Treibgut
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Description
Ein fesselnder Roman über eine komplizierte Familie und lang gehütete Geheimnisse
Sommer auf Cape Cod. Alle Mitglieder der Familie Gardner verheimlichen etwas. Ken, ein erfolgreicher Geschäftsmann mit Vorzeigefamilie und politischen Ambitionen, versucht mit aller Macht, seine Ehekrise zu verbergen. Abby ist Künstlerin und schämt sich dafür, immer noch auf das Wohlwollen ihres Bruders angewiesen zu sein. Adam, der Vater der zwei, sieht unterdessen seinem 70. Geburtstag entgegen. Um ein letztes Mal als Forscher zu glänzen, setzt der brillante Meeresbiologe heimlich seine Medikamente ab - mit fatalen Konsequenzen.
Während Adams Festtag unaufhaltsam näher rückt, verschärfen sich die Konflikte zwischen den Geschwistern. Dann erscheint eine Unbekannte auf der Bildfläche, und bringt alles, woran Abby und Ken geglaubt haben, zum Einsturz.
«Ein mitreißender und geschickt erzählter Roman.» New York Times
«Eine perfekte Sommerlektüre.» Washington Post
«Wunderschön, poetisch und ehrlich.» Miranda Cowley Heller, Autorin von Der Papierpalast
Book Information
Author Description
Adrienne Brodeur ist Geschäftsführerin von Aspen Words, einer literarischen Nonprofit-Organisation, und Mitbegründerin der Literaturzeitschrift «Zoetrope», zusammen mit Francis Ford Coppola. Sie war Lektorin in einem großen Verlag, Jurorin des National Book Award und hat Essays in u.a. «Vogue» und «The New York Times» veröffentlicht. Ihr Memoir «Wild Game» war ein New York Times Bestseller und ist als Netflix-Film in Vorbereitung. Adrienne Brodeur pendelt zwischen Cambridge und Cape Cod, wo sie mit ihrer Familie lebt.
Posts
Atmosphärischer Familienroman
Auf Cape Code, wo andere nur ihre Sommer verbringen, lebt Familie Gardner. Der berühmte Meeresbiologe Adam feiert seinen 70. Geburtstag, die beiden Kinder Ken und Abby hat er nach dem sehr frühen Tod seiner Frau bei der Geburt von Abby alleine großgezogen. Innerhalb der Familie gibt es aktuelle Konflikte und alte Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Brodeurs ehrlicher Schreibstil, aus kapitelweise wechselnden Sichtweisen der Protagonisten erzählt, enthüllt nach und nach die Dramen hinter den Klischees und entfaltet eine gute Tiefe, dabei spannend und leicht zu lesen. Immer wieder kreisen die Figuren um die Fragen ,,Wer bin ich und wer und wie möchte ich sein?, um meinen eigenen Platz zu finden." Schade nur, dass es nicht bei dem ursprünglichen Titel ,,Kleine Monster" geblieben ist, der sich direkt aus der Handlung erschließt. Große Leseempfehlung!
Sehr gefallen hat mir an "Treibgut", dass die Handlung von starken Frauen getragen wird: Frauen, die gar nicht mehr anwesend sind wie Abbys und Kens Mutter und ihre Ex-Stiefmutter Gretchen, aber auch durch Abbys alte Freundin Jenny, Kens Frau, und ihre neuen Freundinnen Steph und Toni, die gemeinsam an einem neuen Beziehungsgeflecht für sich und ihre Kinder bauen.
"Treibgut" erzählt von einer erfolgreichen Familie, die auf Cape Cod lebt und dort die Schönheit der Natur geniessen kann. Adam hat als Meeresbiologe wichtige Entdeckungen gemacht und geht kurz vor seinem 70. Geburtstag in den Ruhestand. Sein Sohn Ken hat in eine wohlhabende Familie eingeheiratet und ein grosses Immobilienprojekt auf den Weg gebracht. Ausserdem arbeitet er an seiner politischen Karriere. Und Kens Schwester Abby hatte bereits einen Achtungserfolg als Künstlerin und startet gerade neu durch. Allerdings fehlt allen Abbys und Kens Mutter, die bei der Geburt von Abby verstorben ist, und vor allem von Adam und Ken schmerzlich vermisst wird. Auf den zweiten Blick zeigen sich immer mehr starke Risse und beim Weiterlesen kristallisieren sich zwei Familiengeheimnisse heraus, die die Probleme weiter verschärfen. Adrienne Dromeur lässt mich ihren Protagonisten in für sie typischen Situationen begegnen - Adam auf Walbeobachtungstour, Ken bei seinem Psychologen oder beim Segeln mit Frau und Töchtern und Abby in ihrem chaotischen Atelier in den Dünen, das noch ihre Mutter entworfen hat. Wie nebenbei arbeitet sie dabei die Konflikte heraus, die die drei miteinander haben. Dabei bringt sie viele Themen zur Sprache, z.B. psychische Erkrankungen, einander nicht Wahrnehmen, Nichtloslassenkönnen im Beruf, Trauer um den frühen Tod der Mutter, Überforderung von Geschwisterbeziehungen, Fokussierung auf Erfolg, Loyalität in der Familie, Missbrauchserfahrungen und Offenbarungen, die das Identitätserleben von Menschen nachhältig erschüttern. Einerseits gelingt der Autorin ein Nebeneinander all dieser Themen. Anderseits wird manches nur angerissen und versandet als loses Ende in einem der letzten Kapitel. Ich konnte mich aber gut darauf einlassen und habe das eine oder andere Thema als Anregung zum weiteren Nachdenken genutzt.

Darum geht es: Der 70. Geburtstag von Adam naht und die Konflikte seiner beiden Kinder Abby und Ken drohen zu eskalieren. Abby steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sie ist schwanger. Wer und was möchte sie sein? Mutter? Künstlerin? Ihr erfolgreicher Bruder Ken hat ein Immobilienunternehmen und sein Ziel ist es, stets und ständig seine Schwester zu übertrumpfen. Abby verschweigt Ken ihre Schwangerschaft und Ken verschweigt seine Ichbewusstseinskrise und seine kaputte Ehe. Nach dem frühen Tod von Adams Frau hat der Meeresbiologe sich immer mehr für die Buckelwale interessiert als für seine Kinder. Nun kurz vor seinem Geburtstag möchte er endlich seine wissenschaftliche Entdeckung veröffentlichen und den großen Ruhm ernten. Alle Familienmitglieder tragen Geheimnisse mit sich herum. Wird es einen großen Knall geben? Die Masken beginnen zu fallen! Mein Leseeindruck: Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht und hat eine spannende, interessante Familiengeschichte versprochen. Der Roman spielt auf Cape Cod, einer wunderschönen Halbinsel in Massachusetts. Die Kulisse und Gegebenheiten wurden stimmungsvoll und anschaulich beschrieben. Das hat mir gefallen. Sehr mitreißend hat Adrienne Brodeur die Spannungskurve von Seite zu Seite aufgebaut. Ich habe das Buch aufgeschlagen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die Charaktere sind authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Es gibt viel Dramatik und Emotionen zwischen den Figuren. Durch den ständigen Perspektivenwechsel lemt man sie immer besser kennen. Interessante Handlungen und vor allem Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Die Ereignisse sind sehr realistisch dargestellt und haben mich sehr berührt. Alle tragen ihren nicht verarbeiteten Schmerz in sich, den jeder hinter seiner Fassade verbirgt und versteckt. Fazit: 4,5/5 ⭐️ für dieses packende Familiendrama mit dem Fokus auf: Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Leseempfehlung ♥️!
Ein gut zu lesender Familienroman, dem es etwas an Tiefe gefehlt hat. Vieles wird angesprochen, was aber unbeantwortet bleibt. Auch wenn ich mich mit den Protagonisten nicht wirklich anfreunden konnte hat mich das Buch gut unterhalten. Wer Interesse an Familiengeschichten in höheren Kreisen hat ist hier richtig.
Mitreißende Familiengeschichte auf Cape Cod
Adam Gardner ist ein berühmter Meeresbiologe und seht kurz vor seinem 70. Geburtstag. Der soll groß gefeiert werden und sein Sohn Ken und Tochter Abby sind schon mitten in den Vorbereitungen. Ein letztes wichtiges Projekt seiner Laufbahn will er unbedingt noch vollenden: die Entschlüsselung des Walgesangs. Adam ist bipolar und um besser arbeiten zu können, setzt er seine Medikamente ab. Nun steckt er mitten in einer manischen Phase, was sowohl die Feier als auch sein Projekt zu torpedieren droht. Sohn Ken hat es geschafft im Leben. Doch er will mehr und strebt eine Karriere als Politiker an. Die Probleme in seiner Ehe versucht er währenddessen zu ignorieren. Tochter Abby ist Künstlerin mit einem traumhaften Atelier in den Dünen. Doch leider gehört das Haus ihrem Bruder, und das Verhältnis ist nicht das beste. Dann taucht auch noch die Polizistin Steph auf und sucht nach ihrem leiblichen Vater… Die Frauen in diesem Roman erkennen ihre Stärke, wenn sie zusammenhalten. Es geht viel um männliche Ignoranz und Wichtigtuerei. Geschickt verlegt Adrienne Brodeur die Handlung in den Zeitraum vor der US-Wahl 2016. Alle Frauen - und auch die Männer, sind sicher, dass im November die erste Frau die Präsidentschaftswahl gewinnen wird und es verbreitet sich eine hoffnungsvolle und euphorische Stimmung. Das Buch endet kurz vor der Wahl und nur wir Lesenden kennen den verheerenden Ausgang, der bis heute kein Ende nimmt.
