Der Steppenwolf

Der Steppenwolf

Softcover
3.9710
Hr2-HörbuchbestenlisteSelbstmordZerrissenheitVergänglichkeit

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Description

»Harry Haller ist in das kulturlose und unmenschliche Inferno unserer prunkenden und lärmenden Gegenwart vorgedrungen und steht mit seinem Begriff von Menschenwert… einsam außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. Seine Sehnsucht kennt eine unerreichbare Wirklichkeit: seine Verzweiflung treibt ihn zuweilen in die erreichbare andere zurück. Lust und Enttäuschung ihres Daseins führen in seinem Herzen und Hirn einen Kampf, an dem die Zivilisation Europas mit ihrem ganzen Bestände und Befunde teilnimmt.« Oskar Loerke

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
277
Price
11.40 €

Author Description

Hermann Hesse, geboren am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Characteristics

3 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
55%
19%
6%
10%
44%
13%
47%
94%
76%
33%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
77%
83%
87%
97%

Pace

Fast0%
Slow33%
Moderate67%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex67%
Moderate33%
Poetisch (100%)Außergewöhnlich (33%)

Posts

89
All
4.5

Anders als Siddhartha aber keineswegs schlechter

Ich muss sagen, ich bin von dem Buch mehr als nur angenehm überrascht. Deswegen gebe ich ihm auch dieselbe Bewertung, wie ich sie Siddhartha gegeben habe. Ich war natürlich voreingenommen und skeptisch, ob es mich genauso packt, wie es Siddhartha getan hat. Aber ich muss sagen: ja, im vollen Umfang. Ja, die Sprachkultur ist eine andere. Auch wenn beides natürlich in Prosa geschrieben ist, habe ich bei Siddhartha immer das Gefühl gehabt, ich lese eine leichte Dichtung. Das ist beim Steppenwolf nicht der Fall gewesen – und zuweilen habe ich sogar gedacht, ich treffe hier auch ein wenig auf Haruki Murakami, weil im Steppenwolf sehr vieles magisch und symbolisch erscheint. Schließlich kommt auch das „Magische Theater“ im Buch vor: ein in sich gespaltener Mann mittleren Alters, der lernt, das Leben zu lieben, und einen symbolischen Mord begeht. Auch Wolfgang Amadeus Mozart taucht auf, wenn auch nur symbolisch und nicht in realer Person. Das Buch fasst so viele Facetten auf so wenigen Seiten einfach wunderbar zusammen. Für mich steht der Steppenwolf Siddhartha in nichts nach und kann sowohl als Roman als auch als psychologischer Bericht wahrgenommen werden. Zumindest ist das meine Meinung, denn wir erleben einen Hauptprotagonisten, der in sich selbst zerrissen scheint, und allerlei Facetten, die dies zutage bringt, werden in diesem Buch hervorgehoben. Ich muss sagen, ich habe jetzt zwei Werke von Hermann Hesse gelesen. Mir gefallen seine Methodik, sein Schreibstil und seine Themenwahl so sehr, dass ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit noch mehr von ihm aneignen werde. Das ist ein wertvoller Teil deutschsprachiger Literatur.

4.5

⭐️ 4,5 Sterne – Eindringlich, tiefgründig und überraschend zugänglich

Entgegen vieler Meinungen fand ich Hesses Schreibstil erstaunlich angenehm zu lesen. Klar, Der Steppenwolf ist keine leichte Lektüre – aber ich hatte schon deutlich mehr Schwierigkeiten mit anderen Autoren klassischer Literatur. Insgesamt fand ich den Stil gut verständlich, solange man konzentriert bleibt. Wie bei vielen Klassikern gilt: Man sollte mit dem Kopf dabei sein, damit man wirklich alles mitnehmen kann. Abschweifen ist hier nicht drin. 😉 Inhaltlich war ich zu Beginn eher skeptisch. Ich hatte die Befürchtung, dass das Buch eher zäh und wenig einprägsam sein könnte – doch das hat sich schnell geändert. Nach dem etwas sperrigen Anfang entfaltet sich eine unglaublich eindrucksvolle Geschichte über die Zerrissenheit der menschlichen Persönlichkeit, die Suche nach Sinn und die Kunst, das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Gerade diese Mischung aus Ernst und Leichtigkeit hat mich beeindruckt. Die Botschaft, dass man auch in schwierigen Phasen seines Lebens noch etwas verändern kann – ja sogar muss –, hat bei mir auf jeden Fall nachgewirkt. Warum keine vollen 5 Sterne? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht fehlte mir am Ende der emotionale letzte Funke oder ein Moment, der mich vollkommen umgehauen hätte. Trotzdem ist es ein Buch, das bleibt – und das ich definitiv weiterempfehlen würde.

5

Zur Abwechslung mal ein Klassiker und es hat sich gelohnt.

Der Roman feiert bald seinen 100. Geburtstag und es spricht für ihn, dass er noch heute viel gelesen wird und eine hohe Aktualität aufweist. Das liegt insbesondere daran, dass wohl jeder Mensch die Gedankenwelt und das Leid des Protagonisten Harry Hallers nachempfinden kann. Der eine mehr, der andere weniger. Auch sprachlich ließ sich der Roman flüssiger und einfacher lesen als ich es erwartet habe.

4

Der Steppenwolf begleitet Harry Haller, der sich immer weiter von der Gesellschaft entfernt und dabei in eine ziemlich tiefe Einsamkeit rutscht. Er ist ständig auf der Suche nach etwas „Mehr“ im Leben, findet aber keinen richtigen Platz für sich und gerät dadurch in eine sehr dunkle Abwärtsspirale. Ich denke, jeder, der sich schon mal als Außenseiter gefühlt hat oder einen Tiefpunkt im Leben erlebt hat, kann Harry Hallers Gedanken bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen -vermutlich für manche mehr, für andere weniger. Überrascht hat mich vor allem, wie modern der Roman trotz seines Alters wirkt. Die Themen: alternative Beziehungen, psychische Belastungen, die Frage nach Sinn und Zugehörigkeit -fühlen sich erstaunlich zeitlos an. Vieles davon konnte ich persönlich gut nachempfinden. Insgesamt hat mich Der Steppenwolf wirklich positiv überrascht. Trotz der düsteren Stimmung steckt auch Hoffnung darin, und es gibt viele Momente, aus denen man etwas für sich mitnehmen kann. Für mich auf jeden Fall eine lohnende Lektüre. Ich habe mir einige Stellen markiert und würde das Buch irgendwann gerne noch einmal lesen.

