, und die Natur in der Arktis bleibt unberührt. Ich lege diesen Roman denjenigen ans Herz, die sich für die Natur der Lofoten interessieren, und allen, die einen berührenden Roman über das Leben mit und nach dem Verlust eines geliebten Menschen lesen möchten. Ich vergebe fünf Sterne und eine große Leseempfehlung.
Anette Strohmeyer ist einigen bestimmt unter ihrem Pseudonym Anne Nørdby bekannt unter dem sie nordische Krimis schreibt. Dies ist ihr erster Roman, welcher auf persönlichen Erfahrungen beruht, denn auch ihr Mann ist vor einigen Jahren viel zu früh verstorben. Leben tut sie, ähnlich wie Gro, auf einer kleinen Insel. Gro hat sich nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, zusammen mit seiner Urne, auf eine kleine Insel im Norden von Norwegen zurück gezogen. Sie braucht die Einsamkeit um heilen zu können. Ohne Internet und Handy ist sie von der Außenwelt abgeschnitten. Nur alle zwei Monate fährt sie zum Einkaufen mit dem Boot aufs Festland. Sehr bewegt verfolge ich die Beschreibungen der Natur mit ihren Wettergeschehen, dem Meer, der Pflanzen- und Tierwelt. Wie Gro den verunglückten, kleinen Polar-Birkenzeissig ins Haus holt und aufpäppelt, berührt das Herz. Über die Jahreszeiten hinweg "lebe" ich mit Gro in dieser Einsamkeit und fühle mich ihr verbunden. Und auch mit Sissel, einer alten Frau vom Festland, entwickelt Gro eine tiefe Vertrautheit, die auf erlebten Verletzungen gründet. "Wir beide wissen, wie man inneren Ruß vor die Tür kehrt und zusammen mit der Einsamkeit Tee trinkt." Sehr fein in die Geschichte eingewoben ist die Arbeit von Gro, welche sie auf Ölplattformen verrichtet hatte. Ihr eilt der Ruf voraus, Ölfelder zu erspüren und große Vorkommen zu finden. "Nach Öl zu bohren hieß, die Unberechenbarkeit zu umarmen." Erst in der Natur der Insel und dem Leben im Fjord stellt sie diese Arbeit in Frage. Merkt wie verheerend die Förderung für die Umwelt ist. Im Schlussdrittel hat mich der Roman ein klitzekleines bisschen verloren, da kamen noch Krimielemente ins Spiel, die ich nicht gebraucht hätte. Sehr gerne dagegen hätte ich noch viel mehr Seiten über das herstellen von Lakritz, Marmelade und Blaubeerpfannkuchen gelesen. Die Schätze, die ihr die Flora der Insel schenkt und die sie zu kleinen Köstlichkeiten verarbeitet hat. Die Charaktere sind sehr schön gezeichnet, samt der unsympathischen Schwiegermutter. Sehr gerne spreche ich eine große Leseempfehlung aus und hoffe auf noch mehr Romane der Autorin.
Zwischen Trauer, Meer und Neuanfang
In Die Frau und der Fjord zieht sich Gro nach dem Tod ihres Mannes auf die Lofoten zurück, um Abstand zu gewinnen und ihre Trauer zu verarbeiten. Die Ruhe der Natur und das Leben am Fjord geben ihr langsam wieder Halt. Als sie den Fischer Jens kennenlernt, öffnet sie sich Stück für Stück erneut dem Leben. Gleichzeitig bedrohen Pläne zur Ölsuche die Landschaft, die ihr inzwischen zur Heimat geworden ist. Die Frau und der Fjord war für mich genau das richtige Buch für ruhige Lesestunden. Die Geschichte ist eher seicht und nicht wahnsinnig spannend, aber genau das hat für mich gut gepasst. Die Atmosphäre am Fjord, die Natur und dieses entschleunigte Leben haben sich total schön lesen lassen. Gro mochte ich sehr und ich fand es angenehm, sie auf ihrem Weg zurück ins Leben zu begleiten. Man merkt schnell, dass das Buch mehr von Stimmung und Gefühlen lebt als von großen Überraschungen. Wer ein ruhiges Wohlfühlbuch mit etwas Tiefgang sucht, wird hier wahrscheinlich glücklich.
