Das Loch

Das Loch

Hardback
3.7117

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Description

Mit feinem Gespür für das Verstörende in einer sich auf rätselhafte Weise verändernden Welt erzählt Hiroko Oyamada vom Leben einer jungen Frau, die von der Stadt aufs Land zieht und zwischen Arbeit und Familie nach ihrem eigenen Leben sucht.

«Hiroko Oyamada fördert den Schrecken des vorhersehbaren Wandels zutage – die Unvermeidlichkeit unseres Seins und unserer Bestimmung.» The New York Times

Ausgezeichnet mit dem Akutagawa Prize, dem wichtigsten Literaturpreis Japans

Ein junges Paar zieht von der Großstadt aufs Land. Asa folgt ihrem Mann, der von seiner Firma versetzt wird, ihren eigenen Job gibt sie auf. Warum tut sie das? Sie ist nicht schwanger, Kinder sind nicht geplant, sie könnte pendeln. Und ausgerechnet das Heimatdorf ihres Mannes, das Haus neben den Schwiegereltern, bietet sich als neue Bleibe an. Während ihr Mann fast rund um die Uhr arbeitet, versucht Asa, sich an ihr neues Leben als Hausfrau zu gewöhnen.

Es ist heiß in diesem Sommer, Unmengen lärmender Zikaden rücken ihr regelrecht auf den Leib, und der einzige Fluss in der Gegend wirkt vor lauter Müll «wie aus Gelatine gemacht». Als Asa sich eines Tages bei unerträglichen Temperaturen auf den Weg in den Nachbarort macht, fällt sie in ein Loch, das scheinbar nur für sie gegraben wurde. Von da an wird Asa immer tiefer in eine unheimliche, eigenmächtige Landschaft gezogen – bis sie ihrer Wahrnehmung nicht mehr traut.

«Hiroko Oyamadas Romane bewegen sich im Grenzland zwischen Realität und Fantastik, in einer unheimlichen Landschaft. Doch woher kommt der Schrecken in diesen hell erleuchteten, temperaturregulierten Welten? Aus der Natur oder besser gesagt dem, was so tut, als wäre es Natur.» The New York Review of Books

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
128
Price
22.70 €

Author Description

Hiroko Oyamada wurde 1983 in Hiroshima geboren, wo sie heute noch mit ihrer Familie lebt. Nach ihrem Studium der Japanischen Literatur arbeitete sie in wechselnden Jobs, unter anderem bei einem Autohersteller. Diese Erfahrung diente ihr als Inspiration für ihren Debütroman Kōjō (2013; deutsch: Die Fabrik), für den sie zahlreiche Preise erhielt und der nun erstmals auf Deutsch vorliegt. Für ihren zweiten Roman Ana (2014; 2024 auf deutsch: Das Loch) erhielt sie den Akutagawa-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung in Japan. Ihre Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. 2025 erschienen in Japan zwei neue Bücher von ihr, darunter ein Familienroman über die Erinnerungen an die Zeit der Atombombenabwürfe und des Pazifischen Kriegs.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
N/A
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9%
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70%
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55%
28%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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100%

Pace

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Variable0%

Writing Style

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Moderate100%
Bildhaft (100%)Minimalistisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

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All
4

Ein junges Ehepaar zieht aufgrund der Versetzung von dem Mann von der Stadt in die japanische Provinz. Das Haus, in das sie ziehen, gehört den Eltern von des Mannes, es ist in direkter Nachbarschaft zu dessen Eltern. Für Asa ändert sich das gewohnte Leben komplett, sie findet keine Arbeit und hat kaum mehr Sozialkontakte. Bis sie in dieses seltsame Loch fällt. Die Erzählweise ist typisch japanisch, sehr reserviert, knapp und durchzogen von japanischer Kultur und Gepflogenheiten. Den Sprachstil mochte ich sehr gerne, aber die Geschichte konnte mich nicht komplett fesseln.

