
77 Followers
Bären-Schwestern
Sam glaubt, dass sie und ihre Schwester Elena nichts trennen kann - Bis ein Bär seinen Blick auf die beiden Schwestern wirft. Beide Frauen sind anfänglich fasziniert von dem wilden Tier, welches eine willkommene Abwechslung zum tristen und harten Alltag bietet, der von Geldsorgen und der Pflege der totkranken Mutter geprägt ist. Doch während sich Sams skeptische und distanzierte Einstellung verhärtet, gibt sich Elena ihrer Faszination scheinbar ungehemmt hin. Julia Phillips bettet die Geschichte in märchenhafte Anspielungen an Schneeweißchen und Rosenrot und eine sonst schlichte aber tragende Sprache. Beide Schwestern waren für mich nicht unbedingt Sympathieträgerinnen - Insbesondere Sams Hin- und Hergerissenheit zwischen Vernunft und Liebe zu Elena wirkten aber durchaus differenziert und glaubhaft. Gefallen hat mir außerdem die (für mich) neue Perspektive des Romans, der sich auf die Begegnung mit Wildtieren wie dem Bären bezieht. So etwas hat tatsächlich automatisch etwas Fesselndes und Märchenhaftes an sich - diese Bezüge hätte ich mir fast noch intensiver oder eindeutiger gewünscht. Phillips erster Roman hatte meiner Meinung nach viele Schwächen - dieser Text hat mich deutlich mehr begeistert.
Sep 28, 2024
Bären-Schwestern
Sam glaubt, dass sie und ihre Schwester Elena nichts trennen kann - Bis ein Bär seinen Blick auf die beiden Schwestern wirft. Beide Frauen sind anfänglich fasziniert von dem wilden Tier, welches eine willkommene Abwechslung zum tristen und harten Alltag bietet, der von Geldsorgen und der Pflege der totkranken Mutter geprägt ist. Doch während sich Sams skeptische und distanzierte Einstellung verhärtet, gibt sich Elena ihrer Faszination scheinbar ungehemmt hin. Julia Phillips bettet die Geschichte in märchenhafte Anspielungen an Schneeweißchen und Rosenrot und eine sonst schlichte aber tragende Sprache. Beide Schwestern waren für mich nicht unbedingt Sympathieträgerinnen - Insbesondere Sams Hin- und Hergerissenheit zwischen Vernunft und Liebe zu Elena wirkten aber durchaus differenziert und glaubhaft. Gefallen hat mir außerdem die (für mich) neue Perspektive des Romans, der sich auf die Begegnung mit Wildtieren wie dem Bären bezieht. So etwas hat tatsächlich automatisch etwas Fesselndes und Märchenhaftes an sich - diese Bezüge hätte ich mir fast noch intensiver oder eindeutiger gewünscht. Phillips erster Roman hatte meiner Meinung nach viele Schwächen - dieser Text hat mich deutlich mehr begeistert.
Sep 28, 2024






