Die Rettung
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Description
Ein existenzieller Roman über Liebe, Schönheit und Gewalt am äußersten Ende der Welt
Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch wird in einer folgenreichen Sturmnacht plötzlich eine Frau an die Küste gespült. Sie ist schwer verletzt, fast erfroren. Wer ist die Fremde? Und wie ist sie ausgerechnet nach Shearwater geraten? Während die Kinder sich von ihrer atemberaubend schönen Insel verabschieden müssen, von den Seelöwen und Albatrossen, den sturmumtosten Klippen und versteckten Senken, beginnen die fünf Menschen, einander zu umkreisen, ihre Sehnsüchte und Geheimnisse zu teilen und sich zu fragen: Welche Entscheidungen müssen wir treffen, um die Menschen zu schützen, die wir lieben?
Mit »Die Rettung« ist Charlotte McConaghy, die Bestseller-Autorin von »Zugvögel« zurück in ihrem Element: dem wilden, wunderschönen und existenziell bedrohlichen Meer.
Book Information
Author Description
Charlotte McConaghy, geboren 1988, hat irisch-schottische Wurzeln und wuchs in Australien auf. Ihre Passion für die Natur und Tierwelt und ihre Erschütterung über die Auswirkungen des Klimawandels inspirierten sie zu »Zugvögel« (2020), ihrem literarischen Debütroman, mit dem sie den internationalen Durchbruch erreichte. 2022 erschien ihr zweiter Roman »Wo die Wölfe sind«. 2025 folgte der Roman »Die Rettung«, der für den Women's Prize for Fiction 2026 nominiert ist. Sie hat einen Abschluss als Drehbuchautorin der Australian Film Television and Radio School. und lebt heute in Sydney.
Characteristics
10 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein Meisterwerk 🌊
Wow! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Das Buch hat mir wieder gezeigt, warum ich es liebe in Geschichten einzutauchen. Es ist direkt zu meinen Lieblingsbüchern gewandert. Das Setting ist toll, die Autorin beschreibt die Insel, Tiere & Natur so eindrücklich dass ich mir so oft gewünscht habe gerade dort zu sein. Es geht um Familiendrama, Liebe und den Klimawandel. Die Natur wird oft als rau und gewaltig beschrieben und ich finde genauso wirkt der Roman auf mich. Die unterschiedlichen Charaktere machen das Buch so atmosphärisch und ich habe jede einzelne Perspektive so sehr geliebt. Außerdem war die Geschichte super spannend und emotional. Ich bin richtig traurig, dass das Buch schon vorbei ist und ich denke das macht eine richtig gute und eindringliche Geschichte aus. Lest dieses Buch!🥺

Atmosphärisch erzählt – ein Roman, der zwischen den Zeilen wirkt!
Der Roman wird aus fünf verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wobei jedes Kapitel klar mit dem jeweiligen Namen gekennzeichnet ist – teilweise sind diese Abschnitte nur eine Seite lang. Die Perspektiven von Rowan und Dominic sind in der Ich-Form geschrieben, während die Sichtweisen der Kinder Raff, Fen und Orly in der personalen Erzählweise gehalten sind. Dieser Wechsel sorgt für Abwechslung und eröffnet unterschiedliche emotionale Zugänge zur Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir die starke Verbindung zur Natur und Tierwelt. Wer sich für diese Themen interessiert, wird hier definitiv angesprochen – andernfalls könnte die Handlung stellenweise etwas ruhig oder sogar langatmig wirken. Der Einstieg fiel mir zunächst nicht leicht, da der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und anfangs leicht holprig ist. Mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt und konnte immer mehr in die Geschichte eintauchen. Man muss beim Lesen aufmerksam bleiben, da sich nicht alles direkt erschließt – einiges wird nur zwischen den Zeilen angedeutet. Gerade das macht aber auch einen Teil des Reizes aus. Insgesamt halte ich den Roman trotz kleiner Einstiegsschwierigkeiten für sehr lesenswert. Eine ruhige, atmosphärische Geschichte, die vor allem durch ihre Erzählstruktur und ihre Naturverbundenheit in Erinnerung bleibt.
Das Buch verbindet Naturerfahrung und Klimathematik, Familiengeschichte und Forscherleben, Abenteuerliches und Existentielles und hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.
"Die Rettung" von Charlotte McConaghy ist der dritte Roman der Autorin, den ich gelesen habe, und der, der mich von diesen drei Büchern am meisten mitgerissen hat. Er lag schon einige Wochen auf meinem SUB, als mich ein Besuch der faszinierenden "Antarktis"-Ausstellung im Panometer in Leipzig angeregt hat, ihn bald danach zu lesen. "Die Rettung" führt zwar nicht direkt in auf diesen Kontinent, aber auf eine winzige Insel zwischen Australien und der Antarktis, auf der die wenigen Menschen und die vielen Tiere, die dort leben, den Urgewalten von Wind und Meer ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt des Romans steht die Familie Salt. Dominic, der Vater, ist vor einigen Jahren auf die Insel gekommen, um einen Leuchtturm, eine inzwischen aufgegebene Forschungsstation und einen Saatguttresor zu verwalten. Früher wurden hier Walfang und Robenjagd betrieben, die Erinnerungen an das Grauen dieser Zeit sind noch immer zu spüren. Jetzt warten er und seine drei Kinder darauf, von der Insel gebracht zu werden, da der steigende Meeresspiegel dafür sorgt, dass Teile der Insel überflutet werden. Sie sind dabei, alles einzupacken, was mit ihnen die Insel verlassen soll, als eine fremde Frau schwer verletzt an Land gespült wird und mit ihrer Ankunft den Alltag der Familie verändert und viele Fragen aufwirft. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass alle fünf Protagonisten Vergangenes verarbeiten müssen. Dabei sucht jeder nach seinen eigenen Weg. So lebt z.B. Fen, die Teenager-Tochter, nicht mit im Leuchtturm, sondern in unmittelbarer Nähe der Tiere - Pinguine, Robben und Albatrosse. Jeder hat Geheimnisse, die er schützen will. Jeder hat eine tiefe Sehnsucht nach Vertrauen und Liebe, die ihn antreibt. Diese beiden Aspekte werden von der Autorin gekonnt nebeneinander eingesetzt und sorgen für hohe Dynamik und ständig steigende Spannung. Ich mochte die Vielschichtigkeit der Charaktere, ihre Offenheit und ihre Geheimnisse. Ich mochte die Naturbeschreibungen und die damit verbundene Erinnerung an unsere Verantwortung für die Natur und den Artenschutz. Und ich mochte die inneren Konflikte rund ums Thema Schutz und Vertrauen in der Familie.

„Ich schließe die Augen und sauge alles in mich auf und weiß, dass ich es niemals vergessen werde. Die Welt ist gefährlich, und wir werden sie nicht überleben. Aber das hier, das gibt es auch. So vergänglich es auch sein mag. Denn so ist da Leben nun mal: Wir müssen mit ganzer Seele Dinge lieben, von denen wir wissen, dass sie sterben werden.“ Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann… Wunderschöne Naturbeschreibungen, vielschichtiges Familienpsychogramm, Liebesgeschichte zwischen Menschen und Natur und Thriller. Am Ende Taschentücher bereit halten… Ich brauchte etwas Zeit um in den Stil des Perspektivwechsels zwischen den Personen reinzukommen. Wenn man die Konstellation verstanden hat, kann man nicht mehr aufhören.
Die Strömungen der Geschichte zerrten meine Emotionen mit
Seid ihr mal ins eiskalte Meer gesprungen? Dieses einnehmende Gefühl des Erwischtwerdens von Lebendigkeit. Ich bin süchtig nach diesem Gefühl. Und ‚Die Rettung‘ hat mich erwischt. Dieses Buch kam wirklich zur richtigen Zeit. Ich und eine Woche dänische Nordsee, Wind im Haar, Salz in der Luft, dieses Nachdenken übers Leben, das automatisch passiert sobald man am Meer ist. Es hätte atmosphärisch nicht besser passen können. Hier geht es um Themen wie der Liebe zur Erde und Natur, um Familie und Menschsein, Klimawandel und Zusammenhalt. Es ist rau, überwältigend, düster, spannend, schmerzhaft, traurig, vielschichtig, ehrlich, rustikal und berührend. Wie viel Emotion und Tiefe bitte in 360 Seiten passen können?! Auf den poetische Schreibstil hab ich mich anfangs kurz einstimmen müssen (nicht negativ!) aber dann war ich komplett drin.. und wie. Ich konnte das perfekt portionierte lyrische absolut genießen. Die Naturbeschreibungen sind atemberaubend. Ich sah die Albatrosse, die Robben Jungen, die Buckelwale vor meinen Augen. Ich war da und fühlte alles. Gleichzeitig waren die Charaktere nicht einfach Figuren, sondern wirkten wie echte Menschen, die irgendwo dort draußen auf einer Insel nah der Antarktis existieren und mit allem kämpfen, was Menschsein eben bedeutet: (Über)Leben, Trauma, Liebe, Schuld, Verlust, Hoffnung. Dieses Buch ist gleichzeitig gnadenlos und tröstend. Hart und weich. Wie das Meer eben. Für mich ist das keine Geschichte mehr, die ich „gut fand“. Die Rettung hat irgendwo in meinem Herzen auch etwas gerettet. Ich glaub, das versteht man erst wenn man es gelesen hat.

Grandioses, vielschichtiges Buch!
Ich wollte nur kurz mal reinlesen und hing sofort fest. Gut, dass es eine freier Sonntag war. Ich habe das Buch noch am selben Tag beendet - und irgendwann nebenbei Walgesängen zugehört, einfach, um das Buch noch stärker zu spüren. 😄 Charlotte McConaghy schreibt unglaublich fesselnd. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Man kann sich an ihnen reiben, sie entdecken und immer besser kennenlernen. Am meisten beeindruckt haben mich wohl aber die eindrücklichen Beschreibungen der Insel mit ihrer karg anmutenden, aber vielfältigen Flora und vor allem der vielen Robben, Pinguine, Wale und anderen Tiere. Die Liebe zur Natur, unserer schützenswerten Erde mit ihrer unglaublichen Diversität sind ein zentrales Anliegen, genauso wie das Thema Familie und die Liebe zwischen uns Menschen. McConaghy baut ihren Roman sehr geschickt auf. Viele Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Manche ahnt man schon, andere schockieren. Einfach ein großartiger Spannungsaufbau, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen hielt. Absolute Leseempfehlung!
The Lighthouse x Gesang der Flußkrebse
Dieses Buch war eine wahre Wucht. Eine Familie in einer Forschungsstation auf einer unbewohnten Insel zwischen Australien und der Antarktis. Auf Grund des Klimawandels wird diese Insel langsam aber sicher von den Wellen verschluckt. Und kurz bevor die Familie die Insel verlassen muss, wird eine mysteriöse Frau angespült. Dieses Buch hat mich ständig an Robert Eggers Film „The Lighthouse“ und das Buch „Der Gesang der Flußkrebse“ erinnert. Von „The Lighthouse“ wurde die psychische Komponente, mit der Enge und der Einsamkeit einer verlassenen Insel, übernommen. Was macht es mit einem, wenn man viele Jahren auf so einem einsamen Ort verbringt. Das haben sowohl der Film als auch Charlotte McConaghy sehr gut ausgearbeitet. Ich bin eh ein großer Fan von klaustrophobischen Szenarien. An „Gesang der Flußkrebse“ musste ich wegen der reichhaltigen Naturbeschreibungen denke. Ganz anderes Ökosystem aber wieder mit Liebe dargestellt. Ich habe vieles davon noch nie gesehen aber konnte mir genau vorstellen, wie es da sein muss. Dieses Buch teilt viele Sorgen, die ich mir wegen des Klimawandels mache ohne aufdringlich zu sein. Die Charaktere leben, so wirkt es, in einer nahen Zukunft, in der die Folgen des Klimawandels noch dramatischer geworden sind als bei uns. Wie sie damit umgehen kann ich sehr gut nachempfinden. Viele dieser Gedanken mache ich mir auch und das Buch flicht dies geschickt ein, ohne einem die Message mit dem Vorschlaghammer zu präsentieren. Das zweite Drittel dümpelt ein bisschen vor sich hin und hat mir ein wenig den Wind aus den Segeln genommen. Das Ende hat das Ruder jedoch wieder komplett rumgerissen und mich richtig gepackt. Ich saß hier mit Gänsehaut und Tränen in den Augen. Danke @overbooked_ für die Empfehlung. PS: Für Leute die auf schöne Cover stehen ist dieses Buch ein Muss. Ich liebe das Coverart. Könnte ich mir als Gemälde ins Wohnzimmer hängen 😍
Absolut überwältigend!
So viel zu fühlen und zu spüren, wie es Bücher von McConaghy in einem auslösen, ist im wahrsten Sinne überwältigend. Wie das Sein, das bewusste Koexistieren mit der Natur, mit den Tieren, mit der Flora mehr über das Menschsein ausdrücken kann, als die bloße Interaktion von Menschen untereinander - dieses Große Ganze packt McConaghy ganz einzigartig in Worte. Ich liebe alles an diesem Buch, auch wenn es mein Herz gebrochen hat. Musste seeeeeeehr viel heulen und bin einfach nur froh, gerade an einem Ort zu sein, an dem ich nur ein paar Meter vor die Tür muss, um meine eigenen Robben gegen den Herzbruch beobachten zu dürfen.
🐋„Kann schon sein, dass wir alle eines Tages ertrinken, verbrennen oder verhungern, aber bis dahin können wir immer noch selber entscheiden, ob wir zur Vernichtung beitragen oder füreinander da sein wollen.“🐋 🐬🦈🦑🌊🐚🐋🐟🐢🐬🌊🪼🦑🦈🐙🐬🐟🐚🐋🐟
Charlotte McConaghy gelingt mit Die Rettung ein atmosphärischer Roman, der sich tief in die Gefühlswelt seiner Figuren hineinbohrt. Für mich war es ihr erster Roman. Im Zentrum steht nicht Action oder Dramatik, sondern die stille Kraft familiärer Beziehungen, insbesondere zwischen Erwachsenen und Kindern, unabhängig von Blutsverwandtschaft. Es geht um Verantwortung, um Verlust, um die Frage, was einen Menschen dazu bringt, alles aufs Spiel zu setzen, um jemandem nahe zu sein oder ihn zu beschützen. Die Autorin erzählt zurückhaltend, oft in melancholischem Ton, und schafft es dabei, große Themen wie Liebe, Verlust, Trauer Schuld und Vergebung auf eine sehr persönliche Weise spürbar zu machen. Die Natur ist dabei rau, wild und zugleich tröstlich. Fast kommt es einem so vor, als spiegelt sie den inneren Zustand der Figuren wieder und verstärkt das Gefühl von Isolation und Endzeitstimmung. Allerdings verlangt das Buch Geduld. Die Handlung entfaltet sich langsam, manchmal fast zäh. Eine gewisse Spannung ist vorhanden, da jeder der Figuren ein Geheimnis bewahrt. Den Plot fand ich gut ausgearbeitet und habe ich so nicht kommen sehen. Zu den einzelnen Figuren fand ich allerdings keinen emotionalen Zugang. Sie wirkten Leider allesamt unnahbar und distanziert. Dennoch lohnt sich das Buch, die Natur, das gut ausgearbeitete Thema Klimawandel und die zentralen Themen haben Tiefe und wirken nach. Fazit: Die Rettung ist kein einfacher Roman, aber ein lohnender. Wer sich auf die leise Erzählweise einlässt, wird mit einem bewegenden Porträt über familiäre Verbundenheit, Liebe, Klimawandel und die Kraft, einander zu retten, belohnt auch wenn man selbst dabei fast untergeht.

