Schattengrünes Tal

Schattengrünes Tal

Hardback
3.9250

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Description

Ein dunkles Tal, lange Schatten und ein gut gehütetes Geheimnis: Nach »In blaukalter Tiefe« und »Unter Wasser Nacht« der neue psychologische Spannungsroman von Kristina Hauff Mitten im Schwarzwald liegt das Hotel »Zum alten Forsthaus«, das seine besten Tage längst hinter sich hat. Nur wenige Gäste verirren sich in das zunehmend verfallende Haus. Umso überraschender, dass sich Daniela, eine schutzbedürftig wirkende Fremde, dauerhaft einquartiert. Lisa, die erwachsene Tochter des Besitzers, nimmt sich ihrer an. Während Daniela aufblüht und sich schnell in die Dorfgemeinschaft eingliedert, wenden sich enge Vertraute von Lisa ab – zuletzt sogar ihr Ehemann. Als schließlich der Herbst Einzug hält, die Tage kälter und die Schatten im grünen Tal immer dunkler werden, beginnt Lisa zu ahnen, dass ihre Welt auseinanderzubrechen droht.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
304
Price
24.70 €

Author Description

Kristina Hauff wurde am Niederrhein geboren. Sie arbeitete als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und am Theater. Bei hanserblau erschienen 'In blaukalter Tiefe' (2023) und 'Unter Wasser Nacht' (2021), das 2025 verfilmt wurde. Für ihren neuen Roman 'Schattengrünes Tal' erkundete Kristina Hauff die stimmungsvolle Landschaft des Schwarzwalds. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Posts

72
All
4

"Schattengrünes Tal" ist ein fesselnder Unterhaltungsroman, den ich zwar so oder so ähnlich schon gelesen habe, aber mir gefällt die Atmosphäre im schattengrünen Tal und die gut konstruierte Geschichte. Der Roman entwickelt gleich zu Anfang einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte, allein schon wegen Danielas perfiden Manipulationen. Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Blickwinkeln erzählt, deren Wechsel gut getimt ist. Auch wird hin und wieder ein- und dieselbe Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschildert, wodurch die fein gezeichnete Figuren besonders herausgearbeitet werden Alles in allem ein ruhiger und solider Spannungsroman.

4.5

Von der ersten bis zur letzten Seite war dieses Buch für mich fesselnd. Lisa, die einer Fremden hilft und diese Frau ihr Leben in einenen Albtraum verwandelt. Ein herrischer Vater, der sein Hotel regiert und nur nach unten tritt. Ein Buch über Manipulation und toxischen Beziehungen.

4.5

"Ein leichter Wind Strich über die Lichtung und trug den Geruch von frisch geschlagenem Holz aus dem Wald bis in die Forsthütte. Lisa atmete tief ein, genoss den Moment der Ruhe." Es sollte so ziemlich der letzte wirklich ruhige Moment in Lisas Leben sein. Denn schon hier, in der Hütte, beim Geburtstag ihres Mannes geschehen die ersten Ungereimtheiten. Von der ersten Seite an hatte mich das Buch. In Abschnitten die mal aus der Sicht von Lisa erzählt werden und mal aus der Sicht von Simon, ihres Mannes, wurde ich in das grüne Tal hineingezogen. Da ist ihre Ehe mit Simon und die Arbeit im Hotel ihres Vaters, ein Patriarchat wie er im Buche steht. Und da ist Daniela, Gast im Hotel des Vaters und auf einmal auch in Liesas Leben. Will Lisa ihr am Anfang noch helfen, wird sie bald Zeugin davon, wie Daniela nicht nur den Platz um die Anerkennung ihres Vaters einnimmt, ihre Freundin sich auf einmal gegen sie wendet und im Chor auf plötzlich neben ihr steht, sondern auch Simon benimmt sich auf einmal merkwürdig. Für mich ein Pageturner, den ich sehr gerne gelesen habe. Meine Emotionen reichten von Sympathie über Wut und absolute Unverständnis. Auch das Ende war für mich stimmig und überzeugend. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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4

Ich mochte schon In blaukalter Tiefe sehr gerne, auch dieser Roman hat mich wieder gut unterhalten. Kein Highlight, aber dennoch lesenswert!

4.5

Spannendes und atmosphärisches Psychogramm toxischet Beziehungen

In einem kleinen Dorf im Schwarzwald taucht eine Frau auf, die sich schnell in das Leben der Bewohner einfügt. Eine neue Freundin, ein zuverlässige Aushilfe, ein neues Chormitglied - freundlich, anspruchslos, immer da. Langsam verändert sich das Beziehungsgefüge, bis klar wird, was Daniela wirklich will. Ein toller, sehr gut lesbarer Roman, der toxische Beziehungen aufzeigt. Spannend von der ersten Seite an, mit wirklich ganz kleinen Längen, wenn man ahnt, wohin es führen wird. Der Schreibstil ist recht nüchtern und trotzdem gelingt es der Autorin eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Habe ich sehr gern gelesen.

4

Spannende Lektüre, bis auf das zu hollywoodmäßig konstruierte Ende.

"Ein leichter Wind strich über die Lichtung und trug den Geruch von frisch geschlagenem Holz zur Forsthütte. Lisa atmete tief ein, genoss den Moment der Ruhe." In ihrem Roman "Schattengrünes Tal" beschäftigt sich Kristina Hauff mit psychologischen Machtspielchen. Inmitten des malerischen Schwarzwaldes liegt das in die Jahre gekommene, familiengeführte Hotel "Zum alten Forsthaus". Die beste Jahre hat es hinter sich und außer den alten Stammgästen verirrt sich kaum noch jemand hierher. Um so erstaunter ist Lisa als sich eine junge Frau dort einquartiert, die verloren und allein wirkt. Natürlich bietet Lisa ihr ihre Unterstützung an - sie hilft gern. Doch irgendetwas an dieser Daniela Arnold ist seltsam ... Hauff hat hier wirklich ein sehr interessantes, psychologisches Spielchen geschaffen. Spannend und rasant erzählt, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind durchaus interessant, wenn auch zum Teil etwas klischeebehaftet - aber im Nachhinein betrachtet brauchte diese Geschichte vielleicht auch genau diese Konstellationen. Auf jeden Fall fand ich es sehr faszinierend, wie sich eine Person in ein Leben zecken kann und dieses dann systematisch kaputt macht. Wie sie manipuliert und Freundschaft wie auch Hilfsbereitschaft heuchelt und einem dann ein Messer in den Rücken rammt. Fazit: Bis kurz vor dem Ende habe ich das Buch wirklich gern gelesen, aber dann hat es die Autorin in meinen Augen ein wenig versemmelt, indem sie alle Probleme hollywoodmäßig in Wohlgefallen aufgelöst hat. Es war einfach zu harmonisch, zu konstruiert. Da kann ich leider keine volle Punktzahl mehr vergeben.

