Blick ins Buch

Romane

Die blutige Kammer

3,7(38)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Väter, Bestien, Werwölfe – die Frauen in Märchen haben seit jeher kein einfaches Los. In Angela Carters Kult-Nachdichtungen von etwa Blaubart , Der gestiefelte Kater oder Die Schöne und das Biest wird die traditionelle Rollenverteilung nicht nur umgekehrt, sondern in die Luft gejagt. Hier werden Frauen zu Tigerbräuten und Schöne zu Biestern, Erlkönige mit dem eigenen Haar erwürgt und Werwolfsgroßmütter von ihren Enkelinnen erledigt. Die Antiheldinnen und Heldinnen dieser Märchen sinnen in gleichem Maße auf Rache, wie sie nach Liebe streben.

Angela Carter ist die Godmother der feministischen (Horror-)Literatur. Ihre abgründig-erotischen Neuerzählungen von Märchen bestechen auch mehr als fünfzig Jahre nach ihrem Erscheinen mit unvermittelter Wucht.

Editionen (1)

ISBN9783518432419
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum16.04.25
Seitenzahl237

Merkmale

3 Bewertungen

SpannendSchnellKomplexAnschaulichPoetischVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

38 Bewertungen

9 Rezensionen

3,7

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  • dreamy1984
    dreamy1984

    29 Follower

    5,0

    Ungewöhnlich aber gut man lernt die Märchen von ganz neuen Seiten kennen. Die Märchen waren alle gar nicht so gut und rein ^^.

    6. März 2026

  • 5,0

    Wahnsinnig gut

    Väter, Bestien, Werwölfe – die Frauen in Märchen haben seit jeher kein einfaches Los. In Angela Carters Kult-Nachdichtungen von etwa Blaubart, Der gestiefelte Kateroder Die Schöne und das Biest wird die traditionelle Rollenverteilung nicht nur umgekehrt, sondern in die Luft gejagt. Hier werden Frauen zu Tigerbräuten und Schöne zu Biestern, Erlkönige mit dem eigenen Haar erwürgt und Werwolfsgroßmütter von ihren Enkelinnen erledigt. Die Antiheldinnen und Heldinnen dieser Märchen sinnen in gleichem Maße auf Rache, wie sie nach Liebe streben. Ich war der Art und weise wie die Geschichten neu interpretiert werden direkt verfallen, jedes Märchen wird mehre male hintereinander erzählt aber in verschiedenen Interpretationen, sie haben definitiv einen wow Effekt, der Plot klar die Grund Geschichte kennt jeder aber es ist trotzdem etwas unerwartet, die Settings perfekt beschrieben und man kann sich perfekt hineinversetzen. Ich kann das Buch jedem Horror Fan ans Herz legen.

    Wahnsinnig gut

    13. Juni 2025

  • 4,0

    Märchen mal ganz anders.

    Angela Carter kannte ich bislang gar nicht, allerdings mache ich um Horror normalerweise auch den größtmöglichen Bogen. Dass "Die blutige Kammer" Märchen neuerzählt hat mich dann allerdings doch neugierig gemacht. Im Nachhinein bin ich so froh, dass ich mich nicht habe abschrecken lassen, denn Angela Carters Schreibstil ist exquisit. Die Geschichten lasen sich als wäre eine Schriftstellerin aus der "viktorianischen Epoche" munter, unanständig und freien Herzens ins "Horror-Genre" abgebogen. Keine Ahnung ob es nur mir so geht, aber ich habe hin und wieder das Gefühl, dass Sprache sich im allgemeinen zurückentwickelt, in dieser Hinsicht war das Buch eine Wohltat für meine "alte Seele". Von den Geschichten selbst hat mir nicht jede gleichermaßen gut gefallen, aber alles in allem ist für jeden Geschmack etwas dabei, auch wenn ich überrascht war, wie wenig gruselig ich die Geschichten fand. Empfehlung für alle die mal was anderes von einer "Anders-Denkerin" lesen wollen und Spaß an Neuerzählungen der etwas anderen Art haben.

    26. Mai 2025

3 von 9 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2711%
lenas_bookbeat
lenas_bookbeat22. Apr. 2025

Omg, was für ein Beschrieb von einem Bild! Eine neunschwanzige Katze, die eine junge Frau auspeitschen will und dann die Beschreibung vom Mann... Köstlich 😆

Seite 4921%

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Autorin / Autor

Über Angela Carter

Angela Carter, geboren 1940, lebte in Japan, den Vereinigten Staaten und Australien. Ihr erster Roman, Shadow Dance, wurde 1965 veröffentlicht. Für ihr nächstes Buch, The Magic Toyshop, erhielt sie den John Llewellyn Rhys Prize und für das folgende, Several Perceptions, den Somerset Maugham Award. Sie starb im Februar 1992. Im Jahr 2008 wurde sie von der Times auf Platz zehn der Liste der 50 größten britischen Schriftsteller seit 1945 gesetzt.

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