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Fünf, sechs, sieben, acht

4.2(76)
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About the book

Anton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht. Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt? Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden.

Editions (2)

ISBN9783755800576
PublisherDuMont Buchverlag
Publication Date06/16/26
Pages240

Characteristics

2 reviews

VividUnusualCredibleMultifacetedDevelopingHeartwarming

Reviews & Ratings

76 ratings

23 reviews

4.2

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  • julllia
    julllia

    67 Followers

    4.5

    Nicht sein bester Roman, aber toll.

    Mit sechzig hat er noch etliche Jahre seines Berufslebens vor sich, denkt Stepptänzer und Choreograf Anton. Er ist tief getroffen, als sein Vertrag am Theater nicht verlängert wird und er zum Alten Eisen degradiert wird. Ausgerechnet seine Tochter Emma ergattert seinen Job. Anton ist verletzt und beleidigt. Immer intensiver beschäftigt sich Anton mit dem Älterwerden, mit seinem gelebten Leben und einem vielleicht verpassten. Denn vor 35 Jahren verschwand seine große Liebe Jo spurlos. Wäre alles anders gekommen, wenn er sein Leben mit Jo geteilt hätte anstatt mit seiner Ex-Frau Katja? Anton macht sich auf die Suche nach Jo. Dank seiner Tochter findet er sie in Irland. Dieses Aufeinandertreffen hat weitreichende Folgen. Ewald Arenz ist ein grandioser Erzähler. Er kann mich auch bei diesem Roman wieder beeindrucken. Die Beschreibungen und die Dialoge lassen die Figuren vor dem inneren Auge zum Leben erwachen. Aber es ist für mich nicht sein bestes Werk, wobei ich alle seine Bücher gern gelesen habe und jedes gut ist.