„Ich glaube, ich verstehe deine Worte jetzt endlich. ~Ist nur ein Körper. Die halten entweder durch oder nicht~ Du hattest recht, da gibt es nichts zu fürchten.Meiner wird das Salz in diesem Wasser werden. Und jedes Mal, wenn du darin badest, bin ich auf deiner Haut.“
Wir begleiten einen Vater und seine drei Kinder, die auf der abgelegenen Insel Shearwater – irgendwo zwischen Australien und der Antarktis – leben. Dort befindet sich eine kleine Forschungsstation, doch das Meer verschluckt die Insel Stück für Stück. Die Forscher sind längst evakuiert, nur diese Familie soll noch abgeholt werden. Doch dann wird eine verletzte Frau an den Strand gespült – und mit ihr beginnt ein psychologisches Drama inmitten der Einsamkeit . Fünf Menschen, isoliert und mit vielen Geheimnissen im Gepäck. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite gepackt! Die Atmosphäre ist düster, mysteriös und durchzogen von der allgegenwärtigen Bedrohung durch die Natur. Die Isolation auf der Insel erzeugt eine fesselnde Spannung – fast wie ein psychologischer Thriller. Jede Figur trägt etwas in sich, das erst nach und nach ans Licht kommt. Das Ende hat mich sehr bewegt. Was mir besonders gefallen hat: Die Thematik des Klimawandels wird klug und unaufdringlich eingeflochten – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als stilles Echo der untergehenden Welt, in der die Geschichte spielt. Ein intensives, atmosphärisch dichtes Buch über Geheimnisse, Familie, Schuld und Hoffnung. Wer gerne psychologisch tiefgehende Geschichten in außergewöhnlicher Kulisse liest – große Empfehlung! 🌊💨

„Die Rettung“ von Charlotte McConaghy hat mich von Anfang an überzeugt. Die Autorin schafft es, eine sehr authentische Atmosphäre aufzubauen, ohne sich in unnötigen Ausschmückungen zu verlieren. Die Figuren wirken glaubwürdig, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, und genau das hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Die Handlung entwickelt sich stetig weiter und bleibt spannend, ohne künstlich überhöht zu wirken. Besonders gefallen hat mir, wie präzise McConaghy Emotionen und Konflikte beschreibt, ohne ins Dramatische abzudriften. Dadurch liest sich das Buch angenehm direkt und fokussiert. Insgesamt ist „Die Rettung“ für mich ein spannender, gut strukturierter Roman mit starken Charakteren und einer authentischen erzählerischen Stimme. Ein Buch, das man gerne weiterempfiehlt – gerade wenn man Geschichten schätzt, die realistisch, atmosphärisch und gut durchdacht sind.
Übersetzt von Jan Schönherr "Die Rettung" ist einer der vielen, vielen, vielen Gründe, warum ich Bücher so liebe. Eine Geschichte, die du eines unbedarften Nachmittags aufschlägst. Der Anfang liest sich schon einmal ganz gut, doch du musst das Buch weglegen, hast Verpflichtungen und der nervige Alltag ruft. Glücklicherweise ist bald Sonntag, dein Lieblingstag der Woche. Ein Tag voller Ruhe und geschriebenen Seiten. Du schlägst das Buch wieder auf, liest weiter, stolperst über Sätze, die sich tief in dein Herz graben, folgst einer Geschichte, die dich langsam aber sicher in einen Sog zieht, merkst, wie du an manchen Stellen vergisst zu atmen, legst das Buch weg- "Jetzt aber mal kurz etwas anderes machen"- doch schon nach wenigen Augenblicken hast du es wieder in der Hand, liest weiter und soll ich dir etwas sagen? Heute wirst du es nicht mehr weg legen, bis du die letzte Seite gelesen hast. "Die Rettung" von Charlotte McConaghy ist der Grund, warum wir alle Bücher lieben. Sie erzählt eine unglaubliche spannende Geschichte, während der Lektüre enthüllt sie ihre Geheimnisse aber erst nach und nach, gerade so, wie sie glaubt, dass ihre Leser:innen das brauchen. Und dann kommt relativ schnell dieser Punkt, an dem sie dich hat und nicht mehr gehen lassen wird. Aber worum geht es eigentlich? Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Auf der Insel sollte ursprünglich ein großes Forschungsprojekt durchgeführt werden, doch der Klimawandel zeigt hier sein erbittertes Gesicht und der Meeresspiegel auf Shearwater Island steigt unaufhaltsam. Aus diesem Grund sollen nun auch Domenic und seine Kinder bald von der Insel geholt werden, weil die Gefahr stetig steigt. Die Aussicht bald auf dem Festland zu leben, obwohl doch auch gerade Domenics Kinder den Großteil ihres Lebens auf Shearwater Island verbracht haben, macht mit jedem einzelnen Familienmitglied einiges. Und als dann auch noch in einer stürmischen Nacht plötzlich eine Frau an die Küste der Insel gespült wird, obwohl das nächste Festland tausende Kilometer entfernt ist, liegt Shearwater brach und offen da. Und muss nun alle seine Geheimnisse preisgeben über sich selbst und seine momentanen Bewohner:innen. Charlotte McConaghy hat bereits mit ihren beiden Vorgängerromanen "Zugvögel" und "Wo die Wölfe sind" bewiesen mit was für einer Hingabe sie gewaltige Naturschauplätze mit einer unglaublich spannenden Geschichte verknüpfen kann und das treibt sie in "Die Rettung" auf den Höhepunkt. Shearwater Island mag einen fiktive Insel sein, obwohl sie natürlich von einem realen Vorbild inspiriert wurde (unbedingt das Nachwort lesen), und doch ist die Insel ein eigener Protagonist in McConaghys Geschichte. Die unglaublich großartigen Beschreibungen der Natur und der Tierwelt lösen eine Achterbahn an Emotionen aus: von Ehrfurcht, grenzenloser Liebe, Angst, Trauer und Wut war alles dabei. Trauer und Wut vor allem, weil die Autorin auch nie müde wird zu betonen, was für ein enorm negativen Einfluss der Klimawandel schon jahrelang auf die Natur und die Tierwelt hat und wir immer mehr die Auswirkungen zu spüren bekommen. Sie macht das in "Die Rettung" sogar zu einen wesentlichen Stützpfeil ihrer Handlung. Es gibt aber auch genauso viele Momente, in denen sie eine instinktiv und wunderschön zarte Verbundenheit zur Natur erschafft, die so viele Möglichkeiten bietet: zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und zu heilen. Aber auch McConaghys menschliche Protagonist:innen geben in "Die Rettung" wirklich alles. Fast körperlich wollte ich die Geschichte unbedingt zu einem Happy End tragen, so schnell und sehr sind mir alle Charaktere ans Herz gewachsen und es gibt einen Moment im Roman, in denen wir Menschen zwar das Unheil sind, dass die Natur und die Tierwelt ins Chaos stützt, aber auch diejenigen, die die Macht haben sie zu retten, wenn wir zusammenarbeiten und uns wirklich kümmern. Es gibt so viel zwischen den Seiten in "Die Rettung". Eine Geschichte, die ganz sicher nicht dafür da ist, sie bloß einmal zu lesen. Obwohl einmal reicht, um sich das Herz brechen zu lassen, alles zu fühlen, um es dann Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Ein Buch für das Herz im Menschen. Und ein neues Lieblingsbuch. "Doch vor den Toten hat sie keine Angst. Weh tun können einem nur die Lebenden." S.25 "Wir müssen mit ganzer Seele Dinge lieben, von denen wir wissen, dass sie sterben werden." S.281

Das war einfach eine komplette Reise!
Anfangs hab ich noch nicht so ganz verstanden, wohin diese Reise geht und konnte ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen, warum es alle so toll finden. Aber das hat sich schnell geändert! Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk, die Stimmung kommt unfassbar gut rüber und diese Szenerie- unübertroffen. Dazu kommt dieser anfangs subtile Spannungsbogen, der zum Ende hin unerträglich wird und dann fällt alles auseinander. Wahnsinnig gut gemacht!
Düster, beklemmend und trotzdem auch irgendwie wunderschön.
Stell dir vor du lebst auf einer Insel, die 1.500 km vom nächsten Land entfernt ist. Stell dir vor, auf dieser Insel gibt es nur deine Familie und ca. 20 Wissenschaftler auf einer Forschungsbasis. Stell dir vor, diese Insel liegt zwischen Australien und der Antarktis - also dort, wo der Sturm peitscht und der Regen eiskalt ist. Und stell dir vor, das ist der „best case“, der Idealzustand. Doch die Realität sieht anders aus… Die Forscher sind alle weg. Das Forschungsprojekt wurde aufgegeben, denn die Forschungsstation wird langsam überflutet. Immer öfter kommt die Flut den Bauten zu nah, einige sind schon ins Meer gestürzt. Das Funkgerät, die einzige Verbindung zum Festland, hat jemand zerstört. Und am Strand, halb eingewickelt in riesige Seetang-Blätter, liegt eine verletzte fremde Frau. Das ist die Ausgangssituation für Charlotte McConaghys neuen Roman. Sie beschreibt eine Insel, die unwirtlich und zum Teil auch unwirklich erscheint, mysteriös und fordernd. Dominic Salt lebt seit 8 Jahren mit seinen drei Kindern auf dieser Insel, als Verwalter der Forschungsstation. Doch ihre letzten Wochen sind angebrochen, mit dem nächsten Versorgungsschiff sollen sie die Insel verlassen. Jeder der vier Menschen - Dominic, sein ältester Sohn Raff, die 17jährige Fen und der neunjährige Orly - hadert auf seine Weise damit, die Insel zu verlassen, die trotz ihrer Tücken zur Heimat geworden ist. Und dann wird das fragile Gleichgewicht dadurch gestört, dass plötzlich eine fremde Frau an Land gespült wird. Sie lebt noch und die Familie päppelt sie wieder auf. Doch wie kommt sie auf diese abgelegene Insel? Was war oder ist ihr Plan? Und kommt sie vielleicht den Geheimnissen auf die Spur, die Dominic und seine Familie auf dieser Insel hüten? Oder hat sie selbst Geheimnisse, die niemand erfahren darf? Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil, eine unglaublich dichte, düstere Atmosphsäre zu kreieren. Sie verleiht jeder Figur Tiefe und lässt sie mit ihren jeweils eigenen Dämonen kämpfen. Das wiederum schafft immer wieder unterschwellige Spannung, denn vieles bleibt zunächst ungesagt und insbesondere zwischen der geretteten Rowan und Dominic entwickelt sich nur langsam Vertrauen, das jedoch auch immer wieder in Frage gestellt wird. So wissen auch die Leser über lange Zeit nicht, wem sie trauen können - und man kann die Charaktere und ihre Handlungen oft nicht einordnen. Dennoch ist man eingenommen von der rauhen Schönheit der Insel und ihrer Flora und Fauna. Insbesondere Fen liebt die Tiere der Insel und bewegt sich völlig unbeschwert zwischen See-Elefanten und Robben. Raff liebt die Walgesänge und fährt extra mit dem Boot hinaus, um sie aufzunehmen - kein ungefährliches Unterfangen. Orly ist wissbegierig und liebt Pflanzen. Dass die Insel ein riesiges Saatgutlager mit Samen aus allen Teilen der Erde enthält, fasziniert ihn. Und so schildert die Autorin die Vergänglichkeit allen Lebens im Zusammenhang mit der Schönheit der Natur und den Gefahren des Klimawandels - eingebettet in eine spannende Geschichte über Verlust, Familie und Vertrauen. Nature Writing at its best!

