White Chrysanthemum
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Description
This is the story of Hana and her little sister Emi, who are part of an island community of haenyo, women who make their living from free diving off the southernmost tip of Korea. One day Hana sees a Japanese soldier heading for where Emi is guarding the day's catch on the beach. Saving her sister, Hana herself is captured and forced to become a "comfort woman" in a Japanese military brothel.
Moving between Hana in 1943 and Emi as an elderly woman today, White Chrysanthemum sheds light on a devastating history - and how the bond of sisterhood is strong enough to endure the evils of war.
Meet ten of literature's most iconic heroines, jacketed in bold portraits by female photographers from around the world.
Book Information
Posts
🌊 Rezension: Und über mir das Meer von Mary Lynn Bracht 🌊 Dieses Buch hat mich wütend gemacht. Und genau deshalb halte ich es für so wichtig. Mary Lynn Bracht erzählt die Geschichte koreanischer Mädchen und Frauen während der japanischen Besatzung Koreas im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern: Hana und Emi. Hana wird als junges Mädchen von japanischen Soldaten verschleppt und muss als sogenannte „Trostfrau“ leben — ein beschönigender Begriff für sexualisierte Gewalt und systematischen Missbrauch. Jahrzehnte später lebt ihre Schwester Emi noch immer mit dem Verlust und der Schuld weiter und versucht, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen. Ich wusste vorher viel zu wenig über dieses Kapitel der Geschichte. Und genau das macht dieses Buch so erschütternd. Die Grausamkeit, die Entmenschlichung und das Schweigen darüber sind kaum auszuhalten. Besonders schlimm ist der Gedanke, dass hier junge Mädchen und Kinder einfach entführt, benutzt und ihrer Zukunft beraubt wurden. Der Roman schreit einen förmlich an. Er tut weh, macht fassungslos und unglaublich wütend. Und gleichzeitig zeigt er, wie wichtig es ist, solche Geschichten zu erzählen. Nicht nur als Erinnerung, sondern auch, um zu verstehen, wie die Welt mit Frauen umgeht — damals wie heute. Bücher wie dieses machen deutlich, warum Emanzipation und Sichtbarkeit so wichtig sind. Ein schmerzhafter, eindringlicher und wichtiger Roman, den meiner Meinung nach viel mehr Menschen lesen sollten. ⭐️⭐️⭐️⭐️✨

Grausam, brutal, mitreißend - keine leichte Kost, aber eine wichtige! Damit die Trostfrauen nicht in Vergessenheit geraten …
TRIGGER🚨🚨 -Missbrauch -vergewaltigung mit Todesfolge (auch an Kindern) -Kindesentführung - Mord - Krieg - Zwangsprostitution Es ist ein Buch, das einen zerreißt- es tut weh es zu lesen. Wie abscheulich können Menschen sein? Wie grausam kann ein Krieg sein? Das Buch ist nicht politisch motiviert- vielmehr schafft es eine Erinnerung an Geschehnisse, die so bis heute geleugnet werden. Es ist kein Buch, das man gerne liest, aber es ist ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Es ist bestimmt kein Buch, das breite Massen anspricht, aber ein Buch, dass unbedingt verbreitet gehört. Die „Trostfrauen“ - die verschwiegen, verleugneten Opfer des Koreakriegs.
Was für ein Buch und eine Qual für die Schwestern in der Geschichte. Es wird ein sehr eindrucksvoller Einblick in das Leben der Trostfrauen gewährt. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, 1943 von Hana die verschleppt wird und von ihrer Schwester in 2011. Beide Leben waren schwer und auch teilweise unerträglich zu lesen. Dennoch ist das Buch sehr lesenswert.
Erschütternd
Dieses Buch erzählt von den Verbrechen die Japaner an koreanischen Frauen verübt haben zu Zeiten des Japanisch-chinesischen Krieges. Frauen die entführt wurden und den Soldaten als "Trostfrauen" dienen mussten. Und selbst in der heutigen Zeit sollen diese Verbrechen totgeschwiegen werden....