3.5

Schullektüre, aber überraschend interessant

Das Buch habe ich für die Schule lesen müssen und hatte erst gar keine Lust darauf, aber es hat mir überraschend ganz gut gefallen. Normalerweise schreibe ich dazu auch keine Rezensionen, aber hierzu wollte ich mal kurz meine Gedanken aufschreiben. Es geht um einen älteren Mann, der sich nirgendwo zugehörig fühlt und mit der modernen Zeit nichts anfangen kann. Öfter hat er schon überlegt, sich das Leben zu nehmen und hat starke depressive Phasen, aber zwischendurch auch immer wieder Glücksmomente. Ich konnte teilweise sehr mit ihm mitfühlen und fand dieses Gefühl des Verloren Seins echt schön beschrieben. Der Schreibstil war sehr poetisch, mit vielen Metaphern und irgendwie konnte mich die Geschichte packen. Natürlich ist es etwas ganz anderes als das, was ich sonst so lese, aber eine echt interessante Abwechslung. Das Ende hat mich etwas irritiert, aber habe auch eine Idee was der Autor damit ausdrücken möchte. Gestört hat mich der Sexismus, Frauen werden teilweise objektifiziert und einige Szenen waren echt unangenehm zu lesen wenn man bedenkt, dass es aus der Sicht eines alten Mannes geschrieben ist. Aber dennoch konnte es mich zum Nachdenken anregen und ich bin gespannt, was wir dazu im Unterricht machen werden.

4

„Sind denn Ideale zum Erreichen da? Leben wir denn, wir Menschen, um den Tod abzuschaffen? Nein, wir leben, um ihn zu fürchten und dann wieder zu lieben, und gerade seinetwegen glüht das bißchen Leben manchmal eine Stunde lang so schön.“ Hermann Hesse schafft es das Leben und vor allem die komplexe und verworrene Gedankenwelt von Harry sehr anschaulich darzustellen. Man hat gerade hierdurch das Gefühl selbst diese Psychosen mit zu erleben. Häufig kam bei mir die Frage auf: „bildet er sich das eigentlich alles nur ein?“ oder „gibt es diese Menschen wirklich in seinem Leben?“ Besonders interessant finde ich, dass seine Diagnose, die Schizophrenie, nur ein einziges Mal erwähnt wurde. Der Leser ist komplett in der Betrachtung von Harry Haller. Es wird weder erwähnt wie die Realität ohne der Schizophrenie aussieht noch kann man irgendetwas erahnen. Genau deshalb wirkt das Werk so verwirrend, befremdlich und ungeklärt. Da Hermann Hesse genau das wollte, bin ich einfach nur begeistert. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Der Spannungsbogen ist allerdings ziemlich wechselhaft. Zwischenzeitlich gab es Seiten, die ganz schön zäh waren und sich in die Länge gezogen haben. Alles in allem ein gelungenes Werk und selbstverständlich ein Klassiker.

3.5

Mein erster Hermann Hesse. Dies war nicht ganz so einfach zu lesen, aber werde es nach geraumer Zeit wieder tun & auch weitere Bücher des Autoren lesen.

5

Hesses Steppenwolf ist anders

Der Steppenwolf fängt sehr gut an. Ich habe im Laufe der Jahre den Anfang immer mal wieder gelesen. Dann habe ich das ganze Buch rereaded. Ich finde den Erzählton ausgereifter als in seinen anderen Romanen Deutlich ist hier der magische Realismus. Das Tor in der Mauer, das vorher nicht da war... Nicht vergleichbar mit dem Glasperlenspiel, dass ist auch etwas ganz besonderes und ich habe es nur bis zur Hälfte geschafft.

3

Stellenweise sehr philosophisch-klug und politisch mit meiner Einstellung überlappend, aber insgesamt hat es sich sehr gezogen und konnte mich leider nicht so überzeugen. Vor allem das Ende war mir zu drüber, auch wenn es an sich zur Story passte. Aber ich mochte es trotzdem nicht. Was mir dagegen gefiel: Die langen, verschachtelten Sätze und die Möglichkeiten, die die deutsche Sprache bietet.

4

Pflichtlektüre. Trotzdem recht zäh zwischendurch. Es hinterlässt doch recht viele Fragen am Ende, die jedoch zum nachdenken anregen.

3.5

Es fällt mir schwer, dieses Buch zu bewerten. Es wird sicher stets aus meiner bisher gelesenen Lektüre herausstechen und weiter nachklingen. Auch finde ich es beachtlich, auf wie vielen Ebenen Themen aus dem Bereich „mentale Gesundheit“ direkt und indirekt zum klingen kommen (Depression, Psychoanalyse, Psychose,…), gerade auch vor dem historischen Kontext. Phasenweise hat das Werk mich gefesselt, dann ähnelte es wiederum seitenweise einem nebulösen Rausch oder Trip und ließ mich dann mit vielen Fragezeichen zurück. Ich bin froh, dass ich dabei geblieben bin , nicht aufgegeben habe und bin gespannt, wie das Gelesene in der nächsten Zeit noch nachklingen wird und welches Gesamtbild dann entstehen wird.

4

Der Anfang war anstrengend und der Prota gerade zu Beginn sehr schwierig. Ab der Hälfte wurde die Geschichte schließlich richtig gut und immer besser.

