Braunes Erbe
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Description
Die Quandts, die Flicks, die von Fincks, die Porsche-Piëchs, die Oetkers und die Reimanns zählen zu den reichsten deutschen Unternehmerdynastien. Und dennoch ist ihre dunkle Vergangenheit kaum bekannt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten traten viele Unternehmer in die Partei ein und arbeiteten mit dem Regime zusammen. Sie verdienten an der Aufrüstung und bereicherten sich durch Einsatz von Zwangsarbeitern und Raub jüdischer Unternehmen in Deutschland und in den besetzten Gebieten Europas. David de Jong erzählt auf fesselnde Weise von einem Jahrhundert deutscher Geschichte – und von Dynastien, deren Entscheidungen viele Schicksale bestimmt haben und die bis heute den Alltag von Menschen in Deutschland und der Welt beeinflussen.
Book Information
Author Description
David de Jong, geboren 1986 in den Niederlanden, studierte Politikwissenschaft an der Universität Amsterdam und Geschichte an der Columbia-Universität in New York und der London School of Economics. Er arbeitete als Journalist für Bloomberg News und berichtete aus Amsterdam über das europäische Bank- und Finanzwesen, und aus New York über verborgenen Reichtum und Milliardenvermögen in den USA und Europa. Er lebt in Tel Aviv.
Posts
Wenn auch grundsätzlich in kleinsten Teilen bekannt, ist es immer wieder erschreckend wie oberflächlich die Entnazifizierung in der Nachkriegszeit in Deutschland vonstattenging. Eindrucksvoll recherchierte Fakten über bekannte deutsche Unternehmen, der dahinter stehenden Familien-Clans und ihre NS-Vergangenheit.
David de Jongs Sachbuch Braunes Erbe enthüllt die dunkle Geschichte der reichsten deutschen Unternehmerdynastien (wie Quandt, Flick, Oetker). Es beschreibt detailliert, wie diese Familien während des Nationalsozialismus enormen Reichtum anhäuften – durch die Unterstützung Hitlers, den Einsatz von Zwangsarbeit und die „Arisierung“ jüdischer Unternehmen. Das Buch beleuchtet, wie diese „braunen Erben“ nach dem Krieg größtenteils ungestraft blieben, ihre Unternehmen unbehelligt weiterführten und bis heute oft zögerlich mit ihrer historischen Verantwortung umgehen. Ein wirklich wichtiges Buch, dass Zeit wie sehr die, die am meisten von der damaligen Zeit profitiert haben nun sich Schlupflöcher nutzen, um davon zu kommen, politische Interessen der Alliierten nutzen oder auf die Verdrängung zu setzen, da man nach vorne schauen müsse. Zusätzlich finde ich es super informativ wie das Kapitel der Aufarbeitung geschrieben wurde. Wie sich die Medien zum einen mitgemischt haben, aber auch wie die Reichen, dann selbst im Vorstand sitzen. Beeindruckend finde ich auch die vielen Seiten der Quellenangaben, die man auch durchblättern und nochmal mehr reinlesen kann. Es ist definitiv kein Buch, um dies in einem Rutsch durchzulesen. Manchmal fühlte es sich auch bedrückend an, da muss man auch einfach eine Pause machen. Dennoch muss man sich auch mit diesem Thema befassen!
Must Read
David de Jongs Braunes Erbe sollte fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts sein. Das Buch macht verständlich, weshalb die heutige politische Ordnung so beschaffen ist: Autoritäre Systeme können nur bestehen, wenn einflussreiche wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure sie tragen. De Jong zeigt, wie die Entnazifizierung oberflächlich blieb und bald ökonomischen wie geopolitischen Interessen untergeordnet wurde. Der Antikommunismus der USA erwies sich dabei als maßgeblicher Faktor und wirkt bis heute auf deutsche Wirtschaftseliten und die transatlantische Bindung fort.
