Wilde Schafsjagd

Wilde Schafsjagd

Hardback
3.9141
Trilogie Der RatteRomane &Amp; ErzählungenJapanische LiteraturJapanischer Kultautor

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Description

Was als wilde, sich überschlagende Jagd endet, beginnt ganz einfach: mit einem Brief, in dem das Foto eines Schafes steckt. Er ist adressiert an einen müden Endzwanziger, der als Mitinhaber einer Tokyoter Werbeagentur in einem Nebel aus Zigaretten und Alkohol lebt: Nur ein Abenteuer kann einen Ausweg aus seiner Langeweile bieten – die ›Wilde Schafsjagd‹ beginnt. Haruki Murakamis meisterhafter Bestseller um ein Schaf mit übernatürlichen Kräften, ein Teilzeit-Callgirl mit den schönsten Ohren der Welt und einen Kriegsverbrecher mit einem Gehirntumor ist ein fantastischer Detektivroman, inspiriert von den düsteren Werken Raymond Chandlers – nur dass dieser Fall unlösbar ist. »Ein Mythenerzähler für dieses Jahrtausend« NEW YORK TIMES BOOK REVIEW

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
304
Price
24.70 €

Author Description

HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).

Posts

16
All
3

Ich mag Murakami, aber hier hatte ich manchmal Schwierigkeiten den Faden nicht zu verlieren.

4.5

Schöner Abschluss der Ratte-Trilogie, in der Murakami zu seinem eigenen Stil findet

Innerhalb der Ratte-Trilogie fühlt sich Wilde Schafsjagd ganz klar wie der Punkt an, an dem Murakami endgültig zu seinem „echten“ Stil gefunden hat. Die typische melancholische, entrückte Atmosphäre, dieses seltsame Gleichgewicht aus Alltäglichkeit und Absurdität — hier wirkt alles zum ersten Mal komplett ausgereift. Genau das hat mir extrem gut gefallen. Den halben Stern Abzug gibt’s für die phasenweise Längen: Murakami verliert sich stellenweise sehr in ausgeschmückten Passagen, die zwar atmosphärisch sind, aber den Erzählfluss etwas ausbremsen. Und ein vielleicht ungewöhnlicher Vergleich: Manche Dialoge haben mich ein bisschen an moderne Tarantino-Filme erinnert — nicht wegen Tempo oder Gewalt, sondern wegen dieser eigenartig beiläufigen Gespräche, die oft erst nebensächlich wirken, dabei aber enorm viel Stimmung, Charakter und unterschwellige Spannung transportieren. Als Abschluss der Ratte-Trilogie hat sich das Buch für mich aber absolut gelohnt — gerade weil man hier nicht nur eine Geschichte beendet, sondern auch miterlebt, wie aus dem frühen Murakami endgültig der Autor wird, den man heute mit seinem Namen verbindet. Umso schöner, dass mit Tanz mit dem Schafsmann quasi noch eine Fortsetzung wartet — auf die ich mich nach diesem Buch jetzt umso mehr freue.

Schöner Abschluss der Ratte-Trilogie, in der Murakami zu seinem eigenen Stil findet
5

Hier muss man zwischen den Zeilen lesen.

Meiner Meinung nach ist wilde Schafjagd, eins von Murakami schwierigeren Büchern in Bezug darauf zu verstehen, was man eigentlich liest. Es hat auch einen stark philosophischen Charakter. Ein namenloser Hauptakteur wird beauftragt ein ganz besonderes Schaf zu finden und dafür hat er nur ein Bild. Er muss anhand vom Hintergrund den Standort feststellen und auf dem Weg dieses Schaf zu finden gerät er in eine Konfrontation mit sich selbst und trifft auf eine Art Schafmann, halb Mensch halb Schaf, was einen äußerst symbolischen Charakter hat, den es im Buch zu entschlüsseln gilt. Murakami lässt hier außerordentlich viel offen und gibt dem Leser sehr viel Raum zu Eigener Interpretation, was die ganze Sache noch spannender macht. Wilde Schafsjagd ist auf jeden Fall kein Buch, was man einfach nur überlesen sollte, sondern eines, was man wirklich versuchen sollte, aufzunehmen.