So, nun bin ich zurück von meiner Lesereise nach Norwegen zu den Lofoten, und was soll ich sagen - es war einfach wunderschön. Auf den Roman 'Die Frau und der Fjord' von Anette Strohmeyer habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Das hübsche Cover, das traumhafte Setting und der vielversprechende Klappentext haben mich sofort angesprochen. Wir begleiten Gro Kristjánsdóttir, die nach dem tragische Tod ihres Ehemanns einen Weg aus dem tiefen Tal der Trauer finden muss. Während sich die einen ablenken, sucht Gro die Einsamkeit, um zu heilen. Sehr authentisch wird beschrieben, wie schwer das Trauern um einen geliebten Menschen ist - doch noch viel schwerer ist der Heilungsprozess. Obwohl Gro die Einsamkeit sucht und auch genießt, sind es die kleinen und großen Begegnungen mit Menschen und Tieren, die sie allmählich zurück ins Leben führen. Neben den anschaulichen Naturbeschreibungen - der Flora und Fauna, den Jahreszeiten und Herausforderungen des Lebens in einem einsam gelegenen Fjord - fand ich auch die Rückblicke auf ihre Arbeit als Geologin auf einer Ölplattform äußerst spannend. Man kennt diese riesigen Bohrinseln oft nur aus der Ferne, und ich finde sie immer beeindruckend, aber auch etwas furchteinflößend. Das Setting des rauen norwegischen Fjords auf den Lofoten ist absolut mein Ding, und ich habe die atmosphärischen Naturbeschreibungen so sehr genossen, dass das ganze Buch damit gefüllt sein dürfte. Im letzten Drittel gibt es ein Zwischenspiel, das eher in einen Krimi passen würde. Diesen Abschnitt hätte ich nicht vermisst, da er für mich eher störend wirkte. Das Ende wiederum hat mir sehr gefallen. Gut fand ich auch die Einteilung in die vier Jahreszeiten. Beginnend mit dem Winter begleitet man Gro ein ganzes Jahr. Die Sprache ist wunderschön und ich habe viele Stellen markiert, z.B.: "Ihre Augen tranken das pastellfarbene Licht, das draußen schwerelos über den Fjord schwebte." "Wäre sie irgendwann wieder in der Lage, diese Leichtigkeit zu spüren, die der Juni einem mit seinem warmen Atem unter die Flügel blies?" Es ist ein ruhiger, teils trauriger, aber auch spannender und vor allem hoffnungsvoller Roman, der nachwirkt und mir sehr gut gefallen hat. Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits. 🥰

Ein Titel, der hält, was er verspricht…
Ein für mich wunderschönes Buch, welches mich direkt zurück nach Norwegen entführt hat, das für mich schönste Land der Welt! Die Umschreibungen der umwerfend schönen Natur, der Schlag Menschen, die dort leben und die Gro dort kennenlernt; ihre Trauerbewältigung, die sie ganz allein auf sich nimmt, in einem kleinen Haus an einem einsamen Fjord der Lofoten - das hat mir in diesem Buch am besten gefallen. Die Rückblicke in ihre Vergangenheit, zu ihrer Beziehung zu ihrem verstorbenen Mann Niklas und dessen Familie, sind für die Geschichte natürlich super wichtig aber waren für mich zweitrangig und ich wollte immer wieder zu ihr an den Fjord zurück. Für eine ehrliche Buchrezension hätte ich jetzt eigentlich auch ein/zwei kleine Sachen zu „bemängeln“, wie z.B. die für mich persönlich manchmal zu „blumige“ Sprache bei Situations/Gefühlsbeschreibungen - aber ich muss ehrlich gestehen: nachdem ich Anette Strohmeyers Danksagung am Ende des Buches gelesen habe, finde ich es absolut vermessen und respektlos, etwas an diesem, für sie sehr persönlichen Roman, zu kritisieren. Mich hat dieser Roman ohne irgend eine Länge auf wunderschöne Art unterhalten, war für mich ein Pageturner, der einen in eine atemberaubende Stimmung der Natur entführt und ich bin etwas traurig, das Buch nun fertig gelesen zu haben. Klare Leseempfehlung - nicht nur für Norwegenfans

… Trauer kommt in 🌊 & jeder trauert anders, vor allem aber irgendwo allein, aber Natur und die richtigen Menschen um einen rum helfen und können genauso gut beim Heilen helfen; wenn man dazu bereit ist !❤️🩹
Danke, dass ich nun sofort auf die Lofoten reisen möchte. Und genau die gleichen Glücksgefühle von der Natur fühlen möchte. Sehr sanft, tolle Beschreibungen. So anders als Thriller/ Krimi Liebende, so traurig und zugleich schön war dieses Buch!

»Vorhin war eine Tür in ihr geöffnet worden und sie würde hindurch gehen«
Ein Buch über den Umgang mit Trauer, Einsamkeit und die Verbundenheit zur Natur. Gro hat in ihrem alten Leben in der Erdölindustrie gearbeitet und damit zur Ausbeutung des Planeten beigetragen ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen. Eines Tages stirbt ihr Mann, weswegen sie beschließt ihre sieben Sachen zu packen und ihr Leben einmal komplett umzukehren. Sie zieht in ein Häuschen am Fjord auf den Lofoten, weit abgelegen und ohne Kontakt zu anderen Menschen. Lebensmittel kauft sie immer im Vorrat, sodass ihre sozialen Kontakte wirklich sehr eingeschränkt sind. Außerdem verzichtet sie auf ein Handy und Internet um so abgeschottet wie nur möglich zu sein. Nach einem Sturm tritt Jens in ihr Leben – sie hat ihn gerettet und wieder gesund gepflegt. Sie beginnt ihr altes Leben zu hinterfragen, ob ihre Entscheidungen die richtigen waren und spürt, wie sie der Natur immer näherkommt und die Trauer verarbeitet. Der Schreibstil ist angenehm ruhig und sachte. Die Geschichte ist sehr emotional und hat mich sehr berührt, mir ist Gro richtig ans Herz gewachsen.