Rau, herzzerreisend, trostspendend, spannend, interessant,…
WOW 🤩 Was für eine bildgewaltige Sprache. Ich kannte bisher kein Buch der Autorin - DAS wird sicher nicht mein letztes von ihr gewesen sein. Darum geht es: Fiktionale Geschichte, basierend auf Fakten zu einer echten Insel im pazifischen Ozean. Eine Forschungsbasis, das Erbe der Welt (Pflanzensamen) und eine 4köpfige Familie (Vater mit 3 besonderen Kindern, welche mich beeindruckt haben). Aufgrund des steigenden Meeresspiegels warten alle auf das Rettungsboot, was in einigen Wochen für Sie und die Samen kommen soll. Mit einigen Spannungsbögen begleiten wir die Familie in dieser Zeit, denn es gibt einiges zu klären und vieles an Familiengeschichte. Aufgerissen wird alles dank einer unangekündigten Besucherin, welche auf der Suche nach jemand bestimmten ist. Richtig toller Schreibstil, sogartige Erzählung, Familiengeschichte verwoben mit Fakten zu drohenden und stattgefundenen Natur-/ Umweltkatastrophen, wissenswertes über unsere wundervolle Erde. 🌍 🫶🏻 Besonders berührt hat mich wie geschickt die Autorin aufzeigt, warum wir (aus wohlwollen) handeln wie wir handeln und was passiert mit uns im miteinander, wenn wir nicht miteinander Reden, sondern sich jeder nur seinen Teil denkt und viel interpretiert- Fehlinterpretationen stattfinden. Absolute Leseempfehlung für dieses ganz besondere Buch. 🫶🏻

So Aktuell. Klimakrise. Zerstörung/Bedrohung von Natur. Artensterben. Es steckt so viel Wissen darüber in diesem Buch! So viele Themen werden angesprochen, auch zwischenmenschlicher Natur. Soll man noch Kinder in diese kaputte Welt setzen?
Wow! Ich werde alles lesen was diese Autorin je schreiben wird.
Zwischen Australien und der Antarktis liegt die abgelegene Insel Shearwater, die bis vor kurzem noch von Wissenschaftlern als Wildtier- und Wetterforschungsstation genutzt wurde und einen wichtigen Saatgutbunker der Vereinten Nationen beherbergt. Doch der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel machen die Insel bald unbewohnbar und zwingen die Forscher zur Evakuierung. Übrig bleiben lediglich der Gebäudeverwalter Dominic Salt und seine drei Kinder Fen, Raff und Orly, die in den kommenden sechs Wochen das Saatgut für die Umlagerung verpacken und überwachen sollen. Seit acht Jahren lebt die kleine Familie bereits in dieser Abgeschiedenheit und nun können sie nur tatenlos zusehen, wie der Ozean die Insel mit all den Gebäuden und Erinnerungen verschlingt - bis ein Sturm die schwer verletzte Rowan ans Ufer spült. Misstrauisch der Fremden gegenüber, pflegen sie die Frau gesund, doch Rowan ist nicht die einzige, die ein Geheimnis bewahrt. ➸ Charlotte McConaghy gehört mittlerweile zu den Autor*innen, deren Bücher ich blind kaufe, denn ihr Debütroman "Zugvögel" hat mich damals so nachhaltig beeindruckt, dass er, 5 Jahre später, noch immer unter meinen Lebenslesehighlights verweilt und "Die Rettung" steht dem in nichts nach. Woran das liegt, lässt sich schwer in Worte fassen, aber für mich sind ihre Bücher ein Grund, warum man überhaupt lesen sollte, da sie Augen öffnet und uns die Möglichkeit gibt, die Schönheit der Natur in all ihren Facetten zu begreifen. Sie kontrastiert die Menschheit und ihre Zerstörung mit der Schönheit eines Ortes, an dem Robben, Pinguine und Vögel ungestört leben dürfen. Durch ihre fesselnde und lebendige Sprache liest man sich an isolierte und einzigartige Orte, erhält aber auch Einblicke in die katastrophalen Auswirkungen der globalen Erwärmung und wie unsere Zukunft aussehen könnte, wenn wir nicht aufhören, unseren Lebensraum unwiderruflich zu zerstören. Vieles dreht sich um die Unvollkommenheit der menschlichen Natur, auch wenn unsere Absichten vielleicht gut sind. Sie beschreibt die Folgen, ohne zu predigen und diese Auswirkungen spiegelt sie auch als Krise in der Familie von Dominic Salt und seinen Kindern wieder. In seiner noch immer anhaltenden Trauer um den Verlust seiner Frau gefangen, versucht er verzweifelt seinen Kindern bei deren Traumaverarbeitung zu helfen und gleichzeitig das Mysterium zu lösen, was Rowan eigentlich auf dieser Insel sucht. Die Isolation, die Angst, und die Ungewissheit, die jede der Figuren empfindet ist herzzerreißend zu lesen und so voller Schwermut, dass es einem manchmal den Atem raubt. Und trotz ihrer Zerbrechlichkeit halten sie durch und sich gegenseitig zusammen. Fazit: "Die Rettung" von Charlotte McConaghy ist emotional, spannend, einzigartig und umwerfend mitreißend geschrieben. Selbst eine halbe Stunde nach der letzten Seite saß ich noch auf dem Sofa und habe über die Schönheit und Kraft der Geschichte nachgedacht . Ich habe selten etwas so schmerzhaft berührendes gelesen und deswegen gibt’s auch eine klare Leseempfehlung!
Noch einmal erlaubt sie sich einen Blick auf das Gesicht, auf dieses Geschöpf, hergetragen von einer See, die weiter ist, als irgendein Mensch begreifen kann. Ein Geschenk für ihre Familie und sie? Oder etwas Zurückgewiesenes? Dann rennt sie. - Zitat, Seiten 10,11 Den Heldinnen ihrer Geschichten haftet immer etwas von einer Märtyrerin an. Dies trifft im besonderen auf das vorliegende Werk von Charlotte McConaghy zu, welches mit der düsteren Endzeitstimmung einen eindeutig sakralen Unterton hat. Da verwundert es kaum, dass die Autorin der Geschichte ein Zitat aus "Die Brücke von San Luis Rey" von Thornton Wilder voranstellt: "Es gibt ein Land der Lebenden und der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe, sie allein überlebt, sie allein gibt einen Sinn." Allerdings wird im Nachwort betont, dass dieses Buch von Eltern und Kindern und von der tiefen Liebe zwischen ihnen handelt. Ein Ausflug in theologische Debatten ist also nicht zu befürchten. Auch für das Setting hat die Autorin einen interessanten realen Schauplatz als Vorlage gewählt und zwar Maquarie Island, eine subantarktische Insel auf halber Strecke zwischen Tasmanien und der Antarktis, die etwa 4 Millionen Robben, Pinguine und Seevögel beherbergt (und zum Glück ist die Forschungsstation dort nicht vom Untergang bedroht - oder sollte man sagen, noch nicht?). Es ist ein schmaler Grad auf dem sich der Schreibstil hier bewegt: auf der einen Seite ist da diese dunkel-dystopische Stimmung, die dadurch noch befeuert wird, dass alle Figuren etwas zu verbergen haben. Auf der anderen Seite schreibt sich die Autorin manchmal fast um Kopf und Kragen, und bedient gerne sowohl Klischee als auch Kitsch in ihren Szenen. Grundsätzlich ist dieser Roman um eine untergehende Insel, auf der sich ein Vater mit seinen drei Kindern auf die bevorstehende Evakuierung vorbereitet, als plötzlich in einem Sturm eine fremde Frau an die Felsküste angespült wird, wirklich spannend erzählt. Leider löst das Ende nicht ganz ein, was die bis dahin sehr logische und geradlinige Erzählweise verspricht. Aber dieser bedauerliche letzte Eindruck ist natürlich rein subjektiv. FAZIT Bereits bei dem Erstling "Die Zugvögel" hatte mir das Ende des Romans meinen guten Eindruck total verhagelt. Diesmal war es zum Glück nicht ganz so tragisch, aber der Abschluss hier ist für mich nicht ganz stimmig. Wie in "Wo die Wölfe sind" werden in diesem Roman viele interessante Details zur Natur eingebracht, die einen respektvollen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt näher bringen. Das ist ein sehr lesenswerter Aspekt des Buches. Und ich habe die Geschichte des Romans mit viel Spannung verfolgt und fühlte mich jedem Menschen, der hier eine eigene Erzählstimme bekommt, sehr nahe. Von daher kann ich ihn mit leichten Einschränkungen zur Lektüre empfehlen.
Meisterwerk
Ein Mann der mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel lebt und das Saatgut der Welt verwaltet, weil die Insel kurz davor steht, vom Meer völlig überflutet zu werden. Und eine Frau, die an genau diese Insel gespült wird und keiner weiß, weswegen sie dorthin unterwegs war. Geheimnisse brechen über die fünf herein, die Entscheidungen mit sich bringen, die alle verändern werden. Was für ein absolutes Meisterwerk! Ich kann nicht in Worte fassen, wie oft mich dieses Buch emotional zerlegt hat und doch so unfassbar viel Liebe zwischen seinen Seiten beinhaltet, die man die ganze Zeit spürt. Es ist düster und doch hell, es zeigt die Kraft des Meeres und die wilde Schönheit der Natur. Die Insel wird so detailliert beschrieben, dass man sich auf ihr zu Hause fühlt, obwohl sie doch scheint, als wäre sie aus einer völlig anderen Welt. Es ist die Geschichte der Familie Salt und doch ist es so viel mehr. Es eine eine Geschichte über Artenschutz, die den Blick für die Wunder der Natur öffnet und eine Ode an die Vielfältigkeit unserer Flora und Fauna ist, und gleichzeitig ein Mahnmal was passiert, wenn wir sie weiter zerstören und vernichten werden. Doch für mich war ein Thema so präsent, dass ich Gänsehaut bei den Emotionen bekam, die es in mir hervorgerufen hat. Und zwar die Liebe in allen Formen, besonders die zu den eigenen Kindern. Sie war so pur und tief, dass mir nicht nur einmal die Tränen in den Augen standen. Ein grandioses Buch über Vergänglichkeit und das pure Glück eines vollkommenen Augenblicks. Unbedingt lesen!
Dieser Roman ist rau und hart wie die Natur selbst. Und dennoch wunderschön! Schöne Naturbeschreibungen, aber auch authentische Beschreibungen der Gedanken und Gefühle der Menschen . Dieses Buch hat mich behaglich fühlen lassen, aber auch beklemmend, fröhlich und unsagbar traurig. (Ja, Tränen wurden verdrückt) Ein wunderschönes Buch 🖤
"All die hungrigen Gespenster von Shearwater sind gekommen, um auf dem Hügel mit uns zu tanzen." Es ist ein wilder Tanz. Auf der abgelegenen subantarktischen Insel geht es stürmisch und regnerisch zu, außerdem wird sie langsam vom Meer verschlungen. Dominic und seine drei Kiner sind die letzten Bewohner. Ihre Aufgabe ist es die wertvolle Samensammlung, die dort in einem Bunker gelagert wurde, zu retten. Durch Sabotage der Funknlage sind sie von der Außenwelt abgeschnitten, erst in 7 Wochen kommt das Schiff, welches die kleine Familie und die große Samensammlung abholen soll. Während eines Sturms wird Rowan schwer verletzt an Land gespült. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf der Insel gearbeitet hat, doch dieser ist unauffindbar. Es ist eine sehr atmosphärische Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, die mich alle sehr begeistern konnten. Angefangen vom 9-jährigen Orly mit seiner großen Begeisterung für die Pflanzen, deren Samen auf der Insel gehütet werden. Es können nicht alle zur Rettung mit aufs Schiff, doch welche auswählen? Dann ist da noch Raff, wütend, liebevoll, verunsichert, Geige spielend und Walliebhaber. Gerade mal 18 Jahre hilft er tatkräftig bei allem mit. Und Fen, 17 Jahre. So zerbrechlich auf der einen Seite, hilft sie den Robben und Seelöwen auf der unwirtlichen Insel zu überleben und übt Apnoetauchen im eisigen Meer. Und dann sind da Rowan und Dominic mit ihren ganz eigenem Spannungsverhältnis. Ein super interessanter Roman rund um zwischenmenschliche Beziehungen, Famlienzusammenhalt und deren Fallstricke. Krimihafte Elemente ziehen sich durch die Seiten und lassen mich mitfiebern. Besonders aber die Gabe der Autorin sich für gefährdete Natur, egal ob pflanzlicher oder tierischer Art, einzusetzen und diese zu beschreiben, haben mich wieder sehr begeistert. Das Thema Biodervisität und die gegenseitige Abhängigkeit von Lebewesen war unglaublich gut ausgearbeitet und spannend zu verfolgen. Sehr gespannt war ich auf die Auflösung der Geschichte. Große Leseempfehlung für diesen spannenden und lehrreichen Roman mit bezaubernden Charakteren!
Wie kann man für dieses Buch die richtigen Worte finden? Mir fällt es schwer, weil so viel drin steckt. Für mich ein Roman der Gegensätze, in dem es die Autorin schafft, zwei Seiten stark in Szene zu setzen und wirken zu lassen. Das Rauhe und Gefährliche der Natur genauso wie die überbordende und schützenswerte Vielfalt und Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt. Und das alles verpackt in eine Geschichte, die wiederum die Abgründe dem tiefen Gefühl von Zusammenhalt der Menschen gegenüber stellt. Shearwater, eine verlassene, dem rauhen Meer ausgelieferte Insel, ist das Zuhause von Dominic und seinen drei Kindern. Doch die verbleibende Zeit schwindet, die Forschungsstation ist menschenleer, alle anderen, Wissenschaftler und Forscher, haben die Insel längst verlassen. Und auch die vier sollen in wenigen Wochen auf das Festland übersiedeln, weil ihr Leben nicht mehr sicher ist. Als bei einem schweren Sturm eine Frau angespült wird, die gerade noch so am Leben ist, steht die Familie nochmal vor ganz neuen Herausforderungen. Denn Hilfe kann nicht gerufen werden, weil sämtliche Funkgeräte nicht funktionieren. Kein Kontakt zum Rest der Welt. Wer ist die Frau, wonach sucht sie? Aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder und der Fremden erzählt, baut sich von der ersten Seite an eine Geschichte auf, die spannend, schockierend und berührend zugleich ist und die mich auch nach Leseende nicht so richtig los lässt. Ein Roman über Familien in Ausnahmeständen und die unwiderruflichen Folgen des Klimawandels, den ich nur empfehlen kann.
Ich gebe drei Sterne, nicht weil es ein schlechtes Buch ist, sondern weil es für mich dem Hype einfach nicht gerecht wurde. Es hat Momente schönen Schreibens und eine atmosphärische Kulisse, aber insgesamt fand ich es nicht überzeugend
Charlotte McConaghy hat eindeutig ein Talent für lyrische Prosa und emotional komplexe Charaktere, aber etwas an dieser Geschichte hat mich einfach nicht angesprochen. Eine ordentliche Lektüre, aber meiner Meinung nach keine der besten des Jahres.
Beeindruckend
Das war mal etwas ganz anderes... der Roman ist düster, rau und mit einer unglaublichen Beschreibung der Natur. Anfangs fand ich den Schreibstil und die Geschichte etwas schwierig. Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Erzählperspektiven haben mich dann aber total in den Bann gezogen und das Ende war eine Gefühlsachterbahn.
DIE RETTUNG Charlotte McConaghy Kennt ihr diese Bücher, bei denen ihr die letzte Seite umblättert, das Buch zuschlagt – und euer ganzer Körper bebt, weil euch Gänsehaut überzieht? Hier kommt so ein Buch: In einer Zeit der Waldbrände, Überschwemmungen und der allgegenwärtigen Bedrohung durch den Klimawandel lebt Dominic Salt mit seinen drei Kindern auf einer abgelegenen Insel mitten im Ozean – bewohnt nur von Forschenden, Robben, Albatrossen und Pinguinen. Shearwater liegt irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Die Insel droht überschwemmt zu werden, täglich steigt der Wasserspiegel, als eine schwer verletzte Frau an den Strand gespült wird – halb erfroren, dem Tod näher als dem Leben. Dominic und seine Kinder pflegen die Fremde gesund. Während er ihr misstraut, schließt sein jüngster Sohn Orly sie sofort ins Herz – er vermisst seine verstorbene Mutter und sieht in der Frau eine Art Ersatz. Doch Dominic hat andere Sorgen: Der Meeresspiegel steigt unaufhaltsam, die Funkanlage wurde sabotiert und das gesamte Forschungsprojekt steht auf der Kippe. Als die Fremde wieder zu Kräften kommt, beginnt sie Fragen zu stellen – über die Insel, über die spurlos verschwundene Forschermannschaft, die vor Ort sein sollte. Aus anfänglichem Misstrauen wächst langsam eine Verbindung. Geheimnisse kommen ans Licht, Beziehungen vertiefen sich – und dann nimmt alles eine völlig unerwartete Wendung. Was für ein Buch! Ich habe den neuen Roman von Charlotte McConaghy sehnsüchtig erwartet – und wurde nicht enttäuscht. Schon ihre beiden vorherigen Werke haben mich tief beeindruckt. Langsam und atmosphärisch entfaltet sich die Geschichte. In typischer McConaghy-Manier verknüpft sie persönliche Schicksale mit drängenden Umweltfragen: Artensterben, steigende Meeresspiegel, verheerende Waldbrände – und das alles ohne erhobenen Zeigefinger. Und dann wird es plötzlich so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe wieder viel gelernt – und gleichzeitig das Gefühl gehabt, das Salz des Meeres auf der Haut zu spüren. Ein dichter, kraftvoller Roman, der mich tief bewegt hat. Da ich das Buch nicht nur lesen, sondern auch hören durfte, möchte ich euch auch das Hörbuch ans Herz legen: Elisabeth Günther verleiht der Geschichte mit ihrer Stimme eindrucksvolle Präsenz. Fazit: Große Lese- und Hörempfehlung für dieses (Hör-)Buch – ebenso wie für seine beiden Vorgänger. Für mich war es ein weiteres Lesehighlight aus der Feder McConaghys. 5+/5