3.5

Haruki Murakamis „Wilde Schafsjagd“ ist ein Roman, der sich jeder festen Kategorie entzieht: teils surrealistisches Abenteuer, teils existentialistische Spurensuche, irgendwo zwischen Detektivgeschichte, Roadmovie und innerer Reise. Der namenlose Protagonist – ein Werbetexter mit einer Vorliebe für Bier, Musik und gepflegte Einsamkeit – gerät durch ein harmlos wirkendes Foto eines Schafs in eine mysteriöse Geschichte, die ihn weit in den Norden Japans und tief in seine eigene Vergangenheit führt. Die Figuren des Romans sind ebenso schillernd wie rätselhaft: die geheimnisvolle Frau mit den magischen Ohren, die nicht nur als ästhetische Obsession, sondern auch als Katalysator für das Kommende dient; der „Schafsmann“, eine grotesk-verstörende Figur, die zwischen Realität und Wahn zu schweben scheint; der „Schafsprofessor“, Symbol für unsichtbare Machtstrukturen; und schließlich „die Ratte“ – ein alter Freund des Erzählers, der sich aus der Welt zurückgezogen hat und zu einer Schlüsselfigur wird, obwohl er meist nur über Briefe oder Erinnerungen präsent ist. Was auf den ersten Blick wie eine schräge Jagd nach einem Tier erscheint, entpuppt sich als existenzielle Suche. Das Schaf wird zur Chiffre für etwas Fremdes, das Menschen beherrschen oder verändern kann – eine Metapher für Ideologie, Besessenheit, vielleicht sogar für das, was man Seele nennen könnte. Die eigentliche Jagd ist dabei nicht die nach dem Schaf, sondern die nach Identität, nach Sinn, nach einem Platz in der Welt. Zentrale Themen wie Einsamkeit, Entfremdung und die Fragilität der eigenen Existenz durchziehen den Roman. Murakami formuliert diese Gedanken nicht explizit, sondern lässt sie durch Stimmungen, Szenen und Sätze aufscheinen. Besonders deutlich wird dies in zwei Schlüsselpassen: „Existenz ist nicht qua Individuum, sondern qua Chaos. Die eigene Existenz ist keine für sich. Mein Chaos ist auch das Ihre, und Ihr Chaos ist meines. Existenz ist Kommunikation und Kommunikation ist Existenz.“ Diese Passage verdeutlicht Murakamis Vorstellung von Identität nicht als in sich geschlossene Einheit, sondern als offenes System, das immer in Beziehung steht – zu anderen, zur Welt, zum Chaos. „Mit gleichem Recht lässt sich behaupten, dass so etwas wie Zufall gar nicht existiert... Wir leben mit anderen Worten, im Augenblick, mit dem ‚Alles‘ im Rücken und vor uns dem ‚Nichts‘...“ Auch hier schimmert eine existentielle Perspektive durch: Zeit ist nicht linear, sondern ein schmaler Spalt zwischen Erinnerungen und Möglichkeiten. Vergangenheit und Zukunft erscheinen entwertet, nur der gegenwärtige Moment ist wirklich – ein Motiv, das sich besonders in den eindrücklichen Szenen im schneebedeckten Hokkaido verdichtet. Diese Kapitel lesen sich beinahe wie ein stiller Abenteuerroman, mit einer fast sakralen Stimmung, getragen von Kälte, Stille und innerer Leere. Murakami gibt keine Antworten, und auch die Auflösung des Romans lässt vieles offen. Gerade das macht seine Faszination aus – und erklärt zugleich, warum „Wilde Schafsjagd“ nicht alle Leser vollständig überzeugt. Es ist ein Buch, das sich gegen das Verstehen wehrt und stattdessen zum Nachsinnen einlädt. Unterm Strich bleibt ein atmosphärisch dichter, oft entrückter Roman, der seine Stärke weniger in der Handlung als in der Stimmung entfaltet. Wer sich darauf einlässt, entdeckt zwischen den Zeilen eine melancholische Meditation über Identität, Macht und die Einsamkeit des modernen Menschen. Ein vieldeutiges Werk – faszinierend, aber nicht leicht zugänglich. Eine Bewertung von 3,5 von 5 erscheint da fast wie ein Echo dessen, was der Roman selbst ist: widersprüchlich, faszinierend, verwirrend – aber lange nachhallend.

