Der Turm der Lichter
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Description
Book Information
Author Description
Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit fantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Mit den »Sturmlicht-Chroniken«, seinem großen Epos um das Schicksal der Welt von Roschar, erobert er regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten und begeistert auch in Deutschland viele Zehntausende Fans. Er wird bereits als der J. R. R. Tolkien des 21. Jahrhunderts gepriesen. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.
Posts
Die Damen übernehmen den Plot - und wie!
Der vierte Band der Strumlichtchroniken konzentriert sich ganz auf Protagonistinnen, die bisher eher in der zweiten Reihe standen und ich liebe es! Dalinar Kholin und Jasnah sind mit den Streitkräften der Koalition sowie den meisten Strahlenden auf einem Feldzug in Emul. Adolin, Schallan und einige Begleiter sind in Schadesmar. Sie reisen zur Festung Dauertreu, um die Ehrensprengsel mit den Menschen, insbesondere den Strahlenden Rittern, auszusöhnen. Allerdings hat Schallan dabei im Auftrag der Geisterblüter noch einen weiteren geheimen Auftrag. Dieser Nebenplot wird etwas ausführlicher ausgeführt und da war ich voll dabei. Adolin hat hier wieder einige Sternstundenmomente und beweist mir einmal mehr, warum ich ihn so liebe. Er ist einfach ein so unfassbar guter und aufopferungsbereiter Charakter. Schallan ringt währenddessen wieder einmal mit sich selbst - im Plural! - und muss sich wieder einmal verdrängten Ereignissen aus ihrer Vergangenheit stellen, wenn sie nicht scheitern will. Und glaubt mir, da warten immer noch einige krasse Enthüllungen! In erster Linie spielt die Handlung allerdings in Urithiru, wo Navani mit dem üblichen täglichen Wahnsinn aus Administration und wissenschaftlicher Forschung rechnet. Stattdessen gelingt es den Sängern unter der Führung der Verschmolzenen Raboniel in einer unerwarteten schnellen Aktion den Turm zu erobern. Die Besatzer arbeiten daran, den Zwilling, das Sprengsel des Turmes, zu korrumpieren. Die Folge des ersten Teilerfolgs ist, dass so gut wie alle anwesender Strahlenden in ein Koma versetzt werden. Eine der wenigen Ausnahmen ist Kaladin, der eine Auszeit vom aktiven Dienst nehmen musste und seine Tätigkeit als Arzt wiederaufgenommen hat. Er taucht unter und überlegt sich Mittel und Wege, den Zwilling zu schützen und Widerstand zu leisten, ringt dabei aber mit seiner PTSD. Raboniel erweist sich als Wissenschaftlerin, die Navani dazu ermuntert, ihre eigenen Forschungen in Isolation fortzusetzen. Navani geht es zunächst darum, Zeit zu schinden, sie wird aber durch Enthüllungen der Verschmolzenen und eigene Entdeckungen auch zu immer weiteren Erkenntnissen zum Wesen des Sturmlichts und des Leerlichts und den Tönen Roschars gedrängt. Beide Frauen inspirieren sich gegenseitig und verstehen sich auf einer gewissen Ebene auch. Beiden geht es aber auch darum, ihre eigenen Ziele zu verwirklichen und den Zwilling umzudrehen bzw. zu retten. Diese Beziehung zu verfolgen und so viel Neues über Roschar zu lernen hat mich regelrecht geflasht. Zuletzt darf auch Venli nicht vergessen werden, alles andere als ein Lieblingscharakter von mir, aber ihre Entwicklung bleibt dennoch spannend. Mithilfe ihres Sprengsels Timbre ist sie insgeheim frei von Odiums Einfluss und such nach Wegen in die Freiheit für sich selbst und ihre Verbündeten.
5 🌟 Die Seele des Kämpfers - Ein Plädoyer für Empathie und Fürsorge.