3

3-3.5/5 Sterne Nachdem ich die Vegetarierin gelesen habe, tauchte unter anderem dieses Buch in meinen Empfehlungen auf. Spontan habe ich es heute Abend gelesen und...bin verwirrt. Es hat sich zwar angenehm weggelesen und es war auch die ganze Zeit so ein subtiler unangenehmer Gegensatz zwischen der sommerlichen, hellen Beschreibung der Umgebung und des seltsamen Verhaltens derselben sowie der ganzen Personen. Aber ich bin ehrlich, ich habe es nicht verstanden. Ich weiß einfach nicht, was diese Geschichte mir mitteilen wollte und das hinterlässt jetzt ein eher unbefriedigendes Gefühl. 🥲

3.5

Das Gefühl von Sommerferien

Als Ehefrau kehrt die junge Asahi mit ihrem Mann in sein Heimatdorf auf dem Land zurück, gibt ihren Job in der Stadt auf und sitzt plötzlich jeden Tag allein in ihrem Haus bis der Mann um Mitternacht aus dem Büro zurückkehrt. Nebenan wohnen die Schwiegereltern, Nachbarn sind distanziert, die Hitze ist tagsüber kaum erträglich. Was stellt man für Überlegungen in diesem Vakuum an? Was für ein Tier hat das Loch gegraben, in das sie auf dem Weg zum 7-Eleven gefallen ist? Warum wässert der Großvater nebenan von früh bis abends ununterbrochen den Garten? Hiroko Oyamads lenkt den Fokus auf die vielen tagtäglichen Eindrücke, das kaum überschaubare Konstrukt unbekannter Traditionen und Beziehungen, die Haltlosigkeit und Fantasie einer einzelnen Frau.

4

DAS LOCH Hiroko Oyamada Asahis Mann wurde versetzt. Da bietet es sich an, in das Geburtsdorf ihres Mannes zu ziehen - schließlich ist dieses Dorf ganz in der Nähe seines neuen Arbeitsplatzes. Der Zufall will es, dass ein Haus, das die Schwiegereltern regelmäßig vermieten, gerade leer steht. Das dieses Haus sich direkt neben dem Haus der Schwiegereltern befindet, stört weder Asahi noch ihren Ehemann. Ihre Kollegin beneidet sie um die Veränderung, eine Hausfrau zu werden und nicht mehr wie jetzt eine von der Firma ausgenutzte, schlecht bezahlte Teilzeitkraft zu sein. Doch es kommt anders: Asahi vermisst ihre Arbeit, ihr Mann kommt nie vor Mitternacht nach Hause und wenn er daheim ist, beschäftigt er sich mit seinem Handy. Die Hausarbeit und das Kochen füllen sie nicht aus. Als sie die Umgebung erkundet, sieht sie ein seltsames Tier, folgt diesem und fällt in ein Loch, aus dem sie nicht mehr alleine herauskommt. Glücklicherweise kommt ihr eine Nachbarin zur Hilfe - doch ab diesem Tag passieren seltsame Dinge … Ich liebe diese skurrilen japanischen Autor*innen. Dieses feine Buch mit gerade einmal 123 Seiten besticht durch surrealistische oder fantastische kleine Handlungsstränge, die am Ende offen bleiben und zum Nachdenken anregen. Für meinen Geschmack hätte es noch ein wenig ausführlicher sein dürfen, aber ich bin mir sicher, wenn man das Buch ein weiteres Mal liest, entdeckt man noch viele kleine Dinge, die einem beim ersten Lesen verborgen blieben. Fazit: Ganz sicher kein Buch für die breite Lesermasse. Wer diese japanischen Autor*innen mag, wird dieses Buch lieben. Für mich ein Edel-Snack wie ein Gunkan-Maki 4/ 5

Post image
4.5

Ihr wollt Alice im Wunderland - sozialkritisch und feministisch?! Dann lest „Das Loch“ 🕳️💕