Adrienne Brodeurs Treibgut ist ein feinfühliges Familiendrama, das vor der Kulisse von Cape Cod spielt. Im Mittelpunkt steht der alternde Meeresbiologe Adam und seine entfremdeten Kinder, deren Leben durch ein lange gehütetes Familiengeheimnis aus dem Gleichgewicht gerät. Mit psychologischer Tiefe und wechselnden Perspektiven erzählt Brodeur eine bewegende Geschichte über Loyalität, Identität und die Schatten der Vergangenheit.
Familiendrama auf Cape Cod
Adam, ein renommierter Meeresbiologe mit dem Schwerpunkt Walforschung wird 70 Jahre alt. Um nochmal alles auf eine Karte setzen zu können beschließt er eigenhändig kurz vor der großen Geburtstagsfeier seine Medikamente gegen seine bipolare Störung abzusetzen. Eine durchaus schlechte Idee. Adams Kinder Abbey und Ken kämpfen in der Zwischenzeit mit ihren eigenen Schatten und der teils dunklen Vergangenheit der Familie. Schließlich platzt bei der Feier zu Ehren Adams die große Bombe. Ich bin mir tatsächlich nicht wirklich sicher ob ich von dem Roman restlos überzeugt bin. Meiner Meinung nach sind der Anfang und der Mittelteil ganz gut und haben mich auch in die Geschichte eintauchen lassen, jedoch fand ich das Ende dann doch nicht so berauschend. Ich finde auch, dass Männer im Allgemeinen sehr schlecht dargestellt wurden und ich fand tatsächlich keinen der männlichen Charaktere besonders sympathisch. Dafür sind die weiblichen Protagonisten umso sympathischer und haben mein Herz erobert. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und ich mag die Wortwahl der Autorin. Ich kann das Buch dennoch empfehlen und kann mir gut vorstellen, dass es zu einem Tag am Meer oder See passt.
Ein Familienroman, wie ich ihn liebe Der Roman spielt auf Cape Cod, einer wunderschönen Halbinsel in New England mit endlosen Stränden im Einzugsgebiet von Boston. Bei dem Setting könnte man sofort die Koffer packen…. , passt leider nicht, aber hin träumen das geht dann doch mit diesem Roman ganz hervorragend. Wir begleiten die Familie Gardner, 5 Menschen deren Perspektive abwechselnd die Geschichte eines Sommers von April bis Oktober vorantreibt. Es beginnt mit dem Vater Adam, einem Wissenschaftler, der sich sein Leben lang mit Walen beschäftigt hat. Er leidet unter einer bipolaren Störung, hat diese aber dank seiner guten Medikamenteneinstellung im Griff. Kurz vor seinem 70sten Geburtstag , an dem er eine große Entdeckung mit der Welt teilen möchte, trifft er die fatale Entscheidung seine Pillen abzusetzen, um wieder leistungsfähiger zu sein. Adam hat 2 Kinder, Abby und Ken, die er seiner Meinung nach ganz großartig alleine großgezogen hat. Nach Meinung seiner Kinder lief das Aufwachsen nach dem Tod der Mutter weniger optimal ab. Die Geschwister waren sehr oft in ihrer Kindheit auf sich alleine gestellt, weil der Vater immer mal wieder ohne Vorankündigung verschwand. Abby ist die Künstlerin der Familie und seit kurzem schwanger von ihrem Jugendfreund David, der aber verheiratet ist und nichts von dem Baby ahnt. Ihr Bruder Ken wirkt nach außen hin sehr erfolgreich, hat ein lukratives Einkommen , zwei wohlgeratene Teenietöchter und eine Ehefrau, auf die er sich verlassen kann, die ihn sowohl bei der Organisation der Geburtstagsparty für den Vater unterstützt als auch bei seinen politischen Ambitionen. Doch die Ehe steckt in der Krise und ein Kindheitstrauma lässt ihn nicht los. Jenny ist eigentlich Abby‘s beste Freundin, doch nach der Hochzeit mit Ken hat sich die Freundschaft verändert. Die Frauen sind nicht mehr so ehrlich zueinander. So ahnt Abby nichts von der Ehekrise und Jenny‘s wachsendem Alkoholproblem. Die 5. Person ist eine Fremde die sich der Familie annähert. Auch Steph sind eigene Kapitel gewidmet. Was sie von den Gardner‘s will erfährt man dann nach und nach . Ich mochte diesen Familienroman sehr. Die Autorin beschreibt eindrucksvoll das Auseinanderbrechen einer Familie , erzählt von dunklen Familiengeheimnissen und unbearbeiteten Kindsheitstraumata und seinen Folgen. In die Gefühlswelt der Charaktere konnte ich mich sehr gut einfühlen und auch der Sprachstil von Adrienne Brodeur hat mich sofort gecatcht .Zeitlich ist der Roman eingebettet kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016, dem Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump, was ich auch sehr spannend fand. Das Buch war eine tolle tiefgründige, unterhaltsame Sommerlektüre und ein Highlight für mich, dass ich sehr gerne weiterempfehle.
TREIBGUT Adrienne Brodeur Die Familie Gardner besitzt ein kleines Haus am in Cape Cod. Abby und Ken sind dort aufgewachsen und waren einer der wenigen, die nicht nur für die Sommermonate kamen. Jetzt lebt Familienoberhaupt und Meeresbiologe Adam dort alleine. Seine Liebe des Lebens, die Künstlerin und Mutter seiner zwei Kinder starb bereits vor 40 Jahren. Er selbst wird bald seinen 70. Geburtstag feiern und da er auch an diesem Tag seine Pension antreten wird, ist es sein größter Wunsch seiner Nachwelt noch eine weitere Entdeckung zu hinterlassen. Zu diesem Zweck setzt er seine Medikamente ab, die seine bipolare Störung normalerweise eindämmen. Sohn Ken ist ein Paradebeispiel für Amerikas glückliche Familie: Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der eine politische Karriere anstrebt. Seine Frau ist ein Organisationstalent und übertrifft ihre Dinnerparties von Mal zu Mal. Ihre Eltern sind reich und unterstützen den Schwiegersohn gerne. Doch auch in dieser heilen Familie gibt es so einige Geheimnisse. Abby ist Künstlerin und hat das Talent ihrer verstorbenen Mutter geerbt - leider jedoch nicht ihr Atelier. Das ganze Erbe ging an Sohn Ken, und so ist sie noch immer auf die Gnade ihres Bruders angewiesen. Ihre Beziehung zu Bruder Ken war einst sehr intensiv, bis der große Bruch kam. Ihr neuestes Bild stellt ein Trauma der Kindheit dar. Und dann ist da noch eine Frau auf der Suche nach ihrem biologischen Vater, die andauernd im Dunstkreis der Familie Gardner auftaucht. Adrienne Brodeur lässt all diese Familienmitglieder und andere Freunde nacheinander zu Worte kommen. Ganz langsam heizt sich die Stimmung auf, bis es am Geburtstag von Adam zu einem großen Eklat kommt. Ein wirklich gutes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Die gute Struktur des Buches hat mich über ein paar Klischees hinweggetragen. 4/ 5

Familiendrama vor der Kulisse von Cape Cod
Dieses Buch spielt im Sommer 2016 auf Cape Cod, dem Sommer, in dem ich die Halbinsel vor Boston kennen und lieben lernte. Eine lustige Vorstellung, dass ich zur gleichen Zeit dort war, in der die Protagonisten einen Sommer voller Wahrheit und persönlichem Drama erlegten. Abby ist schwanger und zögert, ihre Schwangerschaft preiszugeben. Ihr Vater Adam wird bald 70, und es wird eine große Feier steigen. Sie, die Künstlerin wird ihm ein ganz besonderes Bild schenken. Ihr Bruder Ken möchte auch in der Politik erfolgreich sein. Seine Vorzeigefrau Jenny, Abby‘s beste Freundin, seine beiden Töchter und sein erfolgreiches Leben sollen ihm dabei helfen Nach außen scheint alles erst mal ganz gut auszusehen, eine typische amerikanische Familie auf dem Weg zum Erfolg, kleine Krisen inbegriffen. Der Vater Meeresbiologe, die Schwester Künstlerin, ein Potpourri an Biografien Aber kratzt man an der Fassade kommt viel Dreck zum Vorschein. Der Vater von Abby’s Kind ist verheiratet, Adam hat psychische Probleme, Jenny trinkt zu viel. Und Ken schleppt ein Geheimnis mit sich rum, dass ihn zu zerstören droht. Daraus resultierend hat er seiner Schwester gegenüber einen übergroßen Neid entwickelt, der manchmal in Hass umzuschlagen scheint. Und dann taucht auch noch Steph auf. Vor der Kulisse Cape Cod erleben wir wie sich eine scheinbar perfekte Familienfassade aufzulösen scheint. Reichtum und Prestige sind in diesem Teil der USA wichtig. Hier wohnen Präsidenten, hoch angesehene Politiker und der Geldadel New Yorks und Bostons hat hier seine Feriendomizile. Der Roman ist spannend geschrieben und spart nicht mit Beschreibungen der Umgebung. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich schon dort war aber ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Ich habe in dem gleichen Restaurant gespeist, war auf Whale Watching und kann mich an die Sonnenuntergänge bei Provincetown sehr gut erinnern. Adrienne Brodeur hat ein Familienkonstrukt gebastelt, bei dem man den Verfall gerne beobachtet. Ich würde lügen, wenn ich nicht ab und zu ein bisschen hämisch dachte, dass mit Geld eben nicht alles zu kaufen ist. Abwechslungsreich und atmosphärisch. Eine ideale Sommerlektüre.
