Endstation Malma
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Description
Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen
Ein Zug, drei Menschen und ihre miteinander verwobenen Schicksale: Nach ›Die Überlebenden‹ und ›Verbrenn all meine Briefe‹ erzählt Alex Schulman hier erneut mit großer emotionaler Wucht.
Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird.
In bestechender Prosa baut Alex Schulman seine Erzählung auf: wie einen Zug, der durch die Zeit fährt und in dem jedes Kapitel ein eigener Waggon ist, der an den nächsten angehängt wird. Lässt sich die Zukunft frei gestalten, oder ist sie durch Vergangenes vorgezeichnet?
»Ein tief bewegender Roman, der zu Herzen geht. Ein großes Leseerlebnis.«
Aftonbladet
»Mit ›Endstation Malma‹ bestätigt Alex Schulman, dass er einer der größten Erzähler unserer Zeit ist.«
Ölandsbladet
Ebenfalls von Alex Schulman bei dtv erschienen sind:
›Die Überlebenden‹
›Verbrenn all meine Briefe‹
Book Information
Author Description
Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Endstation Malma - beim durchlesen des Klappentextes hatte ich mir den Roman doch anders vorgestellt, als er es dann in Wirklichkeit war. Und wenn ich ganz ehrlich bin, fällt es mir auch schwer, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Die Geschichte und die Handlungsstränge der Charaktere haben mich durchaus mitgenommen und stark beschäftigt. Es hat einige Zeit gedauert, um zu verstehen, dass die verschiedenen Charaktere miteinander zu tun haben und sich auch auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen befinden. Für mich war sehr eindrücklich, wie sehr Entscheidungen von Menschen Auswirkungen auf die nachfolgende Generationen haben und sich auch dann wieder auf die Nachfolgegenerationen auswirken. Also wie verwoben miteinander die Geschichten sind und wie sich Traumata über mehrere Generationen hinweg durchsetzen. Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen, es war nur nicht immer ganz leicht zu lesen / verdauen.
Das geht unter die Haut.
Alex Schulman ist ein Meister der Kriegsberichterstattung im unkonventionellen Sinne. Er berichtet nämlich ausschließlich vom inneren Kriegsschauplatz. Von dort, wo jeder von uns potentiell Krieg gegen sich selbst führen kann- auch und erstrecht - obwohl man es eigentlich nicht möchte. Und manchmal werden die, die uns am nächsten stehen dabei zum Kollateralschaden unseres Krieges gegen uns selbst. Eine Familiengeschichte aus drei Perspektiven betrachtet. Klug und durchdacht aufgebaut. Bis zum Schluss fesselnd. Für mich das nächste Meisterwerk von Alex Schulman.
Traurig, schwermütig und liebevoll zugleich
So fühlt sich Endstation Malma an. Die Protagonisten sind allesamt traurige Menschen, die ihren jeweils eigenen Kampf kämpfen und dadurch alle miteinander verwoben sind. Das Buch wiegt irgendwie schwer und lässt mich nachdenklich zurück. Alles beginnt und endet in Malma und das Buch fühlt sich vor allem gegen Ende auch sehr nach Endstation an. Viel Tragik, viel Gefühl, viel Liebe auf die verschiedensten Arten. Man kann mit jeder Emotion der protagonisten schmerzhaft gut mitfühlen, was es auch irgendwie zu einem sehr lesenswerten Buch macht.

Endstation Malma ist das vierte Buch von Alex Schulman, das ich gelesen habe, und ich habe es als recht verstörend empfunden. Aus drei Erzählperspektiven unterschiedlicher Generationen wird die Geschichte nach und nach erzählt, alle unternehmen die gleiche Zugfahrt mit gleichem Ziel: das Mädchen Harriet mit ihrem Vater, nach dessen Liebe und Aufmerksamkeit sie sich sehnt; der Ehemann Oskar zusammen mit Harriet nach ihrer Trennung; die Tochter der beiden, Yana, nach dem Tod von Oskar. Nach und nach werden, auch beiläufig, Details eingeworfen, die einen die Zusammenhänge immer mehr verstehen lassen. Es gibt Motive, die auch in den anderen Büchern von Schulman enthalten waren: z.B. der Elternteil, der das neugeborene Enkelkind nicht einmal anschaut. Von niemandem beachtet werden und der feine Sinn für Stimmungen zieht sich durch die verschiedenen Charaktere im Buch.
Das Buch beschreibt in mehreren Erzählsträngen und unterschiedlichen Zeitebenen eine Familiengeschichte aus der Perspektive der einzelnen Protagonisten Oskar, Harriet und Yana. Ich fand das sehr verwirrend und musste schon konzentriert lesen um den Faden nicht zu verlieren und die Erzählfragmente zusammen setzen zu können . Man taucht sehr tief in die Gefühlswelt von Harriet ein, deren Mutter mit der älteren Schwester die Familie verlässt und Harriet beim Vater zurücklässt. Harriet erfährt als Kind offene Ablehnung der Mutter, den Entzug der Beziehung zur Schwester und einen Vater der emotional nicht erreichbar ist. Wie das ihr ganzes Leben bestimmt und auch sich im Leben der Tochter fortsetzt wird mit solch emotionaler Wucht erzählt, dass es kaum auszuhalten war. 🥲 Aufgrund der komplizierten literarischen Konstruktion jedoch kein Lesevergnügen, obwohl psychologisch gut gemacht.
„Nur ein einziges Mal im Leben geschieht es, dass man einen Blick auf sich selbst erhascht«, sagt sie. »Und dies, und nur dies, wird entweder zum glücklichsten oder zum schrecklichsten Moment des eigenen Lebens.“ (S.169)
Alex Schulman erzählt in Endstation Malma eine berührende Familiengeschichte über drei Generationen, die durch Geheimnisse und verdrängte Gefühle miteinander verbunden sind. Harriet, Oskar und Yana reisen zu unterschiedlichen Zeiten nach Malma, dadurch treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Alex Schulman schreibt in einer klaren und poetischen Sprache, dabei ist er sehr feinfühlig und sensibel. Die Geschichte ist aus der Sicht der drei Charaktere geschrieben, sodass das Lesen viel Aufmerksamkeit und Zeit benötigt. Es ist kein Buch für zwischendrin. Eine stille, aber eindringliche Geschichte über Erinnerung, Schuld und die Sehnsucht nach Versöhnung. Sehr bewegend, ich musste noch lange dran denken. Klare Leseempfehlung.

