Arctic Mirage
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Description
Book Information
Author Description
Terhi Kokkonen lebt als Musikerin und Schriftstellerin in Helsinki. Sie ist Teil der Scandinavian Music Group sowie eine der Sängerinnen der Band Ultra Bra. Arctic Mirage ist ihr Debütroman, für den sie 2020 mit dem Helsingin-Sanomat-Literaturpreis ausgezeichnet wurde.
Posts
"Nachdem Karo Risto umgebracht hat, steht sie auf. Der Schnee ist blutbeschmutzt." Das ist der Beginn des Buches und vielleicht das Ende der Geschichte. Die Geschichte von Karo und Ristos Unfall im Urlaub in Lappland. Und die Geschichte einer Ehe, von Ungereimtheiten, von verschwindenden Wollstrümpfen und Kaffeetassen. Alle Charaktere sind irgendwie merkwürdig und unnahbar, unsympathisch. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat mich die Story fasziniert. Das Ende müsste mir jedoch mal jemand erklären, der oder die es verstanden hat. Ein gutes Buch mit Eis und Schnee und Nordlichtern, gut um es in einem Wintermonat zu lesen.
Gaslighting und Polarlichter
Kokkonens Debüt-Roman beleuchtet das Ende einer Ehe im Lappland-Urlaub. Karoliina und Risto kennen sich seit der Schulzeit und sind bald darauf ein Paar geworden. Aber wie gut kennen sie sich wirklich und wie sehr kann sich Karoliina auf ihren Partner verlassen? Sind ihre Aussetzer echt oder Einbildung? Die Geschichte spielt bewusst und gekonnt mit der Verlässlichkeit des Erzählenden und Vages wird dem Lesenden zur Interpretation überlassen. Einzelne Erinnerungsfetzen von Karo unterstützen die einheitliche Perspektive, lassen aber keine genaue Aufklärung zu. Ich fand dieses Buch äußerst spannend und schön. Das arktische Setting scheint auf den ersten Blick idyllisch wie ein Postkartenmotiv, ist jedoch wie die Erzählung selbst ambivalent und wirkt mit der Zeit immer isolierender und fremd.
Eskalation einer Ehe Auf der ersten Seite des Buches kommt es bereits zu einem schrecklichen Ereignis. Anschliessend wird die Geschichte von Karo und Risto rückblickend erzählt. Ebenso gibt es immer wieder Rückblenden in die Anfänge der Beziehung und in Geschehnisse aus Karo‘s Kindheit. Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch ist spannend geschrieben. Die vielen Zeitsprünge sind jedoch nicht immer so leicht nachzuvollziehen. Ich könnte mir gut eine Verfilmung der Geschichte vorstellen! Eine Empfehlung für Menschen, die außergewöhnliche Bücher mögen und nicht zu zartbesaitet sind.
Arctic Mirage von Terhi Kokkonen war für mich ein eher mäßiger Start ins neue Lesejahr. Der Einstieg fiel mir schwer, vor allem weil die Protagonistin über weite Strecken sehr passiv bleibt und ich nur langsam einen Zugang zu ihr und zur Geschichte gefunden habe. Dadurch zog sich der Mittelteil stellenweise unnötig in die Länge. Positiv hervorheben möchte ich jedoch das Ende, das deutlich stärker und runder ausgefallen ist als der Rest des Buches. Hier gewinnt die Geschichte an Spannung und Intensität, was dem Gesamteindruck noch einmal Auftrieb gibt – dafür gibt es den halben Stern extra. Insgesamt ein solides Buch mit interessanter Atmosphäre, das sein Potenzial aber erst spät entfaltet und mich daher nicht vollständig überzeugen konnte.

Nichts ist wie es scheint
Erster Satz: "Nachdem Karo Risto umgebracht hat, steht sie auf." Schon mit diesem ersten Satz kennt der Leser das Ende der Geschichte. Aber wie kam es dazu? - Das wird nun nach und nach aufgerollt und fängt genau eine Woche zuvor an, als Karo und Risto auf dem Rückweg aus dem Urlaub einen Autounfall haben. Irgendwo mitten in der Einöde von Finnisch Lappland knallt es und aufgrund mangelnder umliegender Krankenhäuser werden die beiden kurzerhand zum Arzt der Luxushotelanlage Arctic Mirage gebracht. Sie sind nicht allzu schwer verletzt, weswegen ihnen angeraten wird, erstmal eine Nacht zu bleiben und dann erst weiter zu fahren. Aus der einen Nacht wird eine Woche und auch wenn man zunächst glaubt, einfach das Beste aus der Situation zu machen und eben noch etwas zu entspannen, wird zumindest dem Leser schnell klar, dass dieses Paar eine äußerst toxische Beziehung führt. Beide sind erfolgreich im Berufsleben, finanziell unabhängig...und psychisch schwer angeschlagen. Wir haben es hier mit Gut und Böse zu tun, mit dem Part, der manipuliert und dem, der sich manipulieren lässt, der nach und nach an seinem Verstand zweifelt. Mit dem vermeintlich Mitfühlenden und dem offensichtlich Kranken. Aber vielleicht ist es auch ganz anders? Es herrscht eine seltsame Atmosphäre in diesem Luxushotel, das tief eingeschneit irgendwo im Nirgendwo in Lappland steht, in dem sowohl die Angestellten als auch die übrigen Gäste eher merkwürdig wirken. Es ist beklemmend und beängstigend und genau diese Situation hat die Autorin Terhi Kokkonen perfekt rübergebracht. In klaren Sätzen und kurzen Kapiteln erzählt sie uns auf 192 Seiten die Geschichte von Karo und Risto und nimmt uns mit in das weite weiße Finnland. Hier gibt es keinen Satz zuviel und auch, wenn ich das Buch nicht als Highlight bezeichnen würde, habe ich es doch sehr gerne an einem Tag durchgelesen.