„Denn nur wer die Dunkelheit kannte, wusste das Licht zu schätzen.“
Ein Buch von Verlust, Hoffnung, Selbstfindung und L(i)eben. Ein Buch, welches sich nicht ganz so einfach in Worte fassen lässt. Wir begleiten hier Gro, eine Frau die in der Erdölindustrie Karriere gemacht hat und sich nach dem unerwarteten Unfalltod ihres Ehemannes an einen Neuanfang wagt - auf den Lofoten. Sie zieht alleine in ein Haus, am Fjord, weit und breit keine Nachbarn - nur Natur. Sie möchte allein sein, abgeschottet von Allem und Jedem. Nichtmal ein Telefon nimmt sie mit in ihr neues Heim, nur die Urne ihres verstorbenen Mannes Nicklas. "Die Frau und der Fjord" ist in die vier Jahreszeiten aufgeteilt und fängt mit dem Winter (Dezember) an, wo Gro in ihr Haus am Fjord zieht. Das Buch strahlt von der ersten Seite aus schon eine gewisse Melancholie aus. Gleichzeitig ist es auch wunderschön. Der Schreibstil hat was ruhiges und ist sehr bildhaft/malerisch, so dass man sich die wunderschöne Natur sofort vorstellen kann. Es verleiht dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre, die ich nicht wirklich in Worte fassen kann. Gros Gefühle und ihre innere Welt wird super zum Ausdruck gebracht, so dass ich als Leserin ein gutes Bild von Gro und ihrer Situation hatte. Am Anfang ist Gro sehr verloren und gebrochen, schottet sich komplett ab - sie möchte mit der Außenwelt nichts zu tun haben. So fährt sie auch nur alle zwei Monate über den Fjord in die nächste Stadt zum Einkaufen, vermeidet dort auch so gut es geht den Kontakt mit den anderen Menschen. Doch mit der Zeit fängt sie an nicht nur die Natur zu erkunden sondern auch sich selbst wiederzufinden bzw. neuzufinden. Vor allem nachdem sie unerwartet Jens nach einem Sturm aus dem Fjord rettet und gesund pflegt. Man wird als Leser also Teil ihrer Trauerbewältigung und ihres Wachstums. Es ist sehr emotional und tiefgehend. Das Buch hat mich sehr berührt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der ein heilsames und tiefgehendes Buch sucht. Definitiv mein Monatshighlight, hätte ich nicht mit gerechnet, dass es mich so sehr überzeugen wird.

⭐️⭐️⭐️ Leider wurden Gro und ich keine Freundinnen
In diesem Monat hab ich einfach kein Händchen. Ich vertraue auf Top-Rezensionen - und bin dann von den Büchern etwas enttäuscht. Zuletzt schon bei "Beeren pflücken", jetzt leider wieder bei diesem Buch. 🤷🏻♀️ Ich wollte die Geschichte so gern mögen, aber Protagonistin Gro und ich sind leider keine Freundinnen geworden. Mir ist bewusst, dass man bei Trauerbewältigung andere Maßstäbe anlegen muss. Dennoch fand ich beispielsweise die Entscheidung, als Einsiedlerin im Polarwinter bewusst auf Handy und Internet zu verzichten, nicht nur gewagt, sondern einfach leichtsinnig. Über ihre Tat bei der Beisetzung ihres Mannes (ich will nicht spoilern, daher nichts Näheres) war ich entsetzt. Und dass die Schwiegermutter so eindimensional negativ gezeichnet war, während Gro diejenige war, die ihren Mann natürlich immer verstanden hat... ich konnte es nicht wirklich glauben. Wirklich gut gefallen haben mir an dem Roman eher die kleinen Nebenhandlungen. Wie Gro den kleinen Vogel aufpäppelt. Wie sie versucht, alles nachhaltig zu nutzen was die Natur ihr bietet... da konnte ich mich in sie hineinversetzen. In vielen anderen Momenten leider nicht, so dass es für mich "nur" ein durchschnittliches Leseerlebnis war.

