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Cinema Love

3.7(49)
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About the book

Winner of the Los Angeles Times' Art Seidenbaum Award for First Fiction
Winner of the Edmund White Award for Debut Fiction
Winner of the Ferro-Grumley award for LGBTQ Fiction
Finalist for the 2025 Carnegie Medal for Excellence in Fiction
Finalist for the Lambda Literary Award
Finalist for the VCU Cabell First Novelist Award

A Dakota Johnson x TeaTime Book Club Pick

“Part ghost story, part love story, and part tale of hardscrabble immigrant life.” —The New Yorker

A staggering epic about men and women who find themselves in forbidden relationships, the weight of secrets, and the persistence of memory.

Spanning decades, from post-socialist China to contemporary New York, Cinema Love is a tour de force about gay men and the women who marry them.

Thirty years ago, in rural Fuzhou, Old Second and his wife Bao Mei frequented the Workers’ Cinema: a rundown theater where gay men cruised for love. While classic war films played, Old Second found intimacy with closeted men in the screening rooms. In the box office, Bao Mei sold movie tickets, guarding the secrets of the cinema and even finding her own happiness with the projectionist. But once Old Second’s passionate affair with his male lover was exposed, a series of haunting events unfolded, propelling these characters toward an uncertain future in America.

A tender novel of love, care, and survival, Cinema Love announces Jiaming Tang as a major new talent.

Editions (4)

ISBN9780593474341
PublisherPenguin Publishing Group
Publication Date06/09/26
Pages304

Reviews & Ratings

49 ratings

14 reviews

3.7

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  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    116 Followers

