Villa Rivolta

Villa Rivolta

Hardback
4.361

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Description

Ein Mailänder Garten. Zwei Kindheitsfreunde, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe im Italien der goldenen sechziger Jahre.

Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn des großbürgerlichen Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Und Valeria, die eigensinnige Tochter des Dienstmädchens. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden.

Verbunden durch ein altes Familiengeheimnis erleben sie eine Jugend in den goldenen Jahren Italiens: Mailands mondäne Eleganz zwischen Dolce Vita und kultureller Revolution. Doch als Piero die Nachfolge seines Vaters antreten muss, verliebt sich Valeria in den Arbeitersohn Flavio, der Pieros Welt den Kampf ansagt.

Bestseller-Autor Daniel Speck (»Bella Germania«) erzählt uns eine epische Geschichte über Leidenschaft, Verlust und den Preis dafür, zu werden, wer wir wirklich sind.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
608
Price
25.70 €

Author Description

Daniel Speck, 1969 in München geboren, führt uns mit seinen Romanen durch Epochen und Mentalitäten zu uns selbst. Auf Reisen findet er Geschichten, Orte und Menschen, deren Schicksale ihn zu Geschichten inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seine Romane sind allesamt Bestseller und finden höchste Anerkennung bei Kritik und Leserschaft. ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit den Bestsellern ›Piccola Sicilia‹, ›Jaffa Road‹ und ›Yoga Town‹ zeichnet Daniel Speck ein vielstimmiges Panorama und baut Brücken zwischen den Kulturen. www.danielspeck.com

Posts

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Stimmungsvoller Roman rund um eine Villa und ihre Menschen 💫

Der Roman „Villa Rivolta“ von Daniel Speck erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte einer italienischen Villa und der Menschen, die mit ihr verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen familiäre Verflechtungen, persönliche Schicksale und die Frage, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind. Dabei entfaltet sich ein interessantes Bild von Identität und gesellschaftlichem Wandel, ohne dabei konkrete Wendungen vorwegzunehmen. Daniel Speck schreibt in einem stimmungsvollen, ruhigen Stil, der das italienische Setting besonders lebendig wirken lässt. Landschaften und Stimmungen sind so schön beschrieben, dass man sich leicht in die Geschichte hineinversetzen kann. Die Erzählstruktur auf zwei Zeitebenen ist dabei besonders gelungen, da sie Spannung erzeugt und nach und nach Zusammenhänge sichtbar macht. So was liebe ich sehr. Besonders gut gefallen haben mir das italienische Setting und der historische Kontext sowie das Thema des gesellschaftlichen Wandels. Auch der Schreibstil von Daniel Speck hat mich überzeugt, ebenso wie die Erzählweise auf zwei Zeitebenen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Das Ende hingegen hat bei mir einige Fragezeichen hinterlassen, da nicht alle Handlungsstränge vollständig aufgelöst werden. Insgesamt ist Villa Rivolta ein stimmungsvoller Roman, der sich besonders für Leser eignet, die wie ich, Familiensagas, historische Hintergründe und vielschichtige Erzählstrukturen schätzen, auch wenn sie mit einem eher offenen Ende leben können.

5

600 Seiten pure Freude: 👍👍👍👍👍

Ein Roman über Liebe, Lust und Leidenschaft oder eher: über eine lebenslange Freundschaft, starke Motoren und den Kampf für die eigenen Ideale. @danielspeck.autor bettet die moderne Industriegeschichte - Autos, Massenproduktion, Exportwirtschaft - gekonnt ein in eine epische (Familien-)Geschichte, die im Garten der Villa von Renzo Rivolta ihren Anfang nimmt. Der Autor liess sich inspirieren von «unvergesslichen Geschichten mit Piero und Lele Rivolta […]. Dennoch ist sie keine Biografie, sondern ein Roman, also das Werk meiner kreativen Imagination, die vergangene Ereignisse so erzählt, wie sie sich ereignet haben könnten.» Und wie er das macht: bildstark, wortgewandt und poetisch. Wie alles von Daniel Speck: unbedingt lesenswert!