Das Buch hat mir gut gefallen. Tolles Setting, schöne Sprache und eine interessante Story. Was mich gestört hat: Die Autorin hat soviele wichtige Themen angesprochen, aber keines wurde richtig intensiv behandelt, alles nur angedeutet und/oder totgeschwiegen. Die männlichen Protagonisten waren alle auf ihre Weise unsympathisch und haben alle Klischees über "reiche weiße " Männer erfüllt. Das Ende war schön, aber auch etwas "weichgespühlt". Trotz der Kritikpunkte, ein Leseempfehlung. Ich kann auch das Hörbuch empfehlen. Die Sprecherin, Vera Teltz, war super.
Sehr gutes Buch, sowohl die Beschreibung von Cape Cod, der zerrütteten Familie sowie den politischen Umständen im Jahr 2016 haben mich in ihren Bann gezogen. Adrienne Brodeur hat einen tollen Schreibstil, ich konnte mich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Am Schluss kamen mir die zwei männlichen Protagonisten zu kurz, was ich sehr schade fand. Daher 0,5 Sterne weniger…
Perfekter Sommerroman
Die Familie Gardner lebt schon Jahrzehnte auf Cape Cod. Adam, der kurz vor seinem 70. Geburtstag steht und auf sein Leben als Meeresbiologe blickt und seine beiden erwachsenen Kinder. Abby, die als Künstlerin auf das Wohlwollen ihres erfolgreichen Bruders Ken angewiesen ist. Ken, der nach außen ein perfektes Familienleben führt und als erfolgreicher Unternehmer seine politische Karriere plant. Was nach außen alles so perfekt und harmonisch wirkt, bekommt nach und nach immer größere Risse. Adam setzt seine Medikamente ab und verfällt durch seine bipolare Störung in größte Stimmungsschwankungen mit enormen Auswirkungen, Ken versucht die perfekte Fassade aufrechtzuerhalten und merkt nicht, dass seine Frau nur noch mit Medikamenten und Alkohol ihr Leben führen kann. Und Abby hadert mit ihrer Vergangenheit, ist schwanger und allein und als dann eine Unbekannte auftaucht, kommt das ganze Konstrukt ins Schwanken. Von mir gibt’s hier eine großes Leseempfehlung für alle, die gerne spannende Familienromane mit einer guten Story an einem tollen Schauplatz lesen. Für mich ist Cape Cod ein absoluter Sehnsuchtsplatz und nicht allein deswegen ist dieser Roman jetzt schon einer der Sommerromane 2024. Bin gespannt, ob noch mehr folgen werden.
Spannend und flüssig zu lesen mit tiefen Abgründen innerhalb einer Familie. Leider für mich mich zu viel Klischee und schlussendlich zu wenig Tiefe.
Familie mit Geheimnissen Bei diesem Buch zog mich das Cover und der Titel magisch an. Hinzu kamen die positiven Besprechungen. Cape Cod mitten im Sommer 2016. Die Familie Gardener ist reich und jeder auf seine Weise brilliant. Abby ist Künstlerin, ihr Bruder Ken ein aufstrebender Politiker und ihr Vater ein Meeresbiologe, der die Sprache der Wale entschlüsseln will… bevor er 70 wird. Da ist aber auch Steph, die immer wieder in der Nähe der Familie auftaucht und ein Geheimnis mitbringt. Jede der handelnden Personen kommt abwechselnd in einem Kapitel zu Wort. Dieser multiperspektivische Aufbau ist sehr gut gemacht und bringt uns jedem einzelnen nahe durch die wechselnden Innenansichten. Alle reich und schön und super in dem, was sie tun. Das allein hat mich gar nicht mal so sehr genervt. ABER: das riesen Bündel an Problemen und Themen, die aufgemacht werden,… und auf keines kommt so richtig ein thematischer Deckel drauf… das hat mich nach dem Beenden schon enttäuscht. Ehekrisen, psychischen Erkrankungen, se*uellen Übergriffe, Umweltschutz, Ehebruch, Schwangerschaft, Therapie, genetische Erkrankungen, übernatürliche Gefühle… sind nur einige. Bei allem Gemoser, ist das Buch gut und flüssig zu lesen, ist auch spannend und insgesamt ein Sommerroman, mit dem man gut unterhalten wird. Man sollte aber eben auch nicht zimperlich sein, wenn mit Klischees um sich geworfen wird. Ich würde dem Buch 3,5/5 Sternen geben, was bei mir „nett und unterhaltsam“ bedeutet.
Der Roman einer amerikanischen Familie in der die Mutter bei Geburt der Tochter stirbt und die danach, ca. 40 Jahre später, immer noch unter dem Trauma der mutterlosen Kindheit und eines kranken, mit Medikamenten meist gut eingestellten Vaters (bipolare Störung, Wissenschaftler, egoistisch, Patriarch) leiden. Die Charaktere sind sehr klischeehaft dargestellt, Probleme überspitzt dargestellt, besonders die Rolle der Frau in den USA heute. Wobei alle Männer dominant waren. Das wirkte teilweise sehr bemüht. Und warum eine irisch, katholische Protagonistin lesbisch (verheiratet mit Kind) sein musste, erschließt sich mir nicht. Das letzte Drittel des Buches war für mich schwer nachvollziehbar, Kurz: die Story war überzogen, das Ende hat mich unzufrieden zurück gelassen. ABER: Die Schilderungen der Landschaft verbunden mit dem Lebensgeführ am Meer hat mich erreicht beeindruckt.
Geschichte einer Familie erzählt im Jahr 2016 aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder. Für mich ein absolutes Jahreslesehighlight.
Die nicht ganz einfache Geschichte eines Meeresbiologen der seinen Sohn und seine Tochter allein groß ziehen muss. Als eine weitere Frau im Leben der Familie auftaucht, kommen Erinnerungen ans Licht die erschreckend sind. Eine bildhafte Sprache und eine einfühlsame Geschichte. Ich hoffe ich darf noch viel von der Autorin lesen. 🐳
Zum Teil fand ich das Buch wirklich wundervoll und die Dialoge sehr gut unter den einzelnen Figuren. Auf der anderen Seite doch Zuviel tam tam und letztlich kein Vorankommen. Sehr schöne Beschreibung von Cape Cod aber die Probleme der Schönen und Reichen haben mich nicht ganz abgeholt. Fazit: Stilsicher und ziemlich amüsant, bis die Familiengeheimnisse zu sehr Raum einnehmen und ausufern… und dann doch nicht wirklich besprochen werden.
Eine stark, sehr fesselnde Geschichte über Familie, nicht ausgesprochene Traumata und dem Leben mit dysfunktuinalen Familienstrukturen. Mir hat das Buch wirklich super gefallen - nur das Ende und die Auflösung haben mich etwas enttäuscht. Ausführliche Rezension und eine Verlosung folgen auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe
Tolles Setting, schwere Themen, fragliche Handhabung...
Anfangs hat mir das Buch sehr gut gefallen, was vor allem auch an dem wunderschönen Cape-Cod-Setting lag. Gegen Ende hin hat sich jedoch das Buch in eine problematische/ dramatische Richtung entwickelt, die meiner Meinung nach von der Autorin nicht adäquat behandelt wird. Vieles bleibt unausgesprochen und offen.