Bis jetzt das "schwächste" Buch von Alex Schulman.
Die Geschichte hat so gut angefangen. Drei Erzählstränge: der Vater mit seiner Tochter, das Ehepaar in der Krise und die junge Frau Yana. Alle auf dem Weg zum Haus am See in Malma. Das es sich um eine Familie handelt wird schnell klar. Typisch für den Auto ist diese düstere, dramatische, fast depressive Grundstimmung. Leider fand ich das Ende nicht passend. Da hat mir etwas gefehlt. Nichtsdestotrotz bleibt der Autor sich treu. Ich werde weiterhin seine Bücher lesen, da er zu meinen Lieblingsautoren gehört.
Alex Schulman hat hier einen sehr bewegenden, aufwühlenden und nachdenklichen Roman über dysfunktionale Beziehungen und Familienkonstellationen geschrieben. Eigentlich sind könnte man denken, dass es am Ende nur Verlierer gibt. Ganz besonders die Kinder, die nichts dafür können und zu ihrem Unglück auch noch etwas an ihre Kinder weitergeben. Tief emotional, düster mit einem klitzekleinen Funken Hoffnung. Auch in seinem dritten Roman konnte mich der Schreibstil von Alex Schulman in seinen Bann ziehen.
„Wann verliert man ein Kind?“ (S. 114 u.a.) Ein Zug nach Malma in einer abgelegenen Gegend Schwedens. Darin Personen, die sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus unterschiedlichen, aber irgendwie doch zusammenhängenden Gründen auf den Weg an diesen Ort machen. Erst nach und nach wird deutlich, wie die Schicksale von Harriet, Oskar und Yana zusammenhängen und was sie jeweils mit Malma verbindet. Diese sich erst stückchenweise entwickelnden Zusammenhänge und Erkenntnisse haben für mich einen der großen Reize der Geschichte ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Alex Schulman streut sehr geschickt immer wieder kleine Informationskrumen, die dazu führen, dass man immer mehr Zusammenhänge versteht, aber vor allem auch nach weiteren Krumen giert. Des Weiteren gelingt es ihm, auf unglaublich berührende, feinsinnige und fast zärtliche Art und Weise von menschlichen Abgründen, familiären Traumata und Prägungen sowie aber auch Liebe und Möglichkeiten der Befreiung zu erzählen. Insbesondere wird fast plastisch deutlich, wie nah all dies teilweise beisammen liegt, wie fragil die kindliche Seele ist und wie es dazu kommen kann, dass man sich irgendwann fragt: „Wann verliert man ein Kind?“. Für mich ist ‚Endstation Malma‘ die perfekte Mischung aus berührender Familientragödie und unglaublich gut erzeugter Spannung, die das Buch zu einem wahren Pageturner macht. Absolute Leseempfehlung!
Sehr deprimierend 😔 eine unglückliche Kindheit, eine unglückliche Ehefrau und Mutter, die das Unglücklichsein wiederum an ihre Tochter weitergegeben hat. Ich bin gespannt, ob “Verbrenn all meine Briefe” mir besser gefallen wird. Hoffentlich sind da nicht auch alle unglücklich und depressiv, das zieht mich runter.
Melancholisch, schön, anregend!
Endstation Malma🦅A. Schulmann 🦅dtv verlag @vorablesen {Rezensionsexemplar-unbezahlte Werbung} 💌Inhaltsangabe💌 Im Zug, der unter dem Namen ”Endstation Malma” fährt, befinden sich 2 Passagiere: die Eheleute Oskar&Harriett. Seit längster Zeit zerstritten, fahren sie beide nach Malma Aber nur Oskar kehrt zurück… In einer weiteren Handlung steigen wir erneut in den gleichnamigen Zug, mit einer eher unglücklich wirkenden Yana, fettleibig und zum ewigen Opferdasein verflucht. Yana nimmt die Reise auf sich, auf den Spuren ihres Vaters, der noch ein Ticket besaß, es aber nicht mehr einlösen konnte. In Rückblenden sieht der Leser in das Leben und Leiden von Harriett. An diesen Passagen musste ich erstmals durchatmen🌬️ 🧚♂️Meine (zurückhaltende) Meinung🧚🏼♀️ Der Klappentext entschädigt sofort für das doch nicht gut gelungene Cover. Das ist doch bekanntlich Geschmacksache, meine war es hier jedesmal nicht🌬️🤪 Alex Schulmann zeichnet tiefsinnige Charaktere. Seine Figuren können vom Leser durch und durch mitempfunden werden. Zuerst unpassend erschien mir der etwas sarkastisch angehauchte Schreibstil des Autors. Ich kann mich jetzt total daran erfreuen und kann mich gut identifizieren. Beeindrucken konnte mich ebenso, dass wichtige Themen wie Trauer, Verlust und Einsamkeit mit einer Prise Skuriositäten gewürzt wurden❣️ Im Innern des Buches lassen sich hohes melancholisches Potenzial versteckt halten, sehr berührend. Leider verliert sich die Spannung in zu vielen Längen, ich fühlte mich zu langsam auf die Folter gesetzt. Zum Ende zeigt uns der Autor aber doch noch gekonnt wie alle Handlungsstränge zu einem Ganzen zu fügen sind. 💇♀️Alles in allem hat mich Alex Schulman touchen und unterhalten können🎢 Kleine Empfehlung bei wackeligen 👀 4🌟🌟🌟🌟/5
»Lässt sich die Zukunft frei gestalten, oder ist sie durch Vergangenes vorgezeichnet?« Diese Frage stellen sich Oskar, Harriet und Yana unabhängig voneinander. Jede:r von ihnen befindet sich in einer familiär belastenden Situation. Oskar steckt mit seiner Frau in einer Krise. Harriet lebt getrennt von ihrer Schwester und ihre Mutter mit ihrem Vater zusammen. Yana ist aufgrund eines geerbten Familienalbums auf Spurensuche, da ihre Mutter die Familie verlassen hat, als Yana elf Jahre alt war. Drei Lebensrealitäten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch haben sie einen gemeinsamen Nenner – Malma. Malma ist ein kleiner Ort mit etwa fünfzehn Häusern, die rund um den Bahnhof angesiedelt sind. Die Infrastruktur ist übersichtlich und das Dorf wird eingesäumt von Wäldern, die sich über Meilen erstrecken. Geschickt erzählt Autor Alex Schulman die Geschichte dieser drei Personen. Aufgeteilt in drei Handlungsstränge wird mit jedem gelesenen Kapitel deutlicher, wie die Figuren sich in einem Familienstammbaum arrangieren und zusammenhängen. Diese Art des Erzählens hat mich von der ersten Seite an abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. „Sie [Harriet] selbst spüre immer öfter, dass sie die Richtung ihres Weges, auf den sie gestellt worden sei, nicht ändern könne. Sie sei eine Gefangene der Entscheidungen, die andere für sie getroffen hätten, und übertrage lediglich das Gift an die nächste Generation“ (S. 72). Die zwischenmenschlichen Beziehungsverflechtungen werden durch die drei Handlungsstränge aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Die Geschichten der drei Figuren sind zeitlich voneinander losgelöst. Während Harriet mit ihrem Vater 1976 nach Malma unterwegs ist, beschreitet Oskar seine Reise im Jahre 2001. Alex Schulman hat mit »Endstation Malma« mal wieder richtig abgeliefert. Wer von seinen ersten beiden Werken begeistert war, sollte unbedingt auch zu diesem Roman greifen. Aus dem Schwedischen von Hanna Graz.
Kein einfacher Familienroman
Alex Schulman beschreibt in seinem Roman das Leben von drei Menschen, deren Schicksal miteinander verwoben ist und die nach einer langen Zugfahrt an der Endstation in Malma ankommen. Es fällt mir schwer, den Inhalt zu beschreiben, es geht um ein Ehepaar mit großen Eheproblemen, um einen Vater und seine Tochter mit einer ganz schwierigen Beziehung und eine Frau, die vieles in ihrem Leben nicht versteht. Oder auch um ganz anderes? Wie stark ist ein Mensch durch seine Vergangenheit geprägt und ist es möglich, sich davon zu befreien? Themen wie Ungeliebtsein, Geschwisterrivalität, emotionalen Rückzug und psychische Erkrankungen geben dem Buch Schwere und eine Dunkelheit ohne viel Lichtblick. Das Buch war für mich nicht leicht zu lesen, da es nicht nur in Zeitebenen springt sondern auch in den Erzählsträngen und das ohne Abgrenzung, eins geht ins andere über. Auch lässt mich das Buch mit keinem guten Gefühl zurück, da es wenig Hoffnung aufzeigt und manches darin nur schwer zu ertragen ist. Ich bin froh, dass wir das Buch in unserem Lesekreis diskutiert haben und ich so auch noch andere Blickwinkel einnehmen konnte. Das hat mir gezeigt, welches Potenzial hier drinsteckt. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte und das nachklingt.
"Endstation Malma" ist das zweite Buch von Alex Schulman, das ich gelesen habe. Wie auch in "Die Überlebenden" erweisst sich der Autor als sensibler Beobachter seelischer Sehnsüchte und sich daraus entwickelnder familiärer Verstrickungen.
Zu Beginn des Buches hatte ich zunächst das Gefühl, in einem dreifachen (Rail)roadmovie zu sein. Drei Menschen, Harriet, Oskar und Yana, die zunächst in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen, sitzen in einem Zug in das abgelegene Malma. Selbst die Tatsache, dass ihre Reisen Jahrzehnte auseinanderliegen, ist zunächst nicht offensichtlich. Doch nach und nach erschliessen sich die Beweggründe für ihre Reisen. Alle drei sind auf der Suche nach Heilung ihrer seelischen Verletzungen. Alex Schulman erzählt die Lebengeschichten seiner ProtagonistInnen mit grosser Sensibilität und in prägnanten Szenen. Dabei lässt er ganz unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen, die einander nicht genügen können. In kleinen Schritten enthüllt er nach und nach immer mehr von den Geheimnissen, die sie verbinden. Wie auch in "Die Überlebenden" ist dabei das Thema "kindliche Schuld", die aus dem Versagen von Erwachsenen erwächst, ein wichtiger Entwicklungstreiber seiner Geschichte. Aus all dem entsteht nach und nach eine Sogwirkung, die dazu geführt hat, dass ich den Roman kaum noch aus der Hand legen konnte. Und wie auch "Die Überlebenden" ist "Endstation Malma" ein atmosphärisch dichtes und sprachlich überzeugendes Buch, das lange nachhallt. Am Ende habe ich den Roman mit dem Gefühl zugeklappt, dass Yana trotz aller Verletzungen mit dem Vermächtnis ihrer Mutter Hoffnung schöpfen, Kraft tanken und neu anfangen kann.

Ein in der Krise steckendes Paar, ein Vater mit seiner Tochter und eine Frau, die nach Antworten sucht, unternehmen dieselbe Zugreise - allerdings nicht gleichzeitig, sondern in drei ganz verschiedenen Jahren. Sie reisen alle nach Malma, einem kleinen Ort nahe Stockholm, ohne zu ahnen, wie ihre Schicksale miteinander verknüpft sind und welche Wendungen das Leben für sie bereithält. Mit „Endstation Malma“ entführt Alex Schulman seine Leser*innen auf eine emotionale Reise durch Raum und Zeit, in der die Schicksale dreier Menschen miteinander verflochten sind. Sein eindrucksvoller Erzählstil lässt einen in die Leben dieser verschiedenen Charaktere eintauchen, die auf einer Zugfahrt ins fiktive Örtchen Malma, einem Ort voller Geheimnisse, zusammenkommen. Durch seine raffiniert konstruierte Erzählweise gelingt es dem Autor, die düsteren Abgründe der menschlichen Psyche zu beleuchten und gleichzeitig Hoffnung zu vermitteln. Durch das geschickte Spiel mit Zeit und Perspektive entsteht ein faszinierendes Geflecht von Schicksalen und Emotionen. Dabei wirft Schulman einen schonungslosen Blick auf die Schwächen und Egoismen der Erwachsenen, besonders in ihrer Interaktion mit den Kindern, während er gleichzeitig Verständnis für ihre menschlichen Unzulänglichkeiten zeigt. Eine mitreißende und absolut fesselnde Erzählung über die Macht der Erinnerung, die transgenerationale Weitergabe von Traumata und die unentrinnbaren Verstrickungen familiärer Bindungen. Wie ein Zug rast diese Erzählung durch die Zeit und entfaltet eine literarische Wucht, die den Leser mit intensiven Gefühlen zurücklässt und extrem lange nachhallt. Einfach nur grandios! Aus dem Schwedischen von Hanna Granz.

