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Berlin Alexanderplatz

3.3(95)
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About the book

Ein Klassiker der literarischen Moderne

›Berlin Alexanderplatz‹ gehört neben dem ›Ulysses‹ von James Joyce und ›Manhattan Transfer‹ von John Dos Passos zu den bedeutendsten Großstadtromanen der Weltliteratur. Erstmals 1929 im S. Fischer Verlag erschienen, erzählt der Roman die bewegende Geschichte des Franz Biberkopf, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in einen Strudel aus Verrat und Verbrechen gerät. Darüber hinaus aber erzählt der Roman auch vom Berlin der zwanziger Jahre und findet zum ersten Mal in der deutschen Literatur eine eigene, ganz neue Sprache für das Tempo der Stadt.

Mit einem Nachwort von Moritz Baßler und Melanie Horn

Editions (18)

ISBN9783596904587
PublisherFISCHER Taschenbuch
Publication Date01/17/13
Pages560

Reviews & Ratings

95 ratings

18 reviews

3.3

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  • momofbooksandcats
    momofbooksandcats

    53 Followers

    3.0

    Ein Traum für Germanist:Innen, die Geschichte an sich ist eher zweitrangig. Definitiv nichts für Leseanfänger

    Franz Biberkopf wird aus der Haft entlassen und versucht ein anständiges Leben zu führen. Doch das Leben in Berlin hat andere Pläne für ihn. Und so gerät er doch wieder in die Abwärtsspirale aus Verbrechen und Intrigen. „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin ist keine leichte Lektüre. Die unterschiedlichen Schreibstile, die nahtlos in einander übergehen, sollen die Vielfältigkeit und Komplexität der Großstadt Berlins widerspiegeln. Das macht das Buch durchaus interessant, kann für ungeübte Leser jedoch verwirrend sein, oder das Buch sogar fast unleserlich machen. Doch für alle, die ein Interesse an Sprache haben, ist dieser Klassiker ein Muss.

    Jul 31, 2025

  • ribrob99
    ribrob99

    89 Followers

    3.5

    Wirres Durcheinander mit Sinn und Verstand.

    Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich an die undurchsichtigen und wirren Dialoge, sowie die wechselnden Situationen gewöhnt habe. Franz Bieberkopf möchte ein besserer Mensch werden und dient dabei dem Leser als Modell für alles was dadurch geschehen kann. Nur etwas für hartnäckige Leser mit Geduld für eine lange Geschichte :)

    Mar 25, 2025

  • buchstabe
    buchstabe

    23 Followers

    3.0

    Anstrengender Lesestoff mit Einblicken in eine Welt von vor hundert Jahren - nicht für jeden etwas

    Man muss sich im Klaren sein, dass man, wenn man dieses Buch zur Hand nimmt, einen Roman seiner Zeit liest - mit Abgründen, Andersartigkeiten, Abstoßendem. Sprachlich bewegt man sich im ersten Drittel meines Erachtens nach in einer Versuchsanordnung, welche noch überarbeitet hätte werden sollen. Dabei geht es mir nicht um die Vermischung von Gedankenströmen, Schilderungen, Dialog, Erzählerkommentar und klassischem Erzählen. Es fehlt an dem „Stich“, welche die Sprache ab der Hälfte entwickelt und mit welcher sie der Leserschaft zusetzt. Auch die Figurenentwicklung sowie der Plot scheinen sich noch in der Phase der Ideensammlung zu bewegen. Steht die Figurenkonstellation wird diese - auch sprachlich - auf- und ausgebaut. Einige Figuren, Ideen und Aspekte des Berlins der späten 1920er fallen schließlich hintenüber. Schade, eigentlich. Das Berlin im Jahre 1928 ist eine getriebene Welt mit getriebenen Menschen in einer getriebenen Lebenslage. 10 Jahre nach dem Großen Krieg, wie die Zeitgenossen den Ersten Weltkrieg nannten, in einer sich spiralförmig nach oben rasenden Wirtschafts- und Forschungslage, da begegnen wir Franz Biberkopf, frisch entlassen aus dem Gefängnis nach einer Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er will anständig bleiben und sucht seinen Weg, mit allen Päckchen und Widrigkeiten. Einfache Menschen, Prekariat würde man wohl heute sagen, schlagen sich durch - kriminell, kleinkriminell, nicht kriminell. Die Sprache ist einfach, die Umgangsformen roh. Gewalt ist an der Tagesordnung. Alkohol und Drogen sind Alltag. Prostitution und Hehlerei gehören ebenso zu dieser Welt wie Freundschaft und kleine Freuden. Radikalisierung rechts und links, Antisemitismus, Nationalismus, Frauenfeindlichkeit - alles Dinge dieser Zeit (und bis heute vorhanden). Nach weiteren Schicksalsschlägen bleibt Franz als Invalide fast auf der Strecke. Um ihn und mit ihm sind Eva, Herbert und Mieze. Sie helfen ihm, wollen ihn schützen. Reinhold, ein schmieriger Geselle, stellt das Ruder der Geschichte dar. Mehr werde ich zum Plot nicht schreiben. Warum ich nur 3 Sterne gebe? Der Mangel an Überarbeitung stört mich immens. Ich war nahe dran, dass Buch nach 150 Seiten abzubrechen. Die chaotische Sprache, das Hin und Her usw. können zwar sinnbildlich für diese Zeit in Berlin stehen, doch dies gelingt erst nach dem ersten Drittel. Außerdem fehlen mir wichtige Aspekte des damalige Lebens, welche anfangs angerissen und dann fallengelassen werden. So die Konflikte zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, der Antisemitismus, die rasante Modernisierung des Lebens. Alles im Ansatz da und dann vergessen. Auch das Ende enttäuscht mich, da es nicht zur eigentlichen Geschichte passt. Es wirkt fast so, als ob der Autor vor den letzten Konsequenzen zurückgeschreckt ist. Es ist ein wichtiges Buch, das sehr herausfordernd ist. Ich kann es nur geübten Lesern und Leserinnen empfehlen. Mit „Babylon Berlin“ oder ähnlichem hat dieses Buch nichts gemein außer der Stadt.

    Nov 3, 2024

3 of 18 reviews

Author

About Alfred Döblin

Alfred Döblin, 1878 in Stettin geboren, arbeitete zunächst als Assistenzarzt und eröffnete 1911 in Berlin eine eigene Praxis. Döblins erster großer Roman erschien im Jahr 1915/16 bei S. Fischer. Sein größter Erfolg war der 1929 ebenfalls bei S. Fischer publizierte Roman ›Berlin Alexanderplatz‹. 1933 emigrierte Döblin nach Frankreich und schließlich in die USA. Nach 1945 lebte er zunächst wieder in Deutschland, zog dann aber 1953 mit seiner Familie nach Paris. Alfred Döblin starb am 26. Juni 1957.

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