Was eine tolle, rührende und spannende Geschichte!!!
Ich möchte "Zugvögel", war total vernarrt in "Wo die Wölfe sind" und bin absolut begeistert von "Die Rettung". Dieser 3. Roman von McConaghy gefällt mir von allen am besten. Ich mag die Geschichten mit Drama und einem Hauch von Dystopie (Folgen des Klimawandels). Ich hoffe die Autorin schreibt noch viel mehr solche Romane.
Eine Frau wird auf einer Insel angespült und von einem Mann und seinen drei Kindern gefunden und gerettet. Die Insel dient der Forschung und ist bis auf die Familie verlassen, weil sie langsam im Meer versinkt. Doch warum ist da eine Familie und wer ist diese Frau? Diese und viele andere Fragen werden in diesem unglaublich atmosphärischen Buch beantwortet. Es geht um Familie, tragische Schicksale, die Natur und den Einfluss des Menschen. Ganz zentral fand ich auch die Frage danach, was rettenswert ist. Ich werde noch ein bisschen über einige Aspekte nachdenken müssen. Und auch das Ende war spannend und hat mich in Atem gehalten.
Charlotte McConaghy hat es wieder mal geschafft: 'Die Rettung' ist ein fesselndes, literarisches Werk, das Nature Writing, Spannung und Mystery gekonnt vereint. Mit großem Gespür für Sprache und Menschen erzählt McConaghy nicht nur eine spannende Geschichte, sondern wirft zugleich eindringliche Fragen zum Verhältnis von Mensch und Natur auf. Einige Dialoge und Gedanken werden mich nachhaltig begleiten.
Als begeisterte Leserin von Charlotte McConaghys früheren Romanen habe ich „Die Rettung“ mit großer Vorfreude erwartet – und wurde (Gott sei Dank) nicht enttäuscht. Das Buch knüpft atmosphärisch an ihre vorherigen Werke an: Wieder gelingt ihr eine eindrucksvolle Verbindung von Natur, Spannung und emotionalem Tiefgang. Besonders beeindruckt hat mich die glaubwürdige und eindrucksvolle Beschreibung der Inselkulisse – man spürt auf jeder Seite, dass McConaghy selbst auf einer ähnlichen Expedition war. Diese Authentizität durchzieht das ganze Buch. Das Setting ist rau, geheimnisvoll und voller Leben, wirkt fast, wie eine eigene Figur. Die Autorin schafft es meisterhaft, eine spannende Handlung mit drängenden Fragen zum Klimawandel, zum Umgang des Menschen mit der Natur und zu persönlichen moralischen Dilemmata zu verweben – ohne dabei belehrend zu sein. Das Thema Umweltschutz wird nicht mit erhobenem Zeigefinger erzahlt, sondern durchdringt eher leise und klug das gesamte Geschehen. Stilistisch bleibt McConaghy ihrem hohen Niveau treu: Ihre Sprache ist präzise, poetisch und zugleich klar. Besonders gelungen fand ich die vielen Perspektivwechsel. Jede Figur ist wahnsinnig authentisch geschrieben. Ein kleines Manko: Einige Mystery-Elemente wirkten stellenweise etwas konstruiert, fast zu gewollt. Doch das tut dem Gesamtbild keinen großen Abbruch – zu stark ist der erzählerische Sog, zu überzeugend das emotionale Fundament. Fazit: 'Die Rettung' ist ein großartiger Roman, der unterhält und gleichzeitig bewegt. Er erzählt von Verlust, Hoffnung, Verantwortung und der tiefen Sehnsucht nach Verbindung – zur Natur, zu anderen, zu sich selbst. Für mich ist es ein weiteres Herzensbuch von Charlotte McConaghy – und ein stilles, aber kraftvolles Plädoyer für unsere verletzliche Welt.

Dominic lebt mit seinen drei Kindern auf einer Insel zwischen Australien und der Antarktis. Auf der Insel gibt es nur eine Forschungsstation und den Leuchtturm, in dem die kleine Familie wohnt. Dominic kümmert sich um alle Arbeiten, die dort so anfallen. Die einzigen weiteren Bewohner sind Tiere - Millionen von Pinguinen, Robben, Seebären, Albatrosse. Ab und zu passieren Wale das einsame Eiland. Eines Tages wird eine Frau angespült, schwer verletzt und halb ertrunken. Was führte sie zu dieser gottverlassenen Insel? Warum lebt Fen, die 17jährige Tochter Dominics, allein am Strand unter Robben? Warum ist Raff, ihr Bruder, so unendlich wütend und traurig? Und welches Geheimnis hütet die Familie gegenüber Rowan, der schiffbrüchigen Frau? Im Laufe der Geschichte offenbart sich immer mehr, was dahintersteckt. Wie auch die vorherigen Romane der Autorin spielt das Zwischenmenschliche in all seinen Facetten eine große Rolle. Genauso wie der Umweltaspekt - Artenvielfalt, Klimawandel und die Bedrohung, die daraus dafür alle Bewohner der kleinen Insel erwächst. Wunderbare Worte findet Charlotte McConaghy in diesem Buch, sei es die Beschreibung der Beziehungen der Personen zueinander, die Charakterentwicklung, die wunderbaren Naturbeschreibungen oder die kurzen Erzählungen Orlys, Dominics jüngstem Sohn, über Pflanzen und Tiere, die einen mit Staunen die Wunder der Natur erleben lassen. Mit jedem neuen Buch der Autorin mag ich ihre Erzählweise und ihre Geschichten mehr.
Eines der besten Bücher der letzten Jahre! Ein absolutes MEISTERWERK!
Inmitten des Ozeans: Eine Insel. Darauf: Ein Leuchtturm und eine Familie; ein Vater und seine vier Kinder. Niemand sonst. Ein steigender Meeresspiegel, eine bevorstehende Evakuierung – und zu allem Übel auch noch eine leblose Frau, die an Land gespült wird. „Die Rettung“ von Charlotte McConaghy ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein Roman mit herausragender Strahlkraft – poetisch, humorvoll, bildgewaltig, schmerzhaft – mit dynamischen Figuren und einer fantastischen Dramaturgie. Die Autorin verfolgt hierbei ihr Thema Klimawandel literarisch weiter, und zeigt uns mittels hervorragendem Nature Writing die Schonungslosigkeit der Natur, wie wir sie nur erahnen können.
Das war nicht mein Buch. Gekauft aufgrund der vielen begeisterten Rezensionen, konnte es mich leider nicht in seinen Bann ziehen. Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Protagonisten konnte ich oftmals nicht nachvollziehen und leider konnte mich auch der Handlungsstrang nicht wirklich fesseln, was wahrscheinlich daran lag, dass es mir schwer fiel, Nähe zu den Personen aufzubauen. Das Cover passt sehr gut zur Stimmung und dem Szenario des Buches. Die Naturgewalten und die Tierwelt sind gut beschrieben. Eine mögliche Zukunftsvorstellung, die beängstigend ist.

. Suchst du nach einem Roman, der dich mit alle seinen Facetten in seinen Bann zieht? Einen Roman, der dich auch nachdem du ihn fertig gelesen hast nicht loslässt? Dann solltest du „Die Rettung“ unbedingt lesen! Intensiv, berührend, voller Schönheit und Vergänglichkeit und ich hab jede Seite, jedes Wort geliebt! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch dann wird eines Tages eine Frau an die Insel gespült. Stark verletzt nimmt sie die Familie auf und versorgt sie. Dabei stellt sich natürlich die Frage? Wer ist diese Frau? Wollte sie wirklich auf die Insel? Eine spannende Phase auf der Insel beginnt in der sich die 5 Personen auf der Insel kennenlernen, sich aber 4 von ihnen von ihrem Leben dort verabschieden müssen. . Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie, aber auch die gestrandete Frau. Wir folgen jeder Person als Ich- Erzähler, während die Geschichte durch ihre Augen weitererzählt wird. Ich finde wir erhalten trotz der Kürze des Buches einen sehr intensiven Einblick in die Seelenwelt der Protagonisten. In ihre Ängste, Träume und Hoffnungen. Dieses Buch ist eine intensive Reise die von Trauer, Verlust und Freude geprägt ist. Das spiegelt sich auch in der lebhaften rauen Beschreibung der Tier- und Pflanzenwelt wieder. Somit ist dieser Roman auch eine leise Erinnerung daran, dass wir uns mehr um unsere Umwelt kümmern und sie besser behandeln müssen! „Die Rettung“ ist ein sehr gut gewählter Titel für die Geschichte. Anfangs glaubt man als Leser es geht nur um die Rettung der gestrandeten Frau, doch es geht um so viel mehr… unter anderem die Rettung der einzelnen Familienmitglieder. Ich möchte dies nicht genauer ausführen, sonst würde ich zu viel verraten. Diese einzigartige Geschichte voller Emotionen, die mich sehr berührt hat gehört einfach in jedes Buchregal! Eine klare Leseempfehlung! 🌊

Die beiden vorherigen Romane von Charlotte McConaghy habe ich geliebt. Dieses hier war eher okay. Zwar wieder wunderschön und kraftvoll geschrieben, aber die Story hat mich nicht ganz so gepackt, es waren einige Aspekte, die ich nicht ganz so toll fand. Auch mit den Figuren oder ihren Beziehungen zueinander bin ich nicht ganz warm geworden. Bin etwas enttäuscht, aber war jetzt kein schlechtes Buch.
Wieder ein herausragendes Buch von Charlotte McConaghy
Charlotte McConaghy ist bekannt für ihre emotionalen Spannungsromane, die auch immer Umwelt-Themen beinhalten. Mit „Die Rettung“ entführt sie uns auf die kleine fiktive Insel Shearwater, mitten im Antarktischen Ozean, zwischen der Antarktis und Australien gelegen. Die Insel birgt eine Forschungsstation, die die Aufgabe hat, Pflanzensamen zu katalogisieren, zu schützen und aufzubewahren, um den Fortbestand ihrer Art zu gewährleisten und eine Nahrungsgrundlage für die Zukunft zu sichern. Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern Fen, Raff und Orly auf der Insel und ist der „Mann für Alles“; hält alles instand und führt Ausbesserungsarbeiten durch. Die Insel ist den rohen Naturgewalten ausgesetzt und wird nicht mehr lange standhalten. Deshalb erwarten sie ein Containerschiff, das die Samen und die ganze Mannschaft dort abholen soll. Allerdings sind Dom Salt und seine Kinder die einzig Verbliebenen. Und dann wird eines Tages eine Frau angespült, die ihre ganz eigenen Gründe hatte, sich auf diese gefährliche Reise zu begeben…. „Auf Shearwater gibt es Gespenster, doch mein Gespenst sucht mich nicht heim, nicht mehr. Ich kann mit dem Finger darauf zeigen und es beim Namen nennen.“ (S.213) Der Titel „Die Rettung“ bezieht sich auf den ersten Blick erstmal auf die Rettung der Samen. Doch das ist ein reines Trugbild. Im tieferen Sinne geht es um die Rettung der Menschen dort, um das Verarbeiten der Vergangenheit, um das Bekämpfen der inneren Dämonen, um das Loslassen, das Verzeihen, das Nach-Vorne-Blicken und, trotz der Hoffnungslosigkeit und dem vielen Grauen auf der Welt, den Glauben an die Zukunft und die Liebe nicht zu verlieren. Es geht auch sehr intensiv um Familienthemen und Elternschaft. „Geht es dir auch so, seit du von der Strömung angespült wurdest? Wirst du deine Form ändern und Wurzeln schlagen? Oder wirst du weiterziehen und einen besseren Platz für dich suchen?“ (S.180) Charlotte McConaghy nimmt uns mit auf diese Insel, lässt uns die raue und erbarmungslose Natur spüren, die Salzluft riechen, das Peitschen der Wellen hören und den kalten Wind spüren, der uns beinahe rumreisst. Wir sehen Haubenpinguine, Robben und Wale. Durch Perspektivwechsel und Zeitsprünge werden wir immer tiefer in die persönlichen Geheimnisse und die Geschehnisse auf der Insel hineingerissen - es gibt einige überraschende Wendungen und ein Ende, das mich sehr mitgenommen und meine Augen nicht trockengelassen hat… „Es ist eine Liebe, die zwar im Körper lebt, aber im Gegensatz zu ihm ewig währt.“ (S.352) Wieder ein herausragendes Buch von Charlotte McConaghy