ENDSTATION MALMA Alex Schulman Im Zug nach Malma sitzen unterschiedliche Personen: Die verschüchterte Henrietta mit ihrem Vater - er ist ein schweigsamer und jähzorniger Mann, dem man besser aus dem Wege geht. Nach der Trennung von seiner Frau teilte sich das Ehepaar die zwei Töchter untereinander auf. Ein Ehepaar, das kurz vor der Trennung steht - sie möchte ihm unbedingt etwas in Malma zeigen und außerdem ist da noch Yana, eine einsame junge Frau, die nach Malma reist, um endlich die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden. Auf dieser Reise erfahren wir in Rückblicken mehr über diese Personen und deren Leben. Dabei sind alle Personen und Schicksale miteinander verwoben. Alex Schulman ist ein Meister des Geschichtenerzählens. Langsam spinnt er seine Fäden und zieht diese immer straffer zusammen, dabei spannt er uns bis zur letzten Seite auf die Folter, wo alles in einem großen Knall endet. Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven und wer einen Wohlfühlroman sucht, der sollte besser zu einem anderen Buch greifen. Psychische Gewalt und toxische Beziehungen stehen auch dieses Mal wieder im Vordergrund. Ich hatte mich auf diesen dritten Schulman sehr gefreut und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wie wir es von den anderen Büchern gewohnt sind, lässt er uns wieder staunend mit offenem Mund und Augen zurück. Absolute Leseempfehlung 4/ 5 Aus dem Schwedischen von Hanna Granz Herzlichen Dank an @dtv für dieses Leseexemplar und auch ein herzliches Dankeschön an meine Freundin Silke, die mir dieses Bild zur Verfügung gestellt hat, welches vor 3 Wochen auf den Lofoten entstanden ist!

vielschichtig, eine Sogwirkung entfaltend, enttäuschendes Ende
Harriet, Oskar und Yana – sie drei fahren alle im Zug nach Malma. Alle haben dasselbe Ziel und alle fahren sie, ohne so richtig zu wissen warum. Sie werden von ihrem Schicksal getrieben und von den Menschen, die sie lieben. Die drei haben eine Verbindung zu einander, sind Vater, Ehemann, Tochter. Sie reisen allerdings nicht gemeinsam nach Malma und auch nicht gleichzeitig. Die kleine Harriet wird von ihrem Vater begleitet, ihr Ehemann Oskar fährt viele Jahre später und Yana, die Tochter der beiden, als Erwachsene auf der Suche nach Antworten. Alex Schulman ist ein Meister, wenn es darum geht eine Geschichte zu schreiben, die einen in den Bann zieht, bei der die Hintergründe im Dunkeln bleiben und man unbedingt herausfinden möchte, was geschehen ist. Die Protagonistinnen und Protagonisten agieren, reagieren und stolpern ihrer Vergangenheit hinterher, die der Leserin verborgen bleibt. Was ist Harriet zugestoßen? Warum hält Oskar so viel Distanz zu seiner Tochter? Je näher man an das Ende der Geschichte rückt, desto dringender will man wissen, was dieser Familie zugestoßen ist. Der Roman ist so unglaublich spannend und außergewöhnlich. Ich habe mich sehr auf ein Ende wie in seinem Buch „Die Unschuldigen“ gefreut, ein Ende, dass mich aus den Socken wirft. War echt neugierig, wie er die vielen losen roten Fäden zu einem Abschuss führt und – wurde leider enttäuscht. Die vielen offenen Fragen, blieben zu einem Großteil offen. Das Buch ist insgesamt großartig und ich finde es schade, dass ich es mit dieser großen Erwartungshaltung an das Ende gelesen habe. Mit dieser Einschränkung gibt es von mir eine Leseempfehlung.

emotional, eindrucksvoll, spannend
Axel Schulmann ist es hier gelungen, die Schicksale mehrere Familienmitglieder mitreißend und sprachlich ausgefeilt darzustellen. Drei Handlungsstränge laufen hier nebeneinander und doch nicht gleichzeitig und Rückblenden verfeinern das Bild dieser Familie, wodurch deren toxische Beziehungen und Probleme offensichtlich werden. Dabei lässt der Autor eine Spannung entstehen und zunehmend ansteigen, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Keine leichte Kost, aber dennoch sehr empfehlenswert!
»»Ich will nicht, dass du mir erklärst, warum es dir schlecht geht!«, brüllt er. »Ich will, dass du etwas dagegen tust!«« Oskar zu Harriet (S. 282) In seinem neuen Roman »Endstation Malma« 🦅 schreibt der schwedische Autor Alex Schulman (Übersetzung 🇸🇪: Hanna Granz) aus der Perspektive von drei Personen - Harriet, Oskar & Yana - erneut über Familie, Generationentraumata, Depression, Beziehungsproblemen, Verlust, Freiheit 🦅 und die Macht unserer Erinnerungen. Setting des Romans sind drei Zugfahrten auf drei Zeitebenen 🛤️ ,in denen Lesende über die Erinnerungen der drei Personen immer mehr die Familiengeschichte, das große Ganze und schlussendlich das Drama begreifen. 💔 Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt, der beschäftigt und schmerzt. Es zerreißt einem das Herz, wenn zwei Kinder ihren sich streitenden und vor der Scheidung stehenden Eltern im Bett lauschen und hören, dass weder Mutter noch Vater die eine Tochter bei sich behalten wollen. Es ist nicht leicht zu lesen, wie viel Schmerz Kinder erfahren, wenn Eltern sich so streiten, dass die Beziehung und Familie zerbricht. »Wann weiß man, dass man ein Kind verloren hat?« Oskar 💭 (S. 110) Hilft es, die eigene Kindheit immer und immer wieder zu durchleben? Wie viel Erinnerung und Aufarbeitung tut uns gut? Wie sehr beeinflusst uns unsere Vergangenheit? »Er legt einen Arm um sie, und sie lehnt den Kopf an seine Brust, und dann verschwindet sie erneut, taucht durch die Jahrzehnte. Offenbar gefällt es ihr dort. Die geraden Linien von der Kindheit bis in die Gegenwart hinauf, alles, was man jetzt ist, kann und muss durch das erklärt werden, was einem früher widerfahren ist. « (S. 233) Das Alex Schulman ein meisterhafter Erzähler ist, wissen wir spätestens seit »Verbrenn all meine Briefe«💌. Mit seinem neuen Buch hat er sich noch tiefer in mein Herz geschrieben. Gekonnt verbindet er persönliche Kindheitserinnerungen und -Traumata mit fiktiven Figuren und schreibt so krass authentische, emotionale und literarisch anspruchsvolle Romane. 😮💨 Noch mehr beeindruckt hat mich der Roman und das Werk des Autors nach seiner Lesung, in der ich realisiert habe, wie viel Wahres, Erlebtes, Traumatisierendes der Autor in seinen Roman verarbeitet. Die Geschichten sind frei erfunden, dennoch ist alles passiert. 💔 »Yana doesn’t make any progress at all. She has no journey. That’s exactly what I want, because that’s how life works. Sometimes you just stand still.« Alex Schulman, Lesung HH 18.10.23 🧡 So viel Kluges, so viel Emotionales und so viel Gefühl lesen sich aus diesem und den anderen Büchern des Schweden. Ich bedaure, dass es so viele mehr Bücher von ihm nur auf Schwedisch gibt, und noch mehr, dass mein Schwedisch nicht ausreicht, um diese zu lesen. 😢 Umso mehr freue ich mich auf alle weiteren deutschen Übersetzungen des Autors - looking at you dear dtv 👀❤️ Große Leseempfehlung für alles von Alex Schulman und im Besonderen seinen neuen Roman. [CN: Depression, Selbstmord]

Ein Zug auf dem Weg nach Malma… Ein junges Mädchen mit ihrem Vater, ein streitendes Paar, eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Sie alle sitzen in verschiedenen Jahrzehnten in diesem Zug, sie alle sind miteinander verbunden und erzählen ein und die selbe Geschichte. - Nach dem nunmehr dritten Roman von Alex Schulman wird mir klar: Es gibt nichts sonderlich Neues zu entdecken. Die Kernthematik ist Traumata, wie schon in den Büchern davor. Wir bewegen uns auf verschiedenen Ebenen, erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven, am Ende fließt alles zusammen, aber nicht ohne vorher einen großen Knall zu erzeugen. Während dieser Knall mich beim ersten Buch vollkommen umgehauen hat, war er beim zweiten schon nicht mehr so überraschend. Bei diesem hier war er vorhersehbar. Nicht unbedingt durch die Erzählung an sich, sondern durch die vorangegangene Lektüre. Ich wusste das irgendwas passieren wird und somit war es einfach die Zeichen zwischen den Zeilen zu interpretieren. Ich finde es ein bisschen schade, dass alle Romane mehr oder weniger nach dem gleichen Schema ablaufen, nichts überraschendes mehr haben… Denn klar ist, Alex Schulman kann schreiben. Er haucht seinen Protagonist*innen Leben ein, lässt sie nahbar wirken, schafft es Emotionen hervor zu rufen. Der Schreibstil ist eingängig und es wird eine gewisse Spannung beim Lesen erzeugt. Alles Dinge die ein gutes Buch braucht. Ein Fazit fällt mir schwer. Ich habe das Buch trotz der Kritik sehr gern gelesen, ich hatte einen regen Austausch dazu mit meiner Buddyreadpartnerin, was auch vollkommen für den Roman spricht, aber es ist halt auch hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Eine Empfehlung ist es trotzdem, vor allem wenn ihr noch nichts von Schulman gelesen hat, wird es euch sicher begeistern.
📖 "Endstation Malma" ist ein lohnenswertes, melancholisches Buch. Schulman schafft eine intensive, eindringliche und bedrückende Welt, in der drei Personen auf dem Weg nach Malma ihre eigenes Leben überdenken. Drei Leben die miteinander verwoben sind. Ich habe es sehr gerne gelesen.
• ENDSTATION MALMA • Ein Zug, die Zielstation "Malma" und drei Leben, die miteinander eng verwoben sind. Nach Schulmans literarischen Werkten "Verbrenn all meine Briefe" und "Die Überlebenden" habe ich mich sehr auf die Neuerscheinung gefreut. Hast du schon ein Buch des Autors gelesen? 🚂 I N H A L T: Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird. M E I N U N G: Schulmans "Endstation Malma" ist erneut ein beeindruckendes literartisches Werk, welches den Leser:in auf eine beeindruckende Reise dreier Schicksale mitnimmt. Er erzählt von den Höhen und Tiefen des Lebens, verbindet Melancholie mit tiefer Menschlichkeit und zeigt auf, dass Familiengeheimnise über Generationen getragen werden. Der Autor scheut nicht davor, auch die dunklen Seiten des Lebens bzw. der Familie zu erkunden, was dem Buch eine Tiefe und Authentizität verleiht. Die Charaktere sind vielschichtig, intensiv und fesselnd. Bildlich konnte ich mir jeden der Protagonist:innen in allen Facetten corstellen. Poetisch und zugleich zugänglich versteht Schulman es, Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und somit den Lesenden mitten ins Geschehen zu ziehen. Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein Buch welches strukturelle Probleme einer Familie und ihren Umgang damit aufzeigt. 📖 "Endstation Malma" ist ein lohnenswertes, melancholisches Buch. Schulman schafft eine intensive, eindringliche und bedrückende Welt, in der drei Personen auf dem Weg nach Malma ihre eigenes Leben überdenken. Drei Leben die miteinander verwoben sind. Ich habe es sehr gerne gelesen. [Rezensionsexemplar]

