Das Flüstern der Marsch

Das Flüstern der Marsch

Hardback
4.277

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Drei Generationen und das Geheimnis einer FamilieAls Mona in der Marsch eintrifft, um den 80. Geburtstag ihres Opas Karl zu feiern, ist Oma Annemie spurlos verschwunden. Karl macht sich wenig Sorgen, Mona dafür umso mehr. Sie zieht zu ihrem Opa in das reetgedeckte Haus am Rand des kleinen Dorfs in den Weiten der Marsch, wo Monas Mutter Sabine gemeinsam mit den Zwillingsbrüdern Stefan und Sven aufgewachsen ist. Dass Annemie ein schmerzvolles Geheimnis birgt, das das Leben der ganzen Familie schon lange beeinflusst, ahnt niemand. Gemeinsam mit einem alten Freund aus Kindheitstagen macht Mona sich auf die Suche nach ihrer Oma. Im Laufe eines langen Sommers taucht sie tief ein in die Familiengeschichte und stößt auf falsche Erinnerungen und erschreckende Geschehnisse, von denen kaum jemand weiß. Denn Annemie hat alles dafür gegeben, das Schweigen aufrechtzuerhalten - damit niemand redet, in diesem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
384
Price
26.80 €

Author Description

Katja Keweritsch ist in einem friesischen Dorf aufgewachsen, von dem aus es sie bald in die Welt zog. Sie hat einen Master in Ethnologie, studierte in Hamburg, Köln und L.A. und arbeitete als Journalistin. Wenn sie nicht gerade reist, lebt sie mit ihrer Familie bei Hamburg, da, wo Großstadt, Elbe und Marsch sich begegnen und der tägliche Spaziergang durch die Flusslandschaften sie inspiriert.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
53%
19%
N/A
33%
70%
31%
68%
77%
70%
73%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
90%
85%
81%
85%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate67%
Variable33%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Poetisch (33%)

Posts

23
All
4.5

Die Hölle, das sind die anderen…

“Geheimnisse sind wie ungebetene Gäste. Sie tauchen immer dann auf, wenn man es am wenigsten erwartet.” Opa Karl wird 80, ein großes Fest ist geplant, die ganze Familie ist auf dem Weg in die Marsch. Doch als Enkelin Mona ankommt, ist die geliebte Oma Annemie nicht da und nichts deutet darauf hin, dass sie vor kurzem noch da war. Sven und Stefan, die Söhne Karls und Annemies, machen sich gemeinsam mit Mona große Sorgen. Nur Karl ist erschreckend gleichgültig. Mona begibt sich auf die Suche nach ihrer Oma, nichtsahnend, dass sie auf Dinge in ihrer Familiengeschichte stoßen wird, die alles auf den Kopf stellen. Und auch in Stefans Familie brodelt es, wieso muss sich seine Frau Janne ständig übergeben? Wo steckt Monas Mutter Sabine? Die Marsch ist scheinbar Hüterin so einiger Geheimnisse. Und dann ist der Geburtstag da… Katja Keweritsch entwickelt sich langsam zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Ihre Bücher fesseln mich auf eine ganz eigene Art und Weise. Ich mag den ruhigen, poetischen Schreibstil, die Beschreibung der Menschen sowie der Landschaft, ihre Geschichten. So auch hier und auch dieses Buch hab ich in einem Rutsch, an einem Tag, durchgelesen. Einige Zeit verging, bis ich ahnte, wie all die Frauen(schicksale) miteinander verknüpft sein könnten, doch die Auflösung hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. “Das Flüstern der Marsch” ist die Geschichte einer Familie, die unter dem Deckmantel der Moral leiden musste, deren Erlebnisse so unfassbar - aber auch so authentisch - waren. Was Frauen in den Nachkriegsjahren und noch lange danach erleiden mussten, wie sie allein gelassen wurden, sich in ihr Schicksal fügen mussten, all das verarbeitet Keweritsch in einem gefühlvollen, emotionalen Roman, der wohl keine Frau kalt lassen wird.