Unternehmerdynastien aus Deutschland mit brauner Vergangenheit
Interessantes Buch und auch bestürzend zu erkennen wie mit Vergangenheit umgegangen wird. Reichtümer in NS-Vergangenheit vergrößern, nicht zur Vergangenheit stehen, aber Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer ablehnen, was dem Gemeinwohl dienen könnte. Und dann noch das absolute Unverständnis der Unterstützung des braunen Sümpfen mit diesen Geldern. Endlich mal öffentlich machen ....
De Jong hat in "Braunes Erbe" die Geschichten der großen deutschen Unternehmerdynastien recherchiert und aufgeschrieben. Auch, wenn ich schon vorher einiges wusste ( z.B. über die Familie Quandt) so war ich mir doch bei weitem nicht des Ausmaßes dessen bewusst, wie die im Buch beschriebenen Firmen sich vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg verhalten und bereichert haben. Das spannend geschriebene und gut recherchierte Buch lässt mich entsprechend wütend und frustriert zurück. Ich empfehle es trotzdem oder gerade deswegen zu lesen.
Ein wahnsinnig intensiv recherchiertes, aufschlussreiches Buch zu den Unternehmerdynastien in der Zeit des NS-Regimes.
David de Jong ist mit diesem Buch ein tiefgründiges und sachlich erzählendes Buch gelungen. Zunächst erfährst Du als Leser*in wie die Magnaten überhaupt zu diesen wurden und wie die Verbindungen derer zum NS-Regime entstanden sind. Mit einem sehr hohen Detailgrad schafft der Autor die Familien zu beleuchten, aufzuzeigen welche Rolle bestimmte Personen und Ereignisse bei der Verbreitung des Rechtsextremismus gespielt haben und wie die Politik und die Gesellschaft darauf reagiert haben. Einige Dinge davon waren mir bekannt, andere hingegen völlig neu. Beim Lesen stößt Du immer wieder auf Bilder aus der damaligen Zeit, dadurch ist eine gute Kombination entstanden. Stellenweise waren mir allerdings Einzelheiten zu Detailreich dargestellt. David de Jong erzählt allerdings in dem Buch alles, mit Höhen und Tiefen der damaligen Zeit. Allein der Anhang des Buches mit fast 70 Seiten zeigt, wie intensiv die Recherche des Autors stattgefunden hat. Dieses umfasst neben Quellnachweisen auch die Stammbäume der Familien. Ein für mich sehr aufschlussreiches Buch, welches ich jedem empfehlen kann, der sich für dieses Thema interessiert. 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 Ein wahnsinnig intensiv recherchiertes, aufschlussreiches Buch zu den Unternehmerdynastien in der Zeit des NS-Regimes. 4 | 5 Sterne 🌟 ________________________ Liebe Grüße, Jeanette

Die große Frage nach dem Preis
Mir hat das Buch einen ganz neuen Blick auf die gescheiterte Entnazifizierung eröffnet, weil de Jong plausibel nachweist, dass sich Unternehmertum gerade dadurch auszeichnet, nicht von politischen, sondern von (wirtschaftlichen) Unternehmerinteressen geleitet zu werden. Wenn Unternehmer A die Möglichkeit, die sich ihm bietet, nicht ergreift, leidet sein Unternehmen darunter, während Unternehmer B stattdessen von der Möglichkeit profitiert. Dass die Mittel dabei nicht immer lauter sind, liegt schlichtweg im Wesen des Wettbewerbs. Darf der Unternehmer damit alles? Sicherlich nicht! Die Fragen, die sich mir während der Lektüre gestellt haben -und immer noch stellen-, sind nur, wie groß der moralische Preis für den wirtschaftlichen Erfolg sein darf und wie die Unternehmen heute mit der Frage und ihrer eigenen Unternehmensgeschichte umgehen (müssen/können/sollen/dürfen?). Beeindruckendes Buch über die Abwägbarkeit des Unabwägbaren!