Es gab wenig Bücher die mir die Tränen in die Augen gejagt haben und wo ich Pausieren musste . Aber dieses hier hat mich an Stellen zutiefst erschüttert. „Und über mir das Meer“ ist kein leichtes Buch – weder sprachlich noch emotional. Es ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, wozu Menschen fähig sind – und wie sehr die Opfer dieser Taten bis heute unsichtbar bleiben. Die Geschichte der sogenannten “Trostfrauen”, wie sie durch die Augen von Hana und ihrer Schwester erzählt wird, hat mich erschreckt, traurig gemacht, zutiefst wütend. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie perfide und systematisch diese Gewalt war – und wie wenig sie bis heute aufgearbeitet wurde. Was mich dabei besonders getroffen hat, ist die bittere Erkenntnis, dass wir – trotz allem Wissen, trotz unzähliger Bücher, Filme, Mahnmale – im Jahr 2025 nichts wirklich gelernt haben. Frauen und Mädchen werden noch immer zur Kriegsbeute gemacht, missbraucht, verschleppt, gebrochen. Die gleichen Muster, die gleiche systematische Entmenschlichung. Nur neue Schauplätze. Mary Lynn Bracht hat mit diesem Roman ein leises, aber umso eindringlicheres Mahnmal geschaffen. Ihre Sprache ist klar, direkt und zugleich poetisch. Sie überlässt dem Leser keinen bequemen Rückzugsort. Und das ist gut so. Denn genau das brauchen wir: Geschichten, die uns aufrütteln, die uns zwingen hinzusehen, auch wenn es weh tut. Ich lege dieses Buch aus der Hand mit einem Kloß im Hals – und mit dem Wunsch, dass es mehr gelesen, mehr gehört, mehr ernst genommen wird. Es ist ein Buch gegen das Vergessen. Und gegen das Wegsehen.
Der Roman spielt im Korea der 1940er Jahre und erzählt die Geschichte von Hana, einer jungen Haenyeo, die von japanischen Soldaten verschleppt und zur "Trostfrau" gemacht wird. Parallel wird die Geschichte ihrer Schwester Emi erzählt, die Jahrzehnte später versucht, mit der Vergangenheit und dem Verschwinden ihrer Schwester umzugehen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und ergriffen. Vor allem der Teil von Hana, die in einem militärischen Bordell untergebracht war, hat in mir viele Emotionen beim Lesen ausgelöst. Ich habe mich immer wieder gefragt , wie ein Mensch so viel Grausamkeit und Leid aushalten - und doch so stark sei kann. Das Ende ist bewegend und rundet die Geschichte stimmig ab.
Ein wichtiges Buch über lange verschwiegene Schicksale
Die Autorin schafft es, durch ihre Figuren die Vergangenheit greifbar zu machen. Besonders die Erläuterungen im Nachwort haben mich davon überzeugt, dass die erzählerischen Entscheidungen mit Bedacht getroffen wurden, um bestimmte dramaturgische Effekte zu erzielen. Hanas und Emis Geschichten gehen einem definitiv ans Herz.
äußerst bewegend und berührend, interessante und traurige Themen, klare Leseempfehlung
Die dunkle Geschichte von Hana hat mich im positiven Sinne überrascht und im Nachhinein doch sehr bewegt. Der größtenteils gegenwärtige Schreibstil ist leicht zu lesen und passt gut zur allgemeinen Story. Die abwechselnde Sicht der beiden Hauptprotagonisten, sowie die Rückblenden, fand ich erfrischend, so kam erfreulicherweise keine Langeweile auf, wie es leider in so vielen anderen Büchern der Fall ist. Die gesamte Geschichte war äußerst tiefgründig, vor allem wenn man bedenkt, dass Sie auf wahren, historischen Begebenheiten beruht und die Handlung im Korea der vierziger Jahre angelehnt ist. Zu diesen Zeiten wurden etliche koreanische Frauen als „Trostfrauen“ missbraucht, was bis heute noch Auswirkungen auf unsere Zeit hat. Eine der Hauptprotagonisten steht für diese Opfer der Kriegsvergewaltigungen. Es ist toll, dass die Autorin ein fast in Vergessenheit geratenes Thema aufgreift und für die Frauen, die bis heute unter der Vergangenheit leiden, spricht. Gut gefallen hat mir außerdem, dass kein Volk zum allgemeinen Feindbild gemacht wurde, die Charaktere zeigen hier mehrere Facetten, zu denen man sich schlussendlich seine ganz eigenen Gedanken machen kann. Ich habe ja einige Bücher über den 2. Weltkrieg gelesen, die damaligen Ereignisse in Asien waren mir allerdings nicht bekannt. Das Leben der Haenyeo , der Taucherinnen im Meer, wird hier ebenfalls gut dargestellt, sie haben zu diesen Zeiten in den Tiefen des Meeres mehr Freiheit genießen können, als die restliche Bevölkerung. Mit dem Ende konnte ich mich sehr gut abfinden, im Gesamten hat mich dieses traurige und ergreifende Buch doch ziemlich berührt und hat mir zudem einen Einblick in Themen gegeben, von denen ich vorher noch nichts gewusst habe. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe erhalten. Ich möchte mich sehr dafür bedanken. Meine Meinung beeinflusst dies aber nicht. Die Autorin erfuhr bei einer Reise in das Heimatdorf ihrer Mutter zum ersten Mal von den koreanischen Mädchen und Frauen, die im 2. Weltkrieg als „Trostfrauen“ für japanische Soldaten zur Prostitution gezwungen wurden. Daraufhin schrieb sie das vorliegende Buch, um all jenen Frauen eine Stimme zu geben, die im Krieg vergewaltigt und gequält wurden und werden. Die Geschichte erzählt abwechselnd von Hana, die 1943 von einem Soldaten verschleppt wird und was ihr anschließend widerfährt und von ihrer kleinen Schwester Emi, die nur durch das mutige Opfer ihrer Schwester nicht von den japanischen Soldaten entdeckt und mitgenommen wird. Emi sucht ihr Leben lang nach ihrer Schwester, hat ihrer Familie allerdings aus Scham nie ihre Geschichte erzählt. 2011 ist sie bei der 1000. Mittwochsdemonstration vor der japanischen Botschaft in Seoul bei der Enthüllung der Mädchenstatue dabei, in der Hoffnung, ihre Schwester endlich wiederzufinden. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte total in den Bann gezogen. Ich war vom ersten Wort an in der Geschichte gefangen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Sie schreibt fesselnd und packend und obwohl beide Figuren fiktiv sind, konnte ich sie mir sehr gut vorstellen und mich in beide hinein versetzen. Die Kraft von Hana, die immer wieder versucht, ihren Peinigern zu entkommen. Die Scham von Emi, die glaubt, sie sei daran schuld, dass ihre Schwester verschleppt wurde und die trotzdem immer auf ein Wiedersehen hofft. Beide Charaktere sind mir im Verlaufe des Buches sehr ans Herz gewachsen und ich habe beim Lesen zwischen Hoffen und Bangen geschwankt. Sie sind beide auf ihre Art sehr starke Persönlichkeiten. Das Buch ist sehr berührend und ebenso erschütternd. Ich hoffe, es wird von sehr vielen Menschen gelesen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Was für ein Buch. Ich konnte es kaum zur Seite legen. Hier geht es um die Schwestern Hana und Emi,die in Korea aufwachsen. Wir lernen sie 1943 kennen. Hana ist 16 und Emi 9 Jahre alt. Man wird in eine Welt gezogen,die mir so nicht bekannt war. Hana wird 1943 von einem japanischen Soldaten entführt Wir durchleben ein Jahr voller Schmerzen mit Hana. Ein Jahr,dass unerträglich ist. Emi begleiten wir im Jahr 2011. Sie sucht in Seoul noch einmal nach ihrer geliebten Schwester. In Rückblicken erfahren wir ,was in den ganzen Jahren ihr und ihren Eltern widerfahren ist. Ich fühlte mich beiden Schwestern nah und konnte sie auf ihren Wegen begleiten. Emi zu begleiten war für mich emotional einfacher. Durch die Stockwerken Rückblicke konnte ich gut ertragen,was ihr widerfahren ist. Bei Hanas Weg muss man sehr stark sein. Man begleitet sie Hautnah und ich habe sehr mit ihr gelitten. Ich bin froh,dass die Autorin ein so gutes Ende geschrieben hat. Um das Buch zu lesen,sollte man sich in einer guten psychischen Verfassung befinden. Es verlangt einiges von einem ab . Triggerwahrnung: Gewalt, sexuelle Übergriffe, Entführung
Mary Lynn Bracht erzählt in „Und über mir das Meer“ die Geschichte der 16jährigen Hana, die sich im Korea von 1943 von japanischen Soldaten aufgreifen lässt, damit ihre jüngere Schwester von diesen nicht entdeckt wird. Doch das bedeutet für Hana, dass sie nun in der Gewalt von japanischen Soldaten aus ihrem Heimatdorf entführt und in ein Bordell des Militärs gebracht wird. Der Roman erzählt berührend und schockierend über die Grausamkeit, die ihr dort widerfährt, zeigt aber auch im Südkorea 2011, wie Hanas jüngere Schwester die tausendste Mittwochsdemonstration besucht, um darauf aufmerksam zu machen, dass die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg Frauen gegen ihren Willen gezwungen hat, als „Trostfrauen“ zu arbeiten. Abwechselnd wird hier die Geschichte der beiden Schwestern erzählt, die zwar getrennt von einander zurecht kommen müssen, aber deren Leben doch untrennbar miteinander verknüpft sind. Manche Wendungen fühlen sich für mein Empfinden zu gewollt und konstruiert an und auch die Charakterentwicklung eines männlichen Protagonisten ist für mich nicht so