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Wenn die Kraniche nach Süden ziehen

4.5(469)
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About the book

»Eines dieser Bücher, die dich zum Lachen und Weinen bringen und die du am liebsten allen schenken möchtest, die du liebst.« The New Yorker

Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.

Editions (2)

ISBN9783442762965
Publisherbtb
Publication Date01/21/26
Pages384

Characteristics

2 reviews

SimpleCredibleThoughtfulSadHeartwarmingLikable

Reviews & Ratings

469 ratings

131 reviews

4.5

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2.9K Followers

    2.0

    Sehr einseitig und festgefahren

    ✨Rezensionsexemplar✨ Heute habe ich ein extrem gehyptes Bookstagram Buch für Euch, das mich leider nicht überzeugen konnte. Das war mein erstes Buch der Autorin und vielleicht kommt man irgendwann nochmal zusammen. Natürlich freue ich mich für alle, die das Buch mochten, Geschmäcker sind nun mal verschieden. ✨Zitat „Hagebuttensuppe gehört zu den wenigen Dingen, die ich immer noch mag. Die Lebensmittel schmecken heute anders. Sahnegebäck kriegt man nicht mehr hinunter, es schmeckt nach Schimmel. Trotzdem bringt Hans weiterhin hartnäckig Sahnetorte mit.“ ✨Inhalt Bo ist fast 90 Jahre als und ihm soll sein Hund weggenommen werden, weil er dem Tier nicht mehr gerecht wird. Bo reflektiert sein Leben, seine Ehe und insbesondere sein schwieriges Verhältnis zum eigenen Vater und zu seinem Sohn Hans. ✨Meinung Ich werde Euch nichts spoilern und möchte mit den positiven Aspekten beginnen. Das Buch behandelt mit Alter, Krankheit, Tod und dem Verlust der eigenen Selbständigkeit sehr wichtige Themen. Die Autorin schreibt roh und beschönigt nichts, das fand ich gut. Auch war das Ende in Ordnung, also wie zum Schluss alles gelöst wurde für Bo und Sixten. Meine Kritik: Der Klappentext drückt einem bereits ein festgefahrenes Narrativ auf und dieses wird auch so durchgesetzt. Dieses Buch hatte eine Chance zwischen den Generationen und auch zwischen Patienten und Pflegern zu vermitteln und hat diese Chance überhaupt nicht ergriffen. Ich bin normalerweise sehr sensibel und weine recht leicht bei Büchern, hier hatte ich nicht mal einen Kloß im Hals, eigentlich habe ich mich nur geärgert. ❤️Kleine Ausnahme bildet der gewichtige Erzählstrang rund um Sixten, auch für mich sind meine Tiere meine Kinder und ich habe den Konflikt verstanden und gefühlt. Dafür vergebe ich meine Sterne.❤️ Ansonsten war Bo nicht mein Fall, aber ein recht stereotypischer Vertreter der Generation. Ja, die Generation ist durch eigene Traumata, wie auch im Buch geschildert, so geworden, aber hat sich eben auch entschieden, den Teufelskreis nie zu durchbrechen. So abfällig wie er stets über seinen Sohn Hans, die „Jugend“ im Allgemeinen, Fortschritt, Technik, mentale Gesundheit spricht, braucht er sich nicht wundern. Es ist eine Generation, die tatsächlich nur ihre Enkel mag, wenn überhaupt, auch weil diese sich noch formen und manipulieren lassen. Auch das kommt im Buch genauso vor, es war wirklich wie im Handbuch. Tatsächlich konnte ich von Anfang an vorhersehen, wie es laufen wird. Bei ihm früher im Sägewerk gab es kein Burnout, dann muss es ja etwas Ausgedachtes sein. Und ich könnte Euch 1000 weitere Beispiele liefern. Und Hans hat sich trotzdem bemüht. Auch der Pflegedienst tat mir stellenweise Leid. Versteht mich nicht falsch, auch Bo tat mir leid! Aber: Wenn man viel Glück hat, dann darf man alt werden und man kann sich darauf vorbereiten und kann ja evtl. mit den eigenen Kindern kooperieren. Ist natürlich schwer, wenn man die eigenen Kinder immer nur beleidigt und runtergemacht hat. Es ist für beide Seiten nicht so toll!!!! Leider war das Buch extrem einseitig und ließ eigentlich gar keinen Raum für andere Meinungen. Aber Rezensionen sind zum Glück zur freien Meinungsäußerung da. Auch der Schreibstil war abgesehen von der ungeschönten Rohheit eher nicht meins und das gleiche gilt auch für die schnellen Zeitsprünge, das hat den Lesefluss nochmal negativ beeinflusst. ✨Fazit Leider hat mich das Buch emotional überhaupt nicht erreicht, was mich überrascht hat und was ich so auch nicht erwartet habe. ❣️Dennoch und das möchte ich klarstellen, bin ich nicht „auf einen Hype reingefallen“. Das empfinde ich immer als falsch, wenn das gesagt wird.❣️ ‼️Auch von dem Totschlagargument der „ehrlichen“ Rezension möchte ich mich an der Stelle distanzieren und die Gelegenheit mal nutzen. Auch die positiven Rezensionen sind ehrlich 🤗🤗🤗, Menschen haben aber unterschiedliche Geschmäcker und verschiedene Brillen durch die sie die Geschichten lesen.‼️ Macht Euch gern ein eigenes Bild! 2/5⭐️⭐️

