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Romane

Cascadia

3,5(80)
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Über das Buch

Nach dem Bestseller „Das Verschwinden der Erde“ der neue Roman von Julia Phillips – über zwei Schwestern, deren Welt aus den Fugen gerät Auf einer Insel im Nordwesten der USA lebt Sam mit ihrer Schwester Elena und der schwerkranken Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Sam arbeitet auf der Fähre, die die wohlhabenden Urlauber zu ihren Feriendomizilen bringt, während Elena im Golfclub kellnert. Sie beide träumen von einem besseren Leben, davon, woanders neu anzufangen. Dann, eines Nachts, erblickt Sam einen Bären, der durch die dunklen Gewässer vor der Küste schwimmt. Noch kann sie nicht ahnen, dass das wilde Tier die Welt der beiden Schwestern aus den Angeln heben und ihren lang gehegten Traum in Gefahr bringen wird.

Editionen (3)

ISBN9783446281882
Verlaghanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum22.07.24
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

80 Bewertungen

32 Rezensionen

3,5

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  • julsico
    julsico

    77 Follower

    3,5

    Bären-Schwestern

    Sam glaubt, dass sie und ihre Schwester Elena nichts trennen kann - Bis ein Bär seinen Blick auf die beiden Schwestern wirft. Beide Frauen sind anfänglich fasziniert von dem wilden Tier, welches eine willkommene Abwechslung zum tristen und harten Alltag bietet, der von Geldsorgen und der Pflege der totkranken Mutter geprägt ist. Doch während sich Sams skeptische und distanzierte Einstellung verhärtet, gibt sich Elena ihrer Faszination scheinbar ungehemmt hin. Julia Phillips bettet die Geschichte in märchenhafte Anspielungen an Schneeweißchen und Rosenrot und eine sonst schlichte aber tragende Sprache. Beide Schwestern waren für mich nicht unbedingt Sympathieträgerinnen - Insbesondere Sams Hin- und Hergerissenheit zwischen Vernunft und Liebe zu Elena wirkten aber durchaus differenziert und glaubhaft. Gefallen hat mir außerdem die (für mich) neue Perspektive des Romans, der sich auf die Begegnung mit Wildtieren wie dem Bären bezieht. So etwas hat tatsächlich automatisch etwas Fesselndes und Märchenhaftes an sich - diese Bezüge hätte ich mir fast noch intensiver oder eindeutiger gewünscht. Phillips erster Roman hatte meiner Meinung nach viele Schwächen - dieser Text hat mich deutlich mehr begeistert.

    28. Sept. 2024

  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    4,0

    Cascadia ist mein erstes Buch der Autorin. Der Originaltitel „Bear“ weist bereits daraufhin hin, dass ein Bär im Mittelpunkt der Geschichte steht. Sam (28) und Elena (30) leben seit ihrer Geburt mit ihrer alleinerziehenden Mutter auf der San Juan Island. Die Mutter ist schwer krank und wird von ihren Töchtern gepflegt. Nur wegen ihr bleiben die beiden in dem kleinen, ärmlichen Häuschen auf der Insel, ihr Traum ist es, woanders ein neues Leben anzufangen. Sam arbeitet auf der Fähre im Bistro und Elena im Golfclub. Während der Pandemie hatte nur Elena Geld verdienen können. Die medizinische Behandlung und die Medikamente für die Mutter verschlingen unheimlich viel Geld. Eines Tages entdecken sie vor ihrem Haus einen Bären. Kurz davor hatte Sam gesehen, wie er an der Fähre entlang zur Insel geschwommen ist. Die beiden Schwestern reagieren völlig unterschiedlich – Sam bekommt Panik und ängstigt sich zu Tode, während Elena von dem wilden Tier fasziniert ist und seine Nähe sucht. S. 107: „Sie hatte die ganze Woche daran gedacht, wie es gewesen war, ihm im Wald zu begegnen. Sein massiger Körper zwischen den Bäumen. Sein Blick. Sie hatte jeden Blutstropfen im Körper gespürt, als er sie ansah. … Sie hatte sich lebendig gefühlt – als wären der Bär und sie die einzigen Lebewesen auf der Welt.“ Sam setzt sich mit der Washingtoner Jagd- und Fischereibehörde in Verbindung und lässt sich über das richtige Verhalten im Umgang mit Bären beraten. Elena hingegen sucht nach dem Bären und lockt ihn mit Nahrungsmitteln an. In Madeline von der Jagdbehörde und ihrem Nachbarn Danny findet Sam Verbündete in ihrem Vorgehen gegen den Bären. Der Bär löst die erste heftige Auseinandersetzung zwischen den Schwestern in ihrem bis dahin sehr harmonischen Zusammenleben aus. Elena war für Sam immer ein Vorbild und bisher hatte Sam immer alles so gemacht, wie Elena es wollte. Die Darstellung der konträren Verhaltensweisen der beiden Schwestern gegenüber dem Bären fand ich faszinierend. Unfassbar, welche Lawine der Bär mit seinem Auftauchen ausgelöst hatte. Geheimnisse kamen ans Licht, die dazu führten, dass Sams Träume, genauso wie die innige schwesterliche Beziehung, zerplatzt sind. Das Ende hat mich sehr überrascht, damit habe ich nicht gerechnet. Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr. Aufgrund der im Buch vorherrschenden deprimierenden Atmosphäre ziehe ich einen Stern ab. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, und ich empfehle es gern weiter.

    13. Aug. 2024

  • readingjane
    readingjane

    380 Follower

    3,5

    Die Schwestern Sam und Elena leben auf einer Insel im Nordwesten der USA und können mit ihren einfachen Jobs kaum die Behandlung ihrer kranken Mutter bezahlen. Sie träumen davon, die Insel zu verlassen. Dann taucht eines Tages ein großer Bär vor ihrer Haustür auf. Die Schwestern reagieren sehr unterschiedlich. Elena ist fasziniert von dem wilden Tier, das ihren tristen Alltag bereichert. Während Sam den Bären nicht schnell genug los haben kann, denn er drängt sich zwischen sie und ihre große Schwester, der sie immer nachgeeifert hat. Sam hat immer geglaubt, dass nichts ihre innige Beziehung zu ihrer Schwester erschüttern kann und in dem Glauben war auch ich als Leserin. Doch dann stellt man fest, dass auch diese Beziehung aus tief sitzenden Mustern besteht, die der veränderten Situation nicht standhalten. Weil die beiden sonst kaum einen Halt haben, eskaliert die Situation schnell. Das Buch hatte seine strahlenden Momente und es ist wieder sehr schön geschrieben, doch genau wie bei Julia Phillips Debüt bleibt bei mir am Ende das Gefühl, dass es irgendwie zu dünn und nicht ganz stimmig ist.

    24. Juli 2024

3 von 32 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Julia Phillips

Julia Phillips, geboren 1988, lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York. Ihr gefeiertes Debüt Das Verschwinden der Erde (2021) war ein SPIEGEL-Bestseller. Die Autorin schreibt u.a. für die New York Times, The Atlantic und The Paris Review und unterrichtet am Randolph College.

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