Einfach nur verwirrt
Ich habe einfach absolut GAR NICHTS in diesem Buch verstanden. Es gibt hier keine klare Linien, völlig unbedeutende Nebencharaktere die null Sinn ergeben, die Hauptcharaktere bleiben absolut emotional fremd, werfen ab und an mal einen Brocken Vergangenheit hin, der dann aber mehr Fragen aufwirft, als er klärt. Das angebliche Geheimnis des Paares ergibt sich nach ungefähr 6 Seiten und man fragt sich einfach nur, was diese toxische Sch***e soll. Angeblich wird hier psychologisch mit Wahrheit und Täuschung gespielt, aber nein es ist einfach nur ein manipulativer, gewalttätiger Mann. Denkt man dann- hmm na wenigstens bleibt einem noch die schöne Beschreibung der Landschaft Lapplands- nö. Kurzer Spoiler zur Landschaftsbeschreibung: überall liegt Schnee. Wow danke, wäre ich jetzt gar nicht drauf gekommen. Das Einzige, dass man diesem Buch zu Gute halten kann, ist ein sehr flüssiger Schreibstil, der dem Drama ein schnelles Ende bereitet.
Ein atmosphärisch dichtes Psychodrama in eisiger Kulisse!
Der Roman beginnt mit einem dramatischen Mord: In einer eisigen Winternacht tötet Karo ihren Mann Risto – und ab dann wird die Geschichte in Rückblicken aus der Sicht von Karo erzählt. Das Paar war nach einem Autounfall im luxuriösen Hotel „Arctic Mirage“ in Lappland gestrandet. ❄️ Schon bald wird klar, dass zwischen Karo und Risto nichts mehr stimmt: Er verhält sich zunehmend passiv-aggressiv ihr gegenüber, zieht sie durch subtile Demütigungen hinab und spielt womöglich mit ihrer Wahrnehmung. Die Umgebung wirkt rätselhaft und kalt, was das beunruhigende Beziehungsdrama noch verstärkt.⚡️ Mir hat das Buch insgesamt eher mittelmäßig gefallen. Die Handlung empfand ich als sehr verwirrend. 😖 Die vielen lose nebeneinander stehenden Nebenhandlungen und offenen Fragen führten dazu, dass die Geschichte für mich nicht zu einem geschlossenen, stimmigen Gesamtbild wurde. Ich konnte keine emotionale Beziehung zu den Figuren aufbauen. 😕 Die Protagonisten, Karo und Risto, bleiben für mein Empfinden distanziert und schwer greifbar. Auch die Nebenfiguren bleiben blass und unverbindlich, trotz ihrer bedeutungsvollen Rollen. 🤔 Ein atmosphärisch dichtes Psychodrama in eisiger Kulisse: Emotional kühl gezeichnet und für mich mehr verwirrendes Puzzle als klare Erzählung. 🤷🏼♀️
distanziert, bruchstückhaft, unlogisch
Mit "Arctic Mirage" liefert Terhi Kokkonen ihr Debür als Autorin, für den sie 2020 den Helsingin-Sanomat-Literaturpreis erhalten hat. Darum geht's: Karo und Risto wollen eine Auszeit vom Alltag nehmen und machen Urlaub in den verschneiten Bergen Lapplands. Auf der Rückfahrt zum Flughafen kommt es jedoch zu einem Unfall und die beiden sitzen erst einmal in dem abgelegenen Hotel "Arctic Mirage" fest. Was so idyllisch und schön klingt, birgt aber eine große Gefahr. Während Risto die Situation zu genießen scheint, fängt Karo jedoch allmählich an durchzudrehen. Und so nähert sich das Paar unaufhaltsam der unausweichlichen Eskalation ihrer Beziehung... Puh! Die Erzählweise dieser Geschichte ist durchaus als ungewöhnlich zu bezeichnen. Und wo mich das Buch damit wirklich die ganze Zeit dermaßen genervt hat, konnte ich am Ende dann doch noch nachvollziehen und verstehen, warum diese Form des Erzählens gewählt wurde. Während es anfangs noch Neugier war, verfiel ich im Laufe der Lektüre mehr und mehr in eine Gereiztheit und Genervtheit. Sehr bruchstückhaft und überaus distanziert schreibt die Autorin die Geschichte des Paares nieder. Hierbei wechselt sie auch zwischen diversen Charakteren, die nebenbei bemerkt in meinen Augen auch oft mehr als überflüssig waren ind mir keinen Mehrwert der Geschichte einbrachten. Dazu kommt, dass mir diese Distanziertheit die Charaktere auch weder nahe bringen konnte, noch konnte ich in irgendeiner Form mit ihnen fühlen: Sie waren mir alle, gänzlich ohne Ausnahme, absolut egal. Und das ist leider etwas womit ich persönlich überhaupt nicht klarkomme. Hinzu kommen für mich unlogische Details, die mich einfach geärgert haben, wie Dinge, die nicht zu einem Luxushotel passen oder dass Karo auf den Teppich rotzt(!) - ich meine welche Frau würde so etwas machen? Dann wirkte das Geschriebene einerseits leicht fragil, doch die ständige Aggresivität, hat das alles überlagert. Das gilt auch für die Gleichgültigkeit, die sich durch die Geschichte zieht. Klar kann man hier sicher auch viel darüber philosophieren, welche Bedeutung einzelne Aspekte haben könnten und was die Autorin damit ausdrücken wollte, und natürlich macht das Ganze dann auf den letzten Seiten auch durchaus Sinn, doch hatte ich durch meine ständige Genervtheit beim Lesen keine Lust mich damit zu befassen. Und so war diese Lektüre für mich leider mein erster Flop in diesem Jahr.