    Sehr einseitig und festgefahren

    May 22, 2026

  • theagri
    theagri

    778 Followers

    5.0

    Schon lange hat mich kein Buch so tief berührt wie dieses. Und es stellt sich mir die Frage, wie gehen wir mit unseren alt gewordenen Eltern und Kindern um und wie möchten wir selbst die letzte Wegstrecke im Leben bewältigen. Wohin mit all den Gefühlen, wie geklärt Verhältnisse schaffen, solange man noch kann. Lisa Ridzėn schafft in Bo reinen Charakter, in dem so viel zum Ausdruck kommt. Bo, ein alter, gebrechlicher Schwede lebt allein mit seinem Hund in seinem kleinen, einsam gelegenen Haus. Drei Mal täglich kommt der Pflegedienst hin und wieder kommt Hans der Sohn. Seine Frau lebt im Pflegeheim und ist in der Demenz gefangen. In seinen einsam Stunden lässt Bo sein Leben Review passieren, wenn er nicht gerade einschläft. Und so erfahren wir Bo's Lebensweg. Diesen erzählt er -innerlich in seinen Gedanken seiner verschwunden Frau oder seinem Sohn. Aber er spricht seine Gedanken nicht aus. Und er beginnt über sein Verhältnis zum eigenen Vater und allen Menschen, die ihm nahe waren, nachzudenken. Bo, der kleine fleißige Junge, der kauzige Patient und Nachbar, der liebevolle Vater und Ehemann, der strenge, ungeduldige Vater, stolze Großvater und sieche alte Mann. So viele Facetten eines Menschen, so wunderbar beschrieben. Man meint fast ihn so gut zu kennen und ihm beim Schläfchen auf der Küchenbank zu beobachten. Faszinierend erzählt Lisa Ridzėn von Leben in ländlicher Landschaft, von Liebe und Zuneigung, Veränderungen und Stillstand. Gekonnt wird die Geschichte von Sixten, dem Hund, hineingewebt. Der Schreibstil passte hervorragend. Die Gedankensprünge, das ineinander fließen, dies passte perfekt zu einem sehr alten Menschen. Mir hat diese stille und doch so lebendige Geschichte ausgezeichnet gefallen. Auch das drumherum, die Sozialleistungen in Norwegen, Nachbarschaftshilfe und die Art, wie Bo seine Geschichte durchdenkt mit allen Konsequenzen haben mich berührt. Ich habe geschmunzelt, war traurig und habe mitgelitten. Eine berührendes, besonderes Buch.