Characteristics
10 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein existenzieller Roman über Liebe, Schönheit und Gewalt am äußersten Ende der Welt
Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch wird in einer folgenreichen Sturmnacht plötzlich eine Frau an die Küste gespült. Sie ist schwer verletzt, fast erfroren. Wer ist die Fremde? Und wie ist sie ausgerechnet nach Shearwater geraten? Während die Kinder sich von ihrer atemberaubend schönen Insel verabschieden müssen, von den Seelöwen und Albatrossen, den sturmumtosten Klippen und versteckten Senken, beginnen die fünf Menschen, einander zu umkreisen, ihre Sehnsüchte und Geheimnisse zu teilen und sich zu fragen: Welche Entscheidungen müssen wir treffen, um die Menschen zu schützen, die wir lieben?
Mit »Die Rettung« ist Charlotte McConaghy, die Bestseller-Autorin von »Zugvögel« zurück in ihrem Element: dem wilden, wunderschönen und existenziell bedrohlichen Meer.
Book Information
Author Description
Charlotte McConaghy, geboren 1988, hat irisch-schottische Wurzeln und wuchs in Australien auf. Ihre Passion für die Natur und Tierwelt und ihre Erschütterung über die Auswirkungen des Klimawandels inspirierten sie zu »Zugvögel« (2020), ihrem literarischen Debütroman, mit dem sie den internationalen Durchbruch erreichte. 2022 erschien ihr zweiter Roman »Wo die Wölfe sind«. 2025 folgte der Roman »Die Rettung«, der für den Women's Prize for Fiction 2026 nominiert ist. Sie hat einen Abschluss als Drehbuchautorin der Australian Film Television and Radio School. und lebt heute in Sydney.
Posts
Ein Meisterwerk 🌊
Wow! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Das Buch hat mir wieder gezeigt, warum ich es liebe in Geschichten einzutauchen. Es ist direkt zu meinen Lieblingsbüchern gewandert. Das Setting ist toll, die Autorin beschreibt die Insel, Tiere & Natur so eindrücklich dass ich mir so oft gewünscht habe gerade dort zu sein. Es geht um Familiendrama, Liebe und den Klimawandel. Die Natur wird oft als rau und gewaltig beschrieben und ich finde genauso wirkt der Roman auf mich. Die unterschiedlichen Charaktere machen das Buch so atmosphärisch und ich habe jede einzelne Perspektive so sehr geliebt. Außerdem war die Geschichte super spannend und emotional. Ich bin richtig traurig, dass das Buch schon vorbei ist und ich denke das macht eine richtig gute und eindringliche Geschichte aus. Lest dieses Buch!🥺

Atmosphärisch erzählt – ein Roman, der zwischen den Zeilen wirkt!
Der Roman wird aus fünf verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wobei jedes Kapitel klar mit dem jeweiligen Namen gekennzeichnet ist – teilweise sind diese Abschnitte nur eine Seite lang. Die Perspektiven von Rowan und Dominic sind in der Ich-Form geschrieben, während die Sichtweisen der Kinder Raff, Fen und Orly in der personalen Erzählweise gehalten sind. Dieser Wechsel sorgt für Abwechslung und eröffnet unterschiedliche emotionale Zugänge zur Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir die starke Verbindung zur Natur und Tierwelt. Wer sich für diese Themen interessiert, wird hier definitiv angesprochen – andernfalls könnte die Handlung stellenweise etwas ruhig oder sogar langatmig wirken. Der Einstieg fiel mir zunächst nicht leicht, da der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und anfangs leicht holprig ist. Mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt und konnte immer mehr in die Geschichte eintauchen. Man muss beim Lesen aufmerksam bleiben, da sich nicht alles direkt erschließt – einiges wird nur zwischen den Zeilen angedeutet. Gerade das macht aber auch einen Teil des Reizes aus. Insgesamt halte ich den Roman trotz kleiner Einstiegsschwierigkeiten für sehr lesenswert. Eine ruhige, atmosphärische Geschichte, die vor allem durch ihre Erzählstruktur und ihre Naturverbundenheit in Erinnerung bleibt.
Das Buch verbindet Naturerfahrung und Klimathematik, Familiengeschichte und Forscherleben, Abenteuerliches und Existentielles und hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.
"Die Rettung" von Charlotte McConaghy ist der dritte Roman der Autorin, den ich gelesen habe, und der, der mich von diesen drei Büchern am meisten mitgerissen hat. Er lag schon einige Wochen auf meinem SUB, als mich ein Besuch der faszinierenden "Antarktis"-Ausstellung im Panometer in Leipzig angeregt hat, ihn bald danach zu lesen. "Die Rettung" führt zwar nicht direkt in auf diesen Kontinent, aber auf eine winzige Insel zwischen Australien und der Antarktis, auf der die wenigen Menschen und die vielen Tiere, die dort leben, den Urgewalten von Wind und Meer ausgesetzt sind. Im Mittelpunkt des Romans steht die Familie Salt. Dominic, der Vater, ist vor einigen Jahren auf die Insel gekommen, um einen Leuchtturm, eine inzwischen aufgegebene Forschungsstation und einen Saatguttresor zu verwalten. Früher wurden hier Walfang und Robenjagd betrieben, die Erinnerungen an das Grauen dieser Zeit sind noch immer zu spüren. Jetzt warten er und seine drei Kinder darauf, von der Insel gebracht zu werden, da der steigende Meeresspiegel dafür sorgt, dass Teile der Insel überflutet werden. Sie sind dabei, alles einzupacken, was mit ihnen die Insel verlassen soll, als eine fremde Frau schwer verletzt an Land gespült wird und mit ihrer Ankunft den Alltag der Familie verändert und viele Fragen aufwirft. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass alle fünf Protagonisten Vergangenes verarbeiten müssen. Dabei sucht jeder nach seinen eigenen Weg. So lebt z.B. Fen, die Teenager-Tochter, nicht mit im Leuchtturm, sondern in unmittelbarer Nähe der Tiere - Pinguine, Robben und Albatrosse. Jeder hat Geheimnisse, die er schützen will. Jeder hat eine tiefe Sehnsucht nach Vertrauen und Liebe, die ihn antreibt. Diese beiden Aspekte werden von der Autorin gekonnt nebeneinander eingesetzt und sorgen für hohe Dynamik und ständig steigende Spannung. Ich mochte die Vielschichtigkeit der Charaktere, ihre Offenheit und ihre Geheimnisse. Ich mochte die Naturbeschreibungen und die damit verbundene Erinnerung an unsere Verantwortung für die Natur und den Artenschutz. Und ich mochte die inneren Konflikte rund ums Thema Schutz und Vertrauen in der Familie.

„Ich schließe die Augen und sauge alles in mich auf und weiß, dass ich es niemals vergessen werde. Die Welt ist gefährlich, und wir werden sie nicht überleben. Aber das hier, das gibt es auch. So vergänglich es auch sein mag. Denn so ist da Leben nun mal: Wir müssen mit ganzer Seele Dinge lieben, von denen wir wissen, dass sie sterben werden.“ Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen kann… Wunderschöne Naturbeschreibungen, vielschichtiges Familienpsychogramm, Liebesgeschichte zwischen Menschen und Natur und Thriller. Am Ende Taschentücher bereit halten… Ich brauchte etwas Zeit um in den Stil des Perspektivwechsels zwischen den Personen reinzukommen. Wenn man die Konstellation verstanden hat, kann man nicht mehr aufhören.
Die Strömungen der Geschichte zerrten meine Emotionen mit
Seid ihr mal ins eiskalte Meer gesprungen? Dieses einnehmende Gefühl des Erwischtwerdens von Lebendigkeit. Ich bin süchtig nach diesem Gefühl. Und ‚Die Rettung‘ hat mich erwischt. Dieses Buch kam wirklich zur richtigen Zeit. Ich und eine Woche dänische Nordsee, Wind im Haar, Salz in der Luft, dieses Nachdenken übers Leben, das automatisch passiert sobald man am Meer ist. Es hätte atmosphärisch nicht besser passen können. Hier geht es um Themen wie der Liebe zur Erde und Natur, um Familie und Menschsein, Klimawandel und Zusammenhalt. Es ist rau, überwältigend, düster, spannend, schmerzhaft, traurig, vielschichtig, ehrlich, rustikal und berührend. Wie viel Emotion und Tiefe bitte in 360 Seiten passen können?! Auf den poetische Schreibstil hab ich mich anfangs kurz einstimmen müssen (nicht negativ!) aber dann war ich komplett drin.. und wie. Ich konnte das perfekt portionierte lyrische absolut genießen. Die Naturbeschreibungen sind atemberaubend. Ich sah die Albatrosse, die Robben Jungen, die Buckelwale vor meinen Augen. Ich war da und fühlte alles. Gleichzeitig waren die Charaktere nicht einfach Figuren, sondern wirkten wie echte Menschen, die irgendwo dort draußen auf einer Insel nah der Antarktis existieren und mit allem kämpfen, was Menschsein eben bedeutet: (Über)Leben, Trauma, Liebe, Schuld, Verlust, Hoffnung. Dieses Buch ist gleichzeitig gnadenlos und tröstend. Hart und weich. Wie das Meer eben. Für mich ist das keine Geschichte mehr, die ich „gut fand“. Die Rettung hat irgendwo in meinem Herzen auch etwas gerettet. Ich glaub, das versteht man erst wenn man es gelesen hat.

Grandioses, vielschichtiges Buch!
Ich wollte nur kurz mal reinlesen und hing sofort fest. Gut, dass es eine freier Sonntag war. Ich habe das Buch noch am selben Tag beendet - und irgendwann nebenbei Walgesängen zugehört, einfach, um das Buch noch stärker zu spüren. 😄 Charlotte McConaghy schreibt unglaublich fesselnd. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig. Man kann sich an ihnen reiben, sie entdecken und immer besser kennenlernen. Am meisten beeindruckt haben mich wohl aber die eindrücklichen Beschreibungen der Insel mit ihrer karg anmutenden, aber vielfältigen Flora und vor allem der vielen Robben, Pinguine, Wale und anderen Tiere. Die Liebe zur Natur, unserer schützenswerten Erde mit ihrer unglaublichen Diversität sind ein zentrales Anliegen, genauso wie das Thema Familie und die Liebe zwischen uns Menschen. McConaghy baut ihren Roman sehr geschickt auf. Viele Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Manche ahnt man schon, andere schockieren. Einfach ein großartiger Spannungsaufbau, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen hielt. Absolute Leseempfehlung!
The Lighthouse x Gesang der Flußkrebse
Dieses Buch war eine wahre Wucht. Eine Familie in einer Forschungsstation auf einer unbewohnten Insel zwischen Australien und der Antarktis. Auf Grund des Klimawandels wird diese Insel langsam aber sicher von den Wellen verschluckt. Und kurz bevor die Familie die Insel verlassen muss, wird eine mysteriöse Frau angespült. Dieses Buch hat mich ständig an Robert Eggers Film „The Lighthouse“ und das Buch „Der Gesang der Flußkrebse“ erinnert. Von „The Lighthouse“ wurde die psychische Komponente, mit der Enge und der Einsamkeit einer verlassenen Insel, übernommen. Was macht es mit einem, wenn man viele Jahren auf so einem einsamen Ort verbringt. Das haben sowohl der Film als auch Charlotte McConaghy sehr gut ausgearbeitet. Ich bin eh ein großer Fan von klaustrophobischen Szenarien. An „Gesang der Flußkrebse“ musste ich wegen der reichhaltigen Naturbeschreibungen denke. Ganz anderes Ökosystem aber wieder mit Liebe dargestellt. Ich habe vieles davon noch nie gesehen aber konnte mir genau vorstellen, wie es da sein muss. Dieses Buch teilt viele Sorgen, die ich mir wegen des Klimawandels mache ohne aufdringlich zu sein. Die Charaktere leben, so wirkt es, in einer nahen Zukunft, in der die Folgen des Klimawandels noch dramatischer geworden sind als bei uns. Wie sie damit umgehen kann ich sehr gut nachempfinden. Viele dieser Gedanken mache ich mir auch und das Buch flicht dies geschickt ein, ohne einem die Message mit dem Vorschlaghammer zu präsentieren. Das zweite Drittel dümpelt ein bisschen vor sich hin und hat mir ein wenig den Wind aus den Segeln genommen. Das Ende hat das Ruder jedoch wieder komplett rumgerissen und mich richtig gepackt. Ich saß hier mit Gänsehaut und Tränen in den Augen. Danke @overbooked_ für die Empfehlung. PS: Für Leute die auf schöne Cover stehen ist dieses Buch ein Muss. Ich liebe das Coverart. Könnte ich mir als Gemälde ins Wohnzimmer hängen 😍
Absolut überwältigend!
So viel zu fühlen und zu spüren, wie es Bücher von McConaghy in einem auslösen, ist im wahrsten Sinne überwältigend. Wie das Sein, das bewusste Koexistieren mit der Natur, mit den Tieren, mit der Flora mehr über das Menschsein ausdrücken kann, als die bloße Interaktion von Menschen untereinander - dieses Große Ganze packt McConaghy ganz einzigartig in Worte. Ich liebe alles an diesem Buch, auch wenn es mein Herz gebrochen hat. Musste seeeeeeehr viel heulen und bin einfach nur froh, gerade an einem Ort zu sein, an dem ich nur ein paar Meter vor die Tür muss, um meine eigenen Robben gegen den Herzbruch beobachten zu dürfen.
🐋„Kann schon sein, dass wir alle eines Tages ertrinken, verbrennen oder verhungern, aber bis dahin können wir immer noch selber entscheiden, ob wir zur Vernichtung beitragen oder füreinander da sein wollen.“🐋 🐬🦈🦑🌊🐚🐋🐟🐢🐬🌊🪼🦑🦈🐙🐬🐟🐚🐋🐟
Charlotte McConaghy gelingt mit Die Rettung ein atmosphärischer Roman, der sich tief in die Gefühlswelt seiner Figuren hineinbohrt. Für mich war es ihr erster Roman. Im Zentrum steht nicht Action oder Dramatik, sondern die stille Kraft familiärer Beziehungen, insbesondere zwischen Erwachsenen und Kindern, unabhängig von Blutsverwandtschaft. Es geht um Verantwortung, um Verlust, um die Frage, was einen Menschen dazu bringt, alles aufs Spiel zu setzen, um jemandem nahe zu sein oder ihn zu beschützen. Die Autorin erzählt zurückhaltend, oft in melancholischem Ton, und schafft es dabei, große Themen wie Liebe, Verlust, Trauer Schuld und Vergebung auf eine sehr persönliche Weise spürbar zu machen. Die Natur ist dabei rau, wild und zugleich tröstlich. Fast kommt es einem so vor, als spiegelt sie den inneren Zustand der Figuren wieder und verstärkt das Gefühl von Isolation und Endzeitstimmung. Allerdings verlangt das Buch Geduld. Die Handlung entfaltet sich langsam, manchmal fast zäh. Eine gewisse Spannung ist vorhanden, da jeder der Figuren ein Geheimnis bewahrt. Den Plot fand ich gut ausgearbeitet und habe ich so nicht kommen sehen. Zu den einzelnen Figuren fand ich allerdings keinen emotionalen Zugang. Sie wirkten Leider allesamt unnahbar und distanziert. Dennoch lohnt sich das Buch, die Natur, das gut ausgearbeitete Thema Klimawandel und die zentralen Themen haben Tiefe und wirken nach. Fazit: Die Rettung ist kein einfacher Roman, aber ein lohnender. Wer sich auf die leise Erzählweise einlässt, wird mit einem bewegenden Porträt über familiäre Verbundenheit, Liebe, Klimawandel und die Kraft, einander zu retten, belohnt auch wenn man selbst dabei fast untergeht.

