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Blessings

4.3(122)
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English
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About the book

'Chukwuebuka Ibeh's writing has a certain delicacy to it, so wonderfully observant, and so beautiful' Chimamanda Ngozi Adichie

'A sublime coming-of-age tale... an extraordinarily composed and deeply felt debut' Guardian

When Obiefuna's father witnesses an intimate moment between his teenage son and the family's apprentice, newly arrived from the nearby village, he banishes Obiefuna to a Christian boarding school marked by strict hierarchy and routine, devastating violence. Utterly alienated from the people he loves, Obiefuna begins a journey of self-discovery and blossoming desire, while his mother Uzoamaka grapples to hold onto her favourite son, her truest friend.

Interweaving the perspectives of Obiefuna and his mother Uzoamaka, as they reach towards a future that will hold them both, BLESSINGS is an elegant and exquisitely moving story of love and loneliness. Asking how we can live freely when politics reaches into our hearts and lives, as well as deep into our consciousness, it is a stunning, searing debut.

'A moving debut about love and loneliness' Sunday Times

'Marks the arrival of Chukwuebuka Ibeh as a significant new moral, literary talent' The i

'Wonderful, vivid' Patrick Gale

'A magnificent debut' Daily Telegraph

SHORTLISTED FOR THE 2024 WILBUR SMITH ADVENTURE WRITING PRIZE

Editions (2)

ISBN9780241618257
PublisherPenguin Books Ltd
Publication Date02/22/24
Pages256

Reviews & Ratings

122 ratings

25 reviews

4.3

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    106 Followers

    5.0

    „Wünschen“ ist ein tiefgründiges, bewegendes Debüt des nigerianischen Schriftstellers Chukwuebuka Ibeh. Er beschreibt darin das Heranwachsen des Jungen Obiefuna im konservativen, homophoben Nigeria der 2000er Jahre. Obiefuna entdeckt früh, dass er lieber tanzt als Fußball spielt. Als er beginnt zarte Bande zu einem älteren Jungen zu knüpfen, schickt ihn sein strenger Vater auf ein autoritäres Jungeninternat. Fern von seiner Familie muss er sich dort behaupten und sich den dortigen Regeln und Hierarchien unterordnen. Seine Internatszeit ist geprägt von Gewalt und der Suche nach Identität. Um im Internat zu überleben, muss er seine Gefühle unterdrücken und sich anpassen. Sehr einfühlsam wird die liebevolle, tiefgehende Beziehung zwischen Obiefuna und seiner Mutter beschrieben. Sie sorgt immer wieder für Lichtblicke innerhalb der Geschichte. Im letzten Viertel des Buchs geht Ibeh auf das 2014 verschärfte Gesetz gegen Homosexualität ein, das ein Leben in Nigeria für queere Personen fast unmöglich macht. Es drohen Haftstrafe, Auspeitschung oder gar die Todesstrafe. Die Regierung erzeugt eine Atmosphäre ständiger Angst. Hier fand ich es sehr spannend, wie unterschiedlich der queere Freundeskreis, dem Obiefuna angehört, auf die Gesetzesverschärfung reagiert. Dieser Aspekt hätte gerne noch ausführlicher vertieft werden können, aber leider endet das Buch recht schnell an dieser Stelle. Dem Autor ist ein tiefgründiges, detailliertes Portrait eines jungen Mannes gelungen, der auf der Suche nach Zugehörigkeit und Identität mit den Machtstrukturen und gesellschaftlichen Normen seines Landes kämpfen muss. Sehr sensibel beschreibt er die innere Zerrissenheit Obienfunas. Ibeh schreibt sehr locker, einfühlsam und beklemmend, so dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird und mitfühlt. Er schreibt über wichtige Themen, über die man hier in Europa (zumindest ging es mir so) viel zu wenig weiß. Mich hat der Roman sehr betroffen zurückgelassen. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter!

    Feb 27, 2026

  • petz
    petz

    28 Followers

    5.0

    Was für ein Debüt (!!!)

    Coming of Age ist eigentlich nicht so mein Genre. Dieses Buch ist so großartig, so schmerzhaft, so voller Gefühl, dass ich wirklich sehr regelmäßig heulend im Zug saß. Vor allem der letzte Teil hat mich wirklich sehr ergriffen. Und es ist kaum aushalten, wenn ich darüber nachdenke, wie manche Leute immer noch behaupten, queere Menschen hätten so rechtlich alles erreicht und dabei völlig ignorieren, was eigentlich auf dem Rest dieses Planeten abgeht. Es gibt sicherlich einige Triggerwarnungen, die man für dieses Buch aussprechen müsste, vor allem im Bezug schwere Erkrankungen und queerfeindliche Gewalt. Aber es ist auch irgendwo das MINDESTE, das man sich diese Realität einmal reinzieht (wenn man das kann und auch, wenn es ein Roman und kein Bericht ist). Als Debüt wirklich sehr sehr stark und berührend und ich bin so dankbar, dass sich wieder durch ein Buch meine Perspektive erweitert hat.