Nachdem ich Siddharta so toll fand, war ich gespannt was der Steppenwolf für mich bereit hielt. Der Anfang war schwer. Zu viel äußere Wahrnehmung, die sich mir erst viel später erschloss und eine so langgezogene Selbstportraitierung des Protagonisten, die mir auch jetzt noch zu viel ist. Ich hab’s nach 5 Seiten kapiert, danke! Kein Grund es auf gefühlt 50Seiten aufzublähen! Der Rest war spannend, wurde immer interessanter und auch ziemlich gut verständlich. Ich konnte viele Stimmungen gut nachvollziehen und war auch manchmal beeindruckt von der Toleranz und Weltgewandtheit des Protas. Das Ende war wild. Damit hätte ich nicht gerechnet. Es beschäftigt mich noch immer sehr, obwohl das Buch seit einem Monat auf meinem Rezensions-Stapel liegt. Ich habe Redebedarf! Hat jemand das Buch gelesen? Da ist eine Szene, die raubt mir den letzten Nerv und ich muss sie zwanghaft analysieren. Literaturwissenschaftler? Deutschlehrer? Anyone? Ich brauche Hilfe!

Der Anfang war anstrengend und der Prota gerade zu Beginn sehr schwierig. Ab der Hälfte wurde die Geschichte schließlich richtig gut und immer besser.
5

Wow!

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist einfach Wahnsinn, ein absolutes Meisterwerk!

3

Die erste Hälfte war zäh, teilweise hat mich der Protagonist etwas genervt. Die zweite war besser. Hinsichtlich Beziehungsformen, Sexualität und Pazifismus ein sehr moderner Text.

3.5

Interessant!

Ist echt philosophisch unb deshalb zum Teil echt schwer zu lesen. Das magische Theater ist aber ein so spannendes Konzept gewesen, hat mich ein bisschen an die Motternachtsbibliothek von Matt Haig erinnert.

Interessant!
3

Ich hatte meine Schwierigkeiten…

Auf jeden Fall ein Buch, welches volle Leseaufmerksamkeit brauch! Harry Hallers Welt der Schizophrenie und Depression…in einer Welt, die seinen geistigen Ansprüchen nicht gerecht wird, zum Teil völlig nachvollziehbar . Ein Buch welches doch so alt ist und dennoch, in die heutige Zeit passt!

5

Zutiefst verstanden im Selbstverständnis. Wie kann dieser Autor noch mehr in mir lesen, während ich in ihn lese? Einfach nur gut zu wissen, dass es mehr von uns gibt, einsame Steppenwölfe.

5

Schon seit Jahren begleitet mich der Steppenwolf durch mein Leben und sei es auch nur, dass er durch meine Gedanken streift. Aber Hesses Werk hatte grossen Einfluss auf meine Selbstwahrnehmung als ich noch ein Teenager war. Wusste ich doch nun, dass ich auch ein Steppenwolf bin und dass ich damit nicht alleine bin. Als mir das Buch vor Kurzem im offenen Bücherschrank unserer Bibliothek in die Hände fiel, sah ich dies als Zeichen. War ich doch in einer ähnlichen Situation wie damals, vor über 20 Jahren. Auch jetzt musste ich mich wieder selbst finden und genau in dem Moment taucht er wieder auf, der Steppenwolf. Erneut hat mich die Lektüre mitgerissen und wieder bin ich die Seele des Steppenwolfs eingetaucht. Wieder habe ich mich in ihm gefunden. Doch überraschenderweise war es dieses Mal Hermine, die mich stark beeindruckt hat. Diese Figur ist mir beim ersten Lesen irgendwie entgangen. Vielleicht brauchte ich sie damals noch nicht, aber dieses Mal war es Hermine, die mir den Weg wies. Den Weg raus aus der Einsamkeit der Steppe, hin zu meinem wahren Ich. Ein Ich das sich stets entwickelt, wie wir auch im Buch erfahren. Aber dennoch Ich. Es ist erstaunlich, wie manche Bücher genau dann auftauchen, wenn mensch sie braucht. Als hätten sie ein Gespür dafür. Dass sich der Steppenwolf in meinen Leseplan schleicht, wenn ich ihn brauche, überrascht nicht. Das ist der Sinn des Wolfes. Er weiss, wann und wo er gebraucht wird.

4.5

Es lohnt sich

Nach einem eher mauen Start beginnt es ab Seite 100 einen wirklich zu packen und mit der Seitenzahl spitzt sich auch die Handlung zu, bis es zu einem Schluss der Ekstase und des Höhepunktes kommt. Offen sein, durchbeißen und danach liest es sich von allein :)

5

My favorite book #3

For Madman Only

4

Leid, Verwirrung und Buße

Ein Einblick in das zerstörerische Leben eines Steppenwolfes. Das Buch garantiert Schmerz, Verwirrung und animiert sich selbst zu bessern.

4

Was mich immer wieder fasziniert: Dass man sich in einem dünnen Buch, das vor 100 Jahren von einem mittelalten Mann geschrieben wurde, so wiederfinden kann. Hesses Schreibstil fand ich mal wieder treffend und schön, wenn auch teilweise etwas kitschig - aber für einen Klassiker auf jeden Fall leicht zu lesen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass ein paar Aussagen vorkommen, die man heute zum Glück so nicht mehr machen würde.

2.5

Ein Klassiker der an Aktualität nicht eingebüßt hat. Zum Ende hin hat mich die Geschichte aber „verloren“ und hatte ihre Längen.