600 Seiten pure Freude:

👍👍👍👍👍
5

Nehme ich ein Buch dieses Autors in die Hand weiß ich, dass ich die nächsten Stunden aus der Welt falle. Zwei Zeitstränge, die parallel laufen und am Ende zusammenfinden. Eine wundervoll erzählte Familiengeschichte. Und immer wieder Italien.

3.5

Die Schere zwischen Arm und Reich Renzo Rivolta baut sich in der Nachkriegszeit in Italien einen Konzern auf, der zunächst Kühlschränke und später Automobile verkauft. In seiner Villa treffen sein Sohn Piero und die Tochter der Hausangestellten, Valeria aufeinander. Es entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft zwischen den beiden, die sie ihr Leben lang begleiten soll. Auf zwei Zeitebenen erzählt Daniel Speck die bewegende Lebensgeschichte der beiden Hauptfiguren , deren gesellschaftlicher Hintergrund unterschiedlicher nicht sein könnte . Es geht um die goldene Zeit Italiens ( die Dolce Vita) und die anschließenden Studentenunruhen in den 1960er Jahren. Außerdem ist die Diskriminierung von Sizilianern, die zum Arbeiten nach Norditalien gezogen sind ein großes Thema. Während Piero und seine Familie der Inbegriff des Kapitalismus sind , kämpft Valeria‘s sizilianischer Freund Flávio verbissen für Arbeiterrechte. Konflikte sind da natürlich vorprogrammiert. Die Geschichte hat mir gut gefallen auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab. Gut gefallen hat mir auch, dass liebgewonnene Figuren aus „ Bella Germania“ in diesem Roman nochmal auftauchen . Leider blieben mir am Ende zu viele Fragen offen, so dass der Schluss für mich etwas unbefriedigend war. Ansonsten habe ich den Roman aber wieder gerne gelesen und fand es spannend in die Historie der Familie Rivolta einzutauchen.

5

Ein berührender Familienroman in den goldenen Jahren Italiens

„Villa Rivolta“ von Daniel Speck ist ein berührender Roman über alte Familiengeheimnisse und Freundschaften in den goldenen Jahren Italiens. Die Geschichte spielt in den 60er Jahren in Mailand und handelt von Piero Rivolta, der aus wohlhabendem Hause stammt und von Valeria, die alleine mit ihrer verwitweten Mutter lebt. Die beiden merken schnell, dass sie seelenverwandt sind, allerdings haben sie nie eine Chance darauf zusammen zu bleiben. Ich habe schon Bücher des Autors gelesen und liebe seinen lockeren und angenehmen Schreibstil. Da ich selbst Wurzeln in Italien habe gefallen mir italienische Settings immer besonders gut und auch die einzelnen italienischen Wörter, in der Geschichte, haben perfekt gepasst. Der Autor beschreibt das Leben in der Villa Rivolta mit viel Liebe zum Detail, so konnte ich mir bildlich alles sehr gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen. Es ist ein einfühlsamer Roman mit viel italienischem Flair in den goldenen Jahren Mailands und da die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen spielt bekommt man einen guten Einblick in die früheren und aktuellen Leben der Protagonisten. Mich konnte „Villa Rivolta“ absolut überzeugen und ich kann euch das Buch sehr empfehlen, es eignet sich auch perfekt als Urlaubslektüre.

3

Familiengeschichte Auf zwei Zeitebenen 1967 und 1976 spielt diese Dreiecksgeschichte (eine Frau und zwei Männer) im Wirtschaftswunder-Italien. Der Sohn einer alleinerziehenden Journalistin findet eine Wehrmachtspistole, wird in der Schule damit erwischt und bekommt Ärger. Daraufhin erzählt ihm die Mutter den Hintergrund der Waffe. Wie schon in Bella Italia spielt der Roman im Dunstkreis der Autobauerfamilie Rivolta. Wer Spaß hat an Autobauer-Latein, an simpel gestrickten Lebensratgeber-Weisheiten und einer vergeblichen Liebe, kommt in diesem Buch auf seine Kosten. Alle anderen können ihn ohne größeren Verlust getrost überspringen.