Der Roman ist leise, aber eindringlich – kein Drama, sondern eine einfühlsame Erzählung über Familie und die Last der Vergangenheit. Am Ende schließt sich der Kreis auf eine Art, die berührt und nachhallt. Ein klug konstruierter, ruhiger und atmosphärischer Roman, der lange im Kopf bleibt.
🦅 »𝘕𝘶𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘻𝘪𝘨𝘦𝘴 𝘔𝘢𝘭 𝘪𝘮 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘩𝘵 𝘦𝘴, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘮𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘉𝘭𝘪𝘤𝘬 𝘢𝘶𝘧 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘦𝘳𝘩𝘢𝘴𝘤𝘩𝘵«, 𝘴𝘢𝘨𝘵 𝘴𝘪𝘦. »𝘜𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦𝘴, 𝘶𝘯𝘥 𝘯𝘶𝘳 𝘥𝘪𝘦𝘴, 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘦𝘯𝘵𝘸𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘻𝘶𝘮 𝘨𝘭𝘶̈𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘻𝘶𝘮 𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘔𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘥𝘦𝘴 𝘦𝘪𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯𝘴.« ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ᴿᴱᶻᴱᴺˢᴵᴼᴺˢᴱˣᴱᴹᴾᴸᴬᴿ⁾ 💭 Ich muss gestehen, es ist mein erster Schulman und er hat beeindruckt. Drei Generationen, ein Zug – und eine Reise, die weit mehr ist als nur eine Fahrt von A nach B. Alex Schulman entfaltet die Geschichte Stück für Stück, sodass jede neue Seite ein weiteres Detail preisgibt. Nach und nach erschließt sich, wie die einzelnen Figuren miteinander verbunden sind und welche Erlebnisse sie zu den Menschen gemacht haben, die sie heute sind. Besonders Harriet ist eine Schlüsselfigur. Ihre Entscheidungen und Erlebnisse sind wie ein roter Faden, der sich durch die gesamte Handlung zieht. Je mehr man über sie erfährt, desto deutlicher wird, wie sehr sie das Leben aller anderen beeinflusst. Schulman verwebt die Zeitebenen und Perspektiven kunstvoll miteinander, sodass ein dichtes Geflecht aus Erinnerungen, Verletzungen und unausgesprochenen Wahrheiten entsteht. Das Buch ist so detailreich, dass man es vermutlich zweimal lesen muss, um wirklich alles zu entdecken. Der Roman ist leise, aber eindringlich – kein Drama, sondern eine einfühlsame Erzählung über Familie und die Last der Vergangenheit. Am Ende schließt sich der Kreis auf eine Art, die berührt und nachhallt. Ein klug konstruierter, ruhiger und atmosphärischer Roman, der lange im Kopf bleibt. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆

Es ist schwer etwas über den Inhalt dieses Buches zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Deshalb lasse ich es lieber und sage nur so viel: Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes durchgerauscht, konnte und wollte es nicht aus der Hand legen. Wollte und musste herausfinden was passiert ist bzw. warum das passiert, was passiert ist. Und das begleitet von einem Gefühl, das ich nicht anders als mit dem Wort beklemmend beschreiben kann. Deshalb und das ist sehr subjektiv, denn an Stil und Sprache kann es nicht liegen, war es für mich nicht nur ein Vergnügen. Vielleicht ist gerade das auch die Stärke des Buches. Darüber werde ich noch ein bisschen nachdenken müssen.
Ich muss irgendwie 5 Sterne geben, auch wenn es vielleicht kein perfektes Buch ist. Aber es hat mich nicht losgelassen und ich habe es mit einem Schlag durchgelesen, was ich jahrelang nicht mehr getan habe. Es gibt auch keine richtigen Worte diese Geschichte zu beschreiben, außer dass man sich auf viel leisen Schmerz und Trauer gefasst machen muss...
Emotionales Erbe der Familie aus drei Perspektiven
Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung Wie schon in den vorherigen Romanen befasst sich Axel Schulman in seinem neuen Werk „Endstation Malma“ mit dem emotionalen Erbe der familiären Herkunft. Im Gegensatz zu den anderen Büchern ist der neue Roman nicht autobiographisch geprägt. Dennoch erkennt man Schulmans Handschrift und seine zentralen Themen wie Beziehungen und Emotionen innerhalb der Familie. Im Mittelpunkt stehen Harriet, Oskar und Yana, deren Geschichte miteinander verknüpft ist und in abwechselnden Kapiteln erzählt wird. Die Bahnfahrt nach Malma ist erzählerisch der Dreh- und Angelpunkt. Nach der Scheidung der Eltern wird Harriet von ihrer Schwester getrennt und lebt fortan beim Vater, der aber seiner anderen Tochter den Vorzug gegeben hätte. Harriets Aufwachsen ist geprägt von der emotionalen Distanz ihres Vaters und prägenden Ereignissen – hier eine Schlägerei mit der Schwester, die für diese im Krankenhaus endet, da ein Kaninchen, das Harriet versehentlich tötet. Auch wenn diese als zentrale Momente fungieren sollen, wirken sie zuweilen befremdlich – einerseits bleibt das emotionale Erleben Harriets für die Lesenden unzugänglich, andererseits wirkt es fast schon überzeichnet. Als junge Frau lernt Harriet Oskar kennen, sie gründen eine Familie. Zunehmend wird die Beziehung schwierig, Harriets Verhalten ist immer wieder Anlass für Streit. Es bleibt offen, weshalb Harriet so agiert. Aus psychologischer Sicht kann man eine bipolare Störung vermuten, auch in ihrem Bindungsverhalten könnte man Harriet eine Störung attestieren. Erzählerisch bleibt die Schilderung des emotionalen Erlebens Harriets auf Distanz und hält dem Vergleich mit den beiden Vorgängerromane nicht ganz stand. Das Erzählen auf drei Zeitebene aus personaler Perspektive – Harriet, Oskar und Yana – erzeugt eine hohe Spannung, die im Ankommen in Malma kulminiert und dort bedeutungsaufgeladen aufgelöst wird. Strukturell nähert sich der Roman damit fast einem Film an und man mag sich eine Verfilmung dieses Werkes sehr gut vorstellen. Trotz mancher Einwände empfehle ich „Endstation Malma“ als Roman, der gut und spannend zu unterhalten weiß. Danke für das Rezensionsexemplar an DTV und VORABLESEN.
Ein Zug fährt durch den schwedischen Sommer, an Bord einmal ein Ehepaar, dann ein Vater mit seiner Tochter und schließlich eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte. Sie alle gehören einer unterschiedlichen Generation an, sind aber miteinander verbunden. Ich mag alles an diesem Buch - die Erzählgeschwindigkeit, die durch die Zugfahrt bestimmt wird sowie die bewegende Geschichte. Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsautoren!
Auf den Gleisen der Erinnerung reisen Lesende mit Harriet, Oskar und Yana nach Malma Station. In unterschiedlichen Rückblenden und Introspektiven tut sich ein komplexes, transgenerationelles Familiengeflecht auf, in dem sich die Vergangenheit zugleich diffus und konkret auf Kinder auswirkt. Der Roman schärft mit authentischem Stil und klugem Blick auf Familiengeschichten die Perspektive verletzter Kinder, die in ihrer kindlichen Abhängigkeit den unaufgearbeiteten Verletzungen ihrer Eltern einsam ausgeliefert sind. Ein Buch, das in seiner eindringlichen Wahrhaftigkeit tief betroffen macht.
Der Roman entwickelt sich anhand von Zugreisen der Hauptprotagonisten Harriet, Oskar und Yana jeweils von Stockholm zum fiktiven Malma, allerdings sitzen sie nicht zur selben Zeit im Zug, sondern Schulman erzählt die Handlung auf unterschiedlichen Zeitebenen und aus verschiedenen Erzählperspektiven. Auf diese Weise gelingt es ihm eindrücklich zu zeigen, wie die jeweiligen, zum Teil traumatischen Kindheitserfahrungen im Erwachsenenleben fortdauern und zu toxischen Beziehungen, Manipulationen der Partner, aber auch Lieblosigkeit, abweisendem Verhalten und Willkürlichkeit in Bezug auf die Kinder führen bzw als Traumata durch die Generationen weitergegeben werden. Je weiter man im Roman voranliest, umso kürzer die Kapitel und umso höher das Tempo der (tragischen) Ereignisse, man saugt die Handlung förmlich in sich ein. Beeindruckend und lesenswert wie Schulman es schafft, die Verstrickungen von Kindheitserlebnissen und Erwachsenenverhalten geradezu zu filetieren und die große Frage aufzuwerfen, inwieweit die Zukunft von der Vergangenheit bestimmt wird. Ein Lesehighlight!
Einfühlsame Reise durch die Zeit
"Endstation Malma" von Alex Schulman ist ein poetisch und melancholisch geschriebener Roman, der den Leser durch komplexe Zeitsprünge herausfordert. Die tiefgründige Erzählung beleuchtet die Beziehungen und inneren Konflikte der Charaktere eindrucksvoll. Die Themen Familie und Vergangenheitsbewältigung stehen im Vordergrund und regen zum Nachdenken an. Ein bewegendes Buch, das lange nachwirkt.
Gutes Buch, falscher Zeitpunkt
Das Buch hat mich leider nicht ganz so abgeholt wie "Die Überlebenden", das ich richtig stark fand. Mir war gerade nicht so nach dem Thema Familienkonflikte/Eltern - und Eltern-Kind Beziehungen. Das alles hat mich zu sehr deprimiert. Aber trotzdem erkenne ich ein gutes Buch und kann es weiterempfehlen.
Mein zweites Buch von Alex Schulman
Und ich erkenne ein Muster ☺️ sehr emotionales Buch. Es geht tief in die Kindheit, und ich war total in dem Buch. Habe ab und an geweint und die Ängste, Zweifel und vor allem diese tiefe Verlustangst gefühlt. Und obwohl ich das Ende kommen sah hat es doch tief getroffen.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Über die Macht der Erinnerung und das, was wir Familie nennen
Ein Zug, drei Menschen und ihre miteinander verwobenen Schicksale: Nach ›Die Überlebenden‹ und ›Verbrenn all meine Briefe‹ erzählt Alex Schulman hier erneut mit großer emotionaler Wucht.
Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird.
In bestechender Prosa baut Alex Schulman seine Erzählung auf: wie einen Zug, der durch die Zeit fährt und in dem jedes Kapitel ein eigener Waggon ist, der an den nächsten angehängt wird. Lässt sich die Zukunft frei gestalten, oder ist sie durch Vergangenes vorgezeichnet?
»Ein tief bewegender Roman, der zu Herzen geht. Ein großes Leseerlebnis.«
Aftonbladet
»Mit ›Endstation Malma‹ bestätigt Alex Schulman, dass er einer der größten Erzähler unserer Zeit ist.«
Ölandsbladet
Ebenfalls von Alex Schulman bei dtv erschienen sind:
›Die Überlebenden‹
›Verbrenn all meine Briefe‹
Book Information
Author Description
Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.
Posts
Endstation Malma - beim durchlesen des Klappentextes hatte ich mir den Roman doch anders vorgestellt, als er es dann in Wirklichkeit war. Und wenn ich ganz ehrlich bin, fällt es mir auch schwer, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Die Geschichte und die Handlungsstränge der Charaktere haben mich durchaus mitgenommen und stark beschäftigt. Es hat einige Zeit gedauert, um zu verstehen, dass die verschiedenen Charaktere miteinander zu tun haben und sich auch auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen befinden. Für mich war sehr eindrücklich, wie sehr Entscheidungen von Menschen Auswirkungen auf die nachfolgende Generationen haben und sich auch dann wieder auf die Nachfolgegenerationen auswirken. Also wie verwoben miteinander die Geschichten sind und wie sich Traumata über mehrere Generationen hinweg durchsetzen. Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen, es war nur nicht immer ganz leicht zu lesen / verdauen.
Das geht unter die Haut.
Alex Schulman ist ein Meister der Kriegsberichterstattung im unkonventionellen Sinne. Er berichtet nämlich ausschließlich vom inneren Kriegsschauplatz. Von dort, wo jeder von uns potentiell Krieg gegen sich selbst führen kann- auch und erstrecht - obwohl man es eigentlich nicht möchte. Und manchmal werden die, die uns am nächsten stehen dabei zum Kollateralschaden unseres Krieges gegen uns selbst. Eine Familiengeschichte aus drei Perspektiven betrachtet. Klug und durchdacht aufgebaut. Bis zum Schluss fesselnd. Für mich das nächste Meisterwerk von Alex Schulman.
Traurig, schwermütig und liebevoll zugleich
So fühlt sich Endstation Malma an. Die Protagonisten sind allesamt traurige Menschen, die ihren jeweils eigenen Kampf kämpfen und dadurch alle miteinander verwoben sind. Das Buch wiegt irgendwie schwer und lässt mich nachdenklich zurück. Alles beginnt und endet in Malma und das Buch fühlt sich vor allem gegen Ende auch sehr nach Endstation an. Viel Tragik, viel Gefühl, viel Liebe auf die verschiedensten Arten. Man kann mit jeder Emotion der protagonisten schmerzhaft gut mitfühlen, was es auch irgendwie zu einem sehr lesenswerten Buch macht.

