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Ein seltsamer Ort

3,3(58)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Die Zwillingsschwestern Mimi und Kodachi haben in Tokyo ein neues Leben begonnen, seit ihre Mutter in der Heimatstadt zwischen Bergen und Meer der Schlafkrankheit verfallen ist. Auf dem abgelegenen Ort lastet eine dunkle Sage. Eines Tages, als Kodachi die Mutter im Krankenhaus besuchen will, verschwindet sie plötzlich. Mimi macht sich besorgt auf die Suche. Alles deutet auf eine geheimnisvolle andere Welt hin.

Editionen (2)

ISBN9783257072389
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum24.05.23
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

14 Rezensionen

3,3

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  • woodensoul
    woodensoul

    68 Follower

    5,0

    Ich bin so begeistert

    Neue Lieblingsautorin freigeschaltet, es ist sooo eine wunderschöne Geschichte.

    22. Feb. 2026

  • wing
    wing

    39 Follower

    2,5

    Eine seltsame Geschichte

    „Ein seltsamer Ort“ ist 2023 erschienen und Yoshimotos erste Veröffentlichung seit acht Jahren – eine ungewöhnlich lange Pause für sie. Ich habe in meiner Jugend viel von Yoshimoto gelesen und bin ein großer Fan ihrer frühen Werke wie Kitchen, Amrita und Tsugumi. Entsprechend habe ich mich darauf gefreut, nach vielen Jahren zu ihr zurückzukehren. Leider hat „Ein seltsamer Ort“ für mich nicht funktioniert. Die Ausgangslage: Die Zwillingsschwestern Mimi und Kodachi haben in Tokio ein neues Leben begonnen. In ihrer Kindheit hatten ihre Eltern einen Autounfall, bei dem der Vater starb und die Mutter ins Koma fiel, in dem sie bis heute liegt. Die beiden werden von liebevollen entfernten Verwandten großgezogen. Eines Tages verschwindet Kodachi plötzlich, als sie ihre Mutter im Krankenhaus besuchen will. Mimi kehrt daraufhin widerwillig in ihre alte Heimat zurück und trifft dort auf allerlei mythisch anmutende Figuren. Yoshimoto setzt viele Fantasy-, Horror- und Sci-Fi-Elemente ein, die Geschichte wirkt jedoch eher wie „ein bisschen von allem“, statt echten Tiefgang zu entwickeln. Das zeigt sich besonders bei den recht eindimensional wirkenden Nebenfiguren, aber auch bei der Protagonistin Mimi. In anderen Werken wie Tsugumi schafft es Yoshimoto, mit wenigen Worten ein eigenständiges Gefühl für ihre Charaktere entstehen zu lassen – genau das hat mir hier gefehlt. Das mag auch an den sperrigen und hölzernen Formulierungen liegen. Immer wieder hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass so niemand sprechen würde, was mich aus dem Erzählfluss gerissen hat. Da ich das Buch in der deutschen Übersetzung und nicht im japanischen Original gelesen habe, kann ich allerdings schwer beurteilen, woran das liegt. Bisher ist mir das weder bei anderen Werken Yoshimotos noch bei Übersetzungen von Annelie Ortmanns aufgefallen. Was mir hingegen gut gefallen hat, ist Yoshimotos Gespür für besondere Momente sowie für stille, zarte Situationen zwischen den Figuren. An einige davon werde ich mich sicher noch länger erinnern. Ich hoffe, dass Yoshimoto auch in Zukunft mit fantastischen Elementen oder magischem Realismus experimentiert. Bei diesem Werk ist der Funke für mich jedoch nur selten übergesprungen.

    9. Mai 2026

  • marie.antonie
    marie.antonie

    22 Follower

    3,0

    Modernes Märchen mit Tiefgang. Im Allgemeinem und Einfachem liegt das Glück, dass kann der Roman deutlich aufzeigen. Bis jetzt frage ich mich, was mit der Freundin des Grabpflegers ist. 😂

    22. Feb. 2026

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Banana Yoshimoto

Banana Yoshimoto, 1964 geboren, hieß ursprünglich Mahoko Yoshimoto. Ihr erstes Buch ›Kitchen‹ schrieb sie während ihres Studiums, sie jobbte nebenbei als Kellnerin in einem Café und verliebte sich dort in die Blüten der ›red banana flower‹, daher ihr Pseudonym. Ihr Debütroman verkaufte sich auf Anhieb millionenfach – ein Phänomen, dem man die Bezeichnung ›Bananamania‹ gab. Sie schrieb zahlreiche Bücher, die auch außerhalb Japans ungewöhnlich hohe Auflagen erreichten.

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