Wie schnell unser Leben umgekrempelt werden kann und sich unsere Identität damit verändert, zeigt uns Hiroko Oyamada. Die schöne und prägnante Novelle „Das Loch“ beginnt, als Asas Ehemann einen Job weit weg von der Stadt annimmt und sie ihr Leben entwurzeln und dankbar ein Haus annehmen, das den Schwiegereltern gehört und in dem sie kostenfrei leben könnend. Asa beginnt schnell zu spüren, wie sich ihr Identitätsgefühl verflüchtigt, als ihre Tage immer mehr von der Realität abdriften zu scheinen. In Oyamadas Geschichte sind Geräusche, Gerüche und Lebewesen in der Welt verankert, während sie gleichzeitig in magischen Realismus übergehen, und die Grenzen sich verwischen. Mit üppiger sensorischer Prosa untersucht Oyamada die sozialen Erwartungen, die unseren Identitäten - insbesondere für Frauen - in diesem glückselig seltsamen und metaphorischen Roman, auferlegt werden. Zu Beginn des Romans ist Asa sehr tief in einem städtischen Arbeitsleben und einer Arbeitslebenidentität inklusive Kollegenfreunden verwurzelt, Überstundenerschöpfung und das typische Geplänkel sind an der Tagesordnung von nicht festangestellten Mitarbeitern, die sich darüber ärgern, dass die Festangestellten massive Boni erhalten. All dies switcht mit dem Umzug schnell in ein ländliches Leben, in dem Gehaltsabrechnung und Papierkram nicht mehr so wichtig erscheinen und durch eine sensorische Überlastung aus der natürliche Umgebung und Natur abgelöst werden. Ihre Sinne werden von bedrückender Hitze, der fast alarmierenden Lautstärke von Zikaden, den Gerüchen von Gras und jeder Beschreibung der Natur überwältigt, inklusive einer Fülle von Käfern, die über alles kriechen. In gewisser Weise erinnert uns Oyamada daran, dass das Leben und die Arbeit in der Stadt ein impermanentes menschliches Konstrukt ist, während die Natur eine unaufhaltsame ewige Kraft besitzt. Ohne ihre sozialen Netzwerke und die urbane Gesellschaft verliert sich Asa immer mehr in einer Isolation. Asa hat ihren Job aufgegeben, um umzuziehen, und da es keine finanziellen Sorgen mehr gibt, sagt sie sich selbst, dass sie glücklich sein sollte. "Du wirst frei sein", behauptet ihre Freundin mit einem Hauch von Eifersucht, "das ist das Leben". Asa stellt jedoch bald fest, dass sich ihr Leben leer und fad anfühlt und dass sie "jegliches Zeitgefühl verloren hat". „Ich habe keine Termine oder Fristen. Die Tage rutschen mir durch die Finger.“ Der Umzug destabilisiert auch das Identitätsgefühl von Asa der Angestellten, der Freundin usw. hin dazu einfach "die junge Ehefrau" zu sein, wie eine Nachbarin sie bezeichnet. Sie beginnt zu bemerken, wie sehr sich unser Selbstwertgefühl in unserer Nähe zu anderen und unseren Beziehungen zu ihnen widerspiegelt. Warum hat sie mich immer wieder "die junge Ehefrau" genannt? Niemand hatte mich jemals zuvor so genannt. Als ich arbeitete, nannten mich die Leute immer Matsuura. Andererseits hatten wir uns gerade erst kennengelernt. Sie konnte mich schlecht "Asa" nennen, wie Tomiko es tut. Sie konnte mich definitiv auch nicht "Matsuura" nennen. „Selbst mein Mann konnte in ihren Augen nicht "Matsuura" sein. Ich schätze, das würde mich zu "der jungen Ehefrau" machen.“ Oyamada liefert in diesem Buch eine schneidende feministische Kritik an sozialen Normen, wie z.B. der geschlechtsspezifischen Rollen in der Ehe. Viele dieser Normen können als durch den Kapitalismus begründet beobachtet werden. Als "Hausfrau" , hadert sie damit, ihm vernünftige Mahlzeiten zur Verfügung zu stellen, wie in einer besonders prägnanten Szene, in der sich ein kurzes Gespräch ergibt, bezüglich der Notwendigkeit alle Nuancen des Kochens von Mahlzeiten zu berücksichtigen, um seinen Bedürfnissen am besten zu entsprechen. Sie beginnt sich schuldig zu fühlen, weil sie nicht arbeitet und kein Geld verdient. Es gibt ihr das Gefühl, dass das Geld, ohne dass sie arbeitet, nicht wirklich eine "gemeinsame" Sache ist, sondern