Endstation Malma ist das vierte Buch von Alex Schulman, das ich gelesen habe, und ich habe es als recht verstörend empfunden. Aus drei Erzählperspektiven unterschiedlicher Generationen wird die Geschichte nach und nach erzählt, alle unternehmen die gleiche Zugfahrt mit gleichem Ziel: das Mädchen Harriet mit ihrem Vater, nach dessen Liebe und Aufmerksamkeit sie sich sehnt; der Ehemann Oskar zusammen mit Harriet nach ihrer Trennung; die Tochter der beiden, Yana, nach dem Tod von Oskar. Nach und nach werden, auch beiläufig, Details eingeworfen, die einen die Zusammenhänge immer mehr verstehen lassen. Es gibt Motive, die auch in den anderen Büchern von Schulman enthalten waren: z.B. der Elternteil, der das neugeborene Enkelkind nicht einmal anschaut. Von niemandem beachtet werden und der feine Sinn für Stimmungen zieht sich durch die verschiedenen Charaktere im Buch.
Das Buch beschreibt in mehreren Erzählsträngen und unterschiedlichen Zeitebenen eine Familiengeschichte aus der Perspektive der einzelnen Protagonisten Oskar, Harriet und Yana. Ich fand das sehr verwirrend und musste schon konzentriert lesen um den Faden nicht zu verlieren und die Erzählfragmente zusammen setzen zu können . Man taucht sehr tief in die Gefühlswelt von Harriet ein, deren Mutter mit der älteren Schwester die Familie verlässt und Harriet beim Vater zurücklässt. Harriet erfährt als Kind offene Ablehnung der Mutter, den Entzug der Beziehung zur Schwester und einen Vater der emotional nicht erreichbar ist. Wie das ihr ganzes Leben bestimmt und auch sich im Leben der Tochter fortsetzt wird mit solch emotionaler Wucht erzählt, dass es kaum auszuhalten war. 🥲 Aufgrund der komplizierten literarischen Konstruktion jedoch kein Lesevergnügen, obwohl psychologisch gut gemacht.
„Nur ein einziges Mal im Leben geschieht es, dass man einen Blick auf sich selbst erhascht«, sagt sie. »Und dies, und nur dies, wird entweder zum glücklichsten oder zum schrecklichsten Moment des eigenen Lebens.“ (S.169)
Alex Schulman erzählt in Endstation Malma eine berührende Familiengeschichte über drei Generationen, die durch Geheimnisse und verdrängte Gefühle miteinander verbunden sind. Harriet, Oskar und Yana reisen zu unterschiedlichen Zeiten nach Malma, dadurch treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Alex Schulman schreibt in einer klaren und poetischen Sprache, dabei ist er sehr feinfühlig und sensibel. Die Geschichte ist aus der Sicht der drei Charaktere geschrieben, sodass das Lesen viel Aufmerksamkeit und Zeit benötigt. Es ist kein Buch für zwischendrin. Eine stille, aber eindringliche Geschichte über Erinnerung, Schuld und die Sehnsucht nach Versöhnung. Sehr bewegend, ich musste noch lange dran denken. Klare Leseempfehlung.