Ich bin fertig! Komplett! Emotional am Ende!🥹💔 Man liest dieses Buch nicht, man wird Zeuge einer seelischen Katharsis. Der Turm der Lichter ist nicht nur High Fantasy, es ist eine tiefgründige und elegant erzählte Abhandlung über das was nach der Schlacht wirklich zählt: die Seele des Kämpfers. Der wahre Fokus liegt auf dem Trauma und den Nachkriegsfolgen, und niemand verkörpert das so schonungslos wie Kaladin. Seine Geschichte ist ein Meisterstück. Brandon Sanderson behandelt Depression und das Trauma, das Soldaten mit nach Hause nehmen mit einer schonungslosen Ehrlichkeit. Die Darstellung der psychischen Wunden, der Kampf ums Überleben nach dem Krieg ist ein emotionaler Spiegel für die Tragödien in unserer heutigen Welt. Man wird unweigerlich daran erinnert wie wichtig es ist, diese Helden die mit den unsichtbaren Narben des Krieges ringen zu sehen und für sie da zu sein. Die finale Szene, in der Dalinar Kaladins inneren Kampf vollständig validiert und versteht, ist eine zutiefst menschliche Lektion. Und dann ist da der Mann, für den ich mir wünsche er würde aus dem Buch steigen: Adolin Kholin! Er gewinnt nicht nur den Preis für den besten Ehemann aller Zeiten, er ist der Beweis, dass wahre Heldentaten auch im Anzug (oder in diesem Fall, in einer perfekt sitzenden Rüstung) passieren. Er ist die Definition von moderner Männlichkeit: stark, tapfer, kann tanzen aber seine wahre Superkraft ist seine unerschütterliche Sanftheit. Er ist der Fels der seine Liebste mit einer so bedingungslosen Liebe hält, dass er lächelnd mit all ihren Persönlichkeiten spricht. Während alle anderen mit Göttern und magischen Eiden ringen, fragt Adolin einfach: "Wie geht es dir?" 🥹 Seine ruhige, charmante Stärke ist der emotionale Anker in der stürmischen Dunkelheit. Er ist der Grund warum diese Serie trotz aller Schwere so viel Herz hat! Die Fähigkeit, all diese Fäden, von Navanis wissenschaftlichen Entdeckungen über die kosmische Wucht des Krieges bis hin zur tiefen, sozial relevanten Psychologie, zu einem so kohärenten, eleganten und zutiefst menschlichen Epos zu verweben ist pures Schreibgenie. Dieses Buch hat meine Erwartungen gesprengt. Es ist eine Pflichtlektüre für alle die verstehen wollen, was wahre Stärke, wahre Liebe und die Verantwortung der Gemeinschaft bedeuten.

Der Turm der Lichter war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt. Es gab so viele interessante Handlungsstränge, dass ich wirklich jede einzelne Perspektive geliebt und verschlungen habe. Sanderson versteht es meisterhaft, seinen Charakteren diese unglaubliche Tiefe und Komplexität zu geben. Man fühlt und leidet an allen Stellen mit. Gerade deshalb sind die Momente der Entwicklung und des Über-sich-Hinauswachsens umso kraftvoller. Ich war nicht bereit für Kaladins Wiedersehen mit Tien. Was mich aber völlig unerwartet abgeholt hat, waren die Kapitel von Navani. Obwohl es sehr wissenschaftslastig war, war die Dynamik zwischen ihr und Raboniel einfach unschlagbar. Ich wollte unbedingt wissen, welche Geheimnisse der Turm noch verbirgt und der Ausgang ihrer gemeinsamen Arc hat mich dann doch sehr mitgenommen. Wie immer sind die letzten 300 Seiten einfach nur vorbeigeflogen. Man kann dieses Buch nicht weglegen!