recht nachvollziehbar, aber dennoch mochte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Stattdessen blätterte ich, nachdem ich gut die Hälfte dieses Romans gelesen hatte, zur „Anmerkung der Autorin“ und der Auflistung der „Wichtigen Daten“, die am Ende zu finden sind. Hier erfuhr ich, dass einige Historiker der Ansicht sind, dass fünfzig- bis zweihunderttausend koreanische Frauen und Mädchen vom japanischen Militär verschleppt, getäuscht oder verkauft wurden, um während der japanischen Kolonisierung Koreas als Zwangsprostituierte zu dienen. Bei Wikipedia fand ich zu dem Begriff „Trostfrauen“ weitere Informationen und war wieder einmal schockiert über die Ausmaße möglicher Unmenschlichkeiten. Mit diesen Hintergrundinformationen liest sich das Buch anders und es ekelte mich davor, dass in diesem fiktiven Roman vieles zu lesen ist, was vielleicht doch auch genau so oder so ähnlich passiert sein könnte. Sicherlich ein ebenso wichtiges wie erschreckendes Thema. Das führt letztlich dazu, dass ich diesen von einer wahren Geschichte inspirierten Debüt-Roman der Autorin, trotz seiner Ecken und Kanten empfehlen kann, wenn man bereit ist, sich mit dieser dunklen Seite der japanisch/koreanischen Geschichte auseinander zu setzen.
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This is the story of Hana and her little sister Emi, who are part of an island community of haenyo, women who make their living from free diving off the southernmost tip of Korea. One day Hana sees a Japanese soldier heading for where Emi is guarding the day's catch on the beach. Saving her sister, Hana herself is captured and forced to become a "comfort woman" in a Japanese military brothel.
Moving between Hana in 1943 and Emi as an elderly woman today, White Chrysanthemum sheds light on a devastating history - and how the bond of sisterhood is strong enough to endure the evils of war.
Meet ten of literature's most iconic heroines, jacketed in bold portraits by female photographers from around the world.
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🌊 Rezension: Und über mir das Meer von Mary Lynn Bracht 🌊 Dieses Buch hat mich wütend gemacht. Und genau deshalb halte ich es für so wichtig. Mary Lynn Bracht erzählt die Geschichte koreanischer Mädchen und Frauen während der japanischen Besatzung Koreas im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern: Hana und Emi. Hana wird als junges Mädchen von japanischen Soldaten verschleppt und muss als sogenannte „Trostfrau“ leben — ein beschönigender Begriff für sexualisierte Gewalt und systematischen Missbrauch. Jahrzehnte später lebt ihre Schwester Emi noch immer mit dem Verlust und der Schuld weiter und versucht, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen. Ich wusste vorher viel zu wenig über dieses Kapitel der Geschichte. Und genau das macht dieses Buch so erschütternd. Die Grausamkeit, die Entmenschlichung und das Schweigen darüber sind kaum auszuhalten. Besonders schlimm ist der Gedanke, dass hier junge Mädchen und Kinder einfach entführt, benutzt und ihrer Zukunft beraubt wurden. Der Roman schreit einen förmlich an. Er tut weh, macht fassungslos und unglaublich wütend. Und gleichzeitig zeigt er, wie wichtig es ist, solche Geschichten zu erzählen. Nicht nur als Erinnerung, sondern auch, um zu verstehen, wie die Welt mit Frauen umgeht — damals wie heute. Bücher wie dieses machen deutlich, warum Emanzipation und Sichtbarkeit so wichtig sind. Ein schmerzhafter, eindringlicher und wichtiger Roman, den meiner Meinung nach viel mehr Menschen lesen sollten. ⭐️⭐️⭐️⭐️✨

Grausam, brutal, mitreißend - keine leichte Kost, aber eine wichtige! Damit die Trostfrauen nicht in Vergessenheit geraten …
TRIGGER🚨🚨 -Missbrauch -vergewaltigung mit Todesfolge (auch an Kindern) -Kindesentführung - Mord - Krieg - Zwangsprostitution Es ist ein Buch, das einen zerreißt- es tut weh es zu lesen. Wie abscheulich können Menschen sein? Wie grausam kann ein Krieg sein? Das Buch ist nicht politisch motiviert- vielmehr schafft es eine Erinnerung an Geschehnisse, die so bis heute geleugnet werden. Es ist kein Buch, das man gerne liest, aber es ist ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Es ist bestimmt kein Buch, das breite Massen anspricht, aber ein Buch, dass unbedingt verbreitet gehört. Die „Trostfrauen“ - die verschwiegen, verleugneten Opfer des Koreakriegs.