Bis jetzt das "schwächste" Buch von Alex Schulman.
Die Geschichte hat so gut angefangen. Drei Erzählstränge: der Vater mit seiner Tochter, das Ehepaar in der Krise und die junge Frau Yana. Alle auf dem Weg zum Haus am See in Malma. Das es sich um eine Familie handelt wird schnell klar. Typisch für den Auto ist diese düstere, dramatische, fast depressive Grundstimmung. Leider fand ich das Ende nicht passend. Da hat mir etwas gefehlt. Nichtsdestotrotz bleibt der Autor sich treu. Ich werde weiterhin seine Bücher lesen, da er zu meinen Lieblingsautoren gehört.
Alex Schulman hat hier einen sehr bewegenden, aufwühlenden und nachdenklichen Roman über dysfunktionale Beziehungen und Familienkonstellationen geschrieben. Eigentlich sind könnte man denken, dass es am Ende nur Verlierer gibt. Ganz besonders die Kinder, die nichts dafür können und zu ihrem Unglück auch noch etwas an ihre Kinder weitergeben. Tief emotional, düster mit einem klitzekleinen Funken Hoffnung. Auch in seinem dritten Roman konnte mich der Schreibstil von Alex Schulman in seinen Bann ziehen.
„Wann verliert man ein Kind?“ (S. 114 u.a.) Ein Zug nach Malma in einer abgelegenen Gegend Schwedens. Darin Personen, die sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus unterschiedlichen, aber irgendwie doch zusammenhängenden Gründen auf den Weg an diesen Ort machen. Erst nach und nach wird deutlich, wie die Schicksale von Harriet, Oskar und Yana zusammenhängen und was sie jeweils mit Malma verbindet. Diese sich erst stückchenweise entwickelnden Zusammenhänge und Erkenntnisse haben für mich einen der großen Reize der Geschichte ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Alex Schulman streut sehr geschickt immer wieder kleine Informationskrumen, die dazu führen, dass man immer mehr Zusammenhänge versteht, aber vor allem auch nach weiteren Krumen giert. Des Weiteren gelingt es ihm, auf unglaublich berührende, feinsinnige und fast zärtliche Art und Weise von menschlichen Abgründen, familiären Traumata und Prägungen sowie aber auch Liebe und Möglichkeiten der Befreiung zu erzählen. Insbesondere wird fast plastisch deutlich, wie nah all dies teilweise beisammen liegt, wie fragil die kindliche Seele ist und wie es dazu kommen kann, dass man sich irgendwann fragt: „Wann verliert man ein Kind?“. Für mich ist ‚Endstation Malma‘ die perfekte Mischung aus berührender Familientragödie und unglaublich gut erzeugter Spannung, die das Buch zu einem wahren Pageturner macht. Absolute Leseempfehlung!
Sehr deprimierend 😔 eine unglückliche Kindheit, eine unglückliche Ehefrau und Mutter, die das Unglücklichsein wiederum an ihre Tochter weitergegeben hat. Ich bin gespannt, ob “Verbrenn all meine Briefe” mir besser gefallen wird. Hoffentlich sind da nicht auch alle unglücklich und depressiv, das zieht mich runter.
Melancholisch, schön, anregend!
Endstation Malma🦅A. Schulmann 🦅dtv verlag @vorablesen {Rezensionsexemplar-unbezahlte Werbung} 💌Inhaltsangabe💌 Im Zug, der unter dem Namen ”Endstation Malma” fährt, befinden sich 2 Passagiere: die Eheleute Oskar&Harriett. Seit längster Zeit zerstritten, fahren sie beide nach Malma Aber nur Oskar kehrt zurück… In einer weiteren Handlung steigen wir erneut in den gleichnamigen Zug, mit einer eher unglücklich wirkenden Yana, fettleibig und zum ewigen Opferdasein verflucht. Yana nimmt die Reise auf sich, auf den Spuren ihres Vaters, der noch ein Ticket besaß, es aber nicht mehr einlösen konnte. In Rückblenden sieht der Leser in das Leben und Leiden von Harriett. An diesen Passagen musste ich erstmals durchatmen🌬️ 🧚♂️Meine (zurückhaltende) Meinung🧚🏼♀️ Der Klappentext entschädigt sofort für das doch nicht gut gelungene Cover. Das ist doch bekanntlich Geschmacksache, meine war es hier jedesmal nicht🌬️🤪 Alex Schulmann zeichnet tiefsinnige Charaktere. Seine Figuren können vom Leser durch und durch mitempfunden werden. Zuerst unpassend erschien mir der etwas sarkastisch angehauchte Schreibstil des Autors. Ich kann mich jetzt total daran erfreuen und kann mich gut identifizieren. Beeindrucken konnte mich ebenso, dass wichtige Themen wie Trauer, Verlust und Einsamkeit mit einer Prise Skuriositäten gewürzt wurden❣️ Im Innern des Buches lassen sich hohes melancholisches Potenzial versteckt halten, sehr berührend. Leider verliert sich die Spannung in zu vielen Längen, ich fühlte mich zu langsam auf die Folter gesetzt. Zum Ende zeigt uns der Autor aber doch noch gekonnt wie alle Handlungsstränge zu einem Ganzen zu fügen sind. 💇♀️Alles in allem hat mich Alex Schulman touchen und unterhalten können🎢 Kleine Empfehlung bei wackeligen 👀 4🌟🌟🌟🌟/5
»Lässt sich die Zukunft frei gestalten, oder ist sie durch Vergangenes vorgezeichnet?« Diese Frage stellen sich Oskar, Harriet und Yana unabhängig voneinander. Jede:r von ihnen befindet sich in einer familiär belastenden Situation. Oskar steckt mit seiner Frau in einer Krise. Harriet lebt getrennt von ihrer Schwester und ihre Mutter mit ihrem Vater zusammen. Yana ist aufgrund eines geerbten Familienalbums auf Spurensuche, da ihre Mutter die Familie verlassen hat, als Yana elf Jahre alt war. Drei Lebensrealitäten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch haben sie einen gemeinsamen Nenner – Malma. Malma ist ein kleiner Ort mit etwa fünfzehn Häusern, die rund um den Bahnhof angesiedelt sind. Die Infrastruktur ist übersichtlich und das Dorf wird eingesäumt von Wäldern, die sich über Meilen erstrecken. Geschickt erzählt Autor Alex Schulman die Geschichte dieser drei Personen. Aufgeteilt in drei Handlungsstränge wird mit jedem gelesenen Kapitel deutlicher, wie die Figuren sich in einem Familienstammbaum arrangieren und zusammenhängen. Diese Art des Erzählens hat mich von der ersten Seite an abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. „Sie [Harriet] selbst spüre immer öfter, dass sie die Richtung ihres Weges, auf den sie gestellt worden sei, nicht ändern könne. Sie sei eine Gefangene der Entscheidungen, die andere für sie getroffen hätten, und übertrage lediglich das Gift an die nächste Generation“ (S. 72). Die zwischenmenschlichen Beziehungsverflechtungen werden durch die drei Handlungsstränge aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Die Geschichten der drei Figuren sind zeitlich voneinander losgelöst. Während Harriet mit ihrem Vater 1976 nach Malma unterwegs ist, beschreitet Oskar seine Reise im Jahre 2001. Alex Schulman hat mit »Endstation Malma« mal wieder richtig abgeliefert. Wer von seinen ersten beiden Werken begeistert war, sollte unbedingt auch zu diesem Roman greifen. Aus dem Schwedischen von Hanna Graz.
Kein einfacher Familienroman
Alex Schulman beschreibt in seinem Roman das Leben von drei Menschen, deren Schicksal miteinander verwoben ist und die nach einer langen Zugfahrt an der Endstation in Malma ankommen. Es fällt mir schwer, den Inhalt zu beschreiben, es geht um ein Ehepaar mit großen Eheproblemen, um einen Vater und seine Tochter mit einer ganz schwierigen Beziehung und eine Frau, die vieles in ihrem Leben nicht versteht. Oder auch um ganz anderes? Wie stark ist ein Mensch durch seine Vergangenheit geprägt und ist es möglich, sich davon zu befreien? Themen wie Ungeliebtsein, Geschwisterrivalität, emotionalen Rückzug und psychische Erkrankungen geben dem Buch Schwere und eine Dunkelheit ohne viel Lichtblick. Das Buch war für mich nicht leicht zu lesen, da es nicht nur in Zeitebenen springt sondern auch in den Erzählsträngen und das ohne Abgrenzung, eins geht ins andere über. Auch lässt mich das Buch mit keinem guten Gefühl zurück, da es wenig Hoffnung aufzeigt und manches darin nur schwer zu ertragen ist. Ich bin froh, dass wir das Buch in unserem Lesekreis diskutiert haben und ich so auch noch andere Blickwinkel einnehmen konnte. Das hat mir gezeigt, welches Potenzial hier drinsteckt. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte und das nachklingt.
"Endstation Malma" ist das zweite Buch von Alex Schulman, das ich gelesen habe. Wie auch in "Die Überlebenden" erweisst sich der Autor als sensibler Beobachter seelischer Sehnsüchte und sich daraus entwickelnder familiärer Verstrickungen.
Zu Beginn des Buches hatte ich zunächst das Gefühl, in einem dreifachen (Rail)roadmovie zu sein. Drei Menschen, Harriet, Oskar und Yana, die zunächst in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen, sitzen in einem Zug in das abgelegene Malma. Selbst die Tatsache, dass ihre Reisen Jahrzehnte auseinanderliegen, ist zunächst nicht offensichtlich. Doch nach und nach erschliessen sich die Beweggründe für ihre Reisen. Alle drei sind auf der Suche nach Heilung ihrer seelischen Verletzungen. Alex Schulman erzählt die Lebengeschichten seiner ProtagonistInnen mit grosser Sensibilität und in prägnanten Szenen. Dabei lässt er ganz unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen, die einander nicht genügen können. In kleinen Schritten enthüllt er nach und nach immer mehr von den Geheimnissen, die sie verbinden. Wie auch in "Die Überlebenden" ist dabei das Thema "kindliche Schuld", die aus dem Versagen von Erwachsenen erwächst, ein wichtiger Entwicklungstreiber seiner Geschichte. Aus all dem entsteht nach und nach eine Sogwirkung, die dazu geführt hat, dass ich den Roman kaum noch aus der Hand legen konnte. Und wie auch "Die Überlebenden" ist "Endstation Malma" ein atmosphärisch dichtes und sprachlich überzeugendes Buch, das lange nachhallt. Am Ende habe ich den Roman mit dem Gefühl zugeklappt, dass Yana trotz aller Verletzungen mit dem Vermächtnis ihrer Mutter Hoffnung schöpfen, Kraft tanken und neu anfangen kann.

Ein in der Krise steckendes Paar, ein Vater mit seiner Tochter und eine Frau, die nach Antworten sucht, unternehmen dieselbe Zugreise - allerdings nicht gleichzeitig, sondern in drei ganz verschiedenen Jahren. Sie reisen alle nach Malma, einem kleinen Ort nahe Stockholm, ohne zu ahnen, wie ihre Schicksale miteinander verknüpft sind und welche Wendungen das Leben für sie bereithält. Mit „Endstation Malma“ entführt Alex Schulman seine Leser*innen auf eine emotionale Reise durch Raum und Zeit, in der die Schicksale dreier Menschen miteinander verflochten sind. Sein eindrucksvoller Erzählstil lässt einen in die Leben dieser verschiedenen Charaktere eintauchen, die auf einer Zugfahrt ins fiktive Örtchen Malma, einem Ort voller Geheimnisse, zusammenkommen. Durch seine raffiniert konstruierte Erzählweise gelingt es dem Autor, die düsteren Abgründe der menschlichen Psyche zu beleuchten und gleichzeitig Hoffnung zu vermitteln. Durch das geschickte Spiel mit Zeit und Perspektive entsteht ein faszinierendes Geflecht von Schicksalen und Emotionen. Dabei wirft Schulman einen schonungslosen Blick auf die Schwächen und Egoismen der Erwachsenen, besonders in ihrer Interaktion mit den Kindern, während er gleichzeitig Verständnis für ihre menschlichen Unzulänglichkeiten zeigt. Eine mitreißende und absolut fesselnde Erzählung über die Macht der Erinnerung, die transgenerationale Weitergabe von Traumata und die unentrinnbaren Verstrickungen familiärer Bindungen. Wie ein Zug rast diese Erzählung durch die Zeit und entfaltet eine literarische Wucht, die den Leser mit intensiven Gefühlen zurücklässt und extrem lange nachhallt. Einfach nur grandios! Aus dem Schwedischen von Hanna Granz.

ENDSTATION MALMA Alex Schulman Im Zug nach Malma sitzen unterschiedliche Personen: Die verschüchterte Henrietta mit ihrem Vater - er ist ein schweigsamer und jähzorniger Mann, dem man besser aus dem Wege geht. Nach der Trennung von seiner Frau teilte sich das Ehepaar die zwei Töchter untereinander auf. Ein Ehepaar, das kurz vor der Trennung steht - sie möchte ihm unbedingt etwas in Malma zeigen und außerdem ist da noch Yana, eine einsame junge Frau, die nach Malma reist, um endlich die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden. Auf dieser Reise erfahren wir in Rückblicken mehr über diese Personen und deren Leben. Dabei sind alle Personen und Schicksale miteinander verwoben. Alex Schulman ist ein Meister des Geschichtenerzählens. Langsam spinnt er seine Fäden und zieht diese immer straffer zusammen, dabei spannt er uns bis zur letzten Seite auf die Folter, wo alles in einem großen Knall endet. Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven und wer einen Wohlfühlroman sucht, der sollte besser zu einem anderen Buch greifen. Psychische Gewalt und toxische Beziehungen stehen auch dieses Mal wieder im Vordergrund. Ich hatte mich auf diesen dritten Schulman sehr gefreut und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wie wir es von den anderen Büchern gewohnt sind, lässt er uns wieder staunend mit offenem Mund und Augen zurück. Absolute Leseempfehlung 4/ 5 Aus dem Schwedischen von Hanna Granz Herzlichen Dank an @dtv für dieses Leseexemplar und auch ein herzliches Dankeschön an meine Freundin Silke, die mir dieses Bild zur Verfügung gestellt hat, welches vor 3 Wochen auf den Lofoten entstanden ist!