Description
Die Quandts, die Flicks, die von Fincks, die Porsche-Piëchs, die Oetkers und die Reimanns zählen zu den reichsten deutschen Unternehmerdynastien. Und dennoch ist ihre dunkle Vergangenheit kaum bekannt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten traten viele Unternehmer in die Partei ein und arbeiteten mit dem Regime zusammen. Sie verdienten an der Aufrüstung und bereicherten sich durch Einsatz von Zwangsarbeitern und Raub jüdischer Unternehmen in Deutschland und in den besetzten Gebieten Europas. David de Jong erzählt auf fesselnde Weise von einem Jahrhundert deutscher Geschichte – und von Dynastien, deren Entscheidungen viele Schicksale bestimmt haben und die bis heute den Alltag von Menschen in Deutschland und der Welt beeinflussen.
Book Information
Author Description
David de Jong, geboren 1986 in den Niederlanden, studierte Politikwissenschaft an der Universität Amsterdam und Geschichte an der Columbia-Universität in New York und der London School of Economics. Er arbeitete als Journalist für Bloomberg News und berichtete aus Amsterdam über das europäische Bank- und Finanzwesen, und aus New York über verborgenen Reichtum und Milliardenvermögen in den USA und Europa. Er lebt in Tel Aviv.
Posts
Wenn auch grundsätzlich in kleinsten Teilen bekannt, ist es immer wieder erschreckend wie oberflächlich die Entnazifizierung in der Nachkriegszeit in Deutschland vonstattenging. Eindrucksvoll recherchierte Fakten über bekannte deutsche Unternehmen, der dahinter stehenden Familien-Clans und ihre NS-Vergangenheit.
David de Jongs Sachbuch Braunes Erbe enthüllt die dunkle Geschichte der reichsten deutschen Unternehmerdynastien (wie Quandt, Flick, Oetker). Es beschreibt detailliert, wie diese Familien während des Nationalsozialismus enormen Reichtum anhäuften – durch die Unterstützung Hitlers, den Einsatz von Zwangsarbeit und die „Arisierung“ jüdischer Unternehmen. Das Buch beleuchtet, wie diese „braunen Erben“ nach dem Krieg größtenteils ungestraft blieben, ihre Unternehmen unbehelligt weiterführten und bis heute oft zögerlich mit ihrer historischen Verantwortung umgehen. Ein wirklich wichtiges Buch, dass Zeit wie sehr die, die am meisten von der damaligen Zeit profitiert haben nun sich Schlupflöcher nutzen, um davon zu kommen, politische Interessen der Alliierten nutzen oder auf die Verdrängung zu setzen, da man nach vorne schauen müsse. Zusätzlich finde ich es super informativ wie das Kapitel der Aufarbeitung geschrieben wurde. Wie sich die Medien zum einen mitgemischt haben, aber auch wie die Reichen, dann selbst im Vorstand sitzen. Beeindruckend finde ich auch die vielen Seiten der Quellenangaben, die man auch durchblättern und nochmal mehr reinlesen kann. Es ist definitiv kein Buch, um dies in einem Rutsch durchzulesen. Manchmal fühlte es sich auch bedrückend an, da muss man auch einfach eine Pause machen. Dennoch muss man sich auch mit diesem Thema befassen!
Must Read
David de Jongs Braunes Erbe sollte fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts sein. Das Buch macht verständlich, weshalb die heutige politische Ordnung so beschaffen ist: Autoritäre Systeme können nur bestehen, wenn einflussreiche wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure sie tragen. De Jong zeigt, wie die Entnazifizierung oberflächlich blieb und bald ökonomischen wie geopolitischen Interessen untergeordnet wurde. Der Antikommunismus der USA erwies sich dabei als maßgeblicher Faktor und wirkt bis heute auf deutsche Wirtschaftseliten und die transatlantische Bindung fort.