Spannende Lektüre, bis auf das zu hollywoodmäßig konstruierte Ende.
3.5

Die Fremde im Dorf Was Kristina Hauff wirklich gut kann, ist Zwischenmenschliches in Worte fassen. Sie hat einfach ein perfektes Gespür für psychologische Abgründe und legt in ihren Büchern die Finger ganz tief in die Wunde. So auch in diesem Buch! Lisa lebt mit ihrem Mann Simon im Schwarzwald, wo er als Förster arbeitet und sie einen Job im Tourismusbüro hat. Lisa‘s Vater hat in der Nähe ein altes, etwas in die Jahre gekommenes Hotel. Es müsste viel gemacht werden, doch Carl verschließt sich allen Neuerungen und guten Ratschlägen, nutzt seine Tochter und seine Angestellten gnadenlos aus. Lisa hilft aus so gut sie kann , doch sie macht es ihrem Vater eigentlich nie recht. Eines Tages taucht eine Fremde im Hotel auf, Daniela. Sie möchte auch nicht ausziehen als die Heizung ausfällt und alle anderen Hausgäste abreisen. Sie scheint einsam und schutzbedürftig zu sein und Lisa bekommt Mitleid mit ihr. Lisa hat definitiv ein ausgeprägtes Helfersyndrom, ein Vorwurf, den sie auch immer wieder von ihrem Mann zu hören bekommt. Lisa nimmt sich Daniela an und lässt sie ein Stück weit in ihr Leben, indem sie sie z.b zu ihren Chorproben mitnimmt. Daniela kommt überall gut an, fast schon zu gut und man bekommt als Leser ein ganz ungutes Gefühl und fragt sich, welche Absichten diese Frau hat. Es liest sich wirklich spannend, und die Geschichte entwickelt einen immer größeren Sog. Ich ahnte dann aber recht schnell, was da kommen würde, habe aber trotzdem gerne weitergelesen. Lisa war mir etwas zu naiv für ihr Alter. Das Ende war mir etwas zu schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir etwas Spektakuläreres mit Knalleffekt gewünscht. Das Coverbild bringe ich mit dem Roman so gar nicht zusammen. Es wurde wohl eher gewählt, weil es zu vorherigen Buchcovern der Autorin passt. Für mich war es nicht das beste Buch der Autorin. Dennoch hat es mich gut unterhalten und ich habe es gerne gelesen. Der Roman eignet sich bestens als Urlaubslektüre, insbesondere, wenn man im schönen Schwarzwald unterwegs ist.

3

Stimmungsvoll, aber distanziert

In „Schattengrünes Tal“ geht es um eine kleine Dorfgemeinschaft, in der sich zwischen Natur, Vergangenheit und unausgesprochenen Spannungen eine dichte, fast mystische Atmosphäre entfaltet. Die Geschichte folgt mehreren Figuren, deren Lebenswege sich kreuzen – oft mehr durch Stimmungen und Andeutungen als durch klare Handlung. Der Schreibstil hat mir gut gefallen – ruhig, atmosphärisch und mit viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Die Sprache war oft poetisch und hat zum Nachdenken angeregt. Trotzdem konnte ich leider zu den einzelnen Figuren keine wirkliche Verbindung aufbauen. Sie blieben für mich eher distanziert, wodurch mir der Zugang zur Geschichte insgesamt etwas schwerfiel. Ein interessantes Buch, das sicher viele anspricht, die literarische Texte mit Tiefgang und offener Deutung mögen – für mich persönlich hat aber die emotionale Bindung gefehlt.

3.5

warm/kalt

Die Atmosphäre und die Stimmung gefiel mir gut. Ich kam relativ schnell in die Geschichte rein, dennoch hat sie mich nicht so wirklich gecatched. Ich habe mich für gewisse Dinge im Roman einfach nicht interessiert. Die stellenweise vorhandene Erotik hat mich dann doch wieder abgeholt. Gute 3,5 Sterne. :)

3

Lisa hilft ihrem etwas altersschwachen, undankbaren Vater in seinem Hotel aus und trifft dort auf die etwas rätselhafte Daniela, die sich in dem kleinen Ort im Schwarzwald, in dem der Roman spielt, ein neues Leben aufbauen will. Über die Gründe möchte sie zunächst nicht sprechen, lebt sich aber schnell im Ort und vor allem im Umfeld des Hotels und dem von Lisa sehr schnell gut ein. Irgendwie fast etwas zu gut. Es stellt sich sowohl Lisa als auch den LeserInnen die Frage: Kann man Daniela trauen? Aus irgendeinem Grund, dachte ich das sei ein Krimi. Tatsächlich ist es aber keiner, sondern mehr sowas wie ein psychologischer Spannungsroman, wenn es sowas gibt? So richtig Spannung kam bei mir aber tatsächlich selten auf. Gelangweilt habe ich mich auf der anderen Seite auch nicht. Die Charaktere sind nicht übermäßig interessant, jedoch ausgearbeitet genug für die Story. Nach spätestens etwa 100 Seiten sind die restlichen 200 Seiten des Buches leider teils sehr vorhersehbar. Die Umsetzung war allerdings durchaus zufriedenstellend. Kein besonders gutes Buch, aber auch kein furchtbar schlechtes. Damit kann man es sich absolut im Winter abends zu Hause gemütlich machen und nette Stunden verbringen, wenn die Erwartungen nicht allzu hoch sind.

5

SCHATTENGRÜNES TAL Kristina Hauff Lisa lebt mit ihrem Mann im Schwarzwald. Es ist ein neues Gefühl für sie, mit ihm allein zu sein – ohne die Tochter, die sich für ein Jahr im Ausland befindet. Sie leben fast ein wenig aneinander vorbei. Er ist wortkarg und zieht sich oft in seinen Wald zurück, wo er als Förster arbeitet. Lisa hingegen lenkt sich mit ihren vielen kleinen Jobs ab. Sie führt die Buchhaltung im Hotel ihres Vaters, singt im Chor und engagiert sich ehrenamtlich in einem Hospiz. Eines Tages taucht plötzlich eine Frau als Gast im Hotel auf. Sie wirkt verloren und etwas hilflos. Lisa nimmt sich ihrer an und befreundet sich mit ihr. Schon bald erfährt sie, dass jene Frau – Daniela – frisch getrennt ist, weshalb diese ihre Wohnung verlor und zudem auch noch ihren Job kündigte. Nun hofft sie auf einen Neuanfang im Schwarzwald. Daniela findet schnell Anschluss in der Gemeinde. Sie begleitet Lisa zu den Chorproben und Lisas Freunde werden rasch zu ihren. Doch plötzlich bemerkt Lisa, dass sich enge Freunde von ihr abwenden. Als schließlich auch ihr Mann zunehmend in Danielas Bann gerät, ahnt Lisa, dass ihre Welt ins Wanken gerät. Was für ein großartiger Psychothriller! Schon ab der ersten Seite war ich völlig gefesselt. Ich habe mit der Protagonistin Lisa mitgelitten, mitgefühlt und konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Besonders gut gefiel mir der Aufbau des Romans: In kurzen, wechselnden Kapiteln kommen verschiedene Figuren zu Wort. Manche Ereignisse werden aus mehreren Perspektiven geschildert – das verleiht der Geschichte eine enorme Intensität. Erschütternd fand ich, wie leicht Menschen manipulierbar sind und ersetzt werden können – unterstützt durch moderne Technik. Auch wenn ich das Buch insgesamt großartig fand, gab es einen kleinen Kritikpunkt: Das letzte Drittel wirkte für mich etwas zu schnell erzählt und zwei Details erschienen mir unlogisch (leider kann ich nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern). Außerdem blieb ein Satz von Margret ungelöst – Jammern auf hohem Niveau. ;) Fazit: Ein spannender, fesselnder Roman, den man nicht aus der Hand legen kann. Ganz große Leseempfehlung! 5/5

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4

Mitten im Schwarzwald liegt das Hotel „Zum alten Forsthaus“. Carl ist der Besitzer, ein typischer Patriarch. Lisa, seine Tochter, hilft im Hotel mit, wird aber größtenteils von ihm ignoriert. Irgendwann taucht eine Fremde im Hotel auf, die erstmal als sehr schüchtern und freundlich empfunden wird. Nach und nach schleicht sie sich mehr ins Leben der Menschen im Hotel und im Dorf ein. Lisa will ihr helfen, bemerkt aber bald, dass sie etwas speziell ist und sie ihr nicht trauen kann. Ein Roman, der sich super leicht weglesen lässt. Er besticht durch die tolle Atmosphäre im Schwarzwald, im Dorf und im Hotel. Unterschwellig wird die Spannung immer weiter aufgebaut, bis man zum Ende hin das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Zwischen den einzelnen Personen brodelt es und im Laufe der Geschichte erfahren wir auch warum das so ist. Das Ende war mir dann leider etwas zu schnell erzählt und wirkte leicht konstruiert. Die Geschichte zwischen toxischer Beziehungen, Manipulation und dysfunktionaler Familie mochte ich schon sehr gern, hätte aber gern noch etwas feiner, tiefgreifender sein dürfen für meinen Geschmack. Trotz der kleinen Kritikpunkte empfehle ich diesen Roman aufgrund des fesselnden Schreibstils und der tollen Atmosphäre weiter.