4

VILLA RIVOLTA Daniel Speck ET: 25.02.26 Mailand, Italien 1945: Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Valeria und Piero, die sich seit Kindertagen kennen. Doch während Piero der Sohn des großen Automobilherstellers Renzo Rivolta ist und in der prächtigen Villa lebt, arbeitet Valerias Mutter als Haushälterin für die Familie. Schon früh hat Valerias Mutter ihr eingeschärft, dass sie nichts anfassen oder annehmen darf, dass ihre Grenze die Küche ist und sie im Haus eigentlich nicht willkommen ist. Trotzdem besucht Valeria immer wieder Piero, und zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft. Wir begleiten sie bis ins Erwachsenenalter durch die goldenen Jahre Italiens. Während Piero Valeria nur freundschaftlich verbunden bleibt, verliebt sie sich in ihn. Zu spät erkennt sie, dass ihre unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründe immer zwischen ihnen stehen werden. Mailand, Italien 1979: Der 14-jährige Tonino, der Sohn der alleinerziehenden Valeria, findet in einem Graben im Garten eine deutsche Pistole aus dem Zweiten Weltkrieg. Er macht den Fehler, die Waffe mit in die Schule zu nehmen. Als er versucht, sie mit einem Freund gegen einen Walkman zu tauschen, werden die beiden von einem Lehrer erwischt. Tonino wird daraufhin von der Schule suspendiert. Als er seine Mutter fragt, wie die Pistole überhaupt in den Garten gekommen ist, beschließt Valeria, ihm endlich die Wahrheit zu erzählen – eine Wahrheit, über die bislang geschwiegen wurde. Daniel Speck erzählt hier eine große Familiengeschichte. Es geht um politische Umbrüche, um soziale Ungleichheit und um eine Liebe, die von Anfang an unter schwierigen Vorzeichen steht. Besonders gut gefallen hat mir das eingewobene Stück Zeitgeschichte: der Bau der Isetta, die Höhen und Tiefen des Familienunternehmens, soziale Missstände sowie das Dolce Vita der Reichen. Gleichzeitig gibt der Roman spannende Einblicke in die Unterschiede und Spannungen zwischen Nord- und Süditalien. Ich durfte das Buch lesen und hören. Sehr gerne habe ich dem Autor gelauscht. Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Hörbuches @argonverlag Fazit: Eine feinsinnige Erzählung, die mich sehr gut unterhalten hat. Wer bereits „Bella Germania“ mochte, wird auch hier wieder auf seine Kosten kommen. 4/5

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4.5

Ein Roman über Aufstieg, Träume und das Leben zwischen verschiedenen Welten. Daniel Speck zählt für mich ganz klar zu den Lieblingsautoren. Seine Romane sind hervorragend recherchiert, und ich mag besonders, wie er historische Hintergründe mit fesselnden Geschichten verbindet. In Villa Rivolta erzählt er die Geschichte einer Mailänder Unternehmerfamilie, die in den 1950er-Jahren mit der Entwicklung der Iso Isetta bekannt wurde und in den 1960ern sogar Sportwagen produzierte. Doch im Mittelpunkt steht nicht nur die Familie selbst, sondern auch eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen, die eng mit ihnen verbunden ist. Mein persönlicher Favorit von ihm bleibt allerdings Bella Germania

4

Epischer Familienroman

Der neueste Roman von Daniel Speck dockt ein bisschen an „Bella Germania“ an. Die Handlung spielt in Italien in den 1950er - 1970er Jahren. Er handelt von Familie und Identitätsfindung. Vor dem Hintergrund der 67er Revolution. Daneben gibt er Einblicke in das goldene Zeitalter der Automobilindustrie Norditaliens, mit so klingenden Namen wie Ferrari oder Lamborghini. Solider Roman, großartige Sprache!

4

Ganz im Stil von Bella Germania

Der Roman startet in Mailand Ende der 70er. Tonino findet eine alte Wehrmachts Pistole und wird in der Schule damit erwischt. Valeria seine alleinerziehende Mutter (die die Pistole versteckt hatte) 'flieht' mit ihm zu Freunden und erzählt ihm dort ihre Geschichte angefangen in ihrer Kindheit direkt nach dem 2. Weltkrieg, die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, die Beziehung zu ihrem besten Freund und auch warum Toninos Vater nicht bei ihnen lebt. Ein Roman über die Nachkriegsgeschichte Mailands, die Schwierigkeiten sizilianischer Flüchtlinge in Norditalien, einem kleinen Autofabrikant und der Studentenaufstände in den 60ern.