4.5

REZENSION Das Flüstern der Marsch Autorin: Katja Keweritsch Verlag: Hoffmann und Campe ET: 05.09.2025 Opa Karl wird 80 Jahre alt. Zu diesem Anlass reist Enkelin Mona an. Doch plötzlich ist Oma Annemie verschwunden und keiner weiß wohin. Karl scheint dies nicht sonderlich zu interessieren. Mona beginnt ihre Oma zu suchen und stößt auf ein Familiengeheimnis. Meine Meinung: Ich habe das Buch in den sozialen Medien gesehen und mich direkt in das Cover verliebt. Der Klappentext klang nach einer emotionalen Familiengeschichte. Sowas mag ich ja ganz gerne. Der Schreibstil ist flüssig und leicht so das es mir schon nach den ersten Seiten gut gelang in das Buch einzutauchen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von verschiedenen Personen in der Gegenwart sowie der Vergangenheit. Hier musste ich ein wenig aufpassen damit ich nicht durcheinander komme. Die einzelnen Erzählstränge unterteilen sich in 3 Teile und fügen sich am Schluss zusammen. Die Autorin hat sehr authentische und teils sympathische Charaktere erschaffen in deren Gedankengänge und Handlungen ich mich gut hineinversetzen und die ich gut nachvollziehen konnte. Besonders Annemie und Mona sind mir hier ans Herz gewachsen. Das Setting um die Marsch ist sehr detailliert und bildgewaltig dargestellt. Ich hatte es direkt vor Augen und es passt auch wirklich super zur Geschichte. Die Atmosphäre ist zeitweise sehr angespannt und bedrückend da jeder Charakter mit eigenen Problemen kämpft. Fazit: Eine Großartige und berührende Geschichte mit Tiefgang um 4 Frauen ,die nach außen eine starke und heile Welt zeigen obwohl sie innerlich zerbrechen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und das ein oder andere Tränchen ist dabei auch geflossen. 4,5/5 ⭐️ und eine Leseempfehlung

5

Ein wundervolles Buch

Ich habe dieses Buch geliebt. Es ist eine perfekte Mischung aus Spannung, Familiengeschichte und Naturbeschreibungen. Am liebsten wäre ich direkt auf nach Norden gefahren, um durch die Marsch zu streifen. Dazu kommt das mysteriöse Verschwinden von Oma Annemie, das Desinteresse ihres Mannes, ihre Enkelin, die mit einigen Schwierigkeiten privat und beruflich zu kämpfen hat, ihre Schwiegertochter, die alle Hände voll zu tun hat mit ihren drei Kindern und allen anderen Dingen, die sie doch bitte "noch schnell mal" erledigen könnte, sowie Freya, die große Verluste verarbeiten muss und irgendwie mit der Familiengeschichte einer ihr bisher vollkommen unbekannten Familie verwoben ist. Es gibt einige Personen und Handlungsstränge, sodass man besonders am Anfang aufpassen muss, nicht durcheinander zu kommen. Es fügt sich schlussendlich aber alles wunderbar zusammen. Ich hatte ein paar richtige Vermutungen, was wohl passiert sein könnte, trotzdem war es nie langweilig und ich wollte einfach immer weiter lesen. Eine absolute Leseempfehlung!!

5

Ein großartiger Familien- und Frauenroman! Die Handlung spielt auf mehreren Zeitebenen und erzählt die Geschichte von Annemie, Mona, Freya und Janne im Zeitraum zwischen 1965 und 2024. Annemie ist Monas Großmutter und Jannes Schwiegermutter. Mit ihrem Mann Karl hat sie drei Kinder großgezogen: Sabine, Stefan und Sven. Sabine ist elf Jahre älter als ihre Brüder. Direkt nach dem Abitur hat sie ihr Elternhaus in der Marsch verlassen, um ins Ausland zu gehen. Ihre Tochter Mona lebt in Hamburg, Sabine war ihre Karriere immer wichtiger als ihr Kind, weswegen die beiden ein kühles und distanziertes Verhältnis haben. Sven ist erfolgreicher Geschäftsmann mit wechselnden Freundinnen, während Stefan mit Janne verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern ist, das dritte ist unterwegs. Janne schmeißt den Haushalt und kümmert sich um die Kinder, während sich Stefan tagsüber auf seinen Beruf und abends auf seine Tätigkeit bei der freiwilligen Feuerwehr konzentriert. Als Mona ihre Großeltern in ihrem Haus in der Marsch besucht, findet sie nur ihren Großvater Karl vor, ihre Großmutter Annemie ist verschwunden. Nachdem sie nach einer großangelegten Suche nicht gefunden wird, scheinen sich alle damit abzufinden, Karls demnächst anstehender 80. Geburtstag soll wie geplant gefeiert werden. Mona findet in Annemies Handtasche ein Babyfoto, das weder Sabine noch einen ihrer Brüder zeigt. Als sie Karl auf das Foto anspricht, wimmelt dieser sie ab. Dann gibt es da noch Freya, die ich lange nicht einordnen konnte. Sie hat zwar einen Bezug zur Marsch, aber scheinbar keinen zu Karls und Annemies Familie. Annemies Erlebnis in ihrer frühen Jugend hat mich sehr berührt. Sie wurde mit Karl, dem reichen Bauern und künftigen Bürgermeister verheiratet, die beiden haben drei Kinder großgezogen, doch ihr Herz war gebrochen, sie konnte ihren Kindern keine Liebe schenken. Sie hat sechzig Jahre lang gewartet, um ein Geheimnis aus ihrer Jugend aufzudecken – nur um zeitgleich zu der Erkenntnis zu gelangen, dass auch Karl sein Leben lang ein schwerwiegendes Geheimnis vor ihr verborgen hatte. Es hat mich erschüttert zu lesen, wie Karl und Annemie das Schweigen und ihre unverarbeiteten Traumata an ihre Kinder und Enkel vererbt haben. Interessant fand ich Jannes Leben als Tradwife, ein Trend, der seit einiger Zeit durch die Sozialen Medien geht. Sie geht einerseits in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter auf und versucht sich als Mom-Influencerin, steht andererseits aber am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Ich habe Das Flüstern der Marsch sehr gern gelesen, das Buch bietet viel Diskussionspotential. Nicht unerwähnt lassen möchte ich noch die poetischen Beschreibungen der Marsch, die für die Protagonistinnen über Jahrzehnte hinweg eine Zuflucht dargestellt hatte, die sie mit ihren Problemen und Geheimnissen wie eine liebevolle Mutter aufgenommen hat. Sehr gerne vergebe ich fünf Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.