Ein bewegender Roman über Trauer, Neuanfang und die Schönheit der Natur
Gro Kristjánsdóttir braucht Abstand und einen Neuanfang. Ihr Mann ist überraschend verstorben und sie zieht sich zurück in ein Holzhaus mit Blick auf den Fjord. Die Landschaft der Lofoten soll ihr helfen, aber so nah am Polarkreis ist es nicht einfach. Sie muss sich an dieses neue und einsame Leben gewöhnen. Eines stürmischen Abends erhält sie über Funk einen Notruf. Ein Fischer ist an den Felsen ihres Fjords havariert. Sie pflegt ihn gesund und als er wieder zu Hause ist, will er ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen. Früher hat sie für einen großen Ölkonzern gearbeitet und sie macht in ihrer Natur eine Entdeckung, die die Landschaft der Lofoten für immer verändern könnte. 🌊 Anette Strohmeyer hat einen ganz besonderen Schreibstil, wodurch die Geschichte eine Zartheit und Zerbrechlichkeit bekommt, was gut zu dem Zustand von Gro passt und in einem krassen Gegensatz zu dem Leben am Polarkreis steht. Sie beschreibt die raue Landschaft unglaublich gut und ich war sehr froh, dass wir unsere Protagonistin durch alle vier Jahreszeiten begleiten durften. Diese bildhafte Sprache hat mir die Lofoten sehr viel näher gebracht. Es geht um Trauerbewältigung und um einen Neuanfang, wobei wir tiefe Einblicke in Gros Seele erhalten. Hierzu gibt es immer wieder Rückblenden. Dieses neue Leben, welches sie gewählt hat, ist nicht gerade einfach. Sie wohnt so abgeschieden, dass sie ein Boot benötigt um ihre Besorgungen zu machen. Sie hat keinen Fernseher, kein Handy, kein Internet, lediglich ein Funkgerät. Es war sehr interessant, wie sie nun lebt und was sie den ganzen Tag macht. Sie setzt ganz andere Prioritäten. Und das Thema Natur nimmt eine große Rolle ein. Gro lernt diese in der Einsamkeit nach und nach kennen und lieben, dabei hat sie früher als Geologin dabei geholfen diese zu zerstören. Sie sieht es nun von einer völlig anderen Seite. Die ganze Thematik verknüpft sich mit ihrer Vergangenheit und mit Krimielementen. So ruhig wie das Buch gestartet hat, so spannend wird es ab einem gewissen Punkt. Das Buch brauchte Platz und Zeit. Ich musste oft schlucken, denn diese Trauer tat mir sogar beim Lesen weh. Aber, wie auch im echten Leben, irgendwann wird es weniger. Gro entwickelt sich weiter, ihr Leben, ihre Trauer. Der Roman ist eine Liebeserklärung an einen Neuanfang und an die wunderschöne Natur. Auch wenn die Lofoten Unmengen von Öl verbergen, was ist wichtiger? Hier wird sehr schön gezeigt, egal wie dunkel es vielleicht im Leben wird, irgendwann kommt doch wieder das Licht hervor. Die Geschichte hat mich tief berührt und bewegt, und wenn ich jetzt daran zurück denke, dann tut es sogar immer noch weh. Zeigt sie doch auch, wie schnell sich alles ändern kann und wie dankbar wir doch sein sollten. 🛶 Ein bewegender Roman über Trauer, Neuanfang und die Schönheit der Natur

Und schließlich war sie da. Die Stille. Mit einer Gewaltigkeit, die beinahe ohrenbetäubend war, beängstigend und wunderschön zugleich. – aus «die Frau und der Fjord»- Wie verarbeitest du Trauer? Brauchst du Menschen um dich, die dich ablenken, denen du dich jederzeit mitteilen kannst oder ziehst du dich mit deiner Trauer zurück, suchst die Abgeschiedenheit, die Einsamkeit und willst möglichst niemandem begegnen um in Ruhe und ohne Fragen trauern zu können? Gro hat sich für letzteres entschieden nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes. Sie hat sich auf einen einsamen Fjord auf den Lofoten zurückgezogen, abgeschieden, nur mit dem Boot erreichbar. Im kalten und unbarmherzigen Winter des hohen Nordens ist auch Gros Seele im tiefen, dunklen Winter der Trauer, die sie manchmal schier auffrisst. In ihren dunkelsten Stunden hat sie dennoch wunderschöne Begegnungen mit der atemberaubenden Natur und der Tierwelt auf ihrem Fjord und je näher der arktische Sommer mit seinem nie enden wollenden Licht kommt hat auch in Gros mit Ruß gefülltem Herzen wieder ein bisschen Helligkeit seinen Platz gefunden. Ob Jens, den sie an einem Stürmischen Tag vor dem Ertrinken rettet, eine schicksalhafte Begegnung ist, die Gro Stück für Stück wieder ins Leben zurückbringt? Fazit: Dieses Buch ist nichts für zwischendurch - nichts für schnell – diese Geschichte braucht ihren Raum und diesen habe ich ihr unglaublich gerne geschenkt. Es ist ein Buch, das tief in die trauernde Seele von Groh wirft, in welchem ich tief in die Gedankenwelt von Gro abgetaucht bin. Es ist aber auch eine Liebeserklärung an den Norden. An die wunderschöne Natur, die es zu schützen gilt, obwohl es unter den Lofoten Öl in rauen Mengen gibt. Ein Buch voller Hoffnung und Zuversicht, dass nach den dunkelsten Momenten, nach den nicht enden wollenden Wintern, irgendwann wieder Licht seinen Weg bahnen wird. Eine Geschichte wie der Jahreslauf, von nicht enden wollender Dunkelheit bis hinein in das helle Sommerlicht, mit dem Wissen, dass nichts für immer ist. Diese Geschichte hat sich ganz tief in meinem Herzen eingenistet. Ich bin begeistert!