5

JAHRESHIGHLIGHT!

Daniela zeckt sich langsam und subtil ein, in Lisas Leben, ihre Familie, ihren Job und ihre Ehe. Als Lesende(r) hat man stets eine Vermutung was passiert und wünschte man könnte einschreiten, in das Geschehen, um die Katastrophe(n) abzuwenden.  Die Geschichte ist nicht neu, aber Kristina Hauff schildert die perfiden Begebenheiten, so eindringlich, dass einem der Atem stockt. Hat mich hervorragend unterhalten. Empfehlung!

5

Eine Familiengeschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Unterschwellig nimmt man schon nach kurzer Zeit einen Konflikt wahr, der zu eskalieren droht. Guter Schreibstil, gut zu lesen.

4

Ein perfides Spiel- doch wer gewinnt?

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, da die Leseprobe mich schon so gefesselt hat durch die besondere Atmosphäre, die die Autorin beim Lesen überträgt. Und genau diese geht in dem gesamten Buch über auch nicht verloren, im Gegenteil. Abwechselnd erfährt der Leser aus Sicht von Lisa, Simon, Margaret und Carl mit welchen Geschehnissen sie sich auseinandersetzen müssen und der Leser kann sich dadurch noch besser in ihre Gedanken und Emotionen hineinversetzen. Während ich Simon am Anfang durch seine tiefe Verbundenheit mit der Natur sehr mochte, so wurde er mir im Laufe der Zeit jedoch immer fremder, durch seine Handlungen. Obwohl er genau wusste, auf was er sich da einlässt, hat er sich einbinden lassen und hat sämtliche Einwände über Bord fallen lassen, was mich sehr schockiert hat. Der Aufbau der Geschichte ist raffiniert und spannend durchdacht, denn das ruhige Leben von Lisa wird mit einem Male auf den Kopf gestellt und ehe sie sich versieht, befindet sie sich in einem Alptraum wieder. Ein Wahnsinn was eine einzelne Person mit ihren Lügen und Intrigen doch für ein Spinnennetz webt, immer auf der Suche nach ihren Opfer durch eine gezielte Manipulation. Auch wenn ich weiß, dass es nur eine Geschichte ist, so weiß ich aber auch, dass in einer ähnlichen Konstellation das auch im richtigen Leben passieren kann. Dennoch hat es die Autorin geschickt geschafft, mich mit dem Sog in die Geschichte hineinzuziehen, dass ich viel zu schnell das Buch durchgelesen hatte. Man fühlte so sehr mit Lisa mit und durchlitt sämtliche Emotionen wie in einer Berg und Talbahn. Ein Wahnsinn, was all das für Lisa bedeutete und wie stark sie dennoch aus den Geschehnissen herausgegangen ist. Fazit: 4 Sterne für einen psychologischen Spannungsroman, mit einem Sog, dem man sich nicht entziehen kann

Ein perfides Spiel- doch wer gewinnt?
5

Unheimlich fesselnd

Toxische Beziehung, Natur, Kleinstadt, Familie und deren Schwierigkeiten- fesselnde Lektüre. In einem Rutsch durchgelesen.

Ein Krimi-Kammerspiel. Perfekte Unterhaltung

"Warum machst du das?" flüsterte er in ihren Rücken. "Was?" "Wenn etwas schön ist, warum machst du es kaputt?" (Seite 262) Wenn ihr in einer Leseflaute steckt, dann lest dieses Buch. Für mich war es eine Mischung aus Kammerspiel und Psychogramm. Die Geschichte hält viele Spannungsmomente bereit, aber ohne dass man kurzfristige Ängste entwickelt und sich nach dem Lesen nicht mehr aus dem Haus traut. Kristina Hauff schafft mit einem imaginären Dorf im Schwarzwald das perfekte Setting. Manchmal musste ich ein wenig an 'Das finstere Tal' denken. Einerseits ist da dieses beschauliche, aber auch altbackene Flair, auf der anderen Seite zieht mich die ursprüngliche, teilweise auch düstere Umgebung magisch an und ich möchte direkt einen Urlaub dort buchen, um mich auf die Fährte des Schakals zu machen. Ja, tatsächlich spielt ein Schakal hier eine interessante Rolle. Auch das fasziniert mich an Kristina Hauffs Schreibstil. Die Bilder, die sie beschreibt und die sich in meinen Kopf manifestieren. Die Doppeldeutigkeit mancher Worte - wenn zum Beispiel die Kälte der Nacht nicht nur die Außentemperatur meint. Eine handvoll Charaktere lernen wir intensiv kennen und jeder einzelne wurde gut herausgearbeitet. Die Sympathien wechselten sich im Laufe des Lesens an. Fand ich jemanden am Anfang interessant, wurde daraus später Abneigung. Gab es Personen, die ich zunächst unmöglich fand, wandelte es sich zu Mitleid. Den Lesenden wird eine Vielfalt geboten, die einiges abverlangt und größtmöglich unterhält. Ab einem gewissen Zeitpunkt, wurde es etwas vorhersehbar, aber das Lesevergnügen blieb dennoch. Eine Geschichte zwischen Traditionen und Werten auf der einen Seite und Geheimnissen sowie Aus- und Aufbrüchen auf der anderen. Ich habe "Schattengrünes Tal* gern gelesen und durfte Kristina Hauff bei einer Lesung live erleben. Vielen Dank für diesen unterhaltsamen, empathischen Abend

4

Atmosphärisch stark

Kristina Hauff entführt ihre Leserinnen und Leser in ihrem dritten Buch „Schattengrünes Tal“ in den Schwarzwald. Schon der Schauplatz vermittelt eine bedrückende Atmosphäre, die von Beginn an spürbar ist. Eine Fremde checkt in ein Hotel, das seine besten Jahre lange hinter sich hat, ein. Die Frau hat wahrscheinlich etwas Schlimmes erlebt, gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Hauff entwickelt daraus ein Kammerspiel, das von subtiler Spannung lebt. Nach und nach bröckelt die Fassade der Figuren, und die düstere Stimmung des Schwarzwalds verstärkt das Gefühl, dass ein großes Unglück bevorsteht. Besonders stark gelingt der Autorin die Gestaltung der Atmosphäre: Die Spannung baut sich leise, fast unmerklich auf, bis man unweigerlich in den Bann gezogen wird. Das Ende fällt im Vergleich etwas ab, es wirkt hastig erzählt und kann mit dem sorgfältigen Aufbau nicht ganz mithalten. Dennoch schmälert dieser Punkt das Lesevergnügen nicht entscheidend. Fazit: Schattengrünes Tal ist ein psychologisch dichtes, atmosphärisch starkes Buch, das Fans von subtiler Spannung und dunklen Stimmungen begeistern dürfte. Ich habe nun auch Lust die anderen Romane von Kristina Hauff kennenzulernen. 3,5/5 Sterne

5

Eine atmosphärische und packende Geschichte, in der sich die vermeintliche Freundschaft als etwas anderes entpuppt. Manipulation spielt eine große Rolle. Wie immer toll geschrieben. Empfehlung

4.5

Atmosphärisch, spannend und ganz ohne Effekthascherei mit starken, vielschichtigen Charakteren