Was für ein Buch und eine Qual für die Schwestern in der Geschichte. Es wird ein sehr eindrucksvoller Einblick in das Leben der Trostfrauen gewährt. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, 1943 von Hana die verschleppt wird und von ihrer Schwester in 2011. Beide Leben waren schwer und auch teilweise unerträglich zu lesen. Dennoch ist das Buch sehr lesenswert.
Erschütternd
Dieses Buch erzählt von den Verbrechen die Japaner an koreanischen Frauen verübt haben zu Zeiten des Japanisch-chinesischen Krieges. Frauen die entführt wurden und den Soldaten als "Trostfrauen" dienen mussten. Und selbst in der heutigen Zeit sollen diese Verbrechen totgeschwiegen werden....
Es gab wenig Bücher die mir die Tränen in die Augen gejagt haben und wo ich Pausieren musste . Aber dieses hier hat mich an Stellen zutiefst erschüttert. „Und über mir das Meer“ ist kein leichtes Buch – weder sprachlich noch emotional. Es ist eine schmerzhafte Erinnerung daran, wozu Menschen fähig sind – und wie sehr die Opfer dieser Taten bis heute unsichtbar bleiben. Die Geschichte der sogenannten “Trostfrauen”, wie sie durch die Augen von Hana und ihrer Schwester erzählt wird, hat mich erschreckt, traurig gemacht, zutiefst wütend. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie perfide und systematisch diese Gewalt war – und wie wenig sie bis heute aufgearbeitet wurde. Was mich dabei besonders getroffen hat, ist die bittere Erkenntnis, dass wir – trotz allem Wissen, trotz unzähliger Bücher, Filme, Mahnmale – im Jahr 2025 nichts wirklich gelernt haben. Frauen und Mädchen werden noch immer zur Kriegsbeute gemacht, missbraucht, verschleppt, gebrochen. Die gleichen Muster, die gleiche systematische Entmenschlichung. Nur neue Schauplätze. Mary Lynn Bracht hat mit diesem Roman ein leises, aber umso eindringlicheres Mahnmal geschaffen. Ihre Sprache ist klar, direkt und zugleich poetisch. Sie überlässt dem Leser keinen bequemen Rückzugsort. Und das ist gut so. Denn genau das brauchen wir: Geschichten, die uns aufrütteln, die uns zwingen hinzusehen, auch wenn es weh tut. Ich lege dieses Buch aus der Hand mit einem Kloß im Hals – und mit dem Wunsch, dass es mehr gelesen, mehr gehört, mehr ernst genommen wird. Es ist ein Buch gegen das Vergessen. Und gegen das Wegsehen.
Der Roman spielt im Korea der 1940er Jahre und erzählt die Geschichte von Hana, einer jungen Haenyeo, die von japanischen Soldaten verschleppt und zur "Trostfrau" gemacht wird. Parallel wird die Geschichte ihrer Schwester Emi erzählt, die Jahrzehnte später versucht, mit der Vergangenheit und dem Verschwinden ihrer Schwester umzugehen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und ergriffen. Vor allem der Teil von Hana, die in einem militärischen Bordell untergebracht war, hat in mir viele Emotionen beim Lesen ausgelöst. Ich habe mich immer wieder gefragt , wie ein Mensch so viel Grausamkeit und Leid aushalten - und doch so stark sei kann. Das Ende ist bewegend und rundet die Geschichte stimmig ab.