Solider Roman
Die Geschichte um Gro, die ihren Mann bei einem Unfall verloren hat und zur Trauerbewältigung an einen einsamen Fjord in Norwegen zieht berührt anfangs zutiefst. Der Schmerz und die Ohnmacht werden so gut rüber gebracht, dass ich aufpassen musste, selbst nicht zu sehr diese Stimmung im Alltag zu übernehmen. Gleichzeitig wird die nach und nach aufkommende Leichtigkeit mit Voranschreiten der Geschichte auch fühlbar. Mir sind die Beschreibungen der Landschaft nur teilweise etwas zu blumig. Der Roman erzählt in zwei Zeitsträngen von der Gegenwart im Fjord und von ihrer Vergangenheit, in der Gro als Geowissenschaftlerin auf einer Ölförderinsel gearbeitet hat. Dass auch die Autorin Geologie studiert hat, wird schnell klar, als mit allerlei Fachbegriffen gearbeitet wird. Das hat mir aber gefallen, da hatte mal jemand wirklich Ahnung von dem, was sie da geschrieben hat! Das große Aber: es gibt in diesem Buch eine solche Fülle an Tippfehlern (teilweise fehlen ganze Worte in den Sätzen), dass ich immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Der Lektor oder die Lektorin haben zeitweise scheinbar geschlafen beim Lesen - und das für doch immerhin stolze 24€... 😤 Das letzte Drittel des Buches hätte ich dann nicht mehr gebraucht, es wird zwar nochmal spannend, das intensive Gefühl vom Beginn des Buches ist zum Ende aber leider weg. Spoiler: Was haben bitte die Ermittlungen für das Voranschreiten der Geschichte getan, außer dass es noch ein weiteres Drama gab?
Abgeschieden
•Buchrezi• 😌 Zum Inhalt: Gro ist allein. Ganz allein. In einem kleinen Holzhaus auf den Lofoten, direkt am Fjord. Ihr einziges Transportmittel: ein kleines Boot, das leise im Takt der Wellen schaukelt. Doch Gro will es genau so. Sie sucht die Einsamkeit, sie sucht das Schweigen. Denn vor zwei Jahren hat sie alles verloren. Die Liebe ihres Lebens starb bei einem tragischen Autounfall. Zurück blieb nicht nur Schmerz, sondern auch ein Schatten: ein Geheimnis. Gro, einst eine gefeierte Expertin für die Suche nach Öl auf Bohrinseln, hat sich zurückgezogen. Sie hat ihren Beruf aufgegeben, ihr altes Leben hinter sich gelassen. Zuhause waren sie und ihr Mann das perfekte Paar. Dachte sie… Jetzt will sie niemanden mehr um sich haben. Keine Stimmen. Keine Nähe. Keine Lügen. Doch dann, in einer Nacht voller Sturm und Gischt, wird ein Mann an ihre Tür gespült. Und mit ihm: ein Gefühl, das sie längst verloren glaubte… Mein Fazit: Ein traumhaft schönes Cover und eine Geschichte, die tief geht. Gro wählt die Abgeschiedenheit, um zu trauern. Aber ist Einsamkeit wirklich der richtige Weg? Gro ist keine einfache Figur. Sie ist kantig, stolz, verletzlich... Zwischen Sturm, Fjord und Einsamkeit entdeckt sie, dass das Leben mehr ist als die Jagd nach Ölquellen. Und Gro merkt, dass nicht nur sie verletzlich ist, sondern auch die Natur, der sie die letzten Jahre schwer geschadet hat. Dieses Buch ist nicht nur Gros Geschichte. Es ist ein feinfühliger Roman über Trauer, über Loslassen und Neuwerden. Über Hoffnung, Natur – und über einen kleinen Vogel namens Mats, der viel mehr bedeutet, als es scheint. Ein stilles, tiefgründiges Buch, das berührt und nachwirkt. Lest es zu einem Moment, in dem ihr bereit seid, euch auf diese Emotionen einzulassen. Es lohnt sich! ⛵️⛵️⛵️⛵️ von fünf ⛵️n!