etwas, das er zur Verfügung stellt und das sie verwendet, und das sich der Wert ihres menschlichen Lebens auf ihre Rentabilität und ihr Bankkonto bemisst. Dies spiegelt sich auch in den bizarren Ereignissen wider, die Asa passieren, die Realität sein könnten oder auch nicht - die sie erlebt, nachdem sie in das Loch gefallen ist. Während einer Besorgung für ihre Schwiegermutter Tomiko folgt Asa einem seltsamen Tier in das Gebüsch und fällt in ein Loch, das perfekt zu ihr zu passen scheint. "Das Loch fühlte sich an, als wäre es genau meine Größe", denkt sie, "eine Falle, die nur für mich gemacht wurde". Später entdeckt sie das Feld voller Kinder, die alle in und aus Löchern kriechen und rufen, dass die Löcher überall sind. Das Loch dient auf einer metaphorischen Ebene für mehrere Zwecke, es ist ein Portal von Alice's Abenteuer im Wunderland, ein Grab, ein Abbild eines Lochs in der Gesellschaft, in das wir alle passen müssen. Während ihrer arbeitsfreien Tage in der Sommerhitze trifft sie meist auf andere, die als unproduktive Mitglieder der Gesellschaft gelten. Da ist der ältere Großvater, der den ganzen Tag im Garten steht und einen Schlauch hält und den Garten wässert, die Schulkinder, die ziellos umherstreunen, und ein mysteriöser Mann, der behauptet, ihr Schwager zu sein, obwohl sie noch nie von ihm gehört hat. Der Schwager behauptet, nicht in der Lage gewesen zu sein, mit dem Leben so weiterzumachen, wie es seine Familie tut - so wie es "normale" Menschen tun, und akzeptierte seinen Außenseiterstatus, er ist ein sogenannter Hikikomori. Er hat keinen erkennbaren Job, obwohl er anscheinend etwas Geld hat, lebt in einem Schuppen hinter dem Haus seiner Eltern und hängt mit den einheimischen Kindern ab, die ihn alle Sensei nennen. "Junge Ehefrau - bitte denken Sie nicht schlecht von ihnen, weil sie mich versteckt halten", fleht er Asa an: "Ich bin es. Ich bin der Schlechte. Ich habe das Gefühl, dass man, wenn man nicht im "normalen" Leben inklusive Ehe und endlos langer Arbeit gefangen ist, Scham empfinden und sich als den "Schlechten" anerkennen muss.“ Es scheint, dass dieses Loch Asa in das Reich der Schlechten, Abtrünnigen gebracht hat, die keinen Platz in der Gesellschaft haben. Leider wird das Buch etwas schwerfällig, wenn es die Verbindungen zu Alice im Wunderland unter die Lupe nimmt und sie unverhohlen aufdröselt, anstatt die Leser sie selbst verknüpfen zu lassen. Die Bilder waren bereits da, insbesondere der Opa, der mit seinem sich ständig erweiternden Chesire-Katzengrinsen "fast wie ein Schatten aussah", und das Tier, das sie in ein Loch führte. Das Gespräch zwischen Asa und dem Schwager, in dem auf jede Metapher eingegangen wird, um sicherzustellen, dass jeder es versteht, ist gut und es gibt einige wunderbare Punkte, aber ehrlich gesagt fühlte es sich in einem ansonsten verträumten surrealen Roman zu plakativ und seltsam an. Insgesamt wird ein "Ich lese ernsthafte Literatur"-Feeling vermittelt, das ich persönlich genieße, mit Metaphern, die erblühen, aber es war eine Schande, dass sie so übermäßig erklärt werden. Das Buch kommt zu einem schönen Abschluss mit einer schönen kleinen Wendung, um die surrealistischen Ereignisse zu würdigen und insgesamt war es eine entzückende kleine Lektüre. Insbesondere die Prosa mit ihrer sensorischen Überbordung ist himmlisch, um einzutauchen, und die Sozialkritik wird gut angeprangert , die Umsetzung funktioniert für mich hervorragend. Einige Leser werden jedoch innehalten, wenn Asa erwähnt, dass ihre Schwiegermutter ihren Job so sehr liebte, dass sie "nur" sechs Monate Mutterschaftsurlaub nahm. Nur. In einem Roman über die kapitalistischen Einschränkungen, welche Frauen unterdrücken, verschärft es nur den Umstand, dass nicht jede Frau auf der Welt die Möglichkeit hat, Mutterschaftsurlaub zu nehmen. Insgesamt hat mir die Lektüre viel Freude bereitet und ich freue mich mehr von der Autorin zu lesen.