5

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt…

Hesses Schreibstil ist sehr ausschweifend, mit teils langen, verschachtelten Sätzen, was dem Leseerlebnis aber eher zuträglich als nachträglich ist, da es anregt über das Gelesene nachzudenken. Es stecken viele Lebensweisheiten im Steppenwolf, Verweise auf den Sinn des Lebens, der Suche nach dem Glück, all das nicht ohne eine gewisse Melancholie. Ich konnte viel mitnehmen aus dem Buch und es hat für mich Potenzial zu einem All-Time-Favorite 🤩

4.5

Wie viel Mitleid ich am Anfang mit Harry hatte, dann mit der ganzen Welt, dann nicht mehr, denn: Humor ist die Lösung. Großartiges Buch zum Nachdenken, 100 Jahre alt und doch so aktuell. Ich würde das Buch weiterempfehlen!

Wie viel Mitleid ich am Anfang mit Harry hatte, dann mit der ganzen Welt, dann nicht mehr, denn: Humor ist die Lösung.
Großartiges Buch zum Nachdenken, 100 Jahre alt und doch so aktuell.
Ich würde das Buch weiterempfehlen!
3

Mal was anderes

Das Buch wurde mir geschenkt und ich wollte es lesen, weil die Person wahrscheinlich mit mir drüber reden möchte. Ich glaube ich bin zu jung für dieses Buch. Das hätte ich niemals angefangen zu lesen, weil es einfach nicht das ist was ich gerne lese. Es war trotzdem besser als ich erwartet habe.

5

Der Steppenwolf: Ist gar kein Wolf der seine Stepptanzkarriere verfolgt…

Der Hermy hat es wieder mal geschafft. Während dem Lesen dachte ich, ich hätte ausversehen LSD genommen. Trotzdem war es der beste Trip meines Lebens. Harry Haller ist zwar ein kleiner Emo, trotzdem ist seine Zerrissenheit nachempfindbar. »Ich war nicht mehr ich, meine Persönlichkeit war aufgelöst im Festrausch wie Salz im Wasser.« (der war doch am balls trippen)

5

Dieses Buch sollte jeder in jungen Jahren gelesen haben

3

Anfangs fiel es mir extrem schwer in das Buch zu kommen und hat gerade sprachlich viel Konzentration erfordert. Literarisch hat dieses Buch sich eine Berechtigung und hat einen sehr psychologischen Grundton. Nichts desto trotz glaube ich, dass es heutzutage Bücher gibt, die die Thematik ebenfalls aufgreifen und die weniger sprachliches Unbehagen auslösen.

2

Schreibstil sehr anstrengend, hat mir nicht gefallen. Muss es eventuell nochmal lesen in einem anderen mindset

5

Tolles Buch! Sehr lyrisch geschrieben. Fand es liest sich gut :)

3.5

Buch 2 meines Klassiker-Jahres: Gar nicht schlecht!

Das Buch ist super schwierig zu bewerten. Der Anfang hat mich irgendwie gleich gecatcht, ich finde diese Außenbetrachtung auf Harry Haller richtig interessant und auch etwas anderes, einen Protagonisten erst so kennenzulernen. Ich wurde super neugierig auf ihn. Dann der Mittelteil und der Traktat des Steppenwolfs... 20 Seiten, durch die ich mich gezwungen habe: Ich wollte Handlung und keine theoretische Abhandlung. Die Handlung kam dann danach und die fand ich wieder echt interessant und ziemlich abgedreht. Ich mochte das Thema Identität und die immer mitlaufende Frage "Wer bin ich?".

2.5

Anspruchsvoll & verwirrt geschrieben.

Ich fand es schwer das Buch zu verstehen und habe daher das Hörbuch nebenbei gehört und mitgelesen. Die Geschichte ist sehr im Wirrwarr geschrieben, aber im Grunde nicht schlecht.