Die Geschichte handelt von Gro, die in großer Trauer in die Einsamkeit an einen Fjord auf den Lofoten in Nordnorwegen zieht. Der Einstieg in die Geschichte ist unmittelbar; man ist direkt mit Gro und ihrer kaum zu ertragenden Trauer in dem einsamen Haus am Fjord. Über Rückblenden erfährt man nach und nach mehr über die Vergangenheit. Dieser Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte streckt sich über ein Jahr und man durchlebt quasi gemeinsam mit Gro die Jahreszeiten im Fjord. Die Geschichte ist berührend und man spürt die Trauer, die Einsamkeit und auch die Ablehnung anderen Menschen gegenüber in sehr vielen Momenten. Und in anderen Beschreibungen liest man die Hoffnung und die positiven Gefühle. Das ist unheimlich gut geschrieben und erschien mir sehr authentisch. Ich fand es auch realistisch, dass es nicht auf alles Antworten gibt und manches einfach offen bleibt bzw. bleiben muss. Die Naturbeschreibungen fand ich sehr passend und überhaupt nicht langweilig. Das macht eher Lust, mehr darüber zu lesen oder die Gegend sogar kennenzulernen. Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Eine klare Leseempfehlung für Leser*innen, die Geschichte mit vielen - auch traurigen - Emotionen (aber ohne Kitsch) und Natur mögen.
Vielleicht wollte ich, dass eine Protagonistin in meinem Alter sich irgendwie jünger, frischer liest? Vielleicht wollte ich nicht wieder die Geschichte vom Prinzen, der dem Leben wieder Freude einhaucht? Vielleicht habe ich mir auch mehr Vielschichtigkeit in den Figuren erhofft? In zwar leuchtender Natur plätschert die Handlung dahin. Ja, es ist langsam erzählt, für mich auf zu vielen Seiten. Ich habe den Eindruck, dass ich etwas hätte fühlen sollen. Vielleicht war es nicht mein Buch oder nicht der Moment oder Beides nicht. Vielleicht aber auch eines dieser Bücher, das anderen viel bedeutet, mir jedoch nicht.
Emotional, aufwühlend und wunderschön
„Die Frau und der Fjord” ist für mich zu einem Jahreshighlight geworden. Der Roman ist emotional, ruhig, und zugleich aufwühlend und überwältigend. Nach dem Tod ihres Mannes sucht Gro Heilung in der Stille. Eine einsame Hütte in den Lofoten scheint dafür perfekt zu sein. Während sie immer mehr lernt, ihr Leben im Einklang mit der Natur zu genießen, sorgt ein gewaltiger Sturm dafür, dass sie auch die Gesellschaft von Menschen wieder zu schätzen lernt. Annette Strohmeyer hat mich mit ihren Worten von Anfang an gefangen genommen. Sie versteht es, mit wenigen leisen Worten einen Sturm an Gefühlen auszulösen. Die Analogien zur Natur habe ich in diesem Buch besonders wertgeschätzt. So taucht bei einer Wanderung Gros beispielsweise dieser Satz auf: „Sie würde das schroffe Gebirge der Trauer überwinden, das bald kleiner werden und zu einer gewellten Hügellandschaft schrumpfen würde.” Ich habe es geliebt, Gros Entwicklung in ihren ersten vier Jahreszeiten im abgeschiedenen Fjord zu verfolgen. Sie arrangiert sich mit den Gegebenheiten und weiß die Schätze der Natur immer mehr zu schätzen. All die Details zu Tieren, Pflanzen und Gesteinen fand ich sehr faszinierend. Interessant waren auch die Einblicke in Gros früheres Leben als Geologin auf einer Ölplattform. Man erfährt, wie die Arbeit auf so einer Plattform abläuft und welch horrende Summen dort reingesteckt und wieder rausgeholt werden. Natürlich spielen in dem Fjord auch die Belastung der Umwelt und der Naturschutz eine wichtige Rolle. Auch wenn die Beschreibung von Gros Einsiedlerleben für mich sehr ansprechend war, so hab ich mich doch gefreut, als sie bezaubernde Menschen kennen- und lieben gelernt hat. Wer nun denkt, es ginge „nur” um Natur und Trauer: Keine Sorge, es gibt auch immer wieder spannende Begegnungen und Herausforderungen. Ich war letztes Jahr in den Lofoten und kenne sogar ein paar der erwähnten Orte – und ich kann euch sagen, es ist wirklich so atemberaubend schön, wie Annette es beschreibt! Zudem basiert die gesamte Geschichte auf wahren Begebenheiten. Das Lesen der Danksagung lohnt sich auf jeden Fall!