Hat mir leider nicht gefallen ⭐️⭐️
Inhalt: Karoliina und Risto haben einen Autounfall und müssen unfreiwillig im Arctic Mirage absteigen. Während Ristos Stimmung zwar schwankt, er aber durchaus die Zeit auch genießt und dem Wein zuspricht und auch mit dem Hotelpersonal flirtet, ist Karoliina von Misstrauen geleitet. Meine Meinung: Der Klappentext war für mich irreführend. Risto ist entgegen der Beschreibung im Klappentext nicht durchgängig gut gelaunt und Karoliina nicht durchgängig misstrauisch. Sie versucht auch zwischendurch, sich Risto wieder anzunähern. Das Buch beginnt mit einem heftigen Ereignis - und damit ist nicht der Autounfall gemeint. Sodann wird beschrieben, wie Karoliina und Risto sich nach den Unfall beim Hotelarzt untersuchen lassen. Man hört - für mich zum Teil zusammenhangslos - Geschichten aus dem Leben des Personals. Parallel versucht Karoliina, den Unfallhergang aufzuklären. Es wird eine unangenehme Grundstimmung erzeugt, was mir noch ganz gut gefallen hat . Die Charaktere waren aber durchweg unsympathisch. Auch habe ich bei manchen Handlungssträngen - insbesondere den Privatgeschichten des Personals - teils nicht erkannt, wo diese mit Karoliina und Risto zusammengeführt wurden, falls das überhaupt der Fall war. (Für Hinweise, falls ich nicht aufmerksam genug gelesen haben sollte, wäre ich dankbar.) Insgesamt hat mir das Buch leider nicht gefallen.
So gar keine idyllischen Schneelandschaften
Ein Hotelressort mit gemütlichen Holzhäuschen und Kaminfeuer mitten im finnischen Lappland, dazu eine Schneelandschaft, die jeden Wintertraum wahr werden lässt - und genau hier sind Karo und Risto gestrandet. Das Paar möchte die Beziehung mit einem gemeinsamen Urlaub ein bisschen auffrischen. Doch dann kommt alles völlig anders… ❄️❄️❄️ Wow! Was war das denn für ein krasser Psychotrip?! Wenn du bei diesem Buch mit idyllischer Winteratmosphäre und Scandi-Flair gerechnet hast, dann wirst du dich schon nach Seite 7 gewaltig umschauen. Der Klappentext deutet den unfassbaren Irrsinn nur mit den winzigen beiden Wörtchen „Eskalation“ und „gefährlich“ an, die man glatt überlesen könnte. Umso größer ist dann die Überraschung, die mich beinahe aus den Latschen warf - und die dafür sorgte, dass ich das Buch vor Anspannung nicht mehr weglegen konnte. Der Roman ist eine einzige Verwirrung voller seltsamer Charaktere mit gewöhnungsbedürftigen Vorlieben und vor allem voller Manipulation. Das gelingt der Autorin so gut, dass ich bis zum letzten Kapitel nicht wusste, wer hier die Wahrheit sagt und ob ich mir nicht auch langsam das ein oder andere einbilde. Nach und nach kommt ans Licht, dass eine Person Psychoterror betreibt, der sich gewaschen hat. Doch das wirkt sich nicht nur auf das Opfer aus, sondern auch auf mich als Leserin. Zum Schluss bin ich überzeugt, dass ich auch ich hinters Licht geführt wurde und das Buch wohl noch einmal lesen muss, um wirklich alle perversen Spielchen zu durchschauen. Für meine innere Befriedigung hat mir dann doch ein Hauch Klarheit gefehlt. Doch ich bin ziemlich sicher, dass genau das das Konzept der Autorin war. Eine Empfehlung für alle, die sich in das Labyrinth menschlicher Abgründe begeben möchten und Lust haben auf Spannung und gedankliches Delirium bis zur letzten Sekunde. TW: Depression, Suizid, psych./körp. Gewalt

Psychogramm einer Beziehung Eigentlich sollte man meinen ein Traumurlaub in Lappland mit Luxushotel und unberührter Natur wäre für das Paar, dass sich diesen Urlaub leisten kann einfach nur himmlisch. Doch dieser Urlaub endet tödlich für den Mann, und das ist kein Spoiler, denn dieser Mord geschieht gleich auf der ersten Seite. Als Leser verfolgen wir die Entwicklung bis zu dieser Bluttat dann im Rückblick. Karo und Risto verunglücken mit ihrem Mietwagen auf eisglatter Straße, sind leicht verletzt und müssen sich in das einzige Hotel vor Ort, ein Luxushotel mit horrenden Preisen einbuchen, bevor sie wieder nach Hause fliegen können. Schnell wird klar, dass die Beziehung des Paares alles andere als glücklich ist. Die Autorin springt mal in die Vergangenheit, das Aufwachsen und Kennenlernen beider Partner, dann gibt es wieder kurze Fragmente aus der Gegenwart, Interaktionen mit dem unfreundlichen Hotelpersonal oder dem frisch verwitweten Hotelarzt z.B. Man bekommt die Protagonisten nicht so richtig zu fassen, kann nicht einschätzen, ob Karo eine unzuverlässige Erzählerin ist, oder nicht. Immerhin nimmt sie Tabletten, weil sie psychische Probleme hat. Aber ist das wirklich so? Das Buch bleibt rätselhaft bis zum Schluss und weil man Antworten haben möchte,entwickelt die Geschichte auch einen gewissen Sog. Trotzdem haben mich die Charaktere am Ende nicht erreicht, auch wenn ich nach und nach verstehe, wie es in dieser unglücklichen Beziehung zugegangen ist. Es gibt so einige Nebencharaktere, die auch alle sehr seltsam sind, und man weiß eigentlich gar nicht warum man mal kurz in deren Geschichten eintauchen soll, wo das Buch doch sowieso nicht allzu lang ist. Schade fand ich auch, dass die Landschaft , dieses besondere Setting nicht sehr eindrücklich ist. Ich habe Lappland nicht gefühlt. Die Geschichte hätte auch irgendwo im Schnee spielen können. 2,5 Sterne
Risse einer Beziehung schälen sich aus dem Nebel
Karo und Risto verbringen erstmals ihren Urlaub im hohen Norden und suchen Entspannung und Erholung in Lappland. Doch kurz vor ihrer Rückreise kommt es zu einem Autounfall, bei dem beide leicht verletzt werden und auf ärztlichen Rat noch einige Tage im Luxushotel „Artic Mirage“ verbringen. In Schnee und Kälte kommen nach und nach Risse in der Beziehung des Paares zu Tage, die sich immer mehr vergrößern. Karo fühlt sich gefangen mit Risto, dessen Verhalten nach und nach manische Züge annimmt. Er entfernt sich immer weiter von Karos Wünschen, flirtet mit Hotelangestellten und Karos symbiotische Beziehung zu ihrem Sohn verstärkt das Gefühl, dass hier vergraben unter dem Schnee einige sehr dunkle Geheimnisse liegen. Karo beginnt an dem Unfall und auch an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, was durch Ristos Verhalten verstärkt wird. Der Stil und die Schreibweise bauen die psychologische Spannung nach und nach auf und die Bedrohung wird fast greifbar. Auf 192 Seiten wird ein dichtes Geflecht von Stärke, Macht, Angst und ein Spiel mit Realitätsverlust gewoben, das mich beeindruckt hat. Auch wenn der Roman teilweise für mich nicht einfach zu lesen war, gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen Spannungsroman mit starken psychologischen Elementen mögen, der mich an ein Kammerspiel erinnert hat.