Auch der vierte Band der Sturmlicht-Chroniken "Rhythm of War" wurde für die deutsche Übersetzung wieder auf 2 Bände aufgeteilt. Etwas anders als sonst, ist zwischen den Bänden in Roschar aber etwas Zeit ins Land gegangen, nämlich ungefähr ein Jahr. Das kommt der ganzen Geschichte zugute, ich fand es schon etwas merkwürdig, dass in den 6.000 Seiten zuvor auch nur etwa ein Jahr vergangen ist. Dafür ist dann doch zu viel passiert. Die Probleme der Charaktere kommen hier sehr gut rüber, vor allem Kaladins emotionalen Zustand hab ich deutlich besser wahrgenommen als zuvor. Wo in den anderen Büchern mehr über seinen Zustand gesprochen wird, erlebt man ihn hier aus seiner eigenen Perspektive. Sad Boy Kaladin ist voll auf 11 gedreht. Schallans multiple Persönlichkeit ist einerseits sehr interessant, andererseits aber auch anstrengend zu lesen, weil man immer aufpassen muss, welche Persönlichkeit gerade dran ist. Ich weiß gar nicht genau, ob mir Schallans Kapitel dadurch gut oder schlecht gefallen haben, auf jeden Fall aber stechen sie heraus. Von Dalinar gibt es dieses Mal relativ wenig, dafür rückt Navani mehr in den Vordergrund. Wie in Oathbringer spielt ein recht großer Teil der Handlung in Schadesmar. Und auch dieses Mal werde ich mit dieser Welt einfach nicht warm. Die Sprengsel, die in Roschar so fantastisch faszinierend sind, werden in Schadesmar für meinen Geschmack zu menschlich. Außerdem habe ich manchmal den Eindruck mit jedem Buch etwas weniger zu verstehen. Personen, Begriffe und das Magiesystem werden immer noch weiter ausgeführt und ich würde manchmal gerne den ein oder anderen Begriff kurz nachschlagen können. Vielleicht haben andere Leser damit ja nicht so Schwierigkeiten und es ist eher ein Problem von mir. Der Gesamteindruck ist jedoch wieder durchaus positiv und das ist hauptsächlich auf die Verbundenheit mit den Charakteren zurückzuführen. Denn auch, wenn man hin und wieder nicht ganz durchblickt, die Charaktere sind es wert.

Reise vor Ziel, du Ba****d
Dies hier ist das achte deutsche Buch; und dis zweite Hälfte des englischen vierten. Abertausende Seiten. Hunderte Kapitel. Dutzende Enthüllungen. Und noch immer gibt es zig Mysterien, die es aufzudecken gilt. Noch immer ist nicht vollends klar, wie das mit den Sprengseln alles funktioniert. Gerade deshalb ist es so interessant, dass man weiterlesen muss. In diesem Buch gibt es wirklich befriedigende Antworten, jedoch entstehen dadurch neue Fragen. Mein Durst ist noch lange nicht gestillt. Mittlerweile fällt mir der Schreibstil überhaupt nicht mehr negativ auf. Vielleicht liegt es aber auch nur an einer Art Stockholm-Syndrom. Die Perspektivenwechsel halten die einzelnen Handlungsstränge spannend, ohne einen zu großen Cliffhanger-Moment erleben zu müssen. Die Dynamik zwischen Navani und Raboniel war sehr stark, ebenso zwischen Raboniel und Venli. Raboniel stellt für mich das Highlight in diesem Buch dar neben Kaladins Passagen. Sie wirkte sehr komplex und unberechenbar auf positive und negative Weise. Twists und Wendungen kommen nicht zu knapp. Und die Spannung bleibt über hunderte Seiten sehr hoch. Ich bin absolut begeistert. Ich möchte einfach direkt weiterlesen, jedoch gibt es derzeit die beiden Folgebände nur als Hardcover für je 26€, was eine Investition von 52€ bedeuten würde. Also ist erstmal warten angesagt. Es wird sich lohnen.
Deutlich persönlicher und emotionaler als ich gedacht hätte
Ich bin fassungslos. Schockiert. Gerührt. Traurig. Hoffnungsvoll. Und vor allem gespannt auf die (erstmal) letzten beiden Hauptbände der Reihe „Winde und Wahrheit“ und „Kampf der Meister“. Sanderson typisch ist in diesem Buch auf den letzten 200 Seiten dermaßen viel passiert, dass ich einfach nicht aufhören konnte weiterzulesen. Ich finde es lustig, dass wirklich jedes Sanderson-Buch ab der 80% Lesefortschritt Marke einem die Fähigkeit nimmt das Buch zur Seite zu legen. Besonders Shallan und Kaladin haben eine gewaltige Entwicklung durchzogen und viele Traumata, Sorgen und Probleme generell der Beiden haben bei mir…sagen wir mal „sehr gehittet“, da ich viele Gedankengänge von gerade Kaladin aus meinem eigenen Leben nachempfinden konnte und ich mehrfach zu Tränen gerührt wurde. Absolute Leseempfehlung, aber wer bei diesem Buch angekommen ist wird die Reihe eh zu Ende lesen! Leben vor Tod!🌪️
