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Romane

Onigiri

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Über das Buch

Eine deutsch-japanische Familiengeschichte, wie man sie noch nicht gelesen hat. »Zum Heulen schön.« (Doris Dörrie) Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, bucht sie zwei Flüge. Ein letztes Mal will sie ihre Mutter zu ihrer Familie in Japan bringen, auch wenn sie weiß, wie riskant es ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Und wirklich hat sie Keiko noch nie so verloren erlebt wie in der ersten Nacht im Hotel. Doch dann sitzen sie beim Essen im alten Elternhaus, und plötzlich spricht sie, die so still geworden ist, fröhlich und klar für sich selbst. Erst auf dieser Reise erkennt Aki in ihrer Mutter die mutige und lebenshungrige Frau, die sie einmal war, bevor sich in Deutschland diese große, für Aki so bedrohliche Müdigkeit über sie legte. Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die faszinierende Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet.

Editionen (2)

ISBN9783446283114
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum22.07.25
Seitenzahl208

Merkmale

2 Bewertungen

LangsamEinfachGlaubwürdigSympathischHerzerwärmendEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

195 Bewertungen

57 Rezensionen

3,8

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  • pj.jedi.1410
    pj.jedi.1410

    395 Follower

    5,0

    (Büchergilde Gutenberg) Ein berührender Roman über Familie, Vergessen und Herkunft.

    Der Roman wird von Aki erzählt. In Rückblenden erleben wir Akis aufwachsen in Deutschland als Tochter von Keiko und Karl. Als Akis Großmutter stirbt beschließt sie ein letztes Mal mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter nach Kobe in Japan zu reisen und erlebt wie ein Leben in Vergessenheit geraten kann, wenn es auch in kurzen Episoden wieder aufblitzt. Der Roman „Onigiri“ von Yuko Kuhn handelt von der schwierigen Beziehung zwischen Aki und ihrer demenzkranken Mutter Keiko, die gemeinsam nach Japan reisen. Während der Reise erkennt Aki, dass ihre Mutter nicht nur kalt und distanziert war, sondern selbst unter Einsamkeit, Migration und psychischen Belastungen litt. Dadurch verändert sich Akis Blick auf ihre Mutter und es kommt zu einer vorsichtigen Annäherung. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie schwierig es ist, zwischen deutscher und japanischer Identität zu leben und sich irgendwo wirklich zugehörig zu fühlen. Der Titel „Onigiri“ symbolisiert dabei die Sehnsucht nach Heimat, Liebe und familiärer Nähe. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Der Roman erzählt ruhig, fein und ohne große Gesten. Gerade dadurch wirken viele Szenen so stark. Besonders gefallen hat mir, wie Yuko Kuhn die Verbindung zwischen den Generationen beschreibt. Zwischen Nähe und Distanz, zwischen Liebe und Sprachlosigkeit. „Onigiri“ ist ein leises Buch – aber eines, das sehr viel erzählt. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Weil dieser Roman auf zurückhaltende Weise von Dingen erzählt, die viele kennen: vom Vergessen, vom Loslassen und von der Frage, wer wir sind. #Onigiri #YukoKuhn #Familienroman #Erinnerung #Identität #Loslassen #5Sterne

    (Büchergilde Gutenberg)

Ein berührender Roman über Familie, Vergessen und Herkunft.