Mein Frühjahrshighlight!
Eine Geschichte, die mit dem Ende beginnt und anschließend den Weg dorthin beschreibt. Ich konnte es kaum aus den Händen legen, bin der Handlung absolut verfallen. Atmosphärisch, fesselnde Charaktere und die Frage nach dem „Warum und Wie?“. Zum Schluss ist es beinahe ein wenig schockierend, worauf es hinausläuft. Das Buch klingt immer noch in mir nach.
Verworren, zum mitdenken, eindrücklich
Abhängigkeiten in Beziehungen und unterschiedlichen Generationen werden wundervoll dargestellt. Kein Buch zum mal eben zwischendurch lesen. Viele im Text integrierte „Zeitenwechsel“ und Rückblicke. Themen: • Abhängigkeiten in Beziehungen • psych. Erkrankung (im Ansatz aufgezeigt; diente als Zusatzinformation und zum Verwirren des Lesenden, ohne wirkliche Beteiligung. Zumindest bleibt dies bis zum Schluss eine offene Frage) • viele unausgesprochene, offene, „angekratzte“ Einblicke und Themen. Für mich nah an der Grenze zum noch mitlesen und die Aussagen dahinter nachvollziehen zu können und Zusammenhänge zu verstehen. Dadurch für mich spannend. Mehr hätten es aber definitiv nicht sein dürfen) Die Autorin wollte viel auf wenig Seiten „anreissen“ ohne alles zu klären. Für manch einen vielleicht zu verwirrend. Für mich faszinierend und spannend. Man muss sich vielen Vorstellen können und in die Protagonisten reindenken. Diese sind nicht sehr nahbar, aber gut im Handeln beschrieben, so dass es möglich ist.
Drama im Schnee
Das Ehepaar Karo und Risto fährt nach Lappland um Polarlichter anzuschauen. Eine friedlich-gemütliche Angelegenheit sollte man meinen. Doch die Geschichte ist gespickt von gescheiterten Lebenswegen, Intrigen und Gewalt. Ein Buch, das einem die Lust auf Lappland gründlich verderben kann und bei dem man selten weiß, mit welchem Charakter man mitfiebern soll. Ernüchternd und dennoch rasant spannend. Mit 188 Seiten beinahe eine Kurzgeschichte.
Für mich war das Buch auf jeden Fall nichts, höchstens Zeitverschwendung.
Karo und Risto machen Urlaub in Lappland und haben einen Autounfall. Sie checken im Hotel Arctic Mirage ein, eigentlich nur für zwei Tage. Risto möchte allerdings nicht abreisen und ihr Aufenthalt verlängert sich. Mit dieser Geschichte konnte ich mal so gar nichts anfangen. Ich fand es langweilig, uninteressant und voller unsympathischer und merkwürdiger Charaktere. Ich hab bis zuletzt auf den großen Knall gewartet. Oder darauf, dass überhaupt mal was interessantes passiert. Überhaupt nichts interessantes ist passiert. Nicht meine Art von Buch. Weder zur Geschichte noch zu den Charakteren konnte ich einen Zugang finden. Vielleicht ist das eine Geschichte, wo man zwischen den Zeilen lesen muss. Ich hab von der Geschichte mehr erwartet. Das einzig positive für mich waren wohl die kurzen Kapitel. Schreibstil war okay. Die Charakterzeichnung ist meiner Meinung nach dagegen absolut nicht gelungen.
Terhi Kokkonen entführt uns in "Arctic Mirage" in ein Kammerspiel, in die Beziehung zwischen Karo und Risto. Sie sitzen nach einem Autounfall am Ende eines gemeinsamen Urlaubes in Lappland fest und das Bild ihrer scheinbar perfekten Ehe bekommt Risse. In Rückblenden und aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt Terhi Kokkonen gekonnt, mit kurzen, knappen Sätzen, eine Geschichte der Eskalation. Ein kurzweiliger und stellenweise schauriger Roman, eine Geschichte, die einem auch nach der letzten Seite noch nachdenklich stimmt.
Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen... oder Endzeitstimmung einer Ehe in der weissen Vorhölle
Wenn zwischen einem Ehepaar schon Eiszeit herrscht, warum nicht einen Urlaub in Lappland buchen? Karo und Risto sind total am Ende. Während des Lesens spürt man mit jeder Seite mehr, wie kaputt sie sich machen. Sie verletzen sich gegenseitig mit Worten, Seitensprüngen und Alkoholmissbrauch. Es eskaliert so gnadenlos und die wenigen Statisten in dieser Einöde werden allesamt in dieses Desaster hineingezogen. Ob Rezeptionistin des Hotels, Kneipenbesitzer, Arzt oder Polizist. Jeder nimmt in irgendeiner Art teil an dieser Eskalation. Das ist super spannend geschrieben und noch spannender zu lesen. Man muss sich schon ganz auf dieses Buch einlassen, denn die Gedankensprünge und Backflashs von Karoliina sind mit feinem Faden in die Geschichte eingewebt. So etwas Ähnliches habe ich noch nicht gelesen. Super spannend sezierte Beziehung in der weissen Vorhölle am Abgrund. Wäre Kokkonens Werk nicht eh schon auf meiner Wunschliste gewesen, hätte ich spätestens durch den Buchtipp der Bücherei meines Vertrauens zugegriffen.