3/5 (Hörbuch)
Ich zweifle nicht daran, dass die Sturmlicht-Chroniken wahrscheinlich die durchdachteste und am besten ausgearbeitet Fantasy Reihe überhaupt sind, leider trifft das Ganze meinen Geschmack aber nicht so ganz. Die ersten zwei (bzw. im deutschen vier) Bücher fand ich wirklich gut, zwar slow paced aber es hat sich echt eine Interessante Welt aufgebaut und es war noch nicht zu verwirrend. Das dritte Buch (bzw. im deutschen 5 und 6) war ebenfalls noch ziemlich gut, da hat die Komplexität aber schon deutlich angezogen. Dieses Buch war für mich jetzt einfach drüber. Ich habe mir wirklich wirklich Mühe gegeben alles zu durchblicken aber habe es definitiv nicht geschafft. Es sind zu viele Namen, Götter, Länder, "Fachbegriffe", ... für mich einfach zu viel um daran wirklich noch Spaß zu haben. (Das Problem hatte ich mit High-Fantasy übrigens noch nie in der Art und ich habe schon SEHR viel davon gehört/gelesen, damals habe ich das aber noch nicht mit Apps getrackt.) Navanis POV z.B. war oft auch extrem wissenschaftlich, das habe ich auf der Arbeit schon genug und brauche es nicht in meinem Privatleben. Mir hat da einfach der Spaß gefehlt. Ja, das Buch hatte definitiv seine spannenden und genialen Anteile, aber größtenteils habe ich mich eher durch das Hörbuch gequält und gehofft, dass es bald vorbei geht. Vielleicht werde ich trotzdem noch irgendwann weiterhören, einfach weil ich wissen will wie das Ganze irgendwann ausgeht, aber definitiv nicht in nächster Zeit.
Von depressiven Helden und verrückten Gegenspielern
Die 'Sanderlanche' hat hier mal wieder komplett zugeschlagen. Die Menge an neuen Entwicklungen in den letzten 15% des Buches sind überwältigend- und lassen mich mit Vorfreude auf die letzten zwei Bänder schauen. Auch wenn in diesem Band für meinen Geschmack zu wenig Adolin dabei war, sind die Entwicklungen in und um Urithiru doch nicht weniger fesselnd. Zwischen dem Erreichen des Vierten Ideals von Kaladin, dem Binden des Zwillings von Navani oder dem Tod von Teft ist dort so viel passiert, dass man das alles erst einmal verarbeiten muss. Taravangian als neuer Odium hat sich auch angedeutet, ist schlussendlich aber sehr gut umgesetzt geworden. Kaladin und Szeths Reise nach Schinovar ist ein Teil, auf den ich mich wahnsinnig freue. Nun neigt sich die Serie so langsam aber sicher ihrem Ende zu - und klar, nach ca 8000 Seiten ist so unfassbar viel passiert, und doch möchte man nicht, dass es endet. Die Spannung auf das Ende besteht aber ohne Zweifel und ich freue mich auf die letzten 2000 Seiten dieser Saga.
𝐃𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐫𝐦 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐫 ist der zweite deutsche Teil von Band 4 Der Stormlightarchives - Rhythm of War. In diesem Buchteil geht die Geschichte rund um die Besetzung des Turms weiter. Im Turm existiert ein uraltes Sprengsel, welches die Bringer der Leere für ihre Zwecke verderben wollen, während Navani und Kaladin händeringend nach einem Mittel suchen, dieses Ziel zu vereiteln. Dieses Buch ist in grossen Teilen Navanis Buch, die hier als Wissenschaftlerin zu Höchstformen aufläuft. Einige der beeindruckendsten Sequenzen erleben wir im Zusammensoiel zwischen ihr und Raboniel. Und obwohl Adolin und Schallan hier nur wenig auftauchen, sind gerade auch ihre Entwicklungen so schön anzusehen. Adolin, der sich immer mehr mausert vom Söhnchen hin zu einer verantwortungsbewussten und empathischen Persönlichkeit und Schallan, die endlich ihre abgespaltenen Anteile in ihre Persönlichkeit integriert. Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die vielen Rückblicke auf Venli und Eschonai. Das war unnötig viel und man hätte es nicht gebraucht, um alles zu verstehen. Und der ganze Physikkram ist ja nie so meins, kann ich mich einfach nicht so für begeistern, scheint aber total Sandersons Ding zu sein. Hier habe ich mich oft ausgeklingt. Insgesamt war das jedoch zusammen mit Rhythmus des Krieges ein sehr episches Abenteuer, kommt für mich aber nicht an Oathbringer heran, mein vorläufiger Lieblingsband in den Sturmlichtchroniken.