5

Irgendwie leicht verstörend und doch mit einer Sogwirkung, dass man nicht aufhören kann zu lesen. Was ist real, was erträumt?

Irgendwie leicht verstörend und doch mit einer Sogwirkung, dass man nicht aufhören kann zu lesen. Was ist real, was erträumt?
3

Es gibt sicher Interpretationsspielräume, um in dieser Novelle eine asiatische feministische Variante von „Alice im Wunderland“ zu entdecken , die mich sprachlich zwar fesseln konnte aber deren tieferer Sinn mir jedoch leider verborgen blieb!

4.5

Tolles Buch mit Sogwirkung

4

Wow ein wirklich interessantes Buch

Wir begleiten in dieser Geschichte ein junges Paar. Dieses Paar beschließt aufs Land zu ziehen. Durch die Großzügigkeit seiner Mutter, können die beiden in dem Haus leben, ohne Miete bezahlen zu müssen. Eines Tages muss die Frau aufgrund eines Anrufs, etwas erledigen und fällt dann in ein Loch. Was dann passiert, müsst ihr selbst lesen, weil das Buch nun wirklich nicht sehr dick ist. Wie hat es mir gefallen? Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie war sehr atmosphärisch geschrieben. Die Zikaden zirpen immer noch in meinem Ohr 😉. Es war irgendwie auch immer eine gewisse Spannung zu spüren. Ich kann mir bis zum Ende nicht erklären, wo diese eigentlich her kam. Ich möchte das Zusammenspiel aus Realität und Fantasie. Absolut genial komponiert. Ich weis nicht so recht was ich von dem Ende halten soll. Irgendwie fasziniert es mich und gleichzeitig stehe ich am Ende da, wie „Max in der Sonne“. Ich kann es jedem empfehlen, der vielleicht mal zwischendrin etwas lesen möchte, was nicht besonders anstrengt aber einen doch sehr gut unterhält. Ich habe das Buch als eBook gelesen aufgrund seiner kurzen Seitenzahl. Ob ich es mir noch für mein Bücherregal zulegen werde, kann ich aktuell noch nicht sagen. Von mir gibt es vier Sterne ⭐️ ⭐️⭐️⭐️

4.5

Wirklich eine sehr interessante Lektüre!

Für mich wirklich ein besonderer Roman. Die Geschichte ist grotesk im besten Sinne und die deskriptive Erzählweise passt erstaunlich gut dazu. Für mich persönlich hat sich die Lektüre ein bisschen kafkaesk angefühlt, allerdings ganz ohne deprimierend oder beklemmend zu sein. Ich würde „Das Loch“ definitiv jedem Fan von etwas surrealeren Geschichten empfehlen!

3.5

Was geschieht, wenn man als verheiratete Frau weder Karriere macht noch Kinder erzieht und dann auch noch in die Provinz ins Nachbarhaus der Schwiegereltern zieht, mit einem Ehemann, der selten anwesend und dann auch nur am Handy ist? Asahi fällt in ein Loch, einem in der Erde, aber auch im übertragenen Sinne. Magischer Realismus auf japanische Art.

Mir hat der Schreibstil und die Sprache gut gefallen. Ich konnte mit Asahi nachfühlen, auch die Thematik rund um Hikikomori des mysteriösen Schwagers war geschickt in den Plot eingebunden. Ich hätte gerne mehr zum weiteren Verlauf des Lebens von Asahi, aber auch der Nachbarin Frau Sera und des Schwagers erfahren. Das angedeutete offene Ende hat mich daher etwas enttäuscht zurückgelassen.

5

Lesenswerte Novelle

Eingebettet in japanische Kultur ist der Autorin eine gelungene feministische Geschichte gelungen, die aber bei mir noch viele Fragen offen lasst…

Lesenswerte Novelle
4

Ich habe es gern gelesen, aber es lässt mich auch etwas ratlos zurück.