Ihr habt Lust, mal wieder was richtig Spannendes zu lesen ohne Blut, Gemetzel und co? Dann muss ich euch Kristina Hauff‘s „Schattengrünes Tal“ in die virtuelle Hand drücken. Das Buch ist so spannend, dass ihr es nicht aus der Hand legen wollt (und könnt) und gleichzeitig hofft ihr, dass es nicht so schnell vorbei ist…. Klingt gut? Hierum geht‘s: Das Hotel „Zum Alten Forsthaus“ ist schon lange nicht mehr das, was es mal war. W liegt in einem engen und recht dunklen Tal im Schwarzwald. Carl, der Eigentümer und Vater von Lisa weigert sich stoisch, zu sanieren und zu modernisieren. Lisa, die gern mehr mit anpacken würde, kämpft bei ihrem Vater gegen Windmühlen. Sie, die sonst alles so gut hinbekommt und für alle da ist. Doch plötzlich taucht eine Fremde im Tal und Hotel auf und Lisas Leben gerät gleichzeitig aus den Fugen. Gibt es einen Zusammenhang? Kristina Hauff hat’s einfach wieder getan! Ich möchte fingernägelkauend sofort wissen, was Sache ist. Kälte kriecht mir den Rücken hinauf in den Nacken, und das, ohne dass viel passiert. Das macht die Autorin in ihren Büchern so großartig! Sie kreiert vielschichtige Charaktere, die eben nicht nur so oder so sind. Und so kommen während des Lesens immer wieder Zweigel auf, ob die eigene Theorie stimmen kann. Besonders auffällig fand ich für mich, dass die Handlung wie ein Film in meinem Kopf mitlief. Wann wird er ausgestrahlt? 😎 Großartig erzählt, spannend von der ersten bis zur letzten der 304 Seiten, auch wenn man als Leser*in doch recht schnell weiß, wie der Hase durchs Tal läuft… das schmälert das Lesevergnügen aber nicht. Fazit: Hat alles, was ein gutes Buch für mich braucht, ich bin und bleibe Fan von Kristina Hauff‘s Romanen!

4

fand die Geschichte spannend -typischer Frauenmustread

4

"Blaugrau dämmerten die Farben auf der Schattenseite, während die Sonne schon den westlichen Hügelkamm erreicht hatte, das Goldgelb der Lärchen und das Rot des Ahorns am Waldhang aufleuchten ließ." In einem idyllischen und sehr beschaulichen Tal des Schwarzwaldes braut sich etwas Bedrohliches zusammen. Wir erleben die Geschichte jeweils aus der Sicht der einzelnen Figuren. Sehr flüssig führt Kristina Hauff durch die atmosphärische Geschichte. Leider ein bisschen vorhersehbar, worunter dann die Spannung leidet, aber ein Roman, den ich gerne gelesen habe.

3

Distanz statt Tiefe

„Schattengrünes Tal“ entfaltet sich langsam und bleibt in seiner Erzählweise eher zurückhaltend, was stilistisch durchaus zur Atmosphäre passt, mir den Zugang zur Geschichte jedoch erschwert hat. Besonders auffällig: Die Figuren bleiben über den gesamten Verlauf hinweg distanziert. Ihre inneren Beweggründe und Emotionen sind zwar erkennbar, aber selten wirklich spürbar, was es schwierig macht, mit ihnen mitzufühlen. Erzählerisch gelingt Kristina Hauff dennoch ein recht stimmiger Aufbau. Die Sprache ist klar und ruhig, gegen Mitte des Romans entwickelt sich ein gewisser Sog, der einen dann doch in die Handlung zieht. Was den Plot betrifft, bleibt die Geschichte solide, aber wenig überraschend. Die Spannung entsteht eher aus dem Zusammenspiel der Figuren und den unausgesprochenen Konflikten als durch große Wendungen. Das ist nicht per se negativ, hätte aber mehr Tiefe entfalten können, wenn die Charakterzeichnung greifbarer gewesen wäre. Fazit: „Schattengrünes Tal“ ist ein Roman mit ruhiger Spannung und atmosphärischer Dichte. Trotz der distanzierten Figuren und einem zurückhaltenden Einstieg bietet das Buch ein nachdenkliches Leseerlebnis - allerdings ohne große Überraschungen oder emotionale Nähe. Für Leser, die es ruhig und subtil mögen, trotzdem einen Blick wert.

5

Sehr spannende Geschichte und sehr gut zu lesen.

5

Mein zweites Buch der Autorin und es ist einfach richtig toll!😍 Die Story ist von Anfang an wieder unglaublich spannend und fesselnd geschrieben.😁 Wir haben wieder mehrere Perspektiven und bekommen wirklich von allen Seiten Einblicke in deren Leben und aktuelle Situationen, und das gefällt mir einfach richtig gut.🥰 Was am Anfang alles schön und idyllisch vorgekommen ist, hat sich relativ schnell geändert, weil man während des Lesens immer mehr mitbekommt, wie es Personen wirklich geht, was sie denken und fühlen, und dann hat man direkt einen ganz anderen Blickwinkel auf alles.🫡 Lisa ist z.B. für ihren Vater ständig auf dem Sprung, obwohl er ihren Bruder über sie setzt, der überhaupt nichts mehr mit ihm zu tun haben will und weit weg ist. Simon ist nicht mehr so glücklich in seiner Ehe mit Lisa wie zuvor, und eine alte Jugendliebe ist immer noch in seinem Kopf. Carl, Lisas Vater, ist einfach nur stur und will immer die Kontrolle haben, und Margret tut alles für Carls Hotel, bekommt aber nicht die Anerkennung, die sie gerne von ihm hätte oder verdient hat. Die Entwicklung der ganzen Story, auch mit der Frau, die dort auf einmal auftaucht und welche Rolle sie dann einnimmt, ist krass, und auch das Ende ist richtig gut gelungen.🤗✨️ Normalerweise habe ich auch immer Lieblingscharaktere oder Ähnliches in Büchern, weil sie einfach perfekt und unglaublich sympathisch sind, aber in diesem Buch werden sie ehrlich und real dargestellt, mit Fehlern und falschen Entscheidungen, und ja, manchmal hätte ich dadurch mega gerne manche mal wachgerüttelt und an deren Vernunft appelliert, aber am Ende treffen die Figuren Fehler und Entscheidungen, die jeder von uns auch treffen könnte, und das macht das Buch irgendwie vertrauter.☺️🫶🏻 Mir hat die Geschichte wieder richtig gut gefallen und kann es nur empfehlen, wenn ihr Spannung, Twist, Intrigen, Geheimnisse und erwachsene Protagonisten mögt.🩷

5

Lisa und Simon sind seit 20 Jahren verheiratet und führen ein beschauliches Leben im Schwarzwald. Lisa arbeitet als Buchhalterin für ihren Vater in dessen Hotel. Sie opfert sich auf, möchte gesehen werden. Doch scheinbar reicht das für ihn alles nicht aus. Trotzdem springt sie auch mal ein,wenn im Hotel Hilfe notwendig ist. Alles selbstverständlich. Als eines Tages eine junge Frau als Gast im Hotel auftaucht und sich trotz Heizungsausfall nicht "vertreiben" lässt,freundet sich Lisa mit Daniela an. Daniela scheint mit allen direkt gut klarzukommen: Sie schleimt sich bei Lisas Vater ein,stellt sich mit der besten Freundin von Lisa gut und nistet sich immer mehr in die Dorfgemeinschaft ein. Ob das gut geht? Für mich war es das erste Buch der Autorin,deswegen war ich umso überraschter über diesen grandiosen Schreibstil. Ich habe die ersten Kapitel gelesen und schwupps- war es, als wäre ich wie durch ein Loch in die Geschichte hineingesogen worden. Angenehm ruhig wurde alles beschrieben,aber eben genau so,dass ich es mir haarklein vorstellen konnte. Das Tempo war perfekt! Abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven bekommen wir die Geschichte erzählt. Neben Lisa und Simon, kommen auch noch Margret und Carl zu Wort. Carl ist Lisas Vater,er ist mit Rose verheiratet,die allerdings seit einigen Jahren im Pflegeheim und an Demenz erkrankt ist. Deswegen führt er - vor der Öffentlichkeit verborgen- eine Beziehung mit Margret, die mit ihm für das Hotel zuständig ist. Doch jeder von ihnen hat unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Ich war zwischen den Zeilen versunken und bin mitten im Schwarzwald gestrandet. Im urigen Hotel, im Dorf, bei den Chorproben,im Pflegeheim bei Rose und mit Simon im Wald. Mit Daniela als Charakter habe ich ein wenig kämpfen müssen,weil sie ziemlich intrigant und manipulativ ist. Ich habe verzweifelt aufgestampft und mit Lisa geschimpft, warum sie sich wieder "einlullen" lässt. Warum Simon sich so verhält und weshalb WIR uns überhaupt so verhalten wie wir es eben tun. Ich fühlte mich,als würde man mir einen Spiegel vorhalten. Mit Lisa konnte ich mich sehr gut identifizieren und habe mit ihr einen Prozess durchlebt. Ich fand es super spannend und interessant diese Wendungen zu lesen und selbst auf mich zu projizieren. Eine großartige Buchempfehlung für alle, die gerne ruhige,aber doch psychologisch fundierte Romane lesen. Mit richtig interessanten,liebenswürdigen und auch verachtenden Charakteren. Für mich ist es ein Highlight geworden,weil es mich komplett eingesogen und umgehauen hat. LEST ES!☺️ ⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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4.5