Anspruchsvoll & verwirrt geschrieben.
5

Der Steppenwolf ist die Selbstsabotage des Anfangs – die Verneinung, die Tragödie zur Komödie zu formen – die romantische Sehnsucht nach der Ewigkeit, in der Zeit, durch die Erfahrung der Ewigkeit in den Raum zurückverwandelt wird, was eine Rückkehr zur Unschuld und eine transzendente Erfahrung bedeutet. Der Steppenwolf ist ein Buch der Angst – Angst vor der Verantwortung der Freiheit – Angst vor den Konsequenzen der Freiheit, einem leeren Zentrum, führerlos, mit der endlosen Natur des Begehrens und Mangels konfrontiert. Haller liebt den „Duft von Ordnung und Sauberheit“ – eine Melancholie nach etwas Verlorenem. Seine Zerrissenheit, Heimatlosigkeit und die Möglichkeit zu Heilung, werden im Traktat über den Idealismus ausgebreitet: „Wir sehen, daß er sowohl nach dem Heiligen wie nach dem Wüstling hin starke Antriebe in sich hat, jedoch aus irgendeiner Schwächung oder Trägheit heraus den Schwung in den freien wilden Weltraum nicht nehmen konnte und an das schwere mütterliche Gestirn des Bürgertums gebannt bleibt. Dies ist seine Lage im Raum der Welt, dies seine Gebundenheit.“ „Zurück führt überhaupt kein Weg, nicht zum Wolf, noch zum Kinde. Am Anfang der Dinge ist nicht Unschuld und Einfalt; alles Erschaffene, auch das scheinbar Einfachste, ist schon schuldig, ist schon vielspältig, ist in den schmutzigen Strom des Werdens geworfen und kann nie mehr, nie mehr stromaufwärts schwimmen. Der Weg in die Unschuld, ins Unerschaffene, zu Gott führt nicht zurück, sondern vorwärts, nicht zum Wolf oder Kind, sondern immer weiter in die Schuld, immer tiefer in die Menschwerdung hinein.“ Der Strom des Werdens. Was setzt das voraus? Bewegung. Dynamik. Tat. Handlung. Integration. Verflechtungen. Lebensbejahende schöpferische Kraft. Freisetzende Energien. Offenheit. Weite. Wie steht Haller dazu? „heftige Sehnsucht danach zu fühlen, einmal Wirklichkeit mit zu gestalten, einmal ernsthaft und verantwortlich tätig zu sein, statt immer bloß Ästhetik zu treiben und geistiges Kunstgewerbe. Es endete aber immer mit der Resignation, mit der Ergebung ins Verhängnis.“ Statt Selbstbewegung liefert Haller uns eine Fixierung auf seine höheren Werte und geht in die radikale Negativität und Negation. Er stellt vereinfachte dichotome Strukturen auf. Und fechtet einen Konflikt zwischen rationalem Verstand und emotionaler, intuitiver Erfahrung aus. Hesse lässt ihn vor Wände und in Sackgassen laufen. Er weigert sich, sich mit seinem Begehren und Mangel auseinanderzusetzen. Er wird gefragt „Was begehrst du?“ „Zu büßen“. Er genießt seine Wunde. Er will nicht geheilt werden. Was genießt er noch? Zu gehorchen.Wie? Aber nicht doch. Das kritisiert er doch die ganze Zeit? „Sie [Hermine] bestellte ein belegtes Brot und befahl mir, es zu essen. Sie schenkte mir ein und hieß mich einen Schluck trinken, aber nicht zu rasch. Dann lobte sie meine Folgsamkeit. »Du bist brav«, meinte sie ermunternd, »du machst es einem nicht schwer. Wollen wir wetten, daß es lange her ist, seit du zum letztenmal jemandem hast gehorchen müssen?« »Ja, Sie haben die Wette gewonnen. Woher wußten Sie denn das?« »Keine Kunst. Gehorchen ist wie Essen und Trinken- wer es lang entbehrt hat, dem geht nichts darüber. Nicht wahr, du gehorchst mir gern?« »Sehr gern. Sie wissen alles.«“ Mit Hermine, Maria und Pablo geht es raus in die Welt der Lust, des Tanzes, der Triebe. In all das geistlose Zeug, dass der kleine Spießbürger, ach nee sorry, die wilde Bestie Steppenwolf mit Verachtung gestraft hat. Loslassen. Fühlen. Moment! Sinnstiftend? Die Antwort auf Erlösung? Na, „Das Leben hat mir eben nur erlaubt eine Kurtisane mit gutem Geschmack zu werden.“ „Hoffen wir dass andere Zeiten besser waren und wieder besser sein werden, reicher, weiter, tiefer. Aber uns ist damit nicht geholfen.“ „...Musikanten müssen unsere Pflicht erfüllen: das was von den Leuten aktuell begehrt wird. Nur Musik spielen mehr nicht.“ Ja, sehr erfülltes Leben. Egal welche der Dualität wir nehmen, die Leere ist allgegenwärtig. Die Angst ist allgegenwärtig. Jeder tänzelt auf seine Weise über dem Abgrund. In dämonischer Lust, dem Rausch – der Maskenball. Der beliebigen Tanzerei nach Musik die vielleicht gefällt, vielleicht auch nicht. Dem beliebigen Hedonismus, schicke Täschchen, der Krug Wein. Aber aus Freude? Aus Lust am Leben? Nein. Ein sich endlos wiederholendes Aufschieben des Absturzes in etwas formloses, angsteinflößendes anderes. Im magischen Theater dann der Akt der Tötung ein symbolischer Akt der Selbstsabotage, bei dem er versucht, die Quelle seines inneren Schmerzes zu beseitigen. Aber er hat doch nur dem Befehl gehorcht! „ich fordere dass Du meine Forderung ablehnst, denn das ist es nicht". Die Unmöglichkeit, das Objekt des Mangels ist damit schon beseitigt. Das Gesetz damit ebenfalls. Eine Integration aber verfehlt. So Harry, jetzt hasse keine Ausreden mehr. Jetzt gehts um Verantwortung. Die Freiheit. Alles störende zu eliminieren ist es nicht. Der wahre Anfang ist der Übergang von der geschlossenen Rotationsbewegung zum offenen Fortschritt, vom Trieb zum Begehren. Also nochmal die Frage Harry: Was begehrst du? Mozart zu ihm: „Nehmen sie Vernunft an, sie sollen leben und sollen das Lachen lernen“ Seine Antwort darauf ordnet den Text. Er ist eine Möglichkeit der Unmöglichkeit zu begegnen. Manche Menschen brauchen Zeit, solange sie noch in der Zeit gefangen sind und ihren romantischen Sehnsüchten noch etwas nachhängen wollen. Die Unschuld der Angst. Und ein klares Nein. Der Akt der Freiheit im Nichts zu verweilen. Und nochmal von von. Gewährt Haller. Gewährt Hesse. Hesse hat mich ziemlich heftig durch das Buch gescheucht. In der Annahme er würde nun das Werden bearbeiten und in einen dialektischen Prozess eingehen, setzt er mir den festgezurrten Haller vor die Nase. Seine Sprache wirbelt aber im ozeanischen Chaos, verflüssigend, im Bedeutungsüberschuss durch den Text. Die Mächte treten auf sprachlich, stilistischer Ebene gegeneinder an. Das mag an einigen Stellen skurril, plakativ, didaktisch, dümmlich, vereinfacht, aufgesetzt, inkonsitent wirken. An eine philosophische Grundidee braucht man sich nicht klammern. Die fliegt einem direkt um die Ohren. Haller lehnt die Ratio ab. Hesse zwingt dem Leser die Intuition auf. Und was ihm auch gelingt, für den Leser die Komödie aufzuführen. Er gibt sich selbst Preis. Hesse zieht blank. Wenn man davon ausgeht, dass Haller sein alter Ego ist, gibt Hesse ganz klar zu verstehen „ich bin mir im klaren was nötig ist - ich kann (noch) nicht“, „aber hier: ich geb euch alles mit für den Prozess des Werdens. Macht was draus.“ Ich finde das Buch alles andere als perfekt. Er hat mich an den Rand des Wahnsinns mit den bescheuerten Dialogen um Hermine gebracht. Aber dieser Text ist die reine Unruhe des Lebens, Selbstbewegung und eine freudige Herausforderung an meine Art des Denkens.