3

Sprachlich ein hervorragendes Buch, doch weder der Feminismus, noch generell der Sinn der Geschichte hat sich mir erschlossen.

4

Das Loch" von Hiroko Oyamada ist eine kurze Geschichte, die sich in einer japanischen Provinz zuträgt. Die Autorin hat hierfür einen renommierten Preis gewonnen. In typisch japanischer, reservierter Erzählweise begleiten wir Asa, die ihrem Mann von der Stadt aufs Land folgt. Aus ihrer Sicht ist die Geschichte, die in Teilen an Alice im Wunderland denken lässt, erzählt. Sie scheint zunächst nicht damit zu hadern, dass sie ihren Job aufgibt,der sowieso nur eine wenig prestigeträchtige Teilzeitstelle war. Auf dem Land angekommen, versucht Asa sich einzuleben. Sie wohnen im Haus neben ihren Schwiegereltern, die noch berufstätig sind und Asas Mann geht den ganzen Tag arbeiten. Auf der Suche nach einem neuen Sinn in ihrem Leben, fällt sie eines Tages auf dem Weg in den örtlichen 7eleven plötzlich in ein Loch, was einen Wendepunkt in der Erzählung markiert. Von da an passieren seltsame Dinge, sie trifft zB auf ein Tier, das sie noch nie zuvor gesehen hat und auf einem Mann, der ein Verwandter sein soll, von dem sie noch nie zuvor gehört hat.. und so scheinen sich extreme Wetterereignisse und Erlebnisse zuzuspitzen, bis sie eines Tages so plötzlich durch ein Ereignis aufhören, wie sie begannen.. kann Asa ihrer Wahrnehmung trauen? Können wir als Leserinnen Asas Erzählung trauen? Ein Roman, bei dem Grenzen verschwimmen und vieles unerklärlich bleibt. Ich habe ihn super gern gelesen und war von Anfang bis Ende gespannt wie sich die Geschichte entwickelt. Es hätte viele Anknüpfungspunkte geben können, so war ich gespannt ob sich die Rolle der Frau, die hier durchaus ambivalent dargestellt wird, als Fokus entpuppen wird, oder es auf etwas ganz anderes hinaus läuft. Dass es am Ende sehr abrupt enden wird, hatte ich vermutet. Das lässt natürlich die meisten Fragen eher unbeantwortet. Damit kann ich meist nicht so gut umgehen, hier hat es mich aber nicht gestört- weil es irgendwie ins Gesamtkonstrukt passt und weil die Geschichte wohl kurz genug war. Also habe ich durchaus gemischte Gefühle, fand aber den Roman insgesamt erfrischend anders, kurzweilig und super erzählt.

5

Mystisch

Man wartet immer was wohl als Nächstes kommt… Wohlige, leicht temperierte Spannung :)

4

Eine junge Frau zieht mit ihrem Ehemann aus der Großstadt hinaus aufs grüne Land. Aufgrund der Entfernung muss Asa ihren Beruf aufgeben, doch zum Glück handelt es sich beim neuen Haus um eines Ihrer Schwiegereltern - Miete muss das junge Paar nicht zahlen. Sie sind Kinderlos und planen diese für die nächste Zeit auch nicht ein. Alles klingt im ersten Augenblick für viele wie ein Traum, wieso, versteht Asa nicht. Nach nur kurzer Zeit fällt Sie wortwörtlich in ein Loch, dass wie für sie gemacht zu sein scheint. Sie klettert heraus und plötzlich wirkt nichts mehr so, wie es einmal war. Oder war es schon immer so und es ist nur ihr aufgefallen? Hiroko Oyamada oder im Japanischen Oyamada Hiroko genannt, hat es geschafft in diesem kleinen Büchlein subtil viele Themen zu vereinen, die einen im Nachhinein zum Nachdenken anregen. Arbeitsethik in Japan, Erwartungen an Frauen und Heirat, sowie der Verlust einer alltäglichen Struktur. Realität und Fantasie verschwimmt, eine Grenze die schmaler ist, als man denkt- denn alles ist eine Frage der Wahrnehmung.