Kulisse: Schwarzwald, ein in die Jahre gekommenes Hotel. Lisa: immer auf die Bedürfnisse der anderen bedacht und Everybody´s Darling… naja wenn man ihren Vater weglässt. Denn dieser will sie nicht wahrnehmen - egal wie sehr sie sich abstrampelt. Auftritt Daniela: Wie aus dem Nichts erscheint eine scheinbar schutzbedürftige, junge Frau im Ort, die jedoch sehr schnell sehr viel Raum einnimmt und plötzlich wenden sich alle um sie herum von Lisa ab, ihre Freunde, ihr Ehemann… alle erliegen dem Charme der Neuen. Von Anfang an war ich dem Sog dieses Romans verfallen, die Story spannend ab Seite eins, Traumsetting, mega Atmosphäre, nahbare Charaktere. Ein absoluter Pageturner mit immer den gleichen Fragen im Hinterkopf: Was bezweckt Daniela mit ihrem Verhalten? Worauf läuft das hier hinaus? Meckern auf sehr hohem Niveau: gewünscht hätte ich mir ein etwas knalligeres Ende. ABER: ich finde dieses Buch toll – ihr solltet es unbedingt lesen!!! 🌲

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3

Kristina Hauff entführt uns in ihrem neuen Roman in den Schwarzwald, mitten in die zerrüttete Familie um Lisa, ihren Vater Carl, ihren Mann Simon, Lisas ewig omnipräsenter Bruder Felix und Carls neue Partnerin Margret. Alle sind so sehr damit beschäftigt, den altbackenen Gasthof und ihr eigenes Seelenwohl am Leben zu erhalten, dass der Familienzusammenhalt arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Lisa, die fleißige, besorgte Tochter mit Helferkomplex, die trotz ihrer tatkräftigen Unterstützung kaum Beachtung geschenkt bekommt, ja geradezu nicht enden wollende Ablehnung erfährt, ganz gleich, welche Ideen sie an den Patriarchen, das Familienoberhaupt Carl heranträgt. Währenddessen besteht im Kopf ihres Vaters die Hoffnung, dass Felix den Hof übernehmen wird, obwohl doch Lisa mit Rat und Tat zur Seite steht. Der Kronsohn glänzt schon lange durch Abwesenheit und hat keine Ambitionen, dem Wunsch des Vaters nachzukommen. Margret hingegen erhofft sich an Carls Seite bald das Zepter schwingen zu dürfen. Nur leider ist der noch immer mit seiner demented Frau verheiratet, die inzwischen in einer Pflegeeinrichtung lebt. Und Simon, Lisas Mann? Der vermisst die Ruhe und Abgeschiedenheit der polnischen Urwälder, weil ihm Lisas turbulente Hilfsaktionen auf den Keks gehen, er sich zu wenig beachtet fühlt. Und ganz nebenher anonyme Nachrichten erhält... Ihr merkt schon: die Krisen nehmen kein Ende. Doch der Supergau tritt erst mit einer mysteriösen Fremden ein: Daniela Arnold. Graue Maus mit beruflichen und privaten Problemen, welche sie in diesen abgeschiedenen Ort im Wald getrieben haben, um einen Neuanfang zu starten. Doch Stück für Stück offenbart sich Lisa, dass diese Frau es faustdick hinter den Ohren hat. Warum vertrauen ihr Vater, ihre beste Freundin, ihre Freunde im Chor dieser Fremden auf Anhieb? Und warum vertraut auch sie Daniela Dinge an, über die sie eigentlich gar nicht sprechen möchte? Das Buch beginnt äußerst direkt, ohne vorherige Vorstellung der Charaktere, was mich persönlich wenig störte, da über die Kapitel das Innenleben von Lisa, Simon, Carl und Margret näher beleuchtet wird. Jede:r hat mit der Situation um den Gasthof zu kämpfen und dem eigenen Stellenwert in diesem „Imperium“. Wer wird den Hof übernehmen, wer kümmert sich um die Sanierungen? Was wird aus Carl, wenn er nicht mehr kann? Gleichzeitig die Gedanken um Freunde und Familie. Und dann kommt Daniela und legt ihre Finger in jene Wunden, üdie versteckt und totgeschwiegen werden. Sie schleicht sich ihren Weg in die Familie, macht sich unersetzbar, wirkt fast wie die Tochter, die Carl sich wünscht. Doch warum? Wie kann es sein, dass eine vollkommen fremde Frau so einen Einfluss auf die Familie hat und so geschickt zu manipulieren weiß? Dieser Umstand stieß mir diverse Male sehr sauer auf. Und die endgültige Aufklärung um sie gefiel mir kein bisschen. Diese perfide, weibliche Manipulation und psychische Labilität ist ein Motiv, das mir einfach nicht gefällt. Es nahm der Spannung die Luft, denn ich ahnte schon, wie das Buch ausgehen wird. Gleichsam verstehe ich nicht, wie Lisas Mann, Vater und Freunde nach anfänglichen Bedenken ihr urplötzlich mehr Vertrauen und Anteilnahme zusprachen, sich auch noch von Lisa abwenden. Sind Menschen so blöd, oder sind es nur die Leute in diesem Buch? Besonders dass eine zwanzigjährige Ehe so mir-nichts-dir-nichts in die Ecke geworfen wird. Für was? Aufregenden Sex? Also bitte! Bis zur Hälfte gefiel mir das Buch sehr gut, doch nach und nach hörte das mentale Kopfschütteln bei mir nicht auf. Es gibt zu viele Bücher über toxische, weibliche Charaktere. Ich hatte gehofft, hier ein Buch mit einem gewissen Twist zu finden. Da muss ich wohl weitersuchen.