4.5

Ein Roman voller Facetten

Dies ist mein ersten Buch von Daniel Speck und sicher nicht mein letztes! Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen, aber der Prolog hat mich gefesselt. Der Schreibstil war zu Beginn nicht immer einfach. Mit jeder Seite las sich der Roman aber flüssiger und leichter. Zudem ändert sich der Schreibstil je nach Alter der Charaktere und je nach Figur spürbar, was mir sehr gut gefallen hat. Die Handlung spielt hauptsächlich in den 60er Jahren in Norditalien. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel über die politische Situation in Italien, Europa und Übersee. Auch wenn ich persönlich keinen Bezug zu dieser Zeit und dem Land habe, hatte ich beim Lesen das Gefühl dort zu sein. Für mich wirken die Figuren, die Umgebung und die Beziehungen der einzelnen Charaktere sehr authentisch. Der Inhalt des Romans lässt sich (zumindest nach meiner Ansicht) nicht auf ein einziges Thema herunterbrechen. Wie der Klappentext verrät geht es unter anderem um Liebe. Liebe die nicht erreichbar ist, Liebe die nicht oder auf einer anderen Ebene erwidert wird, die Liebe zur Familie, die Liebe zur eigenen Passion und vor allem der Liebe zu sich selbst. Daneben stehen die Kontraste unterschiedlicher sozialer und ökonomischer Gesellschaftsschichten, gesellschaftliche Normen und Gesetze der 60er Jahre in Italien und das Wirtschaftswachstum. Ich habe mir viele Stellen im Buch markiert, als Zitate in mein Tagebuch geschrieben oder in meinen Handy gespeichert, um sie nicht zu verlieren. Es steckt viel Wahrheit in den Worten. Bewusst wie unbewusst. Mich haben vor allem die Darstellung Italiens, die unvollkommene Liebe und Leidenschaft sowie die Gedanken der Protagonistin gefesselt. Ganz nebenbei habe ich meine Vorliebe für Autos vergrößern können. Einzig am Ende des Buche habe ich mich mit meinen noch offenen Fragen etwas allein gefühlt. So intensiv ich in diese Welt gesogen wurde, so abrupt habe ich sie nach 600 Seiten wieder verlassen müssen. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen.

5

Zwei Seelen, die füreinander bestimmt sind ✨

In dem Buch geht es um Valeria und Piero. Sie ist die Tochter einer Haushaltskraft in der Villa Rivolta und lebt dort mit ihrer Mutter. Piero ist der Sohn der sehr berühmten Familie Rivolta, da sie ein eigenes Automobilunternehmen besitzen. Wir sind in Mailand, Italien, 1960/1970er Jahre. Wir begleiten die Beiden im Kindesalter und wie sie erwachsen werden. Sie durchleben eine Jugend in den goldenen Jahren Italiens bis zur Revolution als junge Erwachsene. Zwei Seelen, die sich ein Leben lang begleiten. „Sie rechneten nicht mit dem Scheitern, sondern gingen eine Wette mit der Zukunft ein.“ Ein Buch - geschrieben wie ein Film. So schön anschaulich, die Sprache hat mich verschlungen. Die Kapitel wechseln zwischen der „Gegenwart“ 1979 und den jungen Jahren von Valeria und Piero. Sie werden in unterschiedlichen Klassen groß, aber Valeria gehört seit kleinauf zu der Familie Rivolta. Von dem Disput mit ihrer Mutter, der Liebe zwischen den Beiden, dem Aufstieg des Automobilkonzerns, Valeria‘s Schwangerschaft bis zu Piero‘s Ehe liest man sich ein Mal durch das Leben der Beiden, die einem sehr ans Herz wachsen. Ein tolles Buch, eine tolle Geschichte. ✨🤍 „So musste man das ganze Leben angehen, dachte Valeria: nicht reagieren auf das, was einem geschah, sondern die Zukunft in die eigenen Hände nehmen.“

4.5

Einer der wenigen deutschen Autoren, den ich immer wieder sehr gerne lese.