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Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit fantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Mit den »Sturmlicht-Chroniken«, seinem großen Epos um das Schicksal der Welt von Roschar, erobert er regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten und begeistert auch in Deutschland viele Zehntausende Fans. Er wird bereits als der J. R. R. Tolkien des 21. Jahrhunderts gepriesen. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah.
Posts
Die Damen übernehmen den Plot - und wie!
Der vierte Band der Strumlichtchroniken konzentriert sich ganz auf Protagonistinnen, die bisher eher in der zweiten Reihe standen und ich liebe es! Dalinar Kholin und Jasnah sind mit den Streitkräften der Koalition sowie den meisten Strahlenden auf einem Feldzug in Emul. Adolin, Schallan und einige Begleiter sind in Schadesmar. Sie reisen zur Festung Dauertreu, um die Ehrensprengsel mit den Menschen, insbesondere den Strahlenden Rittern, auszusöhnen. Allerdings hat Schallan dabei im Auftrag der Geisterblüter noch einen weiteren geheimen Auftrag. Dieser Nebenplot wird etwas ausführlicher ausgeführt und da war ich voll dabei. Adolin hat hier wieder einige Sternstundenmomente und beweist mir einmal mehr, warum ich ihn so liebe. Er ist einfach ein so unfassbar guter und aufopferungsbereiter Charakter. Schallan ringt währenddessen wieder einmal mit sich selbst - im Plural! - und muss sich wieder einmal verdrängten Ereignissen aus ihrer Vergangenheit stellen, wenn sie nicht scheitern will. Und glaubt mir, da warten immer noch einige krasse Enthüllungen! In erster Linie spielt die Handlung allerdings in Urithiru, wo Navani mit dem üblichen täglichen Wahnsinn aus Administration und wissenschaftlicher Forschung rechnet. Stattdessen gelingt es den Sängern unter der Führung der Verschmolzenen Raboniel in einer unerwarteten schnellen Aktion den Turm zu erobern. Die Besatzer arbeiten daran, den Zwilling, das Sprengsel des Turmes, zu korrumpieren. Die Folge des ersten Teilerfolgs ist, dass so gut wie alle anwesender Strahlenden in ein Koma versetzt werden. Eine der wenigen Ausnahmen ist Kaladin, der eine Auszeit vom aktiven Dienst nehmen musste und seine Tätigkeit als Arzt wiederaufgenommen hat. Er taucht unter und überlegt sich Mittel und Wege, den Zwilling zu schützen und Widerstand zu leisten, ringt dabei aber mit seiner PTSD. Raboniel erweist sich als Wissenschaftlerin, die Navani dazu ermuntert, ihre eigenen Forschungen in Isolation fortzusetzen. Navani geht es zunächst darum, Zeit zu schinden, sie wird aber durch Enthüllungen der Verschmolzenen und eigene Entdeckungen auch zu immer weiteren Erkenntnissen zum Wesen des Sturmlichts und des Leerlichts und den Tönen Roschars gedrängt. Beide Frauen inspirieren sich gegenseitig und verstehen sich auf einer gewissen Ebene auch. Beiden geht es aber auch darum, ihre eigenen Ziele zu verwirklichen und den Zwilling umzudrehen bzw. zu retten. Diese Beziehung zu verfolgen und so viel Neues über Roschar zu lernen hat mich regelrecht geflasht. Zuletzt darf auch Venli nicht vergessen werden, alles andere als ein Lieblingscharakter von mir, aber ihre Entwicklung bleibt dennoch spannend. Mithilfe ihres Sprengsels Timbre ist sie insgeheim frei von Odiums Einfluss und such nach Wegen in die Freiheit für sich selbst und ihre Verbündeten.
5 🌟 Die Seele des Kämpfers - Ein Plädoyer für Empathie und Fürsorge.