4.5

Atmosphärisch und beklemmend zugleich

Lisa ist Mutter, Ehefrau, Tochter, Chorsängerin, Buchhalterin, beste Freundin - eine gute Seele durch und durch. Ohne ihre Hilfe wäre das Hotel ihres grantigen, alten Vaters Carl, das tief im Schwarzwald, in einem schattengrünen Tal liegt, kaum noch am Leben zu erhalten. Überall knarzt und zieht es in dem alten familiengeführten Hotel "Zum alten Forsthaus". Doch dem Vater kann sie es einfach nie recht machen. Dieser wartet nämlich darauf, dass der verlorene Sohn, Lisas Bruder Felix, zurückkehrt und das Hotel übernimmt. Lisa als neue Geschäftsführung ist für ihn nicht vorstellbar. Auch ihr Mann Simon, der als Bezirksförster tätig ist, braucht Lisa an seiner Seite, doch auch für ihn ist sie irgendwie nie genug. Es gibt also an allen Ecken und Enden Querelen, obwohl Lisa doch immer 100% gibt. Eines Tages taucht dann eine Frau auf, die helfen möchte. Eigentlich übernachtet sie nur im Hotel, doch plötzlich ist sie überall da, wo es brennt. Sie ersetzt Lisa im Hotel, beim Chor und bald nicht nur im beruflichen Kontext. Lisas Leben verwandelt sich nach und nach in das reinste Chaos, bis sie eines Tages zu ihrem Bruder nach Frankfurt flieht und ihrer Kontrahentin das Feld überlässt...vorerst. Uhhh dieses Buch war 🤌🏼🤌🏼🤌🏼. Das Setting war so sehr meins. Ich habe es geliebt, wie Kristina Hauff die Natur beschreibt. Beim Lesen war ich immer direkt mit allen Sinnen im Schwarzwald - und das, obwohl ich noch nie im Schwarzwald war. Alles war grün und regenverhangen, die Luft feucht und erdig und moosig. So hat sich das ganze Buch für mich angefühlt und ich konnte es immer kaum abwarten, weiter zu lesen. Diese Düsterheit, dieses irgendwie Herbstliche hat für mich auch perfekt zum Verlauf der Geschichte, die sich mit jeder Seite mehr zuspitzt und immer bedrohlicher wird, gepasst. Ab einem bestimmten Punkt im Buch weiß man als Leser*in zwar was Phase ist, dennoch wollte ich immer weiter lesen und mich in diesem schattengrünen Tal befinden. Ich würde ohne zu überlegen direkt dort Urlaub machen (wobei es sich tatsächlich um einen fiktiven Ort handelt). Ich merke einfach, dass ich aktuell extrem auf Naturbeschreibungen und Settings im Grünen stehe. Habt ihr da vielleicht ein paar Büchertipps für mich? Das Buch hatte für mich eine absolute Sogwirkung und wäre das Ende etwas offener und vor allem etwas weniger happy end gewesen, wäre es auf jeden Fall ein absolutes 5-Sterne-Highlight gewesen. Nichts desto trotz ein wirklich gutes Buch, welches ich mir auch richtig gut als Herbstlektüre vorstellen kann.

Atmosphärisch und beklemmend zugleich
4.5

Kristina Hauff hat mich bereits mit „Unter Wasser Nacht“ und „In blaukalter Tiefe“ überzeugt. Deshalb war meine Vorfreude auf ihren neuen Roman riesengroß. Schnell nach dem Eintauchen ins Buch spürt man, dass es an mehreren Stellen zwischenmenschliche Probleme gibt und Unzufriedenheiten brodeln. Wir erleben hier einen tiefgründigen, spannungsgeladenen Roman, der viele Themen beinhaltet. Es geht um das Hinterfragen von Lebenssituationen, unerfüllte Bedürfnisse, Sehnsüchte, Liebe, zweite Chancen und Manipulation. Dadurch, dass wir aus vier verschiedenen Sichten lesen, habe ich die einzelnen Personen näher kennengelernt und die Geschichte intensiver erlebt. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen, wie Kristina Hauff alles mit einander verwebt und aufzeigt, wie sehr ein einziger extrem manipulativer Mensch, die Welt vieler durcheinander wirbeln kann, im negativen wie positiven Sinn. „Schattengrünes Tal“ habe ich in wenigen Stunden ausgelesen, weil ich sogartig immer wissen wollte, wie es weitergeht und mich die Geschichte stark berührt hat. Die Autorin ist eine absolute Herzensempfehlung! Happy Reading! Jasmin ♡

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Kristina Hauff hat mit „Schattengrünes Tal“ einen subtilen, atmosphärisch dichten Roman geschrieben, der weniger auf dramatische Action setzt als auf eine stetig wachsende Spannung und das Gefühl, dass etwas Grundlegendes aus dem Gleichgewicht gerät. Was als ruhig erzählte Geschichte über das Leben in einem Schwarzwalddorf beginnt, entwickelt sich zu einem psychologischen Kammerspiel über Manipulation, familiäre Altlasten und weibliche Selbstverleugnung. Im Mittelpunkt steht Lisa, eine Frau in der Lebensmitte, die funktioniert. Für andere. Für das Hotel ihres griesgrämigen Vaters. Für ihren wortkargen Ehemann. Für ihre Heimatgemeinde. Als die Fremde Daniela im maroden Familienhotel einzieht, scheint sie zunächst eine Bedürftige zu sein – ein hilfloser Mensch, dem Lisa, ganz ihrer Natur entsprechend, helfen will. Doch je mehr Daniela sich integriert, desto mehr gerät Lisas Welt ins Wanken. Freund*innen wenden sich ab, ihre Ehe wird brüchig, und das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren, wächst von Tag zu Tag. Die Stärke dieses Romans: Hauff erzählt aus verschiedenen Perspektiven – Lisa, Simon, Carl, Margret – und ermöglicht so einen tiefen Blick in das Innenleben der Figuren. Diese multiperspektivische Struktur verleiht der Geschichte Tiefe und Authentizität. Besonders Lisa ist eine vielschichtige Figur, deren Bedürfnis, es allen recht zu machen, fast schmerzhaft nachvollziehbar ist. Hauff zeigt eindringlich, was passiert, wenn jemand immer nur gibt – und wie schnell das System kippen kann, wenn eine Figur wie Daniela auftaucht und genau weiß, wo sie ansetzen muss. Auch sprachlich überzeugt der Roman. Die Autorin schreibt schnörkellos, aber mit feinem Gespür für Atmosphäre. Die Landschaft des Schwarzwalds – mystisch, dicht, manchmal bedrohlich – ist mehr als bloße Kulisse; sie spiegelt Lisas zunehmende Unsicherheit und das Gefühl der Isolation wider. Themen wie Klimawandel, Naturverbundenheit und generationsübergreifende Konflikte werden geschickt eingewoben, ohne aufgesetzt zu wirken. Was „Schattengrünes Tal“ so fesselnd macht, ist der unterschwellige Psychodruck: Die Bedrohung kommt nicht von außen, sondern schleicht sich leise ins Innere – der Familie, des Dorfes, der eigenen Psyche. Dass Daniela keine eigene Perspektive bekommt, steigert die Spannung zusätzlich. Ihr Handeln bleibt lange rätselhaft, ihre Absichten im Dunkeln, was sie zu einer besonders gelungenen Antagonistin macht. Ein feinfühlig erzählter Roman über das gefährliche Gleichgewicht zwischen Helfen und Selbstaufgabe, über Manipulation und das fragile Konstrukt eines Lebens, das auf Anpassung gebaut ist. Kristina Hauff zeigt erneut ihr Talent für psychologische Tiefe und atmosphärische Erzählkunst.

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4

Ein fesselnder Unterhaltungsroman

Schattengrünes Tal ist ein Roman über Loyalität, Täuschung und familiäre Abhängigkeiten. Kristina Hauff gelingt es, grosse Spannung zu erzeugen und ein beklemmendes, intensives Leseerlebnis zu schaffen. Ein fesselnder Roman, der zeigt, wie fragil das Fundament einer vermeintlich intakten Welt sein kann. Dieses Buch ist eine Empfehlung für alle, die psychologische Spannung, gut gezeichnete Charaktere und atmosphärisch dichte Erzählungen schätzen.

Ein fesselnder Unterhaltungsroman
4

Entwickelt eine Sogwirkung, auch wenn die Handlung an manchen Stellen schon ein wenig vorhersehbar ist.

4

Die dunkle Seite des Schwarzwaldes

Ich hatte mal wieder Lust auf ein spannendes Buch. Und mit „Schattengrünes Tal“ bin ich voll auf meine Kosten gekommen: Für mich ist es ein vielschichtiges, schnelles und packendes Leseerlebnis gewesen. Besonders gefallen hat mir, wie sich die Spannung im Verlauf des Buchs gesteigert und zum Ende hin entladen hat. Das war toll! Dabei fand ich es nicht schlimm, dass einige Geschehnisse sich wie erwartet entwickelten. Vielmehr hatte ich große Freude dabei mitzurätseln, wie es wohl ausgeht. Die Charaktere des Buchs fand ich gut gezeichnet, sie haben sich auf eine interessante Weise entwickelt und tolle miteinander in Beziehung gestanden. Dadurch war die Geschichte sehr komplex. Mein Lesetempo war durch die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektive enorm hoch - so liebe ich das! Für mich ein wirklich tolles Buch für ein Wochenende. Eine gute Unterhaltung, es würde auch für eine Verfilmung taugen.

