Im Morgengrauen
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Zwischen Alltagsgrauen und blankem Horror
Der Nebel – ⭐⭐⭐⭐ Dichte, beklemmende Atmosphäre und ein starkes Gefühl von Ausweglosigkeit. Besonders überzeugend ist, wie schnell Ordnung in Chaos kippt. Achtung, Tiger! – ⭐⭐⭐ Eine eher kurze, fast schon skizzenhafte Idee. Interessant im Ansatz, aber nicht so tiefgehend oder nachhaltig wie andere Geschichten. Funktioniert mehr als Gedankenspiel. Der Milchmann – ⭐⭐⭐ Ungewöhnlich und leicht schräg, mit einem subtilen Unbehagen im Hintergrund. Die Wirkung entfaltet sich eher leise als mit großen Schocks. Nicht jedermanns Sache, aber atmosphärisch solide. Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte – ⭐⭐⭐⭐ Klassisch erzählte Gruselgeschichte mit starkem Aufbau. Lebt von ihrer simplen, aber effektiven Idee und einer angenehm altmodischen Erzählweise. Omi – ⭐⭐⭐⭐ Sehr unangenehm und intensiv auf psychologischer Ebene. Die Geschichte spielt gekonnt mit kindlicher Angst und steigert sich immer weiter. Bleibt definitiv im Kopf.
Fünf Geschichten deren Qualität genau so unterschiedlich ist wie diese selbst.
Die fünf Geschichten unterscheiden sich stark von einander in Handlung, Stil, Länge und Qualität. »Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte« Fand ich ganz in Ordnung, ein "ganz netter" Einstieg. »Achtung - Tieger!« War nicht ganz so mein Fall. War irgendwie komisch. »Omi« Hat mir gut gefallen, schön leicht schaurig wie ich persönlich finde. »Morgenlieferungen« Ein bisschen schräg, lustig/komisch und seltsam. »Der Nebel« Das längste Werk in dem Buch und auch bekannteste, da es ja auch verfilmt wurde. Daher nicht verwunderlich, fand ich auch klasse. Wenn ich mich entscheiden müsste, welche Geschichte ich nun am besten fand, muss ich gestehen, es ist tatsächlich nicht »Der Nebel«, sonder meine Wahl fällt auf »Omi«. Das Entsetzen, was der Junge dort durchleidet, hatt mich mehr gepackt und gefesselt.

Kurzgeschichtensammlung mit einer langen Geschichte
Die Geschichten sind allesamt keine Knaller, auch wenn sie sich relativ anfenehm lesen lassen. 2/3 des Buches werden durch die Geschichte „Nebel“ gefüllt, welche an und für sich stylistiscj kein Highlight ist, aber doch einen gewissen Ansatz von Horror mit sich führt. Stellenweise ist erstmal sehr bildlich beschrieben worden, wie bestimmte Protagonisten der Geschichte ums Leben kommen, gleichwohl es stellenweise nicht gerade einfach ist, sich in die Örtlichkeit hinein zu versetzen. Ich persönlich habe erst die Verfilmung zu „Nebel“ gesehen und dann die Geschichte gelesen. In dieser Reihenfolge lässt das Buch zu, sich wieder in den Film hinein zu versetzen. Andersherum wäre es wahrscheinlich sehr ernüchternd gewesen, wenn man im Film die Bilder aus dem Kopf, anhand der Story nicht wiederfindet. Eine der wenigen Geschichten, die ich verfilmt besser finde, als geshrieben.