4

Das Buch lässt mich total ratlos und mit einigen Fragen da stehen. Mir hat die skurrile Art der Autorin sehr gefallen und auch der schreibstil ließ sich schnell und gut lesen. Es gab viele Naturbeschreibungen und der Film in meinem Kopf lief ab. Ich war total in der Story drin und es hatte eine gewisse bedrückende Atmosphäre und Anspannung. Das Ende lässt tatsächlich viel Interpretationsmöglichkeiten offen. Für mich ein absolut tolles Buch!

4

“Das Loch” von Hiroko Oyamada erzählt vom Leben eines jungen Paares, welches von der Großstadt aufs Land zieht. Das Haus neben den Schwiegereltern steht leer und bietet sich an, dort günstig zu leben. Nur gibt es auf dem Dorf weder Arbeit, noch Vergnügen. Man sieht kaum Menschen auf der Straße und Asahis Leben verwischt zwischen Realität und Phantastik. Die junge Frau Asahi gibt ihren Beruf nach dem Umzug auf und wird Hausfrau. Obwohl keine Kinder erwartet werden und das Pendeln in die Stadt möglich wäre, sieht sie keinen Sinn, diese Strapaze auf sich zu nehmen. Die Tage auf dem Land plätschern dahin und Asahi versteht den Traum der Frauen nicht endlich nur Hausfrau sein zu dürfen. Ihr Leben ist überschaubar, der tägliche Weg zum Supermarkt, die Wäsche erledigen und ab Mittag nur noch Langeweile. Nach kurzer Zeit wird dieser Zustand jedoch zur Normalität. Auf dem Weg zum Bankautomaten in einem 7-Eleven-Shop begegnet Asahi einem Tier ohne Namen und folgt diesem in Richtung Uferböschung in das Gebüsch. Plötzlich fällt sie in ein Loch, es roch nach Gras und frischer Luft - nicht unangenehm und doch war ein Herauskommen alleine nicht möglich. Nur durch Hilfe konnte sich Asahi aus dem Loch befreien. Seit diesem Vorfall wurde alles anders und die Grenzen zwischen der Realität und Einbildung verschwimmen oder war es schon vor ihrem Sturz in das Loch? Die Autorin versteht es perfekt die japanische Literatur in Szene zu setzen. Der Roman wurde in der Ich-Form geschrieben, die Protagonistin wird in ihrer Rolle als Frau und vor allem Hausfrau sehr gut beschrieben. Der Alltag des jungen Paares und das Familienleben werden bildlich wiedergegeben und das Leben in der japanischen Gesellschaft, vor allem im Dorf, dem/der Leser:in nahe gebracht. Ihr Mann ist in seinem neuen Job sehr eingespannt und zieht seine Arbeit und das Handy der Gesellschaft seiner Frau vor. Kann Asahi mit ihrem Mann über den verwirrten Großvater und den Schwager, den niemand bisher erwähnte sprechen? Will sie ihn mit ihren Gedanken und Sorgen belästigen? Auf wenig Seiten gibt es viele Wendungen und ich wurde in das abstrakte Leben der jungen Frau gezogen. Was ist ihre Bestimmung und ist es für sie von Wert, diese zu finden? Ihre Wahrnehmung spiegelt falsche Tatsachen oder ist es ihre Realität? Was passiert mit ihrem Geist, ihren Sinnen und ihrem Leben? Findet sie ihren Weg? Es bleiben viele offene Fragen und nachdenklich bleibe ich als Leser:in zurück. Ein Lesevergnügen für Freunde der japanischen Literatur.