vielschichtig, eine Sogwirkung entfaltend, enttäuschendes Ende
Harriet, Oskar und Yana – sie drei fahren alle im Zug nach Malma. Alle haben dasselbe Ziel und alle fahren sie, ohne so richtig zu wissen warum. Sie werden von ihrem Schicksal getrieben und von den Menschen, die sie lieben. Die drei haben eine Verbindung zu einander, sind Vater, Ehemann, Tochter. Sie reisen allerdings nicht gemeinsam nach Malma und auch nicht gleichzeitig. Die kleine Harriet wird von ihrem Vater begleitet, ihr Ehemann Oskar fährt viele Jahre später und Yana, die Tochter der beiden, als Erwachsene auf der Suche nach Antworten. Alex Schulman ist ein Meister, wenn es darum geht eine Geschichte zu schreiben, die einen in den Bann zieht, bei der die Hintergründe im Dunkeln bleiben und man unbedingt herausfinden möchte, was geschehen ist. Die Protagonistinnen und Protagonisten agieren, reagieren und stolpern ihrer Vergangenheit hinterher, die der Leserin verborgen bleibt. Was ist Harriet zugestoßen? Warum hält Oskar so viel Distanz zu seiner Tochter? Je näher man an das Ende der Geschichte rückt, desto dringender will man wissen, was dieser Familie zugestoßen ist. Der Roman ist so unglaublich spannend und außergewöhnlich. Ich habe mich sehr auf ein Ende wie in seinem Buch „Die Unschuldigen“ gefreut, ein Ende, dass mich aus den Socken wirft. War echt neugierig, wie er die vielen losen roten Fäden zu einem Abschuss führt und – wurde leider enttäuscht. Die vielen offenen Fragen, blieben zu einem Großteil offen. Das Buch ist insgesamt großartig und ich finde es schade, dass ich es mit dieser großen Erwartungshaltung an das Ende gelesen habe. Mit dieser Einschränkung gibt es von mir eine Leseempfehlung.

emotional, eindrucksvoll, spannend
Axel Schulmann ist es hier gelungen, die Schicksale mehrere Familienmitglieder mitreißend und sprachlich ausgefeilt darzustellen. Drei Handlungsstränge laufen hier nebeneinander und doch nicht gleichzeitig und Rückblenden verfeinern das Bild dieser Familie, wodurch deren toxische Beziehungen und Probleme offensichtlich werden. Dabei lässt der Autor eine Spannung entstehen und zunehmend ansteigen, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Keine leichte Kost, aber dennoch sehr empfehlenswert!
»»Ich will nicht, dass du mir erklärst, warum es dir schlecht geht!«, brüllt er. »Ich will, dass du etwas dagegen tust!«« Oskar zu Harriet (S. 282) In seinem neuen Roman »Endstation Malma« 🦅 schreibt der schwedische Autor Alex Schulman (Übersetzung 🇸🇪: Hanna Granz) aus der Perspektive von drei Personen - Harriet, Oskar & Yana - erneut über Familie, Generationentraumata, Depression, Beziehungsproblemen, Verlust, Freiheit 🦅 und die Macht unserer Erinnerungen. Setting des Romans sind drei Zugfahrten auf drei Zeitebenen 🛤️ ,in denen Lesende über die Erinnerungen der drei Personen immer mehr die Familiengeschichte, das große Ganze und schlussendlich das Drama begreifen. 💔 Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt, der beschäftigt und schmerzt. Es zerreißt einem das Herz, wenn zwei Kinder ihren sich streitenden und vor der Scheidung stehenden Eltern im Bett lauschen und hören, dass weder Mutter noch Vater die eine Tochter bei sich behalten wollen. Es ist nicht leicht zu lesen, wie viel Schmerz Kinder erfahren, wenn Eltern sich so streiten, dass die Beziehung und Familie zerbricht. »Wann weiß man, dass man ein Kind verloren hat?« Oskar 💭 (S. 110) Hilft es, die eigene Kindheit immer und immer wieder zu durchleben? Wie viel Erinnerung und Aufarbeitung tut uns gut? Wie sehr beeinflusst uns unsere Vergangenheit? »Er legt einen Arm um sie, und sie lehnt den Kopf an seine Brust, und dann verschwindet sie erneut, taucht durch die Jahrzehnte. Offenbar gefällt es ihr dort. Die geraden Linien von der Kindheit bis in die Gegenwart hinauf, alles, was man jetzt ist, kann und muss durch das erklärt werden, was einem früher widerfahren ist. « (S. 233) Das Alex Schulman ein meisterhafter Erzähler ist, wissen wir spätestens seit »Verbrenn all meine Briefe«💌. Mit seinem neuen Buch hat er sich noch tiefer in mein Herz geschrieben. Gekonnt verbindet er persönliche Kindheitserinnerungen und -Traumata mit fiktiven Figuren und schreibt so krass authentische, emotionale und literarisch anspruchsvolle Romane. 😮💨 Noch mehr beeindruckt hat mich der Roman und das Werk des Autors nach seiner Lesung, in der ich realisiert habe, wie viel Wahres, Erlebtes, Traumatisierendes der Autor in seinen Roman verarbeitet. Die Geschichten sind frei erfunden, dennoch ist alles passiert. 💔 »Yana doesn’t make any progress at all. She has no journey. That’s exactly what I want, because that’s how life works. Sometimes you just stand still.« Alex Schulman, Lesung HH 18.10.23 🧡 So viel Kluges, so viel Emotionales und so viel Gefühl lesen sich aus diesem und den anderen Büchern des Schweden. Ich bedaure, dass es so viele mehr Bücher von ihm nur auf Schwedisch gibt, und noch mehr, dass mein Schwedisch nicht ausreicht, um diese zu lesen. 😢 Umso mehr freue ich mich auf alle weiteren deutschen Übersetzungen des Autors - looking at you dear dtv 👀❤️ Große Leseempfehlung für alles von Alex Schulman und im Besonderen seinen neuen Roman. [CN: Depression, Selbstmord]

Ein Zug auf dem Weg nach Malma… Ein junges Mädchen mit ihrem Vater, ein streitendes Paar, eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Sie alle sitzen in verschiedenen Jahrzehnten in diesem Zug, sie alle sind miteinander verbunden und erzählen ein und die selbe Geschichte. - Nach dem nunmehr dritten Roman von Alex Schulman wird mir klar: Es gibt nichts sonderlich Neues zu entdecken. Die Kernthematik ist Traumata, wie schon in den Büchern davor. Wir bewegen uns auf verschiedenen Ebenen, erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven, am Ende fließt alles zusammen, aber nicht ohne vorher einen großen Knall zu erzeugen. Während dieser Knall mich beim ersten Buch vollkommen umgehauen hat, war er beim zweiten schon nicht mehr so überraschend. Bei diesem hier war er vorhersehbar. Nicht unbedingt durch die Erzählung an sich, sondern durch die vorangegangene Lektüre. Ich wusste das irgendwas passieren wird und somit war es einfach die Zeichen zwischen den Zeilen zu interpretieren. Ich finde es ein bisschen schade, dass alle Romane mehr oder weniger nach dem gleichen Schema ablaufen, nichts überraschendes mehr haben… Denn klar ist, Alex Schulman kann schreiben. Er haucht seinen Protagonist*innen Leben ein, lässt sie nahbar wirken, schafft es Emotionen hervor zu rufen. Der Schreibstil ist eingängig und es wird eine gewisse Spannung beim Lesen erzeugt. Alles Dinge die ein gutes Buch braucht. Ein Fazit fällt mir schwer. Ich habe das Buch trotz der Kritik sehr gern gelesen, ich hatte einen regen Austausch dazu mit meiner Buddyreadpartnerin, was auch vollkommen für den Roman spricht, aber es ist halt auch hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Eine Empfehlung ist es trotzdem, vor allem wenn ihr noch nichts von Schulman gelesen hat, wird es euch sicher begeistern.
📖 "Endstation Malma" ist ein lohnenswertes, melancholisches Buch. Schulman schafft eine intensive, eindringliche und bedrückende Welt, in der drei Personen auf dem Weg nach Malma ihre eigenes Leben überdenken. Drei Leben die miteinander verwoben sind. Ich habe es sehr gerne gelesen.
• ENDSTATION MALMA • Ein Zug, die Zielstation "Malma" und drei Leben, die miteinander eng verwoben sind. Nach Schulmans literarischen Werkten "Verbrenn all meine Briefe" und "Die Überlebenden" habe ich mich sehr auf die Neuerscheinung gefreut. Hast du schon ein Buch des Autors gelesen? 🚂 I N H A L T: Ein Zug fährt durch eine Sommerlandschaft. An Bord sind ein Ehepaar in der Krise, ein Vater mit seiner kleinen Tochter sowie eine Frau, die das Rätsel ihres Lebens lösen will. Sie alle fahren nach Malma, einen kleinen Ort, wenige Stunden von Stockholm entfernt, umgeben von Wäldern. Und keiner von ihnen weiß, wie ihre Schicksale verwoben sind und ob das, was sie in Malma erwartet, ihrem Leben nicht eine neue Wendung geben wird. M E I N U N G: Schulmans "Endstation Malma" ist erneut ein beeindruckendes literartisches Werk, welches den Leser:in auf eine beeindruckende Reise dreier Schicksale mitnimmt. Er erzählt von den Höhen und Tiefen des Lebens, verbindet Melancholie mit tiefer Menschlichkeit und zeigt auf, dass Familiengeheimnise über Generationen getragen werden. Der Autor scheut nicht davor, auch die dunklen Seiten des Lebens bzw. der Familie zu erkunden, was dem Buch eine Tiefe und Authentizität verleiht. Die Charaktere sind vielschichtig, intensiv und fesselnd. Bildlich konnte ich mir jeden der Protagonist:innen in allen Facetten corstellen. Poetisch und zugleich zugänglich versteht Schulman es, Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und somit den Lesenden mitten ins Geschehen zu ziehen. Es ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein Buch welches strukturelle Probleme einer Familie und ihren Umgang damit aufzeigt. 📖 "Endstation Malma" ist ein lohnenswertes, melancholisches Buch. Schulman schafft eine intensive, eindringliche und bedrückende Welt, in der drei Personen auf dem Weg nach Malma ihre eigenes Leben überdenken. Drei Leben die miteinander verwoben sind. Ich habe es sehr gerne gelesen. [Rezensionsexemplar]