5

„Ein Mann zwischen Abgrund und Möglichkeit“

Der Steppenwolf von Hermann Hesse hat sich für mich angefühlt wie ein sehr langes, ehrliches Gespräch mit einem Menschen, der an der Welt und an sich selbst zugleich verzweifelt. Harry Haller, dieser „Steppenwolf“, ist zerrissen zwischen bürgerlicher Sicherheit und radikaler Freiheit, zwischen Geist und Körper, zwischen Einsamkeit und der Sehnsucht, dazuzugehören. Das Besondere ist, wie dicht Hesse diese innere Zerrissenheit spürbar macht: in Hallers Aufzeichnungen, in den Begegnungen mit Hermine, Pablo und im „Magischen Theater“, wo er lernt, dass er nicht nur aus zwei Hälften besteht, sondern aus vielen Möglichkeiten. Das Buch ist stellenweise schwer, dunkel und schmerzhaft, aber genau deshalb tröstlich für alle, die sich selbst manchmal „zu empfindlich“ oder „nicht passend“ für diese Welt fühlen. Es sagt: Deine Abgründe machen dich nicht kaputt – sie zeigen dir, wie viel mehr in dir steckt.

5

Atemberaubend

Tja, was soll man zu diesem Meisterwerk sagen. Harry Haller ist einsam, ein Steppenwolf und depressiv. Doch nach einem schrecklichen Tag lernt er die Hermine kennen: Diese befiehlt im viele Sachen und will ihn dazu bringen das Leben wieder zu leben und zu lieben. Was dann mit den beiden geschieht? Tja, das müsst ihr wohl selber erfahren! Am Anfang wird aus der Perspektive der Harry Haller/ Steppenwolf beschrieben, dessen „Todesnotiz“ man dann liest. Super interessanter Aufbau auf jeden Fall! Sprachlich verständlich, aber an einigen Stellen sehr langatmig. Trotzdem bin ich ein wenig verwirrt nach diesem Buch, und doch hat es mich zum Nachdenken gebracht. Wir sehen vorallem heute viele Individualisten, die den Spaß am Leben verlieren und unglücklich sind, im Glauben die Welt besser als alle anderen zu verstehen. Dieses Buch aus 1927 zeigt einfach, dass es diese Individualisten schon immer gab und es diese immer geben wird. Des Weiteren wird hier auch der durchschnittliche Bürger der Weimarer Republik kritisiert, der keine richtige Form hat, er ist formlos und ist mit seinem Glauben nicht konsequent. So jedoch auch der Hauptcharakter, Harry Haller, er ist genauso ein Bürger geprägt von Doppelmoral.

5

Wie viele andere Leser habe ich den STEPPENWOLF als Teenager gelesen und war damals begeistert. Hermann Hesse, verachtet von meiner Deutschlehrerin, zählte zu meinen liebsten Schriftstellern. Je größer die Abneigung der alten Dame war, desto stärker wurde meine Anhängerschaft. Deutsch war mein liebstes Fach. Sie wollte mich festnageln auf die Klassiker des 19. Jahrhunderts. Ich wollte Rebellion, wurde zornig, zog mich zurück und liebte es, meinen Böll, Hesse und Lenz als Einzelgänger zu lesen. Ich wollte ein Steppenwolf sein und fühlte mich ganz so wie Harry Haller. Wütend auf das Bürgertum, die Spießigkeit, die Menschen, die mich nicht so sein lassen wollten, wie ich war. Doch irgendwann war die Schulzeit vorbei, Hesse komplett gelesen und der Literaturgeschmack ging in eine andere Richtung. Das war vor über 30 Jahren. Heute bin ich so alt wie Hesse als er das Buch schrieb und damit auch so alt wie Harry Haller, der Steppenwolf. Genau die richtige Zeit, um das Buch nochmal zu lesen. Auf den ersten Seiten kam mir das alte Gefühl an Kampfgeist wieder hoch, doch schnell änderte sich mein Blick auf den Steppenwolf. Mir fielen plötzlich Passagen auf, die ich offensichtlich in meinem jugendlichen Leichtsinn übergangen hatte. Haller rebellierte zwar, doch liebte er auch die saubere Idylle seiner Vermieterin. Selbst hier im Anfang merkt man, dass zwei Herzen in Haller schlagen. Doch es sind nicht nur zwei Rollen, die der Mensch einnimmt, wir fühlen uns in vielen Punkten hin und hergerissen. Ständig ziehen wir uns neue Rollen über und so macht sich der Hesse im Traktat über Haller lustig, wenn dieser sich selbst auf der Frage, ob er Mensch oder Wolf ist, reduziert. Interessant, wie man im Alter das Buch mit anderen Augen liest, aber auch verständlich, denn als junger Mensch muss man noch nicht in so viele Rollen schlüpfen. Haller lernt im Verlauf der Geschichte Hermine kennen, die ihm das Lachen lehrt, lässt sich mit Maria verkuppeln, die ihn das Lieben lernt. Er lernt zu tanzen, Spaß zu haben, gesellig zu sein. Humor als Medizin. Auch das war mir als junger Leser fremd, denn trotz aller Rebellion, wusste ich schon, wie man lacht und sich freut. Warum sollte das so schwer sein? Ich habe das Buch doch mit einem äußerst eingeschränkten Blickwinkel gelesen. Dank der eigenen Lebenskrisen kann ich Haller erst jetzt richtig verstehen. Ich wurde während des Lesens gefragt, ob man den STEPPENWOLF im Alter nochmal lesen sollte, denn es wäre doch eigentlich ein Buch für die Jugend. Oder für die drogenstimulierte Hippiebewegung. Aber Steppenwolf bedeutet nicht bekifft auf dem Highway entlangzufahren und Born to be wild zu hören. Das Buch ist unbedingt lesenswert, wenn man die Mitte des Lebens erreicht hat. Der Steppenwolf steckt zwar zu Beginn seines Buchs in einer Krise, steht kurz vor dem Selbstmord, aber Hesse lässt ihn einen Weg der Heilung finden. Wie bei so vielen spirituellen Büchern Hesses. Manche Kritiker mögen das als schwülstig bezeichnen oder als Psychologie auf einfachen Niveau. Mich sprechen seine Bilder auch jetzt noch beim Wiederlesen an und ich verstehe das Buch erst heute richtig, oder vielmehr besser. Denn die abschließenden Traum- und Drogensequenzen im Magischen Theater lassen viel Spielraum für Interpretationen. Und Hesse hat beklagt, dass dieses Buch gerade von den begeisterten Anhänger oft missverstanden wurde. Insofern bin ich vielleicht auch auf dem Holzweg, aber letztlich steht es ja jedem Leser frei, dass in einem Buch herauszulesen, was er empfindet. Ich bleibe bei 5 Sternen und einer Ablage im Favoritenordner.