4

Atmosphärischer SchwarzwaldkrimiKristina Hauff schafft mir Schattengrünes Tal einen spannenden Kriminalroman, der mich direkt zurück in den Schwarzwald katapultiert hat. Lisas GEschichte hat mich gleich in den Bann gezogen. Die wunderliche und seltsame Daniela hat in mir von Anfang ein unbehagliches Gefühl ausgelöst. Trotzdem fand ich die Entwicklung von Daniela interessant zu verfolgen und war neugierig, was hinter ihrer Geschichte steckt. Das Dorfleben war gut dargestellt und man hat die Gemeinschaft gut kennengelernt. Die Atmosphäre und Storyline hat mir gut gefallen und ich habe das Buch verschlungen. Krisina Hauffs neuer Roman bekommt definititv eine Empfehlung von mir!Vielen Dank an den Verlag und Netgellay für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares im Austausch für eine ehrliche Meinung.

2

Trotz schönem Schreibstil und stimmungsvollem Setting bleibt Schattengrünes Tal für mich blass: vorhersehbare Handlung, oberflächliche Figuren und ein konstruiertes, unspektakuläres Ende ohne spürbare Entwicklung.

Leider konnte mich Schattengrünes Tal insgesamt nicht überzeugen. Die Protagonist*innen bleiben über weite Strecken oberflächlich und wirken zum Teil unnahbar, sodass es mir schwerfiel, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Ihre Handlungen schienen oft nur dazu da zu sein, die Handlung voranzutreiben, nicht aber aus einer inneren Logik oder Charakterentwicklung heraus. Dadurch fehlte mir die Tiefe, die Figuren lebendig wirken lässt. Die Geschichte selbst wirkte in weiten Teilen konstruiert und nur bedingt glaubwürdig. Einzelne Ereignisse passten zwar zum Gesamtrahmen, fühlten sich aber nicht wie natürliche Konsequenzen aus dem bisherigen Geschehen an. Hinzu kam, dass die Handlung sehr vorhersehbar verlief – schon früh zeichnete sich ab, wie zentrale Konflikte gelöst werden würden, sodass Spannung kaum aufkam. Besonders das Ende empfand ich als enttäuschend: Anstatt einer vielschichtigen Auflösung wurden die offenen Handlungsstränge einfach der Reihe nach abgearbeitet. Dabei fehlten sowohl emotionale Höhepunkte als auch Ecken und Kanten, die für nachhaltige Eindrücke hätten sorgen können. Es wirkte fast so, als hätte niemand aus seinen Fehlern oder Erfahrungen gelernt. Eine wichtige Beziehung, die zuvor immer wieder eine Rolle spielte, wurde gegen Ende zudem völlig ausgeblendet, ohne dass geklärt wurde, wie es mit ihr weitergeht. Positiv hervorheben möchte ich allerdings den angenehm flüssigen und stimmungsvollen Schreibstil sowie das atmosphärisch dichte Setting. Beides sorgt dafür, dass man sich die Landschaften und Orte sehr gut vorstellen kann und sprachlich gut durch die Seiten getragen wird – auch wenn der Inhalt für mich leider zu blass, zu vorhersehbar und zu konstruiert blieb.

4.5

Es nimmt einen mit

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, es nimmt einen wirklich mit, für meinen Geschmack hätte es sogar noch etwas länger sein können

3

Solider Roman, der ab der Hälfte stark schwächelt.

Lisas Vater führt ein in die Jahre gekommenes Hotel im Schwarzwald, für welches sie sich um die Buchhaltung kümmert. Ihr Mann kommt aus Polen zurück und eine unbekannte Frau bucht sich im Hotel ein und will trotz kaputter Heizung bleiben. Was Lisa nicht ahnt: Bald schon wird sie nicht mehr das Leben haben, das sie bis jetzt hatte. Die Unbekannte interessiert sich sehr für Lisas Leben, für alles und jeden in ihrem persönlichen Umfeld. Manipulation ist von nun an an der Tagesordnung. Wer ist diese Frau? Was zieht sie aufs Land? Was plant sie? Kristina Hauff hat sich ein wunderbares Setting ausgedacht und es mit spannenden Elementen versehen. Vor allem ein nicht mehr bewohntes Zimmer und das modrige Schwimmbad im Hotel sorgen für etwas gruselige Stimmung. Von Anfang an wird durch wechselnde Perspektiven und einen schnörkellosen Schreibstil Spannung und Tempo erzeugt. Trotz kleiner Schwächen in der ersten Hälfte hat mich der Roman gut unterhalten. Die zweite Hälfte empfand ich als deutlich schwächer. Die Ereignisse haben sich überschlagen. Überraschungen, wie erhofft, gab es keine. All das, was eintrat, konnte man bereits auf den ersten Seiten erahnen. Die Figuren handelten für mich nicht authentisch genug. Die Moderne blieb dem Schwarzwald fern. Schade, dass der Roman in der Zeit steckengeblieben ist. Für die heutige Zeit hätte ich mir starke und mutige Frauenfiguren gewünscht. Das Ende war an einer Stelle offen, an der ich mir Klarheit und Drama gewünscht hätte. An anderen Stellen wurde es unnötig ausgeschmückt und in eine Richtung gelenkt, die meinen Geschmack nicht traf. Trotz aller Kritik ist „Schattengrünes Tal“ ein Pageturner, der sich gut als leicht spannende Urlaubslektüre eignet.

Solider Roman, der ab der Hälfte stark schwächelt.
5

Ein Buch, was mich von Seite 1 an begeistert und gefesselt hat. Habe es in einem Rutsch gelesen. Muss mehr von der Autorin lesen.

4

Ein gutes Buch

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn sich eine Frau in mein Leben einschleicht und es so wirkt, als würde sie sich alles nehmen. Worum geht es in dem Buch? Lisa lebt ein beschauliches Leben in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Ihr Mann ist Förster, ihre Familie betreibt ein Hotel, das zwar etwas in die Jahre gekommen ist, aber noch Gäste beherbergt. Sie singt im Chor, engagiert sich ehrenamtlich im Hospiz und ist fest in die Dorfgemeinschaft eingebunden. Dann taucht plötzlich Daniela auf. Sie quartiert sich im Hotel ein, erzählt, wie schlecht es ihr geht, spielt auf Mitleid und freundet sich sehr schnell mit allen an. Gleichzeitig wenden sich immer mehr Freunde von Lisa ab. Irgendetwas stimmt nicht mit Daniela. Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es liest sich sehr flüssig, und das Setting mitten im Schwarzwald ist wunderbar gelungen. Die ersten beiden Teile haben mir besonders gut gefallen – hier hat einfach alles gestimmt. Kristina Hauff beschreibt die bedrohliche Stimmung eindrucksvoll; man leidet regelrecht mit Lisa mit. Die Figuren wirken durchweg authentisch. Unangenehm – aber fesselnd – ist das Gefühl, wenn sich jemand heimlich in ein Leben drängt. Leider kam das Ende etwas abrupt: Einige Fragen blieben offen, und nicht alle angesprochenen Themen wurden zu Ende geführt. Trotzdem spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus, da insbesondere die ersten beiden Teile hervorragend gelungen sind und das zentrale Thema sehr überzeugend behandelt wird.

3

Grundsätzlich spannendes Setting, allerdings hat mich die Geschichte nicht ganz abgeholt. Die Personen blieben unnahbar und ihre Handlungen waren für mich teils schwer nachvollziehbar. Die Beschreibungen der Umgebung und der Natur hingegen mochte ich sehr gerne. Damit wurde eine tolle Atmosphäre geschaffen.