Es gibt zwei Gründe warum ich “Treibgut” von Adrienne Brodeur (aus dem Englischen von Karen Witthuhn, erschienen bei Kindler) gelesen habe: Zum einen wurde in der Leseprobe einer der Protagonisten des Romans vorgestellt und zwar am genauen Geburtstag meiner 8-jährigen Tochter (Tag/Monat/Jahr). Zum anderen spielt der Roman in Cape Cod und an diesem einzigartigen Fleckchen Erde durfte ich vor ca. 10 Jahren einen wundervollen Urlaub verbringen. Was Adrienne Brodeur wirklich meisterhaft macht in diesem Roman, ist, die Stimmung eines Jahres, das Lebensgefühl der USA und teilweise der ganzen Welt im Jahr 2016 festzuhalten. Ein Jahr, in dem die Menschheit zwischen Aufbruchsstimmung und Zukunftsangst hin- und her changierte. Ein Jahr, in dem viele die Hoffnung hatten, dass eine Frau zum ersten Mal an der Spitze der freien Welt stehen und viele männlich gemachte Konflikte auslöschen würde. Vielleicht auch der Glaube, dass der Klimawandel noch zu stoppen sei. Heute, aus der Perspektive des Jahres 2024 wissen wir: Es ist leider nicht dazu gekommen. Und heuer im November wird wieder ein (sehr) alter weißer Mann (ein schlimmer und ein weniger schlimmer) US-Präsident. Damit sind alle Hoffnungen auf Progressivität, auf Fortschritt in der amerikanischen Gesellschaft, bereits 2016 im Keim erstickt worden. Mit diesem Wissen hat Brodeur ihren Roman konzipiert. Der Makrokosmos wird im Mikrokosmos widergespiegelt: Die unruhige Situation in der Familie Gardner ist ein Sinnbild für die Lage der Nation und der Welt. Der Patriarch und Meeresbiologe mit Spezialgebiet Wale, Adam Gardner, Ph.D. aus Cape Cod, steht kurz vor der Verrentung und seinem 70. Geburtstag am 18. August - die Feier ist das Ereignis, auf das die ganze Handlung zusteuert. Adam kämpft mit Depressionen und lässt sein ganzes Leben Revue passieren. Ein Leben, in dem er bahnbrechende Erfolge auf dem Gebiet der Meeresbiologie einstreichen konnte, aber privat auch mehrere Rückschläge. Der schlimmste Schicksalsschlag war der Verlust seiner Frau mit 30 Jahren, nur wenige Stunden nach der Geburt seiner Tochter Abby. Er musste sie und deren dreieinhalb Jahre älteren Bruder Ken allein großziehen, zwei weitere Ehen sind gescheitert. Adam hadert mit seiner eigenen Vergänglichkeit: “Das war das ultimative Paradox des Menschseins: die Sehnsucht nach Vitalität in einer Welt, die der Verwesung unterlag.” (S. 395) Die nächste Generation der Familie hingegen befindet sich in einer Art angespannten Aufbruchsstimmung: Die erfolgreiche Künstlerin Abby Gardner ist mit 38 Jahren zum ersten Mal schwanger - von ihrem verheirateten Jugendfreund David, einem Wahlkampfhelfer von Hillary Clinton. Ken wiederum befindet sich in einer Ehekrise mit Jenny, der besten Freundin von Abby, mit der er zwei zwölfjährige Zwillingstöchter hat. Der finanziell erfolgreiche Immobilienunternehmer, der für die Republikaner in den Kongress einziehen möchte, kämpft vor allem gegen seine eigene Psyche und die Traumata der Vergangenheit…Und dann wäre da noch Steph, ebenfalls 38 und gerade von ihrem Sohn Jonah entbunden. Die in einer glücklichen Beziehung mit ihrer Partnerin Toni lebende Polizistin erfährt, dass sie Adam Gardners uneheliche Tochter ist und möchte jetzt ihre eigenen Wurzeln kennenlernen. Doch wie viel Aufregung verträgt das fragile familiäre Konstrukt der Gardners? Kommt es zur Jubiläums-Eskalation? Da es sich bei “Treibgut” um einen klassischen Familienroman handelt, in dem die Innensicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt wird, hat sich Brodeur für die multiperspektivische Erzählweise entschieden. Die Kapitel sind jeweils abwechselnd aus der Sicht von Adam, Abby, Ken, Jenny und Steph erzählt. Die Handlung beginnt im April 2016 und endet im Oktober. Natürlich könnte man bei diesem Roman kritisch einwenden, dass die Figurenzeichnung leicht ins Klischeehafte abdriftet: Der Patriarch ist der “verträumte” Wissenschaftler bzw. Meeresbiologe. Meeresbiologe ist für mich so ein klassischer “Roman-Beruf”, ich glaube wenn es in Wirklichkeit viele Meeresbiologen gäbe wie in der Literatur, dann wäre dieser Berufszweig ziemlich “überschwemmt”, oder? Und dann die jüngere Generation: Die lesbische Polizistin aus der irisch-katholischen Arbeiterfamilie, die feministische Künstler-Tochter vs. der republikanische Immobilienmogul-Bruder, der mit der anderen (ehemaligen) Künstlerin/Feministin verheiratet ist, die jetzt im goldenen Käfig als Hausfrau und Politikergattin lebt. Schon leicht schematisch für meine Begriffe, aber gut, vielleicht wurde hier bereits an eine Verfilmung gedacht und dafür passen all diese Charaktere perfekt. Da die Garners in Cape Cod direkt an der Küste leben, Abby für ihre Kunst Treibgut sammelt und Adam eben Meeresbiologe ist, ist die ganze Stimmung dieses Romans sehr maritim. Biodiversität, Nachhaltigkeit, Umwelt-, Tier- und Klimaschutz sind Themen, die immer wieder zwischen den auf die familiäre Situation bezogenen Plot-Elementen hervorleuchten, ohne dass es aufdringlich erscheint. Wer also Romane mit ökologischem Bewusstsein mag, die am Meer spielen und in denen es allerlei maritime Metaphorik gibt, ist hier genau richtig. Dieser Familienroman ist mit Sicherheit kein literarisches ”must read”-Meisterwerk, aber er ist auch keinesfalls seicht oder gar schlecht. Sicher versetzt er einen total zurück ins Jahr 2016 und das ist für meine Begriffe schon mal eine sehr lobenswerte Leistung.
Die erwachsenen Geschwister Ken und Abby Gardner sind überzeugt: Ihre Eltern führten bis zum plötzlichen und unerwarteten Tod ihrer Mutter eine glückliche Ehe und Vater Adam versuchte anschließend als alleinerziehender Vater ihnen eine sorgenfreie Kindheit in den Wellfleet Woods zu ermöglichen und trotzdem seine Karriere als Meeresbiologe weiterzuverfolgen. Mittlerweile ist 2016, kurz vor den Wahlen in Amerika und Ken ist ein erfolgreicher Geschäftsmann mit eigener Vorzeigefamilie und Abby ist eine talentierte Malerin mit einem großen Geheimnis. Adam steht kurz vor seinem 70. Geburtstag und hat noch große Ambitionen. Um diese umsetzen zu können, setzt er die Medikamente, die seine bipolare Störung behandeln ab und hofft, dass die Manie ihm zu seinem letzten großen wissenschaftlichen Durchbruch verhilft. Da taucht Steph, eine bisher unbekannte Halbschwester von Ken und Abby auf und wühlt die Gefühle und Erinnerungen der Familie mächtig durcheinander. Vor der idylischen Kulisse von Cape Cod und dem kurz bevorstehendem Wahl-Showdown zwischen Hillary Clinton und Donald Trump zeichnet Adrienne Brodeur ein Bild einer gutsituierten und gebildeten Familie, die glaubt modern und weltoffen zu sein, aber trotzdem stark an alten Rollenbildern und patriarchalen Strukturen festhält und deren Frauen sich daraus nicht befreien können. Da braucht es erst die queere Halbschwester mit Frau und Kind, die sich in die Familie einschleicht, um einige Überzeugungen ins Wanken zu bringen. Das Buch hat mich nicht so richtig mitgenommen, ich hatte das Gefühl, dass Brodeur das Buch bereits mit der Verfilmung im Kopf geschrieben hat - schöne Landschaftsbilder, ein bisschen Naturwissenschaft und eine dysfunktionale aber wohlhabende Familie - perfekt für eine schöne Vorabendserie mit stimmungsvollen Bildern. Die Geschichte plätschert so vorhersehbar dahin; die Männer - sämtlich selbsherrlich und mental instabil aber an patriarchalischen Einstellungen festhaltend - wirken eher unsympathisch und die Frauen mag man auch eher schütteln und auffordern, sich endlich selbstbewusst aufzustellen und sich nicht lediglich auf die Rolle als Politikergattin oder alleinerziehende Mutter vorzubereiten. Einen gewissen Sog entwickeln die Kapitel mit den wechselnden Perspektiven der fünf Protagonisten, auch wenn diese durchaus mit mehr Selbstreflektion durchs Leben gehen könnten. Wie vom Verlag selbst beworben, ein Buch für alle die „Papierpalast“ von Miranda Cowley Heller oder die Romane von Elisabeth Strout mögen, wobei „Treibgut“ an keines der genannten wirklich herankommt.
Wir waren auf Usedom und dieses Buch habe ich wegen des Covers für die Bahnfahrt ausgewählt. Und was soll ich sagen: ich habe es verschlungen! Es handelt sich um eine Familiengeschichte, die so einige Klischees mitbringt. Das fand ich aber gar nicht schlimm, weil die Autorin es trotzdem geschafft hat, die Handlung wahnsinnig spannend aufzubauen. Deshalb konnte ich kaum aus dem Fenster schauen in der Bahn, ich war an das Buch gefesselt. Super Lektüre, gerne wieder ;-).