Ich bin fertig! Komplett! Emotional am Ende!🥹💔 Man liest dieses Buch nicht, man wird Zeuge einer seelischen Katharsis. Der Turm der Lichter ist nicht nur High Fantasy, es ist eine tiefgründige und elegant erzählte Abhandlung über das was nach der Schlacht wirklich zählt: die Seele des Kämpfers. Der wahre Fokus liegt auf dem Trauma und den Nachkriegsfolgen, und niemand verkörpert das so schonungslos wie Kaladin. Seine Geschichte ist ein Meisterstück. Brandon Sanderson behandelt Depression und das Trauma, das Soldaten mit nach Hause nehmen mit einer schonungslosen Ehrlichkeit. Die Darstellung der psychischen Wunden, der Kampf ums Überleben nach dem Krieg ist ein emotionaler Spiegel für die Tragödien in unserer heutigen Welt. Man wird unweigerlich daran erinnert wie wichtig es ist, diese Helden die mit den unsichtbaren Narben des Krieges ringen zu sehen und für sie da zu sein. Die finale Szene, in der Dalinar Kaladins inneren Kampf vollständig validiert und versteht, ist eine zutiefst menschliche Lektion. Und dann ist da der Mann, für den ich mir wünsche er würde aus dem Buch steigen: Adolin Kholin! Er gewinnt nicht nur den Preis für den besten Ehemann aller Zeiten, er ist der Beweis, dass wahre Heldentaten auch im Anzug (oder in diesem Fall, in einer perfekt sitzenden Rüstung) passieren. Er ist die Definition von moderner Männlichkeit: stark, tapfer, kann tanzen aber seine wahre Superkraft ist seine unerschütterliche Sanftheit. Er ist der Fels der seine Liebste mit einer so bedingungslosen Liebe hält, dass er lächelnd mit all ihren Persönlichkeiten spricht. Während alle anderen mit Göttern und magischen Eiden ringen, fragt Adolin einfach: "Wie geht es dir?" 🥹 Seine ruhige, charmante Stärke ist der emotionale Anker in der stürmischen Dunkelheit. Er ist der Grund warum diese Serie trotz aller Schwere so viel Herz hat! Die Fähigkeit, all diese Fäden, von Navanis wissenschaftlichen Entdeckungen über die kosmische Wucht des Krieges bis hin zur tiefen, sozial relevanten Psychologie, zu einem so kohärenten, eleganten und zutiefst menschlichen Epos zu verweben ist pures Schreibgenie. Dieses Buch hat meine Erwartungen gesprengt. Es ist eine Pflichtlektüre für alle die verstehen wollen, was wahre Stärke, wahre Liebe und die Verantwortung der Gemeinschaft bedeuten.

Der Turm der Lichter war wieder eine emotionale Achterbahnfahrt. Es gab so viele interessante Handlungsstränge, dass ich wirklich jede einzelne Perspektive geliebt und verschlungen habe. Sanderson versteht es meisterhaft, seinen Charakteren diese unglaubliche Tiefe und Komplexität zu geben. Man fühlt und leidet an allen Stellen mit. Gerade deshalb sind die Momente der Entwicklung und des Über-sich-Hinauswachsens umso kraftvoller. Ich war nicht bereit für Kaladins Wiedersehen mit Tien. Was mich aber völlig unerwartet abgeholt hat, waren die Kapitel von Navani. Obwohl es sehr wissenschaftslastig war, war die Dynamik zwischen ihr und Raboniel einfach unschlagbar. Ich wollte unbedingt wissen, welche Geheimnisse der Turm noch verbirgt und der Ausgang ihrer gemeinsamen Arc hat mich dann doch sehr mitgenommen. Wie immer sind die letzten 300 Seiten einfach nur vorbeigeflogen. Man kann dieses Buch nicht weglegen!
Auch der vierte Band der Sturmlicht-Chroniken "Rhythm of War" wurde für die deutsche Übersetzung wieder auf 2 Bände aufgeteilt. Etwas anders als sonst, ist zwischen den Bänden in Roschar aber etwas Zeit ins Land gegangen, nämlich ungefähr ein Jahr. Das kommt der ganzen Geschichte zugute, ich fand es schon etwas merkwürdig, dass in den 6.000 Seiten zuvor auch nur etwa ein Jahr vergangen ist. Dafür ist dann doch zu viel passiert. Die Probleme der Charaktere kommen hier sehr gut rüber, vor allem Kaladins emotionalen Zustand hab ich deutlich besser wahrgenommen als zuvor. Wo in den anderen Büchern mehr über seinen Zustand gesprochen wird, erlebt man ihn hier aus seiner eigenen Perspektive. Sad Boy Kaladin ist voll auf 11 gedreht. Schallans multiple Persönlichkeit ist einerseits sehr interessant, andererseits aber auch anstrengend zu lesen, weil man immer aufpassen muss, welche Persönlichkeit gerade dran ist. Ich weiß gar nicht genau, ob mir Schallans Kapitel dadurch gut oder schlecht gefallen haben, auf jeden Fall aber stechen sie heraus. Von Dalinar gibt es dieses Mal relativ wenig, dafür rückt Navani mehr in den Vordergrund. Wie in Oathbringer spielt ein recht großer Teil der Handlung in Schadesmar. Und auch dieses Mal werde ich mit dieser Welt einfach nicht warm. Die Sprengsel, die in Roschar so fantastisch faszinierend sind, werden in Schadesmar für meinen Geschmack zu menschlich. Außerdem habe ich manchmal den Eindruck mit jedem Buch etwas weniger zu verstehen. Personen, Begriffe und das Magiesystem werden immer noch weiter ausgeführt und ich würde manchmal gerne den ein oder anderen Begriff kurz nachschlagen können. Vielleicht haben andere Leser damit ja nicht so Schwierigkeiten und es ist eher ein Problem von mir. Der Gesamteindruck ist jedoch wieder durchaus positiv und das ist hauptsächlich auf die Verbundenheit mit den Charakteren zurückzuführen. Denn auch, wenn man hin und wieder nicht ganz durchblickt, die Charaktere sind es wert.