    Mar 4, 2026

  • 5.0

    Emotional, tiefgreifend und realistisch

    Der Roman Wünschen von Chukwuebuka Ibeh ist kein leichtes Buch – und gerade darin liegt seine enorme Kraft. Es ist eine Geschichte, die nicht nur gelesen, sondern durchlebt wird. Immer wieder zwingt der Text dazu, innezuhalten, das Gelesene wirken zu lassen und den Emotionen Raum zu geben. Denn Ibeh erzählt nicht bloß von Homosexualität in Nigeria, sondern von Einsamkeit, familiärer Entfremdung, Angst und dem schmerzhaften Versuch, in einer feindseligen Welt einen Platz für sich selbst zu finden. Im Mittelpunkt steht Obiefuna, ein Junge aus Port Harcourt, der schon früh spürt, dass er anders ist als die Erwartungen seiner Umwelt. Während sein jüngerer Bruder Ekene das Bild traditioneller Männlichkeit erfüllt, ist Obiefuna ruhig, sensibel, tanzt gern und zieht sich lieber in sich selbst zurück. Besonders sein Vater empfindet dieses Anderssein als Bedrohung. Die familiäre Spannung liegt von Beginn an spürbar über der Handlung und verdichtet sich endgültig, als Obiefuna beim Austausch von Zärtlichkeiten mit dem Lehrjungen seines Vaters entdeckt wird. Die darauffolgende Gewalt, körperlich wie emotional, verändert sein Leben grundlegend. Das katholische Jungeninternat, in das Obiefuna anschließend geschickt wird, wird dabei nicht zum Ort der Läuterung, sondern zu einem weiteren Schauplatz von Gewalt, Unterdrückung und sexuellem Missbrauch. Dennoch gelingt Ibeh etwas Bemerkenswertes: Trotz aller Härte verliert der Roman nie seine Menschlichkeit. Obiefuna wird nicht als idealisierte Opferfigur dargestellt, sondern als zutiefst realistischer junger Mensch: ängstlich, zurückhaltend, manchmal passiv, manchmal widersprüchlich. Gerade diese Fehlerhaftigkeit macht ihn glaubwürdig und erschütternd nahbar. Besonders eindrucksvoll ist die Figurenzeichnung insgesamt. Die Charaktere wirken filigran und verletzlich, nie eindimensional. Uzoamaka, Obiefunas Mutter, gehört dabei zu den tragischsten Figuren des Romans. Ihre Liebe zu ihren Kindern steht in ständigem Konflikt mit ihrer Ohnmacht innerhalb patriarchaler Strukturen. Zwischen Schweigen, Missverständnissen und emotionaler Distanz entsteht eine Familiengeschichte voller unterdrückter Gefühle. Viele Szenen leben gerade davon, dass das Entscheidende nie offen ausgesprochen wird. Die fehlende Kommunikation wird zu einer eigenen Form der Gewalt. Dabei bleibt der Roman stets fest in seinem gesellschaftlichen und politischen Kontext verankert. Reale Bedrohungen wie die islamistische Terrorgruppe Boko Haram oder der sogenannte Same Sex Marriage (Prohibition) Act durchziehen die Handlung nicht bloß als Hintergrundrauschen, sondern greifen direkt in das Leben der Figuren ein. Das 2014 verabschiedete Gesetz kriminalisiert gleichgeschlechtliche Beziehungen in Nigeria bis heute mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren; in einigen Regionen mit Scharia-Recht drohen sogar extremere Strafen. Ibeh macht dadurch deutlich, dass Obiefunas Angst keine abstrakte oder individuelle Tragödie ist, sondern gesellschaftlich produziert wird. Gerade deshalb entfaltet Wünschen eine so nachhaltige emotionale Wirkung. Der Roman verzichtet auf Pathos oder einfache Botschaften. Stattdessen zeigt er die schleichenden Verletzungen eines Menschen, der permanent lernen muss, sich selbst zu verstecken. Viele Momente sind von einer stillen Traurigkeit geprägt, die umso stärker trifft, weil sie so nüchtern erzählt werden. Mehr als einmal entsteht beim Lesen das Bedürfnis, um die Figuren und ihre Geschichte zu weinen. Wünschen ist damit weit mehr als ein Coming-of-Age-Roman. Es ist ein sensibles, schmerzhaft ehrliches Porträt eines jungen Mannes und zugleich eine Anklage gegen gesellschaftliche Strukturen, die Menschen ihre Würde und Sicherheit verweigern. Chukwuebuka Ibeh gelingt ein beeindruckendes literarisches Debüt, das lange nachhallt – leise, bitter und zutiefst menschlich.

    May 25, 2026

3 of 25 reviews

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nielienl
nielienlMay 15, 2025

Ich finde die Geschichte bisher sehr eindrücklich und so langsam kann ich auch die Namen auseinander halten. Ich hoffe, wir treffen Aboy noch mal wieder!

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