"Sich zu erzählen, dass man zu den Guten gehörte, fiel leichter, als zu erkennen, dass die Grenze zwischen Gut und Böse mitten durch jeden Menschen verlief. Und jeder Entscheidung - selbst wenn es nur das Zucken eines Fingers am Abzug war - konnte ein Leben ins Verderben stürzen. Das war der Boden unserer Existenz: so brüchig, dass wir uns an Geschichten klammerten, die Halt versprachen - egal, ob echt oder erfunden. Wir suchten nicht Wahrheit, sondern Trost." Ich liebe die Bücher von Daniel Speck und somit stand es außer Frage, dass ich sein neues Werk "Villa Rivolta" definitiv lesen werde. Dieses Buch ist Piero und Lele Rivolta gewidmet, mit denen Daniel Speck viele Gespräche geführt hat. Trotz allem ist dieses Werk keine Biografie der Familie Rivolta, sondern eine fiktionale Geschichte. Mailand 1979: Tonino hat richtig Mist gebaut und steckt nun in Schwierigkeiten. Seine Mutter Valeria weiß sich nicht anders zu helfen, als ihn direkt ins Auto zu packen und mit ihm zu Piero zu fahren - denn Piero kann immer alles richten. Auf dieser Fahrt erfährt Tonino endlich die Geschichte zwischen seiner Mutter und ihrem anime gemelle Piero. Eine Geschichte, die viele Geheimnisse offenbart. Nachkriegszeit in Italien: Piero, der als Sohn eines Automobilunternehmers in einer Mailänder Villa aufwächst, freundet sich entgegen gängiger Konventionen mit Valeria, der Tochter der Dienstmagd, an. Es ist eine Freundschaft fürs Leben, die beide nicht nur durch die goldenen Jahre trägt, sondern auch durch die Unruhen der Studentenbewegung. Doch als Pieros Vater plötzlich stirbt und Piero mit gerade einmal 25 Jahren die Firma und Verantwortung übernehmen muss, ändert sich alles. Und jeder von ihnen muss den Preis fürs Erwachsenwerden bezahlen ... "Nein, Tonino. Glück kommt nicht von allein. Man muss es erschaffen. Mit Ideen. Mit Mut. Auch wenn du nicht weißt, ob du am Ende Erfolg hast, musst du es trotzdem wagen." Daniel Speck nimmt uns erneut mit ins wunderschöne Italien und verwebt Realität und Fiktion so gekonnt zu einer Geschichte, dass man beides kaum noch auseinanderhalten kann. Wir erleben hautnah den gesellschaftlichen Wandel Italiens in den 50er und 60er Jahren und den wirtschaftlichen Aufschwung. Speck lässt uns tief eintauchen in die mondäne Welt der Rivolta Automobile und den Beginn und Höhepunkt der Studentenunruhen und Arbeiterstreiks gegen Ende der 60er Jahre. Als Fan alter und schneller Sportwagen, kam ich hier zusätzlich auf meine Kosten, denn wer kennt nicht den wunderschönen Iso Grifo, der aufgrund der geringen Stückzahlen, die vom Band gingen, heutzutage ein absolutes Sammlerauto ist. Das sind noch Autos für die man schwärmen kann. Specks Roman ist gewohnt emotional erzählt. Und wie immer schafft er es mich in eine andere Zeit und Welt zu versetzen. So ist „Villa Rivolta“ nicht nur ein Epos über eine Mailänder Industriellenfamilie, sondern vor allem ein Roman über Freundschaft und Liebe - und natürlich über italienische Sportwagen, die ihre eigene Geschichte erzählen. Ich hatte definitiv wieder einmal sehr viel Spaß mit Specks Geschichte und der Art uns diese zu erzählen. "Niemand ist perfekt, Tonino. Weißt du, was die Perfektion ist? Der Tod der Fantasie! Wenn du eine perfekte Welt vorfindest, musst du nichts mehr tun, richtig? Was uns inspiriert, ist doch gerade das Unfertige. Das, was uns fehlt! Also wenn dein Leben nicht perfekt ist - wunderbar! Das ist das Beste, was dir passieren kann! Es ist ein Projekt! Ein Abenteuer!"