5

Die Geschichte eines Menschen der sich fremd in der Welt fühlt. Andersartig als alle anderen, nach der Erlösung und dem Einswerden mit dem Jenseits strebt und doch dem Bürgertum seine Vorzüge abgewinnen kann.

5

Harry Haller zeigt uns die innere Zerissenheit eines Mannes zwischen Anpassung und Individualität und in Folge dessen seinen Weg zur Selbstfindung. Ganz klare Empfehlung!

Harry Haller zeigt uns die innere Zerissenheit eines Mannes zwischen Anpassung und Individualität und in Folge dessen seinen Weg zur Selbstfindung. Ganz klare Empfehlung!
4

Die innere Zerrissenheit eines Menschen 💔

Hermann Hesses ‚Der Steppenwolf‘ erzählt die Geschichte des vereinsamten Intellektuellen Harry Haller, der so zwischen der bürgerlichen Welt und seinem ‚wolfhaften‘ Ich hin- und hergerissen ist, dass er sich dieser Welt gar nicht richtig zugehörig fühlt. Der Roman gibt auf ganz unterschiedliche Weisen Einblicke in Harrys (Innen)leben: ein fiktives Vorwort des Herausgebers, Harrys eigene Tagebuchaufzeichnungen und schließlich das berühmte ‚Traktat vom Steppenwolf‘, das seinen Zustand seziert wie ein seelisches Röntgenbild. Dieser verschachtelte Aufbau erzeugt Tiefe, aber ich muss gestehen: Der Einstieg ist mir etwas schwergefallen, und gerade das Traktat empfand ich als etwas zu langatmig. Nachdem ich die ersten 80 Seiten also mühevoll hinter mich gebracht hatte, fiel mir jedoch auf, wie ich die Figur des Harry Haller immer mehr zu schätzen wusste. Besonders die detaillierte Beschreibung seiner inneren Zerrissenheit zwischen dem vergeistigten Bildungsbürger und dem ungezähmten Steppenwolf, der in den Abgrund strebt, ist mir sehr nahegegangen. Hier schimmert auch Hesses Nähe zu C.G. Jungs Idee des vielstimmigen Selbst und der Schattenanteile immer wieder durch. Besonders deutlich werden diese Konzepte im Magischen Theater auf den letzten Seiten des Buches, das für mich den strahlende Höhepunkt des Romans darstellt: ein schillerndes Mosaik aus Traum und Erkenntnis, in dem Haller seinen Seelenanteilen wie auf einer Bühne begegnet. Ein weiterer Wendepunkt des Buches ist die Begegnung mit Hermine, die Harry auf dem Höhepunkt seiner Verzweiflung in die Welt zurückholt. Sie berührt ihn an einer Stelle, die er selbst kaum noch wahrnimmt, und weckt in ihm ein längst verschüttetes Begehren nach Leben. Hermine führt ihn zu sich selbst zurück, rettet ihn beinahe unmerklich vor dem Schritt in die endgültige Stille und lässt das zuvor bedrückende Grau des Romans in ein unerwartet warmes Licht kippen. Trotz seines anspruchsvollen Aufbaus und einiger langatmiger Passagen lohnt sich die Lektüre dieses Romans gerade wegen solcher Momente, in denen Hesse die innere Nacht seiner Figur mit einer Sprache erhellt, die zugleich zart, wild und von einer eigentümlichen Schönheit ist.

Die innere Zerrissenheit eines Menschen 💔
3

Tiefsinnig und anspruchsvoll zu lesen. Die Innerezerrissenheit ist trotz des Alters dieses Werkes immernoch erschreckend aktuell.