5

Wie was für eine Familiengeschichte. Unter Tränen beendet

4

Mona reist in die Marsch zu ihren Großeltern. Opa Karl wird seinen 80. Geburtstag groß feiern und die ganze Familie wird zusammenkommen. Als Mona ankommt, ist Oma Annemie verschwunden. Opa Karl scheint sich keine Sorgen zu machen, Mona aber schon. Später treffen die anderen Familienmitglieder ein. Monas Mutter Sabine und deren Brüder Sven und Stefan. Stefan kommt mit seiner Familie, Frau Janne und ihren drei kleinen Kindern. Janne ist am Ende ihrer Kräfte und muss sich jetzt auch noch um die Feierlichkeiten vom Opa kümmern. Ein ruhiger Familienroman, der ganz klar und bildreich erzählt wird. Es gibt unterschiedliche Zeitstränge und Perspektiven. Im Mittelpunkt steht hier das schweigen. Wie das „Flüstern der Marsch“ wird geschwiegen, werden Geheimnisse gut gehütet und Scham und Schuld ausgehalten. Die Kinder wissen kaum etwas über die Vergangenheit der Eltern. Als Leser erfahren wir Stück für Stück was in der Vergangenheit geschehen ist und warum Annemie plötzlich spurlos verschwunden scheint. Auch die Familienmitglieder können die Geheimnisse lüften und ganz plötzlich ergibt ihr ganzes Leben ein Bild. Sehr berührt hat mich hier auch Janne, so als Nebengeschichte. Da hätte ich auch gern zum Ende hin noch mehr erfahren. Insgesamt ein ruhiger, melancholischer Familienroman, der bestimmt sehr viele Leserherzen höher schlagen lässt.

5

🌾 Das Flüstern der Marsch – ein Buch, das alles auslöst.

Ich habe es gerade beendet und gefühlt jede Emotion durchlebt. Wut über die patriarchalen Strukturen und die krass rechtskonservativen Erziehungsmethoden, Trauer über die Schicksale der Figuren – und gleichzeitig Hoffnung. Mona war von Anfang an mein Lichtblick, ihr Mut und ihre Neugier durchdringen die Geschichte wie ein Leuchtfeuer. Die Autorin schreibt unglaublich emotional und sprachlich stark. Man spürt die Liebe zum Detail, das Faible für Sprache und Atmosphäre – die Marsch wird zum heimeligen, zugleich intensiven Setting, das einen komplett aufsaugt. Feministisch betrachtet ist das Buch spannend, weil es zeigt: Frauen tragen oft das Gewicht des Schweigens, aber echte Verbündete finden sich auch bei Männern – Jon ist ein kleiner, aber bedeutender Beweis dafür, dass Feminismus keine Geschlechtergrenze kennt. Und das ohne performativ zu wirken, sondern echt, durch und durch. 📖 Ein Familiendrama, das Familiengeheimnisse, Machtstrukturen und Generationenkonflikte in einem emotionalen, literarisch starken Gewand erzählt – wütend machend, traurig, aber auch voller Hoffnung. Absolute Leseempfehlung, besonders für alle, die literarische Tiefe und feministische Perspektiven lieben.

4

Geheimnisse überall

Eine Familiengeschichte auf drei Ebenen, die viele, ein wenig zu viele Themen in sich vereint. Uneheliche Kinder, lange gehütete Geheimnisse, mütterliche Überforderung und noch einiges mehr. Wilder Ritt, aber spannend geschrieben!

Ein wunderbar warmherziger Generationenroman, den ich sehr gerne weiterempfehle. Nach weiteren Werken von KW werde ich sicherlich Ausschau halten.