Einer der wenigen deutschen Autoren, den ich immer wieder sehr gerne lese.
5

Eine gelungene Familiensaga um Freundschaft, Liebe, Familiengeheimnis, Klassenunterschiede mit italienisches Flair. Mit bildhaftem und fesselndem Erzählstil und auch historischen Anteilen führt der Autor durch die Geschichte der sympathischen und interessanten Charaktere.

5

„Villa Rivolta“ war für mich der erste Roman von Daniel Speck - und er hat mich von der ersten Seite an begeistert, wobei ich die Zeitebene, die 1945 beginnt, noch mitreißender fand, als das Geschehen 1979. Auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung! Die 600 Seiten, auf denen man Valeria und Piero begleitet, sind eine ganz besondere Lesezeit!

4

Geschichte authentisch erzählt

Seit Bella Germania bin ich Fan von Daniel Speck und auch sein neuestes Werk hat mich nicht enttäuscht. Wieder erzählt er auf zwei Zeitebenen und verbindet persönliche Schicksale mit italienischer Zeitgeschichte. Im Mittelpunkt steht Valeria, die Tochter einer Angestellten der Rivoltas – jener Familie, die im 20. Jahrhundert in Italien Sportwagen produziert. Und ich wiederhole mich gern: Wenn mich jemand für Autos begeistern kann, dann Daniel Speck. Mit viel Detailwissen, aber nie überladen, beschreibt er die Entstehung der Maschinen. Von ersten Skizzen über einzelne Bauteile bis hin zu dem besonderen Lebensgefühl hinter dem Steuer. Doch Villa Rivolta ist weit mehr als eine Hommage an italienische Ingenieurskunst. Im Zentrum steht die soziale Schere zwischen arm und reich. Piero Rivolta, der Sohn der Unternehmerfamilie, begegnet den Menschen offen und herzlich. Er hat Freundschaft mit Valeria geschlossen, sieht die Arbeiter als Teil einer großen Familie und führt mit jedem brüderliche Gespräche. Gleichzeitig bleibt ihm verborgen, welchen täglichen Kampf Menschen wie Valeria führen, die den Klassenunterschied schmerzhaft spüren. Behutsam steuert der Roman auf die Anfänge gesellschaftlicher Unruhen zu. Speck zeigt eindrucksvoll, wie Unmut im Volk entsteht und wie unterschiedlich Lebensrealitäten sein können. Viele Sätze habe ich markiert: Worte, die aus einem Sprüchebuch stammen könnten, aber so klug eingebettet sind, dass sie nie klischeehaft wirken. Besonders berührt haben mich die realen Bezüge. Speck führte lange Gespräche mit Piero Rivolta persönlich, reiste selbst an die Schauplätze und verleiht dem Setting dadurch spürbare Authentizität. Auch sprachlich schafft er Atmosphäre, indem er immer wieder italienische Begriffe einwebt. Leicht verständlich und doch voller Flair. Lediglich das Ende ließ mich etwas unbefriedigt zurück. Alles fügt sich stimmig zusammen, doch ein klarer Höhepunkt fehlt. Vielleicht, weil es weniger um dramatische Wendungen geht als um die Erkenntnisse, die das Leben bereithält und darum, dass es eben nicht immer das erhoffte Ende schenkt.

5

Tolles Buch über gesellschaftliche Zwänge, Beziehungsdramen , Wahrnehmung von Lebenswegen und verbundener Verantwortung