»"Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf." Der erstmals 1927 erschienene Roman Der Steppenwolf vor allem begründet den Weltruf Hermann Hesses und ist dasjenige Buch, das die internationale Renaissance seines Autors in den sechziger und siebziger Jahren ausgelöst hat. Der Steppenwolf ist die Geschichte von Harry Haller, der sich im Zustand völliger Entfremdung von seiner bürgerlichen Welt "eine geniale, eine unbegrenzte furchtbare Leidensfähigkeit herangebildet" hat. Die innere Zerrissenheit Hallers spiegelt die Erscheinungen der modernen Massen- und Industriegesellschaft wider und reflektiert kultur- und zivilisationskritische Strömungen des 20. Jahrhunderts.« ▫️▫️▪️◾🔲◾▪️▫️🐺▫️▪️◾🔲◾▪️▫️▫️ »Der Steppenwolf« hätte vom Namen her auch gut ein Western sein können. Doch weit gefehlt, ist es doch eher die Geschichte eines einsamen Wolfes auf der suche nach Zugehörigkeit, in der er sich selbst als "aus der Zeit gefallen" empfindet. Hin und her gerissen von Abscheu und Sehnsucht. Hauptfigur ist hier Harry Haller, in dessen Gedankenwelt wir immer wieder Einblick erhalten. Auch wenn ich eher wenig Sympathie für diesen Charakter empfand konnte ich doch einiges aus seiner komplizierten Gefühlswelt verstehen und nachempfinden. Das Buch war sehr wortgewandt und philosophisch geschrieben. Dennoch empfand ich es zwischendurch immer wieder anstrengend zu lesen. Ich bin der Ansicht, durch seinen doch recht anspruchsvollen Schreibstil eignet sich dieser Roman eher weniger zur Zerstreuung. Bis einschließlich dem Maskenball fand ich es in Ordnung. Danach wurde es einfach nur noch seltsam und verdreht. Kurz um. Der Schluss hat mir nicht so zugesagt, er war einfach nur noch ein wirrer Drogentraum. ▫️▫️▪️◾🔲◾▪️▫️🐺▫️▪️◾🔲◾▪️▫️▫️ 🧐 Es war interessant die charakterliche Veränderung von Harry Haller zu begleiten. Oft ließ das Gelesene einen nachdenklich zurück und bot Anreiz zur Selbstreflexion 🤔. Es war nicht immer einfach zu lesen und zu verstehen. Ich bezweifle das ich jegliche Facette des Werkes verstanden habe. Trotzdem war es eine interessante Lektüre, die doch ihres Alters auch heute noch inhaltlich aktuell ist. Anmerkung: Ich musste schmunzeln 🤭, als ich hinten las, dass mein vorliegendes Exemplar in Scharnhausen gedruckt und Papier der Papierfabrik Scheufelen verwendet wurde. Beides sind mir keine Unbekannten, sondern gar nicht mal so weit entfernt von meinem Wohnort. Weder die Druckerei, noch die Papierfabrik bestehen leider heute noch. 😢

Tiefsinnig und anspruchsvoll zu lesen. Die Innerezerrissenheit ist trotz des Alters dieses Werkes immernoch erschreckend aktuell.
5

Klassiker, der hilft, den heutigen Weltwahnsinn auszuhalten

Harry Haller, oder vielmehr Hermann Hesse begegnet seinem inneren Steppenwolf. Was bedeutet zu leben, wenn man eigentlich alles nur noch hasst und nicht mehr ertragen kann. Darauf hat das Buch eine gute Antwort. Mir hat's sehr geholfen, mit dem Wissen, dass es Menschen vor 100 Jahren auch schon so ging, wie mir / vielen von uns, heute.

4

Toll!

Ab und zu gab es paar Stellen, die wegen der schweren Sprache nicht einfach zu überkommen waren. Aber ansonsten wirklich ein Buch, welches Jedermann gelesen haben muss. Auch um sich selbst in bestimmten Passagen wiederzufinden und sich zu ändern. Das Buch bringt uns bei zu leben und dabei zu lachen. Werde es definitiv ein 2. Mal lesen!

4.5

Hat mich in seinem Spektrum aus Zerrissenheit, Einsamkeit, Leidenschaft für Kunst und Heilung berührt

Ein besonderes Werk. Oft erkenne ich mich und fühle mich verstanden. Die düstere Stimmung hat mich an sich gezogen. Hesse schreibt ganz nahbar, man fühlt seine Worte regelrecht beim Lesen. Besonders im Traktat haben mich viele Gedanken angesprochen und zum Nachdenken angeregt. Der erste Teil gleicht eher einer Charakterstudie, im Verlauf des Werkes gibt es dann mehr Handlung. Dennoch fand ich einige Stellen etwas langatmig und konnte manchmal nicht folgen.

2

Verwirrt durchgekämpft

Beim Lesen der der eingeteilten Abschnitte war ich bereits verwirrt warum die drei verschiedenen Ansichten sein mussten. Für mich nicht zielführend zur Erzählung. Im Gegenteil. Mich hat der Schreib Stil bereits öfters angestrengt. Nicht selten hatte ich nach mehreren Absätzen keine Ahnung was gerade passiert ist oder musste es erneut lesen. Für mich war es ein kleiner Kampf durch dieses Buch zu kommen auch wenn es sehr bekannt und anscheinend auch beliebt ist. Ab und an waren schöne Gedanken oder Ideen dabei. Der Ansatz jedenfalls. Daher die zwei Sterne aber nochmal lesen muss ich es nicht.

3

Verwirrend und fieberartig sowohl in Handlungs- als auch Figurenkonstruktion

Ich bin mir unsicher was ich hier gelesen habe. Die Handlung geht sehr langsam voran, viele Passagen sind einfach nur unnötig verkompliziert und pseudophilosophisch - ja wir sind mehr als die Summe unserer Teile…. Danke Hermann Der Protagonist ist schier unerträglich und die einzigen Sympathischen Rollen sind Frauen, die (vmtl.) absichtlich oberflächlich skizziert werden. Was ich aber sehr genossen habe, waren die Dialoge mit den Frauen sowie die Exkurse mit Goethe und Mozart. Die große Abschlusszene in der Ball-Nacht ist überaus markant und einprägsam sowie rasant und spannend. Kommt mir als Katharsis und Urteil über den Protagonisten etwas zu spät und auch zu kurz. Habe mich zwischendurch etwas durchgequält hier und da verstecken sich aber für die Zeit kontroverse Positionen, die ich respektiere.

3

Sicherlich ein Meisterwerk

Puuuuh. Schwere Kost. Aber irgendwie wurde ich auch angezogen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Art der Sprache zog mich in einen kleinen Sog. Aber ich bin ganz ehrlich, ich brauchte noch ein paar Anreize von außen, um meine eigene Interpretation für dieses Werk zu finden.

2.5

Ein Buch über Harry, der innerlich zerrissen ist und mit dieser Zerissenheit keinen Umgang findet. Ich verstehe, wieso das Buch ein Klassiker ist. Es ist weiterhin aktuell, es geht um Lebenskrisen, mehr Humor zuzulassen und besonders in Anbetracht der Biografie zu Hesse eine Verarbeitung seines eigenen Lebens. Inferesssant, aber auch sehr komplex

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