💙💛DAS FLÜSTERN DER MARSCH von Katja Keweritsch💛💙, erschienen im Hoffmann & Campe Verlag, ET 05.09.2025, 384 Seiten ✨ Große Leseempfehlung ✨ EIN BILDSTARKER ROMAN ÜBER KOMPLIZIERTE LIEBE, DAS LEBEN IN DER MARSCH UND DIE FRAGE, WIE WIR EINANDER VERZEIHEN KÖNNEN Worum geht’s? Vier Frauen, Familiengeschichten, Elbe und Marsch, Großstadt- und Landleben, Generationenroman Autorenportrait: KATJA KEWERITSCH ist in einem friesischen Dorf aufgewachsen, von dem aus es sie bald in die Welt zog. Sie hat einen Master in Ethnologie, studierte in Hamburg, Köln und L. A. und arbeitete als Journalistin. Wenn sie nicht gerade reist, lebt sie mit ihrer Familie bei Hamburg, da, wo Großstadt, Elbe und Marsch sich begegnen und der tägliche Spaziergang durch die Flusslandschaften sie inspiriert. Stimmen zum Buch: »Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte zieht einen in ihren Bann, klug, tiefsinnig und wunderschön erzählt. Miriam Georg Zitat aus dem Buch: »Opa?« Er sah mich an, das Kinn trotzig vorgereckt. Ich weiß nicht, wo deine Oma ist. Ich habe sie heute noch nicht gesehen.« »Auch nicht beim Frühstück?« Er drehte sich um und verließ die Küche. Irritiert blieb ich zurück. Ich konnte mich an keinen vergleichbaren Moment in diesem Haus erinnern. Es gab Regeln, Abläufe, Rituale, Traditionen. Eine grundlegende Ordnung, wie die Dinge zu laufen hatten. Opa legte viel Wert darauf. Oma auch. Dachte ich zumindest. So beginnt die Geschichte um das spurlose Verschwinden der Großmutter, als Enkelin Mona anlässlich des 80. Geburtstags ihres Opas von Hamburg in die Marsch reist und feststellt, dass ihre Oma nicht auffindbar ist. Mein Leseeindruck: Durch Instagram wurde ich neugierig auf diesen Roman und hatte ein paar angenehme Lesestunden. Keweritsch erzählt hier von dem Generationskonflikt von vier Frauenschicksalen auf drei Zeitebenen, beginnend in der Gegenwart, als die Großmutter Annemie spurlos verschwindet. Die Familie wird zusammen getrommelt, der Großvater verhält sich merkwürdig und plötzlich stehen alle vor vielen Fragen. Gibt es etwa Geheimnisse und Flüche in der Familie von denen keiner etwas wusste? Abwechselnd wird von den Frauen auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt: Annemie 1964, Freya 1994 und in der Gegenwart Mona und Janne. Nach und nach ergeben sich Antworten und dramatische Familiengeheimnisse werden aufgedeckt. Gut gefallen hat mir der flüssige und warmherzige Schreibstil und die atmosphärischen Landschafts- und Naturbeschreibungen der Marsch rundeten das Leseerlebnis ab. Die Figuren empfand ich als authentisch und nahbar. Am liebsten habe ich die Geschichten um Mona und Annemie gelesen. Das geschmackvolle, in modernen Farben gestaltete Cover und Titel finde ich passend gewählt. Fazit: Ein wunderbar warmherziger Generationenroman, den ich sehr gerne weiterempfehle. Nach weiteren Werken von KW werde ich sicherlich Ausschau halten. 📌❓Lest ihr gerne Generationsromane❓ Eure, Claudia

Ein wunderbar warmherziger Generationenroman, den ich sehr gerne weiterempfehle. Nach weiteren Werken von KW werde ich sicherlich Ausschau halten.
4

Tiefe Themen in schöner Landschaft verpackt

Die Geschichten der Frauen aus Monas Familie sind teilweise schon heftig. Erzählt werden sie in vier Strängen. Vier Frauen, verschiedene Jahre und bei Mona in der Ich-Form, die anderen werden in der dritten Person erzählt. Ein Strang war für mich bis fast zum Ende nicht einzuordnen, was mich manchmal fast nervte. Nicht alles wurde am Ende rund zusammengefasst. Ich habe da noch ein paar offene Fragen. Jetzt keine relevanten, die Geschichte verändernde Fragen, aber doch für mich interessante Details. Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Marsch, die konnte ich mir richtig vorstellen. Es passt auch das Gefühl der Gegend zu den Menschen, wie mir scheint. „Das Flüstern der Marsch“ bringt mir eine melancholische Stimmung rüber, aber auch eine Weite, die den Menschen eine gewisse Härte abverlangt. Und so sind auch die Frauen. Die von Katja Keweritsch behandelten Themen sind nicht leicht. Das Schicksal der Frauen war oft wirklich hart und zum verzweifeln. Das, finde ich, hat die Autorin gut aufgegriffen. Sie zeigt die Machtlosigkeit und in gewisser Hinsicht auch das Ausgeliefert sein, junger Frauen deutlich auf. Das Cover hat mir schon zu Beginn gefallen und auch jetzt passt es für mich zur Geschichte. Alles in allem ein Buch, dass sich gut lesen lässt, man muss nur auf die verschiedenen Frauen achten, gerade zu Beginn nicht ganz einfach. Ein Buch mit tiefen Themen und schöner Landschaft.