Ein wichtiges Buch über lange verschwiegene Schicksale
Die Autorin schafft es, durch ihre Figuren die Vergangenheit greifbar zu machen. Besonders die Erläuterungen im Nachwort haben mich davon überzeugt, dass die erzählerischen Entscheidungen mit Bedacht getroffen wurden, um bestimmte dramaturgische Effekte zu erzielen. Hanas und Emis Geschichten gehen einem definitiv ans Herz.
äußerst bewegend und berührend, interessante und traurige Themen, klare Leseempfehlung
Die dunkle Geschichte von Hana hat mich im positiven Sinne überrascht und im Nachhinein doch sehr bewegt. Der größtenteils gegenwärtige Schreibstil ist leicht zu lesen und passt gut zur allgemeinen Story. Die abwechselnde Sicht der beiden Hauptprotagonisten, sowie die Rückblenden, fand ich erfrischend, so kam erfreulicherweise keine Langeweile auf, wie es leider in so vielen anderen Büchern der Fall ist. Die gesamte Geschichte war äußerst tiefgründig, vor allem wenn man bedenkt, dass Sie auf wahren, historischen Begebenheiten beruht und die Handlung im Korea der vierziger Jahre angelehnt ist. Zu diesen Zeiten wurden etliche koreanische Frauen als „Trostfrauen“ missbraucht, was bis heute noch Auswirkungen auf unsere Zeit hat. Eine der Hauptprotagonisten steht für diese Opfer der Kriegsvergewaltigungen. Es ist toll, dass die Autorin ein fast in Vergessenheit geratenes Thema aufgreift und für die Frauen, die bis heute unter der Vergangenheit leiden, spricht. Gut gefallen hat mir außerdem, dass kein Volk zum allgemeinen Feindbild gemacht wurde, die Charaktere zeigen hier mehrere Facetten, zu denen man sich schlussendlich seine ganz eigenen Gedanken machen kann. Ich habe ja einige Bücher über den 2. Weltkrieg gelesen, die damaligen Ereignisse in Asien waren mir allerdings nicht bekannt. Das Leben der Haenyeo , der Taucherinnen im Meer, wird hier ebenfalls gut dargestellt, sie haben zu diesen Zeiten in den Tiefen des Meeres mehr Freiheit genießen können, als die restliche Bevölkerung. Mit dem Ende konnte ich mich sehr gut abfinden, im Gesamten hat mich dieses traurige und ergreifende Buch doch ziemlich berührt und hat mir zudem einen Einblick in Themen gegeben, von denen ich vorher noch nichts gewusst habe. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe erhalten. Ich möchte mich sehr dafür bedanken. Meine Meinung beeinflusst dies aber nicht. Die Autorin erfuhr bei einer Reise in das Heimatdorf ihrer Mutter zum ersten Mal von den koreanischen Mädchen und Frauen, die im 2. Weltkrieg als „Trostfrauen“ für japanische Soldaten zur Prostitution gezwungen wurden. Daraufhin schrieb sie das vorliegende Buch, um all jenen Frauen eine Stimme zu geben, die im Krieg vergewaltigt und gequält wurden und werden. Die Geschichte erzählt abwechselnd von Hana, die 1943 von einem Soldaten verschleppt wird und was ihr anschließend widerfährt und von ihrer kleinen Schwester Emi, die nur durch das mutige Opfer ihrer Schwester nicht von den japanischen Soldaten entdeckt und mitgenommen wird. Emi sucht ihr Leben lang nach ihrer Schwester, hat ihrer Familie allerdings aus Scham nie ihre Geschichte erzählt. 2011 ist sie bei der 1000. Mittwochsdemonstration vor der japanischen Botschaft in Seoul bei der Enthüllung der Mädchenstatue dabei, in der Hoffnung, ihre Schwester endlich wiederzufinden. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte total in den Bann gezogen. Ich war vom ersten Wort an in der Geschichte gefangen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Sie schreibt fesselnd und packend und obwohl beide Figuren fiktiv sind, konnte ich sie mir sehr gut vorstellen und mich in beide hinein versetzen. Die Kraft von Hana, die immer wieder versucht, ihren Peinigern zu entkommen. Die Scham von Emi, die glaubt, sie sei daran schuld, dass ihre Schwester verschleppt wurde und die trotzdem immer auf ein Wiedersehen hofft. Beide Charaktere sind mir im Verlaufe des Buches sehr ans Herz gewachsen und ich habe beim Lesen zwischen Hoffen und Bangen geschwankt. Sie sind beide auf ihre Art sehr starke Persönlichkeiten. Das Buch ist sehr berührend und ebenso erschütternd. Ich hoffe, es wird von sehr vielen Menschen gelesen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Was für ein Buch. Ich konnte es kaum zur Seite legen. Hier geht es um die Schwestern Hana und Emi,die in Korea aufwachsen. Wir lernen sie 1943 kennen. Hana ist 16 und Emi 9 Jahre alt. Man wird in eine Welt gezogen,die mir so nicht bekannt war. Hana wird 1943 von einem japanischen Soldaten entführt Wir durchleben ein Jahr voller Schmerzen mit Hana. Ein Jahr,dass unerträglich ist. Emi begleiten wir im Jahr 2011. Sie sucht in Seoul noch einmal nach ihrer geliebten Schwester. In Rückblicken erfahren wir ,was in den ganzen Jahren ihr und ihren Eltern widerfahren ist. Ich fühlte mich beiden Schwestern nah und konnte sie auf ihren Wegen begleiten. Emi zu begleiten war für mich emotional einfacher. Durch die Stockwerken Rückblicke konnte ich gut ertragen,was ihr widerfahren ist. Bei Hanas Weg muss man sehr stark sein. Man begleitet sie Hautnah und ich habe sehr mit ihr gelitten. Ich bin froh,dass die Autorin ein so gutes Ende geschrieben hat. Um das Buch zu lesen,sollte man sich in einer guten psychischen Verfassung befinden. Es verlangt einiges von einem ab . Triggerwahrnung: Gewalt, sexuelle Übergriffe, Entführung
Mary Lynn Bracht erzählt in „Und über mir das Meer“ die Geschichte der 16jährigen Hana, die sich im Korea von 1943 von japanischen Soldaten aufgreifen lässt, damit ihre jüngere Schwester von diesen nicht entdeckt wird. Doch das bedeutet für Hana, dass sie nun in der Gewalt von japanischen Soldaten aus ihrem Heimatdorf entführt und in ein Bordell des Militärs gebracht wird. Der Roman erzählt berührend und schockierend über die Grausamkeit, die ihr dort widerfährt, zeigt aber auch im Südkorea 2011, wie Hanas jüngere Schwester die tausendste Mittwochsdemonstration besucht, um darauf aufmerksam zu machen, dass die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg Frauen gegen ihren Willen gezwungen hat, als „Trostfrauen“ zu arbeiten. Abwechselnd wird hier die Geschichte der beiden Schwestern erzählt, die zwar getrennt von einander zurecht kommen müssen, aber deren Leben doch untrennbar miteinander verknüpft sind. Manche Wendungen fühlen sich für mein Empfinden zu gewollt und konstruiert an und auch die Charakterentwicklung eines männlichen Protagonisten ist für mich nicht so recht nachvollziehbar, aber dennoch mochte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Stattdessen blätterte ich, nachdem ich gut die Hälfte dieses Romans gelesen hatte, zur „Anmerkung der Autorin“ und der Auflistung der „Wichtigen Daten“, die am Ende zu finden sind. Hier erfuhr ich, dass einige Historiker der Ansicht sind, dass fünfzig- bis zweihunderttausend koreanische Frauen und Mädchen vom japanischen Militär verschleppt, getäuscht oder verkauft wurden, um während der japanischen Kolonisierung Koreas als Zwangsprostituierte zu dienen. Bei Wikipedia fand ich zu dem Begriff „Trostfrauen“ weitere Informationen und war wieder einmal schockiert über die Ausmaße möglicher Unmenschlichkeiten. Mit diesen Hintergrundinformationen liest sich das Buch anders und es ekelte mich davor, dass in diesem fiktiven Roman vieles zu lesen ist, was vielleicht doch auch genau so oder so ähnlich passiert sein könnte. Sicherlich ein ebenso wichtiges wie erschreckendes Thema. Das führt letztlich dazu, dass ich diesen von einer wahren Geschichte inspirierten Debüt-Roman der Autorin, trotz seiner Ecken und Kanten empfehlen kann, wenn man bereit ist, sich mit dieser dunklen Seite der japanisch/koreanischen Geschichte auseinander zu setzen.

