    Feb 6, 2026

  • whatabout_nadine
    whatabout_nadine

    299 Followers

    5.0

    Ein leises Buch, das mitten ins Herz getroffen hat

    Mit „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzen erwartet einen kein lauter, spannungsgeladener Roman , sondern eine stille, zutiefst berührende Geschichte über ein gelebtes Leben. Über das Verhältnis zwischen Vater, Kind und Enkelkind. Über das, was gesagt wurde und all das, was unausgesprochen bleibt. Über den Wandel von Generationen und darüber, wie der eigene Körper einen irgendwann zwingt, Abschied von dem Leben zu nehmen, das man kannte. Dieses Buch ist ruhig und gerade darin liegt seine ganze Kraft. Ja, es ist unfassbar traurig. Ich habe mehr als einmal nach einem Taschentuch greifen und bitterlich weinen müssen. Es gab so viele Momente, die mich tief im Innersten getroffen haben... weil sie so ehrlich sind, so nahbar, so schmerzhaft vertraut. Besonders intensiv wurde das Lesen für mich durch meine eigene Erfahrung: Ich musste mich im Februar von meiner Oma verabschieden, die an Demenz erkrankt war. Und während ich diese Geschichte gelesen habe, habe ich mich so oft wiedergefunden. In diesem schleichenden Abschied, der eigentlich schon viel früher beginnt. In dem Gefühl, dass der Mensch, den man liebt, nach und nach verschwindet und man irgendwann vor jemandem steht, der einem gleichzeitig vertraut und fremd ist. Wie oft habe ich mich gefragt, was in ihrem Kopf vorgeht. Warum Erinnerungen aus der Vergangenheit so viel präsenter waren als das Hier und Jetzt. Warum Gespräche weniger wurden, stiller, brüchiger. Dieses Buch hat genau dafür Worte gefunden, wo mir selbst oft die Sprache fehlte. Und so schmerzhaft viele Seiten auch waren, sie hatten gleichzeitig etwas Tröstliches. Etwas, das sanft ist. Fast wie eine leise Umarmung. Als ich die letzte Seite gelesen und das Buch geschlossen habe, war da nicht nur Traurigkeit. Da war auch Ruhe. Eine Art inneres Aufatmen. Vielleicht sogar so etwas wie Versöhnung. Ein Gefühl von Abschluss, das sich kaum greifen, aber deutlich spüren lässt. DANKE DAFÜR ❤️ Für mich wird dieses Buch unvergesslich bleiben. Ein absolutes Herzensbuch.

    Apr 16, 2026

3 of 131 reviews

SocialReads

Page-based comments

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buchkuh
buchkuhJan 8, 2026

Das fängt traurig an, der alte Herr scheint nicht glücklich und Hans,der Sohn, scheint nicht sehr nett bisher...m

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Author

About Lisa Ridzén

Lisa Ridzén, geboren 1988, ist Doktorandin der Soziologie und erforscht Männlichkeitsnormen in den ländlichen Gemeinden im hohen Norden Schwedens, wo sie selbst aufgewachsen ist. Heute lebt sie mit ihrem Hund in einem kleinen Dorf außerhalb von Östersund. Die Idee zu ihrem Debütroman »Wenn die Kraniche nach Süden ziehen« entstand, als sie ein Heft mit Notizen entdeckte, die das Pflegeteam ihres Großvaters der Familie nach dessen Tod hinterlassen hatte. Während des Schreibens besuchte Lisa Ridzén die Långholmen Writers Academy. Ihr Roman wird von Presse und Leser*innen weltweit gefeiert, erhielt zahlreiche Preise (2024 Best Book of the Year und Swedish Bookseller Award) und erscheint in 42 Ländern.

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