4

Das Leben, geht nicht immer den leichten Weg

Ein umfangreiches Sittengemälde verbunden mit der Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Eingebunden in ein gesellschaftliches Korsett wird die Heldin Valeria mit sich selbst, der Gesellschaft, deren Anforderungen an sie sowie den Meinungen/Ratschlägen anderer konfrontiert. In diesem "casino" versucht sie, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Häufig genug prallen ihre Vorstellungen mit der Realität zusammen, da Valeria einen beeindruckenden Willen - zuweilen Sturkopf - hat, kommt sie nicht sehr geschmeidig durchs Leben. Immer wieder zwischen der Welt der Reichen und der Unterschicht hin und her geworfen, gesteht sie sich nicht ein, wo sie gefühlsmäßig zuhause ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Freundschaft zu dem Industriellensohn Piero durch ihr Leben. Sein Leben scheint federleicht, nach dem Motto 'was kostet die Welt'. Die Schwierigkeiten in Pieros Leben wirken mehr wie Streiflichter des Unbills, als wirkliche, die Existenz beeinträchtigende Ereignisse. Hinzu kommen die politischen Wirren der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts und kommunistisches Gedankengut, dem sich Valeria nicht verschließen kann. Ihr von Deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg erschossener Vater schwebt über dem Ganzen. Ein glühender Partisane, der gegen die Nazis aufbegehrt hatte. Und auch die Mutter ist keine Figur, die als Vorbild taugt. Zu sehr verhaftet im Denken der Vorkriegsjahre, besonders was das Verhalten dienender Personen/Frauen angeht. Unterwürfig und dem Arbeitgeber ergeben. So erkennt Valeria schon in früher Kindheit die Distanz zwischen des gesellschaftlichen Schichten. Der Autor arbeitet dieses feine Netz an gesellschaftlichen Normen, Aufbegehren der jungen Generation, Abwenden von den Altvorderen und ihren überkommenen Vorstellungen präzise aus. Eingesponnen in banalen Alltag erwachsen immer wieder Problemsituationen, die die Grenzen der Protagonisten aufzeigen und ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken. Gegen gewisse Zwänge hilft auch das stärkste Aufbegehren nichts. Wie auch schon in seinen anderen Romanen, entpuppt sich Daniel Speck als Meister der feinsinnigen Erzählung, dem es wunderbar gelingt, seine Helden durchs Leben wandern zu lassen und dabei die Zwänge eines jeden individuell mit dem Geschehen interagieren zu lassen. So ergibt sich ein detailreiches Sittengemälde einer vergangenen Zeit.

Das Leben, geht nicht immer den leichten Weg
5

Highlight

“Villa Rivolta“ ist der neue Roman von Bestsellerautor Daniel Speck. Inspiriert von Gesprächen mit Piero und Lele Rivolta hat er einen wundervollen Roman geschrieben in dem er uns auf eine Zeitreise durch das Italien der Nachkriegszeit bis in die Siebzigerjahre entführt. Im Fokus der Handlung stehen Pireo und Valeria, die sich als Kinder in einer Mailänder Villa kennenlernen. Trotz gewaltiger Standesunterschiede entsteht eine tiefe Freundschaft die Jahrzehnte überdauert. Es ist keine typische italienische Lovestory sondern zeigt auf wie vielfältig die Liebe ist. So hat Daniel Speck hier eine sehr komplexe Familiengeschichte gesponnen und es war sehr spannend zu ergründen wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickeln und wohin sie das Leben führt. Dabei hat Daniel Speck es überragend geschafft eine unglaublich starke Atmosphäre zu kreieren die das Italien der Nachkriegszeit so richtig lebendig werden lässt. Wir bekommen sehr intensive Einblicke in die gesellschaftlichen Strukturen, die Wirtschaft und die Politik. Zudem spielt das Thema Mobilität eine große Rolle. Italien ist ja nun mit Fiat, Alfa Romeo, Ferrari und all den anderen Automobilbauern eine der Grundfesten in der Branche und es war mir, als Liebhaberin schöner und schneller Italiener, ein wahres Fest zu lesen wie viel Liebe und Leidenschaft in der Entwicklung und Verwirklichung steckt. Diese Mischung aus Dolce Vita, den Luxuskarossen und den teilweise sehr schweren Lebensumständen ist einfach so gut gelungen und zeigt das Leben in Bella Italia in allen Facetten. Abgerundet wurde das Ganze von Daniel Specks wunderbaren Schreibstil der sehr poetisch, ja gar philosophisch, aber trotzdem direkt und auf den Punkt ist. Was er hier über Liebe, Elternschaft und Beziehungen schreibt hat mich echt berührt und total abgeholt. Das Buch ist mit über 600 Seiten schon sehr umfangreich aber ich habe es wirklich von Anfang bis Ende geliebt. Es ist eine dieser Geschichten in die man einfach abtaucht mit dem Gefühl so mittendrin im Geschehen zu sein und die man eigentlich nicht mehr loslassen möchte… Für mich ist “Villa Rivolta“ definitiv ein Jahreshighlight und reiht sich fortan auch in die Liste meiner Alltime Favourites ein. Eine absolute Herzensempfehlung…