Description
Ein fesselnder Roman über eine komplizierte Familie und lang gehütete Geheimnisse
Sommer auf Cape Cod. Alle Mitglieder der Familie Gardner verheimlichen etwas. Ken, ein erfolgreicher Geschäftsmann mit Vorzeigefamilie und politischen Ambitionen, versucht mit aller Macht, seine Ehekrise zu verbergen. Abby ist Künstlerin und schämt sich dafür, immer noch auf das Wohlwollen ihres Bruders angewiesen zu sein. Adam, der Vater der zwei, sieht unterdessen seinem 70. Geburtstag entgegen. Um ein letztes Mal als Forscher zu glänzen, setzt der brillante Meeresbiologe heimlich seine Medikamente ab - mit fatalen Konsequenzen.
Während Adams Festtag unaufhaltsam näher rückt, verschärfen sich die Konflikte zwischen den Geschwistern. Dann erscheint eine Unbekannte auf der Bildfläche, und bringt alles, woran Abby und Ken geglaubt haben, zum Einsturz.
«Ein mitreißender und geschickt erzählter Roman.» New York Times
«Eine perfekte Sommerlektüre.» Washington Post
«Wunderschön, poetisch und ehrlich.» Miranda Cowley Heller, Autorin von Der Papierpalast
Book Information
Author Description
Adrienne Brodeur ist Geschäftsführerin von Aspen Words, einer literarischen Nonprofit-Organisation, und Mitbegründerin der Literaturzeitschrift «Zoetrope», zusammen mit Francis Ford Coppola. Sie war Lektorin in einem großen Verlag, Jurorin des National Book Award und hat Essays in u.a. «Vogue» und «The New York Times» veröffentlicht. Ihr Memoir «Wild Game» war ein New York Times Bestseller und ist als Netflix-Film in Vorbereitung. Adrienne Brodeur pendelt zwischen Cambridge und Cape Cod, wo sie mit ihrer Familie lebt.
Posts
Atmosphärischer Familienroman
Auf Cape Code, wo andere nur ihre Sommer verbringen, lebt Familie Gardner. Der berühmte Meeresbiologe Adam feiert seinen 70. Geburtstag, die beiden Kinder Ken und Abby hat er nach dem sehr frühen Tod seiner Frau bei der Geburt von Abby alleine großgezogen. Innerhalb der Familie gibt es aktuelle Konflikte und alte Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Brodeurs ehrlicher Schreibstil, aus kapitelweise wechselnden Sichtweisen der Protagonisten erzählt, enthüllt nach und nach die Dramen hinter den Klischees und entfaltet eine gute Tiefe, dabei spannend und leicht zu lesen. Immer wieder kreisen die Figuren um die Fragen ,,Wer bin ich und wer und wie möchte ich sein?, um meinen eigenen Platz zu finden." Schade nur, dass es nicht bei dem ursprünglichen Titel ,,Kleine Monster" geblieben ist, der sich direkt aus der Handlung erschließt. Große Leseempfehlung!
Sehr gefallen hat mir an "Treibgut", dass die Handlung von starken Frauen getragen wird: Frauen, die gar nicht mehr anwesend sind wie Abbys und Kens Mutter und ihre Ex-Stiefmutter Gretchen, aber auch durch Abbys alte Freundin Jenny, Kens Frau, und ihre neuen Freundinnen Steph und Toni, die gemeinsam an einem neuen Beziehungsgeflecht für sich und ihre Kinder bauen.
"Treibgut" erzählt von einer erfolgreichen Familie, die auf Cape Cod lebt und dort die Schönheit der Natur geniessen kann. Adam hat als Meeresbiologe wichtige Entdeckungen gemacht und geht kurz vor seinem 70. Geburtstag in den Ruhestand. Sein Sohn Ken hat in eine wohlhabende Familie eingeheiratet und ein grosses Immobilienprojekt auf den Weg gebracht. Ausserdem arbeitet er an seiner politischen Karriere. Und Kens Schwester Abby hatte bereits einen Achtungserfolg als Künstlerin und startet gerade neu durch. Allerdings fehlt allen Abbys und Kens Mutter, die bei der Geburt von Abby verstorben ist, und vor allem von Adam und Ken schmerzlich vermisst wird. Auf den zweiten Blick zeigen sich immer mehr starke Risse und beim Weiterlesen kristallisieren sich zwei Familiengeheimnisse heraus, die die Probleme weiter verschärfen. Adrienne Dromeur lässt mich ihren Protagonisten in für sie typischen Situationen begegnen - Adam auf Walbeobachtungstour, Ken bei seinem Psychologen oder beim Segeln mit Frau und Töchtern und Abby in ihrem chaotischen Atelier in den Dünen, das noch ihre Mutter entworfen hat. Wie nebenbei arbeitet sie dabei die Konflikte heraus, die die drei miteinander haben. Dabei bringt sie viele Themen zur Sprache, z.B. psychische Erkrankungen, einander nicht Wahrnehmen, Nichtloslassenkönnen im Beruf, Trauer um den frühen Tod der Mutter, Überforderung von Geschwisterbeziehungen, Fokussierung auf Erfolg, Loyalität in der Familie, Missbrauchserfahrungen und Offenbarungen, die das Identitätserleben von Menschen nachhältig erschüttern. Einerseits gelingt der Autorin ein Nebeneinander all dieser Themen. Anderseits wird manches nur angerissen und versandet als loses Ende in einem der letzten Kapitel. Ich konnte mich aber gut darauf einlassen und habe das eine oder andere Thema als Anregung zum weiteren Nachdenken genutzt.

Darum geht es: Der 70. Geburtstag von Adam naht und die Konflikte seiner beiden Kinder Abby und Ken drohen zu eskalieren. Abby steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sie ist schwanger. Wer und was möchte sie sein? Mutter? Künstlerin? Ihr erfolgreicher Bruder Ken hat ein Immobilienunternehmen und sein Ziel ist es, stets und ständig seine Schwester zu übertrumpfen. Abby verschweigt Ken ihre Schwangerschaft und Ken verschweigt seine Ichbewusstseinskrise und seine kaputte Ehe. Nach dem frühen Tod von Adams Frau hat der Meeresbiologe sich immer mehr für die Buckelwale interessiert als für seine Kinder. Nun kurz vor seinem Geburtstag möchte er endlich seine wissenschaftliche Entdeckung veröffentlichen und den großen Ruhm ernten. Alle Familienmitglieder tragen Geheimnisse mit sich herum. Wird es einen großen Knall geben? Die Masken beginnen zu fallen! Mein Leseeindruck: Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht und hat eine spannende, interessante Familiengeschichte versprochen. Der Roman spielt auf Cape Cod, einer wunderschönen Halbinsel in Massachusetts. Die Kulisse und Gegebenheiten wurden stimmungsvoll und anschaulich beschrieben. Das hat mir gefallen. Sehr mitreißend hat Adrienne Brodeur die Spannungskurve von Seite zu Seite aufgebaut. Ich habe das Buch aufgeschlagen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die Charaktere sind authentisch und nachvollziehbar dargestellt. Es gibt viel Dramatik und Emotionen zwischen den Figuren. Durch den ständigen Perspektivenwechsel lemt man sie immer besser kennen. Interessante Handlungen und vor allem Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Die Ereignisse sind sehr realistisch dargestellt und haben mich sehr berührt. Alle tragen ihren nicht verarbeiteten Schmerz in sich, den jeder hinter seiner Fassade verbirgt und versteckt. Fazit: 4,5/5 ⭐️ für dieses packende Familiendrama mit dem Fokus auf: Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Leseempfehlung ♥️!
Ein gut zu lesender Familienroman, dem es etwas an Tiefe gefehlt hat. Vieles wird angesprochen, was aber unbeantwortet bleibt. Auch wenn ich mich mit den Protagonisten nicht wirklich anfreunden konnte hat mich das Buch gut unterhalten. Wer Interesse an Familiengeschichten in höheren Kreisen hat ist hier richtig.
Mitreißende Familiengeschichte auf Cape Cod
Adam Gardner ist ein berühmter Meeresbiologe und seht kurz vor seinem 70. Geburtstag. Der soll groß gefeiert werden und sein Sohn Ken und Tochter Abby sind schon mitten in den Vorbereitungen. Ein letztes wichtiges Projekt seiner Laufbahn will er unbedingt noch vollenden: die Entschlüsselung des Walgesangs. Adam ist bipolar und um besser arbeiten zu können, setzt er seine Medikamente ab. Nun steckt er mitten in einer manischen Phase, was sowohl die Feier als auch sein Projekt zu torpedieren droht. Sohn Ken hat es geschafft im Leben. Doch er will mehr und strebt eine Karriere als Politiker an. Die Probleme in seiner Ehe versucht er währenddessen zu ignorieren. Tochter Abby ist Künstlerin mit einem traumhaften Atelier in den Dünen. Doch leider gehört das Haus ihrem Bruder, und das Verhältnis ist nicht das beste. Dann taucht auch noch die Polizistin Steph auf und sucht nach ihrem leiblichen Vater… Die Frauen in diesem Roman erkennen ihre Stärke, wenn sie zusammenhalten. Es geht viel um männliche Ignoranz und Wichtigtuerei. Geschickt verlegt Adrienne Brodeur die Handlung in den Zeitraum vor der US-Wahl 2016. Alle Frauen - und auch die Männer, sind sicher, dass im November die erste Frau die Präsidentschaftswahl gewinnen wird und es verbreitet sich eine hoffnungsvolle und euphorische Stimmung. Das Buch endet kurz vor der Wahl und nur wir Lesenden kennen den verheerenden Ausgang, der bis heute kein Ende nimmt.