David gegen Goliath - Eine Geschichte über die Kraft der Natur Die Geologin Gro zieht sich nach dem überraschenden Tod Ihres Ehemanns in ein einsames Haus an einem Fjord in den norwegischen Lofoten zurück. Dort will sie in der Stille und Einsamkeit der unberührten Natur ihre Trauer durchleben und wieder zu sich selbst finden. Als eines Abends während eines Sturms ein Notruf von einem havarierten Schiff eingeht, ist es schlagartig vorbei mit ihrer Einsamkeit. Doch Gro kämpft nicht nur mit sich selbst und ihrer Trauer, sie kämpft auch für die Natur und die unberührte Landschaft in ihrem Fjord…. Dieses Buch hat mich sofort angesprochen, ich habe mich direkt auf den ersten Seiten eingefunden in die Story. Die Geschichte zieht einen sofort mit, man begleitet Gro in ihrem Boot zu ihrem einsamen Haus am Fjord, den man nur über Wasser erreichen kann. Die Autorin beschreibt die Landschaft aber auch die Atmosphäre in allen Einzelheiten, so bildhaft und lebendig dass sich wunderbare Bilder vor dem inneren Auge entwickeln. Dabei wird es aber nicht kitschig oder schnulzig, denn man erfährt auch viel über die Unanehmlichkeiten, die dieses einsame Leben in der Wildnis mit sich bringt. Zum Beispiel über die eisige Kälte und ewige Dunkelheit im Winter, das Haushalten mit den Vorräten aber auch über Gros widersprüchliche Haltung zur Stille an diesem Ort, die sie bewusst gewählt hat, die aber doch auch eine Herausforderung für sie ist. Man begleitet Gro über ein Jahr und etwas länger und erlebt, wie sie sich entwickelt, wie der Fjord zu ihrer Heimat wird und wie sie die Trauer um ihren Mann verarbeitet. Mit dem Notruf eines havarierten Schiffes vor ihrer Küste kehrt auch wieder für kurze Zeit Gesellschaft in ihr Haus, als sie sich um den verletzten Fischer kümmert. Und man erlebt, wie sie vorsichtig ihre Fühler wieder ausstreckt in ein neues Leben… Das Buch ist eine tolle Geschichte über die Kraft, Macht und Schönheit der Natur aber auch über Trauer, Freundschaft und Liebe. Die Gestaltung des Covers passt unheimlich gut zur Geschichte…diese Farben hat man selten in seinem Bücherregal stehen.

Nach Anlaufschwierigkeiten eine richtige Überraschung
Nach den ersten 1-2 Kapitel hatte ich gedacht, das breche ich ab, das ist nichts für mich. Nach ein paar Tagen, habe ich aber doch wieder angefangen zu hören und konnte nicht mehr aufhören. Zuanfangs war es mir zu schwermütig und ansteigend, doch dann konnte Anette Strohmeyer mich doch noch abholen und mich an den Fjord entführen. Viel mehr als die Geschichte der Protagonisten, hat mich das einsame Leben in diesem Fjord fasziniert. So detailliert beschrieben und vorgelesen, das ich eine stille Mitbewohnerin des Hauses wurden. Grossartig.
Schön, tiefgründig und entspannend🥰
Da Norwegen mein Lieblingsland ist, hat mich dieses Buch sofort angesprochen. Es ist eine schöne Geschichte, über eine Frau, die sich nach dem Tod ihres Mannes von der schnellen, erfolgsorientierten Welt, wie wir sie kennen, abwendet und in eine kleine Hütte am Fjord zieht. Durch die Natur findet sie zu sich selbst zurück und zu dem, was wirklich zählt. Vor allem die Freundschaften, die sie im Laufe des Buch knüpft und wie sie am Ende für ihre neue Heimat kämpft, haben mir sehr gefallen🥰~ Follow me for more content on Instagram: @anna_amalia_reads 🤍
„Die Frau und der Fjord“ ist eine stille, eindrucksvolle Geschichte über Neuanfang, Verlust und innere Stärke. Die Naturbeschreibungen sind so lebendig, dass man den Fjord förmlich spüren kann. Die Hauptfigur berührt durch ihre Tiefe und ihre stille Entwicklung. Ein poetischer, atmosphärischer Roman, der lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung!
Ein stiller, atmosphärischer Roman über Trauer, Einsamkeit und Neuanfang. Nach dem Tod ihres Mannes zieht sich Gro an einen norwegischen Fjord zurück – und findet dort langsam zurück ins Leben. Strohmeyers eindrucksvolle Naturbeschreibungen und leise Erzählweise machen das Buch zu einer bewegenden, nachdenklichen Lektüre.
"Sie war am richtigen Ort angekommen. Wie schön, dass sie den Fjord gefunden hatte. Oder besser gesagt, dass er sie gefunden hatte."
Eine Reise zurück zu sich selbst. Zurück zum Ursprünglichen und zurück zur Natur. Als Gro sich für das Leben fernab entscheidet, entscheidet sie sich für einen Weg der Heilung und lernt, auf ihre innere Stimme zu hören. Wir blicken sehr weit in ihre Gedanken und folgen ihrem Leben am Fjord ein ganzes Jahr lang. Dieser Roman berührt durch das Wesentliche und ist ideal für gemütliche Stunden. Durch die angenehme Kapitellänge auch perfekt für zwischendurch.