„Ich glaube, ich verstehe deine Worte jetzt endlich. ~Ist nur ein Körper. Die halten entweder durch oder nicht~ Du hattest recht, da gibt es nichts zu fürchten.Meiner wird das Salz in diesem Wasser werden. Und jedes Mal, wenn du darin badest, bin ich auf deiner Haut.“
Wir begleiten einen Vater und seine drei Kinder, die auf der abgelegenen Insel Shearwater – irgendwo zwischen Australien und der Antarktis – leben. Dort befindet sich eine kleine Forschungsstation, doch das Meer verschluckt die Insel Stück für Stück. Die Forscher sind längst evakuiert, nur diese Familie soll noch abgeholt werden. Doch dann wird eine verletzte Frau an den Strand gespült – und mit ihr beginnt ein psychologisches Drama inmitten der Einsamkeit . Fünf Menschen, isoliert und mit vielen Geheimnissen im Gepäck. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite gepackt! Die Atmosphäre ist düster, mysteriös und durchzogen von der allgegenwärtigen Bedrohung durch die Natur. Die Isolation auf der Insel erzeugt eine fesselnde Spannung – fast wie ein psychologischer Thriller. Jede Figur trägt etwas in sich, das erst nach und nach ans Licht kommt. Das Ende hat mich sehr bewegt. Was mir besonders gefallen hat: Die Thematik des Klimawandels wird klug und unaufdringlich eingeflochten – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als stilles Echo der untergehenden Welt, in der die Geschichte spielt. Ein intensives, atmosphärisch dichtes Buch über Geheimnisse, Familie, Schuld und Hoffnung. Wer gerne psychologisch tiefgehende Geschichten in außergewöhnlicher Kulisse liest – große Empfehlung! 🌊💨

„Die Rettung“ von Charlotte McConaghy hat mich von Anfang an überzeugt. Die Autorin schafft es, eine sehr authentische Atmosphäre aufzubauen, ohne sich in unnötigen Ausschmückungen zu verlieren. Die Figuren wirken glaubwürdig, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, und genau das hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Die Handlung entwickelt sich stetig weiter und bleibt spannend, ohne künstlich überhöht zu wirken. Besonders gefallen hat mir, wie präzise McConaghy Emotionen und Konflikte beschreibt, ohne ins Dramatische abzudriften. Dadurch liest sich das Buch angenehm direkt und fokussiert. Insgesamt ist „Die Rettung“ für mich ein spannender, gut strukturierter Roman mit starken Charakteren und einer authentischen erzählerischen Stimme. Ein Buch, das man gerne weiterempfiehlt – gerade wenn man Geschichten schätzt, die realistisch, atmosphärisch und gut durchdacht sind.
Übersetzt von Jan Schönherr "Die Rettung" ist einer der vielen, vielen, vielen Gründe, warum ich Bücher so liebe. Eine Geschichte, die du eines unbedarften Nachmittags aufschlägst. Der Anfang liest sich schon einmal ganz gut, doch du musst das Buch weglegen, hast Verpflichtungen und der nervige Alltag ruft. Glücklicherweise ist bald Sonntag, dein Lieblingstag der Woche. Ein Tag voller Ruhe und geschriebenen Seiten. Du schlägst das Buch wieder auf, liest weiter, stolperst über Sätze, die sich tief in dein Herz graben, folgst einer Geschichte, die dich langsam aber sicher in einen Sog zieht, merkst, wie du an manchen Stellen vergisst zu atmen, legst das Buch weg- "Jetzt aber mal kurz etwas anderes machen"- doch schon nach wenigen Augenblicken hast du es wieder in der Hand, liest weiter und soll ich dir etwas sagen? Heute wirst du es nicht mehr weg legen, bis du die letzte Seite gelesen hast. "Die Rettung" von Charlotte McConaghy ist der Grund, warum wir alle Bücher lieben. Sie erzählt eine unglaubliche spannende Geschichte, während der Lektüre enthüllt sie ihre Geheimnisse aber erst nach und nach, gerade so, wie sie glaubt, dass ihre Leser:innen das brauchen. Und dann kommt relativ schnell dieser Punkt, an dem sie dich hat und nicht mehr gehen lassen wird. Aber worum geht es eigentlich? Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Auf der Insel sollte ursprünglich ein großes Forschungsprojekt durchgeführt werden, doch der Klimawandel zeigt hier sein erbittertes Gesicht und der Meeresspiegel auf Shearwater Island steigt unaufhaltsam. Aus diesem Grund sollen nun auch Domenic und seine Kinder bald von der Insel geholt werden, weil die Gefahr stetig steigt. Die Aussicht bald auf dem Festland zu leben, obwohl doch auch gerade Domenics Kinder den Großteil ihres Lebens auf Shearwater Island verbracht haben, macht mit jedem einzelnen Familienmitglied einiges. Und als dann auch noch in einer stürmischen Nacht plötzlich eine Frau an die Küste der Insel gespült wird, obwohl das nächste Festland tausende Kilometer entfernt ist, liegt Shearwater brach und offen da. Und muss nun alle seine Geheimnisse preisgeben über sich selbst und seine momentanen Bewohner:innen. Charlotte McConaghy hat bereits mit ihren beiden Vorgängerromanen "Zugvögel" und "Wo die Wölfe sind" bewiesen mit was für einer Hingabe sie gewaltige Naturschauplätze mit einer unglaublich spannenden Geschichte verknüpfen kann und das treibt sie in "Die Rettung" auf den Höhepunkt. Shearwater Island mag einen fiktive Insel sein, obwohl sie natürlich von einem realen Vorbild inspiriert wurde (unbedingt das Nachwort lesen), und doch ist die Insel ein eigener Protagonist in McConaghys Geschichte. Die unglaublich großartigen Beschreibungen der Natur und der Tierwelt lösen eine Achterbahn an Emotionen aus: von Ehrfurcht, grenzenloser Liebe, Angst, Trauer und Wut war alles dabei. Trauer und Wut vor allem, weil die Autorin auch nie müde wird zu betonen, was für ein enorm negativen Einfluss der Klimawandel schon jahrelang auf die Natur und die Tierwelt hat und wir immer mehr die Auswirkungen zu spüren bekommen. Sie macht das in "Die Rettung" sogar zu einen wesentlichen Stützpfeil ihrer Handlung. Es gibt aber auch genauso viele Momente, in denen sie eine instinktiv und wunderschön zarte Verbundenheit zur Natur erschafft, die so viele Möglichkeiten bietet: zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und zu heilen. Aber auch McConaghys menschliche Protagonist:innen geben in "Die Rettung" wirklich alles. Fast körperlich wollte ich die Geschichte unbedingt zu einem Happy End tragen, so schnell und sehr sind mir alle Charaktere ans Herz gewachsen und es gibt einen Moment im Roman, in denen wir Menschen zwar das Unheil sind, dass die Natur und die Tierwelt ins Chaos stützt, aber auch diejenigen, die die Macht haben sie zu retten, wenn wir zusammenarbeiten und uns wirklich kümmern. Es gibt so viel zwischen den Seiten in "Die Rettung". Eine Geschichte, die ganz sicher nicht dafür da ist, sie bloß einmal zu lesen. Obwohl einmal reicht, um sich das Herz brechen zu lassen, alles zu fühlen, um es dann Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Ein Buch für das Herz im Menschen. Und ein neues Lieblingsbuch. "Doch vor den Toten hat sie keine Angst. Weh tun können einem nur die Lebenden." S.25 "Wir müssen mit ganzer Seele Dinge lieben, von denen wir wissen, dass sie sterben werden." S.281

Das war einfach eine komplette Reise!
Anfangs hab ich noch nicht so ganz verstanden, wohin diese Reise geht und konnte ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen, warum es alle so toll finden. Aber das hat sich schnell geändert! Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk, die Stimmung kommt unfassbar gut rüber und diese Szenerie- unübertroffen. Dazu kommt dieser anfangs subtile Spannungsbogen, der zum Ende hin unerträglich wird und dann fällt alles auseinander. Wahnsinnig gut gemacht!
Düster, beklemmend und trotzdem auch irgendwie wunderschön.
Stell dir vor du lebst auf einer Insel, die 1.500 km vom nächsten Land entfernt ist. Stell dir vor, auf dieser Insel gibt es nur deine Familie und ca. 20 Wissenschaftler auf einer Forschungsbasis. Stell dir vor, diese Insel liegt zwischen Australien und der Antarktis - also dort, wo der Sturm peitscht und der Regen eiskalt ist. Und stell dir vor, das ist der „best case“, der Idealzustand. Doch die Realität sieht anders aus… Die Forscher sind alle weg. Das Forschungsprojekt wurde aufgegeben, denn die Forschungsstation wird langsam überflutet. Immer öfter kommt die Flut den Bauten zu nah, einige sind schon ins Meer gestürzt. Das Funkgerät, die einzige Verbindung zum Festland, hat jemand zerstört. Und am Strand, halb eingewickelt in riesige Seetang-Blätter, liegt eine verletzte fremde Frau. Das ist die Ausgangssituation für Charlotte McConaghys neuen Roman. Sie beschreibt eine Insel, die unwirtlich und zum Teil auch unwirklich erscheint, mysteriös und fordernd. Dominic Salt lebt seit 8 Jahren mit seinen drei Kindern auf dieser Insel, als Verwalter der Forschungsstation. Doch ihre letzten Wochen sind angebrochen, mit dem nächsten Versorgungsschiff sollen sie die Insel verlassen. Jeder der vier Menschen - Dominic, sein ältester Sohn Raff, die 17jährige Fen und der neunjährige Orly - hadert auf seine Weise damit, die Insel zu verlassen, die trotz ihrer Tücken zur Heimat geworden ist. Und dann wird das fragile Gleichgewicht dadurch gestört, dass plötzlich eine fremde Frau an Land gespült wird. Sie lebt noch und die Familie päppelt sie wieder auf. Doch wie kommt sie auf diese abgelegene Insel? Was war oder ist ihr Plan? Und kommt sie vielleicht den Geheimnissen auf die Spur, die Dominic und seine Familie auf dieser Insel hüten? Oder hat sie selbst Geheimnisse, die niemand erfahren darf? Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil, eine unglaublich dichte, düstere Atmosphsäre zu kreieren. Sie verleiht jeder Figur Tiefe und lässt sie mit ihren jeweils eigenen Dämonen kämpfen. Das wiederum schafft immer wieder unterschwellige Spannung, denn vieles bleibt zunächst ungesagt und insbesondere zwischen der geretteten Rowan und Dominic entwickelt sich nur langsam Vertrauen, das jedoch auch immer wieder in Frage gestellt wird. So wissen auch die Leser über lange Zeit nicht, wem sie trauen können - und man kann die Charaktere und ihre Handlungen oft nicht einordnen. Dennoch ist man eingenommen von der rauhen Schönheit der Insel und ihrer Flora und Fauna. Insbesondere Fen liebt die Tiere der Insel und bewegt sich völlig unbeschwert zwischen See-Elefanten und Robben. Raff liebt die Walgesänge und fährt extra mit dem Boot hinaus, um sie aufzunehmen - kein ungefährliches Unterfangen. Orly ist wissbegierig und liebt Pflanzen. Dass die Insel ein riesiges Saatgutlager mit Samen aus allen Teilen der Erde enthält, fasziniert ihn. Und so schildert die Autorin die Vergänglichkeit allen Lebens im Zusammenhang mit der Schönheit der Natur und den Gefahren des Klimawandels - eingebettet in eine spannende Geschichte über Verlust, Familie und Vertrauen. Nature Writing at its best!