4

Der Roman spielt im Schwarzwald, in einem kleinen Dorf in dem sich alle kennen und zu gemeinsamen Aktivitäten treffen. Im Zentrum der Geschichte steht Lisa, die neben ihrem Job auch noch im Hotel ihres Vaters aushilft, als eines Tages Daniela, eine Frau von auswärts auftaucht, und plötzlich Teil der Dorfgemeinschaft wird und Lisas Leben durcheinander bringt. Ich fand die Geschichte durchwegs spannend, obwohl über eine ganze Weile gar nicht so viel Aufregendes passiert. Aber das Auftauchen der Fremden war so gut in Szene gesetzt, dass ich immer ein etwas mumiges Gefühl hatte und neugierig war, wie sich die Geschichte um Daniela weiter entwickelt. Ein Roman über toxische Beziehungen, Manipulation, und dem inneren Kampf es allen recht machen zu wollen, der mir gut gefallen hat.

4.5

Darum geht es: In einem abgelegenen Tal steht das in die Jahre gekommene Hotel „Zum alten Forsthaus'*, das einst Lisas Elternhaus war. Sie träumt von einer umfassenden Renovierung, doch ihr alter, starrköpfiger Vater möchte nichts verändern. Als die fremde und zurückhaltende Daniela im Hotel auftaucht, möchte Lisa ihr helfen. Daniela findet schnell Anschluss, doch Lisas vertraute Menschen wenden sich plötzlich von ihr ab. Mit dem kälter werdenden Herbst spürt Lisa, wie ihr Halt im Leben ins Wanken gerät. Mein Leseeindruck: Ein zutiefst eindringlicher Roman, der unter die Haut geht. Kristina Hauff versteht es meisterhaft, eine beklemmende, zugleich wunderschöne, atmosphärische Kulisse zu erschaffen. Schon nach wenigen Seiten liegt ein leiser, fast unmerklicher Schatten über der Handlung, der sich unaufhaltsam verdichtet. Es geht um Manipulation, um die Macht von Worten und Gesten, um familiäre Altlasten, die sich nicht leicht abschütteln lassen. Die Geschichte ist von der Autorin raffiniert konstruiert und eindringlich erzählt. Jede Wendung sitzt, jede Szene trägt zur steigenden Spannung bei. Kristina Hauff lässt ihre Figuren zu Wort kommen, sodass man tief in ihr Innenleben eintauchen kann. Daniela bleibt lange ein Rätsel, ihre Motive im Dunkeln, und auch Lisa muss erkennen, dass Wahrnehmung trügerisch ist und wie schnell sich ein vertrautes Leben in einen Albtraum verwandeln kann. Fazit: 4,5/5 ⭐️ Ein packendes, psychologisch fein gezeichnetes Leseerlebnis. Intensiv, atmosphärisch und voller subtiler Spannung.

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4.5

Eine Beziehungs-und Familiengeschichte aus dem Schwarzwald mit thrill, die ich sehr gern gelesen habe.

4

Idyllisches Tal im Schwarzwald, in welchem aber einiges im Schatten liegt.

Das Hotel des Vaters, in der Lisa in der Buchhaltung hilft, liegt in diesem Tal. Der Vater will sich nicht reinreden lassen, erwartet aber automatisch Hilfe von allen. Es ärgerte mich richtig, dass Lisa einfach alles mit sich machen lässt. Dann taucht Daniela auf, bleibt im Hotel, in dem die Heizung ausgefallen ist, schmeichelt sich überall ein, macht aber auch jeden beim anderen schlecht für den eigenen Vorteil… was steckt dahinter? Ein schnell und leicht zu lesender Roman, bei dem ich allerdings einige schütteln wollte und das Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte. Mir persönlich hat „In blaukalter Tiefe“ besser gefallen.

4

Liest sich, wie ein Thrriller

Die Atmosphäre des Buches fand ich düster, beklemmend und spannungsgeladen. Es las sich wie ein Thriller, der Beginn packte und begeisterte mich sofort. Doch mich enttäuschte die Auflösung/ Erklärung/ der Grund (das Motiv). Ich fand es....tooo much, im Grunde nicht neu oder überraschend. Die Buchidee, Charaktere und die Dynamik der Charaktere untereinander fand ich GROßARTIG!!! Daher meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, für Leser*innen, die Spannung LIEBEN.

Liest sich, wie ein Thrriller
4

Eingecheckt ins Drama. Hier bleibt nicht nur die Hotelküche kalt.

Schattengrünes Tal ist ein atmosphärisch dichtes Buch, das mich schnell hineingezogen hat. Die Geschichte wechselt ständig zwischen den Figuren, wodurch man die Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln erlebt. Das sorgt für Abwechslung und zeigt gut, wie unterschiedlich jeder Charakter die Dinge wahrnimmt. Das abgelegene Tal und das alte Hotel schaffen dazu eine bedrückende, aber spannende Kulisse. An manchen Stellen hat es für mich etwas von einer Drama-Soap - viele Emotionen, Konflikte, Machtspiele. Das macht es gleichzeitig unterhaltsam, auch wenn nicht jede Wendung völlig überraschend kommt. Insgesamt ein packender Roman, der mich durchgehend gefesselt hat. Verdiente 4 Sterne. *SPOILER* Was ich schade fand: Am Ende geben beide Frauen den Männern nach. Für mich hätte es stärker gewirkt, wenn zumindest eine von ihnen konsequent ihren eigenen Weg gegangen wäre.

5

Highlight

In einem Hotel im Schwarzwald steigt eine junge Frau ab, die verloren wirkt. Lisa, die Tochter des Besitzers, will ihr Helfen. Daniela gliedert sich mit Lisas Hilfe schnell in die Gemeinschaft ein, findet Anschluss. Aber irgendetwas stimmt nicht, selbst engste Freunde wenden sich plötzlich von Lisa ab. Hat es etwas mit Daniela zu tun? Lisa´s Leben entwickelt sich zusehends zum Albtraum. Bei Schattengrünes Tal von Kristina Hauff handelt es sich um einen Spannungsroman, den ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich bin schnell in die Geschichte gekommen. Auch fand ich es sehr gut, dass die Geschichte aus der Sicht mehrerer Personen erzählt wurde, was die Spannung für mich nochmals gesteigert hat. Die Gestaltung des Schutzumschlags finde ich sehr hübsch und ansprechend, es passt gut zur Geschichte. Fazit: Für mich auf jeden Fall ein Highlight und eine klare Leseempfehlung für alle, die Spannungsromane lieben. Ich habe mir bereits die anderen Bücher der Autorin auf meine Wunschliste gesetzt und freue mich schon auf die weitere Lektüre!

2.5

Ja irgendwie klang der Klappentext ganz gut und sogar die kleine Buchhandlung empfahl es persönlich. Habe es mit einer Freundin zusammen gelesen, an einem Sonntag in einem Rutsch. Es gab also eine gewisse Spannung. Doch schon bald war vieles weit im Voraus vorhersehbar, erschreckend klischeehafte Liebesszenen drängten in die bis dahin okaye Erzählung. Über weite Strecken werden eher öde banale Handlungen aufgezählt (er öffnete den Kühlschrank, er holte sich einen Orangensaft heraus, er nahm einen großen Schluck), was das Lesen etwas mühsam machte. Außerdem gibt es sehr viele Dialoge, die allerdings nur mittelmäßig lebensnah geraten sind. Eine Mischung aus schon tausendmal gehörten abgedroschenen Phrasen, die man aber im realen Leben trotzdem nie verwenden würde. Irgendwie so ein bisschen fernsehgerecht, fast wie ein Drehbuch. Es lies sich flüssig weglesen und das Schwarzwald-Hotel-Setting war schon ganz nett gemacht. Aber ein wirklich empfehlenswertes Buch ist es jetzt nicht.

3.5

Buch mit Suchtfaktor, das man nicht mehr aus der Habd legen mag. Allerdings auch mit etwas zu viel Dramatik. Ein bisschen weniger Drama hätte die Geschichte realistischer gemacht. So hat es leider ein wenig was von Rosamunde Pilcher im Schwarzwald.

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