Unternehmerdynastien aus Deutschland mit brauner Vergangenheit
Interessantes Buch und auch bestürzend zu erkennen wie mit Vergangenheit umgegangen wird. Reichtümer in NS-Vergangenheit vergrößern, nicht zur Vergangenheit stehen, aber Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer ablehnen, was dem Gemeinwohl dienen könnte. Und dann noch das absolute Unverständnis der Unterstützung des braunen Sümpfen mit diesen Geldern. Endlich mal öffentlich machen ....
De Jong hat in "Braunes Erbe" die Geschichten der großen deutschen Unternehmerdynastien recherchiert und aufgeschrieben. Auch, wenn ich schon vorher einiges wusste ( z.B. über die Familie Quandt) so war ich mir doch bei weitem nicht des Ausmaßes dessen bewusst, wie die im Buch beschriebenen Firmen sich vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg verhalten und bereichert haben. Das spannend geschriebene und gut recherchierte Buch lässt mich entsprechend wütend und frustriert zurück. Ich empfehle es trotzdem oder gerade deswegen zu lesen.
Ein wahnsinnig intensiv recherchiertes, aufschlussreiches Buch zu den Unternehmerdynastien in der Zeit des NS-Regimes.
David de Jong ist mit diesem Buch ein tiefgründiges und sachlich erzählendes Buch gelungen. Zunächst erfährst Du als Leser*in wie die Magnaten überhaupt zu diesen wurden und wie die Verbindungen derer zum NS-Regime entstanden sind. Mit einem sehr hohen Detailgrad schafft der Autor die Familien zu beleuchten, aufzuzeigen welche Rolle bestimmte Personen und Ereignisse bei der Verbreitung des Rechtsextremismus gespielt haben und wie die Politik und die Gesellschaft darauf reagiert haben. Einige Dinge davon waren mir bekannt, andere hingegen völlig neu. Beim Lesen stößt Du immer wieder auf Bilder aus der damaligen Zeit, dadurch ist eine gute Kombination entstanden. Stellenweise waren mir allerdings Einzelheiten zu Detailreich dargestellt. David de Jong erzählt allerdings in dem Buch alles, mit Höhen und Tiefen der damaligen Zeit. Allein der Anhang des Buches mit fast 70 Seiten zeigt, wie intensiv die Recherche des Autors stattgefunden hat. Dieses umfasst neben Quellnachweisen auch die Stammbäume der Familien. Ein für mich sehr aufschlussreiches Buch, welches ich jedem empfehlen kann, der sich für dieses Thema interessiert. 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 Ein wahnsinnig intensiv recherchiertes, aufschlussreiches Buch zu den Unternehmerdynastien in der Zeit des NS-Regimes. 4 | 5 Sterne 🌟 ________________________ Liebe Grüße, Jeanette

Die große Frage nach dem Preis
Mir hat das Buch einen ganz neuen Blick auf die gescheiterte Entnazifizierung eröffnet, weil de Jong plausibel nachweist, dass sich Unternehmertum gerade dadurch auszeichnet, nicht von politischen, sondern von (wirtschaftlichen) Unternehmerinteressen geleitet zu werden. Wenn Unternehmer A die Möglichkeit, die sich ihm bietet, nicht ergreift, leidet sein Unternehmen darunter, während Unternehmer B stattdessen von der Möglichkeit profitiert. Dass die Mittel dabei nicht immer lauter sind, liegt schlichtweg im Wesen des Wettbewerbs. Darf der Unternehmer damit alles? Sicherlich nicht! Die Fragen, die sich mir während der Lektüre gestellt haben -und immer noch stellen-, sind nur, wie groß der moralische Preis für den wirtschaftlichen Erfolg sein darf und wie die Unternehmen heute mit der Frage und ihrer eigenen Unternehmensgeschichte umgehen (müssen/können/sollen/dürfen?). Beeindruckendes Buch über die Abwägbarkeit des Unabwägbaren!