Rau, herzzerreisend, trostspendend, spannend, interessant,…
WOW 🤩 Was für eine bildgewaltige Sprache. Ich kannte bisher kein Buch der Autorin - DAS wird sicher nicht mein letztes von ihr gewesen sein. Darum geht es: Fiktionale Geschichte, basierend auf Fakten zu einer echten Insel im pazifischen Ozean. Eine Forschungsbasis, das Erbe der Welt (Pflanzensamen) und eine 4köpfige Familie (Vater mit 3 besonderen Kindern, welche mich beeindruckt haben). Aufgrund des steigenden Meeresspiegels warten alle auf das Rettungsboot, was in einigen Wochen für Sie und die Samen kommen soll. Mit einigen Spannungsbögen begleiten wir die Familie in dieser Zeit, denn es gibt einiges zu klären und vieles an Familiengeschichte. Aufgerissen wird alles dank einer unangekündigten Besucherin, welche auf der Suche nach jemand bestimmten ist. Richtig toller Schreibstil, sogartige Erzählung, Familiengeschichte verwoben mit Fakten zu drohenden und stattgefundenen Natur-/ Umweltkatastrophen, wissenswertes über unsere wundervolle Erde. 🌍 🫶🏻 Besonders berührt hat mich wie geschickt die Autorin aufzeigt, warum wir (aus wohlwollen) handeln wie wir handeln und was passiert mit uns im miteinander, wenn wir nicht miteinander Reden, sondern sich jeder nur seinen Teil denkt und viel interpretiert- Fehlinterpretationen stattfinden. Absolute Leseempfehlung für dieses ganz besondere Buch. 🫶🏻

So Aktuell. Klimakrise. Zerstörung/Bedrohung von Natur. Artensterben. Es steckt so viel Wissen darüber in diesem Buch! So viele Themen werden angesprochen, auch zwischenmenschlicher Natur. Soll man noch Kinder in diese kaputte Welt setzen?
Wow! Ich werde alles lesen was diese Autorin je schreiben wird.
Zwischen Australien und der Antarktis liegt die abgelegene Insel Shearwater, die bis vor kurzem noch von Wissenschaftlern als Wildtier- und Wetterforschungsstation genutzt wurde und einen wichtigen Saatgutbunker der Vereinten Nationen beherbergt. Doch der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel machen die Insel bald unbewohnbar und zwingen die Forscher zur Evakuierung. Übrig bleiben lediglich der Gebäudeverwalter Dominic Salt und seine drei Kinder Fen, Raff und Orly, die in den kommenden sechs Wochen das Saatgut für die Umlagerung verpacken und überwachen sollen. Seit acht Jahren lebt die kleine Familie bereits in dieser Abgeschiedenheit und nun können sie nur tatenlos zusehen, wie der Ozean die Insel mit all den Gebäuden und Erinnerungen verschlingt - bis ein Sturm die schwer verletzte Rowan ans Ufer spült. Misstrauisch der Fremden gegenüber, pflegen sie die Frau gesund, doch Rowan ist nicht die einzige, die ein Geheimnis bewahrt. ➸ Charlotte McConaghy gehört mittlerweile zu den Autor*innen, deren Bücher ich blind kaufe, denn ihr Debütroman "Zugvögel" hat mich damals so nachhaltig beeindruckt, dass er, 5 Jahre später, noch immer unter meinen Lebenslesehighlights verweilt und "Die Rettung" steht dem in nichts nach. Woran das liegt, lässt sich schwer in Worte fassen, aber für mich sind ihre Bücher ein Grund, warum man überhaupt lesen sollte, da sie Augen öffnet und uns die Möglichkeit gibt, die Schönheit der Natur in all ihren Facetten zu begreifen. Sie kontrastiert die Menschheit und ihre Zerstörung mit der Schönheit eines Ortes, an dem Robben, Pinguine und Vögel ungestört leben dürfen. Durch ihre fesselnde und lebendige Sprache liest man sich an isolierte und einzigartige Orte, erhält aber auch Einblicke in die katastrophalen Auswirkungen der globalen Erwärmung und wie unsere Zukunft aussehen könnte, wenn wir nicht aufhören, unseren Lebensraum unwiderruflich zu zerstören. Vieles dreht sich um die Unvollkommenheit der menschlichen Natur, auch wenn unsere Absichten vielleicht gut sind. Sie beschreibt die Folgen, ohne zu predigen und diese Auswirkungen spiegelt sie auch als Krise in der Familie von Dominic Salt und seinen Kindern wieder. In seiner noch immer anhaltenden Trauer um den Verlust seiner Frau gefangen, versucht er verzweifelt seinen Kindern bei deren Traumaverarbeitung zu helfen und gleichzeitig das Mysterium zu lösen, was Rowan eigentlich auf dieser Insel sucht. Die Isolation, die Angst, und die Ungewissheit, die jede der Figuren empfindet ist herzzerreißend zu lesen und so voller Schwermut, dass es einem manchmal den Atem raubt. Und trotz ihrer Zerbrechlichkeit halten sie durch und sich gegenseitig zusammen. Fazit: "Die Rettung" von Charlotte McConaghy ist emotional, spannend, einzigartig und umwerfend mitreißend geschrieben. Selbst eine halbe Stunde nach der letzten Seite saß ich noch auf dem Sofa und habe über die Schönheit und Kraft der Geschichte nachgedacht . Ich habe selten etwas so schmerzhaft berührendes gelesen und deswegen gibt’s auch eine klare Leseempfehlung!
Noch einmal erlaubt sie sich einen Blick auf das Gesicht, auf dieses Geschöpf, hergetragen von einer See, die weiter ist, als irgendein Mensch begreifen kann. Ein Geschenk für ihre Familie und sie? Oder etwas Zurückgewiesenes? Dann rennt sie. - Zitat, Seiten 10,11 Den Heldinnen ihrer Geschichten haftet immer etwas von einer Märtyrerin an. Dies trifft im besonderen auf das vorliegende Werk von Charlotte McConaghy zu, welches mit der düsteren Endzeitstimmung einen eindeutig sakralen Unterton hat. Da verwundert es kaum, dass die Autorin der Geschichte ein Zitat aus "Die Brücke von San Luis Rey" von Thornton Wilder voranstellt: "Es gibt ein Land der Lebenden und der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe, sie allein überlebt, sie allein gibt einen Sinn." Allerdings wird im Nachwort betont, dass dieses Buch von Eltern und Kindern und von der tiefen Liebe zwischen ihnen handelt. Ein Ausflug in theologische Debatten ist also nicht zu befürchten. Auch für das Setting hat die Autorin einen interessanten realen Schauplatz als Vorlage gewählt und zwar Maquarie Island, eine subantarktische Insel auf halber Strecke zwischen Tasmanien und der Antarktis, die etwa 4 Millionen Robben, Pinguine und Seevögel beherbergt (und zum Glück ist die Forschungsstation dort nicht vom Untergang bedroht - oder sollte man sagen, noch nicht?). Es ist ein schmaler Grad auf dem sich der Schreibstil hier bewegt: auf der einen Seite ist da diese dunkel-dystopische Stimmung, die dadurch noch befeuert wird, dass alle Figuren etwas zu verbergen haben. Auf der anderen Seite schreibt sich die Autorin manchmal fast um Kopf und Kragen, und bedient gerne sowohl Klischee als auch Kitsch in ihren Szenen. Grundsätzlich ist dieser Roman um eine untergehende Insel, auf der sich ein Vater mit seinen drei Kindern auf die bevorstehende Evakuierung vorbereitet, als plötzlich in einem Sturm eine fremde Frau an die Felsküste angespült wird, wirklich spannend erzählt. Leider löst das Ende nicht ganz ein, was die bis dahin sehr logische und geradlinige Erzählweise verspricht. Aber dieser bedauerliche letzte Eindruck ist natürlich rein subjektiv. FAZIT Bereits bei dem Erstling "Die Zugvögel" hatte mir das Ende des Romans meinen guten Eindruck total verhagelt. Diesmal war es zum Glück nicht ganz so tragisch, aber der Abschluss hier ist für mich nicht ganz stimmig. Wie in "Wo die Wölfe sind" werden in diesem Roman viele interessante Details zur Natur eingebracht, die einen respektvollen Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt näher bringen. Das ist ein sehr lesenswerter Aspekt des Buches. Und ich habe die Geschichte des Romans mit viel Spannung verfolgt und fühlte mich jedem Menschen, der hier eine eigene Erzählstimme bekommt, sehr nahe. Von daher kann ich ihn mit leichten Einschränkungen zur Lektüre empfehlen.
Meisterwerk
Ein Mann der mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel lebt und das Saatgut der Welt verwaltet, weil die Insel kurz davor steht, vom Meer völlig überflutet zu werden. Und eine Frau, die an genau diese Insel gespült wird und keiner weiß, weswegen sie dorthin unterwegs war. Geheimnisse brechen über die fünf herein, die Entscheidungen mit sich bringen, die alle verändern werden. Was für ein absolutes Meisterwerk! Ich kann nicht in Worte fassen, wie oft mich dieses Buch emotional zerlegt hat und doch so unfassbar viel Liebe zwischen seinen Seiten beinhaltet, die man die ganze Zeit spürt. Es ist düster und doch hell, es zeigt die Kraft des Meeres und die wilde Schönheit der Natur. Die Insel wird so detailliert beschrieben, dass man sich auf ihr zu Hause fühlt, obwohl sie doch scheint, als wäre sie aus einer völlig anderen Welt. Es ist die Geschichte der Familie Salt und doch ist es so viel mehr. Es eine eine Geschichte über Artenschutz, die den Blick für die Wunder der Natur öffnet und eine Ode an die Vielfältigkeit unserer Flora und Fauna ist, und gleichzeitig ein Mahnmal was passiert, wenn wir sie weiter zerstören und vernichten werden. Doch für mich war ein Thema so präsent, dass ich Gänsehaut bei den Emotionen bekam, die es in mir hervorgerufen hat. Und zwar die Liebe in allen Formen, besonders die zu den eigenen Kindern. Sie war so pur und tief, dass mir nicht nur einmal die Tränen in den Augen standen. Ein grandioses Buch über Vergänglichkeit und das pure Glück eines vollkommenen Augenblicks. Unbedingt lesen!
Dieser Roman ist rau und hart wie die Natur selbst. Und dennoch wunderschön! Schöne Naturbeschreibungen, aber auch authentische Beschreibungen der Gedanken und Gefühle der Menschen . Dieses Buch hat mich behaglich fühlen lassen, aber auch beklemmend, fröhlich und unsagbar traurig. (Ja, Tränen wurden verdrückt) Ein wunderschönes Buch 🖤
"All die hungrigen Gespenster von Shearwater sind gekommen, um auf dem Hügel mit uns zu tanzen." Es ist ein wilder Tanz. Auf der abgelegenen subantarktischen Insel geht es stürmisch und regnerisch zu, außerdem wird sie langsam vom Meer verschlungen. Dominic und seine drei Kiner sind die letzten Bewohner. Ihre Aufgabe ist es die wertvolle Samensammlung, die dort in einem Bunker gelagert wurde, zu retten. Durch Sabotage der Funknlage sind sie von der Außenwelt abgeschnitten, erst in 7 Wochen kommt das Schiff, welches die kleine Familie und die große Samensammlung abholen soll. Während eines Sturms wird Rowan schwer verletzt an Land gespült. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter auf der Insel gearbeitet hat, doch dieser ist unauffindbar. Es ist eine sehr atmosphärische Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, die mich alle sehr begeistern konnten. Angefangen vom 9-jährigen Orly mit seiner großen Begeisterung für die Pflanzen, deren Samen auf der Insel gehütet werden. Es können nicht alle zur Rettung mit aufs Schiff, doch welche auswählen? Dann ist da noch Raff, wütend, liebevoll, verunsichert, Geige spielend und Walliebhaber. Gerade mal 18 Jahre hilft er tatkräftig bei allem mit. Und Fen, 17 Jahre. So zerbrechlich auf der einen Seite, hilft sie den Robben und Seelöwen auf der unwirtlichen Insel zu überleben und übt Apnoetauchen im eisigen Meer. Und dann sind da Rowan und Dominic mit ihren ganz eigenem Spannungsverhältnis. Ein super interessanter Roman rund um zwischenmenschliche Beziehungen, Famlienzusammenhalt und deren Fallstricke. Krimihafte Elemente ziehen sich durch die Seiten und lassen mich mitfiebern. Besonders aber die Gabe der Autorin sich für gefährdete Natur, egal ob pflanzlicher oder tierischer Art, einzusetzen und diese zu beschreiben, haben mich wieder sehr begeistert. Das Thema Biodervisität und die gegenseitige Abhängigkeit von Lebewesen war unglaublich gut ausgearbeitet und spannend zu verfolgen. Sehr gespannt war ich auf die Auflösung der Geschichte. Große Leseempfehlung für diesen spannenden und lehrreichen Roman mit bezaubernden Charakteren!
Wie kann man für dieses Buch die richtigen Worte finden? Mir fällt es schwer, weil so viel drin steckt. Für mich ein Roman der Gegensätze, in dem es die Autorin schafft, zwei Seiten stark in Szene zu setzen und wirken zu lassen. Das Rauhe und Gefährliche der Natur genauso wie die überbordende und schützenswerte Vielfalt und Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt. Und das alles verpackt in eine Geschichte, die wiederum die Abgründe dem tiefen Gefühl von Zusammenhalt der Menschen gegenüber stellt. Shearwater, eine verlassene, dem rauhen Meer ausgelieferte Insel, ist das Zuhause von Dominic und seinen drei Kindern. Doch die verbleibende Zeit schwindet, die Forschungsstation ist menschenleer, alle anderen, Wissenschaftler und Forscher, haben die Insel längst verlassen. Und auch die vier sollen in wenigen Wochen auf das Festland übersiedeln, weil ihr Leben nicht mehr sicher ist. Als bei einem schweren Sturm eine Frau angespült wird, die gerade noch so am Leben ist, steht die Familie nochmal vor ganz neuen Herausforderungen. Denn Hilfe kann nicht gerufen werden, weil sämtliche Funkgeräte nicht funktionieren. Kein Kontakt zum Rest der Welt. Wer ist die Frau, wonach sucht sie? Aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder und der Fremden erzählt, baut sich von der ersten Seite an eine Geschichte auf, die spannend, schockierend und berührend zugleich ist und die mich auch nach Leseende nicht so richtig los lässt. Ein Roman über Familien in Ausnahmeständen und die unwiderruflichen Folgen des Klimawandels, den ich nur empfehlen kann.
Ich gebe drei Sterne, nicht weil es ein schlechtes Buch ist, sondern weil es für mich dem Hype einfach nicht gerecht wurde. Es hat Momente schönen Schreibens und eine atmosphärische Kulisse, aber insgesamt fand ich es nicht überzeugend
Charlotte McConaghy hat eindeutig ein Talent für lyrische Prosa und emotional komplexe Charaktere, aber etwas an dieser Geschichte hat mich einfach nicht angesprochen. Eine ordentliche Lektüre, aber meiner Meinung nach keine der besten des Jahres.
Beeindruckend
Das war mal etwas ganz anderes... der Roman ist düster, rau und mit einer unglaublichen Beschreibung der Natur. Anfangs fand ich den Schreibstil und die Geschichte etwas schwierig. Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Erzählperspektiven haben mich dann aber total in den Bann gezogen und das Ende war eine Gefühlsachterbahn.
DIE RETTUNG Charlotte McConaghy Kennt ihr diese Bücher, bei denen ihr die letzte Seite umblättert, das Buch zuschlagt – und euer ganzer Körper bebt, weil euch Gänsehaut überzieht? Hier kommt so ein Buch: In einer Zeit der Waldbrände, Überschwemmungen und der allgegenwärtigen Bedrohung durch den Klimawandel lebt Dominic Salt mit seinen drei Kindern auf einer abgelegenen Insel mitten im Ozean – bewohnt nur von Forschenden, Robben, Albatrossen und Pinguinen. Shearwater liegt irgendwo zwischen Australien und der Antarktis. Die Insel droht überschwemmt zu werden, täglich steigt der Wasserspiegel, als eine schwer verletzte Frau an den Strand gespült wird – halb erfroren, dem Tod näher als dem Leben. Dominic und seine Kinder pflegen die Fremde gesund. Während er ihr misstraut, schließt sein jüngster Sohn Orly sie sofort ins Herz – er vermisst seine verstorbene Mutter und sieht in der Frau eine Art Ersatz. Doch Dominic hat andere Sorgen: Der Meeresspiegel steigt unaufhaltsam, die Funkanlage wurde sabotiert und das gesamte Forschungsprojekt steht auf der Kippe. Als die Fremde wieder zu Kräften kommt, beginnt sie Fragen zu stellen – über die Insel, über die spurlos verschwundene Forschermannschaft, die vor Ort sein sollte. Aus anfänglichem Misstrauen wächst langsam eine Verbindung. Geheimnisse kommen ans Licht, Beziehungen vertiefen sich – und dann nimmt alles eine völlig unerwartete Wendung. Was für ein Buch! Ich habe den neuen Roman von Charlotte McConaghy sehnsüchtig erwartet – und wurde nicht enttäuscht. Schon ihre beiden vorherigen Werke haben mich tief beeindruckt. Langsam und atmosphärisch entfaltet sich die Geschichte. In typischer McConaghy-Manier verknüpft sie persönliche Schicksale mit drängenden Umweltfragen: Artensterben, steigende Meeresspiegel, verheerende Waldbrände – und das alles ohne erhobenen Zeigefinger. Und dann wird es plötzlich so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe wieder viel gelernt – und gleichzeitig das Gefühl gehabt, das Salz des Meeres auf der Haut zu spüren. Ein dichter, kraftvoller Roman, der mich tief bewegt hat. Da ich das Buch nicht nur lesen, sondern auch hören durfte, möchte ich euch auch das Hörbuch ans Herz legen: Elisabeth Günther verleiht der Geschichte mit ihrer Stimme eindrucksvolle Präsenz. Fazit: Große Lese- und Hörempfehlung für dieses (Hör-)Buch – ebenso wie für seine beiden Vorgänger. Für mich war es ein weiteres Lesehighlight aus der Feder McConaghys. 5+/5