Kurzreview: Nicht ganz das, was ich von King gewohnt bin - die Kurzgeschichten sind alle recht seltsam, mehr makaber (teils fast schon lustig) als gruselig. "Der Nebel" bildet als längste Geschichte in der Sammlung zwar eine willkommene Ausnahme, doch ich muss leider sagen, dass ich den Film tatsächlich besser finde als die Geschichte. Deswegen bleibt es für mich bei einer neutralen Bewertung. Wer diese Sammlung auslässt, verpasst meiner Meinung nach nichts.
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Zwischen Alltagsgrauen und blankem Horror
Der Nebel – ⭐⭐⭐⭐ Dichte, beklemmende Atmosphäre und ein starkes Gefühl von Ausweglosigkeit. Besonders überzeugend ist, wie schnell Ordnung in Chaos kippt. Achtung, Tiger! – ⭐⭐⭐ Eine eher kurze, fast schon skizzenhafte Idee. Interessant im Ansatz, aber nicht so tiefgehend oder nachhaltig wie andere Geschichten. Funktioniert mehr als Gedankenspiel. Der Milchmann – ⭐⭐⭐ Ungewöhnlich und leicht schräg, mit einem subtilen Unbehagen im Hintergrund. Die Wirkung entfaltet sich eher leise als mit großen Schocks. Nicht jedermanns Sache, aber atmosphärisch solide. Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte – ⭐⭐⭐⭐ Klassisch erzählte Gruselgeschichte mit starkem Aufbau. Lebt von ihrer simplen, aber effektiven Idee und einer angenehm altmodischen Erzählweise. Omi – ⭐⭐⭐⭐ Sehr unangenehm und intensiv auf psychologischer Ebene. Die Geschichte spielt gekonnt mit kindlicher Angst und steigert sich immer weiter. Bleibt definitiv im Kopf.
Fünf Geschichten deren Qualität genau so unterschiedlich ist wie diese selbst.
Die fünf Geschichten unterscheiden sich stark von einander in Handlung, Stil, Länge und Qualität. »Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte« Fand ich ganz in Ordnung, ein "ganz netter" Einstieg. »Achtung - Tieger!« War nicht ganz so mein Fall. War irgendwie komisch. »Omi« Hat mir gut gefallen, schön leicht schaurig wie ich persönlich finde. »Morgenlieferungen« Ein bisschen schräg, lustig/komisch und seltsam. »Der Nebel« Das längste Werk in dem Buch und auch bekannteste, da es ja auch verfilmt wurde. Daher nicht verwunderlich, fand ich auch klasse. Wenn ich mich entscheiden müsste, welche Geschichte ich nun am besten fand, muss ich gestehen, es ist tatsächlich nicht »Der Nebel«, sonder meine Wahl fällt auf »Omi«. Das Entsetzen, was der Junge dort durchleidet, hatt mich mehr gepackt und gefesselt.

Kurzgeschichtensammlung mit einer langen Geschichte
Die Geschichten sind allesamt keine Knaller, auch wenn sie sich relativ anfenehm lesen lassen. 2/3 des Buches werden durch die Geschichte „Nebel“ gefüllt, welche an und für sich stylistiscj kein Highlight ist, aber doch einen gewissen Ansatz von Horror mit sich führt. Stellenweise ist erstmal sehr bildlich beschrieben worden, wie bestimmte Protagonisten der Geschichte ums Leben kommen, gleichwohl es stellenweise nicht gerade einfach ist, sich in die Örtlichkeit hinein zu versetzen. Ich persönlich habe erst die Verfilmung zu „Nebel“ gesehen und dann die Geschichte gelesen. In dieser Reihenfolge lässt das Buch zu, sich wieder in den Film hinein zu versetzen. Andersherum wäre es wahrscheinlich sehr ernüchternd gewesen, wenn man im Film die Bilder aus dem Kopf, anhand der Story nicht wiederfindet. Eine der wenigen Geschichten, die ich verfilmt besser finde, als geshrieben.

Kurzreview: Nicht ganz das, was ich von King gewohnt bin - die Kurzgeschichten sind alle recht seltsam, mehr makaber (teils fast schon lustig) als gruselig. "Der Nebel" bildet als längste Geschichte in der Sammlung zwar eine willkommene Ausnahme, doch ich muss leider sagen, dass ich den Film tatsächlich besser finde als die Geschichte. Deswegen bleibt es für mich bei einer neutralen Bewertung. Wer diese Sammlung auslässt, verpasst meiner Meinung nach nichts.


