    5 hours ago

  • hasirasi2
    hasirasi2

    218 Followers

    5.0

    Ein ungelebtes Leben „Du bist so sehr auf dieser sinnlosen Suche nach der eigenen verlorenen Jugend, dass du mir meine nicht verzeihen kannst.“ (S. 200) Anton ist Stepptänzer und Choreograph am Theater und steht mit 60 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Als sein Vertrag nicht verlängert wird, bricht für ihn eine Welt zusammen – vor allem, weil ausgerechnet seine Tochter Emma seine Nachfolgerin wird. Er schafft es nicht, ihr zu zeigen, wie stolz er auf sie ist. Stattdessen reagiert er mit Wur und Enttäuschung darüber, dass sie ihm nichts davon erzählt hat. Anton flüchtet sich in Weltschmerz und die Erinnerung an seine erste Liebe Jo, die vor 35 Jahren zum Zigarettenholen aufbrach und nie zurückkehrte. Seitdem hat er nie wieder von ihr gehört. Der Verlust hat sein ganzes Leben überschattet. Seine inzwischen Ex-Frau Katja und Emma hatten stets das Gefühl, im Schatten einer Frau zu stehen, die nie wirklich aus Antons Herz verschwunden ist - immer nur zweite Wahl zu sein. Als Anton zunehmend in eine Depression abzurutschen droht, schlagen Katja und Emma ihm vor, doch noch einmal nach Jo zu suchen. Tatsächlich findet Emma sie schließlich und reist mit ihrem Vater nach Irland. Doch statt einer Aussöhnung zwischen Vater und Tochter scheint die Reise den endgültigen Bruch herbeizuführen. „So eine ungelebte Liebe ist immer größer als die gelebte … Keiner kann rückwärts leben. Auch du nicht.“ (S. 61) „Fünf, sechs, sieben, acht“ von Ewald Arenz hat mich tief berührt. Für Anton besteht alles aus Takten, Rhythmen und Tönen – ob Regen, Wind oder die Geräusche seiner Umgebung. Er übersetzt alles in Bewegung, und genauso fühlt sich auch der Roman an, als würde man tanzend durch die Handlung getragen. Nach seiner Kündigung wird Antons Leben zum Tanz auf dem Drahtseil. Die Angst vor der Bedeutungslosigkeit und Arbeitslosigkeit lässt ihn immer tiefer in die Vergangenheit eintauchen, während ihn gleichzeitig die Zukunft verunsichert. Dabei will er doch eigentlich noch Neues erleben und entdecken. Er weigert sich zu akzeptieren, dass er jetzt schon für die (über)nächste Generation Platz machen soll und nicht erst dann, wenn sein eigener Stern zu sinken beginnt. Zur Angst vor dem Älterwerden kommt die Sorge vor den körperlichen Veränderungen. Anton spürt, dass er nicht mehr so schnell und kraftvoll ist wie noch vor einigen Jahren. Er fürchtet, überflüssig zu werden, einsam zu enden und seinen Platz in der Welt zu verlieren. Seine Ehe ist zwar gescheitert, doch Katja und er verbindet inzwischen eine tiefe Freundschaft. Seine Tochter hingegen stößt er mit seinem Neid und seiner Wut immer weiter von sich weg. Die Frage ist, ob es ihm gelingt, loszulassen und noch einmal neu anzufangen. Ich bin zwar etwas jünger als Anton, konnte mich aber erstaunlich gut in seine Gedanken, Gefühle und Selbstzweifel hineinversetzen. Seine Angst vor dem Älterwerden, davor, nicht mehr gebraucht zu werden und den eigenen Platz zu verlieren, wirkt erschreckend authentisch. Auch deshalb fühlte sich der Roman für mich sehr nahbar an. Überhaupt sind die Figuren wunderbar gezeichnet – lebensecht, vielschichtig und glaubwürdig. Besonders Anton hat mich oft an meinen eigenen Vater erinnert, der sich damals ebenfalls nur schwer mit dem Renteneintritt abfinden konnte und eigentlich gar nicht aufhören wollte zu arbeiten. Ewald Arenz schreibt mit einer großen Leichtigkeit und gleichzeitig ungemein poetisch. Auf gerade einmal 240 Seiten erzählt er eine Geschichte voller Emotionen, Sehnsucht und leiser Zwischentöne. Besonders das Ende hat mich tief bewegt und den Roman für mich zu einem echten Herzensbuch gemacht.

    Jul 6, 2026

  • pattiliest
    pattiliest

    165 Followers

    4.0

    Leise und kraftvolle Poesie ✨

    Eine Geschichte über das Leben und das Älter werden. Toll geschrieben. ✨

    Leise und kraftvolle Poesie ✨

    Jul 4, 2026

3 of 23 reviews

SocialReads

Page-based comments

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buecherkopfkino
buecherkopfkinoJun 30, 2026

Ich bin sehr gespannt auf das Buch. Bisher habe ich nur Alte Sorten von dem Autor gelesen, das fand ich aber sehr gut und bin auf die emotionalen Höhen und Tiefen dieses Buches sehr gespannt. Auf den ersten Seiten gab es auch schon ein paar Highlights, aber manchmal nerven mich die mega kurzen Sätze, die eigentlich keine Sätze sind. Beispiel: "So war Emma doch Tänzerin geworden. Und Choreografin. Wie er. Doch. Es machte einen stolz." S. 11 Nur der erste und letzte Satz ergeben tatsächlich einen Satz. Ansonsten mag ich seinen Schreibstil allerdings sehr, wenn nicht Punkte wären wo ein Komma hingehört.

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Author

About Ewald Arenz

EWALD ARENZ, 1965 in Nürnberg geboren, hat englische und amerikanische Literatur und Geschichte studiert. Er arbeitet als Gymnasiallehrer in Nürnberg. Seine Romane und Theaterstücke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit ›Alte Sorten‹ stand er auf der Liste »Lieblingsbuch der Unabhängigen« 2019, und ›Der große Sommer‹ erhielt 2021 ebenjene Auszeichnung. Zuletzt erschienen ›Zwei Leben‹ (2024), ›Katzentage‹ (2025) und ›Fünf, sechs, sieben, acht‹ (2026, alle DuMont).

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