Blick ins Buch

Romane

Hunchback

3,7(128)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

»Auf rund hundert Seiten fesselt Hunchback den Leser mit seiner rohen, brodelnden, subversiven Energie und schüttelt gleichzeitig die körperlichen und geistigen Fesseln ab. Ein Buch, das uns bewegt und begeistert hat.« Jury International Booker Prize


»Hunchback« ist intelligent, komisch, feministisch und wurde in Japan zur Bestsellersensation. Geschrieben von der ersten behinderten Autorin, die den renommiertesten japanischen Literaturpreis erhielt, erzählt der Roman eigenwillig, trotzig und mitreißend von den Sehnsüchten und Abgründen einer Frau, die am Rande der Gesellschaft steht und zugleich kompromisslos nach Autonomie und der Möglichkeit sucht, das volle Potenzial ihres Lebens auszukosten. Erbarmungslos und mit dunklem Witz entlarvt Saou Ichikawa in ihrem Debüt den gesellschaftlichen Blick auf Behinderung, Körper und Sexualität.

Shaka Izawa wird mit einer angeborenen Muskelerkrankung geboren und verbringt ihre Tage in einem Pflegeheim außerhalb von Tokio. Aufgrund ihrer schweren Wirbelsäulenkrümmung ist sie auf einen elektrischen Rollstuhl und ein Beatmungsgerät angewiesen. Doch auch wenn Shaka körperlich eingeschränkt ist, kennt ihr schneller, scharfsinniger Geist keine Grenzen: Sie studiert online, veröffentlicht pornografische Kurzgeschichten im Internet und twittert provokante Statements wie: »Im nächsten Leben werde ich Edelnutte«. Um alle möglichen Erfahrungen ihres weiblichen Körpers auszuschöpfen, sucht sie eine Samenspende und macht ihrem neuen Pfleger ein unmoralisches Angebot – mit verhängnisvollem Ausgang …

Editionen (1)

ISBN9783753001050
VerlagEcco Verlag
Erscheinungsdatum15.04.25
Seitenzahl96

Rezensionen & Bewertungen

128 Bewertungen

34 Rezensionen

3,7

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    3,5

    "Hunchback" ist ein radikales, provokantes und unbequemes Debüt, das mit gängigen Vorstellungen über Behinderung, Sexualität und Selbstbestimmung bricht. Die Protagonistin leider an einer Gen-bedingten Muskelkrankheit und lebt in einer betreuten Wohngruppe, die mit dem Erbe ihrer verstorbenen Eltern gegründet wurde und auch finanziert wird. Sie schreibt vulgäre Geschichten für ein Online-Magazin, provoziert mit Tweeds und gibt ihre Phantasien preis, wodurch sie Befreiung verspürt. Mich lässt das Buch zwiegespalten zurück. Da sind da die teilweise sehr derbe Sprache und Phantasien und auf der anderen Seite sind da Bedürfnisse und Wünsche eines Menschen, der nicht auf seine Behinderung reduziert werden möchte. Definitiv kein Wohlfühlroman, aber das gibt das Thema auch nicht her. Ich muss es erst mal sacken lassen, macht euch am besten ein eigenes Bild

    17. Juni 2025

  • 3,5

    Nachhallend

    Wie sehen wir Menschen mit Beeinträchtigung? Und wie sehen sie sich selber? Genau da liegen die Kernpunkte des Romans. Den die von einer Muskelerkrankung betroffene Protagonistin erzählt hier schonungslos und provokant von ihrem Leben in einer Pflegeeinrichtung. Besonders die sexuelle Begierde wird hier sehr feministisch und auch teilweise vulgär auf dieser knappen Seitenanzahl besprochen und lässt einen im Kopf doch wirklich umdenken, sind es doch Themen, mit denen ich mich im Alltag sehr wenig beschäftige. Zu sehen, wie viel sie aus ihrem Leben auf den 16 Quadratmetern ihres Zimmers herausholt, wie viele Träume und Wünsche da in ihr stecken, obwohl sie doch weiß, wie unerreichbar diese sind, lässt einen den gesunden Körper auf eine ganz andere Weise wertschätzen. Auch der Einblick in den kulturellen Umgang in Japan war spannend, sind Menschen mit Beeinträchtigung doch dort immer noch am Rande der Gesellschaft und kaum integriert. Trotzdem hätte ich mir ein kleines bisschen mehr von allem gewünscht, Emotionen und auch etwas tiefere Einblicke, die auf 80 Seiten doch ein wenig zu kurz kommen.

    1. Juni 2025

  • lesewesen
    lesewesen

    38 Follower

    5,0

    Sowas habe ich noch nicht gelesen. Das Buch wurde aus Sicht einer behinderten Frau geschrieben und ihre Sicht auf die Gesellschaft, ihre Einschränkungen und ihren heller wachen Geist. Die Geschichte spielt in Japan wo es offiziell keine behinderten Menschen gibt.

    31. März 2026

3 von 34 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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annaklatsche
annaklatsche9. Feb. 2025

Einer meiner MUST-READS dieses Jahr mit disability rep! Ich bin mir nicht sicher, ob ich es bis zur deutschen Ausgabe im April aushalte. 🙊

Autorin / Autor

Über Saou Ichikawa

Saou Ichikawa (geboren 1979) hat an der School of Human Sciences der Waseda-Universität studiert. Ihr Debütroman »Hunchback« wurde zu einem Bestseller und mit dem 128. Bungakukai-Preis sowie dem 169. Akutagawa-Preis ausgezeichnet. Sie ist die erste Autorin mit einer körperlichen Behinderung, die den Akutagawa-Preis erhielt. Sie hat eine angeborene Myopathie und ist auf ein Beatmungsgerät und einen elektrischen Rollstuhl angewiesen.

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