Reise vor Ziel, du Ba****d
Dies hier ist das achte deutsche Buch; und dis zweite Hälfte des englischen vierten. Abertausende Seiten. Hunderte Kapitel. Dutzende Enthüllungen. Und noch immer gibt es zig Mysterien, die es aufzudecken gilt. Noch immer ist nicht vollends klar, wie das mit den Sprengseln alles funktioniert. Gerade deshalb ist es so interessant, dass man weiterlesen muss. In diesem Buch gibt es wirklich befriedigende Antworten, jedoch entstehen dadurch neue Fragen. Mein Durst ist noch lange nicht gestillt. Mittlerweile fällt mir der Schreibstil überhaupt nicht mehr negativ auf. Vielleicht liegt es aber auch nur an einer Art Stockholm-Syndrom. Die Perspektivenwechsel halten die einzelnen Handlungsstränge spannend, ohne einen zu großen Cliffhanger-Moment erleben zu müssen. Die Dynamik zwischen Navani und Raboniel war sehr stark, ebenso zwischen Raboniel und Venli. Raboniel stellt für mich das Highlight in diesem Buch dar neben Kaladins Passagen. Sie wirkte sehr komplex und unberechenbar auf positive und negative Weise. Twists und Wendungen kommen nicht zu knapp. Und die Spannung bleibt über hunderte Seiten sehr hoch. Ich bin absolut begeistert. Ich möchte einfach direkt weiterlesen, jedoch gibt es derzeit die beiden Folgebände nur als Hardcover für je 26€, was eine Investition von 52€ bedeuten würde. Also ist erstmal warten angesagt. Es wird sich lohnen.
Deutlich persönlicher und emotionaler als ich gedacht hätte
Ich bin fassungslos. Schockiert. Gerührt. Traurig. Hoffnungsvoll. Und vor allem gespannt auf die (erstmal) letzten beiden Hauptbände der Reihe „Winde und Wahrheit“ und „Kampf der Meister“. Sanderson typisch ist in diesem Buch auf den letzten 200 Seiten dermaßen viel passiert, dass ich einfach nicht aufhören konnte weiterzulesen. Ich finde es lustig, dass wirklich jedes Sanderson-Buch ab der 80% Lesefortschritt Marke einem die Fähigkeit nimmt das Buch zur Seite zu legen. Besonders Shallan und Kaladin haben eine gewaltige Entwicklung durchzogen und viele Traumata, Sorgen und Probleme generell der Beiden haben bei mir…sagen wir mal „sehr gehittet“, da ich viele Gedankengänge von gerade Kaladin aus meinem eigenen Leben nachempfinden konnte und ich mehrfach zu Tränen gerührt wurde. Absolute Leseempfehlung, aber wer bei diesem Buch angekommen ist wird die Reihe eh zu Ende lesen! Leben vor Tod!🌪️
3/5 (Hörbuch)
Ich zweifle nicht daran, dass die Sturmlicht-Chroniken wahrscheinlich die durchdachteste und am besten ausgearbeitet Fantasy Reihe überhaupt sind, leider trifft das Ganze meinen Geschmack aber nicht so ganz. Die ersten zwei (bzw. im deutschen vier) Bücher fand ich wirklich gut, zwar slow paced aber es hat sich echt eine Interessante Welt aufgebaut und es war noch nicht zu verwirrend. Das dritte Buch (bzw. im deutschen 5 und 6) war ebenfalls noch ziemlich gut, da hat die Komplexität aber schon deutlich angezogen. Dieses Buch war für mich jetzt einfach drüber. Ich habe mir wirklich wirklich Mühe gegeben alles zu durchblicken aber habe es definitiv nicht geschafft. Es sind zu viele Namen, Götter, Länder, "Fachbegriffe", ... für mich einfach zu viel um daran wirklich noch Spaß zu haben. (Das Problem hatte ich mit High-Fantasy übrigens