Highlight
5

Ich habe bereits mehrere Romane von Daniel Speck gelesen – und geliebt. Umso größer war die Vorfreude auf „Villa Rivolta“! Auch dieses Buch reiht sich nahtlos in Specks Reihe erzählerisch starker Werke ein. Besonders hervorzuheben ist das atmosphärische Setting in Italien, das der Autor mit großer Detailverliebtheit und spürbarer Leidenschaft zum Leben erweckt. Die Schauplätze wirken authentisch und lebendig, sodass man sich beim Lesen mühelos dorthin versetzt fühlt. Dieses mediterrane Flair ist ein großer Teil dessen, was den Roman so besonders macht. Außerdem mochte ich die Protagonisten Valeria und Piero auf Anhieb. Ich habe die beiden sehr gern begleitet und finde es beeindruckend, wie Speck ihre privaten Lebensgeschichten mit gesellschaftlich wichtigen Themen wie den damaligen Klassenunterschieden verknüpft. Typisch für den Autor ist der kunstvoll aufgebaute Erzählstil: Mehrere Handlungsstränge - hier zwei Zeitebenen - verlaufen parallel, greifen ineinander und entfalten nach und nach ein vielschichtiges Gesamtbild. Gerade dieses Zusammenspiel sorgt für Spannung und Tiefe. Es macht großen Spaß, die einzelnen Fäden zu verfolgen und zu beobachten, wie sie sich schließlich miteinander verbinden. Lediglich das Ende, das sehr offen gehalten ist, hat mich etwas enttäuscht. Hier hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht. Der Schreibstil von Daniel Speck ist wie gewohnt flüssig, bildhaft und sehr zugänglich. Er versteht es einfach, komplexe Geschichten leicht lesbar zu erzählen. Insgesamt ist „Villa Rivolta“ ein weiterer gelungener Roman eines Autors, dessen Bücher für mich inzwischen eine feste Größe sind. Wer seine bisherigen Werke mochte, wird auch dieses Buch lieben – und wer ihn noch nicht kennt, findet hier einen wunderbaren Einstieg.

4

Mailand - ich liebe diese Stadt

Eine schöne Geschichte über Italien, einer alten Villa und eine Familiensage. Sie wird in zwei Zeitsträngen erzählt und man fühlt sich wie in Italien. Schöne Story mit nicht zu viel Tempo, dafür mit ausführlichen Beschreibungen.

4.5

Das Cover ist schön und auch sehr passend zum Inhalt des Buches. Der Schreibstil ist - wie von Daniel Speck gewohnt sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und die zwei zeitlichen Perspektiven, die eingenommen werden, sind passend und spannend. Das Setting in den 60er Jahren in Mailand ist sehr spannend und auch der Bezug zur Automobilbranche, sowie zur Revolution habe ich spannend und nicht als überladen empfunden. Valeria habe ich als Hauptprotagonistin wahrgenommen. Eine starke Frau, die nicht ganz in die Gesellschaft passt, unabhängig sein will und es doch nicht schafft sich ganz zu lösen. Die Personen um sie herum sind authentisch, ungleich und konfliktbelastet. Eine hohe Heterogenität in den Personen, macht das Lesen und vor Allem das Verständnis gegenüber manchen nicht immer einfach, aber es wirkt alles echt und ehrlich aus dem Leben heraus. Emotional ist es auf jeden Fall sehr mitreißend. Von Liebe, über Freundschaft, geplatzte Träume und der Platz in der Gesellschaft. Ich kann es wärmstens empfehlen.

4

Eine grandiose Geschichte über eine Freundschaft, die leider nie zur Liebe wurde, aber vielleicht gerade deswegen so besonders ist. Ich habe mich dauerhaft wohl in diesem Buch gefühlt und so viele Stellen zum Nachdenken markiert und dann kam für mich das vollkommen unverständliche Ende, was so viele Fragen offen ließ und so schade war, weil es dem Buch in der Gesamtheit einfach einen Stern klaut. So schade.

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