3

Was als Wilde, sich überschlagende Jagd endet, beginnt ganz einfach: Mit einem Brief und einem Bild eines Schafes.

Mit seinem ungewöhnlichen Schreibstil hat Haruki Murakami eine interessante, jedoch auch verwirrende Geschichte erschaffen das leider nicht mein Geschmack treffen konnte.

4

Das Buch hat seine Längen, aber am Ende sieht man wo Murakami hin wollte und ist mit der Geschichte versöhnt.

4.5

Der namenlose Erzähler erhält von einem mysteriösen Auftraggeber den Auftrag, ein auf einem Foto abgebildetes Schaf zu suchen. Von der Erfüllung des Auftrages hängt seine beruflische Zukunft und wahrscheinlich auch sein Leben und seine Gesundheit ab. Auf der Suche nach dem Schaf findet der Erzähler zunächst jedoch eine neue Freundin, die ihm bei der Jagd hilft. Die Spuren verdichten sich und zeigen einerseits in die Einsamkeit der Berge Hokkaidos und andererseits in die Vergangheit des Erzählers. Die Situation wird zunehmend bedrohlicher. Raymond Chandlers Detektivgeschichten und der Film "Angel Heart" fallen mir spontan als Vergleich zu diesem Buch ein. Die Handlungist düster und fantastisch, teilweise mystisch. Natürlich gibt es kein Happy End und nicht alle Verwicklungen sind logisch oder alltagstauglich. Gerade deswegen ist dieses Buch so gut.

2

Achja, ich weiß, Murakami wird von vielen geliebt, aber vielleicht bin ich auch einfach nur mit dem falschen Buch eingestiegen. Die Gesellschaftskritik, die sich äußern sollte, habe ich zwar verstanden, aber ich mag es dann doch lieber, wenn Gesellschaftskritik klar ausgesprochen wird und belletristische Romane unterhaltsam sind. Mir war es zu abstrus und weltfremd und nicht so richtig rund. Allerdings musste ich bei einigen Gedankengängen im Buch wirklich lachen, wodurch es wenigstens 2 Sterne gab. Ein bis zwei Bücher werde ich von ihm aber auf jeden Fall noch lesen und dann schau ich mal weiter.

2.5

Verwirrend schön. Ein Buch welches anregt, nochmals gelesen zu werden.

2

Ich weiß jetzt wieder, warum ich 1Q84 damals abgebrochen habe. Ich mag eigentlich skurrile Geschichten, aber das hier ist mir zu überladen. "Naokos Lächeln" fand ich dagegen so schön. Aber dieser Zauber fehlt der irren Schafsjagd leider total.

2

Unfortunately I was let down by this novel. I generally really like Murakami's books (some are amongst my favorite books), but I have to say out of all his novels I've read up to this point, this was my least favorite one. I really struggled to get into the story and couldn't connect to the characters as I usually do. I also didn't think the plot was that compelling. That being said, I don't think this book is bad. I can definitely see why people enjoy this read but it just wasn't for me.

4

"Still, writing the history of one town obviously imposed the necessity of bringing it up to a "today." And even if such a today soon ceases to be today, no one can deny that it is infact a today. For if a today ceased to be today, history could not exist as history." "Time. Particles of darkness configured mysterious patterns on my retina. Patterns that degenerated without a sound, only to be replaced by new patterns. Darkness but darkness alone was shifting, like mercury in motionless space. I put a stop to my thoughts and let time pass. Let time carry me along. Carry me to where a new darkness was configuring yet newer patterns." The parts of the sheepmen speaking gave me a headache

3.5

Irgendwas zwischen 3.5 und 4 Sternen Der Plot war eher slow paced. Hinzukommt, dass man nicht wirklich verstehen kann, was vor sich geht. Der Schreibstil reißt aber alles raus.

5

Took the book from my college library. Was really enjoying it till I got to a chapter with the name rat in it. That made release it was part of the rat trilogy I have heard about. So I went back and read the previous ones. They were alright. But this book is on an another level. Really loved reading it. I mostly read it at night so the magical realism parts really cool to read before sleeping. As someone else mentioned here, it's like peering into someone else's dreams.

3

Wie immer ein Vergnügen einen Murakami zu lesen. Die wilde Schafsjagd wurde jedoch nicht so wild, wie ich sie gerne gehabt hätte.

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