noch nie in der Art und ich habe schon SEHR viel davon gehört/gelesen, damals habe ich das aber noch nicht mit Apps getrackt.) Navanis POV z.B. war oft auch extrem wissenschaftlich, das habe ich auf der Arbeit schon genug und brauche es nicht in meinem Privatleben. Mir hat da einfach der Spaß gefehlt. Ja, das Buch hatte definitiv seine spannenden und genialen Anteile, aber größtenteils habe ich mich eher durch das Hörbuch gequält und gehofft, dass es bald vorbei geht. Vielleicht werde ich trotzdem noch irgendwann weiterhören, einfach weil ich wissen will wie das Ganze irgendwann ausgeht, aber definitiv nicht in nächster Zeit.
Von depressiven Helden und verrückten Gegenspielern
Die 'Sanderlanche' hat hier mal wieder komplett zugeschlagen. Die Menge an neuen Entwicklungen in den letzten 15% des Buches sind überwältigend- und lassen mich mit Vorfreude auf die letzten zwei Bänder schauen. Auch wenn in diesem Band für meinen Geschmack zu wenig Adolin dabei war, sind die Entwicklungen in und um Urithiru doch nicht weniger fesselnd. Zwischen dem Erreichen des Vierten Ideals von Kaladin, dem Binden des Zwillings von Navani oder dem Tod von Teft ist dort so viel passiert, dass man das alles erst einmal verarbeiten muss. Taravangian als neuer Odium hat sich auch angedeutet, ist schlussendlich aber sehr gut umgesetzt geworden. Kaladin und Szeths Reise nach Schinovar ist ein Teil, auf den ich mich wahnsinnig freue. Nun neigt sich die Serie so langsam aber sicher ihrem Ende zu - und klar, nach ca 8000 Seiten ist so unfassbar viel passiert, und doch möchte man nicht, dass es endet. Die Spannung auf das Ende besteht aber ohne Zweifel und ich freue mich auf die letzten 2000 Seiten dieser Saga.
𝐃𝐞𝐫 𝐓𝐮𝐫𝐦 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞𝐫 ist der zweite deutsche Teil von Band 4 Der Stormlightarchives - Rhythm of War. In diesem Buchteil geht die Geschichte rund um die Besetzung des Turms weiter. Im Turm existiert ein uraltes Sprengsel, welches die Bringer der Leere für ihre Zwecke verderben wollen, während Navani und Kaladin händeringend nach einem Mittel suchen, dieses Ziel zu vereiteln. Dieses Buch ist in grossen Teilen Navanis Buch, die hier als Wissenschaftlerin zu Höchstformen aufläuft. Einige der beeindruckendsten Sequenzen erleben wir im Zusammensoiel zwischen ihr und Raboniel. Und obwohl Adolin und Schallan hier nur wenig auftauchen, sind gerade auch ihre Entwicklungen so schön anzusehen. Adolin, der sich immer mehr mausert vom Söhnchen hin zu einer verantwortungsbewussten und empathischen Persönlichkeit und Schallan, die endlich ihre abgespaltenen Anteile in ihre Persönlichkeit integriert. Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die vielen Rückblicke auf Venli und Eschonai. Das war unnötig viel und man hätte es nicht gebraucht, um alles zu verstehen. Und der ganze Physikkram ist ja nie so meins, kann ich mich einfach nicht so für begeistern, scheint aber total Sandersons Ding zu sein. Hier habe ich mich oft ausgeklingt. Insgesamt war das jedoch zusammen mit Rhythmus des Krieges ein sehr episches Abenteuer, kommt für mich aber nicht an Oathbringer heran, mein vorläufiger Lieblingsband in den Sturmlichtchroniken.



















