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"Nichts hielt eine Gemeinschaft so effektiv zusammen wie der gemeinsame Hass auf jemand anderen." "Tollwut, sogt ma heid. Hubertuskrankheit homs mir früher genannt, oder Hundswut. Bloß dann ist da Wolf gfährlich." "So lange wir nichts anderes wissen, so lange war das ein Wolf." Als 1932 kurz vor dem 2.Weltkrieg in einem kleinen bayerischen Dorf bestialische Morde geschehen, beschließen die Bewohner, allen voran die Mächtigsten und Einflussreichsten, selbst für Aufklärung zu sorgen. Die erste Vermutung, dass ein Wolf dafür verantwortlich sei, wandelt sich. Der Einsiedler Köhler gerät in den Fokus und was folgt ist eine einzige Hetze und Aneinanderreihung von Gerüchten, Lügen und Vermutungen, die letztendlich zu einem Urteil führen, das grausamer und unfassbarer nicht sein könnte. Die Dynamik, die sich entwickelt, ist erschreckend. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, die Dialoge im bayerischen Dialekt haben es sehr authentisch gemacht. Der Inhalt ist allerdings nichts für schwache Nerven, vor allem das letzte Drittel ist unheimlich brutal und hat mir ab und zu eine Pause abverlangt. Allerdings bleiben doch einige Fragen unbeantwortet. Trotzdem eine Leseempfehlung von mir ⭐
Jan 12, 2025
"Nichts hielt eine Gemeinschaft so effektiv zusammen wie der gemeinsame Hass auf jemand anderen." "Tollwut, sogt ma heid. Hubertuskrankheit homs mir früher genannt, oder Hundswut. Bloß dann ist da Wolf gfährlich." "So lange wir nichts anderes wissen, so lange war das ein Wolf." Als 1932 kurz vor dem 2.Weltkrieg in einem kleinen bayerischen Dorf bestialische Morde geschehen, beschließen die Bewohner, allen voran die Mächtigsten und Einflussreichsten, selbst für Aufklärung zu sorgen. Die erste Vermutung, dass ein Wolf dafür verantwortlich sei, wandelt sich. Der Einsiedler Köhler gerät in den Fokus und was folgt ist eine einzige Hetze und Aneinanderreihung von Gerüchten, Lügen und Vermutungen, die letztendlich zu einem Urteil führen, das grausamer und unfassbarer nicht sein könnte. Die Dynamik, die sich entwickelt, ist erschreckend. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, die Dialoge im bayerischen Dialekt haben es sehr authentisch gemacht. Der Inhalt ist allerdings nichts für schwache Nerven, vor allem das letzte Drittel ist unheimlich brutal und hat mir ab und zu eine Pause abverlangt. Allerdings bleiben doch einige Fragen unbeantwortet. Trotzdem eine Leseempfehlung von mir ⭐
Jan 12, 2025