4.5

DAS FLÜSTERN DER MARSCH Katja Keweritsch ET: 5.9.2025 Mona fährt von Hamburg zu ihren Großeltern in die Marsch – und findet dort nur ihren Großvater Karl vor. Wo ihre Großmutter Annemie geblieben ist, weiß er nicht. Er scheint darüber auch nicht besonders beunruhigt zu sein. Wann er sie zuletzt gesehen hat, kann er ebenfalls nicht genau sagen – nur daran, dass er seit zwei Tagen nichts mehr gegessen hat, weil niemand das Essen zubereitet hat, daran erinnert er sich. Auch die Zwillingssöhne Stefan und Sven wissen nicht, wo ihre Mutter ist, haben aber keine Zeit, sich zu kümmern. Lediglich Janne, Stefans Frau, die mit drei kleinen Kindern und den Vorbereitungen für Schwiegervater Karls 80. Geburtstag ohnehin völlig überlastet ist, hört sich Monas Sorgen wenigstens an. Als Annemie auch nach einigen Tagen nicht wieder auftaucht, wird schließlich die Polizei informiert. Doch noch immer ist sich die Familie sicher, dass Annemie einfach eine Freundin besucht – völlig außer Acht lassend, dass sie gar keine Freundin hat und so etwas noch nie zuvor getan hat. Katja Keweritsch erzählt ihren Roman auf mehreren Zeitebenen. Neben Mona in der Gegenwart kommt auch Annemie selbst zu Wort – ein junges Mädchen, das eigentlich gerade ihr Abitur machen wollte, als sie sich in ihren Lehrer verliebt und eine folgenreiche Affäre beginnt. Janne erhält einen eigenen Erzählstrang, in dem wir erfahren, was sie alles auf sich nimmt, um ihre Familie glücklich zu machen. Und schließlich ist da noch Freya, deren Bruder sich das Leben genommen hat und die bald auf Geheimnisse stößt, die alles miteinander verbinden. Wie diese Erzählstränge am Ende ineinandergreifen, müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Was ich aber verraten kann: Das Flüstern der Marsch fängt die besondere Atmosphäre dieser Landschaft wunderbar ein – das weite, flache Land, die Stille, den Wind, das Licht. Zugleich porträtiert Katja Keweritsch eindrucksvoll das Leben in einem kleinen Dorf bei Hamburg, mit all seinen heimlichen Geschichten, ungesagten Wahrheiten und über Generationen hinweg weitergetragenen Verletzungen. Ein stiller, atmosphärisch dichter Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil man unbedingt hinter das Geheimnis kommen will. 4½/ 5

Post image
3.5

„Die Nachfahren trugen das Wissen in ihren Genen. Monarchfalter vererbten ihre Weisheit. Menschen vererbten nur ihr Leid.“ Der Roman spielt zwischen 1964 bis 2024 aus der Sicht von vier Frauen. 2024 beginnt es damit, dass Mona ihren Opa kurz vor seinen achtzigsten Geburtstag besucht und ihre Oma plötzlich verschwunden ist. Ungereimtheiten und Entdeckungen, die im Verlauf immer präsenter werden, werfen viele Fragen auf. Allen voran: Wo ist Oma Annemie? ‚Das Flüstern der Marsch“ ist ein ruhig erzähltes Buch, dass sich leicht und flüssig lesen lässt, schön eingebettet in die Natur der Marsch. Es geht um Scham, Generationskonflikte, patriarchale Machtstrukturen, Muttersein, vererbte Traumata und um Nähe und Distanz in Partnerschaften und Eltern-Kind-Beziehungen. Also um vielschichtige und sehr bedeutsame Aspekte. Sehr gut umgesetzt ist der jeweilige Umgang der verschiedenen Generationen mit diesen Themen, erschreckend aber der Umgang der Männer damit. Nahezu alle Männer, mit einer Ausnahme, sind unsympathisch und von ihrer patriarchalen Sicht so geprägt, dass ich an einigen Stellen vor Wut geschnaubt habe. Teilweise ist mir der logische Zusammenhang in diesem Roman abhanden gekommen und einiges erscheint mir zu konstruiert und überzeichnet. Dennoch lesenswert für alle die Familiengeschichten mit dunklen Geheimnissen lieben und die Marsch literarisch gerne mal wieder besuchen möchten.