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Terhi Kokkonen lebt als Musikerin und Schriftstellerin in Helsinki. Sie ist Teil der Scandinavian Music Group sowie eine der Sängerinnen der Band Ultra Bra. Arctic Mirage ist ihr Debütroman, für den sie 2020 mit dem Helsingin-Sanomat-Literaturpreis ausgezeichnet wurde.
Posts
"Nachdem Karo Risto umgebracht hat, steht sie auf. Der Schnee ist blutbeschmutzt." Das ist der Beginn des Buches und vielleicht das Ende der Geschichte. Die Geschichte von Karo und Ristos Unfall im Urlaub in Lappland. Und die Geschichte einer Ehe, von Ungereimtheiten, von verschwindenden Wollstrümpfen und Kaffeetassen. Alle Charaktere sind irgendwie merkwürdig und unnahbar, unsympathisch. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat mich die Story fasziniert. Das Ende müsste mir jedoch mal jemand erklären, der oder die es verstanden hat. Ein gutes Buch mit Eis und Schnee und Nordlichtern, gut um es in einem Wintermonat zu lesen.
Gaslighting und Polarlichter
Kokkonens Debüt-Roman beleuchtet das Ende einer Ehe im Lappland-Urlaub. Karoliina und Risto kennen sich seit der Schulzeit und sind bald darauf ein Paar geworden. Aber wie gut kennen sie sich wirklich und wie sehr kann sich Karoliina auf ihren Partner verlassen? Sind ihre Aussetzer echt oder Einbildung? Die Geschichte spielt bewusst und gekonnt mit der Verlässlichkeit des Erzählenden und Vages wird dem Lesenden zur Interpretation überlassen. Einzelne Erinnerungsfetzen von Karo unterstützen die einheitliche Perspektive, lassen aber keine genaue Aufklärung zu. Ich fand dieses Buch äußerst spannend und schön. Das arktische Setting scheint auf den ersten Blick idyllisch wie ein Postkartenmotiv, ist jedoch wie die Erzählung selbst ambivalent und wirkt mit der Zeit immer isolierender und fremd.
Eskalation einer Ehe Auf der ersten Seite des Buches kommt es bereits zu einem schrecklichen Ereignis. Anschliessend wird die Geschichte von Karo und Risto rückblickend erzählt. Ebenso gibt es immer wieder Rückblenden in die Anfänge der Beziehung und in Geschehnisse aus Karo‘s Kindheit. Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch ist spannend geschrieben. Die vielen Zeitsprünge sind jedoch nicht immer so leicht nachzuvollziehen. Ich könnte mir gut eine Verfilmung der Geschichte vorstellen! Eine Empfehlung für Menschen, die außergewöhnliche Bücher mögen und nicht zu zartbesaitet sind.
Arctic Mirage von Terhi Kokkonen war für mich ein eher mäßiger Start ins neue Lesejahr. Der Einstieg fiel mir schwer, vor allem weil die Protagonistin über weite Strecken sehr passiv bleibt und ich nur langsam einen Zugang zu ihr und zur Geschichte gefunden habe. Dadurch zog sich der Mittelteil stellenweise unnötig in die Länge. Positiv hervorheben möchte ich jedoch das Ende, das deutlich stärker und runder ausgefallen ist als der Rest des Buches. Hier gewinnt die Geschichte an Spannung und Intensität, was dem Gesamteindruck noch einmal Auftrieb gibt – dafür gibt es den halben Stern extra. Insgesamt ein solides Buch mit interessanter Atmosphäre, das sein Potenzial aber erst spät entfaltet und mich daher nicht vollständig überzeugen konnte.

Nichts ist wie es scheint
Erster Satz: "Nachdem Karo Risto umgebracht hat, steht sie auf." Schon mit diesem ersten Satz kennt der Leser das Ende der Geschichte. Aber wie kam es dazu? - Das wird nun nach und nach aufgerollt und fängt genau eine Woche zuvor an, als Karo und Risto auf dem Rückweg aus dem Urlaub einen Autounfall haben. Irgendwo mitten in der Einöde von Finnisch Lappland knallt es und aufgrund mangelnder umliegender Krankenhäuser werden die beiden kurzerhand zum Arzt der Luxushotelanlage Arctic Mirage gebracht. Sie sind nicht allzu schwer verletzt, weswegen ihnen angeraten wird, erstmal eine Nacht zu bleiben und dann erst weiter zu fahren. Aus der einen Nacht wird eine Woche und auch wenn man zunächst glaubt, einfach das Beste aus der Situation zu machen und eben noch etwas zu entspannen, wird zumindest dem Leser schnell klar, dass dieses Paar eine äußerst toxische Beziehung führt. Beide sind erfolgreich im Berufsleben, finanziell unabhängig...und psychisch schwer angeschlagen. Wir haben es hier mit Gut und Böse zu tun, mit dem Part, der manipuliert und dem, der sich manipulieren lässt, der nach und nach an seinem Verstand zweifelt. Mit dem vermeintlich Mitfühlenden und dem offensichtlich Kranken. Aber vielleicht ist es auch ganz anders? Es herrscht eine seltsame Atmosphäre in diesem Luxushotel, das tief eingeschneit irgendwo im Nirgendwo in Lappland steht, in dem sowohl die Angestellten als auch die übrigen Gäste eher merkwürdig wirken. Es ist beklemmend und beängstigend und genau diese Situation hat die Autorin Terhi Kokkonen perfekt rübergebracht. In klaren Sätzen und kurzen Kapiteln erzählt sie uns auf 192 Seiten die Geschichte von Karo und Risto und nimmt uns mit in das weite weiße Finnland. Hier gibt es keinen Satz zuviel und auch, wenn ich das Buch nicht als Highlight bezeichnen würde, habe ich es doch sehr gerne an einem Tag durchgelesen.