Was eine tolle, rührende und spannende Geschichte!!!
Ich möchte "Zugvögel", war total vernarrt in "Wo die Wölfe sind" und bin absolut begeistert von "Die Rettung". Dieser 3. Roman von McConaghy gefällt mir von allen am besten. Ich mag die Geschichten mit Drama und einem Hauch von Dystopie (Folgen des Klimawandels). Ich hoffe die Autorin schreibt noch viel mehr solche Romane.
Eine Frau wird auf einer Insel angespült und von einem Mann und seinen drei Kindern gefunden und gerettet. Die Insel dient der Forschung und ist bis auf die Familie verlassen, weil sie langsam im Meer versinkt. Doch warum ist da eine Familie und wer ist diese Frau? Diese und viele andere Fragen werden in diesem unglaublich atmosphärischen Buch beantwortet. Es geht um Familie, tragische Schicksale, die Natur und den Einfluss des Menschen. Ganz zentral fand ich auch die Frage danach, was rettenswert ist. Ich werde noch ein bisschen über einige Aspekte nachdenken müssen. Und auch das Ende war spannend und hat mich in Atem gehalten.
Charlotte McConaghy hat es wieder mal geschafft: 'Die Rettung' ist ein fesselndes, literarisches Werk, das Nature Writing, Spannung und Mystery gekonnt vereint. Mit großem Gespür für Sprache und Menschen erzählt McConaghy nicht nur eine spannende Geschichte, sondern wirft zugleich eindringliche Fragen zum Verhältnis von Mensch und Natur auf. Einige Dialoge und Gedanken werden mich nachhaltig begleiten.
Als begeisterte Leserin von Charlotte McConaghys früheren Romanen habe ich „Die Rettung“ mit großer Vorfreude erwartet – und wurde (Gott sei Dank) nicht enttäuscht. Das Buch knüpft atmosphärisch an ihre vorherigen Werke an: Wieder gelingt ihr eine eindrucksvolle Verbindung von Natur, Spannung und emotionalem Tiefgang. Besonders beeindruckt hat mich die glaubwürdige und eindrucksvolle Beschreibung der Inselkulisse – man spürt auf jeder Seite, dass McConaghy selbst auf einer ähnlichen Expedition war. Diese Authentizität durchzieht das ganze Buch. Das Setting ist rau, geheimnisvoll und voller Leben, wirkt fast, wie eine eigene Figur. Die Autorin schafft es meisterhaft, eine spannende Handlung mit drängenden Fragen zum Klimawandel, zum Umgang des Menschen mit der Natur und zu persönlichen moralischen Dilemmata zu verweben – ohne dabei belehrend zu sein. Das Thema Umweltschutz wird nicht mit erhobenem Zeigefinger erzahlt, sondern durchdringt eher leise und klug das gesamte Geschehen. Stilistisch bleibt McConaghy ihrem hohen Niveau treu: Ihre Sprache ist präzise, poetisch und zugleich klar. Besonders gelungen fand ich die vielen Perspektivwechsel. Jede Figur ist wahnsinnig authentisch geschrieben. Ein kleines Manko: Einige Mystery-Elemente wirkten stellenweise etwas konstruiert, fast zu gewollt. Doch das tut dem Gesamtbild keinen großen Abbruch – zu stark ist der erzählerische Sog, zu überzeugend das emotionale Fundament. Fazit: 'Die Rettung' ist ein großartiger Roman, der unterhält und gleichzeitig bewegt. Er erzählt von Verlust, Hoffnung, Verantwortung und der tiefen Sehnsucht nach Verbindung – zur Natur, zu anderen, zu sich selbst. Für mich ist es ein weiteres Herzensbuch von Charlotte McConaghy – und ein stilles, aber kraftvolles Plädoyer für unsere verletzliche Welt.

Dominic lebt mit seinen drei Kindern auf einer Insel zwischen Australien und der Antarktis. Auf der Insel gibt es nur eine Forschungsstation und den Leuchtturm, in dem die kleine Familie wohnt. Dominic kümmert sich um alle Arbeiten, die dort so anfallen. Die einzigen weiteren Bewohner sind Tiere - Millionen von Pinguinen, Robben, Seebären, Albatrosse. Ab und zu passieren Wale das einsame Eiland. Eines Tages wird eine Frau angespült, schwer verletzt und halb ertrunken. Was führte sie zu dieser gottverlassenen Insel? Warum lebt Fen, die 17jährige Tochter Dominics, allein am Strand unter Robben? Warum ist Raff, ihr Bruder, so unendlich wütend und traurig? Und welches Geheimnis hütet die Familie gegenüber Rowan, der schiffbrüchigen Frau? Im Laufe der Geschichte offenbart sich immer mehr, was dahintersteckt. Wie auch die vorherigen Romane der Autorin spielt das Zwischenmenschliche in all seinen Facetten eine große Rolle. Genauso wie der Umweltaspekt - Artenvielfalt, Klimawandel und die Bedrohung, die daraus dafür alle Bewohner der kleinen Insel erwächst. Wunderbare Worte findet Charlotte McConaghy in diesem Buch, sei es die Beschreibung der Beziehungen der Personen zueinander, die Charakterentwicklung, die wunderbaren Naturbeschreibungen oder die kurzen Erzählungen Orlys, Dominics jüngstem Sohn, über Pflanzen und Tiere, die einen mit Staunen die Wunder der Natur erleben lassen. Mit jedem neuen Buch der Autorin mag ich ihre Erzählweise und ihre Geschichten mehr.
Eines der besten Bücher der letzten Jahre! Ein absolutes MEISTERWERK!
Inmitten des Ozeans: Eine Insel. Darauf: Ein Leuchtturm und eine Familie; ein Vater und seine vier Kinder. Niemand sonst. Ein steigender Meeresspiegel, eine bevorstehende Evakuierung – und zu allem Übel auch noch eine leblose Frau, die an Land gespült wird. „Die Rettung“ von Charlotte McConaghy ist eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Ein Roman mit herausragender Strahlkraft – poetisch, humorvoll, bildgewaltig, schmerzhaft – mit dynamischen Figuren und einer fantastischen Dramaturgie. Die Autorin verfolgt hierbei ihr Thema Klimawandel literarisch weiter, und zeigt uns mittels hervorragendem Nature Writing die Schonungslosigkeit der Natur, wie wir sie nur erahnen können.
Das war nicht mein Buch. Gekauft aufgrund der vielen begeisterten Rezensionen, konnte es mich leider nicht in seinen Bann ziehen. Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Protagonisten konnte ich oftmals nicht nachvollziehen und leider konnte mich auch der Handlungsstrang nicht wirklich fesseln, was wahrscheinlich daran lag, dass es mir schwer fiel, Nähe zu den Personen aufzubauen. Das Cover passt sehr gut zur Stimmung und dem Szenario des Buches. Die Naturgewalten und die Tierwelt sind gut beschrieben. Eine mögliche Zukunftsvorstellung, die beängstigend ist.

. Suchst du nach einem Roman, der dich mit alle seinen Facetten in seinen Bann zieht? Einen Roman, der dich auch nachdem du ihn fertig gelesen hast nicht loslässt? Dann solltest du „Die Rettung“ unbedingt lesen! Intensiv, berührend, voller Schönheit und Vergänglichkeit und ich hab jede Seite, jedes Wort geliebt! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch dann wird eines Tages eine Frau an die Insel gespült. Stark verletzt nimmt sie die Familie auf und versorgt sie. Dabei stellt sich natürlich die Frage? Wer ist diese Frau? Wollte sie wirklich auf die Insel? Eine spannende Phase auf der Insel beginnt in der sich die 5 Personen auf der Insel kennenlernen, sich aber 4 von ihnen von ihrem Leben dort verabschieden müssen. . Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie, aber auch die gestrandete Frau. Wir folgen jeder Person als Ich- Erzähler, während die Geschichte durch ihre Augen weitererzählt wird. Ich finde wir erhalten trotz der Kürze des Buches einen sehr intensiven Einblick in die Seelenwelt der Protagonisten. In ihre Ängste, Träume und Hoffnungen. Dieses Buch ist eine intensive Reise die von Trauer, Verlust und Freude geprägt ist. Das spiegelt sich auch in der lebhaften rauen Beschreibung der Tier- und Pflanzenwelt wieder. Somit ist dieser Roman auch eine leise Erinnerung daran, dass wir uns mehr um unsere Umwelt kümmern und sie besser behandeln müssen! „Die Rettung“ ist ein sehr gut gewählter Titel für die Geschichte. Anfangs glaubt man als Leser es geht nur um die Rettung der gestrandeten Frau, doch es geht um so viel mehr… unter anderem die Rettung der einzelnen Familienmitglieder. Ich möchte dies nicht genauer ausführen, sonst würde ich zu viel verraten. Diese einzigartige Geschichte voller Emotionen, die mich sehr berührt hat gehört einfach in jedes Buchregal! Eine klare Leseempfehlung! 🌊

Die beiden vorherigen Romane von Charlotte McConaghy habe ich geliebt. Dieses hier war eher okay. Zwar wieder wunderschön und kraftvoll geschrieben, aber die Story hat mich nicht ganz so gepackt, es waren einige Aspekte, die ich nicht ganz so toll fand. Auch mit den Figuren oder ihren Beziehungen zueinander bin ich nicht ganz warm geworden. Bin etwas enttäuscht, aber war jetzt kein schlechtes Buch.
Wieder ein herausragendes Buch von Charlotte McConaghy
Charlotte McConaghy ist bekannt für ihre emotionalen Spannungsromane, die auch immer Umwelt-Themen beinhalten. Mit „Die Rettung“ entführt sie uns auf die kleine fiktive Insel Shearwater, mitten im Antarktischen Ozean, zwischen der Antarktis und Australien gelegen. Die Insel birgt eine Forschungsstation, die die Aufgabe hat, Pflanzensamen zu katalogisieren, zu schützen und aufzubewahren, um den Fortbestand ihrer Art zu gewährleisten und eine Nahrungsgrundlage für die Zukunft zu sichern. Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern Fen, Raff und Orly auf der Insel und ist der „Mann für Alles“; hält alles instand und führt Ausbesserungsarbeiten durch. Die Insel ist den rohen Naturgewalten ausgesetzt und wird nicht mehr lange standhalten. Deshalb erwarten sie ein Containerschiff, das die Samen und die ganze Mannschaft dort abholen soll. Allerdings sind Dom Salt und seine Kinder die einzig Verbliebenen. Und dann wird eines Tages eine Frau angespült, die ihre ganz eigenen Gründe hatte, sich auf diese gefährliche Reise zu begeben…. „Auf Shearwater gibt es Gespenster, doch mein Gespenst sucht mich nicht heim, nicht mehr. Ich kann mit dem Finger darauf zeigen und es beim Namen nennen.“ (S.213) Der Titel „Die Rettung“ bezieht sich auf den ersten Blick erstmal auf die Rettung der Samen. Doch das ist ein reines Trugbild. Im tieferen Sinne geht es um die Rettung der Menschen dort, um das Verarbeiten der Vergangenheit, um das Bekämpfen der inneren Dämonen, um das Loslassen, das Verzeihen, das Nach-Vorne-Blicken und, trotz der Hoffnungslosigkeit und dem vielen Grauen auf der Welt, den Glauben an die Zukunft und die Liebe nicht zu verlieren. Es geht auch sehr intensiv um Familienthemen und Elternschaft. „Geht es dir auch so, seit du von der Strömung angespült wurdest? Wirst du deine Form ändern und Wurzeln schlagen? Oder wirst du weiterziehen und einen besseren Platz für dich suchen?“ (S.180) Charlotte McConaghy nimmt uns mit auf diese Insel, lässt uns die raue und erbarmungslose Natur spüren, die Salzluft riechen, das Peitschen der Wellen hören und den kalten Wind spüren, der uns beinahe rumreisst. Wir sehen Haubenpinguine, Robben und Wale. Durch Perspektivwechsel und Zeitsprünge werden wir immer tiefer in die persönlichen Geheimnisse und die Geschehnisse auf der Insel hineingerissen - es gibt einige überraschende Wendungen und ein Ende, das mich sehr mitgenommen und meine Augen nicht trockengelassen hat… „Es ist eine Liebe, die zwar im Körper lebt, aber im Gegensatz zu ihm ewig währt.“ (S.352) Wieder ein herausragendes Buch von Charlotte McConaghy























