4

Als Asas Mann versetzt wird, beschließen die beiden, von der Großstadt aufs Land zu ziehen. Dort leben sie im Haus neben den Schwiegereltern und Asa muss aufgrund der Entfernung ihren Job aufgeben. Nun verbringt sie ihre Tage allein, kommt ihren Pflichten als Hausfrau nach und hilft manchmal ihrer Schwiegermutter aus. Als sie für diese einen Botengang erledigen soll, fällt sie wortwörtlich in ein Loch. Eine Frau hilft ihr hinaus und fortan scheint alles um sie herum so seltsam und anders. „Das Loch“ ist der zweite Roman der japanischen Autorin Hiroko Oyamada, für welchen sie mit dem renommierten Akutagawa Prize ausgezeichnet wurde. Die Übersetzung stammt von Nora Bierich, die auch Autoren wie Kenzaburō Ōe und Yukio Mishima ins Deutsche überträgt. Die Handlung erzählt Protagonistin Asa selbst, so als würde sie einer Freundin berichten, was in ihrem Leben in den letzten Wochen vorgefallen ist. Das bedeutet allerdings auch, dass wir uns auf ihre Wahrnehmung verlassen müssen und diese scheint sich nach dem Vorfall mit dem Loch zu verschieben . Zunächst könnte der Roman als reine Sozialkritik an der Rolle der Frau in der Gesellschaft verstanden werden, für die stets die Karriere des Manns im Vordergrund stehen soll – egal, wie sich das auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt. Doch bald ereignen sich Szenen, die mich stark an Haruki Murakami erinnert haben. Asa begegnet einem bizarren schwarzen Tier, fällt in ein Loch, das extra für sie gegraben zu sein scheint und trifft auf den Bruder ihres Mannes, dessen Existenz ihr gegenüber noch nie jemand erwähnt hat. Auch die Natur scheint ein bedrohendes Eigenleben zu entwickeln, mit Regengüssen und Massen von Zikaden. Irgendwann im Verlauf der Handlung verwischen die Grenzen zwischen dem, was wirklich passiert und dem, was Asa sich möglicherweise nur einbildet. Das Ende des Romans kam für mich dann sehr abrupt und lässt mich mit zahlreichen Fragen zurück, auf die es vermutlich keine klaren Antworten gibt.

4

Dafür liebe ich dünne Bücher - wenn auf so wenigen Seiten mehr drin steckt, als man auf den ersten Blick denkt 👌🏻

4

Japanischer „magischer“ Realismus oder eine moderne Fabel?

Eine Frau zieht gemeinsam mit ihrem Mann aufs Land, da dieser geschäftlich versetzt wurde. Hier wird sie gezwungenermaßen Hausfrau und muss sich mit dem neuen Leben auf dem Land und ihrer „Langeweile“ abfinden. dann fällt sie eines Tages bei einem kurzen Spaziergang nicht nur symbolisch, sondern buchstäblich in ein Loch. Und Realität und Surrealität fangen an sich zu vermischen. Vielleicht nicht etwas für jedermann, aber mir hat dieses leicht surreale, japanische „Märchen“ gut gefallen.

4

Die Stimmung in dem Buch gefiel mir sehr gut

3.5

Die endlosen Sommerferien der arbeitslosen Hausfrau mit der gewohnten Gesellschaftskritik zu Themen wie Kinder, Ehepflichten und den Drang etwas tun zu müssen was der Gesellschaft hilft. Leider werden am Ende viele offene Fragen nicht beantwortet und es bleibt ein etwas fader Geschmack zurück.

3.5

Kafkaesque im ländlichen Japan. Kurzer Roman der an einigen Stellen an Kafka erinnert. Vieles bleibt im ungefähren und die Dialoge und Familienverhältnisse sind speziell. Nach anfänglichen Alltagsrealismus kippt es in einen Surrealismus. Das Loch ist bei wohl sehr als Metapher zu verstehen für die Leerstellen im Leben.

3

war eine interessante geschichte, aber ein manchen stellen ein bisschen unverständlich

3.5

Eine kleine Novelle die schnell gelesen ist. Man muss sie erstmal sacken lassen. Es ist keine superspannende Geschichte, am Ende geht es darum um den immer gleichen Alltag im Eheleben und Job. Und was am Ende des Tages von einem selber übrigbleibt.

1

Hä?

Ich hab die Geschichte nicht verstanden. Ich hab die Handlung einfach nicht gecheckt und wie und ob das alles miteinander zusammenhing. Zusätzlich hatte ich Schwierigkeiten mit den japanischen Namen und Begrifflichkeiten und die vielen kurzen Hauptsätze und die Emotionslosigkeit haben mich gestört. Schade.

4

Ich mag sehr diese skurrilen Storys die einen irgendwie ratlos zurücklassen. Fand auch dass die Atmosphäre des Sommers und der Stimmung trotz der kürze des romans gut transportiert wurden

3

3,5 ⭐️ gute Geschichte, abruptes Ende mit vielen Unklarheiten.

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