4

Sehr schöner Familienroman

Monas Opa Karl wird 80 uns so fährt sie in ihre alte Heimat – in die Marsch. Doch dort erwartet sie eine Überraschung, denn ihre Oma Annemie ist nicht da. Wie sich herausstellt ist Annemie einfach verschwunden. Worüber sich Karl aber wenig zu sorgen scheint. Überhaupt ist er sehr wortkarg und zurückgezogen. Nach und nach finden sich alle Familienmitglieder ein, so auch Monas Mutter Sabine und deren Zwillingsbrüder. Es beginnt die Suche nach Annemie im Umfeld der Großeltern, doch niemand hat sie gesehen. Und so richtig scheint sich auch niemand zu sorgen. Als Mona im Geldbeutel der Großmutter ein Babyfoto findet, tauchen wir in Annemies Vergangenheit ein, deren Geschichte in einem zweiten Strang erzählt wird. Sie hat 1960 als Minderjährige ein Kind geboren, das ihr auf grausame Weise weggenommen worden ist. Auch Mona ist ungewollt schwanger und versucht herauszufinden, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Janne, die Frau von Monas Onkel Stefan kennen. Sie kümmert sich um alles trotz der beiden kleinen Kinder, ist mit dem dritten schwanger und bekommt keine Unterstützung von Stefan. Er hat mit sich selbst zu tun und überlässt Janne sämtliche Care-Arbeit. Im Zentrum des Romans stehen Frauen, die an Punkten in ihrem Leben angekommen sind, wo sie nicht weiterwissen. Katja Keweritsch zeigt anhand einer spannenden Familiengeschichte, wie Frauen in der Vergangenheit aber auch in der heutigen Zeit durch Rollenverständnis, verkrustete Glaubenssätze, toxisches Umfeld und dysfunktionalen Familienstrukturen „verschwinden“ und auch wieder zum Vorschein kommen können. Und dies auf eine so gelungene Weise, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Ein Roman, den ich allen ans Herz lege, die gerne spannend geschriebene und berührende Familienromane mit Einblick in die Vergangenheit aber auch der Verknüpfung aktueller Themen lesen und sich vielleicht selbst mit ihrer Rolle in Partnerschaft und Familie auseinandersetzen möchten.

4

Bewegender, tiefgründiger Familienroman.

Zuletzt habe ich „Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch gelesen, einen ruhigen, dennoch aber spannenden und sehr eindringlich erzählten Roman.  Das schöne Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Es geht dabei um Annemie die kurz vor dem 80. Geburtstag ihres Mannes Karl ganz plötzliche ohne irgendeine Nachricht verschwindet. Ihre Familie lässt Sie ratlos zurück und auf der Suche nach Ihr taucht die Familie immer weiter in die Vergangenheit zurück und in Familiengeheimnisse die tief in ihre Geschichte verwoben sind. Auf der Suche nach Annemie lernen wir über verschiedene Zeitebenen hinweg vier verschiedene Frauen kennen – Annemie selbst, Mona, Freya und Janne. Zunächst ist nicht klar wie die vier Frauen miteinander in Zusammenhang stehen. Aber immer weiter verweben sich deren Geschichten miteinander und nach und nach ergibt sich daraus ein Bild. Katja Keweritsch hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Am Anfang sind die verschiedenen Zeitebenen und Personen, die man zunächst nicht in Einklang bringen kann etwas verwirrend. Es dauert ein wenig, bis man sich orientiert hat. Die verschiedenen Geschichten der Frauen sind sehr spannend und jede für sich sehr bewegend. Tatsächlich stecken sehr viele Themen in dem Roman und manche Themen und Probleme ziehen sich über mehrere Generationen hinweg. Neben den vier Hauptpersonen bleiben die anderen Figuren ein wenig blass, wirken kühl. Hier hätte ich durchaus manchmal gerne etwas mehr erfahren, um deren Handlungsweisen besser zu verstehen. Es passiert einfach sehr viel und einiges ist auch deutlich düsterer, bedrückender und schockierender als ich es zuvor erwartet habe. Der Roman enthältt oft unerwartete Wendungen, was das Lesen wirklich spannend macht. Zugleich wechselt der Erzählstrang oft genau dann, wenn man gerade richtig in die Geschichte der einzelnen Hauptfigur eingetaucht ist. Was ich ein wenig vermisst habe, ist die Marsch selbst. Die Atmosphäre hätte noch etwas intensiver beschrieben und eingebaut werden können. Alles in allem hat mir „Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch gut gefallen. Wer Lust auf einen Familienroman mit Tiefgang hat. Ein Roman, der über verschiedene Generationen hinweg erzählt und große, teilweise sehr düstere Familiengeheimnisse beinhaltet, ist hier gut bedient. #NetGalleyDE #DasFlüsternderMarsch