Adrienne Brodeurs Treibgut ist ein feinfühliges Familiendrama, das vor der Kulisse von Cape Cod spielt. Im Mittelpunkt steht der alternde Meeresbiologe Adam und seine entfremdeten Kinder, deren Leben durch ein lange gehütetes Familiengeheimnis aus dem Gleichgewicht gerät. Mit psychologischer Tiefe und wechselnden Perspektiven erzählt Brodeur eine bewegende Geschichte über Loyalität, Identität und die Schatten der Vergangenheit.
Familiendrama auf Cape Cod
Adam, ein renommierter Meeresbiologe mit dem Schwerpunkt Walforschung wird 70 Jahre alt. Um nochmal alles auf eine Karte setzen zu können beschließt er eigenhändig kurz vor der großen Geburtstagsfeier seine Medikamente gegen seine bipolare Störung abzusetzen. Eine durchaus schlechte Idee. Adams Kinder Abbey und Ken kämpfen in der Zwischenzeit mit ihren eigenen Schatten und der teils dunklen Vergangenheit der Familie. Schließlich platzt bei der Feier zu Ehren Adams die große Bombe. Ich bin mir tatsächlich nicht wirklich sicher ob ich von dem Roman restlos überzeugt bin. Meiner Meinung nach sind der Anfang und der Mittelteil ganz gut und haben mich auch in die Geschichte eintauchen lassen, jedoch fand ich das Ende dann doch nicht so berauschend. Ich finde auch, dass Männer im Allgemeinen sehr schlecht dargestellt wurden und ich fand tatsächlich keinen der männlichen Charaktere besonders sympathisch. Dafür sind die weiblichen Protagonisten umso sympathischer und haben mein Herz erobert. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und ich mag die Wortwahl der Autorin. Ich kann das Buch dennoch empfehlen und kann mir gut vorstellen, dass es zu einem Tag am Meer oder See passt.
Ein Familienroman, wie ich ihn liebe Der Roman spielt auf Cape Cod, einer wunderschönen Halbinsel in New England mit endlosen Stränden im Einzugsgebiet von Boston. Bei dem Setting könnte man sofort die Koffer packen…. , passt leider nicht, aber hin träumen das geht dann doch mit diesem Roman ganz hervorragend. Wir begleiten die Familie Gardner, 5 Menschen deren Perspektive abwechselnd die Geschichte eines Sommers von April bis Oktober vorantreibt. Es beginnt mit dem Vater Adam, einem Wissenschaftler, der sich sein Leben lang mit Walen beschäftigt hat. Er leidet unter einer bipolaren Störung, hat diese aber dank seiner guten Medikamenteneinstellung im Griff. Kurz vor seinem 70sten Geburtstag , an dem er eine große Entdeckung mit der Welt teilen möchte, trifft er die fatale Entscheidung seine Pillen abzusetzen, um wieder leistungsfähiger zu sein. Adam hat 2 Kinder, Abby und Ken, die er seiner Meinung nach ganz großartig alleine großgezogen hat. Nach Meinung seiner Kinder lief das Aufwachsen nach dem Tod der Mutter weniger optimal ab. Die Geschwister waren sehr oft in ihrer Kindheit auf sich alleine gestellt, weil der Vater immer mal wieder ohne Vorankündigung verschwand. Abby ist die Künstlerin der Familie und seit kurzem schwanger von ihrem Jugendfreund David, der aber verheiratet ist und nichts von dem Baby ahnt. Ihr Bruder Ken wirkt nach außen hin sehr erfolgreich, hat ein lukratives Einkommen , zwei wohlgeratene Teenietöchter und eine Ehefrau, auf die er sich verlassen kann, die ihn sowohl bei der Organisation der Geburtstagsparty für den Vater unterstützt als auch bei seinen politischen Ambitionen. Doch die Ehe steckt in der Krise und ein Kindheitstrauma lässt ihn nicht los. Jenny ist eigentlich Abby‘s beste Freundin, doch nach der Hochzeit mit Ken hat sich die Freundschaft verändert. Die Frauen sind nicht mehr so ehrlich zueinander. So ahnt Abby nichts von der Ehekrise und Jenny‘s wachsendem Alkoholproblem. Die 5. Person ist eine Fremde die sich der Familie annähert. Auch Steph sind eigene Kapitel gewidmet. Was sie von den Gardner‘s will erfährt man dann nach und nach . Ich mochte diesen Familienroman sehr. Die Autorin beschreibt eindrucksvoll das Auseinanderbrechen einer Familie , erzählt von dunklen Familiengeheimnissen und unbearbeiteten Kindsheitstraumata und seinen Folgen. In die Gefühlswelt der Charaktere konnte ich mich sehr gut einfühlen und auch der Sprachstil von Adrienne Brodeur hat mich sofort gecatcht .Zeitlich ist der Roman eingebettet kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016, dem Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump, was ich auch sehr spannend fand. Das Buch war eine tolle tiefgründige, unterhaltsame Sommerlektüre und ein Highlight für mich, dass ich sehr gerne weiterempfehle.
TREIBGUT Adrienne Brodeur Die Familie Gardner besitzt ein kleines Haus am in Cape Cod. Abby und Ken sind dort aufgewachsen und waren einer der wenigen, die nicht nur für die Sommermonate kamen. Jetzt lebt Familienoberhaupt und Meeresbiologe Adam dort alleine. Seine Liebe des Lebens, die Künstlerin und Mutter seiner zwei Kinder starb bereits vor 40 Jahren. Er selbst wird bald seinen 70. Geburtstag feiern und da er auch an diesem Tag seine Pension antreten wird, ist es sein größter Wunsch seiner Nachwelt noch eine weitere Entdeckung zu hinterlassen. Zu diesem Zweck setzt er seine Medikamente ab, die seine bipolare Störung normalerweise eindämmen. Sohn Ken ist ein Paradebeispiel für Amerikas glückliche Familie: Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der eine politische Karriere anstrebt. Seine Frau ist ein Organisationstalent und übertrifft ihre Dinnerparties von Mal zu Mal. Ihre Eltern sind reich und unterstützen den Schwiegersohn gerne. Doch auch in dieser heilen Familie gibt es so einige Geheimnisse. Abby ist Künstlerin und hat das Talent ihrer verstorbenen Mutter geerbt - leider jedoch nicht ihr Atelier. Das ganze Erbe ging an Sohn Ken, und so ist sie noch immer auf die Gnade ihres Bruders angewiesen. Ihre Beziehung zu Bruder Ken war einst sehr intensiv, bis der große Bruch kam. Ihr neuestes Bild stellt ein Trauma der Kindheit dar. Und dann ist da noch eine Frau auf der Suche nach ihrem biologischen Vater, die andauernd im Dunstkreis der Familie Gardner auftaucht. Adrienne Brodeur lässt all diese Familienmitglieder und andere Freunde nacheinander zu Worte kommen. Ganz langsam heizt sich die Stimmung auf, bis es am Geburtstag von Adam zu einem großen Eklat kommt. Ein wirklich gutes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Die gute Struktur des Buches hat mich über ein paar Klischees hinweggetragen. 4/ 5

Familiendrama vor der Kulisse von Cape Cod
Dieses Buch spielt im Sommer 2016 auf Cape Cod, dem Sommer, in dem ich die Halbinsel vor Boston kennen und lieben lernte. Eine lustige Vorstellung, dass ich zur gleichen Zeit dort war, in der die Protagonisten einen Sommer voller Wahrheit und persönlichem Drama erlegten. Abby ist schwanger und zögert, ihre Schwangerschaft preiszugeben. Ihr Vater Adam wird bald 70, und es wird eine große Feier steigen. Sie, die Künstlerin wird ihm ein ganz besonderes Bild schenken. Ihr Bruder Ken möchte auch in der Politik erfolgreich sein. Seine Vorzeigefrau Jenny, Abby‘s beste Freundin, seine beiden Töchter und sein erfolgreiches Leben sollen ihm dabei helfen Nach außen scheint alles erst mal ganz gut auszusehen, eine typische amerikanische Familie auf dem Weg zum Erfolg, kleine Krisen inbegriffen. Der Vater Meeresbiologe, die Schwester Künstlerin, ein Potpourri an Biografien Aber kratzt man an der Fassade kommt viel Dreck zum Vorschein. Der Vater von Abby’s Kind ist verheiratet, Adam hat psychische Probleme, Jenny trinkt zu viel. Und Ken schleppt ein Geheimnis mit sich rum, dass ihn zu zerstören droht. Daraus resultierend hat er seiner Schwester gegenüber einen übergroßen Neid entwickelt, der manchmal in Hass umzuschlagen scheint. Und dann taucht auch noch Steph auf. Vor der Kulisse Cape Cod erleben wir wie sich eine scheinbar perfekte Familienfassade aufzulösen scheint. Reichtum und Prestige sind in diesem Teil der USA wichtig. Hier wohnen Präsidenten, hoch angesehene Politiker und der Geldadel New Yorks und Bostons hat hier seine Feriendomizile. Der Roman ist spannend geschrieben und spart nicht mit Beschreibungen der Umgebung. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich schon dort war aber ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Ich habe in dem gleichen Restaurant gespeist, war auf Whale Watching und kann mich an die Sonnenuntergänge bei Provincetown sehr gut erinnern. Adrienne Brodeur hat ein Familienkonstrukt gebastelt, bei dem man den Verfall gerne beobachtet. Ich würde lügen, wenn ich nicht ab und zu ein bisschen hämisch dachte, dass mit Geld eben nicht alles zu kaufen ist. Abwechslungsreich und atmosphärisch. Eine ideale Sommerlektüre.