Der Roman ist leise, aber eindringlich – kein Drama, sondern eine einfühlsame Erzählung über Familie und die Last der Vergangenheit. Am Ende schließt sich der Kreis auf eine Art, die berührt und nachhallt. Ein klug konstruierter, ruhiger und atmosphärischer Roman, der lange im Kopf bleibt.
🦅 »𝘕𝘶𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘻𝘪𝘨𝘦𝘴 𝘔𝘢𝘭 𝘪𝘮 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘩𝘵 𝘦𝘴, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘮𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘉𝘭𝘪𝘤𝘬 𝘢𝘶𝘧 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘦𝘳𝘩𝘢𝘴𝘤𝘩𝘵«, 𝘴𝘢𝘨𝘵 𝘴𝘪𝘦. »𝘜𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦𝘴, 𝘶𝘯𝘥 𝘯𝘶𝘳 𝘥𝘪𝘦𝘴, 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘦𝘯𝘵𝘸𝘦𝘥𝘦𝘳 𝘻𝘶𝘮 𝘨𝘭𝘶̈𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘻𝘶𝘮 𝘴𝘤𝘩𝘳𝘦𝘤𝘬𝘭𝘪𝘤𝘩𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘔𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘥𝘦𝘴 𝘦𝘪𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯𝘴.« ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ᴿᴱᶻᴱᴺˢᴵᴼᴺˢᴱˣᴱᴹᴾᴸᴬᴿ⁾ 💭 Ich muss gestehen, es ist mein erster Schulman und er hat beeindruckt. Drei Generationen, ein Zug – und eine Reise, die weit mehr ist als nur eine Fahrt von A nach B. Alex Schulman entfaltet die Geschichte Stück für Stück, sodass jede neue Seite ein weiteres Detail preisgibt. Nach und nach erschließt sich, wie die einzelnen Figuren miteinander verbunden sind und welche Erlebnisse sie zu den Menschen gemacht haben, die sie heute sind. Besonders Harriet ist eine Schlüsselfigur. Ihre Entscheidungen und Erlebnisse sind wie ein roter Faden, der sich durch die gesamte Handlung zieht. Je mehr man über sie erfährt, desto deutlicher wird, wie sehr sie das Leben aller anderen beeinflusst. Schulman verwebt die Zeitebenen und Perspektiven kunstvoll miteinander, sodass ein dichtes Geflecht aus Erinnerungen, Verletzungen und unausgesprochenen Wahrheiten entsteht. Das Buch ist so detailreich, dass man es vermutlich zweimal lesen muss, um wirklich alles zu entdecken. Der Roman ist leise, aber eindringlich – kein Drama, sondern eine einfühlsame Erzählung über Familie und die Last der Vergangenheit. Am Ende schließt sich der Kreis auf eine Art, die berührt und nachhallt. Ein klug konstruierter, ruhiger und atmosphärischer Roman, der lange im Kopf bleibt. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆

Es ist schwer etwas über den Inhalt dieses Buches zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Deshalb lasse ich es lieber und sage nur so viel: Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes durchgerauscht, konnte und wollte es nicht aus der Hand legen. Wollte und musste herausfinden was passiert ist bzw. warum das passiert, was passiert ist. Und das begleitet von einem Gefühl, das ich nicht anders als mit dem Wort beklemmend beschreiben kann. Deshalb und das ist sehr subjektiv, denn an Stil und Sprache kann es nicht liegen, war es für mich nicht nur ein Vergnügen. Vielleicht ist gerade das auch die Stärke des Buches. Darüber werde ich noch ein bisschen nachdenken müssen.
Ich muss irgendwie 5 Sterne geben, auch wenn es vielleicht kein perfektes Buch ist. Aber es hat mich nicht losgelassen und ich habe es mit einem Schlag durchgelesen, was ich jahrelang nicht mehr getan habe. Es gibt auch keine richtigen Worte diese Geschichte zu beschreiben, außer dass man sich auf viel leisen Schmerz und Trauer gefasst machen muss...
Emotionales Erbe der Familie aus drei Perspektiven
Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung Wie schon in den vorherigen Romanen befasst sich Axel Schulman in seinem neuen Werk „Endstation Malma“ mit dem emotionalen Erbe der familiären Herkunft. Im Gegensatz zu den anderen Büchern ist der neue Roman nicht autobiographisch geprägt. Dennoch erkennt man Schulmans Handschrift und seine zentralen Themen wie Beziehungen und Emotionen innerhalb der Familie. Im Mittelpunkt stehen Harriet, Oskar und Yana, deren Geschichte miteinander verknüpft ist und in abwechselnden Kapiteln erzählt wird. Die Bahnfahrt nach Malma ist erzählerisch der Dreh- und Angelpunkt. Nach der Scheidung der Eltern wird Harriet von ihrer Schwester getrennt und lebt fortan beim Vater, der aber seiner anderen Tochter den Vorzug gegeben hätte. Harriets Aufwachsen ist geprägt von der emotionalen Distanz ihres Vaters und prägenden Ereignissen – hier eine Schlägerei mit der Schwester, die für diese im Krankenhaus endet, da ein Kaninchen, das Harriet versehentlich tötet. Auch wenn diese als zentrale Momente fungieren sollen, wirken sie zuweilen befremdlich – einerseits bleibt das emotionale Erleben Harriets für die Lesenden unzugänglich, andererseits wirkt es fast schon überzeichnet. Als junge Frau lernt Harriet Oskar kennen, sie gründen eine Familie. Zunehmend wird die Beziehung schwierig, Harriets Verhalten ist immer wieder Anlass für Streit. Es bleibt offen, weshalb Harriet so agiert. Aus psychologischer Sicht kann man eine bipolare Störung vermuten, auch in ihrem Bindungsverhalten könnte man Harriet eine Störung attestieren. Erzählerisch bleibt die Schilderung des emotionalen Erlebens Harriets auf Distanz und hält dem Vergleich mit den beiden Vorgängerromane nicht ganz stand. Das Erzählen auf drei Zeitebene aus personaler Perspektive – Harriet, Oskar und Yana – erzeugt eine hohe Spannung, die im Ankommen in Malma kulminiert und dort bedeutungsaufgeladen aufgelöst wird. Strukturell nähert sich der Roman damit fast einem Film an und man mag sich eine Verfilmung dieses Werkes sehr gut vorstellen. Trotz mancher Einwände empfehle ich „Endstation Malma“ als Roman, der gut und spannend zu unterhalten weiß. Danke für das Rezensionsexemplar an DTV und VORABLESEN.
Ein Zug fährt durch den schwedischen Sommer, an Bord einmal ein Ehepaar, dann ein Vater mit seiner Tochter und schließlich eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte. Sie alle gehören einer unterschiedlichen Generation an, sind aber miteinander verbunden. Ich mag alles an diesem Buch - die Erzählgeschwindigkeit, die durch die Zugfahrt bestimmt wird sowie die bewegende Geschichte. Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsautoren!
Auf den Gleisen der Erinnerung reisen Lesende mit Harriet, Oskar und Yana nach Malma Station. In unterschiedlichen Rückblenden und Introspektiven tut sich ein komplexes, transgenerationelles Familiengeflecht auf, in dem sich die Vergangenheit zugleich diffus und konkret auf Kinder auswirkt. Der Roman schärft mit authentischem Stil und klugem Blick auf Familiengeschichten die Perspektive verletzter Kinder, die in ihrer kindlichen Abhängigkeit den unaufgearbeiteten Verletzungen ihrer Eltern einsam ausgeliefert sind. Ein Buch, das in seiner eindringlichen Wahrhaftigkeit tief betroffen macht.
Der Roman entwickelt sich anhand von Zugreisen der Hauptprotagonisten Harriet, Oskar und Yana jeweils von Stockholm zum fiktiven Malma, allerdings sitzen sie nicht zur selben Zeit im Zug, sondern Schulman erzählt die Handlung auf unterschiedlichen Zeitebenen und aus verschiedenen Erzählperspektiven. Auf diese Weise gelingt es ihm eindrücklich zu zeigen, wie die jeweiligen, zum Teil traumatischen Kindheitserfahrungen im Erwachsenenleben fortdauern und zu toxischen Beziehungen, Manipulationen der Partner, aber auch Lieblosigkeit, abweisendem Verhalten und Willkürlichkeit in Bezug auf die Kinder führen bzw als Traumata durch die Generationen weitergegeben werden. Je weiter man im Roman voranliest, umso kürzer die Kapitel und umso höher das Tempo der (tragischen) Ereignisse, man saugt die Handlung förmlich in sich ein. Beeindruckend und lesenswert wie Schulman es schafft, die Verstrickungen von Kindheitserlebnissen und Erwachsenenverhalten geradezu zu filetieren und die große Frage aufzuwerfen, inwieweit die Zukunft von der Vergangenheit bestimmt wird. Ein Lesehighlight!
Einfühlsame Reise durch die Zeit
"Endstation Malma" von Alex Schulman ist ein poetisch und melancholisch geschriebener Roman, der den Leser durch komplexe Zeitsprünge herausfordert. Die tiefgründige Erzählung beleuchtet die Beziehungen und inneren Konflikte der Charaktere eindrucksvoll. Die Themen Familie und Vergangenheitsbewältigung stehen im Vordergrund und regen zum Nachdenken an. Ein bewegendes Buch, das lange nachwirkt.
Gutes Buch, falscher Zeitpunkt
Das Buch hat mich leider nicht ganz so abgeholt wie "Die Überlebenden", das ich richtig stark fand. Mir war gerade nicht so nach dem Thema Familienkonflikte/Eltern - und Eltern-Kind Beziehungen. Das alles hat mich zu sehr deprimiert. Aber trotzdem erkenne ich ein gutes Buch und kann es weiterempfehlen.
Mein zweites Buch von Alex Schulman
Und ich erkenne ein Muster ☺️ sehr emotionales Buch. Es geht tief in die Kindheit, und ich war total in dem Buch. Habe ab und an geweint und die Ängste, Zweifel und vor allem diese tiefe Verlustangst gefühlt. Und obwohl ich das Ende kommen sah hat es doch tief getroffen.























