Einfach nur verwirrt
Ich habe einfach absolut GAR NICHTS in diesem Buch verstanden. Es gibt hier keine klare Linien, völlig unbedeutende Nebencharaktere die null Sinn ergeben, die Hauptcharaktere bleiben absolut emotional fremd, werfen ab und an mal einen Brocken Vergangenheit hin, der dann aber mehr Fragen aufwirft, als er klärt. Das angebliche Geheimnis des Paares ergibt sich nach ungefähr 6 Seiten und man fragt sich einfach nur, was diese toxische Sch***e soll. Angeblich wird hier psychologisch mit Wahrheit und Täuschung gespielt, aber nein es ist einfach nur ein manipulativer, gewalttätiger Mann. Denkt man dann- hmm na wenigstens bleibt einem noch die schöne Beschreibung der Landschaft Lapplands- nö. Kurzer Spoiler zur Landschaftsbeschreibung: überall liegt Schnee. Wow danke, wäre ich jetzt gar nicht drauf gekommen. Das Einzige, dass man diesem Buch zu Gute halten kann, ist ein sehr flüssiger Schreibstil, der dem Drama ein schnelles Ende bereitet.
Ein atmosphärisch dichtes Psychodrama in eisiger Kulisse!
Der Roman beginnt mit einem dramatischen Mord: In einer eisigen Winternacht tötet Karo ihren Mann Risto – und ab dann wird die Geschichte in Rückblicken aus der Sicht von Karo erzählt. Das Paar war nach einem Autounfall im luxuriösen Hotel „Arctic Mirage“ in Lappland gestrandet. ❄️ Schon bald wird klar, dass zwischen Karo und Risto nichts mehr stimmt: Er verhält sich zunehmend passiv-aggressiv ihr gegenüber, zieht sie durch subtile Demütigungen hinab und spielt womöglich mit ihrer Wahrnehmung. Die Umgebung wirkt rätselhaft und kalt, was das beunruhigende Beziehungsdrama noch verstärkt.⚡️ Mir hat das Buch insgesamt eher mittelmäßig gefallen. Die Handlung empfand ich als sehr verwirrend. 😖 Die vielen lose nebeneinander stehenden Nebenhandlungen und offenen Fragen führten dazu, dass die Geschichte für mich nicht zu einem geschlossenen, stimmigen Gesamtbild wurde. Ich konnte keine emotionale Beziehung zu den Figuren aufbauen. 😕 Die Protagonisten, Karo und Risto, bleiben für mein Empfinden distanziert und schwer greifbar. Auch die Nebenfiguren bleiben blass und unverbindlich, trotz ihrer bedeutungsvollen Rollen. 🤔 Ein atmosphärisch dichtes Psychodrama in eisiger Kulisse: Emotional kühl gezeichnet und für mich mehr verwirrendes Puzzle als klare Erzählung. 🤷🏼♀️
distanziert, bruchstückhaft, unlogisch
Mit "Arctic Mirage" liefert Terhi Kokkonen ihr Debür als Autorin, für den sie 2020 den Helsingin-Sanomat-Literaturpreis erhalten hat. Darum geht's: Karo und Risto wollen eine Auszeit vom Alltag nehmen und machen Urlaub in den verschneiten Bergen Lapplands. Auf der Rückfahrt zum Flughafen kommt es jedoch zu einem Unfall und die beiden sitzen erst einmal in dem abgelegenen Hotel "Arctic Mirage" fest. Was so idyllisch und schön klingt, birgt aber eine große Gefahr. Während Risto die Situation zu genießen scheint, fängt Karo jedoch allmählich an durchzudrehen. Und so nähert sich das Paar unaufhaltsam der unausweichlichen Eskalation ihrer Beziehung... Puh! Die Erzählweise dieser Geschichte ist durchaus als ungewöhnlich zu bezeichnen. Und wo mich das Buch damit wirklich die ganze Zeit dermaßen genervt hat, konnte ich am Ende dann doch noch nachvollziehen und verstehen, warum diese Form des Erzählens gewählt wurde. Während es anfangs noch Neugier war, verfiel ich im Laufe der Lektüre mehr und mehr in eine Gereiztheit und Genervtheit. Sehr bruchstückhaft und überaus distanziert schreibt die Autorin die Geschichte des Paares nieder. Hierbei wechselt sie auch zwischen diversen Charakteren, die nebenbei bemerkt in meinen Augen auch oft mehr als überflüssig waren ind mir keinen Mehrwert der Geschichte einbrachten. Dazu kommt, dass mir diese Distanziertheit die Charaktere auch weder nahe bringen konnte, noch konnte ich in irgendeiner Form mit ihnen fühlen: Sie waren mir alle, gänzlich ohne Ausnahme, absolut egal. Und das ist leider etwas womit ich persönlich überhaupt nicht klarkomme. Hinzu kommen für mich unlogische Details, die mich einfach geärgert haben, wie Dinge, die nicht zu einem Luxushotel passen oder dass Karo auf den Teppich rotzt(!) - ich meine welche Frau würde so etwas machen? Dann wirkte das Geschriebene einerseits leicht fragil, doch die ständige Aggresivität, hat das alles überlagert. Das gilt auch für die Gleichgültigkeit, die sich durch die Geschichte zieht. Klar kann man hier sicher auch viel darüber philosophieren, welche Bedeutung einzelne Aspekte haben könnten und was die Autorin damit ausdrücken wollte, und natürlich macht das Ganze dann auf den letzten Seiten auch durchaus Sinn, doch hatte ich durch meine ständige Genervtheit beim Lesen keine Lust mich damit zu befassen. Und so war diese Lektüre für mich leider mein erster Flop in diesem Jahr.