    5.0

    Ein Jahreshighlight - 6⭐️

    In Jiaming Tangs Roman Cinema Love begleiten wir Old Second, der von seiner Familie und seinem Dorf aufgrund seiner Homosexualität verstoßen wird. Er geht nach Fuzhou, in der Hoffnung auf einen Neuanfang, auf ein Leben, in dem er einfach er selbst sein darf. Dort entdeckt er das Workers’ Cinema, ein altes, heruntergekommenes Kino, das für viele Männer wie ihn ein geheimer Zufluchtsort ist. Ein Ort, an dem sie sich nach Nähe und echter Berührung sehnen – nach etwas, das sie im Alltag nicht leben können. Dort trifft er auf Shun Er, und was als flüchtiger Blick und stille Sehnsucht beginnt, wird nach und nach zu etwas Tieferem. Doch Shun Er ist verheiratet. Seine Frau, Yan Hua, ist ihm gegenüber zwar dankbar, weil er sie respektvoll behandelt, ganz anders als viele andere Männer in arrangierten Ehen. Aber irgendwann merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Und sie erwischt die beiden. In einer Gesellschaft, in der gleichgeschlechtliche Liebe nicht geduldet wird, bleiben vielen Männern nur Scheinehen, um ihre wahren Gefühle heimlich auszuleben. Doch auch diese Geheimnisse sind nicht sicher. Das Kino soll abgerissen werden. Die Regierung will Platz für moderne, profitablere Gebäude schaffen. Als die Besucher versuchen, das Kino zu retten, eskaliert die Situation und es endet tragisch. Nach diesem Teil der Geschichte wechseln wir zu Yan Hua, Shun-Ers Ehefrau, die später in die USA auswandert, in der Hoffnung, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Aber die Vergangenheit reist mit. Schuld, Erinnerungen, Geister – nichts davon lässt sie los. Gemeinsam mit anderen Frauen versucht sie, sich in New York ein neues Leben aufzubauen, während sie innerlich doch in alten Wunden gefangen bleibt. Was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich an so vielen Stellen tief berührt. Diese Sehnsucht, einfach man selbst sein zu dürfen. Die zarte, stille Liebe zwischen Old Second und Shun Er. Die Suche nach echter Nähe. Und gleichzeitig die Perspektive der Frauen, die zwar oft wissen, dass ihre Männer ein Doppelleben führen, aber mit der Scham, dem Betrug und der Einsamkeit allein dastehen. Besonders bewegt hat mich, wie beide Seiten auf ihre Weise leiden. Die Männer, die sich verstecken müssen, und die Frauen, die betrogen werden, obwohl nie wirklich Liebe im Spiel war. Wie aus Verletzung und Verzweiflung Hass entstehen kann. Nichts ist einfach nur gut oder böse. Man spürt, wie viel Schmerz in jeder Figur steckt. Wir verfolgen auch den Weg der chinesischen Einwanderer nach New York. Unter welchen Bedingungen sie ins Land gelangen und wie sehr ihr Komfort von Geld abhängt. Wer mehr zahlen kann, reist etwas sicherer, während andere sich in überfüllte, gefährliche Boote drängen. Die ständige Bedrohung durch Kentern und Tod wird von vielen in Kauf genommen, im verzweifelten Streben nach einer besseren Zukunft. Man spürt das Elend, die Angst, die Hoffnung – und auch die bittere Enttäuschung, wenn die Realität eintrifft: Die USA sind nicht das Land, als das es ihnen versprochen wurde. Als illegale Einwanderer haben sie weder Papiere noch Zugang zu medizinischer Versorgung oder staatlicher Hilfe. Sie werden schlecht bezahlt, schuften oft ohne Pausen und kämpfen täglich ums Überleben. Cinema Love behandelt viele relevante, gesellschaftlich brisante Themen. Der Autor scheut nicht davor zurück, all dies mit großer Deutlichkeit ins Rampenlicht zu rücken. Der Roman begleitet die Figuren über Jahrzehnte hinweg. Besonders das letzte Kapitel und das Ende haben mich zu Tränen gerührt. Cinema Love war für mich eine emotionale Achterbahnfahrt – und ein Buch, das lange nachhallt. Kann man sich überhaupt eindeutig auf eine Seite stellen? Die betrogenen Ehefrauen sind zweifellos Opfer, doch wenn man tiefer blickt, erkennt man, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Auch heute gibt es noch Scheinehen. Auch heute verstecken sich viele Menschen, weil die Gesellschaft sie nicht akzeptiert. Weil Politik wegsieht. Das ist traurig. Und das macht dieses Buch so wichtig. Es zeigt, wie Liebe und Sehnsucht manchmal nur im Schatten stattfinden kann. Am Ende wollen wir doch alle nur eines: geliebt werden. Und in den Armen der Person sein, die wir wirklich lieben. Ohne Angst. Ohne Verstecken. Ganz klar: eine absolute Leseempfehlung und ein Jahreshighlight. *Unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

    May 17, 2025

  • mehmet
    mehmet

    135 Followers

    4.0

    „Cinema Love“ ist ein starkes Debüt mit einem großartigen erzählerischen Kniff – denn es geht nicht nur um die queeren Männer, sondern auch um die oft vergessenen Geschichten ihrer Ehefrauen. Das hat mich wirklich beeindruckt.

    May 28, 2025

  • 4.0

    "Weil mir klar geworden ist, wie einsam man sich fühlt, wenn man nicht über die Menschen sprechen kann, die man liebt"

    Ein poetisches und mutiges Debüt, das mit großer emotionaler Tiefe von queerer Liebe, familiären Konflikten und Migration erzählt. Zwischen der heimlichen Intimität eines chinesischen Kinos und der Ernüchterung des amerikanischen Traums entfaltet sich eine berührende Geschichte über Männer, die einander lieben, aber nicht frei lieben dürfen und die Frauen die sie stattdessen heiraten. Jiaming Tang gelingt ein feinfühliges Porträt von Verlust, Verrat, Hoffnung und der Suche nach Zugehörigkeit – eindringlich, melancholisch und unvergesslich.

    "Weil mir klar geworden ist, wie einsam man sich fühlt, wenn man nicht über die Menschen sprechen kann, die man liebt"

    Jun 22, 2025

3 of 14 reviews

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