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Romane

Unmöglicher Abschied

3,8(200)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Nobelpreis für Literatur 2024

»Unmöglicher Abschied« erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei Frauen und beleuchtet zugleich ein jahrzehntelang verschwiegenes Kapitel koreanischer Geschichte.

Eines Morgens ruft Inseon ihre Freundin Gyeongha zu sich ins Krankenhaus von Seoul. Sie hatte einen Unfall und bittet Gyeongha, ihr Zuhause auf der Insel Jeju aufzusuchen, weil ihr kleiner weißer Vogel sterben wird, wenn ihn niemand füttert. Als Gyeongha auf der Insel ankommt, bricht ein Schneesturm herein. Der Weg zu Inseons Haus wird zu einem Überlebenskampf gegen die Kälte. Noch ahnt Gyeongha nicht, was sie dort erwartet: die verschüttete Geschichte von Inseons Familie, die eng verbunden ist mit einem lange verdrängten Kapitel Koreas. Han Kangs neuer Roman ist eine Hymne an die Freundschaft und das Erinnern, die Geschichte einer tiefen Liebe im Angesicht unsäglicher Gewalt – und eine Feier des Lebens, wie zerbrechlich es auch sein mag.

»Ein beunruhigend schöner Roman über die Unmöglichkeit, aus dem Albtraum der Geschichte aufzuwachen. Han Kangs Prosa, zart wie Fußspuren im Schnee, beschwört die Gespenster herauf, die ein Land, eine Familie, eine Freundschaft heimsuchen.« Hernán Díaz

»Han Kang ist eine der eigenwilligsten, kraftvollsten, innovativsten Autorinnen unserer Zeit.« Die Zeit

Editionen (2)

ISBN9783746643489
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum12.08.26
Seitenzahl315

Rezensionen & Bewertungen

200 Bewertungen

48 Rezensionen

3,8

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  • 4,0

    "Ich befand mich in einem Zustand, in dem ich nicht mehr überrascht war, herauszufinden, was Menschen anderen Menschen antun können... Eine Zustand, in dem in meinem Herzen etwas zerbrach." Nein, man sollte darüber nicht mehr überrascht sein und ist es doch immer wieder. Gyeongha hatte Inseon mal um eingemeinsames Kunstprojekt gebeten. Schwarze Baumstämme im Schneegestöber als Mahnmal für die vielen getöteten Menschen bei dem Massaker von Jeju. Doch immer wieder verschiebt Gyeongha das Projekt. Dann bittet Inseon Gyeongha um Hilfe. Sie liegt im Krankenhaus, aber ihr Vogel ist unversorgt zu Hause. Im größten Schneechaos macht sich Gyeongha auf den Weg. Viele Beschreibungen von einzelnen Schneeflocken folgen, wie Salzkörner, wie Vogelfedern, es ist kalt. "Große Flocken, so, als ob unzählige weiße Vögel in völliger Stille gleichzeitig zu Boden segeln." Ich schaue aus dem Fenster, auch bei uns schneit es gerade❄️ Im zweiten Teil wird es etwas traumwandlerisch. Ich frage mich, was davon passiert wirklich und was wird im Fieberwahn erzählt. Aber hart wird es, denn jetzt folgt die Geschichte des verschwiegenen Teils von Koreas Geschichte. Die Tötungen, das Leid. Aber auch das Vertrauen in eine Freundschaft zwischen zwei Frauen. Ich denke ich habe nicht jeden Zusammenhang erfasst, aber ich war auf jeden Fall erneut beeindruckt von dem Können der Autorin.

    3. Jan. 2026

  • pages.i.feel
    pages.i.feel

    32 Follower

    5,0

    Han Kangs Sprache lässt mich wie immer etwas sprachlos und voller unbeschreiblicher Gefühle zurück. Nachdem mich Griechischstunden nicht komplett überzeugen konnte, hat mich dieses Buch nun wieder komplett erreicht und mitgenommen. Alle die zarten Schatten spucken sicher noch lange durch meinen Kopf.

    1. Apr. 2025

  • buddenbooks
    buddenbooks

    86 Follower

    4,5

    Und wieder lernt man Dank Han Kang einen sehr düsteren Teil der koreanischen Geschichte kennen. Dieses Mal ist es dss Jeju-Massaker von 1948. Es war wahnsinnig interessant, schockierend und wird wohl wie "Menschenwerk" sehr lange nachhallen.

    28. Nov. 2025

3 von 48 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 16753%
nancyspencer
nancyspencer4. Feb. 2026

Ende Teil 1: ich leide fast körperlich beim Lesen! Das zeigt, wie gut sie schreibt. Aber die Situation erscheint mir so düster und elend, dass mir wirklich fast schlecht wird. Ich befürchte Han Kang liefert keine Lichtblicke mehr, vielleicht muss ich abbrechen.

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Han Kang

Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für »Die Vegetarierin« wurde sie dafür gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet, für »Menschenwerk« mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. Zuletzt erschienen im Aufbau Verlag ihr Roman »Unmöglicher Abschied« und in Die Andere Bibliothek ihr Kinderbuch »Donnerfee und Blitzfee«.Alle lieferbaren Titel der Autorin sehen Sie unter aufbau-verlage.de.Mehr zur Autorin unter han-kang.net.

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