Hat mir leider nicht gefallen ⭐️⭐️
Inhalt: Karoliina und Risto haben einen Autounfall und müssen unfreiwillig im Arctic Mirage absteigen. Während Ristos Stimmung zwar schwankt, er aber durchaus die Zeit auch genießt und dem Wein zuspricht und auch mit dem Hotelpersonal flirtet, ist Karoliina von Misstrauen geleitet. Meine Meinung: Der Klappentext war für mich irreführend. Risto ist entgegen der Beschreibung im Klappentext nicht durchgängig gut gelaunt und Karoliina nicht durchgängig misstrauisch. Sie versucht auch zwischendurch, sich Risto wieder anzunähern. Das Buch beginnt mit einem heftigen Ereignis - und damit ist nicht der Autounfall gemeint. Sodann wird beschrieben, wie Karoliina und Risto sich nach den Unfall beim Hotelarzt untersuchen lassen. Man hört - für mich zum Teil zusammenhangslos - Geschichten aus dem Leben des Personals. Parallel versucht Karoliina, den Unfallhergang aufzuklären. Es wird eine unangenehme Grundstimmung erzeugt, was mir noch ganz gut gefallen hat . Die Charaktere waren aber durchweg unsympathisch. Auch habe ich bei manchen Handlungssträngen - insbesondere den Privatgeschichten des Personals - teils nicht erkannt, wo diese mit Karoliina und Risto zusammengeführt wurden, falls das überhaupt der Fall war. (Für Hinweise, falls ich nicht aufmerksam genug gelesen haben sollte, wäre ich dankbar.) Insgesamt hat mir das Buch leider nicht gefallen.
So gar keine idyllischen Schneelandschaften
Ein Hotelressort mit gemütlichen Holzhäuschen und Kaminfeuer mitten im finnischen Lappland, dazu eine Schneelandschaft, die jeden Wintertraum wahr werden lässt - und genau hier sind Karo und Risto gestrandet. Das Paar möchte die Beziehung mit einem gemeinsamen Urlaub ein bisschen auffrischen. Doch dann kommt alles völlig anders… ❄️❄️❄️ Wow! Was war das denn für ein krasser Psychotrip?! Wenn du bei diesem Buch mit idyllischer Winteratmosphäre und Scandi-Flair gerechnet hast, dann wirst du dich schon nach Seite 7 gewaltig umschauen. Der Klappentext deutet den unfassbaren Irrsinn nur mit den winzigen beiden Wörtchen „Eskalation“ und „gefährlich“ an, die man glatt überlesen könnte. Umso größer ist dann die Überraschung, die mich beinahe aus den Latschen warf - und die dafür sorgte, dass ich das Buch vor Anspannung nicht mehr weglegen konnte. Der Roman ist eine einzige Verwirrung voller seltsamer Charaktere mit gewöhnungsbedürftigen Vorlieben und vor allem voller Manipulation. Das gelingt der Autorin so gut, dass ich bis zum letzten Kapitel nicht wusste, wer hier die Wahrheit sagt und ob ich mir nicht auch langsam das ein oder andere einbilde. Nach und nach kommt ans Licht, dass eine Person Psychoterror betreibt, der sich gewaschen hat. Doch das wirkt sich nicht nur auf das Opfer aus, sondern auch auf mich als Leserin. Zum Schluss bin ich überzeugt, dass ich auch ich hinters Licht geführt wurde und das Buch wohl noch einmal lesen muss, um wirklich alle perversen Spielchen zu durchschauen. Für meine innere Befriedigung hat mir dann doch ein Hauch Klarheit gefehlt. Doch ich bin ziemlich sicher, dass genau das das Konzept der Autorin war. Eine Empfehlung für alle, die sich in das Labyrinth menschlicher Abgründe begeben möchten und Lust haben auf Spannung und gedankliches Delirium bis zur letzten Sekunde. TW: Depression, Suizid, psych./körp. Gewalt

Psychogramm einer Beziehung Eigentlich sollte man meinen ein Traumurlaub in Lappland mit Luxushotel und unberührter Natur wäre für das Paar, dass sich diesen Urlaub leisten kann einfach nur himmlisch. Doch dieser Urlaub endet tödlich für den Mann, und das ist kein Spoiler, denn dieser Mord geschieht gleich auf der ersten Seite. Als Leser verfolgen wir die Entwicklung bis zu dieser Bluttat dann im Rückblick. Karo und Risto verunglücken mit ihrem Mietwagen auf eisglatter Straße, sind leicht verletzt und müssen sich in das einzige Hotel vor Ort, ein Luxushotel mit horrenden Preisen einbuchen, bevor sie wieder nach Hause fliegen können. Schnell wird klar, dass die Beziehung des Paares alles andere als glücklich ist. Die Autorin springt mal in die Vergangenheit, das Aufwachsen und Kennenlernen beider Partner, dann gibt es wieder kurze Fragmente aus der Gegenwart, Interaktionen mit dem unfreundlichen Hotelpersonal oder dem frisch verwitweten Hotelarzt z.B. Man bekommt die Protagonisten nicht so richtig zu fassen, kann nicht einschätzen, ob Karo eine unzuverlässige Erzählerin ist, oder nicht. Immerhin nimmt sie Tabletten, weil sie psychische Probleme hat. Aber ist das wirklich so? Das Buch bleibt rätselhaft bis zum Schluss und weil man Antworten haben möchte,entwickelt die Geschichte auch einen gewissen Sog. Trotzdem haben mich die Charaktere am Ende nicht erreicht, auch wenn ich nach und nach verstehe, wie es in dieser unglücklichen Beziehung zugegangen ist. Es gibt so einige Nebencharaktere, die auch alle sehr seltsam sind, und man weiß eigentlich gar nicht warum man mal kurz in deren Geschichten eintauchen soll, wo das Buch doch sowieso nicht allzu lang ist. Schade fand ich auch, dass die Landschaft , dieses besondere Setting nicht sehr eindrücklich ist. Ich habe Lappland nicht gefühlt. Die Geschichte hätte auch irgendwo im Schnee spielen können. 2,5 Sterne
Risse einer Beziehung schälen sich aus dem Nebel
Karo und Risto verbringen erstmals ihren Urlaub im hohen Norden und suchen Entspannung und Erholung in Lappland. Doch kurz vor ihrer Rückreise kommt es zu einem Autounfall, bei dem beide leicht verletzt werden und auf ärztlichen Rat noch einige Tage im Luxushotel „Artic Mirage“ verbringen. In Schnee und Kälte kommen nach und nach Risse in der Beziehung des Paares zu Tage, die sich immer mehr vergrößern. Karo fühlt sich gefangen mit Risto, dessen Verhalten nach und nach manische Züge annimmt. Er entfernt sich immer weiter von Karos Wünschen, flirtet mit Hotelangestellten und Karos symbiotische Beziehung zu ihrem Sohn verstärkt das Gefühl, dass hier vergraben unter dem Schnee einige sehr dunkle Geheimnisse liegen. Karo beginnt an dem Unfall und auch an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, was durch Ristos Verhalten verstärkt wird. Der Stil und die Schreibweise bauen die psychologische Spannung nach und nach auf und die Bedrohung wird fast greifbar. Auf 192 Seiten wird ein dichtes Geflecht von Stärke, Macht, Angst und ein Spiel mit Realitätsverlust gewoben, das mich beeindruckt hat. Auch wenn der Roman teilweise für mich nicht einfach zu lesen war, gibt es eine Leseempfehlung für alle, die einen Spannungsroman mit starken psychologischen Elementen mögen, der mich an ein Kammerspiel erinnert hat.