Bewegender, tiefgründiger Familienroman.
3.5

Wunderschöner Schreibstil trifft auf Atmosphäre und bedeutsames Chaos über Generationen

„Da ich nicht mehr im Familienunglück leben muss, kann ich mir ganz frei mein eigenes Unglück schaffen.“ **** Mein Eindruck **** Ich mochte die Atmosphäre in diesem Buch sehr. Die Marsch ist allgegenwärtig und bildet eine konstante Basis in den Zeitsprüngen und dem Chaos im Familiengefüge. Von Anfang an war ich von den interessant, warmherzig und teils mysteriös gezeichneten Figuren gefesselt. Leider verlor ich mich dann in den schnellen Wechseln – vor, zurück, weiter zurück, vor. Solche Zeitsprünge mag ich grundsätzlich sehr gerne, doch hier waren sie mir vor allem zu Beginn zu schnell, sodass ich nicht richtig bei den Figuren und ihren Gefühlen verweilen konnte. Für den familiären Konflikt und das Geheimnis war diese Dynamik zwar dienlich, da ich unbedingt die Antworten erfahren wollte, doch viele meiner Fragen blieben offen, und die gewünschte Tiefe schwamm oft nur an der Oberfläche der wunderschönen, stimmungsvollen Atmosphäre. Das Buch war für mich gleichzeitig gut und nicht gut, interessant und langatmig, dynamisch und verwirrend. Insgesamt kam ich als Leserin einfach nicht ganz dort an, wo mein lesendes Herz hätte ankommen wollen. Dennoch bot es viele bedeutsame Momente und eine teilweise äußerst bewegende Familiengeschichte über drei Generationen – deren Potenzial für mich jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Erfrischend war für mich der Ort des Geschehens sowie die Zeitspanne von 1964 bis heute. Der Schreibstil ist sehr angenehm, stilvoll und flüssig zu lesen. **** Empfehlung? **** Wer komplexe Familiengeflechte, Stil und Gefühl schätzt, wird an diesem Buch viel entdecken, auch wenn es stellenweise herausfordernd und unruhig wirkt.

5

Schade, dass die Reise vorbei ist! Ich bleibe noch etwas sitzen und nehme die vielen Eindrücke in mir auf. Tolles Buch!

4

Eigentlich sollte es ein schöner Geburtstag ihres Opas Karl werden. Doch als Mona bei ihren Großeltern eintrifft, ist ihre Oma Annemie spurlos verschwunden. Das merkwürdige daran ist außerdem, dass es Karl nicht im geringsten beunruhigt. Mona hingegen ist sofort in Alarmbereitschaft und zieht ihre beiden Onkel zu Rate. Was hat Annemie für Geheimnisse und wo ist sie überhaupt? Eine Familiengeschichte die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Jeder hat seine Geheimnisse und Päckchen zu tragen. Die Geschichte wird aus vier Perspektiven geschildert: der Leser erhält dabei Einsicht in das Gedankenleben von Annemie, Freya, Janne und Mona. Vier Frauen, die alle ein Schicksal haben. Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan, die vier Erzählstränge zusammenzubringen. Mona's und Annemie´s Perspektiven konnte ich sehr gut folgen, jedoch konnte ich Freya und Janne nicht so ganz einordnen. Da kam mir der Schreibstil ein bisschen gehetzt vor, ich hatte das Gefühl, nicht hinterherzukommen. Doch das hat sich nach einem Drittel gelegt und die "Ruhe" beim Lesen ist auch wieder eingekehrt. Da hatte ich dann alle Personen genau vor Augen und habe mit Ihnen mitgefühlt. Jede Frau teilt ein Schicksal, manche teilen es auch zusammen. Das Ganze spielt an der Marsch, und die Autorin hat es sehr gut geschafft, die Atmosphäre einzufangen. Den rauen Wind, die Tiere, das kühle Nass. Mir hat es außerdem total gefallen, wie die Perspektiven irgendwann zusammengelaufen sind, und alles einen Sinn ergeben hat. Eine tolle Familiengeschichte, die mich gut unterhalten konnte. Die Autorin werde ich auf jeden Fall weiterhin im Auge behalten☺️

Post image
4.5

Wunderschöne Landschaft und sympathisches Familienchaos

Den Schreibstil war genau mein Fall, ich bin sofort in die Marschlandschaft eingetaucht. Ich mochte, dass mal wieder fast vergessene Worte verwendet wurden und jede Landschaft und Emotion so liebevoll detailreich beschrieben wurden. Ich verstehe den Gedanken mit den unterschiedlichsten Zeitebenen, trotzdem muss ich sagen, dass mich das im Lesefluss manchmal ein bisschen stört, wenn man immer wieder herausgerissen wird. Trotzdem waren alle Frauenfiguren sympathisch und individuell durchdacht und mir hat gefallen, wie die Handlungen am Ende zueinanderfinden. Ein wirklich stimmungsvolles und literarisch wertvolles Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte.