Ich kann es nicht oft genug betonen, ich liebe es in ein Buch zu versinken, darin abzutauchen und mich in ihm zu verlieren! Dies geschieht nicht all zu oft! Aber wenn, dann ist es wie ein wieder gefundener Schatz! Gro hat ihren geliebten Ehemann Niklas verloren. Die Trauer um ihn scheint sie zu zerreißen! Gro flüchtet sich in ein einsames Haus im Fjord und versucht sich dort ihrem Verlust zu stellen! Die Natur und ihre erleben beginnen langsam zur geschundenen Seele durch zu dringen, bis Fremde Gros heilige Welt stören und in sie eindringen wollen! Ich kann nur eines sagen, danke Gro! Was für ein wundervolles und bezauberndes Buch! Schon das Cover ist einfach hinreißend! Die Farben und das Bild passen perfekt! Und die Geschichte, die geht unter die Haut! Das Buch ist toll geschrieben und man kommt sofort in die Geschichte hinein! Es ist die perfekte Mischung aus Rückblick und momentanen Geschehen! Ich finde es ebenfalls so wunderschön das Gro eben nicht perfekt ist! Sie hat eine Vergangenheit die sie nicht leugnet! Die Beschreibung ihrer tiefen Gefühle sind toll! Sehr bewegend wenn man die Geschichte der Autorin kennt! Ich habe zum Glück noch keinen so schweren Verlust ertragen müssen, jedoch hoffe ich sehr das die Geschichte vielen Menschen neuen Mut schenken kann! Jeder Mensch hat es verdient geliebt zu werden! Auch wenn man zu erst sich selber liebe muss! Ich mag die Details der Geschichte sehr! Mats, Nikki und zum Schluss auch der Handschmeichlerstein haben mich so abgeholt! Ich konnte das Fjord quasi sehen, riechen und fühlen! Ich habe das Buch fast an einem Tag durchgelesen und auch wenn es immer wieder um Öl und Raffinerien ging bin ich nie abgeschweift! Dieses, mir gänzlich unbekannte Thema, wurde im Buch spannend mit eingebunden! Wie ihr schon seht, ich bin voll und ganz begeistert! Ich hab das Buch wirklich sehr geliebt.
Ein schöner und ruhiger Roman mit Tiefe
Die Frau und der Fjord ist ein fantastischer Roman, bei dem man sich vollends auf die Natur und das Leben in Norwegen einlassen kann. Man begleitet Gro durch ihre Zeit der Trauer um ihren Ehemann Nicklas, den sie ganz plötzlich und unerwartet verloren hat. In einem einsamen Haus direkt am Fjord findet sie Zuflucht und versucht dort zur Ruhe zu kommen und mit der “neuen” Situation zurecht zu kommen. Nicklas ist seit zwei Jahren tot, doch Gro hat noch keinen Weg gefunden, mit dem Verlust umzugehen. Sie steckt weiterhin tief in ihrer Trauer. Dass ihr Umfeld ihr immer öfter das Gefühl gibt, sie solle ihre Trauer jetzt auch mal hinter sich lassen, denn “Das wird schon wieder”, macht alles nur noch schwerer für sie. Sie möchte sich an “ihrem” Fjord ein neues Leben aufbauen, in Ruhe und Abgeschiedenheit, fernab von anderen Menschen. Unabhängigkeit ist ihr wichtig: Sie will allein über ihr Leben entscheiden, ohne auf andere Rücksicht nehmen zu müssen. Dabei wird sie aber immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt. Natürlich, denn das Leben, das sie zurückgelassen hat, ist nicht stehen geblieben. Die Menschen aus ihrer Vergangenheit existieren weiter, auch wenn sie und auch Nicklas nicht mehr dort sind. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob Gro wirklich schon bereit ist, sich auf ein neues Leben einzulassen. Anette Strohmeyer entführt uns mit viel Feingefühl in dieses beeindruckende Land. Selbst wenn man Norwegen noch nie bereist hat, spürt man beim Lesen, wie magisch und rau zugleich die Lofoten sein müssen. Der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen und klare Gedanken zu fassen. Es ist jedes Mal eine wohltuende Pause von der Realität, wenn man das Buch aufschlägt und gemeinsam mit Gro in diese weite Welt eintaucht. Ein Ort, der LeserInnen, aber ggf. auch die Protagonistin zum Loslassen einlädt. Die Hörbuchfassung ist ebenso gelungen: Sandrine Mittelstädt führt mit ihrer klaren und ruhigen Stimme souverän durch die Geschichte und verleiht ihr eine zusätzliche Tiefe. Ob gelesen oder gehört – die Geschichte mit der Frau und dem Fjord hat uns auf beiden Wegen sehr berührt. Romy Fölck sagt es in ihrem Blurb schon ganz richtig: “Dieses Buch ist ein Sehnsuchtsort, den man nicht mehr verlassen will.”
Ein ruhiger, großartiger Roman über Verlust und Wiederkehrende Liebe.
Mich hat ehrlich gesagt der Titel und das Bild zuerst angesprochen. Wunderschöne Worte bilden ein harmonisches Werk. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, fühlte mich mit Gro sehr verbunden. Danke für dieses Sprachgewaltige, emotionale Werk! Es wird mir lange in Erinnerung bleiben.








