Das Buch hat mir gut gefallen. Tolles Setting, schöne Sprache und eine interessante Story. Was mich gestört hat: Die Autorin hat soviele wichtige Themen angesprochen, aber keines wurde richtig intensiv behandelt, alles nur angedeutet und/oder totgeschwiegen. Die männlichen Protagonisten waren alle auf ihre Weise unsympathisch und haben alle Klischees über "reiche weiße " Männer erfüllt. Das Ende war schön, aber auch etwas "weichgespühlt". Trotz der Kritikpunkte, ein Leseempfehlung. Ich kann auch das Hörbuch empfehlen. Die Sprecherin, Vera Teltz, war super.
Sehr gutes Buch, sowohl die Beschreibung von Cape Cod, der zerrütteten Familie sowie den politischen Umständen im Jahr 2016 haben mich in ihren Bann gezogen. Adrienne Brodeur hat einen tollen Schreibstil, ich konnte mich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Am Schluss kamen mir die zwei männlichen Protagonisten zu kurz, was ich sehr schade fand. Daher 0,5 Sterne weniger…
Perfekter Sommerroman
Die Familie Gardner lebt schon Jahrzehnte auf Cape Cod. Adam, der kurz vor seinem 70. Geburtstag steht und auf sein Leben als Meeresbiologe blickt und seine beiden erwachsenen Kinder. Abby, die als Künstlerin auf das Wohlwollen ihres erfolgreichen Bruders Ken angewiesen ist. Ken, der nach außen ein perfektes Familienleben führt und als erfolgreicher Unternehmer seine politische Karriere plant. Was nach außen alles so perfekt und harmonisch wirkt, bekommt nach und nach immer größere Risse. Adam setzt seine Medikamente ab und verfällt durch seine bipolare Störung in größte Stimmungsschwankungen mit enormen Auswirkungen, Ken versucht die perfekte Fassade aufrechtzuerhalten und merkt nicht, dass seine Frau nur noch mit Medikamenten und Alkohol ihr Leben führen kann. Und Abby hadert mit ihrer Vergangenheit, ist schwanger und allein und als dann eine Unbekannte auftaucht, kommt das ganze Konstrukt ins Schwanken. Von mir gibt’s hier eine großes Leseempfehlung für alle, die gerne spannende Familienromane mit einer guten Story an einem tollen Schauplatz lesen. Für mich ist Cape Cod ein absoluter Sehnsuchtsplatz und nicht allein deswegen ist dieser Roman jetzt schon einer der Sommerromane 2024. Bin gespannt, ob noch mehr folgen werden.
Spannend und flüssig zu lesen mit tiefen Abgründen innerhalb einer Familie. Leider für mich mich zu viel Klischee und schlussendlich zu wenig Tiefe.
Familie mit Geheimnissen Bei diesem Buch zog mich das Cover und der Titel magisch an. Hinzu kamen die positiven Besprechungen. Cape Cod mitten im Sommer 2016. Die Familie Gardener ist reich und jeder auf seine Weise brilliant. Abby ist Künstlerin, ihr Bruder Ken ein aufstrebender Politiker und ihr Vater ein Meeresbiologe, der die Sprache der Wale entschlüsseln will… bevor er 70 wird. Da ist aber auch Steph, die immer wieder in der Nähe der Familie auftaucht und ein Geheimnis mitbringt. Jede der handelnden Personen kommt abwechselnd in einem Kapitel zu Wort. Dieser multiperspektivische Aufbau ist sehr gut gemacht und bringt uns jedem einzelnen nahe durch die wechselnden Innenansichten. Alle reich und schön und super in dem, was sie tun. Das allein hat mich gar nicht mal so sehr genervt. ABER: das riesen Bündel an Problemen und Themen, die aufgemacht werden,… und auf keines kommt so richtig ein thematischer Deckel drauf… das hat mich nach dem Beenden schon enttäuscht. Ehekrisen, psychischen Erkrankungen, se*uellen Übergriffe, Umweltschutz, Ehebruch, Schwangerschaft, Therapie, genetische Erkrankungen, übernatürliche Gefühle… sind nur einige. Bei allem Gemoser, ist das Buch gut und flüssig zu lesen, ist auch spannend und insgesamt ein Sommerroman, mit dem man gut unterhalten wird. Man sollte aber eben auch nicht zimperlich sein, wenn mit Klischees um sich geworfen wird. Ich würde dem Buch 3,5/5 Sternen geben, was bei mir „nett und unterhaltsam“ bedeutet.
Der Roman einer amerikanischen Familie in der die Mutter bei Geburt der Tochter stirbt und die danach, ca. 40 Jahre später, immer noch unter dem Trauma der mutterlosen Kindheit und eines kranken, mit Medikamenten meist gut eingestellten Vaters (bipolare Störung, Wissenschaftler, egoistisch, Patriarch) leiden. Die Charaktere sind sehr klischeehaft dargestellt, Probleme überspitzt dargestellt, besonders die Rolle der Frau in den USA heute. Wobei alle Männer dominant waren. Das wirkte teilweise sehr bemüht. Und warum eine irisch, katholische Protagonistin lesbisch (verheiratet mit Kind) sein musste, erschließt sich mir nicht. Das letzte Drittel des Buches war für mich schwer nachvollziehbar, Kurz: die Story war überzogen, das Ende hat mich unzufrieden zurück gelassen. ABER: Die Schilderungen der Landschaft verbunden mit dem Lebensgeführ am Meer hat mich erreicht beeindruckt.
Geschichte einer Familie erzählt im Jahr 2016 aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder. Für mich ein absolutes Jahreslesehighlight.
Die nicht ganz einfache Geschichte eines Meeresbiologen der seinen Sohn und seine Tochter allein groß ziehen muss. Als eine weitere Frau im Leben der Familie auftaucht, kommen Erinnerungen ans Licht die erschreckend sind. Eine bildhafte Sprache und eine einfühlsame Geschichte. Ich hoffe ich darf noch viel von der Autorin lesen. 🐳
Zum Teil fand ich das Buch wirklich wundervoll und die Dialoge sehr gut unter den einzelnen Figuren. Auf der anderen Seite doch Zuviel tam tam und letztlich kein Vorankommen. Sehr schöne Beschreibung von Cape Cod aber die Probleme der Schönen und Reichen haben mich nicht ganz abgeholt. Fazit: Stilsicher und ziemlich amüsant, bis die Familiengeheimnisse zu sehr Raum einnehmen und ausufern… und dann doch nicht wirklich besprochen werden.
Eine stark, sehr fesselnde Geschichte über Familie, nicht ausgesprochene Traumata und dem Leben mit dysfunktuinalen Familienstrukturen. Mir hat das Buch wirklich super gefallen - nur das Ende und die Auflösung haben mich etwas enttäuscht. Ausführliche Rezension und eine Verlosung folgen auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe
Tolles Setting, schwere Themen, fragliche Handhabung...
Anfangs hat mir das Buch sehr gut gefallen, was vor allem auch an dem wunderschönen Cape-Cod-Setting lag. Gegen Ende hin hat sich jedoch das Buch in eine problematische/ dramatische Richtung entwickelt, die meiner Meinung nach von der Autorin nicht adäquat behandelt wird. Vieles bleibt unausgesprochen und offen.