    21. Apr. 2026

  • theagri
    theagri

    776 Follower

    4,0

    Aki, die Tochter der japanisch stämmigen Frau Keiko, die in jungen Jahren nach Deutschland kam, muss mit der Demenz ihrer Mutter Keiko zurechtkommen. Nun ist Akis Großmutter in Japan verstorben und Aki's Mutter kann sich dies nicht merken. Immer wieder muss sie erinnert werden. Das schmerzt. Darum reist Aki mit Keiko nach Japan. Sehr fein geschildert und gut beobachtet wird die Problematik der Demenz, wobei hier die Nationalität keinen Einfluss auf deren Verlauf hat. Aki, als starken Charakter, mochte ich gern, trotz ihrer eigenen Defizite. Aber auch die Lebensleistung der Mutter, die sich ein Leben in Deutschland aufbaut und alleinerziehend zurechtkommt, beeindruckt. Der flüssige, anschauliche Schreibstil -in Ich-Form mit Aki als Erzählerin - lässt das Bild einer japanisch/deutschen Familie mit allen Unterschieden und Ähnlichkeiten vor Augen entstehen. Und auch wenn Akis Mutter in Deutschland zurechtgekommen ist, scheint ihr Altern mit der Demenz sie wieder näher an ihre Herkunft zu bringen. Dies wird so nachvollziehbar und interessant geschildert, dass ich gut in den Roman hineinfand und diese Familie gern begleitet habe. Auch die geschickt eingebundenen Rückblicke haben viel zum Verständnis der Familiendynamik beigetragen. Der stille, hintergründige Humor hat das Lesen vergnüglich gemacht, aber auch die traurigen Details berühren und regen zum Nachdenken an. Diese Geschichte zeigt, dass es nicht leicht ist, im fremden Land zu leben, egal aus welchen Gründen man gekommen ist. Und dass dies Auswirkungen auf die Psyche hat, nicht nur auf die eigene, sondern auch die der Nachkommen. Ein stilles Buch, das sich gut und flüssig lesen lässt, viele Themen aufgreift und Verständnis reifen lässt - für jeden, der gern Familiengeschichten liest.

    3. Aug. 2025

  • preiselbeer
    preiselbeer

    42 Follower

    2,0

    Leider enttäuschend

    Keiko ist gebürtige Japanerin, lebt aber schon seit den 1970ern in Deutschland. Seit geraumer Zeit hat ihre Tochter Aki Veränderungen an ihrer Mutter festgestellt und sieht sich der Diagnose Demenz gegenüber stehen. Als Aki dann auch noch die Nachricht erreicht, dass ihr Großmutter verstorben ist, ist es für sie klar, sie und ihre Mutter fliegen ein letztes Mal nach Japan. Dort ist ihre Mutter erst mit dem Hotel überfordert, doch als sie sich im Elternhaus bei Keikos Bruder einquartieren, blüht ihre Keiko wieder auf. Ich durfte den autofiktionalen Roman von Yuko Kuhn als Rezensionsexemplar lesen und bin etwas Zwiegespalten, denn ich muss sagen, dass ich etwas anders erwartet habe. Ich hatte die Erwartung, dass das Thema Demenz und wie es der Mutter in Japan ergangen ist mehr im Vordergrund steht. Meiner Meinung nach ist es Aki und die Aufarbeitung ihrer Kindheit und das Aufwachsen in zwei unterschiedlichen Kulturen. Ich habe mich auch mit dem Schreibstil der Autorin etwas schwer getan, da ich teilweise nicht mehr unterscheiden konnte in welcher Zeitschleife ich mich in der Geschichte gerade befinde und über welche Person gerade geschrieben wird. Leider hat mich dieser Roman nicht überzeugen können. Sehr schade! Denn das Cover, der Titel und der Klappentext haben mich schon sehr angesprochen.

    10. Aug. 2025

3 von 57 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 17886%
tom.blabal
tom.blabal11. Dez. 2025

Eine wirklich schöne Textstelle. Sehr versöhnlich wie wohl sie sich mit der Familie ihrer Tochter versteht und wie sehr sie ihren Schwiegersohn schätzt.

Autorin / Autor

Über Yuko Kuhn

Yuko Kuhn wurde 1983 in München geboren. Sie studierte Kulturwirtschaft in Passau und Aix-en-Provence. 2019 fand sie über ihre Tätigkeit an der HFF / Hochschule für Fernsehen und Film München zum Schreiben. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in München.

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