4

Anschaulich, lebendig erzählt und mit Tiefgang zwischen den Zeilen.

Anschaulich, lebendig erzählt und mit Tiefgang zwischen den Zeilen.
4

Emotionale Familiengeschichte

„Das Flüstern der Marsch” ist ein ruhige und emotionale Familiengeschichte. Geschildert werden Geschehnisse von 1964 bis 2024. Wir verfolgen prägende Ereignisse von vier Frauen, wobei Annemie die älteste ist und mit ihrem Verschwinden beginnt auch der Roman. Annemies Enkelin Mona versucht, mehr über ihre Oma zu erfahren und stößt dabei auf viele Geheimnisse. Der Roman zeigt eindringlich, wie gewisse Zeiten und Erwartungen die Frauen prägen. Es gibt nicht nur gesellschaftliche Einschränkungen, sondern auch mangelnde Unterstützung innerhalb der Familie. So kommt es im Laufe mehrerer Generationen zu immer mehr Geheimnissen und Lügen - überwiegend verursacht durch Schweigen. Selbstbestimmung ist ein großes Thema, das immer wieder auftaucht. Die Erzählweise ist ruhig, poetisch und emotional. Die Beschreibungen der Natur geben dem Roman sowohl Leichtigkeit als auch Tiefe, da die Landschaft zum einen wunderschön ist und wunderbar bildhaft geschildert wird und zum anderen jedoch ebendiese Umgebung der Schauplatz einiger Tragödien ist. Besonders interessant, fand ich den Aspekt bzw. Denkansatz, Familienmitglieder nicht nur in ihrer Rolle als Mutter oder Opa zu betrachten. Vielmehr geht es darum, auch die Individuen dahinter und deren Geschichte und Bedürfnisse zu erkennen und zu respektieren. Für meinen Geschmack war die Geschichte manchmal etwas zu ruhig und ich konnte es kaum erwarten, die Zusammenhänge zu erkennen. Das Zusammenführen der verschiedenen Erzählstränge ist dann sehr gelungen. Wer Familiengeschichten liebt und sich insbesondere für Frauenbilder in verschiedenen Generationen interessiert, dürfte „Das Flüstern der Marsch” sehr mögen. Von mir gibt es noch einen extra Pluspunkt für die traumhafte Marschlandschaft.

5

Großartiges emotionales Buch über verschiedene Generationen von Frauen und ihre Geschichten und den Herausforderungen , denen sich jede von ihnen in ihren Zieten stellen muss. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Geheimnisse, die die Generationen verbinden und eine angenehme Erzählweise, haben mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen.

4

Spannende Familiengeschichte mit vielen Geheimnissen

Das Flüstern der Marsch ist eine Familiengeschichte mit verschiedenen Geheimnissen. Das Buch beginnt damit, dass Oma Annemie spurlos verschwindet und die Familie in der Marsch im Haus der Großeltern zusammenkommt, um Annemie zu suchen. Dabei gibt es vier Sichtweisen in dem Buch, einmal Janne und Mona die in der Gegenwart spielen. Dann Annemie, die mit ihren Erzählungen 1964 beginnt und Freya, die ab 1994 ihre Geschichte erzählt. Im Laufe des Buchs kommen so immer mehr Familiengeheimnisse ans Licht. Außerdem beschreibt das Buch sehr eindrücklich das Marschgebiet und die Natur dort. Mir hat das Buch gut gefallen, so mochte ich den Schreibstil auch sehr. Am Anfang musste ich mich an die wechselnden Sichtweisen und Zeitsprünge erst noch gewöhnen, aber nach einigen Kapiteln fand ich gerade Wechsel sehr erfrischend. Etwas enttäuscht war ich, dass die Suche nach Oma Annemie nur eine kleine Nebenrolle gespielt hat, ich hätte mir mehr Gespräche mit Nachbarn und Freunden gewünscht. Dennoch hat mir das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der gerne Familiengeschichten liest.

5

Ein wunderbares feministisches Buch, welches eine Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg erzählt und dabei die Frauen in den Fokus nimmt. Ich konnte "Das Flüstern der Marsch" kaum aus der Hand legen und hoffe, dass es noch viele weitere Lesende findet und begeistert. Und: Das Ende errät niemand!

Create Post