Es gibt zwei Gründe warum ich “Treibgut” von Adrienne Brodeur (aus dem Englischen von Karen Witthuhn, erschienen bei Kindler) gelesen habe: Zum einen wurde in der Leseprobe einer der Protagonisten des Romans vorgestellt und zwar am genauen Geburtstag meiner 8-jährigen Tochter (Tag/Monat/Jahr). Zum anderen spielt der Roman in Cape Cod und an diesem einzigartigen Fleckchen Erde durfte ich vor ca. 10 Jahren einen wundervollen Urlaub verbringen. Was Adrienne Brodeur wirklich meisterhaft macht in diesem Roman, ist, die Stimmung eines Jahres, das Lebensgefühl der USA und teilweise der ganzen Welt im Jahr 2016 festzuhalten. Ein Jahr, in dem die Menschheit zwischen Aufbruchsstimmung und Zukunftsangst hin- und her changierte. Ein Jahr, in dem viele die Hoffnung hatten, dass eine Frau zum ersten Mal an der Spitze der freien Welt stehen und viele männlich gemachte Konflikte auslöschen würde. Vielleicht auch der Glaube, dass der Klimawandel noch zu stoppen sei. Heute, aus der Perspektive des Jahres 2024 wissen wir: Es ist leider nicht dazu gekommen. Und heuer im November wird wieder ein (sehr) alter weißer Mann (ein schlimmer und ein weniger schlimmer) US-Präsident. Damit sind alle Hoffnungen auf Progressivität, auf Fortschritt in der amerikanischen Gesellschaft, bereits 2016 im Keim erstickt worden. Mit diesem Wissen hat Brodeur ihren Roman konzipiert. Der Makrokosmos wird im Mikrokosmos widergespiegelt: Die unruhige Situation in der Familie Gardner ist ein Sinnbild für die Lage der Nation und der Welt. Der Patriarch und Meeresbiologe mit Spezialgebiet Wale, Adam Gardner, Ph.D. aus Cape Cod, steht kurz vor der Verrentung und seinem 70. Geburtstag am 18. August - die Feier ist das Ereignis, auf das die ganze Handlung zusteuert. Adam kämpft mit Depressionen und lässt sein ganzes Leben Revue passieren. Ein Leben, in dem er bahnbrechende Erfolge auf dem Gebiet der Meeresbiologie einstreichen konnte, aber privat auch mehrere Rückschläge. Der schlimmste Schicksalsschlag war der Verlust seiner Frau mit 30 Jahren, nur wenige Stunden nach der Geburt seiner Tochter Abby. Er musste sie und deren dreieinhalb Jahre älteren Bruder Ken allein großziehen, zwei weitere Ehen sind gescheitert. Adam hadert mit seiner eigenen Vergänglichkeit: “Das war das ultimative Paradox des Menschseins: die Sehnsucht nach Vitalität in einer Welt, die der Verwesung unterlag.” (S. 395) Die nächste Generation der Familie hingegen befindet sich in einer Art angespannten Aufbruchsstimmung: Die erfolgreiche Künstlerin Abby Gardner ist mit 38 Jahren zum ersten Mal schwanger - von ihrem verheirateten Jugendfreund David, einem Wahlkampfhelfer von Hillary Clinton. Ken wiederum befindet sich in einer Ehekrise mit Jenny, der besten Freundin von Abby, mit der er zwei zwölfjährige Zwillingstöchter hat. Der finanziell erfolgreiche Immobilienunternehmer, der für die Republikaner in den Kongress einziehen möchte, kämpft vor allem gegen seine eigene Psyche und die Traumata der Vergangenheit…Und dann wäre da noch Steph, ebenfalls 38 und gerade von ihrem Sohn Jonah entbunden. Die in einer glücklichen Beziehung mit ihrer Partnerin Toni lebende Polizistin erfährt, dass sie Adam Gardners uneheliche Tochter ist und möchte jetzt ihre eigenen Wurzeln kennenlernen. Doch wie viel Aufregung verträgt das fragile familiäre Konstrukt der Gardners? Kommt es zur Jubiläums-Eskalation? Da es sich bei “Treibgut” um einen klassischen Familienroman handelt, in dem die Innensicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt wird, hat sich Brodeur für die multiperspektivische Erzählweise entschieden. Die Kapitel sind jeweils abwechselnd aus der Sicht von Adam, Abby, Ken, Jenny und Steph erzählt. Die Handlung beginnt im April 2016 und endet im Oktober. Natürlich könnte man bei diesem Roman kritisch einwenden, dass die Figurenzeichnung leicht ins Klischeehafte abdriftet: Der Patriarch ist der “verträumte” Wissenschaftler bzw. Meeresbiologe. Meeresbiologe ist für mich so ein klassischer “Roman-Beruf”, ich glaube wenn es in Wirklichkeit viele Meeresbiologen gäbe wie in der Literatur, dann wäre dieser Berufszweig ziemlich “überschwemmt”, oder? Und dann die jüngere Generation: Die lesbische Polizistin aus der irisch-katholischen Arbeiterfamilie, die feministische Künstler-Tochter vs. der republikanische Immobilienmogul-Bruder, der mit der anderen (ehemaligen) Künstlerin/Feministin verheiratet ist, die jetzt im goldenen Käfig als Hausfrau und Politikergattin lebt. Schon leicht schematisch für meine Begriffe, aber gut, vielleicht wurde hier bereits an eine Verfilmung gedacht und dafür passen all diese Charaktere perfekt. Da die Garners in Cape Cod direkt an der Küste leben, Abby für ihre Kunst Treibgut sammelt und Adam eben Meeresbiologe ist, ist die ganze Stimmung dieses Romans sehr maritim. Biodiversität, Nachhaltigkeit, Umwelt-, Tier- und Klimaschutz sind Themen, die immer wieder zwischen den auf die familiäre Situation bezogenen Plot-Elementen hervorleuchten, ohne dass es aufdringlich erscheint. Wer also Romane mit ökologischem Bewusstsein mag, die am Meer spielen und in denen es allerlei maritime Metaphorik gibt, ist hier genau richtig. Dieser Familienroman ist mit Sicherheit kein literarisches ”must read”-Meisterwerk, aber er ist auch keinesfalls seicht oder gar schlecht. Sicher versetzt er einen total zurück ins Jahr 2016 und das ist für meine Begriffe schon mal eine sehr lobenswerte Leistung.
Die erwachsenen Geschwister Ken und Abby Gardner sind überzeugt: Ihre Eltern führten bis zum plötzlichen und unerwarteten Tod ihrer Mutter eine glückliche Ehe und Vater Adam versuchte anschließend als alleinerziehender Vater ihnen eine sorgenfreie Kindheit in den Wellfleet Woods zu ermöglichen und trotzdem seine Karriere als Meeresbiologe weiterzuverfolgen. Mittlerweile ist 2016, kurz vor den Wahlen in Amerika und Ken ist ein erfolgreicher Geschäftsmann mit eigener Vorzeigefamilie und Abby ist eine talentierte Malerin mit einem großen Geheimnis. Adam steht kurz vor seinem 70. Geburtstag und hat noch große Ambitionen. Um diese umsetzen zu können, setzt er die Medikamente, die seine bipolare Störung behandeln ab und hofft, dass die Manie ihm zu seinem letzten großen wissenschaftlichen Durchbruch verhilft. Da taucht Steph, eine bisher unbekannte Halbschwester von Ken und Abby auf und wühlt die Gefühle und Erinnerungen der Familie mächtig durcheinander. Vor der idylischen Kulisse von Cape Cod und dem kurz bevorstehendem Wahl-Showdown zwischen Hillary Clinton und Donald Trump zeichnet Adrienne Brodeur ein Bild einer gutsituierten und gebildeten Familie, die glaubt modern und weltoffen zu sein, aber trotzdem stark an alten Rollenbildern und patriarchalen Strukturen festhält und deren Frauen sich daraus nicht befreien können. Da braucht es erst die queere Halbschwester mit Frau und Kind, die sich in die Familie einschleicht, um einige Überzeugungen ins Wanken zu bringen. Das Buch hat mich nicht so richtig mitgenommen, ich hatte das Gefühl, dass Brodeur das Buch bereits mit der Verfilmung im Kopf geschrieben hat - schöne Landschaftsbilder, ein bisschen Naturwissenschaft und eine dysfunktionale aber wohlhabende Familie - perfekt für eine schöne Vorabendserie mit stimmungsvollen Bildern. Die Geschichte plätschert so vorhersehbar dahin; die Männer - sämtlich selbsherrlich und mental instabil aber an patriarchalischen Einstellungen festhaltend - wirken eher unsympathisch und die Frauen mag man auch eher schütteln und auffordern, sich endlich selbstbewusst aufzustellen und sich nicht lediglich auf die Rolle als Politikergattin oder alleinerziehende Mutter vorzubereiten. Einen gewissen Sog entwickeln die Kapitel mit den wechselnden Perspektiven der fünf Protagonisten, auch wenn diese durchaus mit mehr Selbstreflektion durchs Leben gehen könnten. Wie vom Verlag selbst beworben, ein Buch für alle die „Papierpalast“ von Miranda Cowley Heller oder die Romane von Elisabeth Strout mögen, wobei „Treibgut“ an keines der genannten wirklich herankommt.
Wir waren auf Usedom und dieses Buch habe ich wegen des Covers für die Bahnfahrt ausgewählt. Und was soll ich sagen: ich habe es verschlungen! Es handelt sich um eine Familiengeschichte, die so einige Klischees mitbringt. Das fand ich aber gar nicht schlimm, weil die Autorin es trotzdem geschafft hat, die Handlung wahnsinnig spannend aufzubauen. Deshalb konnte ich kaum aus dem Fenster schauen in der Bahn, ich war an das Buch gefesselt. Super Lektüre, gerne wieder ;-).








