Mein Frühjahrshighlight!
Eine Geschichte, die mit dem Ende beginnt und anschließend den Weg dorthin beschreibt. Ich konnte es kaum aus den Händen legen, bin der Handlung absolut verfallen. Atmosphärisch, fesselnde Charaktere und die Frage nach dem „Warum und Wie?“. Zum Schluss ist es beinahe ein wenig schockierend, worauf es hinausläuft. Das Buch klingt immer noch in mir nach.
Verworren, zum mitdenken, eindrücklich
Abhängigkeiten in Beziehungen und unterschiedlichen Generationen werden wundervoll dargestellt. Kein Buch zum mal eben zwischendurch lesen. Viele im Text integrierte „Zeitenwechsel“ und Rückblicke. Themen: • Abhängigkeiten in Beziehungen • psych. Erkrankung (im Ansatz aufgezeigt; diente als Zusatzinformation und zum Verwirren des Lesenden, ohne wirkliche Beteiligung. Zumindest bleibt dies bis zum Schluss eine offene Frage) • viele unausgesprochene, offene, „angekratzte“ Einblicke und Themen. Für mich nah an der Grenze zum noch mitlesen und die Aussagen dahinter nachvollziehen zu können und Zusammenhänge zu verstehen. Dadurch für mich spannend. Mehr hätten es aber definitiv nicht sein dürfen) Die Autorin wollte viel auf wenig Seiten „anreissen“ ohne alles zu klären. Für manch einen vielleicht zu verwirrend. Für mich faszinierend und spannend. Man muss sich vielen Vorstellen können und in die Protagonisten reindenken. Diese sind nicht sehr nahbar, aber gut im Handeln beschrieben, so dass es möglich ist.
Drama im Schnee
Das Ehepaar Karo und Risto fährt nach Lappland um Polarlichter anzuschauen. Eine friedlich-gemütliche Angelegenheit sollte man meinen. Doch die Geschichte ist gespickt von gescheiterten Lebenswegen, Intrigen und Gewalt. Ein Buch, das einem die Lust auf Lappland gründlich verderben kann und bei dem man selten weiß, mit welchem Charakter man mitfiebern soll. Ernüchternd und dennoch rasant spannend. Mit 188 Seiten beinahe eine Kurzgeschichte.
Für mich war das Buch auf jeden Fall nichts, höchstens Zeitverschwendung.
Karo und Risto machen Urlaub in Lappland und haben einen Autounfall. Sie checken im Hotel Arctic Mirage ein, eigentlich nur für zwei Tage. Risto möchte allerdings nicht abreisen und ihr Aufenthalt verlängert sich. Mit dieser Geschichte konnte ich mal so gar nichts anfangen. Ich fand es langweilig, uninteressant und voller unsympathischer und merkwürdiger Charaktere. Ich hab bis zuletzt auf den großen Knall gewartet. Oder darauf, dass überhaupt mal was interessantes passiert. Überhaupt nichts interessantes ist passiert. Nicht meine Art von Buch. Weder zur Geschichte noch zu den Charakteren konnte ich einen Zugang finden. Vielleicht ist das eine Geschichte, wo man zwischen den Zeilen lesen muss. Ich hab von der Geschichte mehr erwartet. Das einzig positive für mich waren wohl die kurzen Kapitel. Schreibstil war okay. Die Charakterzeichnung ist meiner Meinung nach dagegen absolut nicht gelungen.
Terhi Kokkonen entführt uns in "Arctic Mirage" in ein Kammerspiel, in die Beziehung zwischen Karo und Risto. Sie sitzen nach einem Autounfall am Ende eines gemeinsamen Urlaubes in Lappland fest und das Bild ihrer scheinbar perfekten Ehe bekommt Risse. In Rückblenden und aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt Terhi Kokkonen gekonnt, mit kurzen, knappen Sätzen, eine Geschichte der Eskalation. Ein kurzweiliger und stellenweise schauriger Roman, eine Geschichte, die einem auch nach der letzten Seite noch nachdenklich stimmt.
Ich wollte schon immer die Nordlichter sehen... oder Endzeitstimmung einer Ehe in der weissen Vorhölle
Wenn zwischen einem Ehepaar schon Eiszeit herrscht, warum nicht einen Urlaub in Lappland buchen? Karo und Risto sind total am Ende. Während des Lesens spürt man mit jeder Seite mehr, wie kaputt sie sich machen. Sie verletzen sich gegenseitig mit Worten, Seitensprüngen und Alkoholmissbrauch. Es eskaliert so gnadenlos und die wenigen Statisten in dieser Einöde werden allesamt in dieses Desaster hineingezogen. Ob Rezeptionistin des Hotels, Kneipenbesitzer, Arzt oder Polizist. Jeder nimmt in irgendeiner Art teil an dieser Eskalation. Das ist super spannend geschrieben und noch spannender zu lesen. Man muss sich schon ganz auf dieses Buch einlassen, denn die Gedankensprünge und Backflashs von Karoliina sind mit feinem Faden in die Geschichte eingewebt. So etwas Ähnliches habe ich noch nicht gelesen. Super spannend sezierte Beziehung in der weissen Vorhölle am Abgrund. Wäre Kokkonens Werk nicht eh schon auf meiner Wunschliste gewesen, hätte ich spätestens durch den Buchtipp der Bücherei meines Vertrauens zugegriffen.




























